Beiträge von Vael

    ich kenne mich medizinisch nicht so genau aus, aber die Bestrahlung erfolgt ja an der Brust / Brustbein..nicht am Bauch? Ich hätte eher gedacht eine weitere Chemo oder Antihormontabletten könnten dem Kind schaden. Die Bestrahlung erfolgt doch recht punkt genau.


    Natürlich sollte sie dies mit den Ärzten besprechen, aber wenn dem Kind nichts im Wege steht.


    Man könnte auch ihr vorwerfen sie hätte ihr Kind umgebracht weil sie egoistisch war, wenn sie abtreiben würde. Die Umwelt ( und deren Leute) können grausam sein, da wird alles kommen, und man kann sich schlichtweg nicht vor allen Äußerungen der Leute schützen.


    Denke in unseren Äußerungen spielt oft die eigene Angst mit. Natürlich hat jeder Angst die Kinder stehen ohne Mütter da, aber ich kenne Kinder die ihre Mutti an Krebs verloren haben, das Leben geht irgendwann einfach weiter, es geht ja schlichtweg nicht anders. Und wir wollen alle hoffen, dass Mutter und Kind noch für lange Zeit unter uns weilen. Und nicht jede Krebsdame hat den perfekten Hintergrund mit fürsorglichem Mann und toller Familie. Es trifft alle und jeden, auch alleinstehende Frauen.

    Es ist aber halt passiert. Die meisten haben nach Chemo so schnell auch keine Möglichkeit schwanger zu werden, weil es nicht klappt. Hier ist es halt ungewollt. Aber es ist nun mal da. Ob ein Kind nun 1 ist und das andere kommt, es ist halt so. Das Kind abzutreiben würde ein unglaubliches psychisches Trauma bedeuten ( für manche) , und das zu überwinden ist auch nicht einfach.


    Das fünfte Kind braucht seine Mutti im Moment um überhaupt die Chance zu haben zu leben. Ich hätte dagegen gesprochen, falls die Therapie für das ungeborene ein Problem sein sollte, aber wenn das ungeborene das verkraften kann, warum also nicht.


    Wir wissen alle nicht wie es weitergeht, ob Kinder 1, 0 oder 5 oder 20 sind. Klar sind diejenigen ( wie ich auch) froh wenn unsere Kinder aus dem gröbsten raus sind, aber auch falls Ihr etwas zustoßen sollte, dann ist halt noch ein Baby zusätzlich da.


    Was mich schon etwas wundert ist die frühe Periode, plus die Chemo hat nicht gut angeschlagen, da kommt mir halt eher der Gedanke die Chemo war verpfuscht. ( ala Apotheker so und so.)


    Aber sicher auch gut, das mit den Ärzten abzuklären. Welche Risiken die Ärzte sehen. Für Kind und Mutter.

    Hallo Tolea sehr seltsam der Onkologe in EU. Vielleicht hat er Bedenken die Fehler des vorherigen Arztes kommen auf ihn zurück, falls es Spätschäden gibt.


    Mach dir keine Gedanken, dass du Schuld bist. Siehe das einfach als eine weitere Hürde in Sachen Krebs. Sammel deine ganzen Akten zusammen, sodass du jederzeit sofort zur nächsten Klinik hüpfen kannst. Eventuell gleich bei 4ter und 5ter anrufen, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen um schnell irgendwo unterzukommen. Aber eine Pause der Chemo ist immer mal drin, bei Gesundheitlichen Problemen muss die Chemo ja auch ausgesetzt werden.


    Lass uns wissen wie es weiter geht, und bleib ruhig )

    Hi vanessapr

    2000 Leukos sind noch gar nicht so schlecht, sie sind nur tiefer und erholen sich für die nächste Chemo bis zu einem Wert der meist über 3000 liegen sollte. Ab unter 1000 sollte man allerdings vorsichtig werden mit Infektionen, bei Fieber ins Krankenhaus.


    Das C ( Cyclophosphamid) in EC sorgt für extrem niedrige Werte. Bei Pacli alleine sollte das etwas besser werden.

    Mich wundert es ein bisschen, dass du so schnell nach Chemo überhaupt schwanger werden konntest. Wie ist es denn bei den anderen gebährfähigen, war die Periode erstmal lange weg`? Das plus, dass die Chemo nicht anschlug, lässt mich eher wundern ob die Chemo 'korrekt' war. Deine Haare hattest du verloren? Woher wusstest du, dass du schwanger bist?


    Und zum Kind, abtreiben wäre für mich auch nicht machbar, nicht aus Abtreibung ist Mord Gedanken, aber weil ich es nicht könnte. Sollte das Kind ohne Probleme durch die Behandlung kommen, dann kannst du es auch austragen. Speziell wenn du nicht für Abtreibung bist, würde dich das auch kaputt machen, es abzutreiben.


    Und da du bereits 4 Kinder hast, die im schlimmsten Fall auch ohne dich klarkommen müssen, da macht eines keinen Unterschied. Vielleicht gibt dir das neue Baby auch einen richtigen Antrieb und zur Übermutti, und Lebenskünstler werden.


    Krebs mit 4 wahrscheinlich noch kleinen Kindern ist kein Spaß, aber dann ist halt noch ein 5ftes da.

    Hallo Dschini


    ein paar Fragen vorab, wie schnell nach der Chemo wurdest du denn schwanger? Hört sich je recht fix an, das wäre dann denke ich etwas ungewöhnlich, zumal du sagst die Chemo schlug auch nicht an.


    Du scheinst einen hormonbedingten Krebs zu haben, sonst gäbe es keine Antihormontherapie. In wieweit eine Schwangerschaft hier mitmischt, oder auch eine Antihormontherapie gut / schlecht für das Kind ist, das sind Fragen die wohl eher ein Gyn beantworten müsste.


    ich denke es geht hier nicht nur um deine Lebenszeit sondern auch das Wohl des noch ungeborenen Kindes.

    Hallo Tolea


    das ist eine seltsame Situation finde ich. Chemo über die Vene ist heute einfach nicht mehr gängig, vor allem wenn ein Port da ist. Wenn der Port nicht durchgängig wäre kann man ihn spülen, und erst wenn gar nichts mehr geht über die Vene. Aber auch dann könnte man einen zweiten Port legen oder andere Hilfsmittel ( Ich hatte Hochdosis Chemo, und 3 Verschiedenen Zugänge wegen Infektionen, Port, Grushong, und Hals-ZVK). Wenn man sich einmal Bilder anschaut von Chemos die Schief in die Vene gingen, ist man mehr als bedient.


    Ich würde so vorgehen:

    Frag den Onkologen in EU genau warum er möchte, dass du weiter in BN zur Chemo gehst. ( Das ist nämlich auch seltsam)


    Wenn du hier keine Antwort bekommst, such dir eine dritte Klinik.

    Hallo Summernight

    ich habe eine Ablatio, dh Mastektomie ohne Aufbau. Also links flach und rechts noch Brust. Da ich 2 OP's in einer hatte ( zusätzlich zur linken Brust wurde die Gebärmutter+Eierstöcke entfernt, da Verdacht auf Endometriosekarzinom-was sich aber nicht bestätigte), aber daher lehnten die Ärzte einen gleichzeitigen Aufbau ab, da einerseits die Vorplanzeit fehlte, aber auch die OP sonst zu groß geworden wäre. Sie rechneten bereits mit bis zu 10 Stunden, falls auch im Bauch die Lymphknoten entfernt hätten werden müssen.


    Ich denke ich habe alles sehr gut überstanden, nach OP, da auch Bauchschnitt, dauerte es etwas länger aber nach 3-4 Wochen hätte ich wieder arbeiten gehen können, da kam allerdings dann die Chemo.


    Es ist alles mega anstrengend, keine Frage, aber irgendwann ist diese Zeit vorbei.

    Hallo Summernight


    du schaffst das schon :) Ich bin quasi deine große Schwester.. Ablatio links, wegen 8cm Befund, 6 LK befallen und hatte auch die ETC Chemo. ( Hier gibt es einen Thread zur ETC Chemo irgendwo), und meine Diagnose war vor 3 Jahren.

    Vielleicht hilft es auch wenn du dich mit dieser Studie mehr befasst. Nab Pacli ist das neuere MIttel. Wurde wirklich Pacli mit Nab P. verglichen? Ist der Unterschied groß oder könnte es auch nur Zufall sein? Oder andere Faktoren? Alle Medikamente wurden stark verbessert, ist vielleicht die Pacli Studie älter als die Nab Studie? Etc.


    Und auch wenn es oft erwähnt wird die PCR, aber wie wichtig ist sie wirklich? Alle die wie ich, OP vor Chemo hatten, haben keine Ahnung ob sie ein PCR erreicht hätten. Wahrscheinlich gebe ich deshalb nicht all zuviel auf ein PCR. Wirklich wichtig ist ja weniger das PCR des Haupttumores sondern, dass die Chemo die kleinen Winzlinge die niemand sieht erwischt.

    Hallo Viktoria


    ob das eine Pacli besser wirkt als das andere..kann ich dir nicht sagen. Nicht sicher ob das irgendjemand kann.


    Nab scheint von dem was ich gelesen habe eine besser Variante des Pacli's zu sein, da keine oder andere Lösungsmittel enthalten sind. Dies ist im Hinblick auf eventuelle Schäden der Nerven ein Punkt. Die normalen Paclis verursachen mitunter Polyneuropathien, oft Hände / Füße, daher wird in manchen Zentren Hände und Füße gekühlt. Aber nur oft, nicht immer, und nicht immer bleibend. Also keine Panik.


    Da du dich aber da wo du bist sehr wohlfühlst, würde ich den Wohlfühl Faktor stark vorziehen. Ob 12x oder 6x3 , leider wieder ein Schulterzucken hier. Es gibt ja verschiedene Chemotherapien, mit verschiedenen Zyklen. Falls dir das hilft, ich hatte zb eine hochdosis Chemo im Abstand von 2 Wochen, aber höhere Dosis. Das ist eine stärkere Chemo als die normale wöchentliche. Für ältere Leute nimmt man wohl auch eher die wöchentliche aber geringere Dosis.


    Ich würde dem Arzt vertrauen, da du nie genau weißt was wäre wenn. Wenn es alles nix hilft und dein Tumor nach wie vor da, muss man so oder so nochmals umdenken, aber dann bist du in den Händen die dich von Anfang an hatten, also eher ein Vorteil dort zu bleiben.


    Und Vertrau deinem Gefühl. Wenn du dich da wohlfühlst, heißt das doch, du bist da richtig.

    Hallo Fatigue


    tröste dich mit dem Gedanken, das es den meisten von uns so ging wie es dir jetzt geht.

    Es kommt so viel unfassbares zusammen, das Gehirn kann das einfach nicht alles auf einmal bewältigen, das wird mit der Zeit besser, speziell wenn die Therapie anfängt.


    Mach dir einen Termin beim Perücken Friseur sobald möglich. Die beraten dich und wollen dich mit Haaren sehen. Manche tragen Perücken, und kein Mensch sieht den Unterschied. Du hast also die Wahl ob die Außenstehenden es wissen sollten, können, dürfen.


    Chemo selbst vertragen die meisten eigentlich ganz gut, klar hat man mit den Auswirkungen zu schaffen.

    Im Brustzentrum gibt es Psychoonkologen, mach dort einen Termin, vielleicht hilft aber auch schon ein leichtes Entspannungsmittel oder Baldrian.


    ich denke sobald du weißt was auf dich zukommt, wird es leichter.

    Hallo Fatigue


    ich bin etwas überrascht über die OP vor Chemo, gibt es hierfür einen bestimmten Grund? Ich hatte zwar auch zuerst OP, aber auch mit einleuchtenden Gründen. (zweiter Krebsverdacht und somit 2 OP's in einer ) .Normal scheint aber eher die Chemo zuerst. Bist du in einem zertifizierten Brustzentrum?


    Falls du das nicht mehr liest, wir denken an dich, und stark sein..das muss man nicht immer. Ich habe auch geweint, der Gedanke meine Brust zu verlieren ist in dem Moment etwas unvorstellbares. Aber viele hier kommen oben ohne super klar.

    Hallo Carlotta2 ich müßte nachschauen mit meinem KI ich glaube zwischen 35-40 oder so. ( ist ja schon ein Weilchen her bei mir :)


    Übrigens während Chemo hatte ich auch sehr große Probleme mit dem Schlafen. Unter Epirubicin war es glaube ich am Schlimmsten, alle 2 Stunden wach und Pinkeln gehen, mit Pacli konnte ich dann nicht mehr schlafen weil die Füße dick und heiß waren, also teilweise denke ich das kommt mitunter von der Chemo. Auch jetzt ( mit Letrozol) habe ich noch manchmal Probleme mit dem Schlafen, manche Nächte schlafe ich super ein, und schlafe durch, andere Nächte geht irgendwie alles schief.

    Hallo Fatigue


    herzlichst willkommen hier, gerade wenn du denkst du kannst nicht mit anderen reden, ist es wahrscheinlich umso wichtiger, dass du es tust.

    Es gibt auch Selbsthilfegruppen oder Psychoonkologen mit denen du reden kannst.


    Ich habe zb Mastektomie ohne Aufbau links, mein Tumor war 8cm groß, meine Brust auch komplett deformiert und wuchs gigantisch schnell nach meinem Empfinden.


    Ängste vor / während dem Staging ist völlig normal. Das ist eine der schwersten Zeiten, da man nur weiß es ist schlimm, aber man hat noch keinen Lösungsweg. Hier heißt es einfach nur abwarten bis die Therapie feststeht.


    Je nachdem wie deine Therapie aussieht, kommt zuerst Chemo, erst dann die OP. Möglicherweise auch andersrum, das klärt sich noch.

    Was ich brauchte im KKH, Lange T Shirts oder Hemden, zum Aufknöpfen, aber lang genug, dass man damit rumlaufen konnte.


    Dein Brustmuskel wird normalerweise nicht mit entfernt, außer er ist betroffen. Ob und was du heben könntest ohne, das weiß ich leider nicht, allzu anstrengende Arbeit wirst du nach der OP vorerst so oder so nicht machen können. Der betroffene Arm sollte geschont werden. Aber auch wenn der Muskeln entfernt werden würde, gibt es sicher Möglichkeiten wie man sich behilft. Hier musst du abwarten, vorher Sorgen zu machen wie es nachher weitergeht, wenn man nie weiß wie es dann ist, das ist schwer.


    Die Haare zusammenbinden nach der OP..sollte die Chemo zuerst kommen, hast du keine Haare :p) Aber falls OP vorher kommt, dann lässt du die Haare offen, oder bekommst es irgendwie hin, so etwas ist auch gute Übung für die Beweglichkeit und Dehnung der Arme. Aber auch ich hatte Probleme (OP vor Chemo) die ersten Wochen, kämmen und so weiter war mühselig, aber das sind eher die kleinen Feinheiten der Krankheit, die man irgendwann wieder hinbekommt.


    Spazieren gehen wird kein Problem sein, solange dein Hund kein Leinenzieher ist. Bienenvölker wirst du wohl erst Hilfe brauchen sowohl während Chemo als auch nach OP. Aber mit Tricks und Kniffen und Physio bekommt man das alles sicher wieder in Gang.


    Du trägst danach einfach Bustiers von speziellen Firmen mit einer Bustprothese.


    Da du sicher mit einer Chemo rechnen musst, wird die Frage ob Perücke oder nicht zb ein Thema sein, dass du jetzt erledigen kannst.

    Hilfe für deine Bienenvölker organisieren, vielleicht ein älterer Schüler den du jetzt noch einlernst?


    Hoffe das Hilft erstmal, wenn du mit anderen nicht sprichst, frag alles was du brauchst hier. Hier ist Krebs der Alltag. Hier ist das ganz normal.

    Hallo und Willkommen KalteTraene :)


    Ich glaube ein Teil deiner Angst kommt von den vielen ungenauen Infos die du da liest.


    -Chemos können andere Probleme / Krankheiten auslösen. Genau wie Impfungen, Infektionen, Op's und derlei. Risiken gibt es immer und überall.

    -Da du deine Eierstöcke raus hast, kannst du auch Leztrozol nehmen. Oder Tamoxifen für 2-3 Jahre und dann Letrozol. Ich habe noch nicht gelesen, dass Tamoxifen für Gebärmutterkrebs verantwortlich ist, aber die Schleimhaut baut sich tatsächlich auf.


    Nachsorgeuntersuchungen hast du quasi dein Leben lang, du gehst ja weiter in die jährliche ab einem gewissen Zeitpunkt.

    Warum du Chemo bekommen hast, war vielleicht ein Grenzfall, aber KI 50 ist schon höher, da wirkt die Chemo auch gut.


    Und ja, jeder mit einer Krrebserkrankung lebt mit dem Risiko, dass es irgendwann wieder ausbricht, das tut es aber nicht bei jedem. Jede 4te Frau die betroffen ist verliert nicht den Kampf, sondern erkrankt eventuell wieder. Das ist schon ein Unterschied.


    Tv Damen werden da herausgepickt und groß produziert. Es gibt auch tausend andere Tv Damen die Krebs bislang überstanden haben, nur gibt es da ja keine große Story zu erzählen.


    Möglicherweise brauchst du aber auch einen Gesprächspartner mit dem du diese Ängste besprichst. Durch die Entnahme von den Eierstöcken kann auch dein Hormonhaushalt ins Chaos gestürzt worden sein, vielleicht mitunter ein Auslöser für Ängste.


    Aber es ist auch natürlich Angst zu haben vor einer Krankheit bei der man nie weiß wie es weitergeht. Ich denke Krebs ist mitunter ein psychisches Problem, man muss lernen mit der Ungewissheit zu leben. Diese Ungewissheit ist eigentlich bei jedem Leben mit dabei, aber man ist ihr nicht bewusst. Nach Krebs lebt sie Seite an Seite mit einem.