Beiträge von Milli

    Liebe Studienteam was Du schreibst, kann ich gut verstehen, auch wenn ich da ein wenig anders mit umgehe.

    Ich habe nach der ED gesucht, mich umgehört, mir Zweitmeinungen eingeholt, und mich dann dort behandeln lassen, wo ich mich persönlich am Besten aufgehoben fühlte.

    Als alles vorbei war, bin auch ich erst einmal in ein tiefes Loch gefallen, bin auch zu früh wieder arbeiten gegangen, weil ich mein normales Leben wiederhaben wollte, aber nichts schien mehr normal.

    Einerseits wollte ich das Wort Krebs nicht mehr hören, andererseits waren die Menschen, die auch eine Krebserkrankung hinter sich hatten, mir näher, weil ich mich in meinen Ängsten und der Verlorenheit besser verstanden gefühlt habe. Für nicht Erkrankte war ich ja wieder gesund, aber was in mir brodelte, das sah ja keiner.

    Dann hatte ich nach zwei Jahren ein kleines Rezidiv. Da es durch ein MRT durch Zufall gesehen wurde, es grade mal 3mm groß war, mir auch keiner sagen konnte, ob das nicht vielleicht schon zwei Jahre zuvor da gewesen sei oder es wirklich ein Rezidiv war (man sah es ja nicht in der Mammo oder im Ultraschall, was man 2016 bei mir gemacht hatte), kam ich auf die Idee, mir selber zu sagen, dass es schon dagewesen sein, weil ich mich damit sicherer fühlte.

    Vielleicht albern, aber das war mein Weg, nachdem beim Staging dann auch keine Metastasen festgestellt wurden.


    Mittlerweile gehe ich viel entspannter an die Sache ran, natürlich geht mir vor jeder Nachsorge die Düse, hinterher muss ich weinen, weil so viel Ballast abfällt, aber wie Heideblüte schon so schön sagte: Schau nach vorne.


    Weißt Du, ich habe ein Vorbild, eine Frau, mit der ich bei meiner ED auf einem Zimmer lag. Wir hatten uns gleich gut verstanden. Bei ihr bestand der Verdacht, dass sie eine Lymdrüsenmetastase hatte. Bei ihr war die ED fünf Jahre, sie hatte brav die ganze Zeit Tamoxifen geschluckt, aber ihr Leben eben auch genossen.

    Sie erzählte, dass es Menschen gab, die ihr sagten, dass sie am besten vegan leben sollte, andere rieten ihr zu Kohlenhydatarm, andere zu Grüntee. Sie sagte zu mir: "Stell Dir mal vor, da ist wirklich was, und ich hätte immer nur Grüntee getrunken, dann würde ich mir doch in den Allerwertesten beißen!" Wir habens ehr gelacht, ich habe das sehr verinnerlicht, und bei ihr war es zum Glück ein Fehlalarm.


    Lebe und genieße. Ich lebe auch nicht nach Prozenten, denn kein Mensch hat eine 100%ige Lebenserwartung von x-Jahren. Das ist das Leben.

    Ich habe aussortiert, also Menschen, die mir gut taten, ich sage mehr meine Meinung, und ich erfreue mich weiterhin des Lebens, vielleicht sogar noch mehr als vorher.


    Ganz liebe Grüße an Dich!

    Milli

    Hallo Teafriend , da der neue Tumor an gleicher stelle gewachsen ist, trifft die Flüssigkeit aus der OP-Wunde aus. Sie hatte nur eine OP.

    Der Arzt meinte dass das was sie jetzt hat nicht mehr operiert werden kann. Das würde alles nur verschlechtern.

    Liebe kasia_n , ich bin auch ein zweites Mal an der Brust operiert worden, acuh bei mir trat lange Flüssigkeit aus, das war Wundwasser, da die besrahlte Brust nicht mehr so viel Selbstheilungskraft hatte. Ich musste immer zum Wundmanagement der Klinik, da hat man es versorgt und nach drei Monaten war die Wunde dicht.

    Mich verwundert, dass die Ärzte da nicht helfen.

    Ich würde mir an eurer Stelle auch eine Zweitmeinung holen und auch schauen, ob es keinen Übersetzer gibt.


    Ich drücke Dir und deiner Mutter ganz doll die Daumen!


    Milli

    Danke Nic46 !


    Vael , meine Aussage war nicht halbrichtig, ich habe nur gesagt, dass ein Ausschlag o.ä. nicht unbedingt sein muss.

    Weil das natürlich vom Virentyp abhängt, wie Nic46 schon sagte.

    Und der Krebs ist da nicht "irgendwie" mit drin sondern kommt, wenn er kommt von Hi Risk HPV.

    Ich glaube, wenn jemand darüber gut informiert sind, dann sind das wir Frauen mit dem Gebärmutterhalskrebs.

    Da wir von unseren Ärzten aufgeklärt und auch großräumig operiert worden sind.

    Da brauche ich keinen Link, sorry, auch wenn es lieb gemeint war.


    Aber ich denke, dass Du Sonne_82 Dir keine Sorgen machen musst, da Dein Pap gut war.

    Liebe Sonne_82 , ich denke auch, dass Du Deiner Ärztin vertrauen kannst. Wie Summerinthecity schon sagte, sind fast 80% der Menschen mit HPV infiziert. Das heißt noch lange nichts. Aber man sollte es kontollieren, und das macht Deine Ärztin ja auch.

    Mach Dich nicht verrückt, denn Dein PAP ist ja in Ordnung.



    HPV wird in Verbindung gebracht mit Gebärmutterhalskrebs, aber es ist nicht so, dass jeder der HPV hat gleich Krebs bekommt.

    Wie deine Gyn sagt, einfach jedes Jahr wieder kommen. Falls HPV ausbricht zeigen sich Rötungen, Warzen, andere Hautveränderungen.

    Dein Mann wird es sicher auch haben, nur merkt man das schlichtweg nicht, außer sie brechen aus.

    Das ist nur halb richtig, ich hatte Gebärmutterhalskrebs durch HPV und man konnte keinerlei Hautveränderungen o.ä. sehen. Sah alles gesund und munter aus. ;-) Nur hatte ich natürlich einen verdächtigen PAP-Wert, was auf Veränderung schließen ließ.

    Liebe Eluna , Schönhagen kann ich Dir wirklich ans Herz legen. Vor allem weiß ich, dass die ein spezielles Training (oder wie man das nennen soll 😉) für Polyneuropathien. Das haben einige dort gemacht, mit wie sie sagten, guten Erfolgen.

    Und was Du so von Dir und Deinen Wünschen schreibst, kann ich mir gut vorstellen, dass es was für Dich sein könnte.

    Falls Du bei der RV Bund bist, St. Peter geht auch nur mit AHB, ich wollte später mal zur Reha hin, ging nicht.

    Da kam ich nach Utersum, da kann ich nur abraten, landschaftlich schön gelegen, aber die Therapien haben mich doch sehr unterfordert. Sind mehr ausgelegt auf Lungenkranke.

    Liebe NK87 , ja schau mal unter dem Link, den Charlottaa Dir ans Herz gelegt hat.

    Da sind einige Zervix-Frauen, wie wir uns mal genannt haben. 😊

    Das kann Dir sicher auch ein wenig mehr Mut geben.

    Huhu Nic46 , Du sagtest, dass Pap 4a-p zum Glück nur eine Vorstufe sei. Das stimmt leider nicht immer.

    Genau weiß man das alles erst nach weiteren Untersuchungen.

    Liebe NK87 , sei willkomnen hier.

    Ich kann mir vorstellen, dass Du Angst hast, aber bei einem PAP 4 ist noch alles offen und meistens ist mit einer Koni alles weg.

    Und falls es doch mehr sein sollte (Nic46, Deine Ausage zu dem Pap ist nicht richtig), dann ist auch das zu handeln, ich bin eine von denen und mir geht es gut.

    Da gibt es auch viele Wege und manchmal auch Möglichkeiten noch schwanger zu werden.


    Aber wir gehen jetzt erst einmal davon aus, dass es mit einer Konisation getan ist.

    Und danach kannst Du immer noch schwanger werden.


    Ich weiß, dass die Wartezeit die schlimmste ist, zwei Wochen können einem da ewig vorkomnen. Dann wieder warten bis das Ergebnis der Dysplasiesprechstunde da ist.

    Wenn Deine Angst zu groß wird, dann such Dir professionelle Hilfe, das habe ich damals auch gemacht. Das hat sehr gut getan.

    Und hier kannst Du auch alles fragen.


    Liebe Grüße

    Milli

    Liebe Pschureika , Du hast noch die 66 Wochen.

    Die Dreijahresfrist gilt nur, wenn man die 78 Wochen ausgeschöpft hat. Wenn man dann z.B. 1 Jahr danach wieder wegen derselben Krankheit arbeitsunfähig ist, dann gibt es kein Krankengeld von der KK.

    Du kannst also ganz beruhigt sein. 😘

    Liebe Gamola , Deine Geschichte berührt mich sehr, und ich kann mir vorstellen, dass eine lange Fahrt und eine Zweitmeinung für Dich erst einmal unvorstellbar sind.

    Dennoch würde ich Dir, wie schon vorher Carlotta2 , Dir das Jer...Krankenhaus in HH empfehlen. Die sind nicht nur sehr gut, sie sind auch extrem empathisch, die würden nicht so mit Dir umgehen.

    Du musst ja die Chemo etc. nicht dort machen, Du könntest Dich aber einfach mal beraten lassen.

    Als gebürtige Schleswig-Holsteinerin habe ich für Dich mal geschaut. Reine Fahrtzeit zum KH ist 1 Stunde.


    Ich drück Dir auf alle Fälle die Daumen.

    Und ich denke an Dich.


    LG

    Milli

    Liebe SanniKa , ich habe die 2. Reha mit meiner Gynäkologin beantragt. Ich war nach einem Jahr oft müde, etc. Sie hat mich eigentlich gefragt, ob ich nicht ...


    Ich würde das auch so bald wie möglich ansprechen. Viel Glück!

    Liebe Hamster , da Dir ja Lymphknoten fehlen, bzw. du den Lymphstau durch eine Krebserkrankung hast, steht dir Lymphdrainage auch länger zu.

    Dein Arzt muss nur auf die Verordnung " Heilmittel außerhalb des Regelsatzes" schreiben. Das gilt für längerfristige Probleme, die even nur durch diese bestimmte Behandlung reduziert werden können.

    Ganz lieben Dank an euch alle für die lieben Geburtstagswünsche. Ich hatte auch einen sehr schönen Tag. 😊

    SanniKa , Du denkst an meinen und ich habe an Deinem gar nicht gratuliert, deshalb nachträglich von Maikind zu Maikind! 🎉🎊😁


    Und dann gratuliere ich heute allen 15. Mai - Kindern. 🎈🎁

    Liebe @Kathrin91, erst einmal ein herzliches Willkommen hier. Ich war auch erstaunt, dass Du schon wieder voll arbeitest. Ich sollte nach meiner Wertheim OP fast ein halbes nicht schwer tragen, und Du arbeitest ja in einem körperlich sehr anstrengendem Beruf. Das kann auch die Schmerzen machen. Schau mal, ob es besser wird, jetzt wo Du krankgeschrieben bist.

    Zum Sex, Amy48 , Gebärmutterhalskrebs zieht es leider nach sich, dass die Scheide gekürzt wird, daher nicht nur psychische sondern auch wirklich physischer Schmerz.

    Das wird mit der Zeit besser, liebe @Kathrin91, allerdings hat sich der Sex verändert, manche Stellungen bleiben nach wie vor unangenehm. Das sagt einem aber kaum vorher.


    Lass aber alle Deine Schmerzen noch mal abklären. Die Blutungen beim Sex können durch Trockenheit kommen, da Deine Scheide weniger Feuchtigkeit produziert, vielleicht müsst ihr da mit Gleitcreme nachhelfen.

    Hier sind noch ein paar Frauen mit Gebärmutterhalskrebs, die werden sich sicher auch noch melden.


    LG

    Milli