Beiträge von MaM2709

    Hallo ihr Lieben,


    vielleicht sollte man den Ärzten dieses Forum mal nahelegen, damit sie sehen wieviele U30er mittlerweile an Krebs erkranken....Mein Arzt hat damals auch erstmal 4 Wochen lang auf Bluterguss getippt bevor er mich in die Biopsie geschickt hat...


    Ich selbst war im Dezember 2016 erst 28, mein Sohn war 14 Monate alt und wir hatten eigentlich vor ein 2. Kind zu bekommen. Der Tumor in meiner Brust war zu Beginn der Chemo Anfang Januar 2017 3,8cm gross und triple-negativ. Glücklicherweise gabs keine Fernmetastasen und die Lymphknoten waren auch frei.

    Ich bin dann in die GAIN2-Studie aufgenommen worden, hab 3xEpirubicin, 3x nab-Paclitaxel und 3x Cyclophosphamid im 2-Wochen Abstand bekommen. Ende Mai 2017 hatte ich nach der OP die Komplettremission erreicht. Bestrahlung noch über den Sommer und seitdem bin ich nun krebsfrei :thumbup:


    Die Chemo war ganz sicher kein Zuckerschlecken und ich hab 3mal das Gefühl gehabt, dass ich das nicht durchhalten kann. Aber es gab Gott sei Dank ganz viele Menschen die sich gewaltig den Hintern aufgerissen haben um mir zu helfen, also haben wir das gemeinsam geschafft, und ich bin unendlich dankbar dafür. :)


    Euch allen wünsche ich ganz viel Kraft, ihr schafft das<3

    Hallo Gundog,


    herzlich willkommen im Forum und herzlichen Glückwunsch, dass du den fiesesten Teil der Therapie bereits hinter dich gebracht hast. Ich drücke alle Daumen für das Ergebnis der pathologischen Untersuchung. Die Bestrahlung sollte nach allem was war fast ein Spaziergang werden ;)


    Es ist witzig dass du sagst, du wolltest anfangs nichts über die Krankheit erfahren. Mir hat es immer sehr geholfen, wenn ich genau informiert war. Ich musste immer wissen was die Medikamente mit dem Tumor anstellen und wie sie wirken, das hat es mir einfacher gemacht positiv zu bleiben und die Nebenwirkungen zu ertragen.


    Heute habe ich alles hinter mir und die Komplettremission erreicht, mir geht es gut. Da mein "Interesse" an der Krankheit und den aktuellen Therapiemöglichkeiten trotzdem geblieben ist lese ich manchmal Artikel im Internet oder in Zeitschriften. Und ehrlich gesagt macht mir das heute sehr viel mehr Kopfzerbrechen als zur Zeit der Therapie, abgesehen davon, dass ich währenddessen nie im Internet gelesen habe, das sollte man Kranken und Schwangeren sowieso verbieten :) Aber dadurch wird mir manchmal nochmal bewusst, wieviel Glück ich hatte dass alles so früh erkannt wurde und die Chemo gut gewirkt hat.


    Ich wünsche dir alles Gute

    Liebe Grüße

    Angi

    Hallo ihr Lieben,


    als ich vor fast 1,5 Jahren die Diagnose TN-Mammakarzinom bekam war ich 28, mein Sohn zu dem Zeitpunkt 14 Monate alt. Eigentlich hatten wir uns gerade für ein zweites Kind entschieden und so kam bei der Diagnose-Verkündung auch die Frage danach ob und wie ich meine Eierstöcke schützen wollen würde.


    Ehrlich gesagt fand ich die Idee von einer Entnahme-OP damals so furchtbar, dass ich das direkt ausgeschlossen hab. Die Chemo konnte auch nicht warten, weil der Tumor wahnsinnig schnell wuchs und Metastasen nur eine Frage der Zeit gewesen wären...

    Also hab ich über die Zeit der Chemo alle 4 Wochen eine Zoladex-Spritze bekommen, die meine Eierstöcke ruhig gestellt und mich in die Wechseljahre versetzt hat.


    Die letzte Chemo hatte ich letzten Mai (Komplettremission erreicht!) und nach Bestrahlung hat dann im September der Zyklus wieder eingesetzt. Ich hab den Traum von nem 2. Kind noch nicht aufgegeben und bin sehr gespannt obs klappt wenn noch etwas Zeit vergangen ist.


    Die Ärzte im KH haben mir empfohlen 2 Jahre nach Chemo mit einer Schwangerschaft zu warten, obwohl mein FA sagt, dass das nicht so streng genommen werden muss weil der Tumor ja nicht hormonrezeptiv war.

    Gibts hier jemanden unter euch, der schneller schwanger geworden ist, bzw. welche "Empfehlungen" kennt ihr?


    Liebe Grüße

    Angi

    Liebe Blumenstrauß,


    wenn ich deinen Beitrag lese fühle ich mich sofort ein knappes Jahr zurückversetzt. Unmittelbar vor meiner ersten Chemo hab ich auch wahnsinnige Angst gehabt. Die Ärzte erklären einem wie das funktioniert und mit was man an NW rechnen sollte und wie lange es etwa dauert bis die Haare sich verabschieden, etc... Und man fühlt sich die ganze Zeit wie in nem falschen Film. Ich hab immer drauf gewartet, dass einer kommt und sagt "So, und jetzt fahren wir wieder nach Hause, wollten dich nur bisschen erschrecken..."


    Und dann hat man mir zum ersten Mal den Port angestochen und das Zeug lief durch und ich wusste "Jetzt kannste eh nix mehr machen, das Zeug arbeitet jetzt für dich." Dann hab ich mir mit meinem Mann am Tablet einen Film angesehen während die Chemo lief und bin irgendwann eingeschlafen.


    Die NW kommen bestimmt, ich drücke die Daumen dass alles halb so schlimm sein wird. Denk dran: Vieles kann man mit enstprechender Begleitmedikation gut auffangen. Sag einfach den Ärzten über alles Bescheid, was dich beschäftigt. Du musst nichts einfach so aushalten, die haben heutzutage gute Möglichkeiten die NW einzudämmen.


    Wie du schon sagst, die Chemo ist eine Waffe, die du gegen diese Krankheit in der Hand hälst. Sie ist kein Feind, und erst recht keiner vor dem man Angst haben müsste. Nimms einfach wie es kommt, das Zeug arbeitet letztendlich FÜR dich!!!


    Auch wenns nicht einfach ist: ES LOHNT SICH!!!! Du schaffst das!


    Alles Liebe für dich, fühl dich fest gedrückt!

    Angi


    PS: Die Heultage sind keine Schande, einfach laufen lassen ;) Auch das gehört dazu, du darfst dir leid tun. Aber nur solange du dich auch wieder selbst aufraffst! Versuch die Situation zu kontrollieren, bevor sie dich kontrolliert! (Gott, wie theatralisch das klingt ^^)


    PPS: Mach dir bitte keine Sorgen um die Haar-geschichte. Es ist so egal, ehrlich!!! Ich hab die blöde Perücke und zum Schluss auch die Kunst-Wimpern irgendwann in den Schrank verbannt, das künstliche Zeug hat mich furchtbar genervt. Die Psychologin im KH sagte damals zu mir: "Die Haare sind eben ein Pfand. Sie geben das jetzt für eine gewisse Zeit ab und kriegen dafür ihre Gesundheit zurück."

    Hallo ihr beiden,


    das ist toll, ich freue mich sehr für dich :-) Und kann in etwa nachfühlen, wie das ist. Im September hatte ich meine erste Monatsblutung seit meiner Diagnose letzten Dezember. Zoladex hatte ich von Dezember - Mai, also eine vergleichsweise kurze Zeit. Aber ich wünsche mir, dass es in den nächsten Jahren nochmal mit nem zweiten Kind klappt, also war das Einsetzen der Regel für mich auch definitiv ein Grund zum Feiern :-)


    Liebe Grüsse

    Angi

    Vielen Dank für eure lieben Worte :-)


    Stimmt, die Behandlung umfasste "nur" 9 Chemos, die beiden OPs und die Bestrahlung. Aber das hat schon reingehauen, alle Medikamente waren hochdosiert und haben mich das ein oder andere Mal etwas in die Knie gezwungen...


    Auf Anraten meines Arztes habe ich im Juni einen Gentest machen lassen, der aber nichts Eindeutiges nachweisen konnte. Meine Tante ist vor einigen Jahren an Brustkrebs gestorben, also lag die Vermutung einer Genmutation nahe, aber eindeutig feststellen konnte man für den Moment nichts. Damit sind auch erstmal weitere operative Eingriffe vom Tisch....


    Glücklicherweise kann ich auch keine Hormontherapie machen, da der Tumor triple-negativ war. Meine einzige Waffe war die Chemo, und die hat Gott sei Dank ihren Zweck erfüllt. Eine Hormontherapie hätte mich 10 Jahre begleitet und da wäre mein Wunsch nach einem 2. Kind doch in weitere Ferne gerückt. So habe ich Hoffnung, dass das in ein paar Jahren noch was werden kann :-)


    Liebe Grüsse

    Angi

    Hallo ihr Lieben,


    auf meiner Suche nach Austausch bin ich in eurem Forum gelandet und stelle mich einfach mal vor: Ich bin 29 Jahre alt, verheiratet und habe einen kleinen 2jährigen Sohn. Letztes Jahr kurz vor Weihnachten wurde bei mir ein triple-negativ Tumor in der Brust festgestellt, der glücklicherweise aber noch nicht metastasiert war. Noch viel kürzer vor Weihnachten wurden mit Lymphknoten entfernt und ein Port eingesetzt. Von Januar bis Mai habe ich im Rahmen einer Studie eine hochdosierte Chemotherapie durchstehen müssen. Anschliessend wurde der letzte Rest des Tumors brusterhaltend entfernt und ich habe die komplette Remission erreicht :thumbup:

    Dann folgten noch 28 Bestrahlungen und seitdem bin ich nun krebsfrei. Heute habe ich wieder angefangen zu arbeiten.

    Seltsamerweise gehöre ich aber nicht zu den Menschen, die dieses Kranheits-Thema am liebsten sofort vergessen würden. Ich bin sehr froh, dass ich (in meiner Sicht der Dinge) gesund bin und das ganze einen Abschluss gefunden hat. Aber ich möchte mir die Erfahrungen aus dieser Zeit und alles das, was ich über mich selbst und meine Lebensanschauung gelernt habe, unbedingt bewahren. Deshalb möchte ich gerne anderen Betroffenen ein offenes Ohr bieten, denn ich selbst fands immer wahnsinnig wichtig zu reden, obwohl ich der Krankheit nie mehr Raum geben wollte als unbedingt nötig.


    Ich freue mich deshalb auf den Austausch hier im Forum und darauf, euch alle kennenzulernen.


    Liebe Grüsse

    Angi