Beiträge von consica

    Esma432 ,

    ich fühle wie du, bei mir ist die Diagnose 3 Jahre her und ich habe immer wieder mit Folgeproblemen zu kämpfen.

    Jetzt geht das ganze Drumherum an die Distanz. Meine Hausärztin glaubt, ich habe ein psychisches Problem, meine Psychotherapeutin muss ihre Sprechstunden einschränken. Aber arbeiten muss ich gehen, wer schützt mich dort?

    Nun ist die Situation hier in Brandenburg noch nicht so extrem wie anderswo, aber die Lage ist angespannt und viel zu viele noch uneinsichtig, das nervt gewaltig.

    Passt gut auf euch auf!

    Consi

    Sorry, dass ich noch nicht geantwortet habe...

    Peppe, ich habe den Port nach der Entfernung bekommen, weil ich danach verlangt habe. Wollte einfach nur wissen, was ich da für ein Teil 3 Jahre lang mit mir herumgetragen habe und wie sowas aussieht. Dass es verschiedene gibt wusste ich ja.

    Und Busenwunder , auch ich habe das Einsetzen des Ports nicht in guter Erinnerung. Ich weiß noch, dass die Wundheilung damals, wahrscheinlich bedingt durch die Chemos, lange gedauert hat.

    Deshalb hat mich die Entfernung auch Überwindung gekostet. Ich wollte einfach auch keine Klinik mehr von innen sehen. Nun kam ich aber durch die ambulante Op wieder dorthin. Die Aufnahme auf der Station war unkompliziert und ich musste dieses Mal nicht so lange warten bis man mich abgeholt hat. Vorher bekam ich noch eine Tablette zur Beruhigung.

    In der Chirurgie begrüßte mich dann zufällig der gleiche Arzt, der den Port eingelegt hatte mit seinem Assistenten. Mein Gesicht wurde abgeschirmt, dann wurde der Op Bereich desinfiziert und örtlich betäubt. Allerdings hat der Eingriff dann nicht nur 20 Minuten gedauert sondern fast eine Stunde. Gemerkt habe ich nichts. Dann kam ich wieder auf mein Zimmer und bin dort gleich für 2 Stunden eingeschlafen. Danach hat mich mein Mann abgeholt.

    Ich bin zwei Tage später zum Verbandswechsel bei meiner Hausärztin gewesen. Als sie die Wunde sah, stellte sie mir sofort einen Krankenschein aus. Kein Wunder, ich bin ganz schön gezeichnet, grün und blau. Auch wenn ich alles gut verkraftet habe.

    Nun hoffe ich auf eine gute Wundheilung. Der Arzt nutzte zwar für den Schnitt die alte Narbe, allerdings ist sie jetzt ein paar Zentimeter länger.

    Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

    Es ist auf jeden Fall angenehmer ohne den Port. ;)

    Lg Consi

    So, jetzt ist es geschafft, der Port ist raus. War auszuhalten, nur jetzt lässt die Betäubung nach und die Wunde schmerzt. Aber das geht vorüber und ich habe es hinter mir! 8o

    Habe mir "meinen ehemaligen Gefährten" mitgeben lassen.

    LG Consi


    SanniKa , du hast recht. Bereits das Einsetzen war unangenehm genug, damals wurde sogar die 1. Chemo um eine Woche verschoben. Ich bin Laborantin von Beruf, aber nicht im medizinischen Bereich sondern in der Stahlbranche.

    Meine Frauenärztin ist derzeit im Urlaub, ich werde deshalb danach bei meiner Hausärztin vorstellig werden.

    Schauen wir mal, wie es läuft.

    LG Consi

    Nun ist die Entscheidung gefallen, in zwei Wochen kommt der Port raus.

    An diejenigen, die ihn bereits entfernen ließen...

    Wart ihr danach krank geschrieben?

    Lg Consi

    Hallo Mädels,

    ich habe derzeit Schwierigkeiten mich zu entscheiden.

    Lese ab und zu hier mit, das half mir bisher nicht wirklich.

    Meinen Port habe ich seit November 2016, meine Therapien waren im Juli 2017 abgeschlossen.

    Irgendwann stand ich vor der Frage, raus oder nicht.

    Meine Frauenärztin meinte anfangs, wenn er mich nicht stört, muss er nicht raus. So war es auch und ich habe ihn weiter getragen. Gespült wurde er nie, was mich auch veranlasste nach dem Grund zu fragen. Hier bei uns wird das nicht mehr gemacht und zwar deshalb, weil man der Meinung ist, dass jeder Spülvorgang auch ein Eingriff ist und zu Infektionen führen kann.

    Leuchtete mir irgendwie ein.

    Jetzt frage ich mich aber, warum soll ich den Port noch mit mir herumtragen, er stört nicht, ist aber immer da und erinnert mich mental an das, was uns verbunden hat. Das wiederum stört mich schon, so dass ich ihn doch lieber raus hätte.

    Allerdings ist er wie ich spüren kann auch eingewachsen und ich fand das Einsetzen schon äußerst unangenehm.

    Wenn ich am Donnerstag zu meiner Frauenärztin gehe, möchte sie sicher eine Entscheidung von mir. In letzter Zeit wies sie mich öfter darauf hin, dass ich ihn doch nicht mehr brauche. Ob ich mich dafür entscheiden könnte ihn entfernen zu lassen. Ich hatte ihr gesagt, ich lasse das im Winter machen.

    Wie gesagt, den Berg habe ich noch nicht erklommen...

    Gruß Consi

    Danke Ally , für den Hinweis. Manchmal sind die richtigen Themen nicht sofort zu finden, trotz Stichwortsuche.

    Danke auch an Sonne70, Frankenlady, Curly 66 für Eure Antworten. Ich habe ja oben berichtet, dass ich auch schon richtig gute Tage (Monate) hatte, sodass ich denke, es kann nicht alles umsonst gewesen sein. Das mit den Hitzewallungen hab ich "unterschlagen", das hab ich natürlich auch, mal mehr, mal weniger. Damit komme ich noch einigermaßen zurecht. Aber die Neuropathien und der Schwindel sind schon nervig, weil's lange dauert bis das erträglicher wird.

    Das Gewicht reduzieren, ist ein Traum... und wäre toll.

    LG

    Hallo Mädels,

    auch ich habe immer wieder mit dem Problem Tamoxifen zu kämpfen. Ich nehme jetzt Tam seit 1 1/2 Jahren. Erst vor einem halben Jahr habe ich einen Durchhänger gehabt, mit depressiven Phasen, Appetitlosigkeit, Schwindel und Neuropathien in den Füßen, Kraftlosigkeit. Dann war ich auch über diesen Zeitraum zur Reha und die fiel mir so schwer. Mir wurde von den Ärzten bloß immer gesagt, das sind die Folgen der Krebstherapien und damit muss ich leben. Ein Neurologe hatte eine ähnliche Antwort. Das ist der "Preis" für's Überleben. Damit kommt man gut weiter, findet ihr nicht? Ich habe schon mal irgendwo erwähnt, ich bedauere sehr, dass ich hier kaum einen Ansprechpartner für die Folgen der Krebstherapien habe. Wenn ich irgendwo lesen kann, dass es anderen auch so geht wie mir, beruhigt mich das noch irgendwie. Weil ich damit nicht alleine bin.

    Mir ging es zwei Monate nun mal richtig, richtig gut. Wirklich.

    Jetzt habe ich seit zwei Wochen wieder die Beschwerden von damals, Schwindel und Neuropathien in den Füßen vor allem. Ich habe gerade einen Bericht einer anderen BK-Patientin gelesen, die schrieb, man soll durchhalten. Ihre NW wären nach 1 1/2 Jahren verschwunden. Das wäre ja toll. Also versuche ich es auch auszuhalten.

    Denn ich mache mir langsam Sorgen, wie ich meine Berufstätigkeit durchhalten soll.

    Schönen Tag euch noch. LG Consi

    Dann wird das mit der Wiedereingliederung auch wieder unterschiedlich gehandhabt. Ich wollte auch frei haben, an dem We, an dem ich Geburtstag hatte. Regulär habe ich aber Nachtschicht gehabt und es führte kein Weg rein, damit auszusetzen. Ja, ich habe einige Probleme gehabt mit der Wiedereingliederung, vor allem weil ich Schichten arbeiten muss. Dafür kriegt man ja normalerweise Zuschüsse bezahlt. In meinem Fall war das aber nicht so. Man kriegt ja Krankengeld. Ich finde, das ist ist nicht für jeden gut geregelt.

    Ich habe letztendlich mit meinem Chef vereinbart, dass ich an meinem Geburtstag nicht arbeiten muss. Sonst müsste ich die Maßnahme durchziehen. Meinen Urlaub von 16 und 17 sollte ich anschließend wegnehmen. Das habe ich aber verweigert, da ich der Meinung war, dann war meine Wiedereingliederung umsonst. Ich hätte ja 3 Monate gefehlt! Also durfte ich dann arbeiten gehen, mit zeitweisen Unterbrechungen. Ich habe am Anfang für die Nachtschichten Urlaub genommen. Leider kam mir der Betrieb bisher nicht entgegen bei meinem Wunsch auf eine Normalschicht-Stelle.

    Consi

    Hallo Bella69,

    die Wiedereingliederung muss mit dir abgesprochen werden. Du entscheidest, mit wieviel Stunden du anfängst (mind.2h) und auch, wann du aufhörst. Du musst wissen, dass während dieser Zeit weiterhin "arbeitsunfähig" bist und Krankengeld beziehst. Und dass die Maßnahme nur solange gewährt wird, wie du Krankengeld beziehst. Du darfst sie auch mal für einige Tage unterbrechen, aber ab 7 Tagen Unterbrechung gilt die Maßnahme als gescheitert.

    Es wird mit dem Arzt und dem Arbeitgeber ein Stundenplan aufgestellt.

    Alles langsam angehen lassen! LG Consi

    Hallo Ronda,

    ich, die auch so große Probleme mit den Neuropathien habe, kann dir nur sagen, bei mir ist das in den letzten Wochen viel besser geworden. Warum? Keine Ahnung. Aber ich habe gemerkt, was mir gut tut. Bei der Reha bekam ich immer die Kiesbett-Therapie, d.h. ich musste die Füße 20 min in warmem Kies 'baden"(bewegen). Das tat gut, ja, halfen aber nur kurzzeitig. Aber danach war ich meistens zum Laufen eingeteilt. Das war es dann, was wirklich gut tat. Ich habe das aus der Reha "mit nach Hause genommen" und als ich wieder bei Kräften war wieder aufgenommen. Heute ist es so, dass ich die Neuropathien ab und an "vermisse", also ich habe schon beschwerdefreie Zeiten.

    LG Consi

    Also Mädels, dann geb ich meinen Senf auch dazu...

    Meine Diagnose bekam ich im September 16, dann Op, dann Chemotherapie bis Mai 17 und Bestrahlung bis Juli 17. Anschließend bin ich zur Reha. Im Leben zurück befiel mich zunächst Unsicherheit. Plötzlich war man allein, so irgendwie. Ich begann mich mit den Nebenwirkungen von Tamoxifen auseinanderzusetzen, hatte auch nach wie vor starke Neuropathien in den Füßen und die Kraft kehrte auch nicht ganz zurück. Außerdem nehme ich seitdem psychologische Hilfe in Anspruch, um meine Ängste in den Griff zu bekommen.

    Es ist doch ein anderes Leben, das Leben danach. Man ist nicht mehr derselbe Mensch wie vorher.

    Seit April 18 bin ich wieder arbeiten, habe aber vorher die Wiedereingliederung in Anspruch genommen und das war gut so. Im September war ich wieder zur Reha, die bekam mir aber gar nicht gut. Ich habe zu diesem Zeitpunkt depressive Phasen bekommen und war körperlich auch nicht gut drauf. Daher war ich froh, dass ich noch jede Menge Urlaub hatte und diesen nehmen durfte.

    Ganz besonders schlimm waren wieder die Neuropathien in den Füßen, weshalb meine Hausärztin mich zum Neurologen überwies. Leider war ich dort fehl am Platz. Er hörte mich an und sagte dann eiskalt zu mir, er kann mir nicht helfen. Das ist der Preis für's Überleben und ich müsse froh sein, dass ich keine Schmerzen habe. Ich habe das Thema abgehakt. Habe angefangen mit Nordic Walking und das tat mir richtig gut und tut es bis heute noch. Am Anfang war es nicht so leicht, die Blicke der Leute auszuhalten und die Bemerkungen der Nachbarn: "Wo sind denn die Ski's?" Wenn ich jetzt mal nicht laufen kann, fehlt es mir. Ich kriege dabei auch den Kopf frei.

    Im Moment fühle ich mich gut wie schon lange nicht mehr.

    Dabei hatte ich im Dezember meine 2. Nachsorge-Mammographie und soviel Schiss davor. Bin herumgelaufen wie Falschgeld die Tage zuvor. Aber alles gut. Also kann es wieder weiter gehen und man kann wieder etwas planen. Weiß nicht wie es euch geht, aber weit voraus plane ich nicht. Immer Stück für Stück und ich muss immer was haben, worauf ich mich freuen kann.

    Meine Haare, ja die sind erst weiß und später grau nachgewachsen. Und das gefiel mir so gut, dass ich beschlossen habe, es dabei zu belassen. Da ich sie kurz trage wie vorher auch schon, sieht es auch gut aus und das wird mir auch bestätigt.

    Ich hab doch genug Chemie geschluckt, deshalb mag ich mir keine mehr in die Haare schmieren.

    Hab ich was vergessen?

    Wir sind anders geworden, ja. Aber ich möchte auch Abstand gewinnen und nicht ständig mit dem Thema Brustkrebs konfrontiert werden. Ich brauche auch normale Menschen um mich herum, die mich mit sich ziehen und mich spüren lassen, dass ich noch lebe. Und wenn ich das Bedürfnis danach habe, dürfen das auch die anderen sein, die mich in der unfassbaren schweren Zeit begleitet haben und meine Sorgen und Nöte verstehen. Man braucht sie alle.

    Passt auf euch auf!

    LG Consi

    Ich habe immer noch keine Entscheidung getroffen. Was mich wirklich stört, ist eher die Tatsache, dass es überhaupt keine einheitlichen Leitlinien gibt!

    Mein Port wurde nach Ende der Therapien gar nicht mehr gespült, weil das nach den Aussagen meiner Ärzte nicht mehr notwendig ist. Dennoch wurde er zwischenzeitlich einmal genutzt, für Infusionen und hat funktioniert.

    Ich tendiere dazu, ihn noch ein Jahr zu behalten.

    Consi

    Hallo, ihr Lieben!

    Wann habt ihr euren Port entfernen lassen? Ich war im Mai 2017 mit der Chemo durch, hatte am 6.Juli 2017 die letzte Bestrahlung.

    Bin im Arbeitsleben wieder angekommen und längst wieder berufstätig. Aber ich trage noch diesen Port in mir. Auch wenn er keine Probleme macht, man trägt dieses Teil noch mit sich herum. Ich schiebe es immer vor mir her, ihn entfernen zu lassen. Es war schließlich sein Einsetzen so unangenehm und ich mag einfach nicht freiwillig ins KH. Wie geht ihr damit um?

    Augen zu und durch, Hauptsache er ist raus, oder wie?

    Gruß Consi

    PS: Bitte Thema in richtigen Thread verschieben, wenn nötig.

    So Mädels, zur Info, meine Blutwerte sind topp. Kein Mangel oder sonst was. Ich habe jetzt die Option einen Neurologen aufzusuchen, die Überweisung dafür bekommen.

    Inzwischen habe ich mit Laufen angefangen, Nordic Walking. Es bekommt mir gut und ist eine super Entspannung nach der anstrengenden Rehazeit.

    Der Rest wird wohl scheinbar mit Tamoxifen zusammenhängen.

    Meine Nachsorge-Termine stehen noch an. Dann hoffe ich mal, alles ist gut.

    Tanne, mein Respekt für dich! So was nennt man doch, den inneren Schweinehund überwinden.

    LG Consi

    Liebe @Rike, an Tamoxifen hab ich auch schon gedacht. Man kann es nicht ausschließen. Zumal es mir abends meistens besser geht. Vielleicht ist da was dran, denn ich nehme Tam abends ein.

    Ich lenke mich schon ab, so gut es geht. Und es gibt auch was, wobei ich abschalten kann, das ist die Fotografie. Während der Reha war das Hobby ein guter seelischer Puffer, den ich nicht missen möchte.

    Ich wünsche dir eine gute Verträglichkeit von Tam, das kann man gut gebrauchen, denn ein gewisses Maß an Lebensqualität nach den Strapazen haben wir auch verdient.

    Consi

    cancer-capricornus, danke für deine Worte.

    Ja, alles in mir sträubt sich gegen die Schwäche, die da aufkommen will.

    Ich habe beschlossen, das zu Hause fortzusetzen, was mir während der Reha gut bekommen ist. Das war z.Bsp. das Walken. Ich habe aber auch Nordic Walking Stöcke zu Hause, hatte ich mir mal besorgt. Auf jeden Fall muss ich in Bewegung bleiben, das weiß ich. Und ich hoffe, die Gangunsicherheit durch die Neuropathie legt sich wieder. Wechselbäder waren auch hilfreich. Ansonsten abwarten.

    Consi

    Hi Christina, dann haben wir zumindest etwas gemeinsam.

    Auch ich hatte meine letzte Bestrahlung im Juli 2017 und mache ähnliches durch wie du. Ich hätte jetzt nach der Reha auch arbeiten müssen, wenn da nicht zufällig Urlaub geplant gewesen wäre. Aber so halte ich mich nicht für arbeitsfähig.

    Trotz Sport und gesunder Ernährung, Verzicht auf Alkohol, was tut man nicht alles. Aber man ist wirklich nie wieder der Mensch, der man vorher war. Da müssen wir durch, aber um jeden Preis?

    Ich bin gespannt, was noch kommt. Wie viel ein Mensch doch aushält.

    Consi

    lissie, was für mich schlimmer ist, ist die Tatsache, dass man über das Leben danach nicht ordentlich aufgeklärt wird, man sich alles selbst erfragen und erbetteln muss. Und vor allem, selbst mit den Tatsachen klar kommen muss.