Beiträge von Vael

    Hallo Wolke,


    ich bin gerade in der Chemo Phase, es ist sicher nicht doll, aber naja, wenn es sein muss, geht das schon. Ist wie krank sein.


    Meine Brust musste auch entfernt werden, war auch für mich ein großer Schock. Überlege dir ob ein Aufbau für dich eine Möglichkeit ist, manchmal kann das direkt gemacht werden. Bei mir war dies nicht möglich, lebe nun mit einer Prothese, aber auch das ist absolut machbar. Nur der Kopf leidet da ziemlich, um das alles zu verdauen und zu verarbeiten.

    Ach MIlli, jammern auf Hohem Niveau..manchmal ist jammern und Angst einfach vollkommen normal. Wenn es auch nur ein Muttermal wäre, mir würde es dennoch Angstmachen ! Ich bin auch ein kleiner Schisser..daher ist es im nachhinein( vorallem wenn alles gut gegangen ist) immer einfach zu sagen es war nicht so schlimm. Ich verstehe deine Ängste vollkommen und sie sind auch berechtigt, du musstest den gleichen Kram anhören und unterschreiben wie ich, und ein Risiko ist es immer.


    Bei meiner OP war für mich die ersten beiden Prioritäten nach den OP Vorgesprächen, ( da ich mehr als nur geschockt war):
    1- Ich werde heilfroh sein die OP zu überleben
    2- noch froher wenn kein künstlicher Darmausgang


    Und der Rest ( Im Bauch) schien dann wirklich Pillepalle, aber ich wusste es musste sein.
    ich wusste von meinen Auffälligkeiten im Bauch, da diese vor 3 Jahren schon hätten operiert werden müssen...aber da bin ich ausgebüchst vor Angst, aber da war Krebs noch kein Thema.
    Aber nun mit Mamma Ca in Kombo blieb mir nix übrig, da sowohl Eierstöcke, als auch Gebärmutter auffällig war, und auch einiges an Endometriose vorhanden war. So konnte es Eierstock Krebs in Combo mit Mamma Ca sein, oder auch ein Endometriose Karzinom, daher blieb mir keine Wahl.


    Als guten Rat fürs Krankenhaus:
    sehr weite Unterwäsche, falls Bauchschnitt, da die Naht sonst drückt.
    Falls du blähungs-anfällig bist, darauf achten was du isst, Blähungen waren für mich ein richtiges Drama.


    Meine Chemo fing übrigens 3 Wochen nach der OP an. Habe Montag nun Woche 5 nach Op und Dienstag die 2te Chemo.


    Ja schon Mist bei dir, erst denken alles ist ok und schon planen, dann hauruck und alles zurück und nochmals Planänderung. hehe, das war bei mir auch spaßig, am Anfang hieß es bei mir Chemo zuerst, nach der Tumorkonferenz wurde mir an einem Montag gesagt doch die OP zuerst, Dienstag war Port Termin ( der war vorher schon gesetzt für die eigentliche Chemo), Mittwoch und Donnerstag Op und Narkose Vorgespräche ( da so viele brauchte es zwei Tage) und Freitags musste ich morgens um 6 schon einchecken. War wahrscheinlich gut, so blieb mir Null Zeit zum grübeln! Aber das war auch so eine Hauruck Aktion.


    Ich hoffe bei dir geht alles glatt !

    Von meiner KK ( gesetzliche) gibt es die Wahl: Entweder Rezept auf Perücke und hier der Zuschuss in etwa 300 Euro, oder ein Rezept auf EIN Tuch ! Mein Perückenberater meinte aber es gibt bei manchen auch die Möglichkeit statt Perückenzuschuss den gleichen Zuschuss in Tüchern zu bekommen, aber dies abhängig vom Sachbearbeiter der KK.

    ich selbst 'fühle' weder Eierstöcke noch Gebärmutter als fehlend. Bin 46, war vor der OP noch völlig normal in der Periode, keinerlei Wechseljahres Beschwerden.


    Allerdings muss ich zugeben, als ich die OP Vorgespräche hatte, und mir die ganzen Horrorgeschichten aufgezählt wurden, die passieren könnten da ich diese unterschreiben musste..da ist ja die Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutter ein Klacks dagegen. ( zb künstlicher Darmausgang war ein Horrorscenario bei mir), aber auch bei mir die Ablatio die mich weit mehr beschäftigte als die Eierstöcke etc.


    Im Großen dachte ich, das es super sei die Dinger alle raus zu haben, keine Periode mehr! Da meine Kinder-Kriege Zeit und Energie verbraucht war ( habe einen großen 18 jährigen Sohn) und mich langsam aber sicher von der Periode belästigt fühlte, fand ich das als super positiver Aspekt. Auch musste ich immer Slip Einlagen tragen die letzten Jahre wegen Ausflusses. Auch nicht mehr ! Obendrein ein verringertes Mamma Ca Risiko, ich empfand die Entfernung also eher Positiv als in irgendeiner Hinsicht negativ.


    Auch jetzt im nachhinhein ( 5 Wochen am Montag), ich habe ab und an Hitzewallungen, aber es ist absolut erträglich für mich nur ungewohnt, da ich sonst eher friere. Der Bauch ist noch etwas Druckempfindlich,speziell über dem Bauchnabel, Stuhlgang ist nicht immer angenehm durch die Bauchmuskeln, aber ganz ehrlich, ich vermisse im Bauch nichts wirklich.


    Die Wechseljahre wären so oderso irgendwann dran, ich verpasse nur in etwa so und so viele Jahre meine Periode, und der weine ich nicht hinterher. Ob nun Osteoporose ein Thema wird, naja mal schauen, ansonsten fühle ich mich wie ein Arzt passend gesagt hat: 'Da (im Unterbauch) muss mal aufgeräumt werden.' Nun ist aufgeräumt..und ich fühl mich vom Bauch her..wie neu geboren :) Natürlich gut möglich, dass bei mir Mamma Ca und Ablatio alles überschattet haben, ansonsten wäre ich dem Thema Bauch Op auch nicht so einfach gegenüber getreten.

    Hi MIlli,


    ohne meine Vorrednering kritisieren zu wollen ( sorry falls es so ankommt) ich denke die Krankenhaus Aufenthaltsdauer Zeiten sind etwas zu großzügig bemerkt, außer bei dir ist das eine völlig andere Art der OP. ( ich bin hier eher Laie, daher will ich hier niemand wirklich kritisieren.)


    Ich war mir einer Ablatio links und Bauchschnitt OP bis über Bauchnabel ( ca 20cm) gleichzeitig in etwa 5 Stunden operiert, angedacht waren zur Not bis zu 10 Stunden falls es Komplikationen geben würde und auch ein erweiterter Bauchschnitt ( bis zum Brustbein für die Lymphknoten, ca 40cm) notwendig wäre.


    Ich wurde Freitags eingezogen für die Mininarkose für die Harnleiter, Montags drauf die große OP Ablatio + Bauchschnitt mit Eierstöcken+Gebärmutter+Endometriose ( und Schnellschnitten von allem) und Montags drauf ( am 8ten Tag nach OP) schon entlassen, da ich Freitags schon angefangen hatte zu fragen wann ich den raus darf. Es hatte sich bis Montag hingezogen aber eher wegen der Drainage an der Brust. Wäre es nur die Bauch OP gewesen, ich denke ich wäre innerhalb von 5 Tagen wieder raus gewesen (nach der großen OP) plus die Zeit der Mininarkose für die Harnleiter.


    Also wahrlich alles halb so schlimm, so alles im normalen Rahmen läuft. Angst ist ja auch völlig normal da man nie so ganz weiß, was alles kommen kann, aber die Profis ( die Ärzte) machen das schon ganz anständig.

    Hi Milli,


    ich hab vor 5 Wochen die Eierstöcke und Gebärmutter, inklusive einiges an Endometriose durch einen Bauchschnitt bis kurz über den Bauchnabel entfernt bekommen. Bei mir war starker Verdacht aber dann doch keine Bösartigkeit. Falls Bösartig wären eventuell noch Lymphknoten entfernt worden, dies ist aber dann nicht passiert.


    Aber ansonsten war die OP wie eine normale Bauch Op, man hat Probleme beim Aufstehen, drehen, ich glaube die ersten Tage konnte ich mich nicht viel bewegen, hatte zusätzlich zu der Bauch Op noch eine Ablatio. So bei dir keine Lymphknoten entfernt werden müssen, vielleicht hast du sogar Glück mit einer Bauchspiegelung statt Bauchschnitt. Bauchspiegelung wirst du in etwa in 3-4 Tagen wieder auf den Beinen sein, bei Bauchschnitt rechne mal mit 5 Tagen.


    Ansonsten war ich nach ca 10 Tagen schon wieder mobil mit Auto, und es ging jeden Tag aufwärts mit der Ausdauer.


    Also Augen zu und durch ! Das schlimmste waren bei mir Blähungen durch das Essen im Krankenhaus.


    Als Sicherheit wurden mir Schienen eingesetzt für die Harnröhre von Niere zu Blase. Ich hatte natürlich auch Angst, aber die Schienen wurden in einer Mininarkose eingesetzt und das rausziehen war ein Klacks. Da war das Aufstehen vom Stuhl die große Challenge.

    Irgendwie scheint das sehr unterschiedlich gehandhabt zu werden.


    Ich bekomme 24 Std. nach der Chemo eine Neulasta Spritze. An Tag 7 und 10 muss ich zur Blutentnahme erscheinen und zur nächsten Chemo ein aktuelles EKG mitbringen. :evil:



    Bei mir läuft das bislang genauso. EC Dosisdicht alle 2 Wochen, am Tag nach der EC die Neulasta, 7 Tage nach EC die Blutkontrolle, und scheint je nach Ergebnis Blut am 9.Tag nochmal Blut.
    Wobei auch am Chemo Tag nochmals Blut abgenommen wird, wahrscheinlich hier das go oder stop.


    Hatte die EC auch gespritzt bekommen, nicht getröpfelt, 3 große 'Kuhspritzen' voll.


    EKG wurde bei mir vor ein paar Wochen gemacht, soll in 2-3 Monaten wiederholt werden.

    Hallo Tiggy und alle anderen,


    ich bin Dir ein klein wenig voraus, Diagnose Anfang Juni, und erst OP, meine erste EC war letzte Woche. Bin auch im 2-wöchigen Zyklus geplant.


    Mein Fazit aus EC: Verstopfung und Mundschleimhaut, habe nun Mittelchen bekommen. Bei mir sind die ersten beiden Tage ( mit Cortison) noch fast normal, ab dem 3ten Tag bis in etwa Tag 5 liege ich flach. Noch habe ich Haare. ( heute Tag 8 nach Chemo). Werde es mit den Haaren so wie eine Vorrednerin halten, sobald sie ausfallen darf mein Sohn mir die Haare schneiden ( ca 30cm lange blonde Haare).


    Hatte gestern einen Blutcheck, der aber nicht zur Zufriedenheit ausging, und muss morgen nochmals hin, nicht sicher ob der Chemo Zyklus sich ändert wenn meine Leukos nicht parrieren.


    Wünsche Dir und allen anderen alle Kraft die sie brauchen.

    Hallo alle,


    bin ganz neu hier, aber dies Thema durch eine Ablatio links natürlich auch interessant.


    Wollte zuerst mal sagen, dass ich so als neue Unbeteiligte den Ton nicht ausschweifend finde. Genau diese Gefühlswallungen sind es, die man als neue unbeteiligte lesen möchte, meiner Meinung nach. Jeder muss mit Ihrer Entscheidung zurecht kommen und jede geht mit Gefühlen an die Sache ran. Das ist auch richtig so, und so sollte es sicher auch sein.


    Finde also den Ton hier nicht aggressiv, sondern ganz informativ. Würde auch weiterhin wenn nicht schon geschehen beide fürs und wieder in einem Topf lassen, denn genau damit bekommt man als Neue einen guten Überblick.


    Ich selbst habe seit 3 Wochen einseitig ohne, konnte mir das vorher absolut nicht vorstellen, es geht einfach über die Vorstellung hinaus. Bilder von einseitig oben ohne hatte ich gesehen und war geschockt. Nun aber einseitig ohne finde ich es selbst nicht so schlimm, habe aber auch nur A/B Körbchen.


    Ich bin bereits auf der Suche in mir selbst nach der Frage ob so belassen oder einen Aufbau wagen, denke ich bin eher der Typ der nicht noch eine OP möchte, aber bislang lasse ich mir das offen, da eh noch Bestrahlung kommt. Auch bin ich mir nicht sicher ob ein Aufbau möglich wäre, da die ohne Brust recht straff sitzt, und ich mir garnicht vorstellen kann wie da irgendetwas hineinpassen sollte. Und noch mehr Haut oder Fleisch zu lassen an anderen Stellen... eher nicht denke ich heute.


    Das Gefühl in der Brust ist auch mir wichtig, einen netten Fleischberg finde ich weniger ansprechend. Aber gut, ich habe noch einiges an Zeit mir Gedanken zu machen und in mich hineinzuhorchen.


    Bei der Besprechung der OP war ich wie viele von Euch nicht wirklich aufnahme- und Gefühlsfähig, wollte zuerst einen Expander, aber Ärzte rieten ab, da die Op mit Brust und Bauch Op schon recht groß war, und sie nicht noch mehr Komplikationen wollten, verstand ich und bin heute erstmal froh darüber. Da für mich es erstmal wichtig ist mit der Ablatio zurecht zukommen und nicht noch zusätzlich mit einem Fremdkörper.

    Hallo in die Runde !


    kurze Vorstellung meinerseits, bin 46, ein Sohn 18, ein Hund 9, und bin seit Juni diagnostiziert mit einem lobulären Mammakarzinom.


    Inzwischen ist schon einiges passiert, kommt mir vor wie Welten, obwohl nur 6 Wochen. Bei mir gab es an den Eierstöcken und Gebärmutter einige Auffälligkeiten, sowie starkes Endometriose Geschehens. Daraufhin wurde in der Tumorkonferenz entschlossen keine neoadjuvante Therapie, sondern eine große OP , Bauchschnitt um Eierstöcke und Gebärmutter und Endometriose zu entfernen und im gleichen Zug eine Ablatio links, da der Tumor bei der Diagnostik schon um die 5 cm war.


    Eierstöcke und Gebärmutter wurden mit Schnellschnitten gleich untersucht und als nicht bösartig eingestuft. Somit habe ich nun einen 'aufgeräumten' Bauch und eine Brust weniger.
    Der Brust Tumor war dann bereits 8,2 cm, und 6 von 13 Lymphknoten befallen und ausgeräumt.


    Die OP ist nun fast 3 Wochen her, und mir geht es soweit ganz gut, merke Tag für Tag bessere Körperkondition. Chemo folgt nun kommende Woche.


    Da ich nun ständig zuhause bin ist der Griff zum PC und das Interesse an Austausch natürlich da.


    Viele Grüße, Vael