Beiträge von Busenwunder

    Ich bin 2x geimpft und niemand weiß ja wirklich, ob es irgendwann Langzeitschäden gibt …

    Wie man aktuell auch beim Nationalfussballspieler sieht, gibt es hier wohl ein paar Missverständnisse über den Begriff Langzeitschäden. Langzeitschäden sind unerwünschte Nebenwirkungen, die lange fortbestehen, nicht Schäden die erst Jahre später auftreten.


    Sollten sich durch die Impfung unerwünschte Nebenwirkungen einstellen, dann wird dies zeitnah nach der Impfung geschehen, und zwar in dem Zeitrahmen in dem der Impfstoff systemisch wirksam ist. Das sind ein paar Wochen. In äußerst (!) seltenen Fällen bleiben diese Nebenwirkungen bestehen, das sind dann Langzeitschäden. Diese sind längst bekannt weil es einen unvergleichbar grossen Patientenpool gibt, der Daten in das Meldesytem einspeist.


    Was nicht passieren wird, ist dass Nebenwirkungen mit einer Verzögerung von Monaten oder Jahren auftreten, also quasi unerkannt vor sich hin schlummern um dann am Tag X aufzutreten. Das ist aufgrund des Wirkmechanismus der Impfung nicht möglich. Wenn du also nach 8 Wochen oder so keine Beschwerden nach der Impfung hast, wirst du auch keine mehr bekommen. So einfach ist das.

    Das ist vergleichbar mit den Neuropathien, die durch die Taxane verursacht werden. Wenn du sie bekommst, dann zeitnah nach der Chemo (durch die kummulative Wirkung der Infusionen kann sich der Schweregrad noch später verändern). Bleiben die Neuropathien bestehen, hast du Langzeitschäden. Hast du keine Neuropathien nach Abschluss der Chemo und Ende der Bioverfügbarkeit von den Taxanen im Körper, dann wird du auch keine mehr bekommen.


    Merke, es gibt jedoch unerkannte (symptomlose) Schäden, die zwar zeitnah entstanden sind, jedoch erst mit Verzögerung symptomatisch werden, beispielsweise Schädigungen des Herzens durch Chemo.

    Liebe Sylvi , fat shaming existiert und ist real diskriminierend. Es handelt sich leider um die ziemlich letzte gesesschaftlich akzeptierte Diskriminierungsform von Körpermerkmalen. Leider geschieht dies auch durch medizinisches Personal. Es ist mir keine Studie mit belastbare Daten bekannt, die Übergewicht als Ursache (und nicht als Folge oder Komorbidität) von systemischen Krankheiten erkannt hat. Bei Krebserkrankungen ist etwas extra Gewicht sogar von Vorteil für einen Behandlungserfolg. Ich kann dir nur raten, dich aus dieser Selbstbezichtigungsfalle zu befreien.


    Es gibt ein paar gute Seiten und Verbände, die gegen Diskriminierung von Dicke aktiv sind, beispielsweise das dicke Forum.

    hach Fiducia2020 , das hast du wieder schön geschrieben.

    Liebe Traveler , liebe Reisende, so kreuzen sich unsere Wege und wir gehen ein Stück des Weges gemeinsam. Doof, dass wir uns ausgerechnet im Schalentierland treffen, wo immer so viel Nebel liegt aber so ist es nun einmal. Auch hier gibt es Sehenswürdigkeiten, geniale Aussichtspunkte und super Sonnenaufgänge. Die Einheimischen sind ganz besonders liebenswert. Nimm dir Zeit um deine Kletterausrüstung zusammen zu stellen, denn der Weg ist ziemlich steinig und rutschig ist er auch. Unsere Reisegruppe hat ein grosses Repertoire an Equipment , Strickleitern und Taschenlampen für die dunklen Löcher, Hängematten, Powernahrung, Kraftpackete und vor allem viele helfende Hände. Und natürlich extra saugstarke Taschentücher.

    Du schriebst was von sinnloser Ablenkung, da möchte ich dich gerne korrigieren. Traveler Regel Nummer eins für diejenigen die sich noch in der Visawarteschlange befinden lautet nämlich genau das, Ablenkung, weil eh nix anderes hilft.

    Regel Nummer zwei wäre das Googelen zu lassen weil sich die Routen ständig ändern und du weißt ja wie das Internet ist...

    Die beste Tropenberatung findest du übrigens beim Krebsinformationsdienst.


    Und Regel Nummer drei ist: wir lassen dich nicht alleine


    Sei lieb umarmt von Busenwunder

    Ja, Aenneken, liebe Bea, ich nehme immer noch Zoplicon, seit einigen Tagen allerdings nur noch eine halbe Tablette. Das klappt sehr gut. Nach meinem jahrelangen verdrehten Rhythmus ist der Nachtschlaf so wichtig wie nur was. Ich bin außerdem 67 Jahre alt, was also soll mir passieren? Das Schlimmste, nämlich der Krebs, ist mir doch passiert. Schlafstörungen sind nicht ohne und ziehen auch schwere Krankheiten nach sich, das wird oft vergessen oder übersehen. An der Schraube der Schlafstörungen kann ich drehen. Ich bin jetzt ausgeruht, tagsüber fit und munter, es geht mir viel besser als in der Zeit mit den Schlafstörungen, ich habe viel mehr Lebensqualität. Ich muss mich nicht mehr durch den Tag quälen, da nehme ich lieber meine Einschlafhilfe, und es geht mir gut.

    Liebe Bonny und Frieda , das machen ich genauso wie du, selber Wirkstoff, mit der gleichen Begründung und auch Niedrigstdosis (hab die Tabletten sogar geviertelt) und das ist für ich der einzige gangbare Weg. Die einzige Alternative wären Antidepressiva gewesen und da erscheint mir Zopic .. riskiko- und Nebenwirkungsärmer. Beruhigend zu lesen dass du die selben Überlegungen dazu hast .

    Liebe Grüße von Busenwunder

    Oh liebe Katzi64 , das gibts doch nicht. Ich hatte schon vorher versäumt dir Genesungswünsche zu schicken, tut mir leid.

    Dir ist die Osteosynthese kaputt gegangen? Wie fies ist dass denn. Menno!


    Was da an gesammelten Versäumnissen immer in Krankenhaus passiert, ist einfach entsetzlich. Ständig sowas. Zeigt einfach nur wie unterbesetzt und überfordert das Krankenhauspersonal heutzutage ist.


    Alles alles gute für dich! Ich schicke dir feste Heilenergie

    Busenwunder

    Hach, ich bin da ja so bei euch.

    Als mir die ersten Pudellocken wuchsen war ich erstmal begeistert - Haare und dann auch noch lockig - yay! Ich hatte immer flunderplatte Haare. Bei mir kam es von anfang an gritzegrau nach. (den Geierflaum fand ich klasse). Ich hatte vorher getönt und wusste schon dass ich viele, sehr viele graue Haare hab. Zunächst einnal war ich froh dass durch die Glatzenzeit der Bruch eindeutig war und ich keinen Schaff mit Nachfärberei und Haaransatzgrauen mehr habe. Nun sind sie also voll grau. Die Locken fand ich klasse und hab mir, als alle Chemolocken rausgewachsen waren, die erste Dauerwelle meines Lebens gegönnt. Ja, ich seh alt aus. Ja, das grau macht mich alt. Viel älter als es muss. Da beisst die Maus keinen Faden ab.

    Jeden Tag schau ich in den Spiegel und frag mich: färb ich jetzt oder nicht? Ich kann mich nicht entscheiden. Hab keine Lust auf Färberei, der Aufwand, die Zeit, die Chemie undsoweiter. Ja, ich bin ein bisschen stolz dass ich zum Grau stehe aber genauso frustriert über die visuelle Unzweideutigkeit meines Alters. Ich hab da noch keine Lösung gefunden.


    Daher SaDe , mach womit du dich am wohlsten fühlst, es gibt kein Richtig und kein Falsch.


    Und ja, es ist eines der schöneren Probleme, die man haben kann....


    Lockige Grüße von Busenwunder

    Liebe Sylvie, herzlich willkommen bei uns.

    Ja das post Therapie Loch, darin ich auch reingeplumpst. Ich bezeichne das auch zuweilen als posstraumatische Belastungsstörung. Schließlich ist eine Krebserkrankung wie auch die enorm invasiven Behandlungen schon ein echter Broken. Da musste Seele erst mal hinterher kommen. Ich in nach Therapiende erst mal in Urlaub gefahren und da merkte ich wie weidwund ich noch war. Verängstigt und dünnhäutig obwohl ich das gar nicht zunächst gemerkt hatte. Ich glaube es hat an die 2 Jahre gedauert bis das Thema nicht mehr vollständig bei mir im Vordergrund war.


    Gib dir Zeit, sei mitfühlend und nachsichtig mit dir. Du hast enorm viel mitgemacht unddas muss erst mal verarbeitet werden.


    Alles Liebe von Busenwunder

    Liebe Kontrollfreak , ich hatte eine sehr ähnliches Erlebnis mit der Portsetzung wie du. Keiner hatte mich vorgewarnt, wie schlimm und brutal dieser Eingriff ist. Lokalanästhesie und sonst nichts. Bei mir war das der absolute Tiefpunkt der Behandlung. Du bist mit deiner Empfindung nicht alleine. Danach war mir der Port aber über drei Jahre ein guter Freund.

    Du hast Recht, gerade in dieser Zeit haben wir es verdient dass man rücksichtsvoll mit uns umgeht. Wenn du kannst, solltest du deine Erfahrungen an das Krankenhaus zurückmelden. Ich hoffe dass es von jetzt an nur noch gute Fortschritte Für dich gibt.

    Liebe Waldsee1976 , bitte versuche, dir nicht zu viele Sorgen zu machen. Ich hatte sowohl Resektion weil Ränder in erster OP nicht frei waren als auch 3 von 9 befallene LKs (teils kapselübergreifend, was scheinbar nochmal besorgniserregender ist) . Dazu TN und 3.8 cm großer Tumor. Trotzdem ist es bei mir soweit bis heute alles gut gegangen. Ich drück dir für die Staginguntersuchungen feste die Daumen.

    Liebe Blume12 , ich finde dieses unterschwellige Bedrängen zu einem Wiederaufbau unmöglich. Es gibt da Werbe-Slogans wie "Damit Sie sich wieder als Frau fühlen können" . Frechheit. Ich finde es total nachvollziehbar, dass Frauen diese OP möchten, dafür gibt es verschiedene Gründe. Aber zu unterstellen, dass das Vorhandensein von zwei erkennbaren Brüsten erst möglich macht, sich weiblich zu fühlen?

    ich bin da sowas von bei dir. Das treibt mir regelmäßig die Zornesröte ins Gesicht. Gerade zur Zeit der Diagnose, wenn sich die Frauen in dem Alptraum befinden, die Flut an Sorgen und Informationen über einen herein brechen, übt man noch diese Druck auf die Frauen auf. Das Forum ist voll von Beiträgen wo der Aufbau Komplikationen mit sich brachte, nach OPs, Nekrosen, Entzündungen, Kapselfibrosen etc und das empfinde ich ganz besonder schmerzhaft wenn sich dann auch noch später Metastasen einstellen. Ich würde jeder Frau raten, erst einmal etwas abzuwarten und nichts übereilig zu entscheiden. Die Ärzte sollten wirklich besser und emphatischer ausgebildet werden und längerfristige Lösungsmöglichkeiten aufzeigen statt Druck auszuüben.


    Kylie hatte ja genau diesen Weg gewählt (huhu Kylie). Zunächst als Amazone und später eine Angleichung der nicht erkrankten Brust machen lassen. Das Ergebnis ist wirklich toll, sieht aus wie 2 A Körbchen, total natürlich.

    Liebe Gonzi , das ist schön dass du diesen Gedanken mal aufschreibst. Auch ich kann mich nicht trennen und fühle mich mit diesem Forum und den wunderbaren Frauen verbunden. Es hat etwas von einem Loyalitätsgefühl. Es gibt viele Frauen denen ich mich nah fühle und für die ich mitfiebere. Auch bei mir gehört das Querlesen zur Morgenroutine. Das Forum hat mich immer durch die Zeit getragen wie ein schützender Mantel oder eine überlebenswichtige Nabelschnur. Ich lebe ja in Frankreich auf dem Land, wo es keine Selbsthilfegruppen gibt und ein derartiger Austausch nicht stattfindet.

    Schreiben tue ich aber so gut wie nicht mehr. Bei den kurativen denke ich das schon alles oft gesagt wurde und die am besten aufgefangen werden von denen die auch in Akutthearapie sind. Und die Neueren machen da einen fantastischen Job. Bei den palliativen bin ich eher sprachlos. Es stellt sich bei mir dann sogar wie eine Überlebensscham ein weil bei mir alles so doch so unproblematisch verlaufen ist. Da wird mir das Herz oft so schwer dass ich dann doch lieber austreten möchte. Was ich aber bisher nie über mich gebracht habe. Und ja, man traut dem Frieden ja nie.

    Ich grüße euch, ihr wunderbaren Frauen

    Busenwunder

    Heilige Schneise, da liegt wirklich viel im Argen bei euch was den digitalen Datenaustausch angeht. Ich will ja kein Salz in die Wunden streuen.In Frankreich nix Überweisung nötig (aber Hausatztpflicht) Labor und Bildgebung geht schwups digital an anfordernen Arzt und ich bekomme jedes mal meine eigene Kopie für eine Akten. So ne zentrale Krankenakte hat was für sich.

    Hallo Annillein ,

    Also meine Gyn meinte, dass die einen Nachweis/Bescheinigung benötigen, da sonst jeder ja da den Test machen würde.

    Und der scheint wohl echt sehr teuer zu sein.


    LG

    Wie jetzt- jeder? Jede Frau mit Brustkrebs oder Unterleibskrebs und anamnestisch festgestellter familiärer Häufung, wohl eher. Und da hat dieser Test ja wohl seine Berechtigung. Oder denkt sie dass jeder mal eben aus Spaß so einen Gentest machen will. Bin ich jetzt naiv wenn ich mir das nicht vorstellen kann? Kopfschüttel

    Liebe Dax , ich stelle mir eine herzförmige Seifenblase vor, die sich anfühlt wie eine warme Kuscheldecke. Mit dieser würde ich dich gerne umhüllen und sagen "alles wird gut". Oder die Situation einfach wie ein Aua wegpusten und ein buntes Pflaster drauf. Du bist noch so jung doch aus all deinen Beiträgen spricht soviel Größe und Weisheit. Du siehst dem Orkan in die Augen und bist bereit für das was kommt auch wenn man das eigentlich gar nicht sein kann. Viele Worte, die nur sagen wollen - Liebe Dax, ich bewundere dich und hoffe mit allem was ich habe dass die Metas erfolgreich behandelt werden.

    Es umarmt dich Busenwunder

    Müsst ihren Deutschland einen schriftlichen Nachweis über familiäre Krebserkrankungen bringen, um den Gentest machen zu können? Das ist ja heftig. Hier habe ich mit der Genetikerin meinen Stammbaum angesehen und die erkrankten Familienmitglieder markiert. Wobei, vielleicht waren sie auch einfach nur kulant, da sie mit deutschsprachigen Unterlagen eh nichts hätten anfangen können. Finde ich mmer wieder bestürzend, was den Erkrankten an Administration aufgebürdet wird.


    Liebe Grüße von Busenwunder

    Liebe geli, da reihe ich mich schnell ein. Diagnose Juni 2017, 3,8 cm grosser TN Tumor, 3 befallene LKs mit Kapseldurchbruch. BET, Adjuvante Chemo (3× EC 9x Pacli), Resektion, Bestrahlungen. Keine bekannte Genmutation. Bis heute Rückfallfrei.


    Summasumarum: Glaub deinem Arzt :)


    Du wuppst das!


    Busenwunder

    Liebe Amanda68. Den Worten von MoKo gibt es meiner Meinung nach nichts hinzuzufügen. Finger weg! Schluß, Aus, Ende.

    Auch wenn solche Geschichten immer einseitig berichtet sind und ich stets versuche, mir die andere Seite vorzustellen - das Verhalten deiner "Freundin" ist unakzeptabel, unethisch, rücksichtslos.


    Meine Meinung...


    Ich drücke dir die Daumen, dass du diese Verletzung bald hinter dir lassen kannst. Du brauchst deine Energie für die Heilung und solltest dich nicht mit so einem egoistischen Verhalten auseinander setzten müssen..


    Liebe Grüße von Busenwunder


    PS: Ich bin stolz auf dich, dass du nach Bedenkzeit das "Nein" klar formulieren konntest