Beiträge von Busenwunder

    liebe Baybsie , ich hatte anlässlich der Diagnose nicht mit diesen Problemen zu kämpfen (dafür bis heute mit massiven Schlafstörungen dank Hitzewallungen und es wird und wird nicht besser....).


    Allerdings hatte ich ähnliche Träume vor Jahren, nach einem Verkehrsunfall. Da hatte ich schlimme Alpträume, die sich um Verletzungen und Gewalt drehten. Heute weiss ich, dass ich damals eine unbehandelte posttraumatische Belastungsstörung hatte, wie Katastrophenschutz ja auch schon anführte.

    Heutzutage besteht dafür eine höhere Sensibilität aber wie es scheint ist deine Psychologin da nicht so wirklich drauf einzugehen.

    Liebe Pschureika , ich hoffe es geht dir gut?


    Das was Caro sagt mit dem Protokoll-Führen finde ich eine gute Idee. Ich denke nicht, dass deine Kollegin das kapieren wird (wenn sie nicht mal dein Kommentar verarbeitet hat) aber es gibt dir vielleicht eine Art von Genugtuung wenn du mitschreibst...


    Theoretisch ist es natürlich nicht wert, sich über solche Deppen den Kopf zu zerbrechen. Praktisch tun wir es aber trotzdem. Deswegen schläft dieser Thread ja auch nie ein.

    Ihr lieben, ihr könnt selbst koogeln. Hab ich jetzt auch gemacht. BOS172722 + MPS1-Inhibitor + triple negative.

    Dann kommt ihr zu Berichten einer Phase 1 Studie die in England gemacht wurde, beim The Institute of Cancer Research


    Phase 1 bedeutet dass der Wirkstoff das erste Mal bei Menschen getestet wurde. Das bedeutet dass dieser Wirkstoff noch weit enfernt von der Zulassung ist. Weitere Studien müssen folgen um die Wirksamkeit zu testen. Ganz am Ende kann man eine Zulassung beantragen. Es ist also noch zu früh zum Hurra Rufen aber schon mal ein sehr interessanter Forschungsansatz.

    Ich hatte da auch eine merkwürdige Erfahrung. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann werden die LKs zuerst radioaktiv markiert, um sie anatomisch aufzufinden. Dann werden sie wohl mit einem Farbstoff blau markiert, damit sie während der OP schön rausgeschnippelt werden können. Laut OP Bericht war die radioaktive Markierung ohne Probleme aber es gab keine Blaumarkierung wegen "rupture de stock". Eine hierzulande oft anzutreffende Beschreibung für "Ware ausgegangen / Lieferschwierigkeiten" des Farbstoffs. Rauschnippeln ging aber irgendwie trotzdem, und sie haben im Schnellschnitt gleich den Tumornachweis gehabt und bis Ebene 2 geschnitten (nicht ganz klar, wo das wohl ist). Ich hab mir wohl nur das blaue Gesicht erspart. Merkwürdig....


    In jedem Fall habe ich das so verstanden, dass die LK-Entnahme ja gar nicht mehr immer gemacht wird, wenn eh Chemo und Bestrahlungen folgen. Weil diese dann die Tumorzellen auch in den LKs platt machen.

    Liebe Dopamin , das tut mir so unendlich leid! Deine Seele war schon beim Leid und Tod deiner Mama zerbrochen und nun musst du deinen Vater auch noch gehen lassen. Wie schwer muss das für dich sein. Ich hoffe dein Vater konnte leicht hinüber gelangen.


    Ich hoffe auch sehr dass ihr euch in der Familie stützen und trösten könnt. Du hast die Gabe in den "kleinen" täglichen Gottesgeschenken Zeichen und Liebe deiner Mutter zu erkennen, das ist unendlich wertvoll. Ich hoffe du bewahrst dir das und wirst es weitergeben können.


    Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind bei dir.

    Liebe Jacqueline81 , erlaube mir eine kleine Anmerkung zu deinen Beiträgen. Für mich sind die enorm schwer zu lesen. Mir ist es nicht gelungen, deine längeren Beiträge von Anfang bis Ende durchzulesen. Das liegt an den fehlenden Leerzeichen nach Satzende (Punkt) und weil die Sätze so verschachtelt sind. Ich kann dir also sozusagen nicht folgen. Das ist keine Kritik, nur ein Hinweis, wie es sich bei mir darstellt. Könnte sein es geht anderen auch so und dann hast du deswegen ggs. weniger Rückmeldung als du möchtest.


    Liebe Grüße

    Liebe Annanas , noch schnell mein Erfahrungsbericht, damit du die Möglichkeiten einordnen kannst.


    Ich habe Körbchen A/B, allerdings einen recht breiten Brustkorb. Die Gynäkologin sagte "genug Masse".

    Mein Tumor war 3,9 cm in größter Ausdehnung und im oberen rechten Quadranten. Das ist also ganz schön groß.

    Ich hatte zwei brusterhaltende Mastektomien. Es wurd nur der Tumor rausgeschnitten. Zweimal, weil beim ersten Mal nicht alles vollständig entfernt wurde.

    Meine Brust sieht immer noch super aus! Ohne BH und mit T-Shirt siehst du keinerlei Unterschied. Oben ohne sieht man natürlich die Narbe aber nie hätte ich geglaubt dass es so gut werden könnte. Meine Brust mochte ich auch immer (deswegen wollte ich keine voll-Mastektomie) und sie ist immer noch schön, trotzdem da soviel weggeschnitten wurde.


    Daher ist dein Plan, erstmal abzuwarten, meiner Meinung nach die beste Option. Eine kosmetische OP kannst du immer noch machen lassen.

    Jede OP die du nicht machen musst, ist eine gute OP.


    Alles Liebe

    Liebe Cookie , oh, wie kann man das schnell zusammenfassen?

    Triple-negative Tumoren haben, wie der Name schon sagt, keine Rezeptoren für drei Andockstellen - 2 Hormone (Progesteron und Östrogen) und für HER-2/neu.

    Das bedeutet in der Konsequenz, dass man diese Andockstellten nicht blockieren kann, also mit Anti-hormonen und mit Antikörpern. Es bleibt also nur die Chemo. Das ist eindeutig der Nachteil von TN.


    Zudem sind TN Tumoren in der Regel schnell wachsende Tumorzellen (drückt sich im Ki67 Faktor aus, der übrigens bei mir nie bestimmt wurde).

    In der Konsequenz bedeutet das zweierlei (Achtung, Laieninfo, bin kein Arzt!)


    1) Vorteil: Chemosentitivität. Da Chemo die sich schnell teilenden Zellen angreift, ist die Chance hoch, dass man durch die Chemo alle sich teilenden Zellen erwischt. Im Gegensatz zu sich langsam teilenden Zellen, die ggfs die Chemo "verschlafen"

    2) Nachteil: Die Tumorzellen die von der Chemo nicht gekillt wurden (weil beispielsweise chemoresitent) werden - da schnellwachsend - schneller wieder ein Rezidiv verursachen. Statistisch gesehen am wahrscheinlichsten in den ersten drei Jahren.


    Bei hormonreziptiven Tumor hast du also

    - Vorteil: mehr Optionen, den Tumor anzugreifen

    - Nachteil: durch die "Schläferzellen" eine statistisch längere Zeit, wo ein Rezidiv auftreten kann - bis zu 20 Jahre wohl, was man so liest. Aber die Chance auf eine Neuerkrankung fällt wohl auch hier mit den Jahren ab.


    Aber dabei bitte nicht vergessen: Statistisch gesehen ist die Heilungrate für BK in frühen Stadium im Durchschnitt etwa 80%. Bei TN etwas niedriger, bei hormonrezeptiven etwas höher.

    Hallo liebe Jueli , herzlich willkommen im Club der Tapferen.

    Mach dich wegen der Lymphknoten nicht so verrückt. Das wird heutzutage nicht mehr so hoch gehängt, wie meine Vorschreiberinnen schon erklärt haben.


    Ich hatte 3 von 9 befallenen Lymphknoten, mein TN Tumor war knapp 4 cm groß und ich hatte adjuvante Chemo, also keine Ahnung ob PCR oder nicht. Zweimal BET. Nach-Resektion weil nicht alles im Gesunden entfernt. Tumor mit Brustmuskel verwachsen. Ich hatte eine abgespeckte Chemo, nämlich nur 3x EC und 9x Pacli. Das ist bald 2 Jahre her. Mir geht es gut :)


    Nur Mut!


    Alles Liebe vom Busenwunder

    Liebes engelchen3099 , ich versuche ja immer, irgendwo die positven Seiten zu finden. Bei dir ist immerhin genug Zeit seit der letzen Behandlung vergangen, dass du mit voller Kraft losstarten kannst. Das ist wahrscheinlich ein ziemlich lauer Trost, entschuldige. Es hilft ja nichts, jetzt muss du also wieder in den Kampf. Ich schicke dir von hier aus dafür schon mal Knieschoner (fürs Hinfallen) und Boxhandschuhe. Hau den Kröten auf die Mütze!

    Hallo DerKnuppimussweg , das sind wundervolle Nachrichten! Ein bisschen neidisch bin ich auf dein Ganzkörper-MRT, wie hast du das denn bekommen? Das hätte ich gerne einmal im Jahr für den Seelenfrieden.



    Liebes Inselkind93 , das hat Sonnenglanz sooo schön geschrieben. Und sie hat Recht. Und denke mal nur nicht, dass du die einzige bist. Auch wenn man die Akuttherapie gut überstanden hat, so ist man doch wirklich nicht mehr die Alte. Ich glaube dass viele von uns unter den Langzeit-Nebenwirkungen wie Fatigue leiden (ich auch, über 2 Jahre nach Ende der Theapie). Wir haben unserem Körper und unserer Seele einfach sehr viel zumuten müssen. Wir müssen nun immer sehr liebevoll mit uns selbst umgehen, auch wenn man manchmal einfach gerne nur "normal" wäre.


    Sei lieb gegrüßt

    Liebe Cookie , das kann ich nur voll und ganz bestätigen. Mir geht es genau wie dir. Wenn keine Wehwechen da sind, ist alles supi. Sobald irgend etwas wo zwickt- bin ich im Metastasen-Modus. Aktuell die Seiten - ganz klar Nierenmetas. Oder doch die Leber? Ich muss mir aktiv gut zureden, nein nein, du hast dich nur bewegt und das merkt man jetzt. Am schlimmsten ist bei mir die Schwitzerei - Stichwort Krebsschwitzen. Und die Müdigkeit. Ich wechsele hin und her zwischen - wird schon alles gut sein und - boah mein Körper ist voll mit Metas. Aber ich geh nicht zum Arzt. Doch, wegen einer Hauveränderung (ganz klar Hautmetas oder Melanom). War aber nur eine Hauteizung. Wirklich? Ich denke ja auch oft - mann, keiner checkt mich durch, da können sich die Metas sorglos überall ausbreiten und die Ärzte interessiert es eh nicht.


    Das einzige was mich halbwegs tröstet ist die Tatsache dass ich TN habe. Ich sage mir immer, das musst du nun 3 Jahre durchstehen und dann kannst du dich (etwas) entspannen. So Gott will....

    Liebe Pschureika , das kann ich sehr gut verstehen, dass der Haarverlust dich total runterzieht. Irgendwie waren die Haare ja immer ein Zeichen, dass man "es geschafft" hatte, dass man mit allem "durch" war. Nun wieder zurück zu Schritt 1, so fühlt es sich wahrscheinlich für dich an. Da man es nicht ändern kann, bleibt nur aktiv damit umzugehen. Neue Mützen kaufen und vielleicht wieder ein Fototagebuch? Eine Perücke mit einer ganz anderen Frisur? Ich fand es irgendwie hilfreich, den Haarverlust und die Rückkehr per Foto zu dokumentieren. Damit ist man der Sache nicht ganz so hilflos ausgeliefert.

    Ich fand die Glatze ja auch irgendwie praktisch - kein Styling nötig, keine Föhnerei und mein Hals war nie so sauber. Na ja, nicht wirklich ein Trost.

    Und sonst, wie geht es dir? Hast du schon Neuropathien?


    Lass dich ganz lieb umarmen

    von Busenwunder

    Ich verstehe halt nur nicht warum ein Rezidiv nach kurzer Zeit schlechter sein soll als ein Rezidiv nach längerer Zeit.

    Tut mir leid, dass es dich so schnell wieder erwischt hat, Star . Du hast sozusagen die Statistik bestätigt, dass bei TN Rezidive eher in den ersten drei Jahren auftreten. Rezidive nach längerer Zeit sind ja scheinbar eher bei hormonrezeptiven Tumoren zu finden.

    Meine Vermutung ist, dass je früher das Rezidiv nach Chemo auftritt, desto mehr spricht es dafür dass die Tumorzellen agressiv sind (wachsen schnell, daher frühes Rezidiv) und dass und einige der Tumorzellen resistent gegen die Chemo waren. Ich will nicht schwarzmalen, wollte nur versuchen, deine Frage zu beantworten.


    Alles Liebe von Busenwunder

    oh mann, liebes engelchen3099 , das tut mir undendlich leid. Wie unberechenbar dieser sch**** Krebs doch ist! Ich hoffe ganz stark dass die Chemo den Gewächsen den Garaus macht und möchte dir viel Kraft, Mut und Hoffnung schicken.


    Alles Liebe vom Busenwunder

    Katastrophenschutz , ich glaub schon dass die Bestrahlung einen Effekt auf die Schweissdrüsen haben (können). Auch bei mir ist da jetzt kaum noch Haarwuchs. Ich muss zugeben, dass ich sowieso kein Freund von Deo bin, nie gewesen. Tatsächlich hab ich gar kein Doo. Wenn nötig, klaue ich beim Männe, ansonsten eher mein Lieblingsparfüm oder halt Waschen. Hatte das Glück, dass ich nie viel geschwitzt hatte. Das hat sich geändert, obs Chemo-Nachwirkung oder Wechseljahre sind, das ist mir nicht klar. Antihormone bekomme ich ja keine, auch keine Antikörper. Baybsie , wie du es schreibst, ich schwitze nun auch an verschiedensten Stellen und es macht mir keinen Spaß, weil man nie weiss, wann einen die Attacken überfallen. Gerne Nachts und da die Herzfrequenz auch hoch geht, bin ich dann glockenwach.