Beiträge von Frl. Theke

    Hallo zusammen,


    ich hatte heute nach einer kleinen Auszeit an der Nordseeküste das Gespräch zur weiteren Therapie, daher heute ein Nachtrag.


    Tja, nachdem die Tumorkonferenz über meinen Fall verhandelt hat, darf ich mich jetzt doch zur Bestrahlung vorstellen, weil der eine Lymphknoten befallen war und die in situ Karzinome (sowohl duktal 1,5cm als auch lobulär 2,5 cm) auch noch aktiv waren. Das Ganze dient dem optimalen Schutz, und da ich sehr risikoavers bin, werde ich das jetzt auch noch durchziehen, auch wenn meine Sommerplanung aufgrund einer sich einstellenden Überheblichkeit eine andere war.


    Aber: meine neuen Brüste sehen gut aus! Tut noch weh, weil innen Narbengewebe nicht optimal zusammenwächst, aber das ist alles behandelbar, wenn es nicht besser wird. Und sollte die Bestrahlung zu weiteren Komplikationen führen, kann man diese auch behandeln.


    Diese ****-Erkrankung zieht selbst im optimalen Fall einen Rattenschwanz an ätzenden Unannehmlichkeiten hinter sich her, aber es kann immer weiter gehen, Ihr Lieben!


    Liebe Grüße!

    Hallo Mata68


    aus meiner Brust wurden insgesamt sechs Gewebeproben entnommen, bei der sechsten fand man dann invasiven Krebs, vorher immer DCIS. Ein Lymphknoten war auffällig, so dass dort auch eine Biopsie entnommen wurde, die aber negativ war. Es war aber der SLN, und nach der Entnahme fand sich darin doch eine Metastase von etwas über 2 mm.


    Danach war dann klar, dass ich um die Chemo nicht herumkommen würde.


    Viele Grüße

    Liebe Alle


    ich habe mich nach einem vorsichtigen Angebot der Ärztinnen heute aus dem Krankenhaus davon gemacht und bin mit zwei Silikonkissen und zwei Drainagen wieder nach Hause gekommen.


    Was ich nicht mitgebracht habe, war der invasive Krebs. Es ist nur DCIS (dem die Chemo ja nichts angaben konnte) aufgefunden worden, aber keine lebende invasive Tumorzelle, weder in der Brust noch in den zusätzlich entnommenen Lymphknoten.


    Ich habe natürlich noch das eigentliche Post-OP Gespräch, aber ich weiß schon jetzt, dass ich um die Bestrahlung herumkomme. An Therapien kommen jetzt "nur" noch Antikörper, Antihormone und die Entfernung der Eierstöcke.


    Weshalb ich das poste (außer weil ich natürlich meine Erleichterung und Dankbarkeit ungefähr herausschreien möchte)? Weil man bei mir nie was gesehen hat und mir die Chemo wie ein Blindflug vorkam.


    Anfangs war es so, dass man vom Tasten her sagte: fühlt sich an wie ein gigantisches Karzinom. Aber es war nie ein einzelner Herdbefund darstellbar. Nach 6 (!) Biopsien an verschiedenen Stellen landete man einen Treffer im invasiven Krebs, vorher überall nur DCIS erwischt. Dass der SLN befallen war, stellte sich auch erst nach der Entnahme heraus, die Meta hatte offenbar Limbo bei der Biopsie gespielt. Weder Sono, Mammographie noch MRT konnten einen oder mehrere Herde darstellen, es hieß nur, dass wohl mehrere Herde denkbar wären (passend zum lobulären MCa). Mir kam es vor, als wären überall in meiner Brust, die von der Basis her nur noch aus DCIS zu bestehen schien (was früher mein dichtes Brustgewebe war) Schalter umgelegt worden und kleine Zeitbomben explodiert.


    Nach der ersten Verlaufskontrolle wurden alle weiteren Verlaufskontrollen ausgesetzt, denn weil man anfangs nichts sehen konnte, konnte man später halt auch nichts erkennen. Das war frustrierend,und ich hatte ein gutes Stück Arbeit damit, meine Ängste zu handhaben.


    Heute die Info zu erhalten, dass die Chemo gewirkt hat und sich das Durchhalten schon jetzt gelohnt hat, ist so großes Kino, ich bin erleichtert und sehr vielen Menschen und höheren Mächten dankbar.


    Allen Mitstreiterinnen möchte ich mitteilen, dass es sehr lange dunkel sein kann, bis ein Lichtlein aufgeht. Und während der Dunkelheit kann man sich mit Umarmungen, Gesprächen und Beschnuppern orientieren, so dass man auch in der Dunkelheit die Wärme und Liebe des Lebens spürt.


    Ich bin natürlich noch nicht geheilt, habe aber heute einen Meilenstein erreicht. Und vielleicht, ganz vielleicht, auch ein bisschen überheblich, wenn ich daran denke, dem Sch...-Krebs eine gewaltige Schlappe verpasst zu haben.


    Liebe Grüße!

    Liebe Alle


    bitte entschuldigt die Verzögerung. Ich habe einfach nur das schöne Wetter genossen, Kindergeburtstag (mein kleines Mädchen ist jetzt drei :love:) gefeiert und einfach ausgeblendet, dass ich Mittwoch operiert werde :hot:.

    Ich habe das Thema noch einmal zum Sozialdienst der Klinik, die mich behandelt, zurück gespielt.

    Der Entwurf des neuen Katalogs mit AHB-Indikationen war dort noch nicht bekannt, allerdings auch nicht, dass es jemals Probleme gegeben hätte.

    Sofern es während meines KH-Aufenthaltes Neuigkeiten gibt, wird man es mir mitteilen, die Kommunikation klappte bislang jedenfalls recht gut.


    Viele Grüße und die besten Wünsche zum Genuss des schönen Wetters für Euch alle!

    Wow, ganz lieben Dank noch einmal an Euch alle. Ich gehe nochmal in mich und bin froh, hier nachgefragt zu haben. Viele Wege führen nach Rom, mal sehen, welchen ich gehen werde. Toll, dass man sogar bei diesen drögen Themen kreativ werden kann. Doof aber auch, dass man es muss.


    Schönes Wochenende erstmal!

    Guten Abend,



    wow, vielen Dank für Eure Rückmeldungen und Erfahrungen. Die Seiten der DRV habe ich schon durchgeackert, anrufen möchte ich nicht, da der für mich zuständige Kostenträger die Krankenkasse ist und nicht die DRV, die mich womöglich an die Krankenkasse verweisen. Das ist auch letztlich der Grund, warum ich die AHB machen möchte, bei der der Kostenträger gar nicht erst gefragt wird, meine KK hat sich bereits etwas seltsam benommen und bevor ich ein weiteres Mal die Konfrontation suche, möchte ich auf sicheren Füßen stehen. Das ist alles etwas anstrengend.


    Viele Grüße!

    Hallo Heideblüte


    vielen lieben Dank für Deine schnelle Rückmeldung. Die sozialrechtliche Lage scheint sehr verworren zu sein. Brrrr. Sei es drum. Ich weiß daher leider noch viel weniger, wie die Situation in der adjuvanten Therapie ist, weil ich neoadjuvant behandelt werde. Da ich, wenn alles tutti läuft, auch keine Bestrahlung bekomme, steht bei mir daher "nur" die Frage, auf welche OP es ankommt. Dabei läuft aber wohl eine Frist von 14 Tagen, gerechnet ab dem Tag der Entlassung aus dem Krankenhaus.


    Dies vorausgeschickt, und weil mir das Thema keine Ruhe lässt, habe ich statt Hausarbeit zu machen noch weiter gesurft. Dabei bin ich auf einen wohl vorläufigen Katalog der Indikationen zur AHB gestoßen, den die Deutsche Rentenversicherung veröffentlicht hat. Dort heißt es, dass wohl auch bei prophylaktischer Mastektomie/Overektomie wegen BRCA1 und BRCA2 die Möglichkeit einer AHB besteht.


    Für mich klingt das so, als würde man die prophylaktische OP als eigenen Grund für eine AHB laufen lassen. Nun scheint dieses Papierchen aber eben nicht final zu sein....


    Viele Grüße

    Guten Tag zusammen,


    als erkrankte BRCA1-Mutationsträgerin werde ich zunächst die Brust-OP (beidseitige Mastektomie)'und danach, wenn ich mich soweit wieder fit fühle, die Entfernung der Eierstöcke und der Eileiter vornehmen lassen.


    Nach der Brust-OP ist es für mich nicht sinnvoll, wenn ich 14 Tage nach Entlassung aus dem Krankenhaus die Anschlussheilbehandlung antrete (die meisten Therapieangebote könnte ich dann nicht wahrnehmen). Als ich dann im Rahmen einer Sozialberatung hörte, dass die Entfernung der Eierstöcke bei Mutationsträgerinnen als Abschluss der Primärtherapie gilt, dachte ich, dass ich dann ja besser 14 Tage danach die AHB antreten könnte.


    Jetzt habe ich aber eine Frau getroffen, der man mitgeteilt hat, sie hätte die AHB nur nach der Mastektomie machen können, die Reha nach der Entfernung der Eierstöcke sei eine onkologische Reha gewesen. Somit hätte sie quasi auf die AHB verzichtet und eine von zwei möglichen Rehas schon weg.


    Wo finde ich die gesetzlichen Regelungen hierzu, damit ich mir selbst ein Bild machen kann?


    Besten Dank schon jetzt für jede Hilfestellung!