Beiträge von Christina

    Liebe Viviane,

    ja, ich habe schon oft drüber nachgedacht, alleine das Geld fehlt dann. Wir wohnen zwar schon im abbezahlten Haus, aber mein Mann war immer selbstständig (Kleinstunternehmer) und bekommt aufgrund seines Alters seit drei Jahren gar keine Aufträge mehr. Rentenansprüche hat er auch nicht erworben und so muss ich das Geld alleine ranschaffen. Zum Glück habe ich eine feste Stelle die auch nicht gefährdet ist, aber da die Rente auch für 2 reichen muss versuche ich durchzuhalten. Wenn es nur nicht so schwer wäre, ich bin so oft an meiner persönlichen Grenze, ich weiß schon gar nicht mehr wie das alles noch werden soll. Ich hangle mich von Wochenende zu Wochenende um es dann komplett auf dem Sofa zu vergammeln, ich hab einfach keine Kraft mehr. Mein Mann hilft mir viel, macht viel im Haushalt, aber zur Arbeit muss ich alleine. Meine Ärzte meinen immer nur, ja die Abgeschlagenheit - kann sein, dass die gar nicht mehr weggeht - haben wir schon öfter gehabt. Ich soll mich viel an der frischen Luft bewegen und Sport machen. Ja wann denn eigentlich? Ich fange um 6 Uhr an zu arbeiten und habe um 16 Uhr Feierabend. Ich gehe einmal zum Reha-Sport, zweimal zur Wassergymnastik und zweimal ins Fitnessstudio. Wieviel Sport denn noch? Wann soll ich mich denn an der frischen Luft bewegen? Nachts?

    Jetzt habe ich ab übernächster Woche erstmal 4 Wochen Urlaub (der erste, seit ich wieder arbeiten gehe), aber ich konnte und wollte bislang noch nicht mal eine Kurzreise planen. Das wäre früher undenkbar für mich gewesen. Ich habe in den Urlaub sämtliche Arzttermine gelegt und eigentlich graut mir davor. Die Angst vor den Untersuchungen macht mich zusätzlich panisch.

    Ich weiß auch nicht mehr, wie es noch werden soll. Vielleicht wird es ja, wenn ich die Letrozol in 4 Jahren nicht mehr nehmen brauche, wieder besser - aber ist das noch ein lebenswertes Leben? Manchmal bin ich wirklich am zweifeln.

    LG Christina

    Liebe Loewenzahn,

    ja, das Gefühl der verminderten Leistungsfähigkeit habe und hatte ich leider auch. Ich hab auch gepowert wie verrückt. Wollte immer alles alleine machen, war nie krank. Jetzt bin ich nur noch ein Schatten meiner selbst. Ich bin nach 11 Monaten im Krankenstand im März wieder arbeiten gegangen, Vollzeit. Ich denke oft, ich schaffe es nicht. Ich komme abends nach Hause und bin zu nichts, aber wirklich gar nichts mehr fähig. Am Nachmittag im Büro lässt die Konzentrationsfähigkeit so stark nach, dass ich mich oft nicht traue noch was zu machen. Manchmal geh ich zur Toilette und fang einfach an zu Heulen - eigentlich ohne Grund. Ich fühle mich einfach nur noch überfordert. Wenn alles glatt läuft, kann ich in 4 Jahren meine Rente beantragen, aber ich habe zur Zeit das Gefühl, das nicht mehr durchzustehen. Ja, die Kollegen und Chefs sind sehr nett und haben auch zu einem gewissen Grad verständnis, aber meine Leistung muss ich trotzdem bringen.

    Ich bin grad nicht sicher, wie das noch alles werden soll. Nach außen wirken wir alle wieder gesund, oft höre ich: du siehst aber gut aus - wie das blühende Leben. Nur so fühlen tue ich mich eben nicht.

    LG Christina

    Ihr Lieben,

    auch ich habe gelesen, dass neue Studien zu einer 7jährigen Einnahme von Letrozol raten. 10 Jahre würden gegenüber 7 Jahren keinen Vorteil bringen, 7 Jahren gegenüber 5 Jahren aber schon. Als ich meinen Gyn darauf ansprach meinte er nur, das wäre noch in der Erprobung, ich solle mal von 5 Jahren ausgehen (bei mir ist jetzt 1 Jahr und 4 Monate rum).

    Meine Knochenschmerzen verschlimmern sich zusehens und auch Antriebslosigkeit und Erschöpfung machen mir sehr zu schaffen obwohl ich sehr viel Sport mache. Selbst wenn ich morgens schlafe bis ich von selbst aufwache bin ich total am Ende. Manchmal kommen große Zweifel in mir hoch, ob es das Wert ist, aber ich will auf jeden Fall durchhalten.

    LG Christina

    Ich hab 85 D. Ich kaufe die BH's immer im Sanitätshaus (wo auch sonst:-) und der Preis liegt bei um die 80 Euro, letztens sogar fast 100. Trotzdem habe auch in das Gefühl, dass die schnell ausleiern, auf jeden Fall schneller als die preiswerteren Teile früher. Aber manchmal denke ich auch, die Prothese ist geschrumpft.

    LG Christina

    Liebe Miezekatz ,


    lass dir die Fahrten mit dem eigenen Auto vom BZ bestätigen. Bei uns hatte die eine Art Anwesenheitsliste und es wurde jedes Mal bestätigt wann ich gekommen und wieder gegangen bin (bei Chemo und Bestrahlungen). Diese Liste, zusammen mit der Genehmigung der Taxifahrten, kannst du dann bei der Krankenkasse einreichen und du bekommst die Fahrtkosten erstattet. Wie es mit Parkgebühren ist weiß ich leider nicht, bei uns konnte man kostenlos parken.


    LG Christina

    Liebe HeXenrache,

    das kenne ich gut, auch bei mir waren drei befallene LK dabei und vor den Untersuchungen, die jetzt auch bei dir anstehen, hatte ich so eine Angst, dass ich total verkrampft war und mir alles weh tat. Ich hatte so exteme Schmerzen in der Leiste bekommen, dass ich nur noch dachte, dass muss eine Metastase sein. Bei mir war aber auch alles o.B. und die Schmerzen direkt nach der Untersuchung weg.

    LG Christina

    Ihr Lieben,

    gestern war ein interessanter Tag für mich. Nachmittags ging ich das erste Mal zu einer neuen Gruppe, die Aqua-Gymnastik macht. Eine Bekannte nahm mich mit und stellte mich auch gleich einer Frau vor mit den Worten "die hat das gleiche wie du". Wir unterhielten uns und die Dame hatte vor 4 Jahren die linke Brust abgenommen bekommen, davor und danach Chemo, Bestrahlung und AHT. Ihr geht es sehr gut.

    Abend war ich ebenfalls mit Bekannten im Nachbardorf zum Fischerfest. Dort saßen wir mit lieben Menschen zusammen. Eine der Damen berichtete, vor mittlerweile 13 Jahren an Brustkrebs erkrankt gewesen zu sein, bei einer weiteren war die Schwester vor 7 oder 8 Jahren erkrankt. Auch diesen beiden Frauen geht es gut.

    Ich bin sehr beschwingt nach Hause gefahren. Mir tat es sehr gut, solche Mutmachgeschichten zu hören und sogar mit den Betroffenen plaudern zu können. Deshalb war mein Gedanke eben, es euch weiterzugeben.

    Ich wünsche Euch ein schönen und erholsames Wochenende.

    LG Christina

    Ihr Lieben,

    ich kann es euch gut nachfühlen, genau so ist es mir auch gegangen. Aber die Ärzte haben da Verständnis dafür und kennen das. Es wird euch vorläufig keiner wieder zur Arbeit schicken. Mir ging es im vergangenen Jahr genau so. Meine letzte Bestrahlung bekam ich am 14. Juli und dann war da plötzlich ein großes Nichts. Ich war noch bis im Februar krank geschrieben, insgesamt 11 Monate.

    Es wurde mit der Zeit besser. Mittlerweile freue ich mich, nicht laufend einen Arzttermin zu haben, alle 3 Monate Hausarzt und Gyn reichen mir vollkommen, da mach ich mich kurz davor fertig genug. Aber anfänglich habe ich das Gefühl gehabt, keiner kümmert sich mehr um mich und um meine Krankheit. Das hat bestimmt drei/vier Monate gedauert, bis ich mich darüber freuen konnte, jetzt durch mit der Therapie zu sein und nur noch für 5 Jahre den Aromatasehemmer nehmen zu müssen.

    Die Angst wird niemals ganz verschwinden, aber sie wird weniger. Es gibt zwischendurch Phasen, da fühl ich mich rundum gesund. Aber ich habe auch Zeiten, gerade wenn ich mal wieder einen Bericht lese oder im Fernsehen war drüber sehe, da überfällt mit doch wieder die Panik. Gerade wenn über Rückfallquote und so gesprochen wird. Aber, wie geschrieben, es wird von Monat zu Monat immer besser.

    Versucht euch, so viel wie möglich abzulenken.

    LG Christina

    Da will ich mich doch auch einreihen: Ende November 2016 ED Mamma-CA beidseitig (rechts 8 cm Tumor und Aliato, links 1,4 cm wurde brusterhaltend operiert), 3 befallene Lymphknoten rechts, alles hormonabhängig, ich bekam zuerst Chemo, dann folgte die Op und 33 Bestrahlungen, Seit Mai 2017 nehme ich für 5 Jahre Letrozol.

    Mein Port zwickt ab und an, den soll ich aber noch 2 Jahre behalten, an Kilos habe ich seit Oktober 13 verloren und "muss" noch 5 runter bekommen. Seit der Diagnose mache ich extrem viel Sport, das hilft die Nebenwirkungen besser im Griff zu behalten.

    Bisher alle Nachsorgen o.B. - und was anderes will ich auch nicht hören, ich will schließlich in gut 4 Jahren meine Rente noch viele Jahre genießen.


    LG Christina




    Liebe Catchme,

    ich kann dich so gut verstehen. Meine Therapie war im Juli vergangenen Jahres abgeschlossen und ich hatte mich so gefreut. Ja, bis die erste Nachsorge anstand. Ich hatte verdammt viel Angst, fast so wie bei den Voruntersuchungen. Aber was soll ich sagen, es wird von mal zu mal besser. Bei der letzten hab ich sogar erst am Tag davor angefangen mir Gedanken zu machen. Also, es wird, Ich drück dir ganz fest die Daumen.

    LG Christina

    Liebe Conzi,

    auch meine Daumen sind gedrückt und in Gedanken bin ich bei dir. Ich hatte auch einen G 3 (8 cm - also doppelter Umfang wie bei dir) und auf der anderen Seite noch einen mit 1,4 cm. Dazu drei befallene Lymphknoten. Ich war total durch den Wind und eigentlich während der Zeit der Voruntersuchungen nur noch am Heulen und ich dachte, dass ich sterben werde.

    Mit Beginn der Therapie (bei mir zuerst Chemo, dann OP und dann Bestrahlungen) wurde es besser und ich wurde zuversichtlicher. Jetzt, fast ein Jahr nach Abschluss der Therapie, ich muss "nur" noch einen Aromatasehemmer für die nächsten Jahre nehmen, geht es mir immer besser und ich freue mich am leben.

    Du wirst sehen, wenn der Schlachtplan erstmal steht, wird es wieder besser werden und Stück für Stück der Wille es zu schaffen und auch die Kraft dazu da sein.

    Du schaffst das.

    LG Christina

    Hallo liebe Pinky,

    meiner kam ganz normal mit der Post, kein Zustellungsbescheid oder so. Er lang, natürlich im Briefumschlag, einfach irgendwann im Briefkasten. Wie lange das gedauert hat kann ich nicht wirklich sagen, meiner war am Tag nach dem Bescheid schon da, ich hatte aber auch direkt mit dem Antrag schon das Passfoto mitgeschickt.

    LG Christina

    Ihr Lieben,

    ganz herzlichen Dank Euch Allen für die lieben Geburtstagswünsche. Es hat mich sehr gefreut und eben ging der Geburtstagskaffee mit meiner Familie zu Ende und ich freue mich auf die Pizzeria heute Abend mit meinem Mann. Es ist für mich der erste Geburtstag, den ich wieder richtig fröhlich feiern durfte. Im letzten Jahr hatte ich gerade die OP hinter mir und die Bestrahlung noch vor mir.

    Und nachdem bisher alle Nachsorgeuntersuchungen mit einem o.B. endeten, fühle ich mich so langsam wieder im Leben angekommen. Ich hatte einen sehr unbeschwerten Tag heute.

    LG Christina

    Liebe Miriam,

    auch ich habe meinen Tankini vom Sanitätshaus. Die haben eine sehr gute Auswahl und wenn was gefällt aber in der gewünschten Größe nicht vorhanden ist, bestellen die auch nach. Die Beratung war sehr gut und kompetent. Da waren auch viele Modelle für ganz junge Frauen dabei. Die Auswahl war extrem gut - hätte ich nicht gedacht.

    LG Christina