Beiträge von jalousie

    Liebe Namenub,
    das ist schön, dass Du hierher gefunden hast! Es tut uns allen gut mit Menschen zu reden, die uns absolut verstehen, weil sie das Gleiche erleben und durchmachen.
    Wie war denn Deine Therapie, OP und Chemo? Hattest Du auch Bestrahlungen? Ich bin noch mittendrin und habe Glück mit den Nebenwirkungen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass man am Ende des Marathon doch deutlich spürt sie kräftezehrend der Weg war.
    Kein Wunder wenn Du Dich ausgepowert und schlapp fühlst, vor allem wenn Du schon wieder arbeitest!
    Aber die ersten Sonnenstrahlen und das herrliche Licht des Frühlings werden viel helfen wieder froh und fit zu werden. Ich denke wir alle haben unter den kurzen dunklen Tagen gelitten.
    Hab ein bisschen Geduld, Dein Tief wird sich schon bald bessern. Überfordere Dich aber nicht, besser ist es Schritt für Schritt zu planen. Freue Dich einfach über jeden kleinen Erfolg. Du hast noch so viele Möglichkeiten Deine Pläne zu verwirklichen, nur nicht aufgeben.


    Ich wünsche Dir alles Gute für die nächste Zeit, lass von Dir hören wie sich alles entwickelt,


    Liebe Grüsse
    jalousie

    So isses,liebe Sylvia,
    bei brusterhaltenden OP's wird immer bestrahlt, um im OP- Gebiet evtl. noch vorhandene Tumorzellen abzutöten. Sie werden im Kern zerstört, so dass sie sich nicht mehr vermehren können. Gesunde Zellen können solche Schäden reparieren.
    Mir war's auch erst etwas spanisch, Macht mir aber jetzt Sinn. Die Chemo spürt ja evtl. irgendwo herumschwirrende Tumorzelken auf und baut sie kontrolliert, ohne Rückstände ab. Macht in Kombination wirklich Sinn und gibt uns den grösstmöglichen Schutz vor Rückfällen. Musst Du Deinem Körper auch ein bisschen erzählen, dann macht er mit!


    Zur Schlaflosigkeit kann ich nur empfehlen ein ganz simples Baldrianpräparat zu nehmen, das es in jeder Drogerie gibt. Da ich sonst nie etwas nehme, genügt mir eine und ich kann wie ein Baby schlafen. Es ist ja kein Schlafmittel, sondern beruhigt nur die Nerven, all die schlechten Gedanken und Grübeleien sind weg.
    Ich habe auch extra gefragt - darf man zu dieser Therapie nehmen. Nehme ich auch nur, wenn ich zwei Nächte wach gelegen habe. Dann wache ich so erholt auf, fühle mich wie neu geboren!


    Also sei tapfer, Du kriegst das hin, nur der Anfang ist schwer.
    Alles Liebe
    jalousie

    Liebe Sylvia,


    ich kann Deine Ängste und Deine Panik vor der Chemo so gut verstehen! Es ging mir nämlich genauso.
    Meine OP war am 03.11.16 und davor hiess es, ich bräuchte nur Bestrahlungen, keine Chemo. Dann wurde bei der OP noch ein DCIS gefunden und in der Tumorkonferenz beschlossen doch eine Chemo zu machen.
    Ich war völlig fertig bei der Vorstellung meinen Körper " freiwillig zu vergiften"! Habe mit meiner Frauenärztin und den Ärzten in der Klinik heftig diskutiert und war drauf und dran die Chemo abzulehnen. Die Chefärztin der Gynäkologie, die mich auch operiert hatte, blieb sehr verständnisvoll und meinte nur: in allen Fällen, in denen eine Chemo abgelehnt wurde, konnten wir den Tumor oder Rezidive wachsen sehen. Sie war es auch, die mir die Diagnose nach der Stanzbiopsie überbrachte. Und auf meine Frage, was wir jetzt machen, ganz trocken meinte: Muss raus!
    Dafür bin ich ihr immer noch dankbar! Es ist ein gutes Gefühl das Ding los zu sein, ich hätte es nicht bewusst weiter in mir spüren wollen.


    Allein mit mir habe ich dann die Alternativen zur Chemo durchgespielt. Und da kam ich nicht weit! Mir wurde klar, dass ich bei jedem kleinen Zipperlein ängstlich in mich hineinhorchen würde und die Angst vor Rezidiv oder Metastasen immer da wäre. Plus dem Selbstvorwurf nicht alles getan zu haben dies zu verhindern.
    Mit vollen Hosen habe ich dann der Chemo zugestimmt, aber nochmal das Aufklärungsgespräch genutzt,um alle meine Ängste und Bedenken anzubringen. Der Onkologe meinte: Das kann ich alles verstehen, aber Sie haben Vorurteile.
    Am 01. Dez. gings dann los mit 4x EC und 12x Pacli. Die erste EC hat mich schon positiv überrascht, denn mir wurde nicht ein bisschen übel, dank der sehr wirkungsvollen Medikamente. Ok, danach Schwindel und Kopfschmerzen, die aber spätestens am nächsten Tag abgeklungen waren. Also 90% das Gegenteil von dem, was ich erwartet hatte. Morgen bekomme ich schon die dritte Pacli, die fast gar keine Nebenwirkungen mehr hat. Nur ganz leichter Schwindel beim ersten Mal und bisschen Verstopfung. Das kann man leicht aushalten.


    Inzwischen bin ich wirklich froh, dass ich mich dafür entschieden habe, einfach weil ich so das maximal Mögliche getan habe, um gesund zu werden. Und ich bin sicher, dass es gut ist sich damit vor Beginn auseinander zu setzen. Ich schaue jetzt immer nur vorwärts und konzentriere mich auf meine Fortschritte.
    Muss dazu sagen, dass ich zuhause herrliche Ruhe habe, bin schon ewig geschieden, also keine Konflikte! Wobei es nicht schlecht wäre, wenn mal einer für mich kochen würde ( grins).
    Meine zwei reizenden Hunde scheinen alles zu verstehen, wenn sie mich mit ihren grossen braunen Augen ansehen und kuscheln sich abends an meine Füsse. Vor allem aber scheuchen sie mich jeden Tag an die frische Luft! Ohne sie würde ich bestimmt nicht durch die Natur laufen.


    Also Du wirst sehen, wenn es erst losgeht, wird es Dir besser gehen. Und was immer Dich drückt und bewegt erzählst Du uns hier einfach, damit wir es mit Dir teilen können.
    Ich wünsche Dir einen guten Chemoverlauf und ganz viel positive Energie alles ohne Einschränkungen zu schaffen!


    Liebe Grüsse
    jalousie

    Liebe lea-sky,
    das ist ja ungeheuerlich, ein Skandal!!!
    Mir fällt dazu nichts mehr ein, Du solltest unbedingt einen anderen Hautarzt finden, sicher hilft Dir da Dein Hausarzt.
    Die Befunde etc. können ja vom bisherigen Arzt angefordert werden, der muss sie zur Verfügung stellen.
    Solltest Du doch nochmal hingehen, z. B. um Unterlagen abzuholen, dann nimm unbedingt jemand mit.


    Ansonsten wünsche ich Dir viel Glück mit der weiteren Therapie. Sollte sich herausstellen, dass Deine Genesung durch diese 3monatige Zeitverzögerung gefährdet wurde, müsste es eigentlich rechtliche Konsequenzen für diesen Arzt geben. Aber wie katzi schon sagte, wollen wir mal nicht das Schlimmste annehmen.


    Ich drücke Dir die Daumen,


    Liebe Grüsse
    jalousie

    Liebe Christina,
    Ich bin zwar brusterhaltend operiert worden, habe aber vor der OP zugestimmt, dass sie entfernt werden kann, wenn es notwendig wäre.
    Deine Überlegungen kann ich gut nachvollziehen. Ich persönlich sehe keinen Vorteil eine Brust zu erhalten, vor allem wenn sie gross und ja auch schon befallen ist. Ich stelle es mir schwieriger vor so unterschiedlich auszusehen, als eben gleich, was durch Prothesen oder einen Aufbau auch gleichmässig gelöst werden kann. Wenn man das will.
    Bestimmt gibt es hier Frauen, die auch vor dieser Überlegung standen und ihre Erfahrungen mit Dir teilen.
    Was mir immer noch völlig unbegreiflich ist - wie kann es zu einem Rezidiv kommen, wenn beide Brüste nicht mehr da sind?
    Gut, dass Du Zeit hast bis zur OP, vielleicht kannst Du es auch mit Deinen Ärzten noch diskutieren, sie sollten Dir ja ihre Erfahrungen mitteilen und Vor- und Nachteile beider Versionen nennen können.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg mit der Chemo und allem was auf Dich zukommt.


    Liebe Grüsse
    Chris

    Nochmal ich - zum Mann - ich hatte auch mal so ein Exemplar! Der hätte alles getan, wenn er nur nicht reden musste. Die kann man nicht ändern, zumindest nichts erzwingen.
    Aber sei froh, dass Du ihn hast! Es ist Gold wert, wenn er Dinge besorgt oder erledigt, wenn Du die ersten Tage nach der Chemo schlapp und müde bist. Geniesse es.
    Ich lebe schon sehr lange allein, habe zwar zwei reizende Hunde seit ich nicht mehr arbeite, muss aber alles selbst organisieren. Das ist manchmal nicht so einfach, wie gerne würde ich jemand bitten doch mal mit den Hunden raus zu gehen oder etwas einkaufen schicken. Freunde kann man auch nicht wegen jeder Kleinigkeit einspannen.
    Ohne "Muss" wird sich Dein Mann vielleicht irgendwann von selbst öffnen und auf Dich zukommen. Lass ihm Zeit.


    Und nochmal zur Übelkeit. Hab keine Angst, ich wage fast zu sagen, dass Dir garantiert nicht übel wird. Diese Medikamente - Du bekommst eine Tablette vor der Chemo und noch ein Kortisonpräparat dazu - wirken zuverlässig auf das Brechzentrum im Gehirn. Selbst bei starkem Schwindel, den ich jedes mal habe, wird einem nicht schlecht.


    Für mich ist Brechreiz auch der absolute Horror, das habe ich beim Aufklärungsgespräch nochmal betont.
    Sprich das unbedingt auch an, wenn Dir die ganzen - möglichen Nebenwirkungen - erklärt werden.
    Deine Einstellung ist prima! Die Chemo hilft Dir, unterstützt Deinen Körper im Kampf gegen die bösen Biester.
    Sie bringt Dich nicht um! Du schaffst das ganz bestimmt! Nur Mut!


    Meine Erfahrung mit dieser Überraschung ist wirklich positiv, so blöd das klingt. Ich habe viel über mich gelernt. Viel Neues erfahren und meine Bedürfnisse in eine neue Reihenfolge gebracht. Auch gelernt mit der Angst umzugehen. Vielleicht gerade weil ich alleine damit fertig werden muss.
    Alles hat auch etwas Positives, auch wenn man das im Moment nicht sieht.
    Dein angesprochener Egoismus ist genau richtig. Alles was Dir jetzt hilft und guttut geht vor. Richtig so!


    Bleib dran, das wird schon!
    Alles Liebe
    Chris

    Liebe Sylvia,
    sehr gut, dass Du dieses Forum gefunden hast! Es wird Dir sehr helfen, schon allein, weil alle hier wissen wovon Du sprichst und Dich deshalb richtig verstehen.
    Auch meine Diagnose erhielt ich erst Ende Oktober, nachdem ich den Knoten auch selbst entdeckt hatte.
    Die OP war am o3.11. und seit dem 01.12. mache ich die Chemo.
    Es hiess vor der OP auch, dass ich nur Bestrahlungen machen sollte, da sie aber noch eine DCIS und einige Zellen in der Lymphbahn gefunden hatten, haben sie mir doch die Chemo wärmstens empfohlen.
    Ich war nicht begeistert, hätte ziemliche Bedenken wegen der "Vergiftung" meines Körpers, aber bisher ging es ganz gut. Die von mir gefürchtete Übelkeit trat bisher nicht auf, es gibt sehr wirkungsvolle Medikamente dagegen.


    Zum Port kann ich Dir etwas sagen. Ich hatte ein bisschen Bammel vor der OP, sie sagten aber von sich aus, dass sie ihn nur mit einer ganz leichten Vollnarkose implantieren. Mit lokaler Betäubung soll es sehr unangenehm sein.
    Die OP war auch tatsächlich ganz problemlos, wurde ambulant gemacht, es ging mir direkt danach gut.
    Der Port stört mich zwar etwas, auf der Seite kann ich schlecht liegen, aber er funktioniert einwandfrei.
    Für die Chemos ist es schon ein grosser Vorteil.
    Frag oder bitte doch einfach um ein ganz leichte Vollnarkose, das ist in jedem Fall angebracht.


    Für alles Kommende wünsche ich Dir viel Kraft und positive Gedanken, das hilft!


    Liebe Grüsse
    Chris

    Lieber kleiner Vogel,
    ich muss Dich jetzt auch mal drücken! Das sind viele schlimme Geschichten, die Du da erleben musstest und noch erlebst. ABER - Du bist ein Individuum, es gibt kein zweites wie Dich. Deinen Körper kennst nur Du und kannst nur Du verstehen und beeinflussen. Deshalb konzentriere Dich darauf gesund zu werden, damit Du stark bist auch für andere da zu sein.
    Ich finde es rührend wie Du Dich in Deiner Situation noch um andere sorgst. Denk auch mal ein bisschen an Dich.
    Auch ich meine immer alles selbst erledigen zu müssen, für alles verantwortlich zu sein. Seit meiner Erkrankung habe ich gelernt auch mal Hilfe anzunehmen und das tut gut! Hätte ich nie gedacht.
    Aktiviere ruhig Deine Nachbarn, es kann ja nicht sein, dass Deine Mutter eine Waschmaschine die Treppen runterträgt! Auch Menschen, denen Du bisher geholfen hast, solltest Du ansprechen für's Einkaufen etc.
    Trau Dich!
    Jetzt wünsche ich Dir trotz allem schöne und erholsame Weihnachten, viele positive Gedanken und einen guten Start ins neue Jahr!


    Liebe Grüsse
    Chris


    P.S. ich hatte gestern meine zweite Chemo und hänge auch entsprechend schlapp da. Aber meine zwei Zuckerhunde geben mir so viel Liebe und Kraft, mit Schmusen und tiefen Blicken aus der treuen Hundeseele!

    Sehr schön, ein enormer Unterschied!
    Äusserlichkeiten stehen zwar nicht an erster Stelle für mich, aber was Du sagst ist sicher richtig. Mitleidige Blicke sind das letzte, was man braucht.
    Ich habe gerade meine Chemo begonnen und erwarte die Flucht meiner Haare in den nächsten zwei Wochen. Bin gespannt, ob die Augenbrauen und Wimpern auch gleich daran glauben müssen.


    Dir weiterhin alles Gute!
    Liebe Grüsse
    Jalousie

    Liebe Gärtnerin,
    das ist nicht schön, aber Aufgeben darf keine Option für Dich sein!
    Meine Frage ist, die Chemo hatte doch einen Zweck, gibt es denn schon ein Resultat? Was sagen denn die Ärzte zu Deiner weiteren Behandlung? Es gibt immer ein Anzeichen für Hoffnung. Man darf nie vergessen, dass alle unsere Schiksale absolut individuell sind.
    Gerade bei unseren Erkrankungen ist kein Fall wie der andere!
    Eine ähnliche Diagnose kenne ich zwar nicht, habe aber schon einmal eine absolute Wunderheilung bei einer Frau erlebt. Anders kann man es nicht nennen, wenn Gehirntumore ohne medizinische Behandlung vollständig verschwinden.
    Verstehe mich nicht falsch, ich will Dich nicht mit 'Geschichten' verunsichern, nur Dich an Deine Kräfte erinnern! Das Leben ist nicht berechenbar!
    Ich wünsche Dir dass Du, egal was kommt, mit Freude lebst! Und teile Deine Sorgen und Freude mit allen hier, das hilft auch!


    Alles Liebe
    Jalousie

    Ihr Lieben!


    Ich möchte Euch an meiner Freude teilhaben lassen!
    Habe BK, schon operiert und muss eine Chemo plus Bestrahlung und Hormontherapie machen.


    Ich bin kein Schisser, halte schon einiges aus, hatte aber schwere Ängste vor der Portimplantation und des Chemobeginns. Einmal vor diesem Gefühl des ständigen Katheters direkt in meiner Vene. Dann evtl. ständige Übelkeit und dieses bewusste "Vergiften" meines Körpers mit dieser Chemie.


    Am Dienstag erhielt ich meinen Port unter leichter Vollnarkose und es verlief alles absolut problemlos! Der Port sitzt, hat nur bis gestern ein bisschen gezwickt, tut aber nicht weh. Das einzig blöde sind die BH- Träger, die genau darüber laufen. Und der Sicherheitsgurt im Auto. Aber so spüre ich nichts.


    Gestern dann meine erste Chemo, Kinder hatte ich die Hosen voll! Und was soll ich Euch sagen, ich lebe noch!l
    Ich habe mich sehr bemüht entspannt zu sein und positiv zu denken, eben dass es mir hilft und alles Böse, das noch in mir ist, kaputt macht.
    Ich glaube das hat sehr geholfen. Man darf sich nicht sperren.
    Der Port ist wirklich sehr hilfreich, die Infusionen sind leicht angeschlossen und laufen schnell durch, ohne, dass man etwas spürt. Ich hatte es nach ca. 2,5 Std. geschafft.
    Zwischendurch gab es Cortison und am Anfang eine dicke fette Kapsel gegen Übelkeit. Zuhause musste ich noch 2 Kapseln für den Blasenschutz nehmen.
    Mir war zwar danach etwas schwindlig, aber die gefürchtete Übelkeit blieb aus, bis jetzt. Nur ordentliche Kopfschmerzen hatte ich gestern.


    Heute konnte ich schon wieder mit den Hunden einen langen Spaziergang machen, die frische Luft tat gut.
    Ich habe Reis gegessen um den Magen zu beruhigen und viel Ingwertee mit Orange getrunken. Das war auch gut.


    Allen, die auch dadurch müssen und sich viel zu viele Gedanken machen, wünsche ich auch so viel Glück!


    Alles Liebe und Gute
    Jalousie

    Liebe Susuqu,


    auch ich hatte die Diagnose vor 6 Wochen und vor 4 die OP. Bei der OP haben sie ein DCIS gefunden und mit entfernt. Davor hiess es ich bräuchte keine Chemo, nur Bestrahlungen und Hormontherapie. Durch das DCIS muss/ soll ich jetzt aber doch eine Chemo machen, danach erst Bestrahlungen.


    Ich bin ja kein Mediziner, aber Deine Behandlung erscheint mir doch sehr restriktiv. Vor allem kurz angebundene Ärzte, die Dich offenbar nicht in ihre Entscheidungen miteinbeziehen, musst Du nicht hinnehmen. Es geht um Dich und Deine Gesundheit und eine so "endgültige" Entscheidung muss unbedingt von Dir verstanden und akzeptiert werden. Du solltest Dich unbedingt an ein Brustzentrum und den Krebsinformationsdienst wenden.
    Auch würde ich Deine Ärzte ganz klar darauf ansprechen, dass Du besser einbezogen werden möchtest.
    Sie wollen sicher auf Nummer Sicher gehen, aber die Psyche gehört mitbehandelt.


    Lass Dir nix gefallen! Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg!


    Liebe Grüsse
    Jalousie

    Liebe Tinkerbell,


    nicht aufgeben, auch wenn ich mitfühlen kann wie Dir zumute ist.
    Du hast mit zwei wunderbaren Kindern und einem grossartigen Ehemann jeden Grund der Sache den Kampf anzusagen und zu gewinnen! Denk positiv! Es gibt immer einen Weg.


    Wahrscheinlich verbirgst Du Deine Ängste und Sorgen Deinen Kindern zuliebe. Hier kannst Du ganz ehrlich sein und alles rauslassen, was Dich bedrückt. Ich glaube, dass das sehr wichtig ist und enorm hilft. Wenn Du diesen Balast loswirst, kannst Du Dich besser auf Deine Kraft konzentrieren. Du bist ja schon sehr sachlich, das ist gut.


    Bleib dran, ich wünsche Dir von Herzen einen guten Weg und viel Glück!


    Alles Liebe
    Jalousie

    Vielen Dank für die guten Wünsche und Euer Mitgefühl!


    Ist total neu für mich, dass ich meine Sorgen teile und mir wildfremde Menschen Anteil an meinem Schicksal nehmen. Aber ich kann die Kraft spüren, die von Euch wunderbaren, starken Frauen ausgeht.
    Eine wirklich gute Sache sich so offen und frei mitteilen zu können.
    Und ich habe Hochachtung vor einigen der Schicksale, von denen ich hier erfahren durfte. Unfassbar was einige Menschen aushalten müssen und trotzdem eine positive Lebenseinstellung haben. Chapeau!


    Ich freue mich auch einen kleinen Teil beitragen zu können und nicht allein zu sein.


    Liebe Grüsse
    Jalousie

    Liebe Consi,
    Ich bin in der gleichen Situation wie Du. Hatte auch gehofft an einer Chemo vorbei zu kommen, muss aber doch sein, um alles nachhaltig zu vernichten. Mein Tumor hatte 25%, also auch zu viel.
    Am kommenden Dienstag wird mein Port gelegt und am Donnerstag startet die Chemo, gleiche wie bei Dir.
    Habe mir so viele Sorgen und Ängste gemacht, aber verschiedene Ärzte konnten mich überzeugen, dass es das Beste ist, um Risiken auszuschalten. Jetzt habe ich mich damit arrangiert und will positiv herangehen.


    Meine sonstigen Werte sind auch super und nach der OP geht's mir gut. Man fragt sich deshalb, ob das wirklich sein muss. Aber was wäre die Alternative? Ständig angstvoll in sich hineinhören und beim leisesten Zwicken vor Angst erstarren? Und wenn dann wirklich wieder etwas ist sich ewige Vorwürfe machen - hätte ich nur?
    So kann ich denken, dass ich das Maximale getan habe, um einen Rückfall zu verhindern.


    Meine Brust ist übrigens auch noch ganz hart und tut natürlich weh, OP war am 03.11. Das dauert Monate, sagte meine Ärztin. Ist also auch normal.


    Hab Mut und Kraft, Du wirst sehen das Schlimmste sind Deine Vorstellungen. Es wird alles halb so wild!


    UND:


    "GLÜCKLICHSEIN IST EINE ENTSCHEIDUNG, KEIN SCHICKSALHAFTER ZUSTAND!


    Denk mal drüber nach.


    Alles Liebe
    Jalousie ( die mache ich nämlich einfach runter, wenn es mir zu viel wird)

    Hallo morli,
    ich bin in der gleichen Situation wie Du. Vor 4 Wochen habe ich die Diagnose nach einer Stanzbiopsie erhalten, am 03.11. war meine OP. Allerdings waren meine Lymphknoten nicht befallen, aber der böse Kerl, dieser Tumor war 3 cm gross. Weil auch verdichtetes Gewebe als Krebsvorstufe gefunden und entfernt wurde, soll ich auch eine Chemotherapie machen.
    Davor habe ich auch die Hosen voll und quäle mich seit einer Woche mit der Entscheidung herum. Ich habe einfach Horror davor meinen Körper bewusst zu vergiften! Und natürlich Angst vor den Nebenwirkungen.
    Ich bin zum Glück in einer sehr guten Klinik mit hervorragenden Ärzten, die sich unglaublich viel Zeit nehmen.
    Zusätzlich habe ich meine Frauenärztin nochmal mit meinen Bedenken gelöchert, die sich nochmal mit der behandelnden Ärztin besprochen hat und mich vorhin anrief.
    Sie raten mir doch sehr zu der Chemo wegen dieser Verdichtungen, um einen Rückfall möglichst zu verhindern.
    Dazu hatte ich gestern das Aufklärungsgespräch in der Chirurgie, die mir am nächsten Dienstag den Port einbauen.
    Wird in leichter Vollnarkose gemacht, weil es 'schon sehr unangenehm ist', wie der Arzt mir sagte.
    Zwei Tage später, am 01.12. Habe ich dann die erste Chemo.


    Ich habe jetzt so viel darüber gelesen und mich informiert, dass ich nur sehe wie total unterschiedlich es empfunden und erlebt wird. Wichtig ist sicher, dass man es annimmt und eine positive Einstellung mitbringt.
    Nach den 24 Wochen Chemo kommt dann die Bestrahlung und die Hormontherapie.


    Jetzt konzentriere ich mich darauf, dass es mir hilft und gehe ganz offen dran.
    Dir wünsche ich auch viel Kraft, gute Nerven und vor allem Erfolg.
    Sooo viele haben das vor uns geschafft, das kriegen wir auch hin!


    Lass mal hören wie es Dir ergeht,


    Liebe Grüsse
    jalousie