Beiträge von Lunaiko

    Echt jetzt? Sogar die Augenärztin? Du bist wirklich mit überfürsorglichen Ärzten gesegnet.
    Da würde ich auch auf Abwehr gehen.


    Wegen meines Diabetes muss ich alle 3 Monate zum Doc. Nix dolles, meistens nur Langzeitwert bestimmen. Er, auch mein Hausarzt, hat mich jetzt 2 Jahre wegen eines jährlichen Checkup genervt. Ich hab ihm gesagt, er soll mich damit in Ruhe lassen.

    Es kann gut sein, dass die Ärzte tatsächlich aus einem Fürsorgegefühl heraus handeln. Aber dass man diese ganzen Weißkittel einfach auch gar nicht mehr sehen mag, muss man da erst mal verständlich kommunizieren.


    Ich musste da gestern erst über deinen Ausspruch „wenn keiner nachsieht, kann auch keiner etwas finden“ und die Reaktion der Gyn geschmunzelt. Das war so ein klassischer Missversteher.

    Wenn es nicht insgesamt so traurig wäre, käme man aus dem Schmunzeln kaum noch heraus.

    Puh... das ist eine schwierige Entscheidung, die du da zu treffen hast. Aber es ist eine, die nur du zu treffen hast. Da finde ich es auch schön, dass du deinen Freund da an deiner Seite hast und er dich in jedem Fall unterstützen will.
    Ich wünsche dir, dass du für dich den Weg gehen wirst, auf dem du dich wohl fühlst

    Hallo ihr Lieben,


    ich bin grad wirklich beeindruckt von den vielen sehr intimen und ehrlichen Postings hier. Danke an Mamimagnolia , dass du das angestoßen hast.


    Ich habe alles gemacht, was mir die Ärzte angeboten haben.
    Bevor die Diagnose kam, war ich schon seit mehr als 10 Jahren an Depressionen erkrankt und durch einen langwierigen Berentungsprozess gegangen. Als der dann abgeschlossen war, wollte ich mich um ein paar Baustellen kümmern. Die erste war nach einigen Jahren mal wieder die Vorsorge beim Gyn und da wurde dann direkt der Tumor gefunden. Dort, wo er sich breit machte, war schon seit Jahren ein Fibroadenom, das unregelmäßig kontrolliert wurde.


    Es war ein seltsamer Moment. Die ganzen Jahre habe ich gedacht, dass das Fibroadenom doch bitte entarten und meinem Leiden ein Ende setzen soll. Während der Depressionen wäre ich meinem Körper wohl dankbar gewesen, wenn er mich mit Krebs aus diesem Leben heraus geholt hätte.

    Aber dann passierte es, dass ich einfach nur stinksauer war. Ich hatte keine Angst, war nicht geschockt, ich war einfach nur unheimlich wütend. Endlich hatte ich mein Leben so weit geregelt, dass ich eine ziemliche Entlastung spürte, kam da so ein bösartiger Tumor daher und wollte mir das wieder wegnehmen. Wo war er denn, als ich ihn gebraucht hätte?


    Ich spürte einen Lebenswillen, von dem ich gar nicht wusste, dass ich den überhaupt habe und bin in den Kampfmodus gegangen. Ich hab das komplette Programm mitgenommen (und auch wirklich gut überstanden) und bin im Moment noch in der AHT mit Letrozol. Ein paar Herde in der Leber haben mein Onkologe und ich jetzt einfach mal gemeinsam als gutartig eingestuft, da sich da wirklich gar nichts tut. Dementsprechend sind alle Ergebnisse meiner Nachsorge bisher positiv.

    Was die Intuition angeht, so denke ich, dass man öfter darauf hören sollte. Am Abend vor meiner zweiten OP, geplant war ein Nacharbeiten des Tumorbettes und eine Axilladissektion, habe ich überlegt, dass ich mein Einverständnis für die Entnahme weiterer Lymphknoten zurücknehmen soll. Je mehr dort fehlen, desto höher ist ja auch das Risiko von Folgeschäden.
    Ich hab es nicht gemacht und von den 16 entnommenen LK war keiner befallen. Danach hatte ich ein Geigensaitensyndrom, habe immer noch Missempfindungen, erste Anzeichen eines Lymphödems (inzwischen wieder vom Tisch). Ohne die Ausräumung wäre mir das erspart geblieben...

    Egal... ich hab alles hinter mir, genieße jeden Tag meines Lebens. Habe letztes Jahr wieder einen Welpen adoptiert, den ich gern noch überleben möchte...


    Was ich inzwischen habe, ist eine Patientenverfügung. Ich möchte nicht auf Teufel komm raus am Leben bleiben. Ganz oben auf meiner Prioritätenliste steht die Lebensqualität. Und ob die mir reicht oder nicht, entscheide nur ich selbst.


    Ich finde es völlig in Ordnung, wenn man Entscheidungen trifft, die andere vielleicht nicht nachvollziehen können. Wenn man sich selbst spürt und zuhört, dann merkt man, was wichtig und ertragbar ist. Dazu gehört auch, eben nicht alles ertragen zu müssen (danke auch dir, safsafr ) und Möglichkeiten der Linderung zu nutzen.

    Ganz liebe Dank an alle für die ehrlichen Worte und Gedanken hier

    Herzlich willkommen hier Donauente


    Solltest du um die Chemo doch noch herum kommen, dann ist deine Infektabwehr nicht schlechter als bei jedem anderen. Da spricht auch nix gegen Essen gehen, Kino etc., außer die Corona-Regeln...


    Wie schon Von anderen geschrieben, ist die Heilungsrate bei BK inzwischen wirklich sehr gut, wobei die Statistik natürlich auch noch ihre eigenen Gesetze hat. Insgesamt aber ist unser Krebs der, der am besten erforscht ist.


    Auch die Therapien sind zu überstehen.

    Tu dir Gutes, erlebe viel Schönes... und wenn du dich mal ausheulen oder -kot*** mußt, dann darfst du das hier gern jederzeit tun. Alle Höhen und Tiefen, die diese Erkrankung mit sich bringen kann, hat irgendjemand hier schon in der ein oder anderen Form durchlebt.

    Für Diabetiker gibt es solche B-Komplex-Spritzen. Die gibt man 1x pro Woche in den Muskel. Wäre evtl. Eine Möglichkeit für dich...


    Ich hatte während meiner Paclis zwar „nur“ mit einer schlimmen Erschöpfung zu kämpfen, aber die hat mich auch fast handlungsunfähig gemacht. Irgendwann bekam ich dann hohes Fieber und war zwei Wochen im Krankenhaus. Eine Ursache wurde nicht gefunden. Ich denke daher, dass mein Körper sich eine Pause erzwungen hat. Danach ging es dann auch viel besser mit den restlichen Chemos.


    ich wünsche dir, dass du eine gute Lösunf für dich finden kannst

    Bei meinem Hausarzt war es zum Glück kein Problem, die Impfung zu bekommen. Ich gelte als chronisch krank und erhalte sie jedes Jahr.


    Als es mit Corona los ging, habe ich auch eine Impfung gegen Pneumonie erhalten. Den Impfstoff hatte ich eigentlich für meine beiden Oldies reserviert. Aber dann war genug da, dass ich auch noch was abbekommen konnte.

    Wenn in einem Lymphknoten Krebszellen gefunden werden, ist das ein Zeichen dafür, dass die sich aus dem Verband im Tumor gelöst und auf die Reise gemacht haben. Die Sentimels sind die ersten auf dem Lymphabflußweg. Daher ist es inzwischen gängige Praxis, diese zu untersuchen. Ist da nix, wird auch bei den folgenden LK wahrscheinlich nix sein.
    Das bei dir in einem Zellen gefunden wurden, wird jetzt evtl weitere Untersuchungen zur Folge haben.


    Bei mir waren zwei Wächter da und beide befallen. Daraufhin wurden noch 16 LK aus der Achsel entnommen, die aber alle frei waren. Trotzdem erfolgte wegen der befallenen Sentinels die Empfehlung einer Chemo.


    Ingesamt wird der LK-Status bei der Risikobeurteilung hoch bewertet. Je mehr LK befallen sind, desto höher das Risiko, dass sich irgendwo Metastasen bilden.

    Erst mal „Herzlich willkommen“


    Die Frage „Chemo ja oder nein“ kann man unmöglich pauschal beantworten. Da spielen zu viele Faktoren eine Rolle. Meist fällt die Entscheidung bzw. Empfehlung im Tumorboard, wo sich alle an deiner Erkrankung Beteiligten austauschen und den Ergebnissen entsprechend beurteilen, welche Behandlung die beste Aussicht auf Erfolg verspricht. Dementsprechend sollte eine solche Frage auch mit den behandelnden Ärzten besprochen werden. Lass dir erklären, wieso sie eine Chemo für notwendig erachten und beurteile dann selbst.


    Alles Gute für dich

    Die Chemotherapie bei Brustkrebs ist sicher kein Spaziergang. Es ist halt ein hochwirksames Gift, das man da bekommt. Aber mit den unterstützenden Medikamenten wird die Chemo von den meisten Frauen recht gut vertragen.


    Die Angst vor Metastasen ist natürlich nachvollziehbar. Der Kopf spielt ja, gerade in der ersten Zeit, alle möglichen Szenarien durch. Fakt ist aber, dass die meisten Frauen bei der ED keine Metastasen haben. Ein wichtiger Indikator bei der Beurteilung ist der Status der Wächterlymphknoten (die dem Tumorgeschehen im Lymphabfluss am nächsten sind). Sind die frei von Tumorzellen, gehen die Mediziner davon aus, dass noch keine Streuung stattgefunden hat.

    Es wird alles wirklich sehr gründlich nachgeschaut, da kannst du dir sicher sein.


    Ich hoffe, du bekommst die Zeit bis zum Termin gut herum.

    Während der Pacli-Chemos hatte ich die Fatigue ganz schlimm. Da kam ich kaum noch eine Etage die Treppe raus ohne Pause. Danach kam dann die „Energie“ ein Stück weit zurück. Aber aktuell quält mich schon seit Monaten eine extreme Antriebsarmut. Nachts kann ich nicht wirklich gut schlafen, morgens komme ich nicht aus dem Bett und zu allem muss ich mich regelrecht zwingen.


    Ob das noch eine Folge der Krebsbehandlung ist oder eher den Depressionen zuzuschreiben, kann ich grad nicht beurteilen. Einen solchen Antriebsverlust kenne ich von meinen Depris aber eigentlich nicht.


    Immerhin habe ich meinen 18 Monate alten Hund, der mich zwingt, täglich vor die Tür zu gehen. So hab ich wenigstens die Bewegung, die ja auch wichtig ist.

    Wegen des auslaufenden Krankengeldes warst du hoffentlich schon beim Arbeitsamt? Die springen erst mal mit ALG1 ein, bevor man HartzIV bekommt.


    Was die Erwerbsminderung angeht, so wird ein Arbeitsvertrag idR so lange aufrecht erhalten, bis die Rente unbefristet gezahlt wird.


    Dir Unterstützung durch eine. Sozialverband zu holen, ist ein guter Tip. Da sitzen Fachanwälte für Sozialrecht, die dir qualifizierte Auskünfte geben können.


    Falls du noch Urlaubstage hast, sprich deinen Arbeitgeber darauf an, ob er die auszahlt. Ich hatte das seinerzeit leider vergessen und dann war die Zeit, Ansprüche geltend machen zu können, leider rum...

    Hallo Jessica1982 ,


    ich begrüße dich auch ganz herzlich hier bei uns und hoffe, dass du dich bald nach dem 19.10. schon wieder verabschieden kannst.
    Egal, was als Ergebnis herauskommen mag, ist die Zeit bis dahin erst einmal ziemlich doof. Das Warten ist das Schlimmste an allem. Natürlich drücke ich die Daumen, dass es bei dir gutartig ist. Aber auch im anderen Fall ist der BK heutzutage wirklich gut behandelbar. Keine andere Krebsart ist so gut erforscht und die Zahl der Frauen, die überleben, steigt weiter an.


    Nichts desto trotz, schadet es nicht, wenn man sich auf den worst case vorbereitet. Wer kümmert sich um die Kids, wenn du im KH bist oder wegen einer evtl. Chemo nicht voll einsatzfähig bist. Hast du Familie/Freunde, die da ggfs. unterstützen können... das wäre so die erste Situation, die mir einfällt.


    Fühl dich mal lieb in den Arm genommen, wenn du magst

    Liebe Katzi64


    Du hast deiner Daisy einen großen Dienst erwiesen. Dafür und für all die schönen Jahre bei dir, wird sie dich immer lieben und dich begleiten. Tief in deinem Herzen und deiner Erinnerung ❤️

    Metastasen lassen sich, wie auch ein Primärtumor, mit Medikamenten beeinflussen. Klappt nicht immer, aber doch recht oft. Bis hin zum kompletten Verschwinden ist alles möglich.


    woher haben deine Freunde denn ihr Wissen? So wirklich hilfreich ist so eine Aussage ja nicht.

    Hallo Idaernst ,


    wie schon geschrieben, kann man keine allgemeingültigen Tips geben. Jeder Tumor ist einzigartig und steht in direkter Interaktion mit einem Körper, einer Psyche, der/die ebenso einzigartig ist. Das ist der Grund, dass die Fachleute vor Ort sich zusammensetzen und für jede Betroffene einen individuellen Plan entwerfen.


    Was ich dir aber sagen kann, ist, dass inzwischen das Wissen bzgl der Behandlung sehr weit ist. Die Medikamente, die man erhält (auch die, die unterstützend eingesetzt werden) so gut, dass man so eine Chemo wirklich gut aushalten kann. Es ist kein lockerer Spaziergang, aber auch keine Besteigung eines hohen Berges.


    Die onkologischen Praxen sind in den meisten Fällen gut organisiert. Und sie kennen alle Höhen und Tiefen einer solchen Erkrankung und Behandlung. Auch findet man dort immer ein offenes Ohr.
    Falls du alleine lebst und dir Sorgen machst, dass ein Notfall eintreten könnte, nimm vllt Kontakt auf zur Leitstelle der Feuerwehr. Besprich mit ihnen, ob es eine Möglichkeit gibt, dass du so schnell wie möglich Hilfe bekommst. Oder richte einen Hausnotruf ein. Da musst du nur einen Knopf drücken und es meldet sich jemand. Das kostet nicht die Welt, gibt aber ein Stück Sicherheit.


    Auf die Chemotherapie zu verzichten, wenn das Tumorboard sie empfiehlt, kann gut gehen. Aber ebenso kann es ziemlich in die Hose gehen.


    Und vllt wäre es für dich noch eine gute Möglichkeit, Kontakt zu den Psychoonkologen aufzunehmen. Auch sie können dich durch die Therapie begleiten und vor allem in deiner psychischen (Ausnahme)situation unterstützen.

    Ich hab hier nicht nur die beiden Hunde. Im Garten wohnt eine Katze, die ich als wildes Jungtier aus einem Haus befreit habe und die ich nirgends unterbringen konnte. Ich hatte damals ein kleines Rattenproblem im Garten wegen der Futterstellen und die Maus brauchte einen sicheren Platz mit ihren ca 5 Monaten. Also zog sie im Gartenhaus ein. Durch und durch wild ist sie nicht mehr, aber Menschen gegenüber (außer mir) sehr zurückhaltend.


    Im Winter habe ich meist noch 5-6 Igel, die bei mir im Gartenhaus geschützt überwintern. Meist müssen sie vor dem Schlaf noch einiges an Gewicht zulegen.


    Und dann sind da noch die Vögel. Aktuell habe ich noch eine junge Saatkrähe, die ich mit der Hand groß gezogen habe und die noch mal durchmausern muss, nachdem sie sich beim ersten Auswilderungsversuch die Federn in einem Brombeer ziemlich geschrottet hatte.

    Eine flügellahme Dohle leistet ihr Gesellschaft.

    Und eine Amsel mit gebrochenem Flügel, die ansonsten sehr fit und fidel ist, freut sich in der Mini-Voliere über tgl frische Insekten ☺️


    An Vögeln hatte ich dieses Jahr ziemlich viele Nestlinge. Von komplett nackig bis zu fast schon Ästling. Spatzen, Rotkehlchen, Buchfinken, Heckenbraunellen, und sogar einen Stiglitz. Dazu dann noch Dohlen, Elstern und Krähen...


    Manchmal ist das hier wie ein kleiner Zoo 😂