Beiträge von Vael

    Liebe Jenny,


    für eine 17 Jährige schreibst du super ! Leider nur, musst du über Krebs schreiben, das ist .... schockierend.


    Ok aber mal zu deinen Fragen bzw. Zweifeln. Ich würde in deinem Jungen Alter die Chemo anraten, wenn die Ärzte auch nur im geringsten denken sie würde ein Benefit für dich sein. Durch ein Chemo selbst sterben wahrscheinlich genausoviele Leute, wie sich beim Häkeln jemand erhängt. Klar bist du schwach während Chemo, aber stell dir mal vor, 70-75 jährige machen noch Chemo, du mit 17 wirst das relativ locker wegstecken können. Wenn vielleicht nicht im Moment, aber du wirst dich da schnell wieder von erholen.


    Eine Chemo ist nicht angenehm, und wohl auch schlimmer als ein Beinbruch, aber nach einem halben Jahr bist du da durch, und der Körper kann sich wieder regenerieren.

    Ich glaube bei jungen Leuten machen Ärzte gerne Chemo, da die Überlebens Chancen ja auf längere Sicht (mehr als nur 20-30 Jahre) gesehen auch gut sein sollen.


    Hab also vor Chemo keine Angst. Vielleicht wird für dein junges Alter die Haarlosigkeit der Schlimmste Teil sein.


    So zum zweiten. Du schreibst die erste Stanze ergab ein Sarkom, das ist ein extrem seltener Tumor und nix gutes. So bei der zweiten Meinung der Stanze noch ein Fragezeichen bleibt, würde ich fast eine dritte Meinung einholen. Bitte lass dir die Histologie ausdrucken, und geh damit eventuell noch in ein Sarkom Center ( zb in Essen).

    Je mehr ich drüber nachdenke, rate ich dir an, deine Histologie bereits dorthin zu senden und nachzufragen, ob die Histologie korrekt oder inkorrekt sein könnte etc. Leider habe ich eine Bekannte die auch an einem Brustsarkom erkrankt ist, so es ein Sarkom wäre, würde ich auch empfehlen in ein Sarkom Center zu gehen.


    Möglich wäre sogar 2 verschiedene Krebse, und fast wahrscheinlich eine erbliche Disposition.


    Also:

    -Keine Angst vor Chemo :) Lass dich von deiner Familie nicht verunsichern.



    Und erzähl weiter wie es dir geht, denke ich bin nicht die einzige die das schockt, eine 17 jährige mit Krebs.


    Lass dich drücken

    Liebe Carbol, so wie Kalinchen schreibt..wenn du jedes Quartal Pillen gegen den Bluthochdruck holst, dann reicht das schon. Oder auch wenn du quartalsweise überprüft wirst. Der HA kann dir dann das Formular, es hieß in etwa 51a ? oder ähnlich. Seit diesem Jahr gibt es dieses Formular direkt bei den HA's. Übrigens wussten bei meinen HA die Sprechstunden Hilfen nichts von diesem Fomular, beim Arzt klingelte es allerdings.


    Lunaiko, du kannst auch nachträglich den Freibetrag noch machen, ich glaube sogar bis zu 3-5 Jahren später noch.


    P:S: Hier ein Link zu dem Formular, es heißt 'Muster 55'

    http://www.kbv.de/media/sp/Abbildung_Muster55.pdf

    Hallo Kerstin,


    ich könnte mir vorstellen, dass eine onkologische Reha mit Psychologischen Gesprächen da auch helfen könnte. Da bekommst du innerhalb kürzester Zeit ein Coaching sozusagen.


    Ich denke ein bisschen ist diese Angst vergleichbar mit jemand der Angst hat Auto zu fahren, nach einem größeren Unfall. Wirklich helfen tut wahrscheinlich nur Übung um die innere Einstellung etwas zu verändern.

    Möglicherweise steht dir auch ALG 1 zu, bin mir nicht ganz sicher wie da die Regelungen sind. Da auch diejenigen ALG1 beantragen müssen, bei denen Krankengeld ausläuft, wäre das nicht unsinnig. Auch wenn nicht arbeitsfähig kann man beim Arbeitsamt gemeldet sein. Es müsste sicher eine Beratungsstelle geben für dich, vielleicht einmal unter Schwerbehinderung Beratung, oder VDK anfragen.

    Bei mir hat mich auch die Krankenkasse Frau darauf aufmerksam gemacht, dass allein Schilddrüsen Medikamente holen beim Arzt schon als chronisch gelten.Also alles an Pillen die man tagtäglich nimmt, ob Bluthochdruck etc, müsste alles reichen um den Chronischen 1% zu bekommen. Ich denke gerade im ersten Jahr ist es viel, danach, naja, je nach Einkünften.

    Ich wundere mich ob bei einer solch großen Brust nicht der Aufbau der Mastektomie mit Eigen-Brustgewebe von der anderen Seite gemacht werden könnte. Noch eine gute Idee für die Ärzte. Falls Alt-Krebs-Lasten dieses zulassen würden.


    Es gibt Prothesen, bzw Protethische BH's mit Teilprothese die teilweise ausgestopft werden können, in der Reha wurden uns diese vorgestellt, das mag vielleicht etwas für dich sein mit deinem Dog-Ear. Eine seltsame Übersetzung, ein Dog Ear ist ein Flapp-Ohr, bzw auch die umgeknickten Kanten bei einem Papier.


    Für die Nach Innen ziehende Narbe kann ich nur aus meiner Erfahrung sprechen, meine zieht auch etwas nach Innen, ich denke, sie ist von unten mit angewachsen, was dadurch einfach zieht. Viel Mamma Physio und manuelle Bewegung der Narbe könnte helfen. Leider wurde mir das auch von Anfang an nicht gesagt, bei mir schmerzt es aber nicht sonderlich.


    Vielleicht wäre auch möglich das Dog-Ear und die Narbe nochmals zu korrigieren? So hättest du beides in einem Streich.

    Noch eine Möglichkeit wäre, die Ärzte zu fragen in wieweit eine Hormontherapie angesagt ist mit 75, wenn die Knochen/ Gelenkschmerzen daher kommen. Ohne Chemo werden sie wohl daher entstanden sein. ich bin noch keine 50 und habe mich schon gefragt in wieweit das Leben lebenswert ist, wenn man tagtäglich Schmerzgeplagt ist. Auch Schmerztherapie /Schmerzmedikamente könnten gut sein.


    Und wie oben auch, die Bestrahlung ist schon anstrengend, wahrscheinlich besser sie ist nicht alleine draussen unterwegs, wenn sie sturzgefährdet ist. Schätzungsweise nach 2-3 Wochen nach der Bestrahlung sollte es wieder bergauf gehen.

    Deshalb erstmal Info anfordern, je nach vorherigen Erkrankungen ( bei mir wurde zb Schilddrüsen Unterfunktion bereits als chronisch eingestuft). Meine Ausgaben nur für Rezept-Gebühren und Krankenhaustagegeld von Diagnose bis Ende Chemo liefen schon auf über 800 Euro. Es hätte die Sache für mich vereinfacht, hätte ich mich gleich darum gekümmert, anstatt Rechnung nach Rechnung zu bekommen.

    -Passbilder für den Schwerbehinderten Ausweiß

    -Freibetrag Krankenkasse Info / oder bereits erledigen

    -Haushaltshilfe bei kleinen Kindern durch Krankenkasse

    -Perückentermin

    -Krankenhaus Tasche wie bei Schwangeren

    -Fieberthermometer

    -Krankenkasse fragen welches Taxi Unternehmen für Chemo Fahrten



    Für ChemoTage:

    -Decke, Kissen, Buch, Musik, Snacks, Trinken, Handy, Taxi Telefon Nummer

    Liebe Blumenstrauss,


    herzlich willkommen hier unter uns Gleichgesinnten.


    Der Anfang ist bei jedem das Schlimmste denke ich, soviel Ungewissheit, soviel Nicht-Wissen, und das Rad dreht sich schnell nach Krebsdiagnose, sodass man das alles kaum verarbeiten kann.


    Der Port ist meist recht unkompliziert, aber es ist kein Schlauch, sondern ein festes Teil mit Schlauch, das unter die Haut gepflanzt wird. Der Schlauch sitzt auch unter der Haut und geht in die Vene. Es hat eine kleine Membran, durch die hindurch-gespritzt werden kann. Dadurch musst du Chemo nicht direkt in die Vene bekommen. Ich fühlte mich damit etwas wie Bionic Woman :) Wie oben schon beschrieben, Eisbeutel sobald du kannst. Es ist ein kleiner Schnitt, ca. 3-4 cm,entweder unter Betäubung, oder bei manchen in Vollnarkose.


    Übrigens gibt es kein maximales Schreibvolumen, ich glaube du darfst soviel Schreiben wie du magst, einfach ist es wenn du Fragen auch in 'Deinem' Thread schreibst, so findest du auch die Antworten einfach wieder.


    Mein Rat wäre auch den Kindern zu erzählen was los ist, möglicherweise kannst du bei der Psychoonkologin erfragen wie die beste Möglichkeit ist. Nach Chemo, oder OP, oder dein Allgemeinzustand, werden die Kinder etwas mitbekommen, und es ist besser sie wissen Bescheid, als dass sie ahnen irgendwas ist nicht ok. Eine Haushaltshilfe würde ich auf jeden Fall organisieren, durch die Krankenkasse sollte das kein Problem sein.


    Perücke könntest du bereits vor der Chemo organisieren, oft ist es besser mit Haaren zum Friseur zu gehen für eine Anpassung der Perücke. Da wirst du vielleicht auch merken, ob du der Perücken Typ bist oder nicht, manche haben eine Perücke und haben sie nur 1-2 Mal angehabt. Der Winter steht vor der Tür, da ist ein Mütze ja nicht so auffällig .)


    Hoffe du kommst durch das Screening, Herzecho etc, erstmal gut durch. Sobald die Tumorkonferenz getagt hat, wird der Therapieplan festgelegt, danach kann es recht schnell gehen, aber durch die regelmässige Chemo, kommt auch etwas mehr Ruhe in dein zur Zeit Kopfstehendes Leben.


    Hier kannst du alles erzählen, Angst, jammern, weinen, freuen, schreien alles ist erlaubt :)

    Willkommen,


    ich denke jeder von uns kennt diese Situation, Betäubung, Schock, es lässt aber nach und hoffe du kommst da gut durch.


    Erstmal alles Gute, dass alles gut verheilt.

    Ich hatte 3 Jahre vor der BK Diagnose, Bauchschmerzen, diese wurden aber von meiner damaligen Gyn auf den Darm zurückgeführt. Im Zuge der Untersuchung damals wurde dann auch Probleme an den Eierstöcken festgestellt. Meine Bauchschmerzen damals, waren auch zyklisch bedingt, allerdings immer einsetzend nach der Menstruation, und so heftig, dass sie alles in den Schatten stellten, was ich jemals an Schmerzen hatte. Diese hatten sich mit einer Ernährungsumstellung gelegt, ohne irgendeine OP. Wundere mich aber natürlich ob hier irgendwo der Auslöser für BK lag.. aber wer weiß das schon.

    Ich habe eine Freundin, die wohl schon jedes Buch durch hat, von wegen Selbst-Erfahrung durch neue Gedankenwege, wenn ich das so umschreiben würde. Sie erzählt mir dann immer mal über einige diese Umkehrwege der Gedanken und was dieses oder jenes bedeutet.


    Und ich mag wohl zu sachlich oder zu realitäts-bezogen ( oder fremd?) sein, aber ich denke dann oft an einen Satz den Ihr Therapeut ihr mal sagte.. Ein Stück Holz ist manchmal nur ein Stück Holz. Es hat ihr zwar über einen Zeitraum von 10 Jahren geholfen sich zu verändern, aber das braucht ja Unmengen Zeit sich damit zu beschäftigen, wobei ich mir nicht sicher bin ob sie das nicht auch ohne diese Bücher geschafft hätte, einfach nur durch Erfahrung und Alter. Aber ihr scheint es etwas zu bringen.


    In einer Beziehung/Mit Kindern sehe ich ein, dass man sich schon oft hinterfragen sollte, und weniger du bezogen sondern eher ich bezogen , wzb. Ich mag es nicht wenn du schreist, statt warum schreist du mich so an.


    Auf Krankheit bezogen, denke ich, dass man die Ängste zulassen sollte, durchspielen im Geiste, was passiert wenn... Und dann Antworten drauf finden. Ähnlich wie sich die Fragen zu stellen, was ist das Schlimmste was passieren kann, wenn man vor einer Entscheidung steht.


    Und ich denke , mindestens für mich, ist das der richtige Weg. Was passiert wenn ich morgen erkranke, was ist das Schlimmste was passieren kann und wenn man auf diese Fragen Antworten findet und mit den Antworten leben kann.. Aber sich auch in gewisser Weise vorbereitet, sei es jetzt auch dramatisch, Geld für Beerdigung, Patientenverfügung, Laufbahn der Kinder, Finanzielle Absicherung während erneuter Erkrankung usw. Vieles wird nur theoretisch sein, wenn dann doch eine erneute Erkrankung da ist, ist's oft anders als man denkt, oder geplant hat (ist doch immer so im Leben, es kommt anders als gedacht), aber es geht ja eigentlich um die Zeit zwischen dem Jetzt und einer Neuerkrankung.


    Ich glaube als Mensch haben wir oft Angst vor dem was wir nicht wissen, vor dem Ungenauen, vor dem was wir uns nicht vorstellen können. Der schwarze Abgrund. Wenn man sich diese Faktoren (einer Neuerkrankung) aber ansieht, dann mögen sie immer noch beängstigend sein, aber wir haben dann vielleicht schon Antworten, wie wir eventuell damit umgehen können. Und so verlieren sie das Ungewisse. Und dann fehlt nur noch der Entschluss, diese Zeit die uns bleibt dazwischen, nicht mit Angst leben zu wollen. Am Ende unseres jeden Lebens steht der Tod. Wann dieser kommt ist ungewiss, aber kommen wird er. Ob mit 40, 60, mit 80 oder 100.


    Um es platt auszudrücken, ist es wie ein Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Spiel, es ist irgendwann zu Ende. Nur weil es irgendwann zu Ende ist ( und man nicht mal weiß wie oder wer einen höchstpersönlich das Ende bereitet) macht es dennoch Spaß. Mag ein seltsamer Vergleich sein, es geht mir aber darum, dass ich realisiere, wir sind alle nur eine begrenzte Zeit da. Und auch vor uns sind schon Leute gestorben. Auch die Kinder dieser Leute haben geweint, aber sie sind irgendwie auch mit dem Schmerz zurechtgekommen.


    Klar hab ich zb. Angst vor realen Schmerzen, Variationen von verschiedenen OP's oder Chemos, Sterben im Krankenhaus, wer kümmert sich um alles nach mir (alleinerziehend, Sohn ist unerfahrene 19), aber dies sind Sachen die ich nicht mehr in der Hand habe, wenn es soweit ist. Und das letzte was ich möchte, ist diese Zeit die mir bleibt zwischen Jetzt und einer solchen Situation, ist in Furcht leben zu müssen, dass diese Situation eintrifft. Sie wird irgendwann kommen, aber noch nicht Jetzt, und wahrscheinlich auch nicht morgen.

    Bei mir war zusätzlich zu BK auch Eierstockkrebs / bzw bösartige Endometriose in Verdacht, da ziemlich viele Auffälligkeiten, ich hätte 3 Jahre vor BK schon an den Eierstöcken operiert werden sollen. Hatte das aber nicht durchgeführt, damals hatte auch niemand das Wort Krebs erwähnt. Mit BK dann, mussten Sie schauen was los ist, da sonst eine andere Therapie durchgeführt worden wäre. So wurde auch ein Schnitt bis zum Bauchnabel gemacht, da im Falle von Bösartigkeit sie noch höher hätten schneiden müssen.War aber ein Glück nicht so, hatte zwar wohl jede mögliche Zyste und Probleme an den Eierstöcken sowie großflächige Endometriose die bereits an den Darm gewachsen war, aber nichts bösartiges. So habe ich in einer OP eine Brust, ein Haufen Achsel Lymphknoten, meine Eierstöcke und meine Gebärmutter gelassen. Ich war aber irgendwie felsenfest davon überzeugt es wäre nix bösartiges..wobei ich auch bei meiner Brust ungläubig dastand, auch nach Biopsie.


    Aber wie gesagt, solange deine Heilung alles normal verläuft, geht's dir bestimmt schon 10 Tage später fast normal.

    Hallo Susannah,



    ich hatte ein Mastektomie mit Lymphknoten und einen Bauchschnitt, war auch nur 8 Tage nach OP im Krankenhaus, ohne den Bauchschnitt wären es vielleicht 3-4 Tage gewesen. Ich glaube ich war bereits 1 Woche später im eigenen Auto unterwegs. Das problematischste war der Sicherheitsgurt. Nach 3 Wochen hat man mir die OP nicht mehr angesehen (bis dann die Chemo kam), Solange du deine Koffer aufgeben kannst, und kleinere Sachen mit der anderen Hand tragen, und natürlich noch alles problemlos heilt/sich darstellt, sollte diese Fahrt kein Thema sein.


    Obendrein, wenn die OP Anfang Dez ist, wird deine Bestrahlung ziemlich sicher nicht vor Anfang des Jahres anfangen, da Bestrahlung tag-täglich sein sollte mit wenig Unterbrechungen. Allerdings wie oben erwähnt, eventuell die Termine die feststehen sollten, vielleicht auch das Zeichnungs CT, obwohl ich das fast auch bezweifele, dass sie das in die Weihnachtszeit legen würden.

    Hallo Melek,


    das ist ja traurig, dass keiner der Ärzte da was findet als Ursache, oder auch danach sucht.


    Ich würde vorschlagen mal einen Endokrinologen aufzusuchen, die sind spezialisiert auf Schilddrüse. Möglicherweise hast du eine Überfunktion der Schilddrüse, welches die Abnehmerei erklären könnte. Hier könntest du auch fragen ob Tumormarker genommen werden könnten, nur als Vorschlag, will dir keine Angst machen. Zusätzlich vielleicht auch die hormonelle Situation, nicht dass hier etwas total durcheinander ist, und quer schießt.


    Möglich ist auch , dass du versteckte Krankheiten, wie Borreliose hast, auch da wären viele Blutuntersuchungen notwendig, um herauszufinden was könnte es sein. Dass du in der Nacht mit Fieber aufwachst, zeigt ja eigentlich, dass der Körper etwas gefunden hat gegen das er kämpft.

    Das wären erstmal meine Ideen, hoffe du kommst damit schon weiter.