Beiträge von Linde

    Liebe Blume, manoman - lass dich ersteinmal vorsichtig in die Arme nehmen, ich geb gern eine Portion Kraft an dich weiter! :hug:Es ist vielleicht doch bei dir ein ganz besonderer Fall. Aber ich nehme mit, dass bei einer Brustentfernung erstens nicht alles ratzeputz weg ist und dass zweitens nicht zwangsläufig viele Lymphknoten entfernt werden. Bei mir ist es ja vergleichsweise simpel - sofern es keine neuen Überraschungen gibt.


    Irgendwo gibt es einen "Daumendrücken" Bereich... leider finde ich den nicht. Hast du eine Idee, wo er sich versteckt?

    Viele Grüße aus Regen und viel Wind

    Linde

    Liebe starke Fori-Frauen !

    Ich hab da eine vielleicht dumme Frage. Ich befasse mich immer mehr mit dem Gedanken einer Mastektomie. In der Klinik wurde ich jetzt doch mehrfach darauf angesprochen, mir wegen Her2/neu positiv 3+ darüber Gedanken zu machen. Nachdem ich so gelesen habe, wie wichtig ja unsere Lymphknoten sind, frage ich mich, ob bei einer Mastektomie alle Lymphknoten entfernt werden müssen :/ ? Weg sind bei mir bisher nur 4 nicht befallene :) Wächterknoten. Der Eingriff war am 27.7. Das "Ei" in der Achselhöhle hat mich erst irritiert, ist dann aber immer kleiner geworden und jetzt fast weg. Übrigens: letzten Montag hatte ich meine erste Chemo (FEC), und gestern wurde bei der Clipmarkierung festgestellt, dass der fiese Tumor von 7 mm auf 4 mm geschrumft ist. (Ich frage mich immer wieder, warum ein solches Winzding mir so gefährlich sein kannX(.)

    Nebenbei: Am 30.8. wurde bei mir der Port gelegt. Als es um Blutdruck ging etc. wollte eine der Schwestern nicht meinen rechten Arm nehmen - der hat eigentlich immer etwas bereitwilliger Blut hergegeben. Da habe ich ERSTMALS gehört, dass von diesem Arm nie wieder Blut entnommen werden darf, auch kein Blutdruck gemessen etc. Von Mückenstichen wusste ich bis heute nichts. Habe ich erst hier gelsen. Irgendwelche Übungen wurden wir auch nicht gezeigt. Mehr noch: Auf Station nach Entfernung der Lymphknoten haben Studenten versucht, an drei Stellen am betroffenen Arm Blut abzunehmen :cursing: Da ich nicht wusste, dass man das gar nicht mehr machen darf, habe ich nichts gesagt - obwohl es völlig schiefging. Ein Bluterguss ist noch immer nicht vollständig verschwunden. Vielleicht erklärt das ja meine (nicht so starken, aber auffälligen) Schmerzen im Berich der Rippen am Rücken - vor allem, wenn ich auf der Seite liege.


    Vielleicht ist das ja mit den nur 4 Lymphknoten lächterlich - ich weiß nicht ?(, habe es bisher nicht wirklich wichtig genommen. Und es schein mir im Vergleich zu vielen von Euch auch weit weniger bedeutend. Aber wie es nach einer vollständigen Entfernung der Brust aussehen könne, ist dann evtl. eine andere Nummer. Kann von Euch jemand was dazu sagen?

    Liebe Grüße aus einem verregneten Unterfranken

    Linde

    Liebe Celia, auch ich möchte dich noch herzlich begrüßen und ganz vorsichtig drücken:hug:. Du konntest bestimmt aus dem, was hier schon alles geschrieben wurde, herauslesen, wie stark "frau" ist und wie einfühlsam. Ich bin auch noch recht neu und habe hier viel Sicherheiten gewonnen. Auch, wenn wir alle diese Monster in uns schnell loswerden wollen, kann es gut sein, dass es seine Zeit braucht. Die Ärzte wissen, was wann am wichtigsten ist. Das ist meine Erfahrung. Und wir müssen währenddessen irgendwie mit unserer Seele, mit der Angst, der Hilflosigkeit, der Hoffnung .... mitkommen. Seit meiner ersten Diagnose Mitte Mai bin ich viel ruhiger geworden. Meine erste Chemo ist nächsten Mittwoch (neoadjuvant). Anfangs dachte ich immer: das ist ein böser Traum, wach endlich auf. Aber jetzt ist das vorbei. Ich hab es angenommen und werde den Kampf gewinnen - und ich bin nicht die einzige, im Gegenteil!!!!


    Es braucht Zeit, liebe Menschen, die einem helfen und trösten, manchmal Mut und ein wenig Glück aber auch Geduld. Und den unbedingten Willen - klar: du schaffst das!!

    Hier sind viele, die für dich da sind - und wenn es nur zum Zuhören ist

    Linde

    Liebe Survivor, die eigenen Sorgen und Ängste werden manchmal ganz klein, sieht man, was andere Frauen zu tragen haben. Rat geben kann ich leider nicht, bin noch ein ziemlicher Grünschnabel. Ich wünsche dir umso mehr weiter viel Zuversicht, Kraft und jede Freude, die dich umgibt. Seit ich meine Diagnosen im Mai Schlag auf Schlag bekommen habe, hat sich mein Blick auf das Leben sehr verändert. Allerdings geht es mir bis auf die Auswirkungen der OPs auch richtig gut - davon würd ich dir gern was rüberschicken :):*

    Linde

    Hallo Mondsonne, schön, dass du hier nun auch dabei bist und zwischen allen individuellen Wegen im Umgang mit den jeweiligen Diagnosen deinen Platz finden kannst - wenn du magst :) herzlich willkommen!

    Du hast so viel schon geschafft und sicher auch deine eigenen Ressoucen mehr und mehr entdeckt! Das ist fast genauso wichtig wie die Schulmedizin - du schaffst das :P und viele Power Frauen sind hier für dich da :hug:

    LG

    Linde

    Liebe Edita, freu dich, dass es losgeht .... Seit meiner Diagnose BC im Mai warte ich sozusagen, da erst der Darmkrebst raus musste, dann die Wächterknoten, dann wieder auf die Beide kommen. Donnerstag habe ich endlich wieder Termin in der Frauenklinik. Ich weiß, sie haben schon irgendeinen Termin für mich für den 28.8. gemacht - vermute für den Port. Ich kann nur spekulieren, dass nächste Woche die neoadjuvante Chemo startet. Sie wollten es mir aber am Telefon nicht sagen, kam per Zufall raus. Meine Einstellung nach so langer Zeit: ich verbünde mich mit all den Waffen gegen die beiden Krebse, die noch in der Brust sitzen. Vielleicht sehe ich es nach dem ersten Kampftag anders - aber ich will es so versuchen.

    Vielleicht magst du berichten, was beim Gespräch rauskam?

    LG

    Linde

    Hallo zusammen, wenn man in den Übersichten basisch wirkender Nahrungsmittel nachliest, dann findet man dort auch die Zitrone. Nach meinem laienhaften Verständnis fand ich das zunächst auch irgendwie widersinnig - stimmt aber:hug: Aber: Genuss ist was anderes<X Nachdem ich jedoch an verschiedenen Stellen was von der Wichtigkeit dieses basischen Zustandes gehört hatte dachte es .... schaden wird es auf keinen Fall.


    Wünsche allen einen schönen Tag!

    Linde

    Liebe Chili, auch wenn jedes Leben, jede Krankheitsgeschichte einzigartig ist, findest du hier in diesem Forum ganz sicher Frauen mit gleichen oder ähnlichen Erfahrungen, wie du sie gerade machen musst. Nach dem ersten Schock sich neu zu orientieren, ist sehr sehr schwer - selbst dann, wenn man nicht allein ist. Schau dich hier in den verschiedenen Foren um. Ich habe allein durch das Lesen so mancher Beiträge Ermutigung erfahren, Orientierung, Idee für Fragen und Forschen. Und hab ein wenig Geduld - es braucht vielleicht etwas Zeit, sich an seine eigenen Stärken zu erinnern, die du ganz sicher auch haben wirst. :thumbup::) Du wirst sehen: es gibt nicht "den" Krebs, sondern so viele, wie Krebserkrankte. Und darauf wird dann die entsprechende Therapie entwickelt. Auch wenn ich die Ärzte manchmal als überlastet empfinde, habe ich insgesamt das Gefühl, richtig behandelt zu werden. Aber: Man muss mehr denn je lernen, sich zu holen, was man braucht. Und dafür, das konnte ich auch lernen, gibt es gerade im Zusammenhang mit Brustkrebs unglaublich viele Angebote.


    Fühl dich hier gut aufgenommen

    Linde

    Liebe Foris :-)

    je tiefer ich in dieses Forum einsteige, desto mehr Respekt habe ich vor so viel Frauen-Power, Humor, Offenheit, Fähigkeit zu diskutieren. Die Fähigkeit, Trauer auszudrücken und Mut zu machen, mitzutragen, zuzulassen, berührt mich sehr. Ich bin sehr gern dabei :hug:

    Ich habe heute früh im Profil mal über mich selbst geschrieben.


    Ich hoffe, bei allen scheint heute die Sonne - wenn nicht am Himmel so doch wenigstens im Herzen. Ich sende Euch wärmende Strahlen:love:

    Linde

    Lecker <X dann ab morgen früh ein Löffelchen- ich machs mal mit Zitronensaft. Du sagst es: schaden kann es bestimmt nicht.

    Wünsch dir und allen nachtaktiven Foris einen guten Schlaf und schöne Träume

    LG

    Linde

    Hallo Edita, was hat es mit dem Natron aufsich? Eine Freundin hat mir heute empfohlen früh morgens etwas Natron mit dem Saft einer Zitrone zu trinken. Was macht das? :rolleyes:

    LG

    Linde

    Hallo Edita, so viele Erfahrungen ähneln sich und das tolle hier ist: sie stehen uns allen gemeinsam zur Verfügung. Ich bin hier auch noch ein Frischling und sooooo froh, das Forum gefunden zu haben !!! Dennoch ist jeder Weg für jede von uns einzigartig. Nach der Diagnose des ersten von drei verschiedenen Tumoren hatte ich das Gefühl, mit voller Geschwindigkeit gegen eine Wand gefahren zu sein. Dann kam bald der Wunsch, aus der passiven Rolle rauszukommen und ich habe an Büchern alles verschlungen, was ich gut fand. Vor allem zur Ernährung. Wir haben dann zuhause (die Kinder sind schon aus dem Haus) voll auf Ketogen umgestellt. Also fast null Kohlehydrate, null Zucker. Die in den Büchern zitierten Studien haben mich überzeugt. Das ging bis zur OP meines Darmkrebses (den ich dankbar erfolgreich losgeworden bin). Nach der Entlassung aus dem KH wog ich aber leider nur noch 48 kg bei 169 cm. Nachdem mir vor 2 Wochen der Wächterknoten wegen der beiden Biester in meiner Brust entfernt wurden, ging es auch mit der Kraft sehr bergab. Ich habe daher die "Diät" etwas modifiziert, esse etwas Kohlehydrate aber nach wie vor keinen Zucker (ist genug in Beerenfrüchte, von denen ich viel esse<3). Und dann habe ich mir eine Maschine für Smoothies geleistet, für grüne Smoothies. Das vertrage ich sehr gut 😊 nach der Darm-OP. War für mich eine ganz neue Welt, die mir aber Freude macht. Ich glaube schon, dass Ernährung was ganz wichtiges ist - aber ich will unbedingt auch Freude und Genuss haben und mich nicht "quälen" (das machen schon andere :cursing::cursing:) Auf jeden Fall hoffe ich, bis zu Beginn meiner Chemo wieder einigermaßen beieinander zu sein. Für mich und meinen Mann ist die Beschäftigten mit diesem neuen Thema sehr positiv, würde es aber nie zum Dogma machen wollen.


    Liebe Edita, Du wirst sicher (heraus)finden, was dir guttut- das ist das wichtigste! Wenn ich bedenke, was mir bald bevorsteht, dann bin auch ich ja noch ganz am Anfang und sehe sehr froh über die ermutigenden Worte vieler hier im Forum, die uns so warmherzig aufnehmen.

    LG

    Linde

    Liebe Maria-Luise, es ist bestimmt nicht einfach, für sich selbst nach einer solchen Diagnose und Behandlung zu sorgen und sich gleichzeitig zu fragen, wie es bei den Kindern werden kann. Auch diese Sorge kannst du sicher hier mit anderen teilen und die Zuversicht, dass so vieles doch gut wird oder bleibt.

    Auch von mir sende ich dir viel Kraft für die Behandlungen, die noch vor dir sind - und dass sie bestimmt den Erfolg bringen !!!

    Liebe Grüße

    Linde

    Hallo Elisabeth8, es ist eine gute Gemeinschaft hier - so virtuell und gleichzeitig so real und nah am Leben. Ich drücke dir fest die Daumen, dass es jetzt nur noch gute, neue Nachrichten für dich gibt! Ich schaue voller Hoffnung auf den Beginn meiner neoadjuvanten Therapie - gleichzeitig gruselt es mich. Aber hier können wir alle Ermutigung finden - das tut gut!

    Liebe Grüße

    Linde

    Hallo Brain, schön, dass du dieses Forum durch dein Dabeisein bereicherst! Ich bin zwar auch noch ziemlich "neu" und auch erst am Anfang meines Weges - aber umso mehr nehme ich auf, welche Erfahrungen andere schon machen konnten / mussten ....wie auch du. Es ist ein guter Mechanismus unserer Seele, dass schmerzhafte Erfahrungen mehr und mehr verblassen. Vor allem dann, wenn du siehst, dass es immer ein wenig besser wird. Und so soll es doch bis zu deinen OPs sein:)

    Liebe Grüße sendet dir

    Linde

    Guten Morgen :-)

    eure guten Wünsche und Worte sind bei mir angekommen, wie frischer Morgentau :):* Ehrlich: ich fühle mich stärker und "sehne" :evil: mich fast danach, dass die nächsten Behandlungsschritte endlich beginnen und den Schwebezustand beenden. Das Lesen in euren Geschichten macht Mut! Donnerstag werde ich wissen, wie es mir mir weitergehen wird. Sehr hilfreich war es für mich, all meine Diagnosen noch einmal mit einer Ärztin vom Krebinformationsdienst durchgehen zu können - Danke für den Link:hug:Ein Telefonat, ganz in Ruhe geführt - wirklich gut!!! Jetzt verstehe ich auch etwas mehr, was Antikörpertherapie und was Chemo ist.


    Liebes Nordlich42: Ob ich will oder nicht - manchmal denke ich schon darüber nach, was ich in den vergangenen Jahren falsch gemacht haben. Die Gedanken kommen einfach, ob ich will oder nicht. Klar ist das müßig, dennoch überfiel mich eines Morgens der Gedanke " du hast dein Leben verzockt". Das tat und tut sehr weh, wie irreal es auch sein mag. Aber alles ist nun einmal mit allem verbunden - im Guten wie im Schlechten. Gut ist: die Narbe von der Entfernung der Lymphknoten heilt, darunter fühlt es sich aber an, als läge dort ein kleines, festes Ei X(.


    Nach dem heftigen Regen und Sturm gestern Abend scheint hier heute wieder ganz wunderbar die Sonne 8) Ich wünsch euch allen einige herzerwärmende Strahlen (ich sammle welche für die dunkle Jahreszeit).

    Liebe Grüße:)

    Linde

    Ja, Ika-Ulm, es ist wirklich unglaublich, welche Energien in unseren Körpern stecken. Ich bekomme einen Vorstellung, wenn ich im Forum "stöbere". Bei vielen von Euch lese ich, wie gut Bewegung tut, die bringt mir Kraft und Freude. Im Sommer ist es wohl etwas leichter, rauszugehen. Vor der grauen Jahreszeit fürchte ich mich ein wenig. Aber ich bin Teil einer Gemeinschaft starker Frauen :*

    Was mich ganz demütig und dankbar sein lässt: ich profitiere von allen Erfahrungen, die Ihr gemacht habt und Eure Ärzte ... seit vielen vielen Jahrzehnten, genauer seit Jahrhunderten. Und die nach uns werden es hoffentlich auch wieder ein bisschen leichter haben.

    Danke auch an Alice für das Willkommen:) Ich merke, dass ich noch immer in meinem "Image" stecke: stark sein, alles im Griff zu haben (vor allem sich selbst) und alles gut zu managen. Ich lerne loszulassen:);( wie Kirsche schrieb: alles kann, nichts muss ...


    Hier strahlt die Sonne von einem blitzblauen Himmel, an dem sich die Schwalben austoben - wie wunderschön

    Habt alle einen guten Tag:):)

    Linde

    Liebe „Foris“ – das erste neue Wort, das ich hier gelernt habe :)

    Einige Male habe ich dieses Forum schon geöffnet, habe gelesen, gestaunt, mitgefühlt und mitgehofft. Es ist eine wunderbare Art und Weise, wie Ihr alle miteinander umgeht. Vieles hat mich sehr berührt. Und so habe ich meine Bedenken über Bord geworfen und mich gestern angemeldet. Ein wenig fühle ich mich wie ein Erstklässler, weil ich so vieles (noch?) gar nicht verstehe. Ich versuche mich darauf einzustellen, dass der „Unterricht“ hart wird. Mit dem Fortschreiten der Behandlung (hoffentlich nicht der Krankheit) werde ich wohl mehr und mehr in dieses Universum – in dem so viele von Euch so bewundernswert mutig ihren Weg gehen – eintauchen. Ich habe es nicht gewollt, niemand will dieses Ticket ziehen. Aber so ist es nun einmal. Und hier fühle ich: niemand muss allein bleiben. Das ist großartig. Ein wenig zu mir:


    Das Jahr 2017 wurde für mich das Jahr 1 meines neuen Lebens = Quersumme von 2017 ^^. Im April wunderschöner Urlaub in Griechenland, am 3. Mai OP-Termin, um endlich mal meine Schulter vom Kalk zu befreien. Man wird ja nicht jünger dachte ich, und es ist Zeit, Dinge mal in Ordnung zu bringen. Im Alter von 62 fühlte (ja, ich muss jetzt in der Vergangenheitsform sprechen) ich mich völlig fit und gesund. Am 18. Mai ertastete ich rechts außen an meiner rechten Brust einen Knoten, der mir sehr seltsam vorkam. Nach sofortiger Überweisung meiner Frauenärztin folgten am 24. Mai weitere Untersuchungen und am 30. Mai die Biopsie. Das Ergebnis am 9. Juni: ein 9 x 7 mm großes Karzinom, Her2neu-negativ G2, Ki-67 25 %, Östrogen-Status 98 %. Da alle anderen Untersuchungen (ich fand, man hat mich auf den Kopf gestellt) keinerlei sonstigen Befall zeigten, sagten mir Menschen mit entsprechender Erfahrung: das ist nicht schlimm, ist gut zu machen und zu schaffen. Zahm wie ein kleines Hauskätzchen. Ich war ein wenig beruhigt.


    Am 9. Juni habe ich Magen und Darm untersuchen lassen, denn ich hatte Blut im Stuhl. Dachte, es käme von zu viel Ibuprofen, bin darum nicht gleich zum Arzt gegangen – es war aber leider Krebs (letzte Darmspiegelung eineinhalb Jahre zuvor :cursing:! ) Das Glück: es war ein anderer als der, der in der Brust sitzt. Erfolgreiche OP am 3. Juli, nachdem sich das Tumorboard der Uniklinik einig war, dass zuerst der Darmkrebst angegangen werden muss. Nun habe ich 40 cm weniger. Am Tag vor der Entlassung, am 11.7., Anruf von der Frauenklinik, sie haben da noch etwas auf den Aufnahmen gesehen, was nicht eindeutig ist. Also: weitere Biopsie an anderer Stelle.

    Ergebnis am 17.7.: Her2/neu positiv, Score 3+, Ki67 10%, G2, kaum mehr als 1 cm groß.


    Am 27.7. wurde dann der Wächterknoten mit 4 Lymphknoten entfernt. Seit letztem Freitag kenne ich das Ergebnis: nichts ist befallen! Genau wie beim Darmkrebs. Am 24.8. werde ich hören, wie es weitergeht. Port legen, Chemos starten…. Es hieß mal: Tratuzumab, Pertuzumab, FEC und Docetaxel – für mich klingt das alles nach Heroen antiker Völker. Habe dann mal nach „Nebenwirkungen“ gegoogelt, und mir wurde schlecht.

    Tja, es scheint, als wäre mein Körper vor nicht allzu langer Zeit in den Streik getreten – aber ich habe es nicht mitbekommen. Wenn ich das hier so schreibe, dann klingt das alles recht sachlich. Es hat mich aber von einem Moment auf den anderen aus dem bisherigen, sehr aktiven (Berufs-) Leben katapultiert. Nach der ersten Diagnose haben wir unser Essen auf ketogen umgestellt. Ich wollte irgendetwas tun können. Doch nach drei OPs in nicht einmal drei Monaten wiege ich jetzt kaum noch 50 kg (BMI 18 =O), Darmprobleme, Schmerzen, vor allem aber Kummer, Angst, Trauer, Wut, Verzweiflung, Hass. Aber das will ich jetzt hier gar nicht zulassen, denn ich suche nach allem, was Mut macht.


    Vielleicht hat jemand von Euch schon mal Bekanntschaft mit den oben genannten Helden :evil:Tratuzumab, Pertuzumab …. Docetacel gemacht? Ich hoffe, sie sind stark genug, zerstören mich aber nicht. Ich bin froh, dies hier einfach mal aufschreiben zu können – in diesem geschützten Raum. Viele Grüße aus (Unter)Franken, wo morgen ein Feiertag ist

    Linde