Beiträge von Chili

    Manuela, da bist du sicher auf der richtigen Spur, dass in dieser Hinsicht etwas im Busch ist, denn obwohl ich mich zuckerfrei ernähre ist der Zuckerwert sehr hoch.


    Olivia, vor allem suche ich nach weniger einseitigem Vorgehen. Das eine zu wenig hilfreich und das andere als DAS Heilmittel immer wieder angetragen zu bekommen und ansonsten das große Schweigen im Walde das kann es einfach nicht sein.

    Aber, egal.

    Auch ich werde meinen Weg gehen, wie auch immer der aussehen mag.

    Sehr herzlichen Dank für eure Mühen und für das Teilen eures Wissens.

    Danke Heideblüte für deine Ausführlichkeit und deine guten Worte.


    Fidi, nein, ich finde nicht alle Ärzte schlecht, aber die mit denen ich in den letzten 2,5 Monaten zu tun hatte, waren wenig überzeugend, regelrecht verschwiegen.

    Aber ihr habt auf jeden Fall recht, ich muss das jetzt mal sein lassen, es ist ja auch alles gesagt, zum Thema.


    Ach so, die Blutbildsache war mir wirklich wichtig, ist es noch, weil ich ursprünglich mal wissen wollte, wieso ich Schwindelanfälle habe, Depressionen, Durst bis zum Umfallen und all sowas. Und im Rahmen der Tumorsache hätte es mich sehr interessiert wie bestimmte Werte sind. Aber da sei alles bestens, nur habe ich ja dieses Blutbild und ich verstehe nicht, wie alles bestens sein kann, wenn mache Werte doppelt so hoch sind wie der höchste Normalwert, der ja direkt daneben steht.

    Egal. Ich finde mich selbst schon ganz nervig mit diesem nicht Vertrauen können und jetzt warte ich eben einfach, was als nächstes demnächst passiert.


    Liebe Grüße

    Chili

    Jonna, dann passt es ja richtig gut, meine Leukozytenwerte sind so hoch, dass sie sogar im Urin sind, das wurde festgestellt, weil ich bei einer Hausärztin um eine normale Untersuchung gebeten hatte.

    Da ich ja nun einen Termin am 5.9. habe kann ich nichts anderes tun als warten und auch darauf warten, ob noch herausgefunden wird, wo in meinem Körper eine Entzündung ist, die muss ja da sein, bei den hohen Leukozyten Werten. Vielleicht ist der Tumor ja sogar nichts weiter als eine Entzündung? Tumor heißt letztlich nichts anderes als Schwellung und wie kann ich nach all dem komischen Verhalten des Brustzentrums sicher sein (3,5 Wochen den Befund nicht rausgerückt, davon in den ersten zwei Wochen mit dem Argument, das muss erst der Tumorkonferenz vorgelegt werden) ?


    Was ist so falsch daran, von einem Arzt zu erwarten, dass er mir sinnvolle Ernährungstipps gibt, anstatt zu sagen, essen Sie was sie wollen, wo inzwischen auch nicht Krebspatienten wissen, was besser und was schlechter ist?


    Einen Arzt finden dem ich vertrauen kann, ja das wäre echt klasse. Die einzige, die überzeugend war, war eine am Telefon von biokrebsabwehr. Und die ist weit weg von hier.

    Luzine, da sprichst du etwas an: Während der Chemo werden ständig Blutbilder gemacht! Wieso nicht schon vorher, um schon mal Defizite auszugleichen? Wieso nicht ausführlich, mit Vitamin-, Mineralien- und Spurenelementstatus? Wieso keine Vorab-Ernährungsempfehlungen? Oder zumindest der Hinweis, dass Tumoren sich von Zucker ernähren und dass der einzuschränken, bzw. wegzulassen ist?


    Heideblüte, meìne Info zum Thema Chemo vor der OP ist, dass das dann sinnvoll ist, wenn der Tumor schon zu groß ist, wenn er schwer operierbar ist oder besonders bösartig und solche Dinge. Bei mir beides nicht der Fall.

    Die andere sehr interessante Info zum Thema Chemo vor der OP ist, dass das vor Jahren eingeführt wurde, weil man damit schnell zu Studienergebnissen kommt und natürlich ist den angehenden Ärzten an solchen schnellen Ergebnissen sehr gelegen, können sie doch so schneller ihre Studienarbeit abschließen. Und Krankenhäuser schaffen ihren Assistenten oder Studenten genau solche Möglichkeiten. Mit Einzelfall und individueller Behandlung hat das in meinen Augen nichts zu tun.

    Wieso sollte ich mich mit einer Vorher-Chemo abplagen, wenn doch sowieso hinterher eine angesetzt wird? Und nicht zu vergessen, jede Chemo kostet ja Unsummen, wer profitiert davon?

    Es ist ja nun kein Geheimnis, dass Ärzte von der Pharmaindustrie gesponsert und gepampert werden. Also wenn einer z.B. so eine Art Kopfgeld kriegt, dann werde ich kaum beurteilen können, ob der mich berät oder ob er mit seinem Therapievorschlag sich und seine Finanzen aufpeppt.

    Ich habe ja keine Möglichkeiten das herauszufinden, außer in der Art und Weise, wie ich nicht beraten werde.

    Und es hat gar keine Beratung stattgefunden nicht mal im Ansatz, die Beratung beschränkte sich darauf mir zu erklären, was ein Port ist, wie der aussieht, wo der gesetzt wird. Kein Wort zum Tumor, zur Beschaffenheit etc.

    Es ist doch komisch, dass ich an einem Donnerstag gestanzt wurde, der Gesprächstermin wurde dabei gleich für den darauffolgenden Dienstag angesetzt und das, obwohl die Tumorkonferenz prinzipiell Mittwochs ist. Da konnten die noch gar nicht wissen, auf welches Gewebe sie treffen, als sie mir den Gesprächstermin gaben. Aber offenbar wussten sie schon, was sie mir bei dem Gespräch sagen würden, anders kann ich mir diesen Termin nicht erklären.

    Für mich sind da eine Menge ungute Strategien am Werk, wenn es um das Thema Krebs geht und dass damit soviel Profit gemacht wird, kommt mir einfach ungeheuer komisch vor.

    Genauso kommt es mir komisch vor, dass "Krebskrankheiten" wie Pilze aus dem Boden schießen. Ist doch komisch, dass plötzlich alle Welt von jung bis alt egal wo und wie er lebt, sich ernährt usw. nun so vermehrt mit einem Krebsbefund bedacht wird.

    Es sind einfach Fragen, die in mir auftauchen und ich treffe wenn nicht auf Schweigen dann auf Chemo.

    Ich kann nur staunen, was viele hier wissen, das wusste bei meinen Arztbegegnungen wie gesagt offenbar keiner.

    Die wollten mich nur schnell mit einem Port versehen und dann irgendwie nach Plan vorgehen. So kam das bei mir an, wie gesagt, es hatte nicht mal ein Arzt für nötig befunden mit mir zu sprechen, sondern eine Assistenzärztin oder was das junge Mädel war hat mir vor der Tumorkonferenz gesagt, dass sie für mich Chemo vorsehen.

    von sowas wie individuell hatte ich überhaupt keinen Eindruck, eher Schema F


    Was das Thema Geschäftemacher betrifft, nunja, die gibt es bei der Pharmaindustrie ganz genauso, wenn man mal bedenkt, dass es sogar Absprachen mit Krankenkassen gibt, dass man von Krankenkassen anstandslos eine chemo finanziert bekommt, die irgendwas in der Größenordnung eines neuen Kleinwagens kostet, aber ein aufführliches Blutbild, was sehr hilfreich wäre, das müssen Patienten selbst bezahlen, ich finde das sehr, sehr ungleichgewichtig.

    Naja, Birgit,


    Chemo wird aber als DAS Mittel gehandhabt, das habe ich so erlebt und jede Frage nach so etwas Simplem wie Ernährung oder begleitende Alternativen lösten eine Art Hochfahren einer Wand aus, großes Schweigen.

    Das finde ich ziemlich dürftig.

    also ich habe einen hormonellen Krebs, 100% Östrogen, nichts anderes, allerdings Grad 3

    Was Ki67 bis 30% bedeutet weiß ich nicht.

    Danke für die Erklärung Geneva :)


    scheibchenweise werde ich dann irgendwann mitreden können.

    Ich kann nur vor allen hier den Hut ziehen, wie sie ihr Schicksal, ihr Leben und all diese Ängste und Sorgen und Bedrohungen in die Hand nehmen, sie irgendwie für sich meistern!

    Ich kann mir gut vorstellen, dass man es einfach weiß, wann Chemo für einen stimmig ist. Wenn es so gar keine Frage ist, das zu tun. Dann ist das doch voll ok, aber es gibt offenbar keine andere Option, keine andere Herangehensweise, jedenfalls keine, die nicht verdammt oder als Quatsch abgetan wird. Damit bin ich nicht einverstanden, denn ich glaube nicht an Allheilmittel.

    Wenn man sieht was das einstige Allheilmittel Antibiotica inzwischen angerichtet hat und das weiterhin tut, ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit zu erleben, was das Krebsallheilmittel Chemo anrichtet.

    Aber wie gesagt, ich bin nicht grundsätzlich dagegen, ich bin nur gegen den Routine Einsatz!


    LG Chili

    Birgit, du warst schneller als die Benachrichtigung an mich. lach

    ja die Sache mit der Resonanz oder Schwingung oder wie man es auch nennen könnte ist schon auch ein spannendes Thema :)

    Oh Geneva,


    das tut gut zu hören, dass es noch andere skeptische Geister gibt, man ist ja doch recht alleine auf weiter Flur, wenn man sich dem Chemo-Weg nicht direkt beugen will.

    Sorry, wenn mir solche Dinge wie 4. Zyklus einfach nix sagen, ich bin einfach ganz und gar frisch in der Materie.

    Lymphdrüsenkrebs erscheint mir sehr heftig, aber wie gesagt, ich bin noch nicht so sehr in allem, dass ich mir erlauben könnte, wirklich eine Meinung zu haben.

    Nur zu Ärzten habe ich ne Meinung- jedenfalls zu denen, mit denen ich zu tun hatte.<X

    Naja Birgit,


    also ich bin natürlich auch noch ein wenig vielseitiger als nur sauer auf Ärzte lach


    Ich habe sporadischen Telefonkontakt zu einer Frau aus der hießigen Krebsgruppe, die ansonsten nur aus Männern besteht, wo es mich gerade nicht hinzieht.

    Sie ist nett, weiß viel, aber sie ist auch sehr beschäftigt, sehr ausgelastet und so beschränkt sich unser Kontakt auf Telefonieren alle 1-2 Wochen, in Akutzuständen könnte ich sie nie einfach mal anrufen, da sie eben sehr mit ihren vielen Aktivitäten beschäftigt ist.


    Nun kommt noch zu allem Irrsinn dazu, dass meine Vermieterin die Whg verkaufen wird, was mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit eine Kündigung für mich zur Folge hat. Was ich ja ansich gar nicht so schlimm finde, ich will ja unbedingt weg hier, aber ich sehe nicht wie man einen Umzug alleine und dann nach einer OP bewältigen kann.


    Liebe Grüße, Chili

    Birgitmaus, Edita,

    nach meiner Diagnose war mein erster Weg in die örtliche Bücherei, wo ich, obwohl so klein, sehr fündig wurde. Ich habe stapelweise die Bücher mitgenommen zum Thema Bruskrebs, Krebs und Ernährung und noch so dies und das zum Thema Gesundheit für Frauen, chinesische Medizin, etc. Auch Kochbücher, bzw. Bücher mit den entsprechenden Hinweisen welche Nahrungsmittel, wofür wogegen.

    Bis auf ein älteres Buch, das allen neueren Büchern irgendwie zu widersprechen schien war alles sehr stimmig und zumindest insofern hilfreich, dass ich das Gefühl hatte ich tue etwas sinnvolles, wenn ich dies und das irgendwie beherzige.

    Ich weiß nicht ob ich hier Autoren bzw. Buchtitel nennen darf, also lasse ich es. Aber über eine persönliche Nachricht kann ich das gerne irgendwie weitergeben.


    LG Chili

    Hallo

    Eure Diskussion über Ernährung finde ich spannend.

    Ich hatte es leicht mit der Ernährungsumstellung direkt nach der Diagnose, da ich zu dem Zeitpunkt schon kaum mehr Hunger hatte.

    Ganz erstaunlich fand ich, dass ich durch das komplette Weglassen von Süßem innerhalb kürzester Zeit überhaupt keine überfallsartigen Heißhunger Attacken wie sonst früher so oft hatte., was mich immer mal zu wahren Süßigkeitsorgien verführte.

    Weglassen der Kohlehydrate finde ich sehr schwer, da ich kein Fleisch esse und Milchprodukte nicht vertrage.

    Was das Basische betrifft, so trinke ich viel basisch wirkenden Kräutertee, der regt die Nieren an und schwemmt Säure aus, so wie ich das verstanden habe.

    Ist für mich aber ohnehini ein Widerspruch, dass man einerseits viel Eiweiß essen soll, was ja leicht zur Übersäuerung führen kann und andererseits soll man sich basisch ernähren. Es ist an vielen Stellen doch verwirrend.

    Auf Zitrone habe ich aber oft einen echten Hype. Ich presse sie aus, zupfe das Fruchtfleisch mit raus und dann fülle ich in einer großen Tasse den Rest mir Wasser auf, das finde ich super erfrischend, vor allem, weil Zitrone offenbar sehr die Entgiftung anzuregen scheint, jedenfalls wirkt sie so, dass ich danach viel zur Toilette muss.

    Vermutlich tut man sich mit all dem sicher etwas Gutes, aber inwieweit es wirklich unterstützend ist oder in welchem Zeitraum, das ist wohl individuell verschieden.

    Jedenfalls habe ich in den letzten 2,5 Monaten 6 kg abgenommen, was mir sehr recht ist.


    LG Chili

    Vielen, vielen Dank für eure Geduld und das offene Ohr, das hier so vielseitig angeboten wird.

    Und auch für die vielfältigen Hinweise, Tipps, Eindrücke und Beispiele bin ich wirklich dankbar!

    Dass ich so eine geballte Ladung negativer Erlebnisse sammeln musste in de letzten 2,5 Monaten hat mir in einigem die Augen geöffnet, in vielem haben sie nur bestätigt, was ich als Trend seit vielen Jahren immer wieder beobachten konnte.

    Nichts destotrotz muss ich natürlich handeln und das Dings muss weg, keine Frage.

    Mein erster Termin in einem Brustzentrum wird also am 5.9. sein.


    Es gibt hier eine Krebsgruppe, die aus mehreren Männern und einer Frau besteht. Von der Frau stammte die Empfehlung des Brustzentrums in dem ich war, wo die Biopsie gemacht wurde und das Drängen zur Chemo ohne vorherige Tumorkonferrenz stattfand.

    Eine Ortsgruppe der Frauenselbsthilfe wäre leider wieder mit einer teuren Bahnfahrt verbunden, von daher entfällt das auch erst einmal.

    Allerdings kam mir gerade die Idee, ob es vielleicht sein könnte, dass in dieser Gruppe auch Frauen sind, die evtl. in meiner Nähe wohnen, so dass ich vielleicht auf diesem Wege eine Möglichkeit zu mehr Kontakt hätte.

    Ich werde das heute auf jeden Fall mal versuchen herauszufinden.

    Ansonsten ist es wie verhext, dass es mir einfach nicht gelingt hier gute oder gar hilfreiche Kontakte herzustellen.

    Aber wer weiß, vielleicht ist es schon im nächsten Moment anders,


    Liebe Grüße an alle geduldigen Mitleserinnen und Mitschreiberinnen

    Chili

    Wie kommt man bitte an Brokkolisprossen, bzw. die keimfähigen Samen? In einer normalen Samenhandlung hatte ich leider keinen Erfolg.

    Nach allem was ich dazu bisher gelesen habe finde ich sie ziemlich überzeugend.


    Ich finde die Empfehlungen die Vitamine, Mineralien und Ähnliches besser mit der Nahrung aufzunehmen prinzipiell gut, aber Tatsache ist, ich könnte gar nicht soviel essen wie ich mengenmäßig von vielen Inhaltsstoffen bräuchte, zumal es erwiesen zu sein scheint, dass unser heutiges Gemüse und Obst viel weniger dieser Inhaltsstoffe hat als das mal der Fall war.

    Alte Sorten kriegt man selten bis gar nicht und so bleibt nur das irgendwie mit hochdosierten Ergänzungen oder mit Sprossen auszugleichen.

    ja, danke für die HInweise.

    Auf jeden Fall bin ich entsetzt und auch sauer über die ganze Art und Weise wie mit einem umgegangen werden kann, es gab nicht einen Moment in dem ich mich als Patientin fühlte, eher als Produkt und die Ärztinnen kamen mir vor wie Produktmanager.


    Nein verbittert bin ich nicht, aber schon sehr wütend wie es möglich ist, dass solche Leute überhaupt praktizieren dürfen und vor allem, dass es so normal zu sein scheint. Ich weiß noch nicht mal genau welchen Krebs ich habe. In all den Wochen und Gesprächen fand es niemand notwendig irgend etwas zu erklären. Eine Ärztin meinte sogar: "Ach, wie soll ich das erklären, das sind ja alles Fachbegriffe, die würden Sie gar nicht verstehen." Das ist wirklich frech und irgendwie faul, ich fragte mich, ob sie denn selbst versteht, was in dem Befund steht.

    Und ich frage mich vor allem nach dem Erlebnis in dem Brustzentrum, wieso die mich quasi unter der Hand an die Chemo verhökern wollten, so kam es mir nämlich vor.

    Ich frage mich, ob es nicht sinnvoll ist, noch eine Biopsie machen zu lassen, falls das überhaupt möglich ist.

    Es scheint in der ganzen Gegend keinen Arzt mit sowas wie Berufsehre zu geben, alle sind nur an sich selbst interessiert. Denn der Gipfel von allem ist, dass mir die Hausärzte auch gleich noch ein paar Impfungen andrehen wollten. Ausgerechnet! Das belastet den Körper ja noch zusätzlich, aber das ist scheinbar unwichtig.

    Ich habe den Eindruck, dass die Ärzte bei denen ich war, eher so eine Art Pharmavertreter mit Wartezimmer sind. Und deshalb können sie offenbar auch keine Laborberichte wirklich einschätzen oder überhaupt lesen.

    Das finde ich sehr, sehr belastend, wenn man so aufpassen muss, dass man von sogenannten Spezialisten nicht einfach über den Tisch gezogen wird. Denn genauso kommt mir das alles vor.

    Oh danke, danke, danke für Anteilnahme Knuddler und so


    Also dass man mit der Diagnose Brustkrebs kein Notfall ist und von daher nicht super schnelle Entscheidungen treffen muss, das war mit die erste Info die ich irgendwo gefunden hatte und die mir bisher auch super geholfen hat, mich nirgends hindrängen zu lassen.


    Die Tipps zum guten Brustzentrum sind alle weiter weg, eine Klinik sogar über 80 km, das ist eben auch ein Teil der Unterinformation durch die Ärzte, sie empfehlen alle die Kliniken, mit denen sie auf die ein oder andere Weise zusammen arbeiten ungeachtet der Situation, dass ich mir die weiten Fahrten weder leisten kann noch die Hilfe habe, das auch bewerkstelligen zu können.

    Das alleine macht schon so deutlich, dass bisher alle Ärzte vor allem sich selbst im Auge haben, dass sie sich nicht im Mindesten dafür interessieren, wie das für mich machbar ist. Und wenn es schon an solchen banalen Organisationsthemen hapert, wie kann ich dann überzeugt sein, dass sie bei der Behandlung mich sehen und nicht ihr Portemonaie?


    Im Übrigen hat das Brustzentrum in dem ich war von allen Seiten gute Kritiken, was mir ein Rätsel ist, nach dem was ich erlebt habe.


    Ich habe inzwischen so oder so nicht vor mich irgend einer Chemo zu unterziehen, da müsste éiner schon sehr vertrauenswürdig rüberkommen und mir das wirklich erklären können, Chemo ist sicher in vielen Fällen sinnvoll, aber es als Allheilmittel einzusetzen dient doch vor allem denen, die diese Therapieform verkaufen.

    Wow, danke allen für die Beiträge und für eure Auseinandersetzung mit meiner Situation!


    Kylie, das war ein zertifiziertes Brustzentrum in dem man mich direkt zur Chemo drängen wollte, ohne Tumorkonferenz, ohne Blutuntersuchung, CT, Knochenszintigramm!!! Das alles wurde bisher nicht gemacht und zu der Blutuntersuchung letzte Woche kam es nur, weil ich zu einer normalen Hausärztin gegangen bin und darum gebettelt hatte. Aber sie ist vor allem daran interessiert, dass ich bei ihr eine private Behandlung beginne mit Bioresonanz etc. wofür ich gerne offen wäre, aber nicht auf der Basis, dass sie mir vorher Informationen vorenthält. Denn so kommt es mir einfach vor.


    Da dieses Brustzentrum das Nächstgelegendste war und ich nun ausweichen muss, werde ich wohl alle Fahrten bezahlen müssen, denn in diesen schlampigen Laden gehe ich sicher nicht noch mal.

    Auch meine KK bietet mir Null Info, die wirken wie die Ölgötzen, wiederholen immer das Gleiche, es gibt keine Hinweise zu einer Krebsinfostelle und diese KK gehört zu den größeren.


    Insgesamt bin ich zutiefst verunsichert, weil ich das Gefühl habe einer Wand gegenüber zu stehen. Alle schweigen sich aus, beantworten Fragen nicht, blocken alles ab, was nicht Chemo heißt, ich weiß echt nicht, was ich davon halten soll.

    Ich komme mir vor, als sollte ich einfach herhalten für Vorgehensweisen, die den daran Beteiligten vor allem Geld in die Kasse spült, die gar nichts mit dem zu tun haben, was tatsächlich mich betrifft. Nun also auch diese Sache mit der unentdeckten Entzündung in meinem Körper, wo ich evtl. nächste Woche Näheres erfahre.

    Ich frage mich, ob jeder Knoten in der Brust ein Tumor ist. Es kommt mir alles einfach nur noch komisch vor und Brustzentren sind natürlich an ihren Statistiken interessiert: Soundsoviele Patienten und soundsoviele Überlebende der Behandlung. Das ist ja nun leider eine Tatsache!

    Herzlichen Dank Paola und Pschureika für euer Willkommen.


    Es gibt nicht "mein" Brustzentrum, dort wo ich zur Stanze war, werde ich sicher nicht mehr hingehen, die hatten zwei Wochen lang meinen Befund angeblich nicht bei der Tumorkonferenz vorgelegt und über 3 Wochen gebraucht, bis sie mir den Befund überhaupt zukommen ließen, übrigens erst als ich bei meinem x.ten Anruf mehr oder weniger ausgerastet bin und sich zusätzlich die Frauenärztin darum gekümmert hatte.

    Ich wohne hier an einem Ort, der zwar in allen Himmelsrichtungen Brustzentren hat, was aber leider immer mit aufwendigen und teuren Bahn/Busfahrten verbunden ist. Und die Krankenkasse bezahlt die Fahrten offenbar erst nach einer OP.


    Pschureika, toll, dass du so wunderbare Nachbarn hast, diese Hoffnung habe ich nicht, hier beschränkt sich das Mitgefühl darauf, dass sie froh sind nicht selbst betroffen zu sein. Wegbeamen wäre eine prima Sache....


    Nach allem was ich in den letzten 2,5 Monaten erlebt habe, inklusive einer Ärztin, die scheinbar nicht mal in der Lage ist, einen normalen Laborbericht für eine normale Blutuntersuchung zu lesen bin ich einfach nur entsetzt. Sie hatte alles für normal befunden, nicht mal gesehen, dass die Leukozyten erhöht sind, erst bei der Urinuntersuchung wo auch Leukozyten gefunden wurden, kam bei ihr an, dass da evtl. eine Entzündung irgendwo im Körper vorliegt. Ich bin wirklich überfordert mit soviel Ignoranz.

    Noch einmal die Ärztin zu wechseln erscheint mir sinnlos, offenbar bin ich in einem Niemandsland was kompetente ärztliche Versorgung betrifft. ich fühle mich irgendwie in einer Falle.


    Ja, Lindy, auch dir herzlichen Dank für das Willkommen und danke für den Hinweis mit der Geduld, ist nicht direkt eine meiner Stärken :whistling:

    Hallo,


    Ich habe Brustkrebs, einen Tumor von 2.2 cm in der linken Brust. Das weiß ich seit 2,5 Monaten und bin entsetzt über die Ärzte mit denen ich zu tun hatte.

    Ich fühle mich total überfordert und schlecht beraten.

    Inzwischen war ich zur Stanze und die Klinik wollte mir ohne vorherige Tumorkonferenz gleich Chemo andrehen, was ich irgendwie frech fand.

    Vor allem war das nicht einmal ein Arzt/Ärztin, die mir das angeraten hatte, sondern irgendwie eine Praktikantin oder keine Ahnung, ein junges, liebes Mädel, die ihr Bestes tat.

    Ich kam mir vor, als sollte ich in etwas hineingedrängt werden, was evtl. so gar nicht nötig ist.

    Insgesamt war ich bei drei Frauenärzten und keine hielt es für nötig mich auf Dinge hinzuweisen wie Ernährung oder sonstige unterstützende Maßnahmen.

    Ich solle essen was ich will ansonsten den vorgegebenen Chemoweg gehen und mich die nächsten 5 Jahre mit irgendwelchen Medikamenten vollstopfen.

    Was ich mir gar nicht vorstellen kann, ich lebe alleine und es gibt niemanden hier in der Nähe, der mich unterstützen würde, weder durch Gespräche noch durch konkrete Hilfe nach der der OP, das überfordert mich alles sehr.