Beiträge von Heideblüte

    Elisabeth70 : bei kleinen Kindern besteht üblicherweise Anspruch auf eine Haushaltshilfe. Wendet euch mal an die Krankenkasse deiner Tochter. Es nützt weder dir noch deiner Tochter und erst recht nicht den Enkeln, wenn du dich so übernimmst und Irgendwann ganz zusammen brichst. Gibt es noch Menschen, denen du Aufgaben abgeben kannst? Verwandte? Freunde? Nachbarn? Ich hatte Brustkrebs, bin sehr offen mit meiner Erkrankung umgegangen und war überrascht wie viele Menschen mich unterstützt haben und sich gefreut haben, mir was gutes tun zu können. Mir fiel es zwar schwer um Hilfe zu bitten, aber ich war (und bin es immer noch) überwältigt wie gut es funktioniert hat. Manchmal hilft ein kleiner Schritt. Nur mut!

    Hosimo mir ging es bei den Ec auch nicht sonderlich und ich war froh den täglichen Spaziergang zu schaffen. Bei den paclis war ich wie ausgewechselt und bin alle 2 Tage ins Fitnessstudio. Hab da den von Ronda erwähnten Zirkel gemacht. Die letzten 3 oder 4 paclis waren dann doch beschwerlich, aber bei den ersten war ich wie ausgewechselt. War sogar der Chemoärztin aufgefallen.

    Ronda noch eine Gemeinsamkeit. Ich hasse Salbei. Hab den nach der 1. Chemo versucht und meine Übelkeit stieg ins Unermessliche. Niiiieee wieder!

    Manu85 Ich hab auf Empfehlung der brustschwester rizinusöl benutzt. Glatze gibt es natürlich trotzdem. Ob es am Öl lag oder ich einfach tolle haarwurzeln habe, weiss ich nicht, aber nach der 3. Ec kamen die ersten härchen. Ganz dünn und weiss. Während der paclis wuchsen sie ordentlich weiter und bekamen auch langsam Farbe. Einige Wochen nach Chemoende hab ich die Mütze, die ich für den Fall dass es kühl wird in der Handtasche hatte, endgültig beiseite gelegt. Nach etwas Haarfarbe hat man mir die vorherige Glatze nicht mehr so richtig angesehen. Meine letzte Chemo war Ende Juli 2017, seit ein paar Tagen schaffe ich es, mit ein bisschen Hilfe von Haarspray, Sowas wie ein minizopf hinzukriegen.

    DerKnuppimussweg mit "ins Schwitzen " meinen die effektives Training, nicht die normale Hitzewallung. Z.b. könntest du dir eine pulsuhr nehmen und schauen wie lange du im Belastungsbereich trainierst.

    Die Aussagen der Ärzte sind extrem unterschiedlich. In der AHB hiess täglich (!) 45 min. Bin in einer lifestylestudie für brca (libre) und hab da auch gefragt. Antwort:" nee, 3-4 x pro Woche reicht plus zusätzlich natürlich noch Krafttraining. " ist insgesamt dann auch nicht weniger. In der Reha (andere klinik) wollte ich ordentlich trainieren, die haben mich aber nicht gelassen, bin haarscharf an der vorzeitigen Entlassung vorbei geschrammt, die meinten wenn ich so ein Problem damit hätte nicht mehr machen zu dürfen, sollte ich lieber ne psychosomatische Reha beantragen. Es gab hockergymnastik, Bewegung im Wasser (kein Aqua Fitness vom Anspruch her) und 3 Geräte im Fitnessstudio plus 10 Minuten ergometer. Jeweils2x die Woche. Wie gut dass ich mein Fahrrad dabei hatte.

    Da ich während der chemo ordentlich zugelegt hatte und mein wunschgewicht noch nicht ganz erreicht habe, bin ich derzeit 4x wöchentlich im Fitnessstudio (sowohl kraft als auch Ausdauer, sind dann schon mal 2 Stunden) und 1x gehe ich schwimmen.

    Liebe Kaempferin wenn deine Kids dir die Glatze bemalen wollen und dir sie Faschingsperücken raussuchen: mach da Spiel ruhig mit. Klar musst du sicherlich mal schlucken dabei, aber es kann viel Spass machen und die Situation sehr entspannen. Ich bin sehr eng mit meiner Nichte und hab während der zeit oft bei meiner Schwester geschlafen. Sie war 11 und ging etwas aus körperliche Distanz, war aber auch sehr interessiert und stellte viele Fragen, die ich alle ehrlich aber nicht zu ausführlich beantwortet habe. (Sie wollte z.b. wissen wie es bei der Chemo sei, also hab ich mich in dem Sessel fotografieren lassen. Über den Port hatte Ich meinen Schal drapiert und der infusionsständer war auch nicht zu sehen. Ihr Kommentar: "da seh ich ja gar nicht wie das Zeug rein fliesst") auf die Frage nach dem sterben hab ich geantwortet, dass irgendwann jeder mal stirbt (sie hat schon die ein oder andere beisetzung auch jüngerer nahestehender Menschen erlebt), wir das nie genau wissen, aber die Ärzte sagen, dass ich an diesem Tumor jetzt eher nicht sterben werde.

    Sie durfte mir die Glatze auch mit fingerfarbe bemalen. Habe ihr Pinsel dazu gekauft damit sie nicht direkt anfassen musste. Das war ein so schöner familiennachmittag und danach waren jegliche Berührungsängste weg. Anfangs hatte sie immer gefragt ob es mir weh tut wenn sie auf meinem Kopf malt und dann wurde sie immer mutiger. Den nachwachsenden haarflaum haben alle dann megagern gestreichelt. um mal Ruhe zu haben, musste ich glatt die perücke aufsetzen. Es fiel irgendwann von einem anderen nahestehenden jüngeren Mädchen der Satz, dass es sich anfühlt wie "mein teddy". Ab dann war es meine einhorn-flauschfrisur. Ich hab auch den Faschingsfundus rausgekramt und hab dann schon mal in pink in der Küche gestanden wenn mir danach war, die anderen zu veralbern. ABER: wenn sie Besuch von Freunden bekam oder ich sie irgendwo abgeholt habe, habe ich immer gefragt, was sie möchte das ich auf dem Kopf habe. Sie wünschte sich erst meist die perücke, dann auch mein haarkranz (hab ich aus meunen eigenen haaren machen lassen) und Irgendwann sagte sie, dass ich ruhig nur mit Mütze kommen könne, wenn ich das möchte. Irgendwann fiel der Satz "Anfangs fand ich es besser wenn du Haare hattest wenn andere dabei waren, aber jetzt find ich es total cool mit den flauschigen haaren"

    Ich denke du machst es genau richtig mit deinem offenen Umgang, hab ich auch gemacht und nur gute Erfahrungen damit gemacht. Insbesondere habe ich meinen Angehörigen nicht nur ausdrücklich erlaubt mit anderen darüber zu sprechen sondern sie sogar ermutigt , sich Gesprächspartner zu suchen um selbst mit der Situation zurecht zu kommen.

    Interessant mit der Nachsorge. Ich bekam nach der beidseitigen mastektomie nach 6 Monaten ein MRT und bin aus der intensivierten Vorsorge rausgeflogen weil kein Gewebe mehr nachweisbar war. Es gibt nur die normale Nachsorge (abtasten und mammografie). Meine Gyn macht netterweise regelmäßig Ultraschall aber MRT gibt es nicht mehr. Mammografie mit Silikon geht. Bringt nur nicht wirklich viel weil man nur sehr kleine Teile des hautmantel und etwas vom Muskel darstellen kann (meine Implantate sitzen auf dem Muskel). Ich war einmal auf drängen meiner gyn hin (mein Chirurg hält nix davon) vermutlich nicht wieder. Aber die Bilder waren schon cool (Hab mir meine "inneren Werte" natürlich zeigen lassen:))

    Maddi meine sind auf dem Muskel. Hab 7 Wochen nach der op in der AHB wieder angefangen zu trainieren zunächst nur Übungen um die Schultern zu bewegen. Nach einigen Wochen auch wieder butterfly und bankdrücken. Mit gaaaaanz wenig Gewicht und dann sehen wie es geht. Anfangs drückten die Implantate etwas, haben sich aber schnell dran gewöhnt. Nach nun 1 1/2 Jahren mache ich problemlos wieder alles wonach mir gerade ist, ausser Übungen in bauchlage, da brauch ich etwas bis ich die richtige Position gefunden habe (habe bei der op aufgerüstet und daher ist die Grösse insgesamt in bauchlage ungewohnt. Jetzt weiss ich, warum ich früher immer die erste war, die bequem auf dem bauch gelegen hat, da war einfach nix im weg:))

    Bügel-bh: früher ging nix ohne Bügel und pushup, daher kenn ich die Fragestellung zu gut. Nun habe ich einen einzigen, trägerlos für besondere Kleider. Das "Problem" ist, dass wir die Bügel nicht spüren wenn sie drücken und scheuern und das nicht so optimal für die Lebensdauer der Implantate ist. Man muss etwas suchen, aber es gibt BHs ohne Bügel, denen man nicht ansieht dass sie eben keine Bügel haben, sogar mit wattierten Cups (Hab seit der op dauerhaft nippelalarm).

    Hi Lexi79 Ich hatte zwar ne andere Chemo, aber ich hatte auch das Problem dass mir schon vor der Chemo übel wurde. Beim ersten mal dachte ich noch an die Aufregung aber dann stellte sich raus, dass mir von dem Mittel welches ich vorher gegen Übelkeit nehmen sollte schlecht wurde. Hab dann ein anderes Mittel bekommen und dann ging es.

    Hi Stupsi das ist ja interessant, dass Dich das Arbeitsamt wg. der Neuropathien "aussortiert" hat. Ich hatte bei der Reha mit der Ärztin gesprochen, dass ich keine Ahnung habe, wie ich mit meiner durch die Neuropathien "eingeschränkten Fingerfertigkeit" meinen Bürojob in vollem Umfang erledigen soll. Tippen klappt halt nicht wirklich fliessend und ist doch recht wichtig. Da meinte sie, bei einem Bürojob hätte ich keine Chance auf Rente oder Teilrente, das müsse ich mit den Neuropathien (und auch Fatigue und immer noch verwirrtem Schädel) irgendwie hinkriegen. Irgendwie werden meine Beschwerden - trotz klarer Untersuchungsergebnisse des Neurologen- nicht wirklich ernst genommen. Sogar das Versorgungsamt behauptete, dass die Neuropathien keinen eigenen GdB wert seien und erst recht nicht zu einem erhöhten Gesamt GdB beitragen können. Auch mein Einspruch wurde abgelehnt. Mittlerweile bin ich umgezogen und habe beim neuen Versorgungsamt einen erneuten Verschlimmerungsantrag gestellt und habe dafür Prozente bekommen. Ich würde ne Menge dafür geben, die Neuropathien loszuwerden statt Prozente zu kriegen, aber da das wohl nicht eintreten wird, will ich wenigstens mein Recht bekommen.

    Kikky dann zieh Deine Chemo durch, es ist kein Spaziergang, aber zu schaffen.

    Mein "Bild" war: Karl A... habe ich zwangsräumen lassen, die Chemo desinfiziert dann den Laden nochmal gründlich durch, falls er noch irgendwo ein paar Socken liegen gelassen hat und zum Abschluss hab ich dann noch den Balkon mit Silikon abdichten lassen (hatte nach der Chemo wg. meiner BrCa2-Mutation ne beidseitige Mastektomie mit Silikonaufbau), damit er nicht mehr wieder reinkommt. Vielleicht findest Du ja ein schönes Bild für die Bestrahlung

    Milli dann ist es kein Urlaubsgeld sondern eine Gratifikation. ich meinte explizit das Urlaubsgeld, welches vertraglich so heißt und auch welches ist. Das ist ja sinngemäß auch das, was Johanna14 zum Weihnachtsgeld schreibt. Es wird alles mögliche als "Weihnachtsgeld" bezeichnet, dabei ist auch da sehr zu differenzieren.

    Liebe Kikky , nein, wenn der Tumor vor der OP entfernt wurde, ist die Chemo ein "Schuss ins Blaue", der nur auf den Erfahrungen der Ärzte beruht. Ich habe mich bewusst für OP vor der Chemo entschieden und diese Entscheidung bisher nicht bereut. Mir ging es nach der OP psychisch gleich viel besser, weil ich wusste, der Mistkerl ist weg und die Chemo nun nur noch prophylaktisch, falls er doch schon die ein oder andere Zelle auf die Reise geschickt hat.

    Die Tumormarker sind bei Brustkrebs nicht sonderlich aussagekräftig und werden daher oft gar nicht bestimmt.

    Vertraue Deinen Ärzten und wenn Du das nicht kannst, dann hol Dir eine Zweitmeinung oder informier Dich beim Krebsinformationsdienst, da kannst Du anrufen und Deine Werte durchgehen oder Du mailst Deine Unterlagen hin und bekommst recht zügig ne Antwort.