Beiträge von Chippendale

    hallo liebe Jessybe

    ich bin zwar keine Genträgerin, aber ich hatte auch eine Mastektomie (nur eine Seite) mit Sofortaufbau aus dem Bauch DiepFlap in München. Das Ergebnis ist sehr, sehr gut geworden und ich bin eindeutig eine Befürworterin für Eigenfett statt Silikon. Eine gute Freundin von mir hatte erst auf einer Seite eine Mastektomie mit Eigenfettaufbau und erst Jahre danach wurde leider festgestellt, dass sie Genträgerin ist. Mangels Bauchfett hat sie die zweite Seite mit Silikon aufbauen lassen. Wenn du sie frägst, dann befürwortet sie mit ihren Erfahrungen eindeutig das Eigenfett. Damit hast du dein Leben lang deine Ruhe, mit Silikon nicht unbedingt. Wichtig ist nur, dass du einen wirklich guten Chirurgen hast. Es gibt hier einen Strang von Kirsche Meine Diep-Flap-OP, lies da mal nach.....Viel Glück!

    PS so viel Bauchfett finde ich ist gar nicht nötig, ich finde ein B-Körbchen oder notfalls A reicht doch ;-)

    mein Tip an alle nach der OP, ich hatte in meinem Leben nie zuvor eine Schlaftablette genommen und man sollte die nicht zu lange nehmen, aber im KH hab ich das ausprobiert und es war für die erste Zeit nach der OP sehr angenehm. Man schläft einfach entspannter, aber man soll sie wirklich nur so lange wie unbedingt nötig nehmen...

    Ich habe an die eine Frage, vielleicht auch an die bei denen die OP schon etwas länger her ist. Habt Ihr Euch das Ergebnis der Bauchdeckenstraffung so vorgestellt wie es dann geworden ist? Ich versuche es an mir selbst vorzustellen (Konfektionsgröße 42). Hat man dann wirklich einen flachen Unterbauch ? Wenn der Bauch um die Taille etwas nach unten gezogen wird, fühlt sich das im Bereich Magen nicht irgendwie komisch an?


    Liebe Grüße🙂

    Florentine

    bei mir ist der Unterbauch und auch die Narbe sehr schön geworden, alles flach. Mein Chirurg hat aber auch keine riesen Spannung erzeugt. Ich hatte von Anfang an kein Problem mich zu strecken oder so...es wird doch eher der Bauch nach oben gezogen :/

    Hallo liebe Anja,

    da du noch jung bist, dein Tumor TN und deine Mutter ebenfalls betroffen war, solltest du unbedingt den Gentest machen lassen. Wenn du Genträgerin bist, dann wäre es für mich keine Frage, ich würde eine beidseitige Mastektomie nach der Chemo machen lassen. Ich hab das ohne Genmutation quasi freiwillig hinter mir (zwar nur einseitig) und einen Sofortaufbau DiepFlap aus dem Bauch machen lassen. Es ist gut zu überstehen und ich habe es keinen Tag bereut. Durch die Mastektomie hab ich mir die Bestrahlungen erspart. Übrigens zu deiner Frage, natürlich clippt man dann beide Seiten LG Chippendale

    zusätzlich kannst du auch noch die Fahrtkosten zu Behandlungen, Apotheke etc. als außergewöhnliche Belastung absetzen, wenn mit PKW gefahren, dann Entfernungskilometer mal € 0,30 Ct. Und auf alle Fälle alle Kosten eintragen, da gibt es immer Mal wieder Änderungen in der Rechtsprechung!

    Eule 2018

    mach dir nicht Zuviel Sorgen, so schlimm wird das mit Glück nicht. Ich fand nach der OPden BH am Schlimmsten und hatte eher Kreislaufprobleme, z.B. wenn man an der Kasse ewig anstehen musste. Klar ich hab nichts großartig Schweres gehoben, aber die Bauchmuskeln bleiben dir ja und die Miederhose stützt ja zusätzlich.

    Reha hab ich keine gemacht, direkt nach dem KH hätte ich es schön gefunden, einfach nicht fürs eigene Essen sorgen zu müssen wäre schon schön gewesen. Aber da hat man mir dann gesagt, wenn man nicht am kompletten Programm (auch Sportprogramm) teilnehmen kann, dann schicken sie einen wieder heim. Und wie es dann soweit war, da hab ich mit meiner Freizeit lieber anderes gemacht als Reha...

    jetzt muss ich auch mal kurz denen, die es noch vor sich haben Mut machen ;-)


    ich habe meine OP nie bereut und würde es immer wieder machen! Meine OP war an einem Dienstag, ich habe zwar erst am darauffolgenden Dienstag die Klinik verlassen, aber nur deswegen, weil ich das Ergebnis der Pathologie noch abwarten wollte. Körperlich ist es mir sehr schnell wieder sehr gut gegangen. Ich habe ab Donnerstag also Tag 3 schon Spaziergänge im Englischen Garten machen können. Denke das war auch sehr gut für meinen Kreislauf. Was auch gut war, ich habe die Markierung meines Lymphknotens bewusst am Tag vor der OP machen lassen. Meine Zimmergenossin hatte das alles am gleichen Tag und das war heftig. Man muss dann das ja alles nüchtern über sich ergehen lassen...


    Untergebracht war ich in einem 2-Bett-Zimmer und meine Zimmergenossin wurde zu einer heute sehr guten Freundin für mich. Ich empfand es als positiv nicht alleine zu liegen und deswegen habe ich auch kein einziges meiner tausend Hörbücher angehört, mir war nie langweilig!


    Bademantel hab ich auch keinen gebraucht, die Umhängetaschen sind für die Drainagen perfekt, wobei ich die ja auch schon alle am 3.Tag los war, das geht beim Diep meistens sehr viel schneller als bei Silikon. Der Körper akzeptiert das körpereigene Gewebe wesentlich besser als Silikon.


    Das Einzige was ich im Nachhinein doof empfand war die Lagerung während der OP. Im Vorfeld hab ich mich damit nicht befasst, nur direkt nach der OP hatte ich stundenlang kein Gefühl und keine Durchblutung mehr in meiner rechten Hand. Das hat mich sehr verunsichert. Hinterher war mir klar warum, man liegt während der ganzen OP auf den Händen und da ich ein Karpaltunnelsyndrom habe und mir die Hand sowieso nachts öfters einschläft, war das natürlich klar. Ich hatte da auch direkt nach der OP eine gestresste/genervte Krankenschwester, die mir das hätte sagen können und nur genervt war, wie ich nach Armkissen gefragt habe.....


    Das war aber auch das einzig Negative ;-)


    Also toi, toi, toi!

    Eva_4_

    hallo Eva, Ich hatte auch TN, ohne befallene Lymphknoten und bei mir wurde eine neoadjuvante Chemo durchgeführt, OP und Wächterlymphknoten erst nach der Chemo. Ich bin jetzt im Nachhinein sehr froh, dass man dadurch beobachten konnte, wie gut die Chemo anschlägt (das überwacht man ja schon sehr zeitnah während der Chemo und kann einschreiten und an der Art der Chemo etwas ändern, wenn sich nichts tut. Schlimmstenfalls kann man dann immer noch schnell operieren). Glücklicherweise hatte ich eine PCR und das gibt einem einfach für die Zeit danach ein gutes/besseres Gefühl. LG Chippendale

    @Eule2018

    also ich kann dich beruhigen. Bei mir ist der einseitige DiepFlap wunderbar geworden. Mit der Bauchnaht habe ich überhaupt kein Problem und dank regelmäßiger Lymphdrainage, welche ich schon empfehlen würde, in der Brust auch nicht. Ohne Lymphdrainage würden sich schon immer wieder festere Stellen bilden, aber das auch auf der gestrafften Seite. Liegt wohl daran dass die Lymphbahnen ja durchtrennt werden, auf meiner gestrafften Seite wurde auch Brustdrüsengewebe entnommen. LG

    bella777


    kam diese Aussage zufällig von einem Arzt aus Dachau? Da war ich nämlich auch und seine Frau hat mir das Gleiche gesagt. Finde ich absolut unmöglich. Ich habe dann seinen Rat eine brusterhaltende OP zu machen auch nicht befolgt, sondern hab mich für eine Mastektomie mit Sofortaufbau bei einem Chirurgen meiner Wahl entschieden. Bei mir war es übrigens auch TNBC. Den Arzt hab ich wegen mangelnder Empathie daraufhin gewechselt. So eine Aussage muss wirklich nicht sein, was hat man davon außer Angst und Alpträume???


    Schau dir mal das an, das ist die Aussage eines Professors der absolut menschlich und genial ist:


    https://www.youtube.com/watch?v=sVyHNpLaBM4

    bella777

    die neue Entwicklung geht dahin den Wächterlymphknoten bei einer neoadjuvanten Therapie erst nach der Chemo in der Brust-OP zu entfernen. Es wird damit begründet, dass die Frauen davon profitieren. Ist der Wächter vor der Chemo befallen, dann erfolgt meistens eine großzügige Entfernung mehrerer Lymphknoten. Wenn der Wächter nach der Chemo nichts mehr hat, dann werden keine weiteren Lymphknoten entfernt. Da ist sehr viel im Wandel, es ist wohl auch nicht so schlimm, wenn Lymphknoten zunächst befallen sind, dann aber nach der Chemo völlig clean sind....Wo bist du denn in München in Behandlung?

    LG Chippendale

    Nidie

    ich hatte auch TN und bin postmenopausal und da gehen die Meinung auseinander. Uniklinik München Prof.H. z.B. ja sollte man machen, obwohl der maximale Benefit bei mir das Rückfallrisiko, was mit 8-10 % beziffert wird (ich hatte eine PCR) um maximal 1-2 % reduzieren würde. Prof. U. Berlin meint, bei meinem Krankheitsverlauf eher nicht.....Die Bisphosphonate haben ja auch Nebenwirkungen und Risiken (Niere, Zähne z.B.) und deswegen habe ich mich erst Mal dagegen entschieden. Ich lasse die Knochendichte regelmäßig messen und habe eine Osteopenie, wogegen mein Osteologe aber nichts machen würde (außer Vitamin D und Kalzium). Ist immer grundsätzlich eine blöde Entscheidung und niemand kann einem irgendetwas garantieren. LG

    MWtinchen

    herzlich Willkommen, in welcher Onkologie bekommst du deine Chemo, ich war in Fürstenfeldbruck und hab die EC's dosisdicht im 2-wöchigen Abstand bekommen. Dort bekommt man dazu gleich jeweils eine Spritze zum Aufbau der Leukozyten dazu. Meinen Port hab ich im KH Dachau bekommen, er hat funktioniert, auch wenn er an einer blöden Stelle saß, direkt unter dem BH-Träger und rausstand. Melde dich gerne ich kann dir Tips geben.

    LG Chippendale