Beiträge von Pschureika

    Liebe Bluefire ,


    in meiner Chemogruppe ist eine alte Dame, ich schätze sie auch so um die 85 Jahre ein.


    Ich sehe sofort, dass diese Dame immer sehr unglücklich ist wenn sie zur Therapie kommt und habe meine Lauscher ausgefahren.

    Die Dame möchte die Therapie eigentlich gar nicht, wird aber von ihrer Schwiegertochter (welche ich gesehen habe und erlebt habe, wie unglaublich herrisch sie ist) und ihrem Sohn mehr oder weniger dazu gezwungen.


    Die alte Dame ist zu schwach um sich zu wehren. Mir blutet jedes Mal das Herz wenn ich sie auf dem Therapiestuhl sehe, traurig. Sie schläft während der Therapie immer ein und ihr Kopf knickt ihr weg, trotz Kissen. Ein sehr bedrückender Anblick. Noch dazu ist sie auch nicht die Fitteste und kann kaum noch laufen.


    Von daher kann ich alle anderen Meinungen hier nur bestätigen: Deine Schwiegeroma ist erwachsen - und ich finde es unglaublich wichtig, ihre Wünsche zu respektieren und akzeptieren.


    LG

    Pschureika

    Liebe steffi66 ,


    ich freue mich von dir zu lesen :hug:. Gut dass der Port drin ist, wenn auch mit großen Strapazen, wie ich deiner Schilderung entnehme.


    Deine Chemo läuft 24h? Du meine Güte, das ist aber lange!


    Trotz allem freue ich mich, dass du dich für diesen Weg entschieden hast. Die Entscheidung ob Chemo ja/nein ist dir ja nicht leicht gefallen. Und niemand kann dir bei dieser Entscheidung helfen - jetzt hast du das für dich richtige gemacht, und das ist gut so :hug:


    Deine Behandlung läuft jetzt und bitte sei dir sämtlicher meiner Daumen gewiss :thumbup::thumbup:. Vor allem für das Staging in drei Monaten - und auch sonst immerzu :thumbup::thumbup:


    LG

    Pschureika

    Liebe Ilas5 ,


    ich habe auch eine Genveränderung in einem PALB2-Gen mit unklarer Signifikanz.

    Das bedeutet, dass definitv eine Genveränderung vorliegt, diese aber noch nicht hinreichend erforscht ist.


    Zu meiner Genverändung (allerdings zur eindeutigen, nicht zur unklaren Variante) lief aktuell eine kleinere Studie, die belegt, dass ich evtl. Nutzen haben könnte von Olaparib. Hierzu muss die Klinik einen Antrag auf Kostenübernahme bei KK stellen.


    Ich würde an deiner Stelle nochmal genau beim Arzt deiner Mutter nachfragen, was genau da in ihren Genen gefunden wurde. Mit Sicherheit wurde auch ein Genetik-Gutachten erstellt, dieses kann sich deine Mutter aushändigen lassen. Ich habe meines zu Hause, da steht alles schön drin.


    LG

    Pschureika

    Ach liebe Susma ,


    du Arme! Was ist heute nur für ein beschi**ener Tag ;(! Wer von uns beiden macht es eigentlich wem nach? :/

    Na, egal, heute ist eben unser Heulsusen-Tag; und ich habe für mich erkannt und entschieden, dass solche Tage definitiv erlaubt und auch wichtig sind!

    Ich fühle mich übrigens auch nicht krank, außer dass die Leber zwickt, besonders heute nach der Therapie. Ansonsten fühle ich mich ganz normal - und trotzdem wissen wir was los ist. Es ist einfach nur grausam und an manchen Tagen kaum zu ertragen.


    Ich bin mir aber auch sicher, dass wieder bessere Tage kommen!


    Bist du in psychoonkologischer Betreuung? Ich gehe die Sache (hatte mich lange Zeit davor gedrückt) nun definitiv nächsten Freitag an. Entweder hilft mir die Dame und mir gehts besser oder nicht. Dann kann ich es immer noch sein lassen, aber ich will es nun versuchen.


    Ich :hug:dich ganz lieb und hoffe, dass es dir ganz schnell wieder besser geht, liebe Susi :*


    PS: Der von mir erwähnte "Heulsusen-Tag" war keine Anspielung auf deinen Namen :D, bitte nicht falsch verstehen :*


    GLG

    Pschureika

    Hallo ihr Lieben,


    ich möchte hier mal wieder berichten.


    Heute geht es mir nicht gut, allerdings eher psychisch als physisch.


    Ich war heute zur Chemo und die Leberwerte wurden mal wieder bestimmt. Als ich diese gesehen habe, bekam ich große Panik. Mein Gamma-GT liegt mittlerweile bei 330 ;(. Das ist das 10fache eines normalen Wertes. Ich hatte so große Angst und Panik, dass ich erneut nach einer Ärztin gerufen habe, obwohl ich soeben mit dieser gesprochen hatte. Da lagen die Werte aber noch nicht vor.


    Die nette Ärztin bat mich dann auch zum Gespräch und hörte mir geduldig zu. Ich saß da, ein Häufchen Elend, panisch und in Tränen aufgelöst. Den Tod sah ich schon mit der Sense vor mir auf- und abschreiten. Sie war wirklich bemüht, mich zu beruhigen, aber ich war wie versteinert und nichts kam bei mir an. Deshalb wurde zur Verstärkung der Oberarzt gerufen.


    Er war dann auch innerhalb weniger Minuten da und auch er wurde von mir vollgeheult. Da er nicht "mein" behandelnder Oberarzt ist, las er sich zunächst die Akte durch. Das fand ich sehr gut, denn somit war er im Bilde und ich wurde nicht mit lapidaren Aussagen abgespeist.

    Er meinte, er versteht meine Angst, aber es sei sehr wichtig, dass mich diese nicht auffrisst. Die Kraft brauche ich viel dringender für die Bekämpfung des Krebses. Er meinte weiterhin, die Klinik habe alles im Griff, ich werde genauestens beobachtet (bzw. meine Werte) und es bestünde aktuell kein Anlass zur Sorge. Er fragte mich, ob ich denn nicht vertraue? Ich antwortete, ich würde soooo gerne und tue es ja auch einerseits, aber andererseits lief bei mir in der Vergangenheit bei einer anderen Klinik und bei anderen Ärzten so viel schief, dass mir Vertrauen so verdammt schwer fällt.


    Er wurde nun ein vorgezogenes CT veranlasst. Den genauen Termin erhalte ich noch, es wird wohl Mitte Juli sein. Ich sagte zu dem Oberarzt, dass ich den regulären Termin des CTs wohl nicht erleben werde (Mitte August) bei diesen Leberwerten. Dem widersprach er aber rigoros. Er wisse ja nicht, was mir bis dahin passieren würde, aber vom Krebs her, werde ich sowohl den vorgezogenen als auch den regulären Termin erleben.


    Des Weiteren stellt er nun bei meiner KK einen Antrag auf Kostenübernahme für Olaparib. Es wurde wohl in kleinen Studien nachgewiesen, dass dieses auch bei PALB2 Mutationen wirkt. Aber vor einer evtl. Therapieumstellung wird erstmal das Ergebnis des CTs benötigt.


    Auch die Psychoonkologin wurde sofort zu Hilfe gerufen. Ich sagte dem OA, dass ich die Dame nicht benötigte, aber er ließ mich nicht gehen ohne sie zumindest kurz kennengelernt zu haben. Ich bin ihm sehr dankbar dafür, denn irgendwie hatte ich eine große Hemmschwelle, mich an die Dame zu wenden. Sie war mir sympathisch und ich habe nun kommenden Freitag nach der Therapie einen Termin bei ihr.


    Kurz zusammengefasst: Heute hat mich eine unglaubliche Panik heimgesucht, die ich nicht kontrollieren konnte. Und zum ersten Mal seit meiner Meta-Diagnose habe ich mich jemandem mitgeteilt und geweint. Ich habe die ganze Klinik rebellisch gemacht - und mir wurde zugehört und geholfen. Es hat gut getan. Und ich hoffe auf konstruktive Gespräche mit der Psychotante.


    LG
    Pschureika

    Das weiß ich jetzt nicht auswendig, ob eine von uns das erhält.

    Ich habe es leider nicht bis dahin geschafft, weil nach anfänglichem bombastischen Anschlagen wie bei dir (Lebermetastase von 7,5 auf 3 cm geschrumpft) später leider ein Progress stattfand.


    LG
    Pschureika

    Liebe Rose_S ,


    danke dass du dich gemeldet hast:*.


    Du meine Güte, was musstest du da nur emotional durchmachen =O. Ich glaub ich wäre auch heulend zusammengebrochen, wenn die bereits besprochene Narkose nun auf einmal nicht gegeben werden soll. Unglaublich! Ich verstehe dich soooo gut, und ich bin froh, dass du trotz emotionalem Ausnahmezustand auf die Narkose gepocht und diese erhalten hast. So konntest du das mit Sicherheit nicht angenehme Prozedere schön verschlafen. Es reicht schon, dass du dich im Nachgang mit Schmerzen herumplagen musst.


    Trotz allem klingst du stark und voller Energie, du Powerfrau! Es freut mich, dass du an eine tolle integrative Onkologin geraten bist, die weitere Untersuchungen veranlasst und dich unterstützt.


    Ich denke du bist auf einem sehr guten Weg :thumbup::thumbup: Mach weiter so und erhol dich gut von den Strapazen :hug: Und mach die blöden Knödel platt!:thumbup::thumbup::thumbup:


    LG

    Pschureika