Beiträge von Nala

    Hallo Aria,


    auch meine Mutter ist an beidseitigem Brustkrebs erkrankt und ist daran leider auch verstorben. Irgendwie habe ich mir über das Thema nie so großartig Gedanken gemacht, erst als ich dann mit 40 Jahren selbst erkrankte. Nach OP, Chemo und Bestrahlung ließ ich eine genetische Testung durchführen. Das Ergebnis war negativ, das heißt es besteht eine familiäre Belastung aber es wurde keine Mutation gefunden. So bin ich nun zusammen mit meiner nicht erkrankten Schwester im familiären Zentrum für Brust- und Eierstockkrebs einmal im Jahr zu Kontroll-Untersuchungen. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass ich mich heute ein klein wenig ärgere, dass ich mich erst dann damit beschäftigt habe, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war.
    Nach meinem Wissen, würde nun in deiner Familie zunächst Deine Mutter erneut getestet. Da es mittlerweile mehr bekannte Mutationen gibt und der Test dementsprechend erweitert wurde, könnte es natürlich sein, dass man jetzt etwas findet. Erst dann würde man Dich testen, wenn du es möchtest. Die prophylaktischen Operationen, die Du angesprochen hast, kann man machen, muss man aber nicht. Genauso kann man die intensivierte Vorsorgeuntersuchungen im familiäen Zentrum wahrnehmen. Außerdem würde die Gebärmutter nicht entnommen, sondern man empfiehlt in einem Alter von 40 Jahren die Entfernung der Eierstöcke und Eileiter, aber nur bei Vorliegen einer Mutation. Das bedeutet, du hättest noch ziemlich lange Zeit. Mit der Entfernung der Eierstöcke und Eileiter kann man das Brustkrebsrisiko um die Hälfte senken. Ob man darüber hinaus noch die prophylaktische Brustdrüsenentfernung macht, die man allerdings dann doch ein wenig eher machen sollte, bleibt dir überlassen. Genau wie die anderen schon geschrieben haben, du bist der Chef von deinem Körper und was du nicht möchtest, wird nicht gemacht.
    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiter helfen und wünsche dir, dass du für dich den besten Weg findest. Und denke immer daran, auch das Leben mit einer Mutation bzw. dem familiären Risiko ist lebenswert. Das kann ich dir aus eigener Erfahrung immer wieder bestätigen.


    Liebe Grüße
    Nala

    Hallo zusammen,


    ich lese nun schon eine Weile hier mit und jetzt ist es an der Zeit, auch mal etwas zu posten, um ein paar Meinungen von euch zu hören.


    Ich bin 2007 mit 40 Jahren an einem Mamma-Ca. links erkrankt pT1c, pN1a (1/11, 1/3 sn) M0, L1, V0, R0, G1. Es erfolgten OP, Chemo mit TAC, Radiatio und seit neun Jahren nehme ich Tamoxifen. Darüber hinaus habe ich eine genetische Untersuchung durchführen lassen, da meine Mutter auch an einem Mamma-Ca. erkrankt und verstorben ist. Sie war bei Erkrankung 42 und ist mit 48 Jahren gestorben. Der genetische Test verlief negativ, d. h. ich habe keine bekannte Mutation. Nun habe ich in meinem näheren Umfeld so einige Frauen, die auf der kontralateralen Seite neu erkrankt sind und das nach mehr als zehn Jahren. Eigentlich hatte ich weitestgehend mit dieser Erkrankung abgeschlossen, aber nun mache ich mir doch wieder Gedanken, ob es nicht Sinn macht, eine prophylaktische Mastektomie rechts machen zu lassen. Immerhin ist meine Mutter auch beidseits erkrankt!
    Kennt ihr ähnliche Fälle oder habt ihr selber so eine Konstellation? Dann würde ich mich freuen, wenn ihr mit davon erzählen würdet!


    Viele Grüße
    Nala :)