Beiträge von Sophia

    Liebe Ghetta,

    ich bin vor zehn Jahren an beiden Händen wegen Karpaltunnelsyndrom operiert worden (im Abstand von 11 Monaten). Die rechte Hand am unbetroffenen Arm wurde normal mit örtlicher Betäubung und Abbindung am Oberarm operiert. Bei der OP an der linken Hand bekam ich eine Vollnarkose, weil da der Blutfluß anders abgebunden wurde. Ich weiß leider nicht, wie, aber es hat gut funktioniert! Der linke Arm ist nicht angeschwollen.

    Bei mir kribbelten auch alle Finger. Und mein Orthooäde sagte mir, dass das Gefühl komplett weggehen könne durch die Schädigung der Nerven und dann könne ich mir nicht mal mehr eine Bluse zuknöpfen. Anscheinend stehst du ja kurz davor ...

    Hol dir eventuell eine zweite Meinung bei einem anderen Operateur, wenn du bei deinem jetzigen kein gutes Gefühl hast. Die OP ist machbar, ohne dass ein Lymphödem entsteht.

    Viel Erfolg!

    Hi, nun schreibe ich schon meinen zweiten Beitrag heute Abend, nachdem ich lange nicht im Forum gewesen bin.

    1992 bin ich im Alter von 35 Jahren an einem inflammatorischen Mamma Carzinom mit Lymphknotenbefall erkrankt, also ein sehr aggressiver Tumor, der auch noch hormonabhängig war. Damals galt dafür eine 5-Jahres-Überlebensrate von 20 %. Therapiert wurde ich mit brusterhaltender OP sowie Chemo- und Strahlentherapie.

    Warum ich zu den 20 % gehöre, weiß ich nicht. Ich habe nichts Besonderes gemacht. Ich wollte nur 15 Jahre Leben haben, da ich nicht eingesehen habe, dass mein damals fünfjähriger Sohn ohne Mutter aufwachsen soll. Tja, und nun will ich natürlich noch Enkelkinder erleben. Und das wird dauern, da mein Sohn noch nicht einmal eine feste Partnerin hat 8)

    Das Kennenlernen von "alten" Erkrankten ist vielleicht der Vorteil von Selbsthilfegruppen gegenüber diesem Forum. Hier schreiben viele Frauen, die gerade die Diagnose erhalten haben oder in Therapien sind. Durch die persönlichen Kontakte und Aktivitäten in den Gruppen bleiben viele länger dabei. Und neu hinzukommende Frauen sehen, dass man Krebs durchaus (länger) überleben kann.

    LG Sophia

    Hi, ich bin nach langer Zeit mal wieder in diesem Forum zu Gast und habe einige Beiträge zum Thema "Diep-Flap-OP" gelesen. Und nun möchte ich meine eigenen, positiven Erfahrungen mitteilen:

    Im Jahr 1992 bin ich mit 35 Jahren an einem inflammotorischen MammaCA mit Lymphknotenbefall erkrankt. Ich bekam vier Chemotherapien, dann wurde ich brusterhaltend operiert (die andere Brust wurde in derselben OP angeglichen) und anschließend folgten noch zwei Chemos. Und natürlich die obligatorische Bestrahlungen nach brusterhaltender OP, einmal Achselhöhle, einmal Brust.
    In den folgenden Jahren mussten wegen unklarer Befunde bei der Mammografie an der betroffenen Brust Probeentnahmen gemacht werden. Daher wurde die Brust kleiner und vernarbte. Irgendwann habe ich dann eine Teilprothese bekommen. Silikon, also Fremdkörper, wollte ich nicht in meiner Brust haben! Und durchgeschnittene, verschobene Muskel ebensowenig.

    Im Jahr 2008 hörte ich auf der Bundestagung der Frauenselbsthilfe nach Krebs einen Vortrag von Dr. M. aus G. über die Möglichkeit des Brustaufbaus aus eigenem Bauchfett. Ich nahm mit ihm Kontakt auf und erfuhr, dass die OP auch in Düsseldort im S. Krankenhaus angeboten wurde (wohne im nördlichen Westfalen). Bei der Plastischen Chirurgin dort bekam ich ziemlich schnell einen Vorstellungstermin. Sie hielt die Operation mit freiem Lappen für möglich und informierte mich umfassend. Da ich bereits mehrer Bauchoperationen gehabt hatte, wurde gleich per Ultraschall untersucht, ob die Gefäße im Unterbauch in Ordnung sind, was der Fall war. Das Krankenhaus stellte den Antrag auf Kostenübernahme an meine Krankenkasse. Das war notwendig, da ich ja bereits einmal brusterhaltend operiert worden war. Diese Genehmigung erhielt ich innerhalb von drei Tagen.

    Die Operation dauerte einige Stunden, die Nacht danach war ich auf der Intensivstation in ständiger Überwachung. Am folgenden Tag kam ich wieder auf mein Zimmer. Ich hatte kaum Schmerzen, weder im Bauch noch in der Brust, und konnte schon am 2. Tag in die Cafeteria des Krankenhauses zum Essen gehen. Bereits im Krankenhaus habe ich gesagt, ich würde diese Operation sofort wieder machen!!

    Meine Bedenken waren damals vor der OP, dass das Bauchfett ev. nicht anwächst und die neue Brust wieder entfernt werden müsste. Dann hätte ich eben wieder einen Prothesen-BH getragen wie vor dieser OP. Aber das schmerzende Narbengewebe wäre entfernt gewesen. Und mein Bauch! :)
    Nach acht Wochen Schonzeit, die ich auch strikt eingehalten habe, ging es mir sehr gut. Ich habe noch andere Erkrankungen wie Neurodermitis und Bindegewebsrheuma und trotzdem war die Operation erfolgreich. Auch heute sage ich noch, ich würde die OP morgen sofort wieder machen lassen!

    Vielleicht konnte ich mit meinem Bericht einige Bedenken ausräumen und bei der Entscheidungsfindung helfen. Per PN will ich gerne noch ausführlicher berichten.

    Alles Gute!


    Hallo Susanne,
    ich habe vor funfeinhalb Jahren einen Brustaufbau mit eigenem Bauchfett machen lassen und ich würde es morgen sofort wieder machen lassen!!!
    Meine Brustkrebserkrankung war bereits 1992 (ich war 35 Jahre alt) und wurde brusterhaltend operiert. Durch einige Probeentnahmen, die in den Neunzigern nicht so schonend waren, entstanden Narben in der kleiner werdenden Restbrust. Als ich in 2008 von der Möglichkeit des Aufbaus mit Eigenfett gehört habe, habe ich mich sofort nach einer Klinik umgehört und den Eingriff im Sommer 2009 machen lassen.
    Entscheidend ist meines Erachtens, dass du die "Schonzeit" konsequent einhältst! Das Gewebe braucht Zeit, bis es fest verwachsen ist (laienhaft ausgedrückt). Also keine Wäsche auf die Leine hängen, keine schweren Sachen tragen, nicht staubsaugen (Bauchmuskeln werden angestrengt) ... Ich habe sogar meinen Mann den Koffer packen lassen, als er mich abgeholt hat ;)
    Natürlich ist eine große Operation, die lange dauert. Aber die Versorgung war bei mir so gut, dass ich am Tag danach schon zum Mittagessen in die Kantine des Krankenhauses gehen konnte wie die anderen Patienten auch, für die Reddons gab es eine Stofftasche. Schmerzen hatte ich nur minimal, die Narben sind gut verheilt.
    Im Vorfeld hatte ich überlegt: Was könnte schlimmenstfalls passieren? Das wäre sicherlich, dass das transplantierte Gewebe nicht anwächst. Okay, dann ich hätte wieder einen Prothesenbüstenhalter getragen. Aber mein Bauch wäre auf jeden Fall weggewesen - ohne anstrengende Diät! ^^
    Ich drücke dir die Daumen, dass es bei dir ebenso gut läuft wie bei mir!!!
    Liebe Grüße und alles Gute
    Sophia

    Hallo zusammen!


    Ich will euch keinen dummen Spruch schreiben, sondern eine dumme Situation:


    Mit 35 Jahren bin ich an einem inflammatorischen MammaCa mit Lymphknotenbefall erkrankt. Die meisten werden wissen, dass die Prognose da nicht so wirklich gut ist, aber inzwischen bin ich 56 Jahre alt! Kurz nach der Diagnosestellung waren wir bei einem Bekannten auf der Feier zu seinem 38. Geburtstag und er jammerte rum, dass er ja "bald" vierzig Jahre alt würde und damit könne er nicht gut umgehen. Ich habe ihm dann ganz trocken gesagt: G..., ich bin froh, wenn ich vierzig Jahre alt werde! Danach hat er, zumindest in meinem Beisein, nicht mehr darüber gesprochen.


    Wenn ich jemanden über das Älterwerden jammern höre, weise ich immer auf die einzige Alternative hin, und die findet niemand wirklich gut ...

    Liebe Moni,


    es wird nie wieder so sein wie vor der Krebserkrankung! Schließlich ist die Bekämpfung der Krebszellen hammermäßig und sie wirkt sich auch auf die anderen Zellen im Körper aus. Ich fühle mich durch die Folgen der Krebsbehandlung zwanzig Jahre älter als ich tatsächlich bin!


    Als Tipp kann ich dir nur sagen: kämpfe nicht dagegen, sondern aktzeptiere es, dann belastet es dich nicht so stark. Die Alternative zur Krebstherapie - "die Radieschen von unten ansehen" - wäre doch nicht besser, oder?!


    Alles Gute


    Sophia

    Hallo heidih57,


    ich kenne das Problem des fehlenden Speichels, weil ich Bindegewebsrheuma mit Schwerpunkt Sjögren Syndrom habe. Bei mir führt der fehlende Speichel auch zu massiven Zahnproblemen, sprich Karies.


    Ich lutsche oft von Kräuterbonbons eines bekannten Herstellers. Das ist das einzige zuckerfreie Bonbons ohne Zitronensäure. Sonst enthalten alle Bonbons und Kaugummis, die ich gefunden haben, Zitronensäure und die greift den Zahnschmelz an.


    Von Al...ed gibt es Produkte, die mir sehr gut helfen: antibakterielle Mundspülung, Gelfluid (Spray) und Feuchtigkeitsgel zur Befeuchtung und Pflege des Mundes. Vor allem enthalten die Produkte keinen Alkohol und kein Menthol, die ja angegriffene Schleimhäute reizen. Meine Zahnpasta ist auch mentholfrei, gibt es von E.... Über Nacht trage ich eine Eiweiß/Fluoridpaste auf meine Zähne, um den Zahnschmelz zu härten.


    Ansonsten sollen auch Kaubewegungen und leichtes Klopfen der Speicheldrüsen die Speichelproduktion anregen. Aber da ich das nicht oft mache, kann ich nicht viel über die Wirkung sagen.


    Vielleicht helfen dir meine Erfahrungen weiter. Die Mundtrockenheit ist verdammt lästig - beim Sprechen ist auf einmal kein Speichel mehr da und man kann die Worte nicht artikulieren, beim Essen muss ich bei jedem Bissen etwas trinken (Kekse und ähnlich trockene Lebensmittel gehen gar nicht), die Mundschleimhaut ist gereizt und brennt manchmal schon bei kohlesäurehaltigen Getränken, die Stimmbänder entzünden sich häufiger, weil der Schleim auf ihnen zu dickflüssig ist ... Das kennst du sicherlich ähnlich - da sich weder bei dir noch bei mir die Ursache der Speicheldrüsendysfunktion beheben lässt, müssen wir mit den Symptomen leben.


    Alles Gute


    Sophia