Beiträge von Ganapati

    Hallo ihr lieben Foris,

    lange ist‘s her, dass ich hier geschrieben und mitgelesen habe. In den vergangenen Monaten hatte ich oft nicht die Kraft, mich mit den Themen des Forums auseinander zu setzen. Aber ich habe viel an euch alle gedacht. Während der Chemo, den schlimmen Tagen mit ätzenden Nebenwirkungen, vor den Untersuchungen usw., immer in dem Wissen, dass ihr alle einen ähnlichen Weg geht oder gegangen seid, genauso leidet, genauso kämpft.

    Als ich meine Diagnose erhielt, habt ihr mich hier aufgefangen, mir Mut gemacht und gezeigt, wir sind viele und keiner ist alleine. Ich bin so dankbar für die wertvollen „Busenfreundschaften“, die ich dank des Forums knüpfen konnte.

    In der kommenden Woche schließe ich nun meine Chemo mit der 12. Taxol ab! Die Chemo und ich haben dem Tumor ordentlich in den Hintern getreten - im Ultraschall ist nichts mehr zu sehen. Voraussichtlich Ende des Monats werde ich brusterhaltend operiert.

    Ich hoffe, auch für euch gab es gute Neuigkeiten und positive Entwicklungen. Und der lieben alesigmai wünsche ich, dass sie nun frei von Schmerzen und Sorgen an einem wunderbaren Ort ist.<3

    Passt alle gut auf euch auf! Es grüßt euch herzlich

    Ganapati

    P.S. Lieben Dank auch für die Geburtstagswünsche! Statt Sekt gab‘s dank Carboplatin-Nachwirkung nur Schmerzmittel, aber das Feiern hole ich zur letzten Chemo nach und werde auf euch alle anstoßen! :*

    Liebe Kati,

    schön, dass die Ergebnisse gut ausgefallen sind und du nun ein bisschen beruhigter bist. Aus deinen Zeilen hört man schon heraus, wie viel Power und Willenskraft du jetzt hast. 8oGenau, wir schaffen das!

    Im Übrigen stand in meinem CT-Befund auch was in Bezug auf die Leber, aber es gab auch keine weiteren Untersuchungsempfehlungen o.ä., also nix, worüber man sich Sorgen machen sollte.

    Ich drück dir die Daumen für die Portanlage! (bekomme meinen am Dienstag und starte am Mittwoch mit der ersten Chemo)

    LG

    Ganapati

    Liebe Hope69,

    auch von mir ein Hallo!

    Ich habe vor zwei Wochen die Diagnose (auch triple negativ) bekommen und erst heute Morgen auf dem Weg in die Klinik gedacht "komisch, das Leben drumherum geht ganz normal weiter"^^ Man selbst fühlt sich ja wie in einer Blase. Aber hier im Forum kennen das alle und können Panik-,Heul- und Ratlosigkeitsanfälle verstehen. Das tut so gut.

    Ja, die Warterei ist doof, aber rückblickend sind die Tage für mich wie im Flug vergangen, weil man ständig irgendwo hin muss.

    Ich drücke dir die Daumen für die bevorstehenden Untersuchungen und dass du dann auch bald deinen Schlachtplan hast. Es ist so, wie viele hier schreiben: ab dann entwickelt man einen unheimlichen Willen, dem Mistkerl in den Hintern zu treten:evil:

    Bis dahin hibbel ich ein bisschen mit dir mit, denn ich muss auch noch das Ergebnis der heutigen MRT-Stanze aus der anderen Brust abwarten.

    toi toi toi und liebe Grüße

    Ganapati

    Liebe Peppe,

    schön, dass du auch den Weg hierher gefunden hast. Ich wünsche dir,dass Dir der Austausch gut tut.

    Ich habe vor zwei Wochen die gleich Diagnose bekommen und starte auch nächste Woche mit der Chemo.

    Alles Gute und viel Kraft für dich!

    LG Ganapati

    Liebe Survivor, wie recht du hast. Vielleicht eher als ich dachte.


    Heute war ein besch*ssener Tag, ich konnte das Gedankenkarussell nicht anhalten und hätte nur heulen können. habe nur geheult.

    Dann habe ich gerade den Beitrag von Wolke7 gelesen. Und es war ein bisschen wie ein Spiegel. Das erste Halbjahr war für mich sehr anstrengend, physisch wie psychisch. Nach Kinderwunschbehandlung, Schwangerschaft mit ordentlich Nebenwirkungen und dann einer Fehlgeburt ging es mir im Mai/Juni sehr schlecht, meine Welt war zusammengebrochen. Meine Rückkehr in den Job war damals alles, an das ich mich klammern konnte. Dabei war ich nicht mal sonderlich zufrieden mit meiner beruflichen Situation, sondern frustriert über festgefahrene Strukturen und fehlende Weiterentwicklung. Dass meine Welt in Form der Brustkrebsdiagnose ein zweites Mal implodieren könnte, hätte ich nie erwartet (und auch nicht gebraucht, ne Erkältung hätte gereicht). Es sollte doch endlich aufwärts gehen. Aber vielleicht ist es wie du sagst, Wolke7, der Körper weist einen in die Schranken. Und vielleicht das genau die Herausforderung und Chance, die hinter dieser Erkrankung steckt. Umdenken, an sich selbst denken und gut für sich sorgen und mal den Kontrollfreak zum Schweigen bringen.

    Liebe Wolke7, ich danke dir sehr für deine Gedanken. Das hat mir nach diesem blöden Tag sehr geholfen. Und zumindest für den Moment glaube ich, alles erst mal so sein lassen zu können wie es ist, nämlich krankgeschrieben zu sein und Kraft für die chemo zu tanken. Bei dem ständigen Gefühlschaos mag sich das zwischendurch wieder ändern, aber zumindest heute werde ich besser schlafen. oder jedenfalls nicht deswegen wachliegen ;-)

    In diesem Sinne euch allen eine erholsame Nacht und einen guten Start in eine neue Woche!

    LG Ganapati

    Danke für eure Geschichten. Ich habe großen respekt vor euch, dass ihr das so tough durchzieht.

    Ich hatte erst jetzt nach ein paar Tagen den Gedanken, dass es sicher gut ist, so viel wie möglich an Normalität zu bewahren. Auch wenn nichts mehr so ist wie vorher. Und die Ablenkung und das Gefühl, etwas nützliches zu tun, sind bestimmt auch wichtig.

    Ich habe bisher schon zwei Tage pro Woche von zu Hause gearbeitet, das wäre eine Option für die nicht so fitten Tage. Oder vielleicht weniger Stunden. Denke, ich werde mal die Ärztin und meinen Chef / Personalabteilung befragen. Und natürlich mal schauen, wann es mit der Chemo losgeht und wie ich mich fühle (regulär wäre ich eh bis Mitte September in Urlaub). Allerdings fällt mir der Gedanke schwer, nun einfach wieder ins Büro zu spazieren (...mit all den betroffenen Gesichtern und mitleidigen Blicken...). Ganz zu schweigen von dem Moment, wenn dann doch irgendwann die Haare weg sind...

    Fiel euch das leicht? Und wie haben eure Kollegen reagiert?

    Ach, vielleicht brauche ich aktuell auch nur einfach ein bisschen Geduld mit mir selbst und dem ganzen Drumherum. Irgendwie wird es sich fügen^^

    LG Ganapati

    Hallo zusammen,


    bin nicht sicher, ob ich hier im richtigen Thema bin, aber mich würde mal interessieren wie es bei euch nach der Diagnose mit dem Arbeiten aussah? Wurdet ihr sofort krank geschrieben, habt ihr noch gearbeitet?

    Ich habe am Tag nach meiner Brustkrebs-Diagnose eine Krankschreibung von meiner Gynäkologin für vier Wochen bekommen und soll mich dann jeweils für die neue einfach melden. Zu dem Zeitpunkt konnte ich mir erstmal nicht vorstellen, arbeiten zu gehen. In den letzten Tagen ist es mir besser als in jedem Urlaub zuvor gelungen, gedanklich vom Job abzuschalten (wobei ich mir nun echt eine andere Ablenkung gewünscht hätte). Aber im Grunde fühle ich mich ja rein körperlich genauso wie vorher und könnte durchaus arbeiten. Abgesehen von den ganzen Arzt- und Untersuchungsterminen, aufgrund derer ich wohl maximal die Hälfte meiner Arbeitszeit erfüllen könnte. ;-)

    Die Aussicht, mehrere Monate nicht arbeiten zu gehen, macht mir irgendwie Angst. Hinzu kommen auch die Fragen bezüglich Lohnfortzahlung/Krankengeld, bin ich ausreichend abgesichert usw usf.

    Ich habe gelesen, dass einige von euch weiter arbeiten gehen/gegangen sind, sogar während der Chemo. Wie waren bei euch die Ratschläge der Ärzte diesbezüglich? Habt ihr das selbst entschieden, je nach Befinden? Und wie lange wart ihr insgesamt am Stück arbeitsunfähig?

    Vielleicht seltsam, aber diese Fragen beschäftigen mich gerade wirklich sehr. Vielleicht sogar noch mehr als die anstehenden Termine und der Chemobeginn...

    Danke und liebe Grüße

    Ganapati

    Ja, Chippendale, bin triple negativ. Man hat mir schon einen Termin zur genetischen Beratung gegeben.


    Liebe Mausal, wie verträgst du die Chemo bisher? Super, dass sie anschlägt, drücke die Daumen, dass es so weitergeht!


    Liebe Kati, ich kann gut nachvollziehen wie es dir gerade geht, genau wie all die Frauen hier. Aber es tut gut zu wissen, dass hier Menschen sind, die all diese unterschiedlichen Empfindungen kennen, die man durchlebt. Das wirst du bald merken. Na klar, wie heulen zusammen und wir freuen uns zusammen!;) Wünsche dir alles Gute für die nächste Zeit.

    LG Ganapati

    Hallo ihr Lieben,

    melde mich mal mit einem Update zurück. Ihr hattet mir schon etwas von meiner Verunsicherung genommen (Danke!) und nun habe ich auch das Protokoll des Tumorboards erhalten:

    Invasives duktales Karzinom G3 27x33 mm

    Her2 Neu, Östrogen und Progesteronrezeptor negativ

    Proliferationsmarker Ki-67 70% (das ist ganz schön hoch,oder?)


    Chemotherapie mit 4 x EC -> 12x Paclitaxel + 4 x Carboplatin

    Ich glaube, diese Kombi bekomme viele, oder? Hat jemand ähnliche Ausgangswerte?


    Jetzt graut es mir noch vor der MRT-Stanze nächste Woche Mittwoch - a) wie das abläuft, b) was dabei herauskommt. Nicht dass links auch noch was ist!!


    Euch allen jetzt erst mal ein schönes Wochenende und beschwerdefreie und fröhliche Tage!

    LG Ganapati

    Hallo ihr Lieben,

    Danke euch nochmals für das herzliche Willkommen und die mutmachenden Worte.

    Der Besprechungstermin heute war soweit okay, keine Metastasen. In der linken Brust hat sich noch was gezeigt, das jetzt per MRT-Biopsie geklärt werden soll.

    Ich habe nun nächste Woche Termine für die MRT-Stanze, Herzecho, Portaufklärung und Portanlage.

    Obwohl wir im Gespräch viel nachgefragt haben, bin ich irgendwie verunsichert. An Befunden habe ich nur die von Szintigraphie, MRT und CT, obwohl ich um alles gebeten hatte, was vorliegt. Habt ihr irgendetwas bekommen, wo klar der Tumor beschrieben ist (mit Grading)? Und wurde euch der Behandlungsplan für die Chemotherapie schriftlich gegeben? Hätten wir nicht nachgefragt, hätte die Ärztin, so glaube ich, gar keine Details dazu erzählt.

    Wie war das bei euch, wurde euch alles haarklein erklärt, z.B. auch wie "schlimm" der Tumor ist, wie die Aussichten sind usw.?

    Sorry für den langen Post...

    LG und einen schönen Abend!

    Ganapati

    Ihr Lieben, herzlichen Dank für eure lieben Worte und Tipps. Es tut sehr gut zu wissen,dass man nicht alleine ist und da abseits von Partner, Familie und Freunden ganz viele liebe Menschen sind, die ganz genau wissen, wie man sich fühlt.

    Ich werde berichten, was das Gespräch ergeben hat und wie der Schlachtplan aussehen soll.

    Fühlt euch alle umarmt:hug:

    Hallo zusammen,


    ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber ich finde, 2017 ist ein echtes A***loch-Jahr.

    Nach all dem, was ich in diesem Jahr bereits erlebt habe, glaubte ich eigentlich, schlimmer geht's nicht mehr, mein Fass ist voll und jetzt geht es aufwärts. Ich wurde eines Besseren belehrt.

    Am vergangenen Dienstag habe ich (39) die Diagnose Brustkrebs erhalten. Abgesehen davon, dass es sich um ein triple-negatives Mammakarzinom handelt, weiß ich noch nicht wirklich viel. An das Gespräch mit der Ärztin erinnere ich mich nur bruchstückhaft, das pathologisch-anatomische Gutachten zur Stanzbiopsie verwirrt mich und die unvernünftige Googelei steigert nur die Angst. Vergangene Woche hatte ich die Untersuchungen zum Staging, morgen ist der Termin zur Besprechung. Und ich hab verdammt Schiß, vor dem, was kommt. Aber wem sag ich das ;)

    Ich hoffe, wir gehen gemeinsam ein Stück des Weges.

    Viel Kraft und Sonne im Herzen für euch alle!

    LG

    Ganapati