Beiträge von Milli

    Liebes Nordlicht,


    Veränderung heißt ja nicht immer schlecht. Wenn z.B. eine Beziehung auseinander geht, dann ist dann erst sehr schmerzvoll, aber danach geht es einem irgendwann wieder besser und das Leben wird wieder wunderbar. Auch wenn es anders ist als vorher, denn man hat eine schmerzvolle Erfahrung gemacht und daraus gelernt.


    So ähnlich ist es "nach" der ganzen Behandlung. Ich war z.B. schon immer ein Mensch, der sich an Kleinigkeiten freuen konnte, aber das ist noch stärker geworden, ich bin auch schneller zu Tränen gerührt (aus Freude, wohlgemerkt).


    Ich rege mich weniger über Kleinkram auf, dafür ist mir Zeit zu schade. Ich freu mich dann lieber über schöne Dinge.


    Auf den anderen Seite kann ich mit Belanglosigkeiten noch weniger anfangen als vorher, ich habe Freudne aussortiert, aber auch neue Freunde gefunden, das macht mein Leben anders, aber nicht schlechter.
    Beispiel: ich hatte eine Freundin, die sich nach der Diagnose nur noch per whatApp meldete, und immer den Satz brachte: "Melde Dich, wenn es Dir wieder besser geht!" Als ich mich dennoch während meiner schlimmen Zeit treffen wollte, da hatte sie keine Zeit. Ich hätte sie aber genau da als Freundin gebraucht. Die habe ich aussortiert.



    Kurz: ich habe mein Leben einfach aufgeräumt, wie die Wohnung beim Frühjahrsputz.


    Und deshalb musst Du keine Angst haben, und wie danka schon sagte: Manchmal ist Veränderung auch sehr positv.


    LG
    Milli

    Huhu Ilisweetie,


    habe heute nicht viel Zeit, aber die PN ist dann wohl im Nirvana verschwunden. Reiche ich in den nächsten Tagen nach.


    Du hats ja recht mit dem Unterleib. :D


    Mir ging das nur durch den Kopf, weil man ja immer sagte, ich kriege einen Abstrich vom Gebärmutterhals, zu sagen, ich kriege einen Abstrich vom Scheidenstumpf klingt doch echt ziemlich unerotisch und verstümmelt. Damit kann ich mich noch nicht so richtig anfreunden.
    Neulich sagte eine Kollegin: Mir geht das heute an den Eierstöcken vorbei ...
    Das sind dann die Momente, da fühle ich mich sehr sehr seltsam.


    Dabei sieht man bei mir am Bauch ja nichts, sieht ja alles wie vorher aus.


    Die Psyche hinkt da wohl wirklich etwas hinterher.


    LG
    Milli

    Huhu,


    meine Bestrahlung war 6 Wochen nach der OP und dauerte 4 Woche, hypofraktioniert, das ist das Neueste und soll die Haut nicht so belasten, dafür aber wirksamer sein. 16 normale Bestrahlungen und 5 Boost.
    Meine Haut hat das auch sehr gut mitgemacht, ich brauchte laut Strahlenarzt das Bestrahlungsfeld auch nicht sehr schonen, habe mich also ganz normal geduscht.
    Da ich recht viel Oberweite habe, musste ich allerdings, aber das schon nach der OP gute BHs finden, die nicht scheuern. Vorher hatte ich immer schicke Bügel-BHs, die gingen gar nicht, schon wegen der Narbe und der Schwellung nicht. Habe dann Sport-Bhs aus Baumwolle gefunden, die gut stützen und gemütlich sind.


    Ich war allerdings die 4 Wochen sehr müde, hatte Wortfindungsstörungen, konnte mich schlecht konzentrieren, aber das ging dann schnell wieder weg.


    LG
    Milli

    Liebe Radaerv,


    das war bei mir auch so. Meine Brust-OP ist jetzt 8 Monate her, und so langsam wird das Gewebe wieder weicher, die Narbe auch. Du musst ja bedenken, dass unter der Narbe schon eine recht große Wunde ist, die erst einmal verheilen muss. Deshalb auch die Schwellung. Mach Dir also keine Sorgen.


    LG
    Milli

    Liebe Ilisweetie,


    darauf kann ich Dir keine Antwort geben, hatte ja auche erst meine erste Nachsorge, Brust und Unterleib (was sagt man jetzt eigentlich dazu, wenn man keine Gebärmutter mehr hat?) 8|


    Ich freue mich aber auch sehr, dass es Dir gutgeht. Habe Dir eine PN geschrieben.


    LG
    Milli

    Huhu Ilisweetie,


    das klingt ja prima. Ich habe gar kein Nachsorgeheftchen bekommen, aber das ist ja gar nicht schlecht. Werde meine Gyn. mal bei der nächsten Nachsorge Ende April darauf ansprechen. :-)
    Oder den Radiologen, denn vorher muß ich dann zu meiner ersten jährlichen Nachsorgemammographie ... ja, das ist dann fast ein Jahr her, die erste Diagnose.


    Liebe Grüße
    Milli

    Liebe Tulip,


    was für ein Mist!!!!
    Ein klein bißchen kann ich das nachvollziehen, hatte ich doch gerade meinen Brustkrebs akzeptiert, die Planung für Bestrahlung und REHA gemacht, da kam ja dann die Diagnose Gebärmutterhalskrebs. Zwei Baustellen. Da dachte ich auch, alles ist vorbei. Meine Gefühlsschwankungen waren stark, von Verzeiflung,Wut bis Traurigkeit.


    Und wie andere hier schon sagten, Lungenkrebs ist ja nicht gleich Lungenkrebs, aber die Angst kann Dir natürlich niemand nehmen.
    Ich drücke Dir ganz doll weiter die Daumen.


    Das mit den aufgeblähten Bauch ist übrigens ganz normal, denn auch, wenn man von außen nichts sieht, ist ja drinnen doch einiges passiert und muß erst einmal abheilen. Habe bei der Entlassung meine Hose auch nicht zugekriegt, bin dann erst einmal mit Jogginghosen gelaufen.
    Und mit der Blase, das kommt sicher auch noch. Du bist ja im Moment auch körperlich in einer Schockstarre, wie soll der Körper sich da erholen.


    Und sorry, dass ich Dir das mit dem grünen Gesicht nicht gesagt habe, mir hatte das Prof. K. noch extra gesagt, damit mein Mann keinen Schreck bekommt, den er aber dennoch bekommen hatte.


    Ich denke viel an Dich. (Bin auch weiter per PN zu erreichen, wenn Du was auf dem Herzen hast)


    Liebe Grüße
    Milli

    Liebe Haselein,


    ich habe um einiges später wieder im Fitnessstudio angefangen, allerdings hat mein Fitnessstudio auch Rehatherapeuten, von denen habe ich mir einen neuen Plan geben lassen.


    Angefangen mit Fitness habe ich in der REHA, da haben wir auch spezielle Übungen bekommen, und ich war erschrocken, wie wenig Kraft ich noch hatte, kam aber bald wieder. Ich würde auch ein bißchen vorsichtig sein, nicht nur wegen der Bestrahlung, auch wegen der Kraft, das sollte man nicht unterschätzen.


    Allerdings hatte ich auch vorher viel Sport gemacht, kannte also meinen Körper ganz gut. :)

    Auch mein AHB Bescheid ist heute mit der Post eingetrudelt ....Es geht los am 21.3 ...Nach Schön..... Bei Kappeln .Bräuchte vielleicht eine Vertretung für den Daumendrückstrang ... :thumbsup:

    Liebe Mosicha,


    da war ich auch, das ist echt schön da. 500 m zum Strand. Ich bin da jeden Tag in der freien Zeit spazierengegangen oder habe Nordic Walking gemacht. Ich habe mich da echt erholt und bin wieder zu Kräften gekommen. Ach, seufz. Ich wünsche Dir auch eine tolle Zeit dort.


    Liebe Grüße
    Milli

    Liebe Traudl,


    da geht es Dir genauso wie mir, wir sind ja auch so ein Alter. :)
    Als der Arzt in der REHA sagte, dass es eben normal sei, dass man mit den Hemmern auf einen Schlag 20 Jahre älter wird, dafür aber das Risiko, ein Rezidiv zu bekommen, sinkt, da dachte ich, dass ich mich noch nicht wie 80 fühlen möchte. 8)


    Auf alle Fälle senken Sport und Gewichtsabnahme die Östrogene. Und obwohl ich die Wechseljahre schon hinter mir habe (ohne Probleme, habe sie gar nicht bemerkt), kriege ich seit September (da wurden mir Gebärmutter und Eierstöcke entfernt) immer mal wieder Hitzewallungen. Meine Gynäkologin meinte, dass meine Eierstöcke wohl doch noch einiges produziert haben. Das ist damit ja auch erledigt.


    Ich bin zwar nicht richtig übergewichtig, könnte aber gerne 5 Kilo weniger vertragen, da lasse ich mich doch gerne drauf ein.


    Was mir übrigens nicht in den Kopf will: Man sagt ja, dass bei den Frauen nach den Wechseljahren noch Östrogene im Fettgewebe und in der Nebennierenrinde gebildet werden, bzw. Vorstufen davon. Wenn Frauen also Aromatasehemmer nehmen und davon gewaltig zunehmen, dann müsste man die Hemmer doch immer erhöhen. Ich habe zwei Ärzte danach gefragt, die Antwort war: "Gute Frage, habe ich aber keine Antwort drauf."


    "Versucht" habe ich die Hemmer ja auch, aber das war für mich keine Lebensqualität mehr, ich war nicht mehr ich selber. Das war auch nicht mehr das Leben, das ich wollte.


    Und ich habe auch keine Angst, das ist wohl das wichtigste.


    Wenn ich Angst hätte, dann hätte ich die Hemmer wohl auch weiter gefuttert, aber ich hatte mehr Angstmit als ohne die Hemmer.


    Liebe Grüße
    Milli

    Ihr Lieben,


    ich sehe wieder einmal, jeder hier hat seine eigene Geschichte und seine eigenen Ängste.


    Sonnenblümchen, Du schreibst: " Aber es wäre meines Erachtens ein Trugschluss, daraus zu schließen,
    dass ohne AHT alles besser wäre. Es dürften sehr viele auch ihr Weiterleben dieser AHT verdanken - das ist zumindest meine ganz persönliche Einschätzung."


    Ich gebe Dir da vollkommen recht, ich habe auch nie gesagt, dass ohne AHT alles besser wäre. Für mich und mein Gefühl ist es das einfach nur. Es ging mir ja bei der Einnahme nicht nur körperlich schlecht, ich sah auch immer meine Mutter, die durch die Aromatasehemmer einen Schlaganfall bekommen hatte. Das ist bewiesen, und natürlich macht mir das Angst.
    Das heißt, ich hatte Schmerzen, konnte mich nicht mehr bewegen, hatte Schlafstörungen, wurde ungnädig, hatte Angst, dass mir dasselbe passiert wie meiner Mutter, und für mich war das dann eben kein lebenswertes Leben mehr.


    Mir ist durchaus bewusst, dass ich ein Rezidiv bekommen kann, aber ich will auch nicht weiter so vegetieren, wie ich vegetiert habe, das ist für mich kein Leben.


    Und ich denke auch, dass das jeder für sich entscheiden muß, vielleicht ist meine Entscheidung völlig falsch, aber ich lebe damit gut. Ich habe viel weniger Ängste jetzt als unter der Therapie.


    LG
    Milli

    Hallo Tiggy,


    ich musste beim BK-Bingo laut lachen.


    Vor allem, weil ich Dir recht gebe. Meine Mutter hat brav ihre Antihormone geschluckt, Krebs kam wieder, und bei zwei Frauen, die ich kenne auch.
    D.h. ich kenne aber auch Frauen, seit 15-20 Jahren kein Rezidiv haben, von denen haben ein paar Antihormone geschluckt, ein paar hatten es auch verweigert.


    Natürlich ist Sport nicht die Garantie, aber natürlich besser, als faul auf der Couch zu liegen und Burger zu fressen.


    Es geht mir ja auch darum, dass es mir gut geht, mir geht es eben besser, wenn ich 1,5 Stunden stramm durch die Pampa laufe, als wenn ich mit Schmerzen einmal um den Block laufen kann, ich war kurz vor einer Depression, Schmerzmittel, Antihormone, Antidepressiva, und dann eine kaputte Leber, aber kein Krebs mehr?


    ich weiß, ich übertreibe, aber mit Absicht, und ja, es kann sein, dass ich ein Rezidiv bekomme, aber die Antihormone beschützen mich auch nicht 100%ig, also ist das wirklich alles ein BK-Bingo.

    Liebe Consi,


    ich denke, dass ist ganz normal. Es gibt Menschen, die wissen einfach nicht, wie sie damit umgehen sollen, die haben einfach Angst, was falsches zu sagen. Wenn Du die Kraft hast und sie Dir wichtig sind, dann melde Du Dich. Oft genügt es, das sie merken, dass Du noch "normal" reden,lachen und weinen kannst.


    Bei mir war das auch so, einige "Freunde" habe ich auch verloren, aber das stört mich nicht, weil ich auch wieder neue gewonnen habe. Menschen, die auf einmal da waren, ohne seltsame Sprüche, die Anteil genommen haben und mich weiterhin auf Augenhöhe betrachtet haben.


    Schlimm fand (und finde ich, weil die tun es immer noch) die Menschen, die einen immer so seltsam anschauen, so voller Mitleid, als wäre man morgen tot. Da habe ich mir aber ein dickes Fell angelegt, oder sage manchmal auch was freches dagegen.


    Und Consi, wenn Du keine Lust auf eine Party hast, dann ist es doch eine wunderschöne Idee, Dich feiern zu lassen. Lass sie Kuchen backen, Essen kochen, etc. Wunderschöne Idee. :hug:


    Liebe Grüße
    Milli

    Vielleicht schimpft ihr jetzt mit mir, aber ich habe das Zeugs nach drei Wochen abgesetzt, ich hatte solche Schmerzen, dass ich mich kaum bewegen konnte.


    Dabei sagte mein Arzt, ich solle viel Sport machen, das senke das Rückfallrisiko um 40%, toll, wie denn, wenn ich mich nicht bewegen kann?


    Wenn ich Aromatasehemmer nehme, dann habe ich eine 9%ig geringere Chance kein Rezidiv zu bekommen, aber ich bin bewegungsunfähig?


    Jetzt geht es mir wieder super, ich mache 3x die Woche Nordic-Walking, gehe 2x die Woche zum REHA-Sport, und auch sonst gehe ich viel zu Fuß. Das will ich mir nicht nehmen lassen. Für mich erfüllt es das Leben nicht mit Sinn, wenn ich täglich Schmerzen habe, nicht schlafen kann, Depressionen bekomme.


    Ich nehme Vitamin D und ernähre mich sehr gesund.


    Für mich stimmt das so, aber jede hat meine Hochachtung, die sich durch diese Schmerzen quält.


    Liebe Grüße
    Milli

    MRT ist in sofern besser, da Du keine Strahlenbelastung hast, die ja bei der Mammographie doch erheblich ist.
    Mein Arzt sagte, dass bei dichtem festen Brustgewebe MRT besser sei als Mammo. Da könnte es sein, dass die KK dann zahlt, aber Mammographie ist eben günstiger.
    Ich werde aich mal nach MRT fragen, da ich ausgesprochen dichtes und festes Drüsengewebe habe.


    LG
    Milli

    Liebe Ilisweetie,


    doch das geht. Bei mir war das genauso. Hatte die OP minimalinvasiv, radikale Gebärmutterentfernung, Eierstöcke, Wächterlymphknoten (und nur die Wächterlymphknoten, deshalb auch keinen Lymphstau) , OP dauerte 7 Stunden. Auch ich bin nach einigen Stunden alleine aufs Klo gegangen. Am nächsten Tag bin ich auch wieder rumgelaufen. Ich hatte ein pt1b1 ...


    Allerdings wäre ich nie auf die Idee gekommen, nach 6 Wochen wieder zu arbeiten, da war ich nämlich noch in der REHA. 8) Und außerdem durfte ich ja auch nicht schwer heben, und ich musste ja auch psychisch mit vielem fertigwerden.


    Liebe Grüße
    Milli

    Also, ich habe das schon in einigen Kommentaren mal gelesen, dieses Schämen dafür. Wofür denn?
    Ich meine, dass hat doch letztendlich auch damit zu tun, wie wir Behinderung vorher wahrgenommen haben. Muß man sich dafür schämen? Nein!


    Ich hatte das Thema vor kurzem bei der Arbeit, da fragte mich doch eine Kollegin, warum ich so offen über meinem Behindertenausweis reden würde (tue ich nur in der eigenen Abteilung, da ich ich ja 5 Tage mehr Urlaub bekomme), das wäre doch peinlich für mich und ich würde mich damit herabwürdigen.
    Darauf sagte ich nur: "Nein, es zeigt nur Deine Herabwürdigung Behinderten gegenüber, sonst würdest Du gar nicht auf den gedanken kommen!"
    Daraufhin hat sie geschluckt und gar nichts mehr gesagt.


    Und wir haben ein Recht auf diesen Status, es heißt ja nicht, dass wir blöde sind, sondern, dass wir eine systemische Erkrankung haben, die geheilt sein kann, aber auch wieder ausbrechen kann. Oder wie ich mal las: Geheilt, aber nicht gesund", also, dass Nebenwirkungen entstehen, die unser Leben beeinträchtigen können. Und das ist eine Behinderung. Lasst euch nicht kleinkriegen, geht dafür.

    Mir war es einfach wichtig, meinen Arbeitgeber zu informieren, schon aus dem Grunde, dass keine komischen Gerüchte in die Welt gesetzt werden, weil ich länger krankgeschrieben werde.
    Mir hat es auch Selbstbewusstsein gegeben, ich meine, Krebs ist nun mal eine Sch...krankheit, warum muß ich dann auch noch überlegen oder mich verstecken?


    Diesen Stress wollte ich mir nicht geben, also lieber raus damit, und mein Arbeitgeber war super! (Eigentlich nicht bekannt dafür, sparen, sparen)


    Meine Erfahrung.