Beiträge von Ilisweetie

    Man muss bei der gesamten Diskussion sicherlich auch die unterschiedlichen Voraussetzungen und Lebenssituationen miteinbeziehen. Jemand, der isolierter lebt, kann sich vermutlich besser schützen. Ich bin durch meinen Job gefährdet- habe 2020 insgesamt 8!!!!!! Wochen meines Lebens wg direkten Kontakten mit Infizierten in Quarantäne verbracht. Das ist kein Spaß! Letztlich hatte ich selbst Corona, Ich habe jetzt (noch) Antikörper, das wird regelmäßig überprüft, da ich Antikörperplasma in der Klinik spende. Grundsätzlich bin ich nicht so der ängstliche Typ bzw. sehe für mich kaum eine Möglichkeit normal zu leben ohne Impfung. Man rät in der Klinik übrigens auch den wieder Gesunden trotz Antikörper zur Impfung. Privat habe ich es direkt gesehen- ich durfte beim Sterben auf der Covidintensivstation live und in Farbe dabei sein...ich verstehe trotzdem, wenn man aus Angst od weil es in der eigenen Lebenssituation evtl nicht dringend ist, sich (erstmal) nicht impfen zu lassen. Muss letztlich jeder selbst entscheiden. Allerdings würde ich schon wünschen, dass es darüberhinaus mehr Sicherheit für einzelne Gruppen gäbe, man erwartet, dass ich mich weiter vorne ins Klassenzimmer stelle, aber für meinen Schutz- oder auch den der Kinder und deren Familien daheim- wird nichts getan. 0,0 gar nichts. Wir können, egal wie sehr wir es uns wünschen, Corona nicht aus dem Weg gehen. Da kann ich privat noch so viele Kontaktreduktionen machen...
    Insgesamt alles richtig sch..., aber das Virus ist nun eben da- gekommen um zu bleiben...

    CrapCrab Hi😊- dem ist nichts hinzufügen! Bei Äußerungen wie oben „schützt vor Strafe“ werde ich echt sauer...gerade in einem Forum, in dem sich Schwerstkranke austauschen. Bei aller Liebe wie kann man so .... sein? Quietsche Hast du keine Angst selbst zu erkranken oder andere zu gefährden? Dann hier mal ein kurzer Erfahrungsbericht...vom Krebs mal abgesehen (ist aber eh schon Jahre her) bin ich jung, sportlich und extrem fit. Und nein- Corona war nicht nur ein Schnupfen. Ich war 4 Wochen daheim. Mein Schwager (40, seeeeehr sportlich u gesund) kam in die Klinik und wurde Druckluftbeatmet, er hat Bleibende Lungenschäden. Mein Schwiegervater hatte weniger Glück, am Tag seiner Einlieferung in die Klinik wurde er dann intubiert und verstarb nach nicht mal 2 Wochen.

    Und dann höre so einen Schwachsinn von Socken, die vor Strafe schützen...leider schützen diese weder vor Corona noch vor Dummheit....Bitte denkt da mal drüber nach! Wie die Situation mittlerweile ist und die Lage in den Krankenhäusern ist, sollte man doch mit mehr Vernuft rechnen...

    Mariku63 Hallo, nicht böse sein, aber du bist selbst nicht betroffen. Dein Ratschlag ist für normale Leute mit Blasenschwäche korrekt. Hilft aber nichts nach einer radikalen Tumorop im kleinen Becken, bei der Nerv, der für den Blasenreflex zwingend notwendig ist, kaputt ist. Da ist nichts mit Physio und Gymnastik- weggeschnitten ist weggeschnitten. Das Beckenbodentraining -mit und ohne Physio- ist aus anderen Gründen nach dieser Op nötig. Und glaub mir- ich habe mehr als einen Experten an meiner Seite. Die Alternative zum Ausquetschen über die Bauchmuskulatur ist ein Urostoma, ein Suprapubischer Katheder oder die Selbstkathetisierung. Das zweite habe ich schon selbst länger haben dürfen- mit Anfang 30. Für mich war das eine massive Herabsetzung der Lebensqualität und da frage ich dich, ob dir da „Quetschen“ nicht lieber wäre? Es geht hier nicht um die leichten Fälle, bei denen lediglich eine Nervenreizung vorlag.

    Silvie85 Hi😊-das ist bei mir genauso, identisch- ich lebe damit gut seit 4 Jahren und habe 0,0 Nierenprobleme, Schäden, Stau etc. Restharn habe ich meistens zw 200-300 ml. Dauerhaft, macht keine Probleme. Ich teste regelmäßig den Urin mit Sticks auf Entzündungswerte, alle 3 Monate wird Blase u Nieren geschallt, fertig👍
    Ich kann auch nichts spüren, d.h. wenn die Blase zu voll ist, merke ich den Druck im Bauch. Was auch hilft, die Restharnmenge zu reduzieren, ist die zweifach Miktion- also ca 10-15 nach dem ersten Toilettengang einfach erneut gehen und quetschen. Vorher auf u ab springen u bewegen hilft zusätzlich.
    Lass dich nicht unterkriegen! Hol dir doch auch noch weiteren ärztlichen Rat, Zweitmeinung od Termin bei einem Auto-Gynäkologen (da kann das mit der Nervenschädigung etc. genauer gemessen werden). LG

    Anett Weil mein Blasennerv nicht nur gereizt war (ist das der Fall, wird es zügig besser, scheint bei dir der Fall zu sein👍), je radikaler die Op ist, desto größer ist die Gefahr, das große Teil/der gesamte Nerv so geschädigt wird, dass man bleibende Folgeschäden hat. Da kommt dann auch kein Gefühl mehr zurück, d.h. der Nerv kann nicht mehr weiterleiten, dass die Blase gefüllt ist und damit kann der Reflex, der den Blasenmuskel zusammenzieht, nicht mehr ausgelöst werden. Damit die Blase aber nicht platzt, muss sie leer werden- da gibt es dann wenig Möhlichkeiten: normaler Katheder durch die Harnröhre (damit ist ein normales Leben definitiv unmöglich), Selbstkatheterisieren (man benutzt Einmalkatheder, die man selbst mehrmals täglich in die Harnröhre einführt oder eben den Bauchdeckenkatheder (geht im Schambereich durch die Bauchdecke in die Blase, der Schlauch dann in einen Beutel/ kann man selbst verbinden u entleeren). Ein Vorteil des Bauchdeckenkatheders ist auch, dass man parallel dazu auch „normal“ auf Toilette gehen könnte und somit „üben“ kann, die Blase zb über die Bauchmuskeln u von außen leerzuquetschen.
    LG

    Hi Milli da bin ich mal wieder😊💁‍♀️
    Hoffe, bei dir ist alles ok, ist ja alles ne eher 💩 Zeit....

    Naja, ich bin bei so Dingen immer eher etw pessimistisch- wenn ich mich dem schlechtesten arrangiert habe, wird der Rest schon😅

    Und Silvie85 hat halt auch eine Blasenentleerungsstörung wie ich, nur dass sie katheterisieren muss und ich den Bauchdeckenkatheder hatte...

    LG, Gute N8 und schöne 🎄😘

    Silvie85 Hi nochmal😊 warum katheterisierst du eigentlich? Nur aufgrund Empfehlung eines Arztes bzgl der Restharnmenge? Hast du es schon ohne probiert (natürlich mit Überwachung, Ultraschall Blase, Niere...)? So wie du das ganze beschreibst, scheint bei dir ähnlich zu sein wie bei mir. Verbesserungen wird es geben, da habe Mut😊- aber ehrlicherweise halte ich es für unrealistisch auf „normal“ zu hoffen. Ich bin fast durchgedreht, auch die Zeit mit Bauchdeckenkatheder war kein wirklicher Spaß. Es fiel mir anfangs schwer damit klarzukommen und das zu akzeptieren, aber irgendwann habe ich damit meinen Frieden gemacht und bin auch zufrieden, dass es soweit einigermaßen funktioniert wie es nun eben ist, was ist schon normal...Biofeedback, Stromtherapie, BGM etc, habe den ganzen Scheiß durch und ausprobiert, so wirklich geholfen hat nur die Zeit...aber Wunder sollte man vielleicht lieber nicht erwarten. Beckenbodentraining habe ich sehr lange mit Physio u täglich selbst gemacht, das hilft- aber halt nicht für die Entleerung.

    Alles Liebe für dich!

    Hi😊- meine op liegt 4 Jahre zurück und genauso alt ist meine Blasenentleerungsstörung. Weg geht die nicht mehr, der Nerv ist futsch.
    Aber keine Angst, das wird trotzdem eine Mutmachgeschichte!
    Ich spürte auch keinen normalen Harndrang mehr, heute nehme ich das wahr, da ich einen gewissen Druck im Unterbauch merke- dafür kriegt man nach einigen Monaten ein gutes Gefühl. Dadurch fehlt aber auch die korrekte Reizweitergabe an die Blase, sprich sie entleert sich nicht mehr richtig ( Anett man kann per Ultraschall die Restharnmenge bestimmen). Das wurde über die Jahre schon besser, blieb aber definitiv schlecht und nicht im normalen Bereich. Aber man gewöhnt sich dran! Man kann die Blase durch Positibswechsel, Bewegung und Bauchspannung (ausquetschen über die Bauchmuskeln) und sanften Druck von außen auf den Bauch bis zu einem gewissen Maß eine Entleerung schaffen. Silvie85 lass dich nicht verrückt machen! Manche Ärzte sind sehr fixiert auf Restharnmengen. Ich bin froh, dass mein Prof da locker ist und mir Mut gemacht hat. Er war auch so ehrlich, dass er nach einigen Wochen (bekam einen Bauchdeckenkatheder zum Blasentraining) meinte, das wird bleiben, sei aber solange ich eine gewisse Entleerung hinbekomme kein Problem. Mit 200ml Restharn kann man leben- ich tue das seit Jahren! Ist schon viel, variiert bei mir auch so zw 100-300 ml je nach Tagesform. Auch die Darmtätigkeit hat bei mir Einfluss, Quetscht manchmal die Blase ab und nix geht😬 Selbstkatherisierung stand bei mir nie zur Debatte, auch wenn die andern Ärzte teils heute noch Nervenzusammenbrüche bekommen, wenn sie meine Restharnwerte sehen... man muss halt die erste Zeit überprüfen, ob es zu aufstauungen in die Nieren kommt, dann muss interveniert werden. Ist bei mir aber alles ok. Das einzige Problem durch den Restharn ist, dass ich zwischenzeitlich Harnwegsinfekte nicht mehr in den Griff bekam, aber auch da fand sich eine Lösung.

    Ich wünsche euch alles Liebe und ihr könnt mir gerne Fragen stellen, wenn ihr noch was wissen wollt...

    Ach vergessen😅, kleine eingezogene Bereiche und Verhärtungen kriegt man mit speziellen Unterspritzungen weg (gibt’s auch bei plastischen Chirugen bzw bei uns in der Uniklinik macht das mein Prof auch selbst).
    Könnte einem ja egal sein, also die Optik, aber mir ist sie halt wichtig- Innendrin bin ich eh ausgeräumt u verstümmelt, da soll das bitte wenigstens von außen gut ausschauen!

    Hi😊meine Narbe ist knapp 26cm, großer Bauchschnitt als sg. Pfannenstielschnitt, d.h. geschwungen von Hüftknochen zu Hüftknochen. Optisch ist (4Jahre her) sie super, ein haarfeiner dünner Strich. Wurde von meinem Nachbar (plastischer Chirurg, Fachgebiet Bauchdeckenstraffungen😁) beraten, er hat mir spezielle Mediziner Silikonpflasterstreifen verschrieben, das hat super geklappt, war aber etw teuer ca 120€, ansonsten habe ich auch den Narbengelroller von B. genommen. Das war aber alles nur für die „Schönheit“😜- den anderen Ärger hat das nicht verbessert, also Schmerzen, Ziehen, Druck, Verhärtung. Das kriegt man bei so einem großen Schnitt nicht selbst hin, da braucht’s Profis. Die Narbenbehandlung vom Physio habe ich auf Rhea begonnen und daheim ein gutes Jahr (immer an die Lymphdrainge angehängt)weitermachen lassen. Aber trotzdem habe ich auch heute noch immer mal wieder Probleme.

    Nicole1989 Hi😊meine Op (mit Bauchschnitt) ist nun schon 4 Jahre her. Einige Probleme sind geblieben...darunter auch das Lymphproblem. Ist mal besser, mal schlechter- weg geht das nicht mehr. Meine Füße waren/sind nie betroffen, auch der Unterschenkel eher nicht. Ist alles am Oberschenkel, Bauch ist mittlerweile meistens ok. Ein Außenstehender sieht das bei mir nicht direkt, das ist auch mehr das Gefühl. Ich hatte eher schlanke und vor allem trainierte Beine, andere sehen deshalb jetzt nichts. Ich schon-kenne die Beine ja auch davor😬Taub sind manche Areale geblieben. Und es tut schon teils weh, also wie du das beschreibst. Ich habe ein Dauerrezept für Lymphdrainage, Probier das mal aus! Wobei es da bei den Therapeuten große Unterschiede gibt, einfach mal testen wer dir da taugt. Mir hat die erste Zeit auch echt geholfen, dass ich die Kompressionsstrumpfhose immer anhatte. Heute zieh ich sie eher selten an😅

    LG

    Nicole1984 Guten Morgen😊, 80 Stück sind natürlich einige! Ich fand meine 30 schon viel😅, hatte das aber vor der op schon mit meinem Prof besprochen, dass wir aufgrund meines jungen Alters (32)und zu Gunsten einer bestmöglichen Sicherheit, nicht nur Wöchterknoten entfernen, unabhängig davon ob im Schnellschnitt alles ok ist und insgesamt sehr radikal operieren werden. Er hat also großzügig „ausgeräumt“
    Aber dann schaut es jetzt ja erstmal gut aus bei dir👍 Beine kamen bei mir erst später dazu, zunächst war es immer mal wieder im Unterbauch und Schambereich zu spüren. Aber alles in händelbarem Ausmaß.

    Hamster Hi😊ich glaube, die Anzahl der entnommenen Lymphknoten ist dabei entscheidend. Bei mir waren es um die 30, die Drainage lag nicht mal ne Woche, gab beim Ziehen aber 0 Probleme. Danach hat man schon gemerkt, dass die Lymphknoten fehlen. Alle 2 Wochen zur Lymphdrainage hätte da nix geholfen😬. Gehe jede Woche1-2x und zusätzlich hab ich eine Kompressionsstrumpfhose. Letztere habe ich besonders im 1. Jahr echt brav immer getragen, mittlerweile kann ich da auch öfter drauf verzichten ohne Probleme😊

    Alles Liebe

    Nicole1989 🙈😳du Arme! Das ist ja bei dem ganzen Mist immer das Problem- man weiß nie, wie es bei einem selbst läuft. 2 l ist schon ne krasse Menge! Wie viele Lymphknoten wurden bei dir entfernt? Bei mir waren etw über 30. Dafür hatte ich danach nach Ärger mit dem Lymphzeugs, aber mit der Drainage und Kompressionsstrumpfhose gut in den Griff zu kriegen👍
    Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass es das nun war!

    Nicole1989 Hi😊mir wurden damals ca 30 Lymphknoten im kl Becken entfernt, der Drainagebeutel lief bis zum Schluss voll, mein Prof hat mich da aber beruhigt und meinte das Gewebe schafft das normalerweise und absorbiert die Flüssigkeit. Die Drainage wurde, obwohl sie sehr viel förderte, gezogen- war problemlos! Also musste nie punktiert werden. Mach dir da nicht so einen Kopf! Man muss sich halt nun „vernünftig“ verhalten, keine heißen Bäder/Sauna, ich gehe jede Woche zur Lymphdrainage und habe gute kompressionsversorgung (Strumpfhose, Leggins u Strümpfe). Wichtig besonders im ersten Jahr, dann bilden sich im Gewebe neue Abflusswege für die Lymphflüssigkeit. Klar nicht wie früher, aber auch nicht so tragisch, komm gut zurecht😊

    Alles Liebe Dir

    Angie_84 Hi, Diagnose 11/2016, ich lebe auch noch😜👍, schön war’s nicht, aber mir geht’s wieder prima! Du bist jetzt klar erstmal aufgeregt, aber wenn du genauer Bescheid weißt, wird das besser. Und eigentlich ist es doch Glück im Unglück, dass der Tumor durch die Op entdeckt wurde!