Beiträge von Chippendale

    Sonnenschein70 ich habe bzgl. Sport absolut keine Einschränkungen, es passiert auch nichts mit dem Bauchmuskel. Die Bauchnaht ist schön verblasst, ganz gerade ist sie nicht und das ist wohl grundsätzlich so. Da hat der Chirurg keinen Einfluss drauf, die Faszien ziehen scheinbar nie symmetrisch.

    Sonkathie

    Ich hab mir meine Narben ja erst möglichst spät angeschaut, fand das immer eklig. Meinen Nabel hab ich mir erst nach 3 Wochen genauer angeschaut, genässt oder gestunken hat er nie, bin da bloß erschrocken weil er so dunkel pigmentiert war innen. Dachte schon abgestorben, konnte das aber sofort klären. Von meinem Chirurgenteam war immer einer Tag und Nacht über die Klinik erreichbar. Der Assistenzarzt hat mich am Wochenende sofort abends zurückgerufen, ich konnte ihm ein Nabelfoto mailen und er hat mich beruhigt, war alles in Ordnung. Ich kann einfach nur schwärmen, sorry, man war da so gut und persönlich betreut.

    Darf ich fragen wie groß dein tumor war und welchen ki67? ☺

    15 mm und ki67 50 % und in Köln wurde der MammaTyper und ImmunTyper gemacht (das geht mit der ursprünglichen Stanze, die wird angefordert). Danach war mein Tumor schon hoch invasiv aber ich hatte auch sehr viele tumorinfiltrierende B-, T-Zellen und auch sog. Fresszellen und alles zusammen ergab dann ein wahrscheinlich sehr gutes Ansprechen auf die Chemo. Je höher der Ki67 desto besser ist auch meistens das Ansprechen auf die Chemo. Bzgl. Paclitaxel versus Nab Paclitaxel gibt es schon Studien. Mir hatte zwar Prof. U. Berlin dazu geraten Carboplatin dazu zu nehmen, wenn aber nicht dann lieber das Nab Paclitaxel (das war 2017 nur bei Metastasen oder Unverträglichkeit von Paclitaxel zugelassen). Es ist immer eine schwierige Entscheidung und ich hatte unendlich viele schlaflose Nächte. Noch dazu waren dann die Ultraschallkontrollen nicht eindeutig, ich denke da hat man immer noch den DCIS-Rest gesehen. Ich hab fast bis zur letzten Pacli mit mir gekämpft, ob ich das Carbo dazunehmen soll oder nicht. Im Nachhinein bin ich froh, dass es auch ohne ausreichend war.....diese Entscheidung kann einem niemand abnehmen. Gut fand ich, dass ich die EC's dosisdicht im 2 Wochen Abstand bekommen habe und jeweils die Spritze fürs Blut dazu. Und es kommt natürlich auch noch darauf an, ob man Genetik hat oder nicht (ich hab keine), wie alt man ist. Bei jüngeren Patientinnen gibt man noch lieber das Carbo dazu. Ich denke ich bin eher eine Ausnahme, nach mir haben fast alle Carbo bekommen. Aber man weiß natürlich nicht, wie das dann in 10 Jahren ist, da kann alles wieder ganz anders sein. Dann gibt's öfter die Immuntherapien usw....


    und Jenny ich sehe gerade du bist sehr jung, was glaube ich eher für Carbo sprechen würde, bist du auf Genetik getestet worden? Das wäre auch sehr wichtig. Ich würde das nochmal ansprechen in deinem Brustzentrum, lass es dir erklären, warum genau diese Chemo. Jetzt erst mal ist es egal, die 4 x EC's brauchst du sowieso und je nachdem hast du 8 oder 12 Wochen Zeit bis es mit den Taxanen los geht.

    Liebe Gracia73

    ich kann mich sooo gut in dich hineinversetzen, bei mir finden sie in den Kontrolluntersuchungen auch immer wieder irgendwas, was man abklären sollte. Ich kann auch keinen Arzt mehr sehen! Das einzige was wirklich hilft, ist auf eine möglichst schnelle, bzw. sofortige Kontrolle zu bestehen, nur das hilft gegen das Kopfkino. Bei mir war es letzte Woche nach Brust-MRT auch so, Radiologe meinte zwar alles gut, aber....Ministelle Gegenseite reichert etwas mehr an und ich soll zur Ultraschallkontrolle zu meinem Arzt. Dieser Schatz hat mich noch am gleichen Tag drangenommen und gesagt, alles Quatsch, alles gut.....dann im Dezember meine Onkologin, sieht im Organultraschall eine Stelle in der Milz (war schon immer da, sah angeblich anders aus), sollte man beobachten, in 3 Monaten wieder kommen kotz!!!! Ich hab mir das Kopfkino nicht lange angetan, bin sofort zum MRT und es gab Entwarnung (war nur ein Blutschwämmchen, das sich umbaut). Deswegen möglichst schnell abklären, nur das hilft! Mir graut auch mittlerweile vor jeder Vorsorge, manchmal würde ich am liebsten gar nicht mehr gehen.

    LG Chippendale

    Jenny 1988

    ja ich....bei mir war die Chemo 2017 (auch TN), da war es gerade so im Umbruch das Carboplatin dazu zu geben. Ich hab damals eine molekularpathologische Untersuchung meines Tumors in Köln machen lassen und mich aufgrund der weiteren Tumoreigenschaften dazu entschieden das Carboplatin weg zu lassen. Dr. W. in Köln der Molekularpathologe meinte, bei mir müsste die Standardchemo ohne Carbo ausreichend sein. Ich dachte ich entscheide das anhand des Ultraschallverlaufs und hätte es notfalls gegen Ende noch dazu genommen. Ich hätte auch gerne das Nab paclitaxel bekommen statt des normalen Paclitaxels, das hat mir meine Onkologin verweigert. Sei froh, dass du es bekommst, es ist meistens wesentlich wirkungsvoller. Bei mir hat es trotzdem gereicht, ich hatte eine PCR mit DCIS-Rest, das ist aber trotzdem wie eine PCR, mehr geht nicht. Das Carboplatin ist auch noch mal ein ganz schöner Hammer, bei einigen werden die Blutwerte wahnsinnig schlecht und sie müssen manchmal pausieren oder abbrechen. Ich dachte mir lieber den Standard durchziehen als evtl. abbrechen müssen.....

    LG Chippendale

    Simmy

    ja ich denke es ist von Vorteil, wenn nicht vorher schon an einem "rumgeschnipselt" worden ist und auch nicht bestrahlt worden ist. Da ist vermutlich die OP für den Chirurgen leichter und auch das Ergebnis besser. Mich wollten ja alle brusterhaltend operieren und dann bestrahlen, musste mich da echt durchsetzen und bin froh, dass ich das auch gemacht habe. Glaube diejenigen, die diese OP nicht so drauf haben, die haben immer so gruselige Vorstellungen wie "verhunzt" man hinterher aussehen kann. Bei mir war es eindeutig eine Verbesserung zum vorherigen Zustand (nicht dass der so schlimm war, aber nach 2 Stillkindern und mit 57 Jahren ist auch nicht mehr alles so top).

    Danke Chippendale für deine Antworten :-)

    Darf ich fragen wo bei dir die Narben bei der neuen Brust verlaufen? Bei mir ist der Verlauf mitten drauf so Halbmond förmig...

    Lg

    das ist jeweils ein umgekehrtes T. Der waagrechte Strich befindet sich unter der Brust in der Falte und der senkrechte geht mittig bis zur Brustwarze. Sieht man bei mir aber schon kaum mehr.

    Schnuffelmaus , hört sich ja sehr gut an...ist bestimmt sehr schwierig bei Prof. F. einen Termin zu bekommen....

    du bekommst ganz einfach einen Termin ;-)


    rückblickend kann ich sagen ich bin rundum zufrieden und bin so froh, dass ich mich genau so entschieden habe. Ich hatte das Minimum an OP's, einmal Porteinsetzen, dann Mastektomie, Angleichung Gegenseite und Portentfernung in der 2.OP und in der 3.OP 6 Monate später Aufbau der Brustwarze aus den Augenlidern. Und durch die freiwillige Mastektomie ist mir die Bestrahlung erspart geblieben.

    Liebe Chippendale , das waren dann bestimmt Profis 👌darf ich fragen ob du privat versichert bist oder wird man auch als gesetzlich Versicherter von Prof F. operiert? Lg

    im stationären Bereich bin ich ohne Zusatzleistungen, Chefarztbehandlung etc. versichert, also wie ein gesetzlich Versicherter. Prof. F. operiert auch gesetzlich Versicherte ;-)

    Schnuffelmaus : ist ja Spitze, dass es dir schon wieder so gut geht. Wenn ich mich richtig erinnere hat deine OP auch nur knapp 5 Stunden gedauert, oder? Warum ging es denn bei dir so schnell? Trotz gleichzeitigem Aufbau? Mir haben sie gesagt, die OP dauert 6-8 Std. 🤔

    meine OP war sogar knapp unter 4 Stunden lang, einseitiger DiepFlap, Angleichung der Gegenseite und Entfernung des Ports ;-)

    Ich hätte auch gerne meine linke Brust gleich angeglichen, aber das machen die hier im Süden nicht 😥

    Der Doc meinte, erst nach ca 7 Monaten weiß man, wie die Rechte aussieht ( meint wohl wie tief sie hängt 😉) und dann passt man die Linke an.

    in München Prof. F. macht das alles in einer OP. Bei mir war es Mastektomie, Angleichung der anderen Seite und Port raus, ist alles wunderbar geworden.

    pusteblume 148


    ich hab zwar nur einen DiepFlap von Prof. F. in München operiert bekommen und zwar ohne die Rippensache (keine Ahnung wann das gemacht werden muss) aber mit mir im Zimmer lag eine Patientin, die hatte eine Brust mit Bauchfett und die andere aus dem Oberschenkel. Ist recht gut geworden, damals war sie nur noch da, um den andern Oberschenkel angleichen zu lassen. Bei einem guten Chirurgen ist fast alles möglich....

    Schnuffelmaus ja gutes Heilfleisch ist gold wert! Da hab ich wirklich Glück gehabt, war aber immer schon so, bei jeder Narbe und hält glücklicherweise an, auch nach der Chemo...ich drück dir die Daumen!!! Und schöne Grüße an Prof. F. !