Beiträge von Vael

    Liebe Hanka


    meine Wiedereingliederung war 3 Monate ( Vollzeit Job) und ich bereue das nicht, mir da die Zeit genommen zu haben.


    Aus deinen Altenativen würde ich die Variante 1 mit der RV streichen, meiner Meinung nach ist die RV zu unflexibel, die Wiedereingliederung mit Hausarzt und KK ist so flexibel wie du sie wirklich brauchst.


    Variante ohne Wiedereingliederung finde ich eine gute Idee, so man denkt, es passt auch alles ( Stunden, eigene Kraft Kapazitäten).

    Du könntest die Betriebsferien bereits abfeiern und vom 17.08. - 28.08 regulären Urlaub machen, der dann vom Ag bereits bezahlt wird.

    Rede frühzeitig mit deinem AG welche Möglichkeiten er dir gibt.


    Es ist ja schlichtweg auch so, mit den gesparten Krankengeld tagen, das falls ein Rezidiv, es so oder so über die noch gesparte Zeit kommen würde. Noch eine Chemo, noch eine OP, meißt würde das den Rahmen eh sprengen. ( ich dachte aber auch so, wollte auch nicht alles ausgeben).

    Hallo Frau N habe leder nicht alle Beiträge gelesen, und kenne Eure Geschichte nicht, aber ich finde deine Fragen absolut in Ordnung!


    Natürlich fragt man sich manchmal warum Chemo, warum das alles. Hilft es, hilft es nicht. Ich kenne eine Frau bei der die Angehörigen sagten die Chemo habe sie schlussendlich umgebracht. Ob das so ist, in Einzelfällen mag das wohl so sein.


    Aber wie auch die anderen hier sagen, man klammert sich alles was helfen könnte. Nur wenn wirklich alles zu spät ist, sagt man sich, dann lieber ohne. Bei meiner Chemo ( ETC-Hochdosis, dosisdicht) hatte ich das Gefühl alle 2 Wochen zum Schlächter zu fahren um mir die Beine brechen zu lassen. Kam am Ende gerade eben noch wieder auf die Beine um sie wieder brechen zu lassen. Sehr anstrengend.


    Aber.. heute, meine Chemo lief August-Dez2016..nach einem 8cm Tumor und 6 betroffenen LK ( ich war 46), lebe ich noch. Und toit toi toi, noch keine Metastasen.


    Am Anfang dachte ich auch nie wieder Chemo, aber heute, hätte ich Metas, ich würde wieder Chemo machen.


    Außer ich wäre 80+..ich glaube dann würde ich wahrlich sagen, es wäre genug.

    Aber solange Hoffnung besteht, und das Leben sich lohnt ( Kinder, Tiere, wunderbare Partner ( ob Frau oder Mann :p) warum nicht versuchen zu kämpfen.


    Allerdings musst du als Partner auf dich aufpassen, dass dich das nicht zu sehr mitnimmt, es ist zwar auch dein Kampf, aber mehr als unterstützen kann man nicht tun, aber auch das kostet immens Kraft. Nimm dir also vielleicht ab und zu die Freiheit, ein wenig nach dir selbst zu schauen. Deine Partnerin wird es dir danken, indem du weiterhin für sie da sein kannst.

    Caro_caro also wie wäre es wenn du ( wie ich zb) die Wiedereingliederung tageweise machst zb 3 Tage die Woche, bekommst dann für die anderen 2 Tage Geld? Und was wenn die Wiedereingliederung scheitert?


    Wie unsinnig diese Regelung, wenn das Tatsache ist.

    100% Arbeitsunfähiggkeit

    Hmm, also wer bemisst die %? Ich würde hier tatsächlich hinter herfragen ob dies wirklich korrekt ist.

    Wiedereingliederung ist ja noch AU.


    Aber ich habe da keine Ahnung, gebe ich zu. Aber tricksen tut doch jeder..?

    Vielleicht ist hier der richtige Ort, um die Geschichte meiner Mama (und somit auch des Stiefvaters) zu erzählen.


    Mama, 70, Stiefvater 80, beide sehr rüstig und fit, viel Sport im Leben, Fahrradfahren usw. Bis er Sommer letztes Jahr urplötzlich einen epileptischen Anfall hatte. Er wurde durchgecheckt, und an/in der Lunge ein 'Befund' gefunden. Da er ein 'schwieriger' Patient war ( Selbst Professor) hatte er so ein Ding mit Ärzten. Er entließ sich aus dem Krankenhaus. Einige Wochen später das nächste Krankenhaus, um den Befund der Lunge zu diagnostizieren. Eindeutig Lungenkrebs, und wieder entließ er sich selbst. Starke Persönlichkeits-Veränderungen fanden statt, er war oberflächlich diagnostiziert als wahnhaft manisch.


    Anrufe an die vorherige Klinik zu Therapie des Lungenkrebses, die Aussage, sie hätten genug Patienten die sich behandeln lassen wollten, er war wohl derartig heftig in der Klinik, riss sich Nadeln raus und ging. Nichts zu machen in dem psychischen Stadium. Warum die starke psychische Veränderung war unklar. Inzwischen September, meine Mama ging am Stock, weil sie nicht weiter wusste. Krebs aber keine Behandlung, psychische Veränderung ins Extreme.


    Er kam per Notarzt in die psychische Geschlossene und musste dort fixiert werden. Er wurde Medikamentös eingestellt. Jetzt war er nicht mehr aggressiv, und fügte sich leichter. Erneuter Versuch des Checkups in einem neuen KH, Resultat Lungenkrebs, LK betroffen, Hirnmetastasen. Er hatte in diesen paar Monaten so stark abgebaut, dass nun keine Chemo oder OP der Lunge mehr angeraten wurde. Die Hirnmetas wurden in einem neuen Gang zum KH bestrahlt. Er war ab nun palliativ eingestuft, 3-6 Monate sagte die Ärzte meiner Mama im November 2019.


    Meine Mama hat das alles sehr mitgenommen, selbst immer dünn von Gestalt, aber jemand der immer über seine Grenzen wachsen musste um mit zu halten und eigentlich dadurch recht zäh. Sie bestellte Pflegestufe, Rollstuhl, organisierte alles, die Familie war weit entfernt. Es war klar er bleibt zu Hause, Hospiz war außer Frage, er wollte dies nie. Als ein Palliativ Team kam, musste seine Unterschrift drunter. Er verweigerte.

    Sie bestand nicht drauf. Sie brauchte ihn um die Entscheidungen zu treffen. Das war Dezember 2019 / oder Januar 2020.


    Langsam kam sein psychischer Zustand wieder ins Lot, die Bestrahlung hatte wohl geholfen, aber er war statt rüstig eher Greis geworden in nur ein paar Monaten. Meine Mama hat alles gemacht, von Lymphdrainage für seine geschwollenen Beine, ihn geduscht, wollte noch Armaturen zum Festhalten ins Bad tun.


    Dezember 2019 wollte sie mir beim Umzug helfen, konnte aber nicht von Zuhause weg, konnte ihn nicht alleine lassen.

    Januar hat sie noch das Arbeitszimmer streichen lassen, Möbel hin und hergeschoben, Wände abgewaschen.


    Dann kam Februar 2020, sie bekam eine Erkältung (Weit weg in München hatte Corona angefangen, daher wohl eher kein Corona). Zusätzlich zur Erkältung kam Übelkeit. Sie fragte nie nach Hilfe, jeder bot sie an.


    Ein Freund kam vorbei und sah sie zusamen gebrochen, rief den Arzt, Sie wollte nicht ins Krankenhaus, da sie Ihren Mann nicht alleine lassen konnte. Also nahmen sie beide ins KH auf, bekamen ein Zimmer zusammen.


    Jeder dachte sie wird wieder aufgepäppelt. Ich hatte noch mit Ihr telefoniert, kurz, sie meinte wenn sie jetzt stirbt, dann ist es auch ok ( kam aber eher patzig, als ob sie fix und fertig mit den Nerven war). Donnerstag wurde sie eingeliefert, Samstag früh starb sie. Ich denke sie hat einfach losgelassen. Die Summe aller Dinge meinten die Ärzte.


    Er war noch in der Lage Ihre Beisetzung mit zu erleben und starb 6 Wochen nach ihr.


    Irgendwann werde ich wohl denken, es ist gut, dass sie nicht leiden musste, aber verstehen, das werde ich wohl nie.

    Vielleicht war es Schicksal. Vielleicht sollte es so sein.

    Ich glaube es gibt solche und solche Tode. Erlösend, heilend, aber auch ruckartig, unerwartet und unfair, grausam..wie ein Fehler, aus der Mitte des Lebens gerissen.


    Es gibt kein Warum und wieso. Und erst recht keine Antworten auf Warum und Wieso. Und auch wenn Warum und Wieso geklärt wären... ändert es den Tod leider nicht.


    Meine Mama ist vor einer Weile gestorben...an der Summe aller Dinge haben mir die Ärzte gesagt. Unerwartet, ruckartig. Mit einem Mal.

    Betsy


    nicht sicher ob ich das verstehe, aber ich vermute hier einen Fehler.

    Die Erhöhung interessiert deinen AG nicht. ABER die Unbefristung schon. Daher ist das sehr wichtig, dass dein AG eine Kopie bekommt.



    Das Finanzamt bekommt die Erhöhung mit, wenn du deine Steuer für 2020 machst.

    Liebe Lana 79


    doppelt gestraft bist du sozusagen. Erkrankung und nun Druck wegen Arbeitsplatz.


    Also sprechen kann ich leider nur für mich und meine Arbeitsplatz Situation. Dein AG wird deinen Arbeitsvertrag wahrscheinlich nicht verlängern. Auch wenn du jetzt wieder an den Arbeitsplatz zurückgehst. Warum sollte er auch, er ist in der praktischen Lage, eine Kranke auszumustern ohne Rechenschaft dafür abzulegen warum.


    Du riskierst deine Gesundheit und dein Job ist später trotzdem nicht mehr da.

    Falls du tatsächlich einen verständnisvollen AG hast, vielleicht hast Du Chancen, aber aus meiner Erfahrung, würdest du dir nur selbst schaden.


    Erhole Dich von deiner Krankheit, mach Bestrahlung, werde wieder völlig fit, Reha anschließend, und wenn du dann soweit bist such einen neuen Job.


    Wäre dein AG verständnisvoll, hättest du diese Frage nicht. Wäre dein AG immer noch daran interessiert dir einen festen Vertrag zu geben, würde er sich dafür einsetzen, dass du dich völlig erholst.


    Wobei Fragen beim AG kann nicht schaden,und eventuelle Beratung bei einem Anwalt auch nicht.

    Ich kann nicht bei jedem Tod etwas schreiben weil mir die Worte fehlen, aber nahe gehen, ich denke, dass tut es bei uns allen. Wir sitzen in einem Boot, und wenn dann eine von denen, die man eventuell sogar persönlich kennen gelernt hat, nicht mehr da ist. Das trifft hart.


    Man wird sich dann der Krankheit Krebs noch mehr bewusst, dass es kein Schnupfen ist, dass es bitterer Ernst sein kann.


    Vor meiner Krebserkrankung hatte ich eine Bekannte, auch BK, sie ist ca 2 Jahre nach Ihrer Erkrankung gestorben. Sie fehlt heute noch.


    Manche verschwinden spurlos, und man weiß nicht wie es Ihnen geht. Wir hoffen immer, es geht Ihnen gut. So ist ein kleiner Lichtblick dennoch, dass wir im Forum von Ihrem Tod informiert werden.

    Völlige Entwarnung ist wohl immer erst nach Histologischer Untersuchung. Flüssigkeit im Bauch ist ja auch nicht ohne und irgendwo kommt sie ja auch her, aber es ist schon mal positiv, dass die Ärztin denkt es ist ok. Dh du wirst erst noch einige Zeit auf die komplette Diagnose warten müssen, das ist keine schöne Zeit. Ablenkung ist am Besten. Und wir drücken die Daumen die Ärztin hat Recht.

    Hallo KaliMa , eventuell schieben die Mods dies zusammen.


    Frag doch deine Mutter mal, welches Mamacarzinom sie hatte. Falls es in Richtung entzündlicher BK oder Sarkom geht, dann solltest mit deinem Fleck doch etwas zügig machen. Das sind die selteneren Formen. Normale Formen sind dann Hormoneller BK, oder Triple Negativ oder MIschungen dergleichen. Die haben aber sehr selten Flecken. Falls du eine eingezogene Haut an der Stelle hast, dann auch vorsichtiger sein.

    Hallo Olli , willkommen hier.


    da hast ja eine tolle Diagnose und einen tollen Mann ( ironisch..).

    Es muss hart sein, die Diagnose ist ein Schock und der Mann auf und weg, das macht mir beim Lesen schon Schock.


    Die Diagnose und Therapie wird irgendwann seinen Lauf nehmen, das mindert den Schock und eine Art Routine kommt rein, ob Chemo, OP, Bestrahlung etc. Was nun mit deinem Mann ist, das ist erst mal unklar, vielleicht braucht er etwas Zeit, vielleicht hat er nächste Woche eine neue Frau...


    Hoffe für ihn als Mensch, dass er sich da nochmal fängt. Immerhin gut du hast deine Kinder zur Unterstützung.


    Hier findest du auch immer jemand zur Unterstützung, auch bei Fragen.

    Hallo KaliMa


    kenne mich mit Flecken auf Brust nicht aus, habe aber schon einiges gelesen hier. Vorsichtig sein ist niemals falsch, immer besser als Nachsicht.


    Könnte auch ein Insektenstich sein, gestossen und und und, aber ein Bild ist halt nur ein Bild.

    Mach doch einen dringenden Termin, und sollte der Fleck bis dahin weg sein, nu dann kannst immer noch canceln.

    Hallo Sonne69 :)


    Denke du bist sicher nicht die einzige Lehrerin die Vorerkrankungen hat, vlt. weiß auch der Schulleiter wie die Gespräche ablaufen. Falls du bislang einen guten Draht zu ihm hast.


    Aber gerade als Lehrer mit eventuellem Kontakt zu vielen, speziell mit neuen Routinen ( 20sec Händewaschen etc) wäre mehr Informationen sicher gut. Ich nehme ja auch an, als Lehrer wird / sollte man etwas mehr Infos haben, auch in Bezug auf Kinder mit Husten und wie damit umgehen, da kann der Betriebsarzt ja vlt. auch gute Ratschläge geben.


    (Liebe Grüße an Dich!)

    Hallo Aurora ich kenne diese Empfindungsstörungen eher von Chemo her, Polyneuropathien. Habe aber selbst auch das Problem dass meine Muskeln öfter Brennen, diese sind oft stark verklebt, aber eher die Oberschenkel, nicht die Füße.


    Um dem auf den Grund zu gehen,könntest du beim Neurologe vielleicht ein Test machen, ob deine Nerven hier beschädigt sind.

    Ich würde den Beipackzettel mal lesen, ob diese Missempfindungen eventuell enthalten sind, du könntest auch ein Herstellerwechsel probieren.

    Hallo herohamster


    erstmal ein liebes willkommen hier. Auch als männlicher Mitbetroffener bist du hier herzlichst willkommen.


    Die erste Zeit ist bei den meisten eine Katastrophe. Das normale Leben geht plötzlich und sehr schnell in eine völlig andere ungewollte Richtung. Es wird besser wenn die ersten Ergebnisse da sind und ein Therapieplan aufgestellt wird. Es braucht einfach Zeit um diese ungewollte Richtung des Lebens zu akzeptieren, bzw. auch zu realisieren.


    Birad 5 lässt wenig Hoffnung dass es gutartig ist. allerdings ist die Bopsie die ausschlaggebende Diagnose. Das komplette Biopsie Ergebnis braucht ca. 10 Tage, allerdings kann man vorher bereits Teilergebnisse bekommen, ob bösartig oder nicht.

    Brustkrebs ist heute der mitunter Heilbarste Krebs, dass man sich Sorgen macht ist völlig normal, man ist als Laie mit der plötzlichen Diagnose überfordert. Nach Biopsie wird auch ein sogenanntes Staging gemacht, der komplette Körper wird auf Metastasen untersucht in verschiedenen Untersuchungen. Wenn diese Ergebnisse da sind, beginnt meist die Therapie. Welche Therapie ist abhängig von den genauen Befunden.


    Wichtig ist, dass deine Frau in ein Brustzentrum geht, falls sie dies nicht schon ist.


    Seid füreinander da in dieser schweren Zeit, organisiert euch eine Haushaltshilfe für die Kids ( durch die Krankenkasse). Gebt euch Zeit die Diagnose zu verstehen, und die Therapie aufzunehmen. Je nach Art und Größe des Tumors ist eine Chemo nicht immer notwendig.