Beiträge von Heideblüte

    Hi Calli lass den Kopf noch nicht hängen. Wenn ein Lymphödem frühzeitig therapiert wird, besteht die Chance, dass es irgendwann wieder verschwindet. Ich wurde damals im August operiert und ab November/Dezember wurde die eine Brust immer schwerer. Nach langem Hin und Her wurde Ultraschall gemacht. Ergebnis: man könne da nix machen. Im Februar hatte ich dann mein MRT um zu schauen ob noch Brustgewebe vorhanden ist. Im Bericht stand was von ödematösen Strukturen. Hab die Radiologin angerufen und nachgefragt. Ja, das sei ein Lymphödem. Also ab zum Doc und direkt mit Lymphdrainage gestartet. Nun bekomme ich seit 2 Jahren regelmäßig Lymphdrainage. Anfangs hatte ich noch am selben Tag wieder dieses Schweregefühl, mittlerweile hält die Leichtigkeit viel länger an.

    und was richtig gut ist, wenn ich mal ne Weile keine Drainagen bekomme: Dann klebt mir meine Physio ein Lymphtape. Ich komme mittlerweile wieder ganz gut zurecht und habe Hoffnung, dass es irgendwann mal soweit kommt, dass ich ohne Lymphdrainage auskomme


    Ach ja: die Ärzte behaupten oft, dass sie nicht soviel Lymphdrainagen aufschreiben dürfen. Bitte rechtzeitig drum kümmern, dass ihr ein Rezept ausserhalb des Regelfalls bekommt. Das muss dann von der Kasse genehmigt werden. Bei mir bedeutet das, dass meine Ärztin mir bis zu 3 Jahre lang 2 Lymphdrainagen pro Woche verordnen darf.

    Hi Alys und Marina24

    ich hatte 6 Monate nach der Subkutanen Mastektomie mit Sofortaufbau ein MRT. Da dort kein nennenswertes Brustgewebe mehr gesehen wurde, bin ich aus der intensivierten Vorsorge raus und die Nachsorge ist die für Brustkrebs übliche: alle 3 Monate abtasten und 1 x jährlich Mammografie.

    Ich habe das Glück, dass meine aktuelle Gyn noch ein Ultraschall macht, die davor hat sich absolut verweigert.

    Es ist zwar schade, aber die Leitlinien zur BK-Nachsorge sind für alle gleich (abtasten und Mammografie), alles was extra geht, entscheiden die jeweiligen Ärzte und da sind sie leider alle ziemlich uneinig.

    Und wer die prophylaktischen OPs gemacht hat, ist auch raus aus der intensivierten Betreuung.

    Ich habe z.B. einen Implantatpass, wo drin steht, wie oft die Implantate kontrolliert werden sollen. hat aber auch niemanden interessiert.

    Hi KRIGO

    bei mir ist die intensivierte Vorsorge schon ein Weilchen her. Immerhin wurde mein Tumor so früh entdeckt, aber das volle Programm (Chemo OP) durfte ich trotzdem "genießen".

    Gerade das Thema "Vaginaler Ultraschall" war auch meins. Ich war im Brustzentrum zur Vorsorge (wie Du auch) und dann beim Gyn, nachdem ich das 2x durch hatte und mich wunderte, wann denn nun endlich der Vaginale Ultraschall gemacht wird, habe ich nachgefragt. Antwort vom Brustzentrum: Gyn ist zuständig. Anwort vom Gyn: wenn die im Brustzentrum die Brust untersuchen, sollen sie den Rest eben auch machen. Also 1 Jahr später wieder gefragt: Nö, das macht der Gyn, der kriegt dafür auch zusätzlich Geld für BrCa-positive. Nach einigen Jahren hatte ich ihn dann soweit, dass er den Ultraschall mitgemacht hat, allerdings hatte ich zwischenzeitlich nen Polypen, der beobachtet werden sollte. Beim Umzug neuer Gyn, gleiches Theater. Offensichtlich geht das nie ohne Kampf. Ich bin froh, dass meine Eierstöcke mittlerweile weg sind.

    Und selbst da: im April regulär beim Gyn (ohne Ultraschall) , im August "nebenbei bei der Brust-OP mit rausgeholt", vorher keine Untersuchung, hinterher keine Untersuchung. Im November neue Gyn gefragt, ob es da denn auch mal nachgeschaut werden würde. Antwort "wenn sie im April erst zur Krebsvorsorge waren, kommen sie im April wieder". Hallo? Die operieren mich und keiner guckt mal drauf?


    Jetzt habe ich eine Gyn gefunden, die macht bei jeder BK-Nachsorge auch eine vaginale Untersuchung inkl. Ultraschall. Aber da habe ich wohl auch ziemliches Glück.

    Hallo Ilas5 ,

    erst einmal tief durchatmen und das Gedankenkarrussel abbremsen bitte!

    Also: als erstes wartet ihr jetzt mal auf das Ergebnis des Gentests Deiner Mutter und lasst es Euch in aller Ruhe erklären.

    WENN sie bei Deiner Mutter eine genetische Ursache finden, dann erst, kann Du Dir überlegen, ob Du Dich testen lässt. Insbesondere bei gesunden Menschen, machen sie den Test nur nach ausgiebiger Beratung in einem Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs. Da wird dann auch schon einmal darüber gesprochen, was es heißen kann, wenn ein Testergebnis positiv ausfällt. Danach gibt es eine Bedenkzeit, bevor überhaupt getestet werden.

    Die bei Brustkrebs "üblichen" Genveränderungen sind BrCa1 und BrCa2, bei diesen beiden ist da Risiko für Brust- und Eierstockkrebs deutlich erhöht im Vergleich zur Normalbevölkerung. Es gibt noch einige weitere, bei denen die Risiken wohl nicht so extrem hoch sind, aber bei denen kenne ich mich nicht so aus.

    Sollte Deine Mutter BrCa1 oder 2 positiv sein, kann man evtl. die Behandlung etwas anpassen und sie kann sich überlegen, Brüste und Eierstöcke zu entfernen. Ansonsten wird bei Brustkrebs mittlerweile soweit möglich brusterhaltend operiert.

    Solltest Deine Mutter positiv sein und Du Dich dann testen lassen, hast Du eine Chance von 50:50, dass Du auch ein positives Genergebnis bekommst. Solltest Du auch positiv getestet werden, hast Du die Wahl zwischen einer intensivierten Vorsorge oder prophylaktischen Operationen. Mit 23 werden sie Dir kaum die Eierstöcke entfernen. Das wird meist erst um die 40 gemacht (bzw. ca. 5 Jahre vor dem jüngsten Erkrankungsalter in der Familie). Ob Du Dir die Brüste prophylaktisch entfernen und evtl. auch wieder aufbauen lässt, ist dann ein anderes Thema. Du könntest dann zwar ein eventuelles Baby nicht stillen, aber das können andere Frauen aus anderen Gründen auch manchmal nicht.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Testergebnis Mutter abwarten =>wenn positiv =>für Dich überlegen.


    Auf jeden Fall gründlich beraten lassen. Gerade in jungen Jahren sollte ein Gentest gut überlegt sein (Stichworte: Arbeitgeber, Versicherungen. Was man nicht weiß kann man nirgendwo angeben)

    hi Gonzi Ich hab was probiert. Hab relativ lange nach der Chemo gewartet. Hatte aber null Effekt bei mir. Meine Wimpern sind immer noch dünner und kürzer als vor der Chemo. Ich nehm jetzt false lash Mascara und hab mittlerweile auch was ganz gutes gefunden. Frag mich aber nicht nach Inhaltsstoffen. Hab keine Ahnung.

    Liebe Hornet63

    auch ich bin traurig Deine Zeilen zu lesen. Du hast - leider auch viel zu früh - den Moment erlebt, vor dem wir alle hier uns so sehr fürchten und von dem wir wissen, dass er irgendwann auf uns zukommen wird. Umso mehr bewundere ich Dein Stärke, an uns zu denken und Dich von uns zu verabschieden.

    Selbstverständlich würde ich mich auch für Dich über ein Wunder freuen, aber die sind leider recht selten.

    Ich wünsche Dir für die kommende Zeit viel Kraft und Beistand Deiner Lieben. Hoffentlich kannst Du Deinen bevorstehenden Weg halbwegs schmerz- und angstfrei gehen und noch viele positive Momente erleben.

    Fühl Dich umarmt, wenn Du magst.

    Auf Wiedersehen (irgendwann am anderen Ende des Regenbogen)

    Heideblüte

    hi Bine108 Ich hab Brüste mit Silikonaufbau, eierstöcke und Portentfernung in einer op gemacht. 4 Wochen nach der letzten Chemo. Alles bestens, würde es immer wieder so machen. Hatte extra den Termin eine Woche nach hinten gelegt wg erholung von der Chemo, wär aber auch früher gegangen ich hab mich sehr schnell nach der Chemo aufgerappelt.

    Gebärmutter wurde abgeraten. Risiko wäre nicht besonders hoch und alles was fehlt, macht Platz für darmschlingen die sich absenken können und dann Probleme machen könnten.

    Liebe kruemelmotte das mit den Nachsorgen wuppst Du auch noch. Ich war davor anfangs auch total aufgeregt und bin wegen jeder Kleinigkeit an die Decke gegangen. Ich wurde schon panisch allein bei dem Gedanken, dass die Untersuchungsabstände nach 3 Jahren von 3 auf 6 Monaten erweitert werden. Wie soll ich das bloss aushalten? Naja, bei mir steht nächste Woche die mittlerweile 10. Nachsorge an. Und was soll ich sage, habe neulich in meinen Kalender geguckt und gedacht "Upps, ist es schon wieder so weit?" Ich glaube mittlerweile ich werde dann auch mit den längeren Abständen zurecht kommen. Allerdings lässt sich meine Psyche an sich noch nicht so ganz austricksen. Immer wenn ein Untersuchungstermin naht, hab ich diverse Zipperlein, die dann auf wundersame Weise verschwunden sind, sobald ich ein o.B. bekommen habe. Puh! Also ich kann, sagen, es wird besser. Weg gehen wird die Angst wohl nie.

    Zum Ausgangsthema zurück: Stark sein? Nein, ich war nicht stark, im Gegenteil, ich habe Rotz und Wasser geheult und ich bin auch heute noch schwach. ABER: ich habe einen ausgeprägten Lebenswillen und der hat mich die Therapie durchstehen lassen. Kämpfen? Auch das so ein Begriff. Er hilft mir, das Erlebte zu visualisieren. Ja, ich habe gekämpft, aber - wie oben schon jemand erwähnt hat - nicht gegen den Krebs sondern für mein Leben und dafür musste ich meinen Krebs vernichten (hoffentlich). Es mag sicher aber auch von der Art des Krebses abhängen, ob man es als Kampf bezeichnen mag. Ich hatte Brustkrebs, nicht gestreut und habe gute Chancen, dass es das war. Aber diejenigen, die noch eine Runde drehen müssen oder gar chronisch sind, da ist der Begriff "dagegen kämpfen" vielleicht auch schwierig zu verwenden. Ich kann es nicht wirklich nachvollziehen, kann mir aber vorstellen, dass es eher ein "arrangieren" ist. Ist zwar vielleicht ein etwas blöder Vergleich, aber ich "arrangiere" mich mit den Neuropathien und was mir der "Kampf" noch so eingebracht hat. Kämpfen kann ich dagegen nicht, sie sind da und werden nie verschwinden, also versuche ich so etwas wie ein "Miteinander" hinzubekommen. Ich lasse mir mein Leben davon nicht bestimmen, muss aber Einschränkungen akzeptieren.

    Ich habe meine Therapie eher als ein "Projekt" betrachtet. Mein "Job" war die Therapie durchzuziehen und mit Glück ist das Projekt erfolgreich. Zumindest wollte ich jede Möglichkeit nutzen, dieses Projekt zu einem positiven Abschluss zu bringen und habe alles an Therapie mitgenommen, was ich kriegen konnte. Aktuell bin ich noch mit dem Projekt "zurück ins Leben bzw. ein Leben" beschäftigt. Mal sehen, was noch so kommt.

    Ich finde es auch immer noch schwierig, wenn ich für meine "Leistung" und meine "Stärke" gelobt werde, die ich mit der Therapie gebracht habe. Ganz ehrlich, ich bin den Weg gegangen, der mir die größte Überlebenswahrscheinlichkeit geboten hat. Das ist keine Leistung und keine Stärke. Das ist Realitätssinn, Überlebenswille und am Ende - hoffentlich noch lange - auch Glück.

    Ich sehe mich weniger als starke Kämpferin sondern - zumindest derzeit - als Glückskind. Und ich habe das Leben noch mehr wert schätzen gelernt als vorher schon. Ich glaube, ich bin ziemlich glücklich so wie es gerade ist.

    Hi Michaela63

    den Blasenkatheter habe ich wg. der gleichzeitigen Eierstock-OP bekommen. Nur Silikonbrüste hätte es keinen gegeben. Ich hatte mächtig Horror davor und hab gesagt, dann mache ich die OPs separat. Bekam dann zu hören, dass ich auch dann bei der Eierstock-OP nen Blasenkatheter bekomme. Ich habe dann gebeten, dass sie mir das Ding erst legen, wenn ich schon in Narkose bin. Sie haben es so gemacht. War also nicht so schlimm, ich fand ihn etwas unangenehm, weil ich ständig das Gefühl hatte, auf die Toilette zu müssen und Angst hatte, einzuschlafen und womöglich aufzustehen, aber die Schmerzmittel haben mich so gut umgehauen, dass ich nicht versucht habe, aufzustehen.


    Edna wie Michaela63 und giecher71 schon geschrieben haben: die BET soll grundsätzlich gleich sicher sein wie eine Mastektomie, nur wir Frauen mit der Genmutation haben generell ein deutlich erhöhtes BK-Risiko, d.h. bei uns geht es nicht um ein evtl. Rezidiv sondern um eine Neuerkrankung und deswegen übernehmen die Krankenkassen bei uns die beidseitige Mastektomie um dieses Risiko zu senken. Ganz auf Null geht es auch nicht, denn ob wirklich jede einzelne Zelle Brustgewebe bei der Mastektomie erwischt wird, kann auch keiner sagen. Bei mir ist 6 Monate nach der OP ein MRT gemacht worden, bei dem kein Brustgewebe zu erkennen war, kann aber sein, dass sich doch noch irgendwo ein klitzekleines bisschen versteckt hat, was mit bildgebenden Verfahren nicht zu erkennen ist.

    Also lautet die Formel nicht "keine Brust = kein Brustkrebs" sondern "Mastektomie = weniger Brustdrüsengewebe = geringeres Risiko einer weiteren Neuerkrankung"

    Liebe Kumiori Nimm Dir die Zeit, die DU brauchst. Ich hatte auch schon ein ganz schlechtes Gewissen, weil alle aus meiner Chemotruppe ziemlich schnell wieder gearbeitet haben. Nach gut einem Jahr habe ich dann Kontakt zu meinem Arbeitgeber aufgenommen, der mich eh loswerden wollte und auch ich wusste, dass ich meinen vorher sehr stressigen Job nicht mehr machen wollte. Ich habe mich mit denen geeinigt. Statt Geld habe ich Zeit genommen. Und schlussendlich war das gut so. Ich war letztendlich 2 Jahre draussen. Ein Jahr Therapie und ein weiteres Jahr in dem ich mich um die Wiederherstellung meines Ichs gekümmert habe, meine Chemopfunde runterbekam, eine Frisur hatte, mit der ich mich wieder wohl fühlte und auch grosse Fortschritte im Bereich meiner Fitness gemacht habe. Ausserdem habe ich mich intensiv damit beschäftigt, was ich beruflich weiterhin machen will. Habe mit fortgebildet und etwas ausprobiert.

    Rückblickend hatten meine Chemokolleginnen bei Rückkehr deutlich mehr zu kämpfen und wurden immer wieder von der Fatigue eingeholt. Ich habe mittlerweile einen sehr herausfordernden Job angenommen, er macht mir Spaß und ich komme mit den Belastungen deutlich besser zurecht als befürchtet. Klar, 2 x wöchentlich nach Feierabend zur Lymphdrainage, die Nachsorgetermine, regelmäßig ins Fitnessstudio, versuchen mich gesund zu ernähren und selbst zu kochen und letztendlich immer noch mit meinen Neuropathien kämpfen, da bleibt am Ende des Tages nicht mehr viel ausser Sofa und Bett. Aber es ist ok und wenn ich mich mit meinen Chemomädels unterhalte, bin ich irgendwie fitter als sie. Ich bilde mir ein, dass es vermutlich daran liegt, dass ich mir eben diese lange Pause gönnen konnte. Ich plädiere ganz klar dafür, nicht zu früh wieder einzusteigen.

    Winni138 Ich habe Silikon auf dem Muskel. Die Meinungen dazu gehen sehr auseinander. Ich weiss nicht ob du was missverstanden hast oder ob dein Arzt es komisch erklärt hat. Der geschilderten Argumentation kann ich nicht so ganz folgen. Ruf doch mal deine Krankenkasse an wg zweitmeinung. Ich war in 3 Kliniken zur Beratung: vor Ort und 2 weit weg weil mir die Ärzte empfohlen wurden. So nach und nach fügte mein Puzzle sich dann zusammen

    Bitte gib die Begriffe in die Suchfunktion ein und lies dir die entsprechenden Themen einmal durch, da findest du nicht nur, was ich so geschrieben habe, sondern auch Statements von Frauen die sich anders entschieden haben. Schau es dir an und dann musst du deinen Weg finden. Jede von uns ist individuell. Schlage bloss keinen Weg ein, nur weil er für eine andere von uns der richtige ist.

    Winni138 du kannst andere kliniken/brustzentren anrufen, den kid oder auch die Krankenkasse. Versuche dir vorher Fotos zeigen zu lassen. Vielleicht hat dein Arzt welche von brüsten die er gemacht hat.

    Wie schon geschrieben; mit dem Argument "der Inhalt der Brustwarze ist auch brustdrüsengewebe" wurden meine Nippel aufgeschnitten, Inhalt raus und wieder zugenäht. Ansonsten genau wie du beschreibst: alles aushöhlen, nennt sich hautsparende bzw skinsparing mastektomie. Wenn Implantate dann können die auf oder unter dem muskel positioniert werden. Alternativ kann mit eigengewebe (meist vom Bauch = diep flap) aufgefüllt werden. Pack einfach mal die Begriffe in die Suchfunktion, dann findest du eine Menge Infos dazu.

    Meine implis sehen echt gut aus, mir wurde sogar bei der mammografie erst nicht geglaubt, dass es Implantate sind. Ich hab mir vorher Fotos zeigen lassen und war positiv überrascht. Ich finde es gut, wenn man vorbereitet ist auf den Anblick danach. Wünsche dir eine gute Entscheidung

    Liebe Winni138 du bist noch ganz unter Schock weil dich die ganze Situation total überrennt. Frag deine Ärzte alles was du wissen willst, Ruf ggfs beim kid an oder hole dir eine zweitmeinung. Manchmal hilft es sich mehr Informationen einzuholen. Ich habe beidseitig Implantate. Bei mir war der Tumor weit entfernt von der Brustwarze und die mastektomie eigentlich nicht notwendig, ich hab sie wg meines genetischen Risikos gemacht. Bei mir wurde die Brustwarze aufgeschnitten und entkernt. Man kann aber auch später noch eine Rekonstruktion machen (Teilung der anderen, aus lidfalte oder tätowieren, letzteres sogar im 3D). Ich finde es sehr wichtig, dass man die Entscheidung gegen oder für einen Aufbau und dann evtl welcher Aufbau überlegt trifft. Brustkrebs ist üblicherweise kein Notfall

    Nimm dir Zeit für die Entscheidung. Stöbere hier im Forum, sprich vielleicht mit Partner und bester Freundin und lass dich in keine Entscheidung reinquatschen. Ich habe auch sehr gehadert und lange gebraucht, am Ende bin ich entspannt in den op.

    hi Coco5 ich hab meinen Doc vor der Op gefragt. Hatte schon mal schweren Autounfall wo mich der Gurt gerettet hat und mir Gedanken darüber gemacht wenn mir so was mit implis passiert und auch das Thema tauchen war für mich wichtig. Er hat gesagt, ich könne alles machen und sollte ich jemals eine so schwere Verletzung erleiden dass die dinger kaputt gehen, hätte ich ganz andere Probleme.

    Also: ich hab die implis ne Nummer größer als die alten. Ich weiss nicht ob es daran liegt oder ob Silikon einen anderen Auftrieb hat, aber sie haben etwas mehr Auftrieb. Wenn ich ins Wasser gehen schwimmen sie etwas auf. beim tauchen ist das ganz angenehm für mich, da ich früher immer etwas Probleme hatte, dass mein unterkörper mehr Auftrieb hatte, nun habe ich ne viel bessere Lage im Wasser und kann sogar entspannter tauchen als vorher. Es fühlte sich etwas komisch an, als ich das Jacket zum ersten mal anlegte und ich war total nervös und aufgeregt. Also nimm im Zweifel beim ersten TG ein kleines bisschen mehr Blei und mach was leichtes zum "kennenlernen"

    Meine sind auf dem Muskel. Tennis oder Squash spiele ich nicht, würde bei mir von der Bewegung her gehen, aber mein lymphödem in der Brust mag es nicht so wenn ich zuviel mit dem arm mache.

    Reiten gehört auch nicht zu meinem Repertoire, joggen und auch wieder mit dem fahrrad ist mit gutem sport-bh null Problem.

    Hab meine jetzt 2,5 Jahre. Die Grösse passt jetzt perfekt zum restlichen Körper und wer sie sieht glaubt mir nicht dass sie nicht echt sind. Wir 3 gehören zusammen! Und ich hoffe, die beiden sehen das genauso und machen kein Theater. Sie haben die Wahl: ruhig sein und mit mir das leben geniessen und von Zeit zu Zeit hübsche neue bh-körbchen kriegen oder kapselfibrose und sondermülltonne. Bis jetzt sind wir uns einig8o

    Rukie hol dir eine zweitmeinung. Mein stand ist dass Implantate früher eine Lebensdauer von ca 15 Jahren hatten, mittlerweile werden sie kontrollieren und nur ausgetauscht wenn es Probleme gibt, das können durchaus 30 Jahre und mehr sein. Meine sind nun 2,5 Jahre alt und ich habe null Anzeichen von kapselfibrose uns habe nicht vor, mich in absehbarer Zeit zu trennen.

    Das du kaum Gefühl in der Brust hast, ist ziemlich logisch, Plastik hat nun einmal keine nerven und wird auch keine bilden. Was du mit der Zeit immer mehr spüren wirst ist die Haut. Obenrum fühle ich ne ganze Menge. Untenrum fühlt es sich an als ob ich nen push up anhabe und da drauf fasse. Kann noch werden

    Ein halbes Jahr ist noch nicht sooo lange. Ich habe da langsam angefangen denKompressions-BH abzulegen und mich mit den beiden azufreunden

    Susi_1982 Bin gerade zum ersten Mal in den USA, da ist es meist etwas komplizierter als in Europa. Hier muss man für verschreibungspflichtige Medikamente ein Attest vom Arzt dabei haben. War etwas kompliziert die Ärzte haben sich sehr schwer getan. Hab dann bei einem grossen deutschen automobilclub ein Formular gefunden, das ist mehrsprachig und man kann die Medis dort eintragen. Das hab ich mir vom Hausarzt abstempeln lassen. Dann stand ich völlig nervös bei der Einreise immer mit dem Gedanken, dass exemestan auch zum Doping genutzt werden kann und sie es mir evtl. Abnehmen könnten. Aber nix da. Bin problemlos ohne irgendwas Zu zeigen durch die Kontrolle.

    Wenn es dich beruhigt hol dir auch das Formular aber ich habe noch nie(!) Innerhalb Europas irgendeine Bescheinigung für Medis vorgelegt.

    Übrigens: silikonbrüste sieht man im "nacktscanner" auch nicht. Hab es mir zeigen lassen. Geht nur bis zur Haut, nicht darunter

    Liebe Liyamaria ich schätze mal, Deine Mama muss sich zuerst testen lassen und erst wenn sie positiv ist, kannst Du Dich testen lassen. Da die genetische Komponente bei Deiner Mutter derzeit nicht nachgewiesen ist und Du glücklicherweise nicht erkrankt bist und keine weiteren Krebsfälle bekannt sind, dürften Deine Chancen schlecht stehen, einen Test zu bekommen. Du kannst mal beim BrCa-Netzwerk auf die Homepage gucken, da ist genau beschrieben, wann man einen Gentest bekommt.

    Mein Onkel hatte Brustkrebs und er wurde positiv getestet. Mein Vater hatte sich umgehend testen lassen und mir so mit seinem positiven Testergebnis den Weg in die intensivierte Vorsorge/ Gentest geebnet, mein anderer Onkel hat sich nicht testen lassen, seine Kinder konnten sich deshalb nicht testen lassen.

    Ich kenne mich mit Eierstockkrebs nicht aus, würde Deiner Mutter aber empfehlen, sich mit dem Thema Gentest zu beschäftigen und dann zu entscheiden. Wichtig sind m.E. Aspekte wie: was bringt mir / meinen Angehörigen das Ergebnis? Gibt es dann evtl. eine andere Behandlung als wenn der Krebs nicht genetisch ist? Gibt es evtl. besondere Maßnahmen in der Nachsorge/Vorsorge? Will ich wirklich wissen, ob es genetisch ist? Was mache ich mit dem Ergebnis? Ich hatte Brustkrebs und habe mir wg. des positiven Gentests beide Brüste gegen Silikon austauschen sowie die Eierstöcke entfernen lassen. Ohne positivem Gentest wäre es bei einer brusterhaltenden OP geblieben.

    Liebe Sterntaler ich nehme Exemestan und nach ca. 3 Monaten wachte ich morgens mit einem Schnappfinger auf, eine Woche später hatte ich einen zweiten und wieder einen Tag später waren es schon drei. hab echt Panik geschoben, mein Hausarzt meinte, damit müsse ich leben, der Neurologe, dass man notfalls operieren müsse. Ich habe festgestellt, dass es im Laufe des Tages besser wird wenn ich die Finger viel bewege. Und wie schon bei Neuropathien erwähnt, tut mir Wärme sehr gut. Ich gehe nun abends mit einem warmen Körnerkissen ins Bett und knete daran rum, obendrein ist mein Schlafzimmer gut geheizt. Es ist seither deutlich besser geworden. Sie schnappen zwar noch gelegentlich, aber nicht mehr so schlimm. Wenn ich bei kühleren Temperaturen draussen bin, halte ich die Finger möglichst warm und in Bewegung.


    Liebe ratlos der "klassische" Schnappfinger bedeutet ein Problem mit der Fingersehne, wenn die eine Verdickung hat, flutscht sie nicht mehr so richtig durch irgendso einen knöchernen Engpass und der Finger "hakt" dann beim bewegen. Wenn Du z.B. die Faust öffnest, bleibt einer hängen und schnappt dann irgendwann doch auf. Das kann auch sehr schmerzhaft sein. Woher jetzt das Problem beim Schnappfinger nach Chemo bzw. während AHB kommt weiß ich nicht so genau Mein "Problem" war eher der "Schreck", dass der Finger sich nicht bewegt als der Schmerz. Dennoch war/ist es sehr unangenehm. Insbesondere wenn Du morgens aufwachst, die Blase drückt und Du die Bettdecke nicht hochkriegst, weil du nicht zugreifen kannst und auch "freistrampeln" dank neuropathischer Füße nicht so einfach ist. Aber, wie unsere liebe kruemelmotte immer so schön sagt: "besser als ein Zettel am Zeh"

    Liebe Dorca also meine Neuropathien sind definitiv nicht weg und sind auch nach der Chemo in den ersten Monaten erst einmal schlimmer geworden, aber sie sind auch besser geworden. Mir hat die Ärztin beim Chemoabschlussgespräch auch um die Ohren gehauen "Sie wissen, dass das nicht wieder weg geht?" Das hat mich schon sehr getroffen, noch dazu meine eigentliche Chemoärztin (die da halt gerade Urlaub hatte) vorher immer gesagt hatte, dass es wieder besser wird. Fakt ist, ich war beim Neurologen und habe es messen lassen und der konnte - wenn auch keine extremen - eine kontinuierliche Besserung mit seinen Untersuchungen nachweisen, er sagte, bis zu 2 Jahre kann sich noch was tun, und so war es bei mir. Mit dem Rest muss ich mich eben arrangieren.


    Hase ich glaube, irgendwie ist es auch etwas "Veranlagung". Ich hatte bereits unter den EC mit Taubheitsgefühlen zu kämpfen und dachte das käme vom Rücken, aber mein Osteopath konnte nix finden und meinte, das es höchstwahrscheinlich von der Chemo sei. Die Ärztin verneinte dies. Naja, unter Pacli wurde es dann immer mehr. Ich habe bereits unter EC mit Vitamin B-Komplex begonnen, habe gekühlt und hatte sogar (nicht mit Absicht, aber ich trage die Dinger eben seit ich vor Jahren mal eine Thrombose hatte) Kompressionsstrümpfe getragen. M.a.W. habe alles gemacht, was man so machen kann und es hat mich trotzdem ordentlich erwischt. Ich glaube "DAS" Zaubermittel muss noch erfunden werden.


    Tempi und Teafriend kann es evtl. sein, dass Neuropathien von MS und Neuropathien von Chemo "anders" sind, weil andere Bereiche der Nerven angegriffen werden? Aber eigentlich ist es ja auch egal, es muss halt jede von uns ihren Weg finden. Ist ja mit Schmerzen auch so, dem einen hilft Wärme, dem anderen Kälte. Ich finde es z.B. extrem angenehm und die Finger sind danach auch deutlich beweglicher und empfindsamer, wenn ich mir Rapssamen in der Mikrowelle aufwärme und dann mit den Händen durchknete. Alternativ geht auch das Körperkissen, aber die Rapssamen sind für mich 1. Wahl. Teafriend : die kann man übrigens auch in Kühlschrank stellen, dann kühlen sie. Bei mir in der AHB waren die sehr rührig mit viel Abwechslung unseren Neuropathien zu Leibe zu rücken. Da gab es Erbsen, Bohnen, Linsen, etc in kalt und warm und natürlich auch in Normaltemperatur.