Beiträge von Sunny

    Guten Morgen zusammen,


    bin seit langem mal wieder hier und möchte berichten wie es mir die letzten Monate ergangen ist.


    Am 18 Juni hatte ich eine Wertheim-Meigs-Operation, dabei wurden mir 61 Lymphknoten entfernt von denen keiner befallen war, dadurch das der Tumor aber bereits den Halteapparat befallen hatte, musste ich im Anschluss eine Radiochemotherapie machen, 28 Bestrahlungen und 6 x Chemo (Cisplatin).


    5 Tage nach der Operation bekam ich 3 Lymphzysten, die 4 x punktiert wurden, eine davon war sehr groß. Mittlerweile gehe ich 2 x die Woche zur Lymphtrainage und 2 der Zysten haben sich aufgelöst, die Große ist etwas geschrumpft, aber sie hat immer noch eine Größe von 7,5 x 4,5 cm. Wenn sie nicht ganz weg geht, werde ich sie nochmal punktieren lassen und wenn das nicht hilft, dann gibt es noch die Methode etwas in die Zyste zu spritzen damit sie sich zusammenzieht. Mein Unterbauch und meine Beine laufen immer noch ziemlich voll, was sehr unangenehm ist. Nach der Op hatte ich 4 Wochen lang einen suprapubischen Blasenkatheter, es hat mich sehr viel Mühe gekostet den wieder los zu werden, da meine Blase nicht so wollte wie sie sollte. Zum Glück konnte ich nach der Op direkt in Reha und wurde dort medizinisch bestens versorgt. Für die Darmfunktion nehme ich Movicol, hatte lange Schwierigkeiten, aber so langsam reguliert sich das wieder.


    6 Wochen nach der Op ging es dann los mit der Radiochemotherapie, 1 x wöchentlich stationär für die Chemo und den Rest der Woche ambulant zur Bestrahlung. Die ersten 3 Wochen habe ich fast ohne Nebenwirkungen überstanden, bis auf den komischen Geschmack im Mund, die Geruchsempfindlichkeit und die Müdigkeit. Dadurch das ich gar keine Übelkeit hatte, konnte ich nach der ersten Chemo mit dem Arzt aushandeln das wir die Cortison- Tabletten weg lassen. Ich hatte in der ersten Woche sehr starke Nebenwirkungen davon bekommen, wie Atemnot, Mondgesicht, totale Kraftlosigkeit. Die ersten 3 Wochen der Radiochemo ging es mir ganz "ok", dann ging es rapide bergab, ich war nur noch müde, hatte keine Kraft mehr irgendetwas zu tun, meine Blase war wie gelähmt, ich wurde inkontinent. Zwischendurch hatte ich immer wieder Durchfälle, die gegen Ende der Behandlung immer schlimmer wurden und die ganze Behandlungszeit über hatte ich starke Blähungen.


    Am 18.09. war meine letzte Bestrahlung aber es hat noch ein paar Wochen gedauert bis es dann bergauf ging, mittlerweile fühle ich mich sehr gut, meine Blase und mein Darm haben sich gut erholt und funktionieren wieder ganz gut. Ich gehe jeden 2. Tag walken und warte auf meine 2. Reha, leider wurde diese von der RV abgelehnt, aber ich habe Widerspruch eingelegt. Es wird wohl noch eine Weile dauern bis ich körperlich wieder ganz fit bin, ich lasse meinem Körper die Zeit, auch wenn mir manchmal die Decke auf den Kopf fällt werde ich nicht überstürzt arbeiten gehen.


    Die letzten Monate waren sehr sehr schwer, bin oft an meine Grenzen gestoßen, körperlich und psychisch, aber ich habe es geschafft. Habe sehr viel gelernt und hatte Begegnungen die mein Leben bereichert haben, nie zuvor habe ich so starke Menschen kennengelernt wie in dieser Zeit, jeder einzelne hat meinen größten Respekt.


    Übrigens habe ich hier einen sehr lieben Menschen kennen gelernt, sie hat mich die ganze Zeit über begleitet, mich aufgebaut in meinen schwersten Stunden und mir immer wieder Mut gemacht. Danke, liebe Branwen!!! :) Freue mich schon auf unser Treffen. ;)


    Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag.


    Lieben Gruß


    Sunny

    Guten Morgen zusammen,


    auch an euch, Emma und Romy, ein herzliches Dankeschön für die lieben Zeilen. :)


    Habe mir jedes Profil angeschaut und es hat mich sehr berührt was hier manche schon hinter sich gebracht haben. Am Montag habe ich mit einer sehr netten Dame von der Selbsthilfegruppe in meiner Nähe telefoniert, dass hat mir so gut getan. Ich werde auf jeden Fall zu dieser Gruppe gehen, leider machen sie nächste Woche einen Ausflug und somit kann ich erst im Juni hingehen, vor meiner Op.


    Gestern war ein doofer Tag, zu den dunklen Gedanken hat sich dann auch noch eine Migräne gesellt....dank Tablette sind die Schmerzen jetzt weg, habe aber die halbe Nacht wach gelegen. :wacko: Hoffe das der heutige Tag besser wird, treffe mich gleich mit einer lieben Freundin, Quatschen, Essen, Bummeln und Lachen. :love:


    Möchte die nächste Woche wieder arbeiten gehen, rein körperlich fühle ich mich jeden Tag besser, die Wunde der Konisation heilt gut, aber ich kann mich psychisch noch nicht so ganz an den Gedanken gewöhnen den lieben Kollegen zu begegnen, Fragen zu beantworten, da wird sicherlich viel Schmelzwasser fließen. ;( Mein Chef hatte intern ja schon angekündigt das ich mehrere Monate ausfalle, um so überraschter war er als ich ihm vor ein paar Tagen mitgeteilt habe das ich vor der Op arbeiten komme. Muss dazu sagen, dass ich meinen Job liebe, bin schon 14 Jahre in der Firma und war selten krank. Allerding werde ich nicht wie sonst früh um 06:30 Uhr im Büro sein, ich werde auch nicht 100% geben können, denn ich möchte so gut erholt/ gestärkt wie möglich zur Op. Werde eine Woche vorher auch nochmal mit einer Freundin in Urlaub fliegen, dass machen wir schon 10 Jahre und alles war bereits gebucht als die Diagnose kam. Als der Arzt mir den Termin für die Op nannte, und er mir erklärte das es früher nicht geht (da die Wunde der Op vom 24.04. noch heilen muss), war mir klar das es einfach vom Schicksal so gewollt ist das ich in Urlaub fliege.


    So, jetzt muss ich aber schnell ins Bad. :rolleyes:


    Ich wünsche Euch einen schönen Tag.


    Lieben Gruß


    Sunny

    Guten Abend zusammen,


    Branwen , vielen Dank, ich werde Dir morgen eine PN schreiben, bin heute Abend bei meiner Schwester, werde über Nacht bleiben. :rolleyes:


    Ja, wir sind schon eine Kämpfer- Familie, aber irgendwie reißt es nicht mehr ab, ein Schicksalsschlag nach dem anderen....aber auch diese Hürde werden wir gemeinsam schaffen.


    Ich habe mir vorgenommen nächste Woche wieder arbeiten zu gehen und vor der Op noch ein paar Tage mit einer Freundin weg zu fahren....Kraft tanken für die Op.


    Gabriele , vielen Dank für deine lieben Zeilen, es hat so gut getan von Dir zu lesen. Weißt Du was, mein Balkon ist wunderschön, ich liebe Blumen, die Stiefmütterchen in den Kästen haben überwintert und sind wunderschön, zudem habe ich mir noch Edellieschen geholt, die sollen ja den ganzen Sommer blühen. Wenn ich aus dem Kh komme werde ich mich auf den Balkon setzen und die Blumenpracht genießen. :)


    Ich bin so froh das ich hier "gelandet" bin.... so viele starke Frauen hier und so viel Herzlichkeit. Ihr könnt stolz auf euch sein!!!! Ich hoffe auch irgendwann anderen helfen zu können, so wie ihr mir jetzt helft.


    Wünsche Euch einen schönen Abend.


    Liebe Grüße


    Sunny

    Hallo Branwen,


    auch Dir ein großes DANKESCHÖN für deine Antwort.


    Ich habe auch das Gefühl hier richtig zu sein und nächste Woche gehe ich zur Therapie, dass wird mir sicherlich auch wieder ein Stück helfen.


    Manchmal bin ich stark und dann weiß ich ganz sicher das ich es schaffen werde, denn ich WILL es schaffen und alles auf mich nehmen was dazu gehört um wieder gesund zu werden. Zwischendurch schleicht sich aber dann leider wieder so ein doofer Gedanke ein... ?( ...der mich dann schwach macht.


    Du hast sicherlich recht, stark zu sein ist wohl der Anspruch den ich an mich selbst habe, alle um mich herum sind sehr besorgt und ich denke das ich ihnen das nicht antun kann. Allerdings kenne ich ja auch die andere Seite, letztes Jahr ist meine Schwester an Hautkrebs erkrankt, sie spritzt derzeit Interferon und vor 10 Jahren ist mein Vater an Blasenkrebs erkrankt....ich hab ihnen zur Seite gestanden und wir haben es gemeinsam geschafft!


    Du hattest auch Gebährmutterhalskrebs? Vielleicht magst Du mal Chatten?


    Lieben Gruß


    Sunny

    Hallo Nicole,


    auch Dir vielen Dank für deine lieben Zeilen. :)


    Der Kampf mit der Krankenkasse hat mich sehr viel Kraft gekostet, 5 völlig fremden Menschen am Telefon erklären zu müssen das man schnell Hilfe braucht und Todesängste hat, ist schon sehr demütigend, aber ich habe mir immer den nächst höheren Chef geben lassen..... X(


    Ich möchte für meine Familie und meine Freunde stark sein! Ja....warum eigentlich? Vielleicht um ihnen den Anblick meines Leids zu ersparen....mein rumgeheule aus heiterem Himmel.... ;(


    Am Samstag war ich mit meiner Schwester einkaufen und ich sagte ihr das ich mir erst nächstes Jahr neue Blumenkästen für den Balkon holen möchte....wenn ich noch kann, darauf hat sie spontan geantwortet "und wenn Du nicht kannst dann leihe ich Dir das Geld dafür"....da musste ich grinsen, denn meine Äußerung bezog sich ja nicht darauf ob ich es mir finanziell leisten kann.


    Wünsche Dir einen schönen Tag.


    Lieben Gruß


    Sunny

    Guten Morgen Phönix,


    danke für deine lieben Zeilen, es berührt mich sehr und jetzt fließt das "Schmelzwasser" mal wieder. :huh: Aber was raus muss muss raus. :)


    Habe die letzten Tage überlegt ob ich mich in einem Forum anmelden soll, als ich gestern dieses hier entdeckt habe, war mir gleich klar, dass hier der richtige Platz für mich ist.


    Wünsche Dir einen sonnigen Tag, die Sonnenbrille hast Du ja schon an. 8)


    Lieben Gruß


    Sunny

    Hallo zusammen,


    ich bin 46 Jahre, habe einen 25jährigen Sohn, bin geschieden und lebe in dem schönen Rheinland.


    Nach meiner Krebsvorsorge im Februar ( ich gehe regelmäßig, 1x im Jahr) hatte ich einen verdächtigen Pap Abstrich, nach 4 Wochen wurde dieser wiederholt und wieder war der Pap- Befund auffällig. Am 24.04. hatte ich eine Konisation und Ausschabung in einer Klinik, letzten Montag habe ich die Diagnose Gebährmutterhalskrebs bekommen.


    Am 18.06. werde ich operiert, nach "Wertheim- Meigs".


    Seit dem Anruf von meinem Arzt geht es mir sehr sehr schlecht, ich habe solche Angst, nicht vor der Op, die laut meinem Arzt "kein Spaziergang" wird, sondern davor, es nicht zu schaffen gesund zu werden. Da ich auf die Schnelle keinen Termin bei einem zugelassenen Therapeuten bekommen habe, bin ich direkt zu einer Psycho- Onkologin die keine Kassenzulassung hat, nach einem "Kampf" mit meiner Krankenkasse, kann ich nun bei ihr eine Therapie machen.


    Meine Schwester hatte letztes Jahr ein Malignes Melanom, mein Vater vor 10 Jahren Blasenkrebs und die Lebensgefährtin von meinem Vater hatte vor 4 Jahren einen großen Tumor im Eierstock. Von ihnen, sowie von meinen Freunden, habe ich große Unterstützung, aber ich weiß was ich ihnen gerade "abverlange" und das ich für sie stark sein muss.....was mir leider nicht immer gelingt!


    Ich hoffe hier auf Frauen zu treffen mit denen ich mich austauschen kann und ich möchte auch zur Selbsthilfegruppe in meiner Nähe gehen.


    Lieben Gruß


    Sunny