Beiträge von Heideblüte

    Michaela63 das nach 6 Monaten hatte ich. Für mein brustzentrum war ich schon vor der Chemo "abgeschrieben". Ich hatte vor der Chemo ne BET und damit war ich nicht mehr interessant. Die Chemo fand im mvz nebenan statt. danach hatte ich die Mastektomie wg brca. Glaub mal nicht dass ich da noch irgendeinen Termin hatte. Ich musste ordentlich zicken bis ich zumindest den Pathologie-bericht bekam. Und damit stürmte dann am Sonntag Nachmittag eine mir unbekannte Ärztin zu mir ins Zimmer während ich Besuch hatte und meinte nur "und ihnen soll ich das jetzt mal erklären?" Sie hat noch nicht einmal gefragt ob es mir vor meinem Besuch recht ist, geschweige sie rausgeschickt. Hab dann nur gesagt "nö, jetzt nicht" darauf hin hat sie mir den Ausdruck dagelassen mit den Worten "vielleicht wollen sie ja selbst schauen". Das war es. Ein paar Tage später bin ich nach aktenlage entlassen worden.

    Hanka das mag bei dir so sein, ich kriege keines. 6 Monate nach op gab es eins um zu prüfen ob bei der Op die komplette brustdrüse entfernt wurde da ich kein restparenchym habe und auch die Brustwarzen entkernt wurden gibt es kein MRT.

    Nur die normale bk-Nachsorge: abtasten und mammografie.

    Sorry Studienteam dass ich dich mal wieder belehren muss, aber die mammografie gehört auch bei Silikon zur Nachsorge.


    Travelgirl Ich bin zwar nicht so belesen wie Studienteam und kann nur sicher von mir selbst berichten bzw das beschreiben was ich mir als wissen angeeignet habe. Zu den zysten habe ich weder wissen noch Erfahrung, kann mir aber vorstellen dass sie sich im brustdrüsengewebe befinden und genau dass wird ja entfernt bei einer mastektomie. Wo sollten dann neue entstehen. Ist aber nur eine Vermutung kein wissen.

    Ich hab brca2 und hatte daher eine beidseitige mastektomie mit Silikonsofortaufbau. Ich wollte die für mich grösstmögliche Sicherheit dass ich nur einmal durch die Therapie durch muss. Das ist aber keine Garantie, dass das so sein wird. Ich respektiere auch jede andere Meinung. Ich hatte z.b nicht den Mumm mit die Brüste vorab prophylaktisch entfernen zu lassen. Ich habe gewartet bis da was ist. Mit dem Wissen von damals war es ok. Mit dem Wissen von heute würde ich evtl anders handeln. Aber darüber mache ich mir keine Gedanken, denn die Vergangenheit können wir nicht ändern.

    Überlege dir gründlich was du möchtest. Ich hatte übrigens vor der Chemo schon eine bet. Es ist also auch möglich die Entscheidung später evtl noch einmal zu ändern. Wobei du dann vermutlich mit der Krankenkasse verhandeln musst. Bei mir kam das schriftlicheTestergebnis erst nach der bet. Daher hatte ich keine Probleme nach der Chemo ne mastektomie anzuhängen.

    Ich wünsche dir eine gute Entscheidung mit der du zufrieden bist

    Hanka subpectoral heisst unter dem Muskel. Das ist was anderes als bei uns. Clio es fühlt sich nicht nur so an, dein muskel ist über dem implantat.

    Ich habe keine persönlichen Erfahrungen, da ich auch die Implantate auf dem Muskel habe, habe aber gehört, dass es besser werden soll, wenn der Muskel sich gedehnt und dran gewöhnt hat. Mitte März ist noch nicht sooo lange her, da tut sich bestimmt noch was. Hab Geduld

    Violet_ Du darfst mit recht wütend sein. Nur versuche deine Wut in Energie umzuwandeln, die dich durch die Therapie trägt und überlege dir ob du dort weiter in Behandlung bleiben möchtest oder nicht. Die Nummer psychisch zu verkraften ist hart, aber du kannst die Vergangenheit nicht ändern und musst nach vorn schauen.

    Meine geschichte: ich war in der intensivierten Vorsorge wg meiner familiären Belastung. Irgend wann hiess es " der mikrokalk" sieht komisch aus, ist aber eigentlich noch nicht so, dass wir biopsieren müssen." Ich hab mich trotzdem dafür entschieden. Sie haben es nicht wieder gefunden. Also alle 6 Monate zum Ultraschall, es wurde angeblich sogar weniger. Eigentlich wollte ich gleich Termin für in 6 Monaten haben das wäre Oktober gewesen. "Ach da rufen sie 4 Wochen vorher an". dann hatte ich einen Verkehrsunfall. Beim ct thorax wurden ein "rundherd" gesehen. Man machte Ultraschall, hat nix gesehen und hat es mir auch nicht erklärt. Nur dass ich unbedingt zu meiner Vorsorge gehen soll. Also rief ich dort an und erwähnte sogar den rundherd. Nix mit 4 Wochen, ich musste fast 3 Monate auf den Termin warten. Machte mir nix aus, weil ich nicht wusste was rundherd heisst und auch genug anderes an der Backe hatte. Tja zu Weihnachten gab es dann nen hübschen Tumor. Mittlerweile habe ich es geschafft, mir einzureden, dass es vielleicht im Oktober im Ultraschall nicht zu sehen gewesen wäre und dann erst im. April entdeckt worden wäre. Aber die Klinik hat mir nicht mehr gut getan. Ich fühle mich mit Abstand besser und habe mich anderweitig therapieren lassen.

    Auch wenn es hart ist und Zeit zur Verarbeitung braucht, die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern.

    Wünsche dir gute Ergebnisse, wenn er so lange nicht gewachsen ist, hast du gute Chancen, dass er relativ "zahm" ist.

    Liebe Gali1111 bei mir war das etwas unglücklich. Da ich vor der Chemo bereits eine bet hatte und der Tumor raus war, hatte ich auch keine weiteren Untersuchungstermine. Vor der Chemo hiess es auf meine Fragen " Da gibt es dann noch ein Gespräch mit dem Chef " als ich dann nachfragte, hiess es "es gibt 1 Woche vor der Op ein vorbereitungsgespräch" war mir persönlich viel zu kurzfristig ich hab dann während der paclis Termine in anderen Kliniken zur Beratung geholt. Eine Woche wäre bei mir zu kurz gewesen. Ich war sehr unsicher und brauchte viele Informationen und Zeit. So hatte ich durchaus auch mit eigengewebe geliebäugelt und als das dann raus war, kam dann nochmal das finetuning zum Thema Silikon. Ich hatte alles in allem die komplette Chemo über Zeit mir Gedanken zu machen. 3-4 Wochen vor der Op das erste Gespräch halte ich schon für sinnvoll. Dann kannst du es sacken lassen, nochmal nachfragen, evtl nochmal mit ein paar anderen Leuten drüber sprechen und hast keinen Druck.

    danke Milli

    Studienteam du schreibst viele Beiträge mit mehr oder weniger neuen Wissenschaftlichen Infos oder berichtest von bekannten und Verwandten und vieles davon ist sehr Vergangenheitsgeprägt und entspricht nicht so ganz dem aktuellen Standard. Das ist schade weil es die neuen schon sehr verunsichert kann. aber von dir selbst wissen wir nur dass du mit der Therapie durch und völlig panisch bist. Magst du nicht einfach mal von dir selbst berichten? Das ist ja gerade der Sinn und Zweck dieses Forum: ein Erfahrungsaustausch nicht mehr und nicht weniger. Wünsche dir sehr, dass du hier die Hilfe findest die du brauchst.

    Liebe OutofAfrica Versuch eine 2. Meinung zu bekommen bei jemandem der schon einiges mit lipofilling gemacht hat. Ich bin damals bei meinen Recherchen auch darüber gestolpert und fand es grundsätzlich ne tolle Sache. Es machten zu meiner Zeit aber kaum Ärzte und wenn eher nur zur "nachmodellage" z.b. um Dellen in der rekonstruierten Brust aufzufüllen. War wohl noch zu neu. Es ist wohl so, dass ein Teil des eingespritzten fett nicht "anwächst" sondern abgebaut wird Und man daher mehrere Ops braucht. Aber so richtig informiert hatte ich mich dann nicht weiter, weil mir gleich gesagt wurde, dass ein kompletter Aufbau mit lipofilling nicht gemacht würde (ist aber 3 Jahre her und in 3 Jahren tut sich viel)

    JuBird beim diep flap wird nicht der bauchmuskel zum Aufbau verwendet sondern "nur" das bauchfett (was sicher auch schon ein ordentlicher Eingriff ist, wenn da plötzlich ne ganze Ecke fehlt) Ein Muskel wird beim latissimus dorsi benutzt, wird aber nicht mehr sehr oft gemacht, eben weil es Einschränkungen im Rücken geben kann. Ich habe übrigens von meinem Arzt zu hören bekommen dass ich mit den implis sehr wohl BH tragen muss und zwar sehr gut stützende und sitzende. Hängt wohl auch mit der art undGrösse des Implantates zusammen. Wenn ich nicht gerade Sport mache und einen gemütlichen Tag habe, trage ich schon mal shaping-bustiers die halten auch ganz gut. Ansonsten habe ich schon immer gern schöne BHs getragen und mache das jetzt auch wieder. Musste etwas suchen bis ich welche ohne bügel gefunden habe, aber nun trage ich wieder gern BH.

    Puenktchen viel Erfolg bei deiner op! Möge endlich Ruhe bei dir einkehren.

    Danke Milli so geht es mir bei Deinen Posts auch oft. Tempi ja, das sehe ich auch so, ich war ja anfangs auch total hektisch und habe alles aufgesaugt und war dann irgendwann so überladen, dass ich einfach nur noch die Bettdecke über den Kopf ziehen und nie wieder auftauchen wollte. Ist aber auch keine Lösung und meine Ärzte waren wohl auch nicht immer von mir "Nervensäge" begeistert, die es schon wieder genau wissen wollte. Hier im Forum habe ich viel Unterstützung erfahren und die alten Hasen haben mich an die Hand genommen und unermüdlich geholfen, meine wirren Gedanken zu sortieren. Wenn es gerade passt, versuche ich gern, dies zurückzugeben und neue dabei zu unterstützen, sich wieder zu fangen. Ich nehme mir immer mal wieder Zeit, die Vergangenheit Revue passieren zu lassen und bin erstaunt, was mein Körper aber auch ich als Person in den letzten Jahren geschafft habe und kann das Leben wieder genießen. Genau das wünsche ich allen hier: das Leben genießen können.

    Liebe Malese ich weiß es ist schwer, aber versuch die alte K... einfach abzuhaken.

    Zu Deiner Frage: mein Tumor wurde bei der Vorsorge von der Radiologin im Ultraschall gefunden und mit 0,8 cm gemessen, in MRT und Mammografie nicht zu erkennen. 2 Wochen später beim Gespräch bei den Gyns wollte die Ärztin ihn nochmal sehen und da war er 1,6 cm groß. Ich hab natürlich total Panik geschoben. Bin dann 2 Tage später zur Zeitmeinung gewesen, wieder Ultraschall, diesmal 1,1 cm. Ich habe die Ärztin angesprochen und sie hat sich die Zeit genommen es mir zu erklären: beim Ultraschall hängt es sehr davon ab, wie stark der Schallkopf aufgedrückt wird, wie gut die Auflösung des Gerätes und wie gut die Augen des Arztes sind. (die in deinem Fall ja offensichtlich nicht so doll waren) Übrigens: Eine Woche später bei der OP (ich hatte ne adjuvante Chemo) waren es bei mir dann 1,2 cm.

    Übrigens: die Ärztin mit den 1,6 cm war bei mir ähnlich empathisch wie Deine. ich habe ihr dann nochmal eine Mail geschrieben, dass ich das Gespräch unter aller Kanone fand. Ich bekam eine weitere Audienz, hat aber auch nicht wirklich was gebracht. Und in dem BZ in dem ich behandelt wurde, gab es einen Arzt, der zwar toll operieren konnte, aber wohl besser doch Pathologe geworden wäre, da muss er nicht mit Patienten sprechen. Versuch doch nochmal bei einem anderen Doc einen Termin zu kriegen, so kann man dich doch nicht stehen lassen.

    Wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

    SaDe Rückenschmerzen sind durchaus ein Symptom einer Allergie auf Pacli. Bei mir war es so, dass ich bei der 2. Pacli einen Kaffee geholt habe und mich auf dem Gang verquatscht habe, als ich ins Zimmer zurück kam (und auch gerade eine Schwester da war) wurde mir etwas schwummrig und ich meinte "huch, ich glaube ich habe zu lange gequatsch, muss mich mal hinsetzen, mir ist ganz komisch". Die Schwester drückte sofort den Notfallknopf und während das Notfallteam an mir rumfummelte und mir diverse Mittel verabreichte, wurde ich immer wieder nach weiteren Beschwerden gefragt, als ich sagte "ach, mein Rücken tut weh, aber das hat damit wohl nix zu tun", wurde ich direkt korrigiert.

    Liebe Snowflower achte drauf, dass sie die nächsten Paclis langsam laufen lassen, ich hatte auf die Art und Weise nie wieder Probleme und habe alle 12 durchziehen können.

    Nun erhol Dich gut von der chemo und alles Gute für die weiteren.

    Ach Studienteam versuch doch wenigstens mal zu akzeptieren, dass man mit Brustkrebs nicht unbedingt unheilbar ist. In einem anderen Thema berichtest Du von Deinen Tanten. Da sind doch auch einige dabei, die sehr lange gesund geblieben sind.

    Mädel, komm bitte mal zur Ruhe und reflektiere die Infos die Du hast. Du sammelst ohne Ende Informationen, springst auch hier von einem Thema zum anderen und schreibst Dinge die sich teilweise komplett widersprechen. Wenn Du dauerhaft mit "solchen hohen Umdrehungen fährst" ist Dein Leben irgendwann zu Ende und Du hast es gar nicht gemerkt.

    Jede von uns ist individuell, aber die Ärzte müssen ihre Behandlungspläne und Leitlinien nun einmal an irgendetwas orientieren, dazu nutzen sie Statistiken und den aktuellen Stand der Wissenschaft. Beispiel: ich bin BrCa2-positiv. Bis kurz vor meiner Therapie gab man Carboplatin allen BrCa-positiven Frauen, dann hat man gemerkt, dass es den hormonpositiven gar nicht wirklich was bringt, dafür aber auch den TN-Frauen ohne Mutation. Neue Erkenntnisse=Neue Therapieempfehlungen. So geht es immer weiter. Wie schon früher geschrieben: Du kannst Deine Therapie nur an dem Stand der Dinge zum Zeitpunkt deiner Erkrankung beurteilen. Was davor war ist ja nicht leichtfertig aus den Leitlinien genommen worden und was danach kam ist irrelevant weil zu Deiner Therapiezeit noch gar nicht verfügbar.

    Die Antihormontabletten sind nicht ausschließlich für kurativ behandelte Frauen, sie werden auch von metastasierten Frauen genommen. Und da ist es nun einmal logisch, dass die Therapie geändert wird, falls es zu einem Progress kommt, das gehört natürlich in den Beipackzettel rein, wär ja unlogisch zwei verschiedene Varianten zu drucken. Das heißt aber nicht im Umkehrschluss, dass alle, die diese Pillen einwerfen auch einen Progress bekommen.

    Bestrahlungen können schreckliche Folgen habe (einige davon schreiben in diesem Forum und sind wirklich nicht zu beneiden), aber sie haben auch vielen Frauen Sicherheit gegeben und ihre Heilungschancen erhöht. Klar sollten Ärzte auch darüber aufklären, aber man muss auch da den Anteil derer die es "erwischt" sehen. Gerade wenn man Studiendaten geradezu "verschlingt", sollte man bei eigenen Beobachtungen mit extrem geringer Stichprobe vorsichtig sein, dies zu verallgemeinern. Um Trends zu erkennen brauchst Du sicher mehr Fälle als die in Deiner Umgebung.

    Zu den Studien: logischerweise wird der Schwerpunkt von Studien auf Rezidiv- oder Metastasensituationen gelegt, denn man versucht natürlich auch diesen Frauen eine längere Überlebenszeit zu bescheren. Die Therapien für Brustkrebs im frühen Stadium sind ja schon gut erforscht.

    Aber um Dich zu beruhigen: es gibt auch Studien zum Thema Prophylaxe. ich bin z.B. in der LIBRE-Studie, die erforscht, inwieweit Sport und gesunde Ernährung sich positiv auf die Erkrankungs- bzw. Rückfallquote von BrCa-Frauen auswirkt. Die Studienteilnehmerinnen sind teilweise gesund und teilweise waren sie erkrankt (einige die ich persönlich kennengelernt habe vor vielen Jahren und immer noch ohne Rückfall).

    Alles in allem: informiere Dich wenn es Dir gut tut, aber nimm nur soviel Informationen auf, wie Du auch verarbeiten kannst. Aktuell scheint es bei Dir in Hektik auszuarten und es Dir nicht gut zu tun. Nutze Deine Zeit und lebe! Hier gibt es sicher viele Frauen, die dankbar wären, "kurativ" auf ihrem Therapieplan stehen zu haben und die trotzdem nicht den ganzen Tag mit ihrem Schicksal hadern und genau das tun, nämlich LEBEN.

    Zum Schluss: ich glaube auch nicht, dass die Aussage Deiner Hautärztin zum Thema "Melanom großzügig rausschneiden" unbedingt 1 zu 1 auf Brustkrebs übertragbar ist. Versteh mich nicht falsch, auch ich habe mich aufgrund meiner Genetik zur beidseitigen Mastektomie entschieden, auch ich wollte lieber Zuviel als Zuwenig weggeschnitten bekommen, aber bitte bleib beim Thema und vergleiche nicht Äpfel mit Birnen.

    Ich wünsche Dir sehr, dass Du Ruhe findest. Bei mir hat es einige Zeit gedauert, aber ich habe es geschafft. Ich kann das Leben wieder genießen, bin sehr dankbar, dass ich kurativ behandelt wurde. Mir ist bewusst, dass es immer wieder losgehen KANN, aber es kann soviel passieren. Vor einem halben Jahr hätte ich nicht geglaubt, dass Corona solche Auswirkungen hat, hat es nun aber. Wir müssen das Leben ein Stück weit so nehmen wie es ist und versuchen, das Beste draus zu machen.

    Studienteam das sehe ich so nicht. Auf meinem therapieplan stand eindeutig "kurative" Therapie. Klar ist das keine Garantie dass ich mein restliches Leben vom bk verschont bleibe aber ich habe auch keine Garantie dass mir morgen kein ziegelstein auf den Kopf fällt. Eines ist sicher: das Leben ist definitiv tödlich, mal früher mal später. Zu dieser wieder vorwärtsgerichteten Lebenseinstellung bin ich auch nicht von heute auf morgen gekommen und gerade wenn die Therapiezeit gerade durch ist, fällt es sehr schwer zu einer Normalität zu finden. Ich schreibe bewusst nicht "zurück" zu finden, denn es ist was anderes. Unsere Erfahrungen haben uns geprägt.

    Und mal ehrlich: willst du dir wirklich alles mögliche prophylaktisch reinpfeifen nur weil es neu ist, evtl besser als die therapie die du hattest wirken könnte? Dann guck mal in die Themen wo Frauen sich über die antihormontherapie austauschen eine durchaus bewährte Therapie und trotzdem hadern viele mit der reduzierten Lebensqualität

    Bitte entspanne dich etwas und sieh die positiven Dinge. Wenn ich es recht sehe, bist du nach aktuellem Stand krebsfrei. Warum sollte sich das so schnell ändern? Es kann sein, dass du ein rezidiv oder Metastasen kriegst, es kann aber auch sein dass nicht. Egal wie die prozente sind, im Endeffekt steht es immer 50:50.

    Catharina ich bin gespannt wie du dich entscheidest. Bei mir ging es auch lange von flach über silikon bis eigengewebe und zurück.

    Eigengewebe war bei mir raus nachdem mir mehrere Ärzte gesagt haben, dass meine Masse mit ach und Krach für ein kleines A reicht. Ich hatte zwar kräftig zugelegt während der chemo -auch am bauch- nur ausgerechnet nicht da, wo sie das Gewebe für den diep flap entnehmen. Dann ging es mit den verbliebenen Möglichkeiten von vorn los bis es am Ende das wurde woran ich zuerst gedacht hatte. Ich brauchte diesen langen Prozess aber um mich wohl zu fühlen mit meiner Entscheidung weil ich am Ende der Meinung war, alle eventualitäten durchdacht zu haben.

    SaDe bei mir war es umgekehrt. Ich hatte taubes hartes unbewegliches kaltes Plastik erwartet und war überrascht wie gut ich noch fühle. Man arrangiert sich aber und gewöhnt sich an das ungewöhnliche Gefühl wenn man sie anfasst und dann feststellt, dass der pushup den man fühlt gar nicht existiert. Es gibt auch sehr schöne bhs die fast so aussehen wie früher. Ich musste etwas suchen hab nun aber meine Marken gefunden. Die sillis lassen sich eben nicht mal eben "reinschütteln " du brauchst genau den, wo das Körbchen passt.

    Ok früher Doppelpack bei Charme und Anmut, jetzt wäschefachgeschäft zu einen vielfachen des früheren Preises. Aber ich rechne dann dagegen, dass ich ja das Geld für die Vergrößerung gespart habe. (Auch wenn ich die ohne Krebs mir gemacht hätte)

    Meine "Zwillinge" feiern bald ihren 3. Geburtstag. Vorher hatte ich kleinere Brüste und habe ständig pushup-BHs getragen, die ich nur zum Schlafen ausgezogen habe. Jetzt fühlt es sich beim Anfassen ungefähr genauso an, nur dass ich den pushup nun sozusagen "unter der Haut" habe. Für mich hat sich also grip-mäßig nicht so wirklich viel geändert.

    Gefühl ist in Lauf der Zeit etwas mehr geworden, aber uns muss halt klar sein, dass Plastik keine Nerven bekommen wird. Ich hab das Modell "warm, weich, ergonomisch" von der einen spüre ich eigentlich gar nichts mehr, die gehört einfach dazu, die andere muckt manchmal, wenn sie ihre Lymphdrainage nicht pünktlich bekommt.

    Liebe Studienteam ich will hier auch mal meinen Senf dazugeben. Auch bei mir kamen die Ängste erst mit Ende der Therapie hoch. Upps, plötzlich hab ich den ganzen Tag Zeit und bin nicht mehr fremdbestimmt und muss ständig zum Arzt. Dann ging bei mir das Nachdenken los. Ich bin immer noch hier im Forum und lese auch mal bei Themen mit um grob auf dem Laufenden zu sein für den Fall der Fälle. Allerdings habe ich festgestellt, dass es nicht gut tut, jede neue Information zu neuen Behandlungsoptionen oder Studien aufzusaugen. Dadurch können weitere Ängste entstehen. Wenn dann ganz plötzlich Frauen, die ein oder zwei Jahre nach Dir behandelt werden und die Therapie mittlerweile einen anderen Standard hat. Dann kommt schon mal die Frage auf "war meine Therapie genug?" Oder wirkt das jetzt viel besser und meine Chancen sind schlechter als gedacht.

    Deine Therapie ist abgeschlossen, daran kannst Du nichts mehr ändern. Informiere Dich gern weiter, aber verbringe nicht deine kostbare Lebenszeit damit alles an Informationen aufzusaugen, was Du nur finden kannst. Mit Glück bleibst Du gesund, und brauchst diese Informationen gar nicht.

    Zum Thema Nachsorge: ich wäre anfangs auch am liebsten täglich in irgendeine Röhre gehüpft um ja evtl. Metas zu erkennen solange sie Mikromillimeterbereich sind. Mit der Zeit wirst Du ruhiger. Anfangs zitterte ich mich von einer Nachsorge zur nächsten und bin völlig durchgedreht als ich wg. meiner Rückenschmerzen ein CT bekam und es hieß "unklare Strukturen". Die Zeit bis zur (glücklicherweise Entwarnung) war schlimmer als die Erstdiagnose. Mittlerweile habe ich wieder mehr Vertrauen in meinen Körper, plane wieder längerfristig als nur bis morgen und ganz plötzlich stelle ich beim Blick in den Kalender fest "upps, schon wieder 3 Monate um". Was mir aber geblieben ist, ist eine andere Sicht auf das Leben. Ich sortiere besser als früher was für mich weniger bedeutend ist und womit ich meine Zeit verbringe. Ich möchte nicht irgendwann an dem Punkt stehen "ach hätte ich doch mal" oder "ich wollte doch noch". Dinge die mir was bedeuten, mache ich gern zeitnah und nicht "irgendwann"

    Liebe Abcde sieh es mal so: deine originalbrust ist fest mit deinem Körper verwachsen, sozusagen hat sie auf der vollen "Grundfläche" halt. Die Silikonbrust wurde in eine wundhöhle gesteckt und muss da erst festwachsen. Bis das Geschehen ist hängt sie mit vollem Gewicht an der Haut und drückt womöglich noch auf die Narbe in der unterbrustfalte. Der Kompressions-bh hilft dir sie zu stützen wenn du den ausziehst hast du eben das komplette Gewicht punktuell und nicht flächig an die hängen. Das gibt sich aber mit der Zeit. Du brauchst Geduld. Ich hatte die ersten Wochen selbst mit BH zu kämpfen und hab sie erst einmal festgehalten sobald ich aufstehen wollte und auch beim Autofahren ging kopfsteinpflaster nur mit festhalten.

    Hanka ja, strikt nach Leitlinie. Nachsorge = Abtasten und 1 x jährlich Mammografie. Sonderbehandlung wg. Silikon oder BrCa gibt es keine. Ich find's etwas irrational (gerade wenn die Implis auf dem Muskel liegen), aber meine Gyn meint, das muss sein. Solange sie dafür regelmäßig Ultraschall macht und brav die Überweisung zum Internisten für den Leberultraschall (hab Zyste und Blutschwämmchen) ausstellt, komme ich ihr da halt entgegen.

    MRT hatte ich nur eines 6 Monate nach der OP. Da man dort kein Brustgewebe mehr erkennen konnte, gelte ich als "Brustgewebefrei" und bekomme somit auch kein MRT mehr. Hätten die noch was gefunden, wäre ich weiter in der intensivierten Vorsorge verblieben und hätte jährlich ein MRT bekommen. Aber so gibt es das nicht.

    Die Brust wird aber nicht so arg gequetscht wie ohne Implantat. Und die Bilder sind ziemlich spooky. Große weiße Flecke mit ein bisschen Haut drumrum.

    Ich bin allerdings auch halbwegs entspannt, da mein Tumor ohnehin im MRT nicht zu sehen war (auch nicht in der Mammografie) und bei mir der Ultraschall das Wichtige ist, falls es doch mal einen Ableger geben sollte.