Beiträge von Heideblüte

    hi Anemone66 , auch ein MRT ist kein diagnostisches allheilmittel. Die Entdeckung meines Tumors (1 cm) verdanke ich ausschliesslich einer im Ultraschall sehr versierten Ärztin. Weder ihre Kollegin einige Wochen vorher im Ultraschall, noch MRT oder mammografie konnten machten ihn sichtbar. MRT und mammografie wurden nach ihrem Ultraschall gemacht, d.h. die radiologen wussten sogar, wo genau sie auf den Bildern suchen mussten und haben nix gesehen.

    Meine derzeitige gyn sagte, dass es für jeden Tumor individuell ist, welche Diagnostik ihn sichtbar macht. Wir setzen nun in der Nachsorge verschärft auf Ultraschall.

    ich habe mich seinerzeit nicht testen lassen, weil ich mir mit anfang/Mitte 30 nicht vorstellen konnte, mich von meinen brüsten zu trennen. Ich wollte aber unbedingt in die intensivierte Vorsorge und nicht riskieren, diese bei negativem Testergebnis nicht zu bekommen. Mir war aber immer klar, dass bei der kleinsten Veränderung grosszügig reagiert wird. Leider wurde die mikrokalkgruppe 2 Jahre vor der Diagnose bei der vakuumbiopsie nicht wieder gefunden und bei den weiteren Kontrollen sah alles gut aus. Und dann war es halt zu spät. Aber es ist und war meine Entscheidung und ich stehe bis heute dahinter.

    ja, es hängt halt auch davon ab, was sonst noch gerade zu der zeit in die klinik geschickt wird. Ich fahr Montag nach Bad schwartau. Keine reine Krebsklinik sondern gyn und Orthopädie. Diesmal möchte ich mich vor allem auch um meine Gelenkbeschwerden und Beweglichkeit kümmern, da dachte ich mir das passt ganz gut wenn es auch Orthopädie gibt.

    Und frisurentechnisch gehe ich momentan lediglich als old Fashion statt als Krebsi durch. Sehe aus als hätte ich nicht mitbekommen, dass die 70er-jahre-dauerwelle nicht mehr aktuell ist.

    Meine neuropathien werden wohl nicht wieder ganz verschwinden. Ich hoffe auf den Strand ( und die Wirkung auf die nackten Füsse), der zwar einige Kilometer entfernt ist, mit dem ebike aber zu schaffen sein sollte. Bin optimistisch.

    Saxofine : als ich in schönhagen war, tendierte der altersschnitt der Patienten in Richtung 80. Das war für mich blöd, denn in den gesprächsgruppen zur z.b. Rückkehr in den Alltag war ich ein exot. Die anderen Interessierten sich logischerweise null dafür wie man mit der eingeschränkten Leistungsfähigkeit einen fulltime Job, Sport, gesunde Ernährung, Haushalt und leben unter einen Hut bekommt. Ich fand das oft einfach nur verschenkte Zeit. Einzeltherapie ist dort in der AHB nicht vorgesehen. Ich habe meine Sorgen und Nöte so wieder mitgenommen wie ich sie mitgebracht habe. Ich dachte gerade die ahb wär dafür da, zu begreifen was man die letzten 9 Monate so mitgemacht hat.

    Physio und Ergotherapie waren wirklich gut. Allerdings fand ich es schade dass ich in 4 Wochen nicht ein einziges mal das 4-zellen-bad gegen meine neuropathien wenigstens testen konnte, weil einfach keine Termine frei waren. Und das obwohl die Therapeuten alle meinten dass ich schon ein echt heftiger Fall in punkto neuropathien bin.

    Auch waren wir dort zu der Zeit nur eine Handvoll ahb-patienten mit sehr kurzen Haaren. Hatte mich vor Abreise so über meinen ersten Friseurbesuch gefreut und fand dass ich schon fast normal aussah und dann haben fast alle lange Haare. Irgendwie hab ich mich dann wieder genau so unwohl gefühlt wie mit der glatze. Ich hab auch niemanden gefunden mit dem ich mich über Silikon austauschen konnte. Fand ich auch schade.

    Ich bin zwar aus der bk-truppe, kann mich nana55 aber nur anschließen. Als ich meinen allergieschock von den paclis hatte, kamen als die Ärztin schon bei mir war und die notfallmedikation einleitete auch heftige Rückenschmerzen dazu. Als ich das sagte, meinte sie, dass das dazu gehöre. Ist wohl recht häufig wenn man allergisch reagiert. Sprich auf jeden Fall mit dem Arzt

    lissie ja, die Angst. Die gehört bei uns allen dazu, aber wenn man da eh schon Probleme hat, ist es natürlich nochmal schlimmer.

    Aber du bist nicht allein. Wir sind virtuell bei dir. Das hat mir gut getan. Lag z.b. grinsend in der op-vorbereitung weil ich daran gedacht habe dass der Raum voller Foris ist und die anderen um mich rum es nicht wissen

    lissie nimm deine Befunde mit und dann läuft das schon. Ohne den Pathologiebericht können die dir wenig sagen.

    Ansonsten schreib alle deine fragen auf und stell sie. Eine zweitmeinung ist nichts anderes als eine "erstmeinung mit bereits vorhandenen Untersuchungsergebnissen".

    Hinterher kannst du dann entscheiden welche Therapie du wo machst oder evtl nochmal mit Hausarzt oder KID darüber beraten Fall du dir noch unsicher bist.

    deine Behandlung "heparin spritzen " sollte reichen als Vorbeugung gegen weitere thrombosen. Ich vermute mal, dass du die spritzen auch mindestens 6 Monate kriegst (war jedenfalls bei mir und denen sie ich mit thrombosen kenne so) und dann bist du mit der Chemo durch

    Amulett wichtig ist mir bei solchen Dingen auch mein Bauchgefühl. Ich hab in allen 3 Kliniken in denen ich war mit dem Arzt gesprochen der mich operiert hätte (2x Chefarzt, 1x oberärztin). Alle 3 Gespräche waren gut und ausführlich (auch wenn die Herren zunächst etwas arrogant wirkten, hab eh aus alten unschönen Erfahrungen ne "chefarzt-allergie") Die Entscheidung fiel in Nuancen. Ich war am Ende so sicher das richtige zu tun, dass ich ziemlich entspannt in den op gefahren bin. Brauchte noch nicht einmal was zur Beruhigung. Vor der BET, die ich vor der Chemo hatte, war ich völlig durch den Wind, das war auch alles holterdipolter und nicht so recherchiert und überlegt wie die mastektomie.

    Das brca Netzwerk kann dir auch Ärzte mit Erfahrung nennen.

    mmh, ich war zunächst etwas neidisch dass für ne chemokollegin für ihren einen silikonmops ein plastischer Chirurg geholt wurde und ich mit meinen zweien "nur" vom Chefarzt operiert wurde, der alles an gynäkologischen Ops macht. Im Nachhinein hat bei mir alles nahezu perfekt geklappt, bei ihr ist es nicht so toll gelaufen.

    bei genetischen Gründen für die Implantate wird nach 6 Monaten ein MRT gemacht. Ist dort restgewebe nachweisbar, gibt es dafür die intensivierte Vorsorge. Ist keines vorhanden, gibt es nix, nur die übliche Brustkrebs-nachsorge, also abtasten und mammografie. Beides weniger sinnvoll, insbesondere wenn die Implantate auf dem Muskel liegen. Ich warte noch auf den Bericht der survivorshipsprechstunde, da hab ich das Thema Nachsorge bei Implantaten angesprochen. Die Ärztin wollte sich nochmal erkundigen ob evtl trotzdem von Zeit zu Zeit ein MRT erfolgen sollte. Ob es dann die Kasse zahlt ist noch ein anderer Punkt.

    Amulett Und Dija , bei mir stand um genetikgutachten ganz klar die Empfehlung zur beidseitigen mastektomie. Insbesondere für die erkrankte Seite sollte ich mir das frühzeitig überlegen, da die mastektomie in meinem Fall die Bestrahlung erspart hat. Wäre ich bei brusterhaltend geblieben, hätte bestrahlt werden müssen. Es wurde im Gutachten darauf hingewiesen, dass bestrahlte Haut nicht so gut zu operieren sei.

    Fragt auf jeden Fall mal nach der Bestrahlung wenn euch das nächste mal von der mastektomie abgeraten wird.

    Ich bin übrigens gut damit gefahren, beide gleichzeitig machen zu lassen. Okay, ist vielleicht etwas schwieriger in den ersten Tagen in punkto Beweglichkeit und Schmerzen, aber lieber ein paar unbequeme Tage, als nochmal von vorn anzufangen wenn alles verheilt ist und diesen kompressions-bh nochmal 12 Wochen tragen zu müssen.

    für Neueinsteiger: seht nicht nur die eventuellen Nebenwirkungen. Keiner kann euch in Vorfeld sagen welche und in welcher Intensität euch treffen. Denkt dran, es ist eine Chance evtl noch vorhandene einzelne Krebszellen im Körper unter Kontrolle zu bringen, also eine Chance (Sicherheit gibt es nicht) länger gesund zu sein. Probiert es doch erst einmal aus. Mit Glück kommt ihr gut damit zurecht. Ich nehme seit einem Jahr exemestan. Klar komme ich morgens schlecht aus dem Bett und habe gelenkprobleme. Aber mit viel Bewegung habe ich es im Griff. Hitzewallungen habe ich auch, aber die hätte ich auch bald durch die normalen Wechseljahre bekommen. Ich versuche die abendliche Tablette positiv zu sehen und denke dran, dass sie meine "Lebensversicherung" sind. Ein bisschen Humor kann auch nicht schaden. Meine "abendliche Sauna auf kasse" kurz nachdem ich die Tablette genommen habe, habe ich durch ständiges an- und ausziehen von strickjacken im Griff. Im sommer waren Fächer und miniventilator ständiger Inhalt meiner Handtasche.


    An diejenigen, die schon in der AHT sind: wenn es von den Nebenwirkungen her unerträglich ist, würde ich zunächst einen anderen Hersteller oder anderes Präparat versuchen. Und wenn ich dann immer noch keine ausreichende Lebensqualität hätte, würde ich auch intensiv darüber nachdenken, ob Lebensqualität mir wichtiger ist als lebensjahre. Noch dazu es keine Sicherheit gibt, nicht doch ein rezidiv oder metas zu bekommen. Aber diese Entscheidung muss jede für sich treffen. Denn, wenn es zu einem rezidiv kommt, wird die Frage im Raum stehen "hätte die AHT es verhindert" und damit muss man dann umgehen können.

    deine op ist gerade mal 2 Wochen her, da kann so eine grosse Wunde noch nicht verheilt sein, rund ums implantat hast du innen auch eine riesige wundfläche.

    Die arme durfte ich nach so kurzer Zeit noch gar nicht richtig bewegen, damit die Implantate einheilen konnten.

    Du musst noch Geduld haben. Frag mal Cookie , die war auch schon ziemlich verzweifelt und plötzlich ging es besser.

    es gibt Ärzte die machen es auf Kasse. Problem 1: viele Ärzte die die knochendichtemessung durchführen haben die entsprechende Zulassung zurück gegeben weil die Kassen so wenig bezahlen und machen es nur auf privatrechnung.

    Ich hatte letztes Jahr Glück einen Arzt gefunden zu haben der es als kassenleistung anbietet und einen Hausarzt der eine Überweisung ausgestellt hat.

    Problem 2: viele hausärzte und Gynäkologen schreiben keine Überweisung weil sie Angst haben in regress genommen zu werden.

    Und dann muss man auch noch einen Termin bekommen :(