Beiträge von Busenwunder

    Und die ganzen Untersuchungen sind Fluch und Segen in einem.

    Da sagst du was Debo30 . Ganz besonders bei einer reflektierten und pragmatischen Frau wie dir, kann ich das total nachempfinden. Ich frag mich oft, sollte man es in einer Situation wie deiner einfach wie die drei berühmten Affen anstellen oder doch eher dem Hang nach objektiver Informationskontrolle nachgehen. Wahrscheinlich ein unlösbarer Konflikt. Ich bin sehr betrübt dass du keine Ruhe von den ständigen Hiobsbotschaften bekommst und ziehe den Hut wie du die Balance zwischen pragmatischer Abgeklärtheit und Lebensbejahung hälst. Kann dir auch nur viel Liebe und warme Gedanken schicken. Fühl dich umarmt!


    Busenwunder

    Da ich ja nur lokal betäubt war, hab ich die Unterweisung auch mitbekommen ("....schau hier schneiden...hmm....warte ich helf dir...hmmm....bist du dir sicher, dass du nicht durchgestochen hast....mach das besser noch mal mit dem xy Faden....hast du gut gemacht....")

    aaargh, das ist der Stoff, aus dem Alpträume gemacht werden.... Da hilft nur Galgenhumor.


    Dass sie dir den extra verpackten Port samt Unterweisung zum Entsorgen für medizinischen Sonderfall mitgegen haben, hat mich jetzt echt zum Lachen gebracht. Mein Port wurde mir so ausgehändigt wie er war, blutig verschmoddert. Das erinnert mich daran dass ich den immer noch nicht gesäubert habe :D..... Meine Katzen fanden das spannend.


    An welche Adresse können wir Blumengestecke für die Beerdigung schicken?

    Liebe Wolkenherz , wie schon geschrieben wurde, was du fühlst ist völlig normal. Während der Therapie ist man in der Kampfmontur, wenn man die abgelegt, fühlt man sich sehr verletzlich. Mir ging das auch so, am Ende hin war ich regelrecht aggressiv. (Ich kann besser wütend als traurig) Ich hin ja auch TN und habe mir pragmatisch vorgenommen, die ersten 3 Jahre nach der Therapie nicht in die Zukunft zu schauen. Nun sind 4 Jahre um und ich erlaube mir das vorher Undenkbare zu denken : Ich bin vielleicht wirklich geheilt! Man liest viel beängstigendes über TN aber es hat auch viele Vorteile. Weniger aggressive Therapie und wenn nichts in den ersten Jahren nachkommt, dann hat man gute Chancen dass da auch nichts mehr später auftaucht.


    Lass dir Zeit um in das therapielose Leben anzukommen. Das geht nicht von heute auf morgen sondern ist ein Prozess.

    Das Leben nach der Diagnose wird nie wieder so sein wie vor der Diagnose. Dafür hat Körper und Seele zuviel mitgemacht. Aber es kann einem auch ungeahnte Kräfte geben, die einer Überlebenden.

    Alles Liebe von Busenwunder

    Liebe goldenpaws , ich bin sehr froh, du scheinst mit dir im Reinen zu sein. Ich habe immer ein ungutes Gefühl wenn ich manche Durchhalteparolen lese denn so wichtig es ist, (sich) nicht aufzugeben, finde ich es auch wichtig dass man in der Lage ist, die eigene Sterblichkeit zu akzeptieren. Wie du schreibst, möchtest du deine Energie auf deine Lebensqualität richten und nicht auf weitere Therapiequalen. Das finde ich sehr weise und stark. Ich kann mich dem Thema nur theoretisch nähern und möchte nicht urteilen. F0r mich wär das ehrliche Wort des Arztes hinsichtlich des zu erwarteten Therapierfolges wahrscheinlich eher eine Erlaubnis dazu, loszulassen. Wir durften so manche Frauen hier auf diesem Weg begleiten und es hat mich so sehr beeindruckt, wenn sich der innere Frieden Eingestellt hat, nach all der Qual.

    Ich schließe mich Debo30 s Worten an und wünsche dir eine schmerzfreie und friedliche Zeit. Sei von Liebe umgeben <3

    Ich möchte die "Krebs light" Diskussion an dieser Stelle nicht aufflammen lassen, dafür ist der entsprechende Strang da. Es ist aber für diejenigen die die Diskussion nicht nachverfolgt haben, wichtig zu wissen dass diese Bezeichnung von den Betroffenen eingeführt wurde und nie dazu, einer anderen die Erkrankung zu bewerten. Der Strang handelt um Befindlichkeiten und nicht um ein gegenseitiges Auf- oder Abwerten.

    Es ist aber schon so, dass eine Krebserkrankung nicht immer mies sein muss. Für diejenigen, die geheilt werden, kann die Erkrankung eine Chance auf ein besseres Leben sein. Für mich trifft das zu, aus verschiedenen Gründen, der wichtigste ist Dankbarkeit.

    Naturgemäß sind in diesem Forum diejenigen eher aktiv, für die die Erkrankung nicht gut verläuft. Und das machst was mit denen, die "nochmal davongekommen " sind. Ich Wollte das nur hier schreiben, damit kein Missverständnis auftritt.

    Beim Sohnemann, wären die Emla Pflaster zur örtlichen Betäubung vielleicht eine Möglichkeit ? Das wird von manchen vorm Port anstechen verwendet, ich glaub einige Stunden vor dem Event.

    Stimmt! Die hatte ich bekommen und die betäuben ziemlich gut die Haut. Vielleicht etwas umständlich für den täglichen Gebrauch aber in dieser Richtung gibt es vielleicht noch anderes, denke da an Cremes oder was Sportler manchmal bekommen, ist das Vereisungsspray?

    Liebe SaDe , ich hab seit Jahrzehnten ein paar Schrauben im Unterschenkel. Es kommt wohl auch auf die Stärke des Magnetfelds an + Ort der Schrauben im Verhältnis zu Magnetfeld. Sprich: meine Schrauben sind im Bein und Kopf + Brust MRT war problemlos. Weiss also nicht ob der Kiefer zu nah zur Brust wäre..... Dann kommt es wohl auch noch drauf an, was für Schrauben (Gewinde und so), und wie gesagt woher/Qualität. Vor vielen Jahren hatte ich zu Forschungszwecken ständig Kopf - MRTs und hab zu dem Zweck sogar beim Hersteller angerufen. Die fanden es problemlos. Damals hatte sich dann auch nur die Spirale bemerkbar gemacht (das war nicht lustig) aber nicht die Schrauben.

    Liebe @Sonne11 , versuche das für dich abzuhaken, denn es führt zu nichts und belastet dich nur. Erna66 und SaDe haben recht.

    Ich hatte auch die letzte Mammo vor Diagnose OB und als der Tumor bildgebend erkannt wurde, von irgend einem Arzt ein ähnliches Kommentar (hätte man letzes Mal sehen sollen). Ich hab das weggewischt, war mir nicht schlüssig.


    Für mich gehört BK zum allgemeinen Lebensrisiko. Mit dieser Einstellung geht es mir gut. (Aber ich hab zugegenermassen auch leicht reden....)

    Fack! Liebe Dax , das haben wir uns anders gewünscht. Es ist als ob deine Schalentierzellen schlichtweg deine Persönlichkeit wiederspiegeln - Superwoman - Stehaufmännchen- Zellen. In dem Fall muss man sagen - leider!

    Du bekommst deine neue Wonderwomanmaske und dann gibts ordentlich auf die Mütze. Gibtsdochgarnich

    <3<3<3

    Ich hatte diese Verhärtungen auch (und immer noch, fast 4 Jahre später), was mir auch viel Kopfkino bescherte. Der Onko war so nett, mir in den ersten 2 Jahren ein MRT zu spendieren. Das hat mich dann beruhigt und die Folge-Mammos haben auch nur therapiebedingte "Veränderungen in der Architektur " gefunden. Ich taste regelmäßig auf den Knubbels rum, damit ich ggf Veränderungen bemerke. Ich weiss nicht mehr genau wie lange es dauerte dass die Schwellungen weg waren, waren aber schon Monate

    Prim72 das wäre mir neu, dass sie den Schlauch drin lassen. Wenn du in diesem Thread zurück gehst, wirst du ein paar Fotos finden, auch von mir. Die Portkammer ist mit dem Schlauch verbunden und wird in einem heraus geschnippelt.

    Meiner wurde übrigens nie gespült. Sport bzw Bewegung war schnell nach der Entfernung möglich. Zurückgeblieben ist bei mir dass mich die Portnarbe zuweilen wie blöde juckt. Warum auch immer, denn das war vor der Entnahme nicht der Fall.

    oh, cool. Das finde ich mal eine schonende Herangehensweise - nicht gleich mit der Chemogiesskanne anzurücken. Es scheint dass du in guten Händen bist und deine Ärzte werden sicherlich einen guten Plan für die nächsten Schritte entwerfen. Toi toi toi


    PS: Nicht dass jemand denkt das wäre ironisch von mir gemeint. Einige Frauen wissen, dass ich im Vergleich zu anderen mit der gleichen Diagnose eine recht abgespeckte Chemo bekommen hatte. Bis heute mit Erfolg...