Beiträge von Claudia_1969

    Liebe Xena

    ja, das waren Probleme, die man echt nicht braucht. Ich hätte die echt durchs Telefon ziehen können. Aber die Bearbeiterin hat mit mir mitgebibbert. Alles hing ja vom MDK ab. Wenn die Krankenkassen intern festgelegt haben, dass bei allen Nicht-Regelleistungen der MDK hinzugezogen werden muss, können die Sachbearbeiter das ja auch nicht ändern. Und der MDK hat halt offiziell drei Wochen Zeit für ihre Beurteilung, die KK theoretisch auch nochmal 2 Wochen für die Entscheidung.


    Aber das hast Du ja hinter Dir, Du musst jetzt nur noch Sachen packen und alles für die erste Zeit danach zuhause vorbereiten. Bald ist die doofe Anspannung dann vorbei. Ich drück Dir ganz dolle die Daumen 👍👍, dass alles gut geht. Und scheue Dich nicht, Dir mehr Schmerzmittel oder so geben zu lassen, falls das, was Du bekommst nicht ausreicht. Unnötige Schmerzen muss keiner „ertragen“. Meld Dich mal, wenn Du „es“ hinter Dir hast.


    Bis dann, ganz liebe Grüße 🙋‍♀️🍀

    Hallo liebe Eirene

    danke der Nachfrage. Diesmal scheint es alles glatt zu gehen, beschreien will ich es aber vorerst nicht. Das bringt ja Unglück 😉.


    Also, ich glaube, so beschwerdearm wie diesmal, war ich seit 1,5 Jahren nicht mehr. Der dritte Aufbauversuch fand ja im Dezember statt und bisher behält alles seine Form und es verzieht sich nicht. Das einzige, was jetzt noch ist, ist wenn man den BH auszieht oder morgens aus liegender Position aus dem Bett aufsteht und die Schwerkraft kurzfristig einsetzt. Dann verziehe ich oft noch etwas das Gesicht. Das legt sich dann aber nach kurzer Zeit. Auch so sind sie (also Pam und Andy) noch etwas tastempfindlich. Aber wir haben jetzt gerade einmal April, die letzte OP ist ja heute auf den Tag 4 Monate her. Also dafür ist das alles super unkompliziert dieses Mal 👍. Ich bin dieses Mal bisher sehr, sehr zufrieden 😊. Es ist aber ganz klar auch der letzte Versuch mit Implis. Ob ich mich notfalls aufraffen könnte, notfalls einen Eigengewebsaufbau zu starten ... ? Ich wüsste es ehrlich gesagt nicht. Aber ich hoffe, soweit kommt es nicht. Irgendwann will man auch irgendwie sein Leben zurück und derzeit läuft es alles richtig gut 😊(neuer Job etc.).


    Wie ist’s Dir mittlerweile ergangen? Alles in Ordnung bei Dir?


    Ganz liebe Grüße Claudia

    Huhu liebe Xena

    super, dass das mit der KK endlich geklappt hat. Wahrscheinlich sind wir alle bei der selben KK, wie Eirene so treffend bemerkt hat 😂.


    Aber Du bist doch noch gut im Timing 😜. Meine Zusage kam doch am Tag der Aufnahme per Fax im Krankenhaus an. Morgens 07:00 Uhr hatte ich die Zusage per Telefon von der Bearbeiterin meines Falls und bin dann sofort ins KH losgefahren. Und dann wurde das auch noch an ein Sekretariat gefaxt, was um die Uhrzeit noch gar nicht besetzt war 😂. Ich hab dann während der Aufnahme mit der KK gesprochen und denen noch eine andere Faxnummer gegeben 🤣.


    Naja, auf jeden Fall drücke ich die Daumen, dass alles gut verläuft. Ohrstöpsel sind ganz, ganz wichtig und Oberteile zum Knöpfen. Genügend Cremezeugs auch, ich hatte im KH das Gefühl, ich vertrockne total 🙄. Diese Bettwäsche und die trockne Luft ...


    Also, toi toi toi ...


    Ganz liebe Grüße Claudia

    Liebe Selma

    ich finde es ganz toll, dass Du Deinen Weg gegangen bist, der sich für Dich so gut anfühlt. Herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP und natürlich alles, alles Gute 🍀. Du wirst sehen, Du bist ganz schnell wieder auf den Beinen. Ohne Rekonstruktion heilt das Ganze ja noch viel schneller.


    Wenn man das alles hinter sich gebracht hat, ist das wie ein riesiger Befreiungsschlag. Klar hat man immer noch diese blöde Mutation, aber die größten Risiken „losgeworden“ zu sein, ist schon ein sehr befreiendes Gefühl. Pure Erleichterung ....


    Ich freu mich echt für Dich (und natürlich auch für Alys ):hug:, dass Du/Ihr Euren Weg gefunden habt. Nichts ist schlimmer als eine Entscheidung, bei der man hinterher zweifelt, ob es die richtige war. Umso schöner, dass es Euch so gut damit geht :hug:


    Alles Liebe Claudia

    Liebe Karla50


    bei mir sahen auch beide Seiten dick und schwarz verkrustet aus. Man darf da auf keinen Fall herumpulen, wirklich warten, bis sich das von allein ablöst. Mich hat auch erst der Schlag getroffen, als ich das gesehen hatte. Ich dachte, das wird nie was, aber als es sich abgelöst hat, kam ganz zarte rosa Haut zum Vorschein. Die ist dann auch erst einmal sehr empfindlich gewesen. Als es angefangen hatte, sich zu lösen, hat mein Chirurg gemeint, ich könnte jetzt ganz vorsichtig mit Öl nachhelfen (betupfen), damit es sich besser ablöst. Aber erst, als es anfing sich zu lösen, auf keinen Fall vorher. Ich hab nur auf einer Seite eine ganz geringe Vernarbung zurückbehalten, die sieht man aber kaum.


    Wahrscheinlich haben da alle Chirurgen und Brustschwestern ihre "Geheimtipps " und Meinungen. Meine haben zum Beispiel gesagt, ich solle keine Narbensalbe für die Narben verwenden, nur leichte Feuchtigkeitscreme oder noch besser Aloe Vera. Also eher Feuchtigkeit als Fett.


    Abwarten und Geduld :thumbup:


    LG Claudia

    Hallo liebe Bonny2


    ich könnte mir auch vorstellen, dass es der wie von Eirene beschriebene Fall ist. War der Antrag auf Kostenübernahme tatsächlich mit der Begründung erfolgt, dass Du bereits erkrankt, dementsprechend therapiert wurdest und die Mastektomie als weitere "Therapiemaßnahme" beantragt wurde, könnte das in meinen Augen tatsächlich der Grund für die Ablehnung der Mastektomie und Rekonstruktion der nicht erkrankten Seite sein. Du bzw. Deine Erkrankung wurde somit ja bereits therapiert (jedenfalls in Augen der Krankenkasse mittels Chemo und Co.).


    Jetzt im Nachhinein, also nach bereits erfolgter Therapie, müsste der Antrag auf Kostenübernahme für die beidseitige Mastektomie und Sofortrekonstruktion aufgrund der vorliegenden BRCA-Mutation und der entsprechenden Erkrankungsrisiken (eben auch dem erhöhten Erkrankungsrisiko der nicht erkrankten Seite) gestellt und auch damit begründet werden. So auch meine Vermutung. Das mutet sicherlich irgendwie "kleinkariert" an, aber ich denke, es handelt sich in dem Fall eventuell um ein Verständnisproblem seitens der Krankenkasse? Der MDK wiederum entscheidet letztendlich auch nur aufgrund der Datenlage und eben auf Basis der Unterlagen, die ihm die Krankenkasse aushändigt.


    Und eigentlich "zieren" die sich doch bei Vorliegen der BRCA-Mutation inzwischen nicht mehr so, zumal es wie gesagt das Gerichtsurteil in Hessen gab, wonach die Kassen die Kosten bei Vorliegen einer BRCA-Mutation übernehmen müssen, da das Vorliegen einer BRCA-Mutation bereits eine Krankheit darstellt (so die Begründung). Da handelte es sich zwar um eine Beamtin und die Ablehnung durch die Beihilfe, aber das spielt eigentlich keine Rolle. Bei dem Urteil ging es viel mehr darum, ob eine BRCA-Mutation eine Krankheit darstellt oder nicht. Denn in den Augen der Krankenkassen sind ja nur Krankheiten therapiebedürftig und dies war immer der Grund, warum sie versucht haben, um die Kosten für prophylaktische Maßnahmen herumzukommen (Urteil vom 13.05.2015 - 1 K 491/13.DA, falls Dir das weiterhilft).


    Drücke Dir die Daumen.

    Liebe Grüße Claudia

    Hallo Bonny,

    was bedeutet, die Krankenkasse könne dem Antrag „vor der Krankenhausbehandlung“ nicht zustimmen??? Brauchst Du erst Therapien, bevor Mastektomie und Co. erfolgen oder was ist damit gemeint?


    Oder mit welcher Begründung wurde der Antrag auf Kostenübernahme abgelehnt?


    Welche Unterlagen hattest Du denn eingereicht?


    Du hast natürlich das Recht, Einspruch gegen den Bescheid einzureichen. Lass Dich aber vorher unbedingt beraten. Auch das BRCA-Netzwerk hat eventuell noch Tipps und Tricks, wie man die Kasse umstimmen kann. Vielleicht fehlten auch einfach nur Unterlagen?


    Irgendwie bin ich da etwas irritiert, es gab doch erst ein Gerichtsurteil, wonach die Kassen eine Mastektomie mit Rekonstruktion bei Vorliegen einer BRCA-Mutation übernehmen müssen oder irre ich mich da??


    Kopf hoch, ich denke, da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.

    Liebe Grüße Claudia

    Liebe Xena

    ich habe in der Tat schon eine Fallbeschreibung gelesen, dass es trotz prophylaktischer OP mit Silikonsofortrekonstruktion zu einer Ersterkrankung kam. Ein Restrisiko bleibt auch mit Entkernung der Brustwarzen, weil vermutlich immer irgendwo irgendwelche Restdrüsenzellen bleiben, egal wie sorgfältig der Chirurg operiert. Ohne Entkernung wird das Risiko sicherlich noch einen Tick höher sein, weil die Gänge ja nun mal in der Brustwarze münden.


    Bezüglich der Krankenkasse würde ich das so früh wie möglich beantragen. Die handeln alle unterschiedlich. Meine zum Beispiel hat bei jedem dieser Eingriffe, also prophylaktische Mastektomie, Ovarektomie und alle Revisions-OPs den MDK zur Begutachtung einbezogen. MDK und Krankenkasse haben generell bis zu 5 Wochen Zeit über den Fall zu entscheiden. Also wenn die Situation bei Dir klar ist, Du die Dokumentation (Arztbrief mit den Details über den geplanten Eingriff) hast, würde ich Dir empfehlen, dies der Kasse zuzusenden. Es kann nämlich sein, dass denen nach 2 Wochen oder so einfällt, dass sie weitere Dokumente benötigen. Für die Erst-OPs musste ich den Arztbrief mit der OP-Planung sowie mein humangenetisches Gutachten/Gentest-Befund einreichen.


    Liebe Grüße Claudia

    Huhu Alys

    ich bin jetzt brusttechnisch eingetaktet für 1x Sono im Jahr, da das MRT ja kein sichtbares Restdrüsengewebe zeigt.


    Außerdem war ich zur Darmspiegelung und bin jetzt entsprechend Risikogruppe alle drei Jahre zur Kontrolle eingetaktet. So steht’s im Befund drin.


    Ich meine, dass im BRCA-Gesprächskreis das Thema kam, auch mit entfernten Eileitern/Eierstöcken eine vaginale Sono pro Jahr durchzuführen. Es gibt ja das Restrisiko für das primäre Peritonealkarzinom (gerade BRCA1er-Mutanten), ist zwar nicht hoch, aber ich glaube trotzdem höher als bei Nichtmutanten. Das wollte ich demnächst noch einmal genauer herausfinden.


    Ansonsten gibt es noch eine Möglichkeit der Früherkennung für das familiäre Pankreaskarzinom. Aber nur im Rahmen einer Studie und auch nur bei Mutationsträgern, die Fälle von Pankreaskarzinomen in der Familie haben (bei mir leider der Fall). Wer sich dafür interessiert, kann ja mal „Fallsammlung familiäres Pankreaskarzinom“ ergoogeln (kurz FaPaCa).


    Soweit ich weiß, ist das alles, was wir früherkennungstechnisch machen können. Einigermaßen unbeschwert leben wollen wir ja auch noch ;).


    Liebe Grüße Claudia

    Huhu Linchen123

    ich bin ja die mit den verkleinerten Brüsten;). Aber ja, die Krankenkasse hat nur überprüft, ob sie die Eingriffe generell übernimmt, nicht in welcher Größe die Implantate ausgesucht werden. Ich musste Arztbrief, wo ersichtlich ist, in welchem Umfang der Eingriff erfolgt und entsprechende Brustfotos an die Krankenkasse senden. Die haben dann sozusagen eine Überprüfung durch den MDK veranlasst, ob die Revisions-OPs notwendig sind. Welche Größe die Implantate hatten, interessierte niemanden. Die Fotos etc. waren aber nur für die Revisions-OPs notwendig. Bei der Mastektomie und Erstrekonstruktion natürlich keine Bilder nur Gentest-Ergebnis und es erfolgte auf dieser Basis die gutachterliche Bewertung durch den MDK.


    Liebe Grüße Claudia

    Liebe Elouis

    ich habe auch etwas zeitverzögert ein leichtes Östrogengel bekommen, welches man einfach auf der Haut aufträgt. Progesteron brauche ich nicht, da ich auch keine Gebärmutter hab. So wie ich das verstanden hab, ist es bei Nichterkrankten!!! gar nicht mal das Östrogen, was das Risiko etwas erhöht, sondern das Progesteron. Aber auch das nur in geringem Maße. Mein Prof. hat sich klar für eine geringe Hormongabe ausgesprochen aufgrund des Osteoporoserisikos. Und explizit in meinem Fall hat er gemeint, ich solle das ruhig bis 55 machen. Aber wie gesagt, in meinem Fall !!! und da ich nur Östrogen nehme und noch nicht erkrankt war.


    Auf jeden Fall lass Dich da gut beraten, sicherlich hat beides Vor- und Nachteile. Die gilt es abzuwägen. Ich meine irgendwann Bruchgefahr wegen Osteoporose zu haben, ist auch nicht gerade prickelnd.


    Diese „pubertäre“ Aknegeschichte hatte ich auch vorübergehend, außerdem heftige Migräne ca. 7 Tage nach OP, die fast ne Woche anhielt, später partiellen Haarausfall und Haarbruch, Knochenschmerzen, Schwindel und 3 Wochen nach OP ne ordentliche Depriphase kann ich auch noch liefern.


    Mittlerweile ist bis auf die Knochen- und Gelenkschmerzen (aber stark abgemildert) eigentlich nichts mehr zurückgeblieben. Haare hatten einen Kurzhaarschnitt verpasst bekommen und sind jetzt wieder am Wachsen. Ach doch, meine Augen sind wesentlich trockener. Ich musste vorher schon Tropfen nehmen, jetzt sind es noch wesentlich mehr.


    Ansonsten geht’s mir gut ;).


    Liebe Grüße Claudia

    Liebe Eirene

    liebe Xena

    dankeschön, Eirene :). Es wäre wirklich unglaublich toll, wenn diesmal alles glatt läuft, bisher sieht es super gut aus. Wenn es diesmal nicht gut gehen würde, gäbe es nur noch alles weg oder Eigengewebe. Vor beidem hab ich einigermaßen Respekt ... gelinde gesagt ...


    Ansonsten, klar, wenn man das notwendige Übel mit dem „Angenehmen oder Nützlichen“ verbinden kann, wieso nicht. Ich hätte jetzt keine freiwillige Brustkorrektur machen lassen, wenn wegen dem BRCA nicht ohnehin operiert worden wäre. Aber so dachte ich auch, man kann ja gleich die Gelegenheit nutzen und optimieren. Eine Verkleinerung und Straffung des Hautmantels ist ohnehin etwas komplizierter als eine leichte Vergrößerung mittels Implantaten. Allzu viel sollte es dennoch bei Vergrößern nicht sein. Man muss auch immer ein bisschen an das Fremdkörpergefühl und auch Gewicht der Implantate denken. Immerhin muss der Hautmantel dies auch tragen. Aber das ist meine persönliche Meinung ;). Manche Operateure haben solche Sizer, die man sich in den BH über die Brust einlegen kann, um zu sehen, wie die vergrößerten Brüste aussehen würden. Ich hatte damit bei meinem Doc mal herumprobiert. War ganz witzig.


    Habt ein schönes Wochenende und liebe Grüße Claudia

    Huhu liebe Xena

    also ich habe verkleinern lassen. Ich hatte vorher 75DD bei Körpergröße 1,59 und das war schon ganz ordentlich. Ich fand es immer irgendwie doof, wenn der Blick der Gesprächspartner immer wieder „abwanderte“ 8o. Also Mastektomie, Verkleinerung, Straffung und Implantate in einer OP.


    Ich hab ein ganz normales Seitenschläferkissen. Sieht also aus wie so ein 40x80 Kopfkissen bloß länger, schätze mal so 1,50 Länge. Ohne irgendwelche Biegungen etc.


    Meine Brustwarzen haben auch ganz leichte Pigmentierungsunterschiede durch leichte Vernarbung zurückbehalten, aber das fällt kaum noch auf. Durch die Verkleinerung und Straffung habe ich natürlich mehr Narben als üblich. Ich hab praktisch einen Kreis um die BW, dann senkrecht herunter eine Naht bis zur Naht in der Unterbrustfalte. Aber meine Nähte sind super gut verheilt, nur ganz schmal und wenn dann im Laufe der Zeit diese Nähte noch verblassen, wird man kaum noch etwas sehen. Derzeit sind sie noch ganz leicht rötlich.


    Eirene hat das Thema mit dem Gefühl angesprochen. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Es ist nicht mehr so wie vorher, das sollte einem klar sein. Also die „erogene Zone“ ist bei mir keine mehr. Weiß nicht, wie das bei anderen ist. Das Fremdkörpergefühl verschwindet allmählich. Eine Seite nehme ich nicht als Fremdkörper wahr, die andere schon. Die letzte OP war aber auch erst im Dezember, da ist das Ergebnis diesmal schon beachtlich. Man braucht viel Geduld. Die Heilung dauert Monate und das Ergebnis wird im Normalfall von Monat zu Monat besser.


    Liebe Grüße

    Huhu liebe Jessybe

    also beim ersten Mal wüsste ich auch nicht, wieviel ml eingesetzt werden. Der Operateur hat im OP-Saal mit Probeimplantaten getestet, was seiner Meinung nach gut aussieht. Dabei ist man natürlich etwas abhängig von den Vorlieben bzw. der optischen Vorstellung des Operateurs 8o. Ich hatte nur vorher gesagt, ein kleines c-Körbchen bei Brustumfang 75 dürfe es schon sein. Kurioserweise passte hinterher der 75c-BH wie angegossen. Jetzt hab ich runde Implantate, da haben wir vorher die Größe festgelegt, da wir festgestellt hatten, dass die Basis ruhig breiter sein könne. Das waren vorher ca. 11cm und der Abstand in der Mitte zwischen den Brüsten war schon etwas zu breit. Nun hab ich eine Basis von 13cm und es passt wie angegossen. Die ml sind nun deutlich mehr, was aber bei runden Implantaten ohnehin der Fall ist. Der obere Teil des Implantats hat ja mehr Volumen als die anatomischen. Die vorherigen hatten 330ml, die jetzigen 400ml. Vorher kleinere Basis, dafür höhere Projektion, jetzt haben wir breitere Basis, dafür geringere Projektion gewählt. Mit den letzten sah ich irgendwie aus wie explodiert :D.

    Liebe Jessybe

    meine neuen liegen jetzt auf dem Muskel, es sind sogar diesmal runde Implantate und bisher sind es die bei mir am besten gelungenen. Eigengewebe war bei mir ja auch mangels Masse nicht die bevorzugte Variante.


    Auch wenn die auf dem Muskel liegen, sehen die absolut nicht wie aufgesetzte halbe Apfelsinen aus 😜. Die obere Seite ist wie ein schönes Dekolleté, aber es zeichnet sich nichts ab, also nicht wie ein Push-up oder so. Allerdings wurde ein bisschen Fett rübergespritzt, weil mein Hautmantel ganz dünn war.


    Ja, und den Blick in den Spiegel sollte man kurz nach der OP definitiv verbieten ;) (oder alle Spiegel abhängen, bevor man nach Hause kommt) oder die Patientinnen vorher besser darauf vorbereiten. Ich sah aus, als hätte mich jemand verprügelt und man glaubt in dem Moment nicht, dass daraus etwas schönes wird. Ist aber in der Tat so, dauert halt ein paar Wochen. Im Krankenhaus meinten die bei der Visite, dass das doch schon gut aussähe und ich dachte mir nur, was haben die sich denn eingeworfen :/.


    Also Kopf hoch, Du schaffst das.


    Alles Liebe :thumbup: Claudia

    Liebe Xena

    ja, definitiv kommen dann einige Dinge, die plötzlich in Schwerstarbeit ausarten :D. Hast Du ein Seitenschläferkissen? Das gehört zu den Dingen, die total praktisch sind. Ich hatte mir eins gekauft und eins von einer Freundin bekommen. Nach ein paar Tagen wird die permanente Rückenlage echt problematisch und egal, auf welche Seite man den Körper beim Liegen „leicht neigt“, man hat beidseits ein Stützkissen für den Rücken.


    Ich hatte beim ersten Mal Implantate (anatomische, texturiert) unter dem Brustmuskel (November 2018), der zweite Satz waren Implis aus Polyurethan, ebenfalls anatomisch (Ende März 2018) und der dritte Satz glatte, runde Implis in Pockets aus titanisiertem Netzmaterial, wieder auf dem Muskel (Mitte Dezember 2018).


    Wenn Implis aufgrund von Komplikationen gewechselt werden, nehmen viele Operateure eine neue „Implantatlage“, in der das Impli eingelegt wird, um erneute Komplikationen zu vermeiden. In meinem Fall wurde der erste Satz Implantate aufgrund der Kapselfibrose samt fibrosiertem Gewebe unter dem Brustmuskel entfernt und die neuen somit auf dem Muskel platziert. Das hatte ich mir so nicht ausgesucht, vielmehr war es eine Empfehlung meines Professors. Also Materialwechsel und andere Implantatlage. Beim dritten Mal blieb dann nur nochmalige Lage auf dem Muskel mit wieder anderem Material. Diesen dritten Satz scheint mein Körper bisher besser zu tolerieren. Pam & Andy wissen, dass es ihre letzte Chance ist 8o.


    Aber, dass das mehrmals schief läuft, wie in meinem Fall ist extrem selten! Das sollte Die keine Angst machen. In den allermeisten Fällen klappt es beim ersten Mal ohne Probleme. Also nicht nachmachen, den Rekord halte ich 😜. Nee, im Ernst, mach Dir deshalb bloß keine Gedanken.


    Ganz liebe Grüße

    Hallo liebe Jessybe ,

    erst einmal herzlich Willkommen und ganz sicher trittst Du hier niemandem zu nahe. Ich bin eine von den BRCA-Mädels, schreibe auch ab und zu im BRCA-Strang. Mit einer Klinikempfehlung in Deiner Nähe kann ich Dir leider nicht weiterhelfen, wohne im Großraum Berlin.


    Aber ich schließe mich definitiv der Meinung an, Dir eine Zweit- und wenn nötig auch Drittmeinung einzuholen. Grundsätzlich bin ich schon der Meinung, dass die Mastektomie selbst durch einen erfahren Operateur (Senologen/Onkologen) erfolgen sollte, um möglichst alles Drüsengewebe zu entfernen. Hundertprozentig wird das vermutlich nicht möglich sein, aber im Kontroll-MRT nach 6+ Monaten sollte günstigstenfalls herauskommen, dass kein sichtbares Restdrüsengewebe mehr vorhanden ist. So war zum Beispiel meine Herangehensweise und auch der Grund, warum ich die OP eben doch "im Zentrum" hab durchführen lassen, obwohl ich den Uniklinik-"Tourismus" ganz furchtbar finde. Auch wenn die Optik natürlich wichtig ist, ist bzw. war das möglichst komplette Entfernen der Brustdrüse ja für die Risikoreduzierung und eben dem verbleibenden Restrisiko für mich der wichtigste Punkt. Meine Zweitmeinung hatte ich in einer kleineren Klinik in einer plastischen Chirurgie, der Chefarzt dort ist eine Koryphäe für Eigengewebsaufbauten. Ich wollte ja zu Anfang lieber Eigengewebe, wovon aber Uniklinik und auch der Plastische Chirurg erst einmal abgeraten hatten. Das letzte Entscheidungskriterium für mich war dann, dass in der Uniklinik im Vorfeld klar war, wer mich operieren würde und in der kleineren Klinik wäre es einer von 4 Plastischen Chirurgen gewesen. Wer genau, hätte man erst am Vortag bei der OP-Planung erfahren. Das war für mich dann ein no go, die Vorstellung, dass mich bei einer geplanten OP eventuell jemand operiert, den ich überhaupt nicht "kenne" oder den ich schlimmstenfalls aus irgendwelchen Gründen nicht leiden kann. Bei Notfällen kann man sich das nicht aussuchen, aber bei einer derartigen OP eben schon.


    Eine generelle Methode, wie der Aufbau erfolgen sollte, kann man schlecht empfehlen. Das ist ja auch immer körperabhängig und alle Methoden haben eben Vor- aber auch Nachteile, unterschiedliche Komplikationsrisiken etc.. Daher empfehle ich Dir, Dich über die einzelnen Methoden etwas zu belesen oder eben darüber beraten zu lassen. Welcher Operateur schlägt welche Methode vor und warum. Klingt dies dann plausibel für Dich, ist die Entscheidung für den jeweiligen Operateur dann sicherlich auch etwas sympathieabhängig.


    Ich wünsche Dir alles, alles Gute für Deine Entscheidungsfindung:hug:.


    Ganz liebe Grüße Claudia

    Liebe Xena

    ach Mensch, zu Anfang dachte ich irgendwie ich wäre ein totaler Exot. Aber seitdem ich hier im Forum bin, merke ich doch, dass es eine Menge Frauen und Familien gibt, die alle zu den "Exoten" gehören. Einerseits tröstlich, andererseits traurig für jede betroffene Familie.


    Also liebe Xena, ich schließe mich da vollumfänglich Eirene an. Mit einem Kleinkind brauchst Du Hilfe für die ersten Wochen. Du darfst definitiv nichts schweres heben - vor allem auch kein zappelndes Kleinkind. Gerade bei der Implantatlage auf dem Brustmuskel gilt, keine ruckartigen Bewegungen, kein Heben und die Arme nicht über Schulterhöhe. Implantate können sich schneller drehen oder verrutschen, als einem lieb ist. Das ist insbesondere bei anatomischen Implantaten ein Problem. Obwohl ich nichts weiter gehoben habe, war bei mir auf der rechten Seite das Implantat um 90 Grad verdreht. Das ist am Anfang durch die Schwellungen nicht weiter aufgefallen, aber danach ist es so in der Position auch noch am Muskel festgewachsen und Kapselfibrose kam auch noch dazu. Somit mussten die ohnehin gewechselt werden.


    Ich gehöre zu denen, die beide Varianten (Implantatlage unter und über dem Muskel) versuchen durften. Es gibt schon einen Unterschied in der Schmerzintensität und bei mir auch bezüglich der Schmerzdauer. Bei der Lage unter dem Muskel konnte ich die erste Woche definitiv nur halbsitzend schlafen und musste mich seitlich aus dem Bett rollen, weil jede Muskelanspannung ziemlich weh tat. Die Lage des Implis auf dem Muskel war bei mir etwas weniger schlimm. Vom Krankenhausaufenthalt nahm sich das alles nichts, einmal 8 Tage und zweimal jeweils 9 Tage. Kommt halt immer darauf an, wie lange die Drainagen fördern. Man merkt auf jeden Fall sehr schnell, welche Bewegungen gehen und welche nicht, wie zum Beispiel Haare waschen, Zopf machen, härteres Gemüse schneiden und und und. Engere Oberteile ausziehen war zum Beispiel auch ein Problem. Ich habe alles angezogen bekommen, aber nichts mehr aus ^^. Ich empfehle Dir, genügend weitere Oberteile zum Knöpfen oder mit Reißverschluss bereitzuhalten.


    Grundsätzlich gilt, starke Schmerzen muss man nicht ertragen. Wenn die normalen Medis (Schmerzmittel) nicht ausreichen, können zusätzliche andere Medis verabreicht werden und das sollte man dann notfalls auch einfordern. Ich habe die ersten beiden Male stärkere Medis bekommen, dieses Mal (gerade erst im Dezember) reichte mir N...) völlig aus. Nicht die Schwestern entscheiden, ob man etwas bekommen darf oder nicht. Ganz besonders nicht jene, die selbst nicht wissen, wie eine Mastektomie etc. sich anfühlt und der Meinung sind, das wäre ja alles halb so schlimm. Derartige Exemplare liefen tatsächlich auf der Station herum, da haben selbst die Kolleginnen den Kopf geschüttelt.


    Also schön ist definitiv anders, aber es ist zu schaffen und Du schaffst das auch:thumbup:.


    Ganz liebe Grüße Claudia

    Hallo Ihr Lieben,

    auch ich hatte nach der beidseitigen Mastektomie mit Rekonstruktion ein MRT. Bei diesem kam heraus, das „praktisch kein relevantes, verbliebenes Brustdrüsengewebe“ mehr vorhanden ist. Somit ist die jährliche MRT-Untersuchung nicht mehr notwendig. Einmal im Jahr soll weiterhin eine Sonographie erfolgen. So war bei mir der Wortlaut im Bericht des Zentrums für fam. BK und EK, also wie bei Heideblüte und Eirene.


    Liebe Grüße Claudia

    Liebe PlanB

    es tut mir wirklich sehr, sehr leid :hug:. Das muss man erstmal alles verdauen. Aber das schaffst Du, eins nach dem anderen. :thumbup:. Erstmal kümmerst Du Dich um Dich und sobald Du einigermaßen die Kraft dazu hast, kannst Du daran gehen, Deine Kinder zu informieren.


    Es ist ja nun mal so, dass sich Kinder, wenn sie schon älter sind, fragen, warum etwas passiert. Warum ist ausgerechnet Mama erkrankt oder warum sind ausgerechnet in meiner Familie so viele Personen erkrankt und und und .... Diese Fragen habe ich mir schon vor etlichen Jahren gestellt und meine beiden Töchter haben sich auch schon gefragt, warum in unserer Familie alle an Krebs erkranken. Als meine Mutter dann ihr zweite Krebserkrankung hatte (kein Rezidiv, sondern andere Krebserkrankung, erst BK, dann EK), habe ich nicht mehr länger gewartet und habe das Zentrum kontaktiert etc. Ich musste ziemlich auf meine Mutter einreden, damit sie sich als Indexpatientin testen lässt, da ich selbst ja noch nicht erkrankt war und sie den Sinn darin nicht mehr sah. Sie war ja schon erkrankt, wozu noch testen, das waren ihre Gedanken. Ich erklärte ihr dann, dass ein positiver Test in ihrem Fall therapierelevant wäre. Von diesem Zeitpunkt an waren auch meine beiden Töchter involviert (zu diesem Zeitpunkt 28 und 23). Sie waren dann bei meiner Testung und auch Ergebnisverkündung dabei und haben sich einige Wochen später auch testen lassen, nachdem sich bei mir der positive Test bestätigte. Vorher hatten wir aber noch geklärt, was man alles bedenken sollte, wie zum Beispiel „leben mit einem positiven Testergebnis“ oder „welche Versicherungen vorher abschließen“ und und und. Ich habe beiden gesagt, sie müssen sich selbst sicher sein, ob sie den Test möchten oder nicht und dass es nicht einfach ist, mit einem positiven Testergebnis zu leben. Meine jüngere Tochter blieb bei ihrer Meinung, den Test durchzuführen, meine ältere schwankte eine Zeitlang, hat sich aber schlussendlich doch zur Testung entschieden. Beide wurden negativ getestet und das war natürlich eine extreme Erleichterung für sie. Vor allem auch, dass sie irgendwann ihre Familienplanung ohne BRCA-Gedanken angehen können. Aber selbst, wenn sie positiv getestet worden wären, wäre das Früherkennungsprogramm alle Male besser als im Falle einer Erkrankung „überrascht zu werden“. Sie hätten natürlich ab 25 das Früherkennungsprogramm nutzen können, ohne sich selbst testen zu lassen. Dieses Recht hätten sie ja auch gehabt.


    Aber wir können Dir nur sagen, wie jede einzelne von uns damit umgegangen ist. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du den für Dich passenden Zeitpunkt findest. Aber erst einmal kümmere Dich um Dich, damit Du erst mal wieder auf die Beine kommst. Alles, alles Liebe für Dich, erfolgreiche Therapie, damit Du bald wieder aufatmen kannst :hug:

    Liebe Grüße Claudia