Beiträge von Nordlicht42

    Liebe Zora,

    das ist natürlich blöd, dass deine Mutter Chemo braucht. Aber lass den Kopf nicht hängen, so viele Leute haben die Chemo geschafft. Es gibt ja hier genug Threads, in denen man sich darüber austauschen kann. Meine Mutter hatte auch Chemo, und die Chemozeit war hart, aber sie geht vorbei. Wenn ich mir meine Mutter heute anschaue, 13 Jahre später, dann merkt man da auf den ersten Blick gar nichts. Sie hat mit den Neuropathien noch zu tun, aber das ist auszuhalten. Und du weißt ja auch wirklich nicht, wie deine Mutter die Chemo verkraftet, das ist ja auch sehr unterschiedlich. Eine Kollegin von mir, schon deutlich über 60, ist während der gesamten Chemozeit arbeiten gegangen, weil es ihr entsprechend gut ging. So kann es auch gehen.

    Natürlich nehmen wir deine Mutter gerne in unsere Daumen-drück-Liste auf. Dort kannst du die Termine reinschreiben, wenn du sie weißt, dann wissen wir, wann wir Daumen drücken müssen.


    Bei mir lief die Vorsorge so, dass ich alle 6 Monate bei der Gynäkologin war. Sie hat immer die Brust abgetastet und jedes zweite Mal einen Ultraschall gemacht. Den hat auch die Krankenkasse bezahlt. Zur Mammographie war ich in der Vorsorge nicht. Beim Abtasten hat sie dann bei dem Kontrolltermin Ende Februar den Tumor getastet, ein halbes Jahr vorher war da noch nichts zu tasten. Im Ultraschall hat man dann auch den Tumor gesehen. Ich selber hätte den nicht ertastet, ich habe ihn nicht mal richtig erspürt, als ich wusste, wo er ist. Sie hat mich dann direkt zur Mammographie geschickt, aber da hat man den nicht so gut gesehen wie im Ultraschall. Der Tumor war noch unter 2 cm groß und die Lymphknoten nicht befallen.


    LG Nordlicht

    Liebe Zora,

    ich drücke dir die Daumen, dass deine Gyn bei dir nichts findet.:thumbup:

    Ich bin im Nachhinein froh, dass ich als Risikopatientin (Mutter ebenfalls Brustkrebs) so engmaschig bei meiner Gyn zur Kontrolle war, dadurch ist mein Krebs früh entdeckt worden. Ich selber hätte den nämlich nicht gefunden.


    LG Nordlicht

    Liebe Tweety,

    gib auf jeden Fall nicht auf. Denn dir liegt ja viel an dieser Freundschaft, wie du schreibst. Versuche, das deiner Freundin klar zu machen: dass du den Kontakt weiterhin suchst, weil dir diese Freundschaft viel bedeutet. Vielleicht denkt sie, du machst das nur aus Pflichtgefühl oder Mitleid, und solche Reaktionen kann man als Patientin wirklich nicht gebrauchen. Einen ausführlichen Brief halte ich auch für eine gute Idee, da kannst du alle deine Gedanken und Gefühle offenlegen. Ich drücke dir die Daumen für eine positive Rückmeldung.


    LG Nordlicht

    Liebe Sassenach,

    cooler Nickname ;).

    Auch von mir ein herzliches Willkommen hier. Ich selber habe das Glück, keine Chemo gebraucht zu haben. Eine Kollegin von mir hat sich eine Perücke machen lassen, aber meistens hat sie eine Mütze getragen, weil sie sagte, das sei angenehmer. Wir wussten ohnehin alle, dass sie Krebs hat, und auch für die Schüler (wir sind Lehrerinnen) war es kein Problem, die haben sie mit Mütze genauso respektiert wie vorher auch. Nur zu ganz "offiziellen" Terminen hat sie die Perücke benutzt.


    LG Nordlicht

    Liebe ika,

    von der Biologie her gesehen denke ich, dass sich der KI-67 durchaus verändern kann. KI-67 ist ein Eiweiß, dass im Zellkern während der Zellteilung nachweisbar ist. Je höher die Zellteilungsrate ist, desto mehr KI-67 ist vorhanden. Wenn nun durch eine Chemo Zellen abgetötet werden, trifft dies besonders die Zellen, die sich stark teilen. Die anderen Zellen bleiben dann eher übrig, und da die nicht so teilungsfreudig sind, ist dann auch der KI-67 niedriger. Die Tumorzellen sind ja nicht alle absolut gleich.


    LG Nordlicht

    Ich denke, besonders in der ersten Zeit nach der OP können noch Krebszellen vorhanden sein, und dann ist Tam ein sehr wirksames Medikament. Für mich finde ich das besonders wichtig, da ich keine Chemo nach der OP hatte, nur Bestrahlung. Es könnten also doch noch einzelne Krebszellen irgendwo im Körper sein, und da bin ich froh, dass Tam sie in Schach halten kann. Ich vertraue einfach darauf, dass in 5 Jahren diese Zellen alle vernichtet sind und Tam dann nur noch wenig bis gar keinen Nutzen hätte. Länger will ich es auch nicht nehmen.


    LG Nordlicht

    Liebe Zora,

    erst einmal herzlich willkommen hier.

    Du bist hier richtig, dieses Forum ist für Angehörige genauso wie für Betroffene. Hier kannst du deine Sorgen loswerden, Ratschläge bekommen, Fragen stellen ...


    Ich selbst kenne den Brustkrebs inzwischen aus beiden Perspektiven. Meine Mutter ist vor 13 Jahren erkrankt, ich wohne auch weit weg (650 km). Wir haben dann viel telefoniert, ich konnte ja nicht mal eben hinfahren. Meine Mutter hat damals eine Chemo bekommen. Klar, das ist kein Spaziergang, und man wünscht sich natürlich, dass es ohne geht, aber es ist auch keine absolute Katastrophe, sondern machbar. Meine Mutter hat nur wenig Folgeschäden behalten, sie hat ein paar Probleme mit Neuropathien, aber ansonsten geht es ihr gut.

    Nun bin ich dieses Jahr selbst erkrankt, und gehöre zu den Glücklichen, denen die Chemo erspart geblieben ist. Wieder habe ich viel mit meinen Eltern telefoniert, denn auch sie konnten ja nicht mal eben vorbeikommen.


    Im Netz kann man eine Menge lesen, und vieles davon, gerade viele Erfahrungsberichte, machen einfach nur Angst. Lies das lieber nicht, schlag höchstens gezielt Informationen nach. Gezielte sachliche Informationen fand ich oft hilfreich, den Rest habe ich nicht gelesen.

    Hat deine Mutter denn Unterstützung durch Personen in ihrer Nähe?

    Die Warterei auf Ergebnisse ist sehr zermürbend, das kennen wir alle hier. Und es sagt sich immer so leicht, "versuche dich abzulenken". Ist nicht einfach, aber tatsächlich das Einzige, was du tun kannst, bis das Ergebnis da ist.


    Ich wünsche dir, dass ihr möglichst bald erfahrt, wie es nun weitergeht. Ich drücke deiner Mutter die Daumen, dass sie keine Chemo braucht.


    LG Nordlicht

    Liebe Silky,

    wenn ich das richtig verstanden habe, machen die Hormone nicht den Krebs, aber sie begünstigen sein Wachstum, wenn die Tumorzellen die entsprechenden Rezeptoren haben. Dann können nämlich die Hormone an die Tumorzellen andocken und dort wirken. Und diese Wirkung wird von den Antihormonen unterbunden, weil die nämlich selber die Rezeptoren besetzen, ohne dass das eine Wirkung auf die Tumorzellen hat. Und dann hat unser Immunsystem eine bessere Chance, die Tumorzellen zu vernichten, bevor sie sich stark teilen konnten, und deswegen ist es dann unwahrscheinlicher, dass ein Tumor wachsen kann. Natürlich ist es nicht unmöglich, da kommen ja immer verschiedene Faktoren zusammen.


    LG Nordlicht

    Liebe Olivia,

    ich würde mir in dieser Situation die Frage stellen, ob Heilung denn tatsächlich das Ziel ist, dass ich erreichen möchte. Man kann ja auch mit Metastasen noch gut und lange leben. Und vielleicht reicht es ja, wenn die Metas nicht weiterwachsen, und man spart sich den Stress mit der Chemo und deren Folgen.

    Ich denke, dass muss jeder für sich abwägen und entscheiden. Was letztendlich richtig oder am besten ist, weiß doch ohnehin keiner. Also muss man die Entscheidung treffen, mit der man selbst am besten leben kann.


    LG Nordlicht

    Liebe Birgitmaus,

    deine Skepsis gegenüber Statistiken kann ich gut nachvollziehen. Als Mathematiklehrerin weiß ich nämlich sehr genau, wie man Statistiken auswerten kann, und dass man aus ein und denselben Zahlen ganz unterschiedliche Ergebnisse ablesen kann, je nach dem wie man draufkuckt und was man sehen will. Und aus einer Statistik Rückschlüsse auf die gesamte Bevölkerung zu ziehen, ist ja auch problematisch. Nicht umsonst lernen unsere Schüler, dass solche Hochrechnungen wieder nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit gelten. Wenn in einer Studie 8 % der Frauen ein Rezidiv hatten, könnten das in der Gesamtbevölkerung genau so gut nur 5 oder 6 % sein, oder auch 11 %.

    Deshalb muss man bei solchen Entscheidungen auf das eigene Bauchgefühl vertrauen: Wie fühle ich mich, wenn ich Tam nehme? Wie fühle ich mich, wenn ich es nicht nehme? Mache ich mir dann ständig Sorgen? Und danach muss man dann entscheiden, und dass ist sehr individuell.


    Liebe Kalinchen,

    ich drücke dich auch mal :hug:.

    Aber deine Gedanken kann ich nachvollziehen. Wir mit unserer Krankheit machen uns Gedanken über das Sterben, über die Jahre, die wir noch haben, über Lebensqualität ... Ohne eine solche Krankheit macht man sich diese Gedanken eher nicht. Und ich habe auch schon gedacht, wäre es nicht am besten, man lebt gut und fällt dann einfach um, ohne langes Leiden?


    LG Nordlicht

    Liebe Luzine,

    da wurde dir die Entscheidung aber auf recht brutale Weise abgenommen. So wünscht man sich das nun auch nicht :(.

    Ich wünsche dir alles Gute für die Portentfernung. Wann wird das denn gemacht? Wir drücken natürlich unsere magischen Daumen :thumbup:.


    LG Nordlicht

    Liebe Olivia,

    Stress schwächt auf jeden Fall das Immunsystem, insofern wird man anfälliger für jede Art von Krankheit. Es gibt viele Menschen, die davon ausgehen, dass Krankheiten häufig durch Stress oder psychische Probleme zum Ausbruch kommen. Sprich, die Anlage für die Krankheit ist da, und wenn sich die Gelegenheit bietet, schlägt sie zu. Dazu passt zum Beispiel die Beobachtung, dass Lippenherpes immer dann wieder ausbricht, wenn das Immunsystem z.B. durch eine Erkältung oder durch Stress geschwächt ist.

    Ich persönlich denke, dass auch Nebenwirkungen stärker auftreten, wenn man sich viel Stress damit macht. Ich schlafe auch keine Nacht durch, seit ich Tam nehme, aber ich habe mich damit arrangiert, es macht mir keinen Stress. Das ist natürlich sehr individuell, wie man damit umgeht, ich glaube aber, man kann das auch ein Stück weit trainieren.


    LG Nordlicht

    Liebe Birgit,

    ich habe die Info bekommen, dass bei Frauen vor den Wechseljahren Tam empfohlen wird und bei Frauen nach den Wechseljahren Aromatasehemmer. Warum das so ist, weiß ich aber nicht mehr. Frag bei deinen Ärzten nach, die müssen das ja erklären können.

    Und bei den Nebenwirkungen ist es ja so: alles kann, nichts muss. Ich selbst nehme Tam seit Anfang Mai und die Nebenwirkungen halten sich sehr in Grenzen. Hitzewallungen, ja, aber das lässt sich wohl kaum vermeiden, wenn die Östrogenwirkung unterdrückt wird. Insofern betrachte ich das als normal. Und sonst habe ich bisher keine Nebenwirkungen. Vorher weiß man das sowieso nicht.


    LG Nordlicht

    Liebe Mäusel,

    das klingt ja spannend, Pizza aus Blumenkohl. Es geht auch bestimmt schneller, als selbst einen Hefeteig zu machen. Ist also auch zeitmäßig eine Alternative. Ich glaube, das werde ich diese Woche mal ausprobieren. Ist ein halber Blumenkohlkopf für ein rundes oder ein eckiges Backblech? Und wie lange hast du die Pizza nach dem Belegen noch gebacken?


    LG Nordlicht

    Ihr Lieben,

    diesen Satz "Du bleibst immer unser Kind, egal wie alt du bist." kenne ich auch zur Genüge. Glücklicherweise leben meine Eltern so weit weg, dass man sich nur ab und zu besuchen kann. Nach einer Woche Rundumprogramm habe ich dann auch immer genug, aber auf diese Weise ist es erträglich. Es war eine meiner besten Entscheidungen, im Studium nach Norddeutschland zu ziehen, meine Eltern denken aber nach wie vor, sie hätten das verhindern sollen. Gut dass das nicht geklappt hat. ;)


    Liebe Heideblüte,

    ich kann dich gut verstehen, man möchte ja nicht den Kontakt mit der eigenen Familie abbrechen. Aber es stimmt, klare Ansagen und eigene Wünsche zählen nicht, normale Gespräche sind nicht möglich, und da ich Einzelkind bin, bin ich auch immer in der 2-gegen-1-Situation, die habe ich als Kind schon gehasst. Gegen zwei Elternteile konnte ich mich nicht wirklich durchsetzen.


    Liebe Franceska,

    ich denke so wie die anderen: du kannst dem Donnerwetter ohnehin nicht entgehen, du wirst es deiner Mutter sowieso nicht recht machen können. Also handle so, dass du damit zufrieden bist. Es ist dein Leben, und wenn deine Mutter das nicht akzeptieren kann, ist das in erster Linie ihr Problem und nicht deins. Natürlich kann man versuchen, darüber zu reden, aber wenn das nicht geht, musst du eine Lösung finden, die für dich akzeptabel ist.


    LG Nordlicht

    Liebe katzi,

    Akupunktur kam mir auch gleich in den Sinn, die ist ja bei vielen Dingen wirklich hilfreich. Ich selbst habe eine Behandlung gegen Kopfschmerzen machen lassen, das hat sehr gut geholfen. Vielleicht findest du ja einen Arzt in deiner Nähe, der sich damit auskennt. Hier bei mir kenne ich einen, das hilft dir aber leider nicht :(. Ich drücke dir die Daumen, dass du eine gute Lösung findest.


    LG Nordlicht

    Ihr Lieben,

    der Chirurg hat seine Arbeit gut gemacht und problemlos das Lipom aus meinem Oberschenkel geschnitten. Und wir haben uns dabei sehr nett über Musikfestivals unterhalten - er war am Wochenende auf dem Wacken, und bei uns im Ort war ein kleines Festival mit dem lustigen Namen "Andy ist auf einem Tennisturnier".

    Jetzt sitze ich mit meinem Druckverband zu Hause und lasse es mir gutgehen. Ich bin die ganze Woche krankgeschrieben, beim Rumlaufen tut das Bein auch weh, wenn ich sitze überhaupt nicht. Also lasse ich meine Söhne rumlaufen :).

    Und habe natürlich die ganze Woche über viel Zeit, um allen, die es brauchen, die Daumen zu drücken :thumbup::thumbup:


    LG Nordlicht