Beiträge von Vael

    Ich denke auch die 'Sucht nach Tod' so nenne ich es mal, ist möglicherweise nur eine Flucht vor dem Leben. Das Leben ist nach Krebs anstrengender, man begegnet Leuten die wenig Einfühlsam, Verständnis, oder einen sogar meiden. Ich hatte das selbst auch schon Nachbarn meideten mich, sie wollten mit dem Thema Krebs nichts zu tun haben, Ignoranz, oder auch auf Arbeit irre Sachen, die mich schon zum Wahnsinn gebracht haben.


    Denke man muss manchmal einfach tief Luft holen und sagen, ich bin nun mal so, mit Krebs ohne Krebs, so bin ich halt. Und sich selbst erstmal so akzeptieren. Für mich gehört Krebs nun zu meinem Leben. Es gibt mich nicht ohne. Und wie lange wir damit leben, spielt im 'größeren' Sinne keine Bedeutung, es ist ja eher wichtig WIE wir leben. (Natürlich so lange wie möglich :) )


    Falls du zu den 40% nach 5 Jahren gehörst, und noch 10 Jahre lebst, oder 20, wie möchtest du diese verbringen, oder auch wenn es nur 2 sind. Wenn man mal anders an Krebs herantritt so sind wir irgendwie auch leicht gesegnet, wir haben quasi erfahren, dass das Leben endlich ist, das wissen bzw realisieren nur Leute die wirklich mal richtig krank waren / sind oder sehr alte Leute.


    Wie oft steigt jemand in sein Auto morgens und weiß nicht, dass er / sie an diesem Tage auf der Straße sterben wird.

    marille Versuch dich wieder mit deinem Mann näher zu fühlen, denn er ist ja das Näheste was du hast, vielleicht könnt ihr einen zweiten Frühling aufleben lassen, das alleine würde das Leben sicher wunderbar lebenswert machen.


    Dazu musst du dich sicher öffnen, und vielleicht wäre ein Brief leichter, aber schon von Natur aus denke ich, dass jedes Lebewesen eigentlich am Leben hängt. Öffne dich und lass die Schönen Dinge wieder hinein :)

    Interessant eure Beschreibung der/eurer Sozialen Phobie.


    Ich habe auch Probleme Beziehungen / Freundschaften zu knüpfen und zu halten. Kann mir Geburtstage weder merken noch finde ich sie sonderlich merkenswert, das kommt nur leider nicht gut. Ich bin für andere schlichtweg nicht interessant, und ich wiederum finde andere auf Dauer unter Umständen langweilig oder sogar nervig. Ich habe das Gefühl ich 'Fühle' Menschen, und wenn das Gefühl sich nicht gut anfühlt, bin ich da auch nicht gern.


    Ich bin auch in keinen Clubs, oder Gruppensport möglicherweise aus Furcht nicht dazu zu passen und mich unwohl zu fühlen, wobei das immer subjektiv ist, wenn ich kurzzeitig Leute treffe bin ich ein sehr offener Mensch und habe Spaß daran, aber sobald es emotional wird, fühle ich mich unwohl oder vielleicht auch verletzlich.


    Möglicherweise ist das eine Form Autismus die noch nicht erforscht wurde. Oder schlichtweg emotionale Verletzungen die nie überwunden wurden. Oder es ist einfach so wie wir sind, aber scheint ja kein Einzelfall zu sein. Ich hätte mich eher als Einzelgänger eingeschätzt als phobisch, aber es gibt fließende Grenzen.

    Ich bin auch einseitig, und bis auf die Unsymmetrie hatte ich (nach Op) keinerlei Probleme damit. Prothese ist unsichtbar. Interessant finde ich das Gefühl, da auch ohne Brust noch Gefühl da ist. Es ist halt etwas anders. Heute ist es für mich ganz normal mit einer Brust, rede da auch ganz frei drüber wenn jemand fragt ( tun sie aber selten.)


    Ich habe an der zweiten Brust einen großen Knoten, wurde schon gestanzt etc, bislang nicht bösartig aber bin am überlegen was tun, mit BK gesegnet zu sein und die andere Brust macht Zicken, das geht nicht. Bin auch am Überlegen nur 1 Brust aufbauen zu lassen ( da diese ja noch vollständig ist), oder sie doch zu entfernen.


    Eine solche Entscheidung, was tun mit den Brüsten ist alles andere als Einfach, vor allem weil man sich nie vorher wirklich vorstellen kann wie man sich damit fühlt. Ich tendiere eher zu einfacheren Methoden, ohne Risiko von (mehr) Komplikationen.


    Denke der Körperbau macht vielleicht auch einen Unterschied, mollige Frau ohne Brüste mag vielleicht schon auffallen, wobei man mit Prothese kaum Unterschiede merkt.

    Vielleicht würde es dir auch helfen etwas genauer zu deuten wovor du Angst hast.

    Leute die dich bemitleiden wenn sie kommen oder so tun als ob du nicht da bist, oder was genau ist es dass dich vor Leuten abschreckt.


    Auch dein Mann, was könnte er tun ?


    Vielleicht wäre auch eine Reha eine gute Idee? Möglicherweise ist das einfach extremer Stress.


    Aus meiner Sicht müsstest du auf jeden Fall aus dem Karussel in dem du jetzt bist aussteigen, ob in eine Klinik oder eine Reha, eine andere Einrichtung, einfach mal weg von dem Druck der dich umgibt.


    Man könnte auch die Zeit die einem bleibt im positiven Rahmen verbringen.


    Wenn auch seltsam, aber wenn du dich mit dem Tod beschäftigst, vielleicht würde das auch helfen. Patienten Verfügung, letzer Wille, Begräbnis planen, und vielleicht kommt dann doch irgendwann wieder ein bisschen Lust zu kämpfen und ein gutes glückliches Leben zu leben.


    Ich nehme dich mal lieb in die Arme. Es ist eine schwere Zeit und es ist auch nicht immer leicht.

    Timi Aromatasehemmer wie Letrozol blockieren die Aromatase, die Herstellung des Östrogens. Daher kann ich mir kaum vorstellen, dass es beim einen wirkt und beim anderen nicht,.


    Wenn dir der Hormonstatuswichtig ist, dann frag die Ärzte ob du es nicht auch privat bezahlen kannst, nur um es zu wissen. Das ist doch kein Problem. Endokrinologen, Frauenarzt oder Hausarzt.

    Hi Gundog , bei dir sind es noch Gelenkschmerzen richtig?


    Ich habe inzwischen einen Lichtblick bei meinen Muskelschmerzen. Meine Lymph-Frau glaubt es sind Verklebungen der Muskelstränge, Faszienverklebungen. Seit wir statt der Brust die Beine machen scheint es besser zu werden, wobei nicht jeder Tag gleich ist. Aber statt Lymphen heißt das Muskeln mit sanfter (roher!) Gewalt auszustreichen, sehr sehr schmerzhaft. Aber danach göttlich für Momente oder sogar Tage.

    unter chronisch krank fällt man zb auch mit einer Schilddrüsen Unterfunktion, Bluthochdruck etc. Alles wofür man regelmäßig beim Arzt erscheint oder Tabletten bekommt. Hierfür beim Arzt ein 'Muster 55' anfragen.

    Hallo Oni1980 willkommen hier !


    Du kannst möglicherweise eine Haushaltshilfe bei der Krankenkasse anfragen, eventuell auch Hilfe vom Integrationsamt, vielleicht können die auch etwas helfen.

    Habe auch lobulär, linke Brust mastekotmie, kein Aufbau. Bekomme Sono und Mammo als Nachsorge. Da die andere Brust verklumpte nach Therapie bekam ich dort eine Biopsie und auch ein MRT. Aber ansonsten ist ein Mrt bei mir auch nicht im Plan. Wofür auch ehrlich gesagt, ist ja keine Brust da. Ich vertrage das Kontrastmittel allgemein nicht so dolle. Für die noch bestehende Brust, da diese recht auffällig ist, werde ich vielleicht nochmal eines anfragen.

    Hallo Mila 59 deine Mammo ist nun schon vorbei, wie sah es aus? Hoffe doch gut, die Nachsorgen sind am Anfang hart, wird aber besser mit der Zeit, alles GUte Dir!

    Hallo AnnaElsa


    lobulär ist wohl auch nicht selten, dass es beidseits geht, warum auch immer. Ich muss das irgendwo gelesen haben oder Ärzte sagten das.

    Ob Hormon oder Her2 allerdings keine Ahnung. Ich bin lobulär mit Östrogenabhängig, Her2neu neg.

    Hallo Kriegerin64


    also bin zwar der Laie, und will ungern gegen die Ärzte beim Kid sprechen, aber eigentlich hat KI und der G Wert soviel nicht miteinander zu tun, nach meinem Verständnis.


    G1-3 Sagt aus wie sehr die Zellen verändert sind, und der KI Wert gibt die Teilungsrate an. Natürlich korreliert es oft, dass mit einer hohen Teilungsrate natürlich auch die Zellen unter Umständen stark verändert sind ( da sie sich ja öfter teilen ist die Chance sich stark zu verändern ja auch größer) aber ein Muss ist das sicher nicht.


    Daher wirst du bei vielen G3's auch hohe Teilungsraten sehen. Auch ist 50 % zwar ein hoher Mittelwert, aber noch lange nicht extrem hoch.


    Die Entscheidung für die Chemo ist einerseits aus der Größe des Tumors ( bei dir jetzt nicht angegeben-T1-T2-T3) und auch vom Nutzen, und natürlich sollen Rezidive damit unterdrückt werden. Das ist ja der Sinn der Chemo, eine Ganz-Körper Therapie um Zellen die irgendwo im Körper sein könnten, und sich gerade teilen abzutöten. Mit einem KI von 50 % ist die Wahrscheinlichkeit solche eventuellen Zellen zu erwischen auch gut.


    Da du auch Hormon positiv bist, wirst du sicher auch Antihormontherapie im Anschluss bekommen, was nochmals gegen Rezidive wirkt.


    Und wenn die Ärztin mein der Tumor sah gutartig aus, naja, dann sei froh die Stanze hat ihr Unrecht gegeben, stell dir vor, ihr hättet keine Stanze gemacht.


    Also erstmal alles im grünen bei Dir würde ich sagen :) Klar ist der Anfang echt heftig, da man überhaupt nix weiß und Ärzte einen manchmal kirre machen können mit seltsamen Aussagen.

    Ich habe die Eierstöcke auch weg, bin auf Letrozol, hatte nur am Anfang die ersten paar Wochen / Monate Hitzewallungen, welche NW von wo kommen..kann man da nicht wirklich sagen, bei Letrozol.


    Aber ich sage auch immer, ein positives hatte Krebs..ich habe keine Periode mehr, wenn auch ein minibischen traurig, obwohl jetzt fast 50, dass man danach so endgültig zum nicht-mehr-Kinder-kriegen taugt, auch wenn ich wohl eh keines mehr hätte. Aber es ist dann ein klein wenig endgültig.


    Aber wenn die Freundin sich mit der Periode qüält, ihr Eisen niedrig ist, sie Krämpfe hat und über die Masse an Blut redet..boah, dann bin ich einen Moment richtig glücklich mit meinem Körper :)

    Im Moment rät mein Arzt zu sieben Jahren Letrozol, bei zehn Jahren hat man lt. Studien wohl keine Vorteile mehr gesehen.

    Das ist interessant. Mir wurde in der Tumorkonferenz erst 5 Jahre gesagt, aber überall hört man die 10 Jahresglocken... 7 finde ich ein geeignetes Mittelmaß.