Beiträge von Gabi_S

    Hallo Wolke,
    vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Irgendwo habe ich inzwischen gelesen, dass es ca. 3 Monate dauert, bis die Haare soweit nachgewachsen sind, dass man das erste Mal zum Frisör gehen kann. Nachdem sich meine erste flauschige Stoppel-Haarschicht innerhalb von 4 Wochen gebildet hatte, war ich so euphorisch, dass ich ernsthaft überlegt habe, ob ich für die nächsten 4 Wochen in der Reha einen Fön einpacken soll...
    Aber das ist wohl doch nicht notwendig und da ich das frühe Aufstehen echt nicht mehr gewohnt bin, ist es ja durchaus ganz praktisch, dass "Haare waschen" nur wenige Sekunden dauert (einmal mit dem Waschlappen über den Kopf - und fertig). Ich bin seit Donnerstag in Bad L. und es gefällt mir hier sehr gut - außer dass sogar am Samstag morgens um 8.30 h die erste Gymnastik-Gruppe auf dem Plan stand. Aber ich bin ja schließlich hier, um wieder fit zu werden, da muss man die Zeit schon ausnutzen - ausschlafen kann ich zu Hause noch genug. ;)
    Aber zurück zum eigentlichen Thema. Ich bin ja mal gespannt, ob ich auch noch ein paar Locken bekomme (ich hatte nämlich noch nie welche und habe mir erst einmal kurz vorm Abitur ne Dauerwelle geleistet). Meine Tischnachbarinnen haben auch schon die kuriosesten Geschichten über die neuen Haare nach der Chemo gehört. Mal sehen, ob sich im Sommer wieder Ähnlichkeiten mit meinem Passbild und dem Foto auf meinem Schwerbehinderten-Ausweis erkennen lassen.
    Liebe Grüße,
    Gabi

    Hallo zusammen,
    ca. 10 Wochen nach der letzten Chemo-Infusion fingen meine Haare wieder an zu sprießen :) ,
    aus den ersten Stoppeln hat sich eine weiche, feine und ziemlich dichte Haarschicht gebildet, jemand hat im Forum mal geschrieben "wie das Fell einer kleinen Katze", genauso fühlt es sich auf meinem Kopf auch an - und ich lass mich an den neuen Haaren auch gerne mal streicheln. Meine Mutter meint, ich sehe aus wie der Igel Mecki in den Bilderbüchern. ;)
    Ich hätte ja nicht gedacht, dass mich so ein paar neue Haare sooo glücklich machen. Die Farbe (dunkelbraun mit ein bisschen grau) scheint auch wie früher zu sein. Zu Hause und beim "Tür-aufmachen" für den Paketboten laufe ich neuerdings schon ohne Kopfbedeckung oder Perücke herum. Doch wenn ich raus gehe oder Besuch bekomme, ziehe ich mir doch noch lieber ein Kopftuch auf. Wie lange dauert es wohl ungefähr, bis aus meiner "Stoppel-Haarschicht" eine "richtige" Kurzhaarfrisur wird, mit der ich herumlaufen kann, ohne dass jeder sofort sieht, dass ich gerade ne Chemo hinter mir habe?
    Liebe Grüße von einer mal wieder ziemlich ungeduldigen,
    Gabi

    Hallo, nochmal vielen Dank für die guten Wünsche. Die OP an der Lungenmetastase ist nun schon 2 Wochen her und mir geht's so gut wie schon seit Monaten nicht mehr. Seit Freitagabend bin ich aus dem Krankenhaus wieder zu Hause und komme nun endlich dazu, euch zu schreiben, wie es mir ergangen ist.


    Ich bin Gott sehr dankbar, dass die OP prima verlaufen ist. Da die Metastase nur 1,1 cm groß war, wurde nur ein kleiner Keil aus der Lunge mitsamt der Metastase herausgeschnitten. Das restliche Lungenvolumen ist so groß, dass ich noch ganz normal tief durchatmen kann und gar nichts davon merke, dass ein Stückchen Lunge fehlt. Nach der OP war ich standardmäßig für einen Tag auf der Intensivstation und es ging mir dort richtig gut, da gibts nämlich mehr Schmerzmittel als auf der "normalen" Station. Eigentlich sollte bei mir kurz vor der OP eine PDA-Schmerzmittelpumpe eingesetzt werden, doch nach 3 fehlgeschlagenen Versuchen, hat der Anesthäsist aufgegeben, und meinte, die OP-Folgen wären auch mit Schmerztabletten ganz gut auszuhalten - und das stimmte auch.
    Einen Tag nach der OP wurde ich mittags auf die normale chirurgische Station verlegt. Hier ging's jeden Tag rund mit Atemgymnastik und Inhalationen. Der OP-Schnitt an der linken Rippe war zwar nicht besonders groß, aber wenn ich mich etwas bewegt habe (auf dem Weg zur Toilette, beim Waschen und Anziehen, beim Inhalieren und bei der Atemgymnastik) tat dieser in den ersten zwei Wochen doch noch etwas weh. Aber das ist völlig normal und ich durfte mir auch noch zusätzliche Schmerztabletten anfordern, wenn die Standard-Dosierung aus der Tagesration, die auf meinem Nachtschrank stand, nicht ausreichte (habe ich auch mehrmals gemacht, und dann ging es mir auch schnell wieder viel besser. )
    Die erste Woche nach der OP hatte ich zwischen den Rippen eine so genannte "Thorax-Drainage" mit einer Sog-Wirkung zum Ablaufen der Flüssigkeiten im Brustraum eingesetzt. Dieser Drainage-Schlauch steckte in einem Kasten, der an einer Steckdose angeschlossen wurde. Da das Gerät über einen Akku verfügte, konnte ich trotzdem schon am zweiten Tag nach der OP aufstehen und ein bisschen herumlaufen (wenigstens bis ins Bad).
    Ich bin zwei Wochen nach der OP zwar immer noch etwas müde und schlapp, aber insgesamt bin ich sehr glücklich, dass ich die Lungen-Metastase los bin. Diese wurde im Labor gründlich untersucht und mit der Gewebeanalyse der Leber-Metastase, die vor einem Jahr operativ entfernt wurde, verglichen. Das Ergebnis sah genauso aus, wie die Ärzte es vermutet hatten: beide Metastasen gehören zu dem gleichen, ziemlich seltenen neuroendokrinen Tumor, doch der Primärtumor (Haupttumor) bleibt immer noch unbekannt. Aber immerhin: bis zu den nächsten Kontroll-Untersuchungen Mitte Mai bin ich aktuell erstmal krebsfrei :) , und so fühle ich mich auch. Denn die fast täglichen Brech-Atacken aufgrund der Chemos in den letzten Monaten sind nun endlich vorbei, und ich merke auch, dass ich langsam wieder zu Kräften komme.
    Wenn dies irgendwann mal jemand liest, der so eine Lungen-OP noch vor sich hat, kann ich die Erfahrungen meiner "Leidensgenossinnen" aus einem Lungenkrebs-Forum voll bestätigen - macht euch keine Sorgen, die OP und ihre Folgen sind echt sehr gut auszuhalten.
    Damit ich möglichst schnell wieder auf die Beine komme, haben mein Stationsarzt und ich vor einer Woche einen Antrag auf eine Anschluss-Heilbehandlung in einer Reha-Klinik gestellt. Nun warte ich jeden Tag auf den Postboten, ob diese genehmigt wurde und ob ich einen Platz in meiner Wunschklinik in Hessen bekomme. Ich habe mir eine Klinik ausgesucht, die (zusätzlich zu den "normalen" Sachen) ein umfangreiches Angebot an Naturheilverfahren, Traditioneller chinesischer Medizin mit Akupunktur sowie Musiktherapie durchführt. Auch die psychologische Betreuung ist gut ausgebaut und bietet ein extra Konzept bei Erschöpfungs- und Fatigue-Syndrom.
    Soweit mal mein (viel zu lang gewordener) Erfahrungsbericht.


    Viele Grüße,
    Gabi

    Hallo zusammen,
    vielen herzlichen Dank für eure guten Wünsche und auch an Angie für die PN zu einer weiteren Leidensgenossin mit Lungen-OP. Bei Angies PN war auch ein Linktipp dabei, mit diversen Erfahrungsberichten von Leuten, denen auch ein Stückchen Lunge "herausgeschnibbelt" wurde. Nach allem, was ich in den Erfahrungsberichten in den letzten Tagen gelesen habe, gehe ich sehr frohen Mutes zur Operation. "Meine" Lungenfachklinik wurde auch mehrfach sehr positiv erwähnt. Ich habe außerdem noch ne ganz tolle Seite von ner anderen Lungenklinik entdeckt, wo die OP und alles "drumherum" supergut und ausführlich in einem "locker-flockigen" Stil erklärt wird. Ich hätte ja nicht gedacht, dass man so ein Thema so humorvoll verpacken kann. Es ist wohl tatsächlich so, wie es mir der Arzt in der Ambulanz bei der Ankündigung der OP auch gesagt hat: Im Vergleich zu den anderen OPs die ich schon hinter mir habe (ich komme zum 6. Mal "unters Messer") ist der Eingriff an der Lunge noch der "harmloseste". Und die Komplikationsrate ist bei Nichtrauchern echt minimal. :)
    Ich nehme zwar mein Netbook samt Internet-Stick mit ins Krankenhaus, aber ich habe keine Ahnung wie dort der Funkempfang ist. Die Klinik liegt nämlich mitten in der "Pampa" am Waldrand, weil dort die Luft so gut ist. Ob da, wo sich Fuchs und Hase "gute Nacht" sagen irgendwo ein UMTS-Sendemast in der Nähe ist, wage ich zu bezweifeln. Daher werde ich mich wohl erst wieder melden, wenn ich wieder zu Hause bin.
    Bis dahin liebe Grüße,
    Gabi

    Hallo zusammen,
    bei mir wurde im August 2013 eine Metastase in der Lunge festgestellt, die auch nach 6 Monaten Chemotherapie noch nicht weggegangen ist. Aber immerhin: das "Biest" ist (wahrscheinlich durch die Chemos) noch schön klein (8mm) und liegt relativ günstig im linken unteren Lungenlappen. Nun soll bei mir demnächst (Aufnahme im Krankenhaus ist am Do, den 27.02.2014) mit der "Schlüsselloch-Chirurgie" minimal-invasiv der linke untere Lungenlappen entfernt werden (das ist wesentlich weniger als ein ganzer Lungenflügel).
    Da ich mir für die OP ein zertifiziertes Lungenkrebs-Zentrum in 200 km Entfernung ausgesucht habe, findet die Vorbesprechung erst bei der stationären Aufnahme statt. Nun würde ich mich gerne mal mit jemandem austauschen, der so eine Lungen-OP in den letzten ein- bis zwei Jahren hinter sich gebracht hat, denn ich habe noch ziemlich viele Fragen dazu.
    Insgesamt sehe ich der Aktion momentan recht locker entgegen, da ich mit 41 Jahren noch relativ jung bin und in meinem ganzen Leben nur 2 halbe und 1 ganze Zigarette geraucht habe und in einem rauchfreien Umfeld aufgewachsen bin. Daher gehe ich mal davon aus, das die verbleibenden Lungenlappen tip top in Ordnung sind und die Funktion des fehlenden Lungenstücks gut übernehmen werden.
    Viele Grüße,
    Gabi

    Hallo,
    ich bin seit Anfang September 2013 haarlos und bin mit meiner Perücke sehr zufrieden. Bei mir hat es von der ersten Chemo bis zum Haarausfall ungefähr 4 Wochen gedauert, sodass ich Zeit genug hatte, noch mit voller Haarpracht im Perückenstudio das passende Modell auszusuchen. Dabei habe ich eine Perücke gefunden, die genau meiner bisherigen Frisur und Haarfarbe entspricht, nur ein kleines bisschen kürzer. Ich hatte mir (wegen der krebserregenden Stoffe in den chemischen Haarfärbemitteln) noch nie die Haare gefärbt, sodass diese inzwischen (bin 41) ziemlich grau geworden waren, und ich war sehr glücklich, dass ich eine Perücke in genau meinem grauton gefunden hatte. Meine Kunsthaare sehen soo täuschend echt aus, kaum jemand glauben konnte, dass ich eine Perücke trage. Und das bei einem ganz normalen "Kassenmodell", ich musste nur die Rezeptgebühr von 10 Euro zubezahlen.
    Für mich war es irgendwie wichtig, dass man mir die Krebserkrankung nicht gleich ansieht, sodass ich (außer zum Arzt und im Krankenhaus) bisher noch nicht ohne Perücke aus dem Haus gegangen bin. Zu Hause und im Krankenhaus trage ich allerdings nur Mützen, da dies einfach gemütlicher ist, und weil man mit den Kunsthaaren nicht im Bett liegen darf (die Kunststoff-Haare würden durch die Reibung auf dem Kopfkissen beschädigt werden). Auch wenn meine Perücke nach mehrstündigem Tragen etwas juckt, bin ich sehr froh, dass ich das Teil habe.
    Bei mir ging der Haarausfall ungefähr über zwei Wochen lang, dann war ich die überall "herumfliegenden" Haare dermaßen leid, dass ich diese beim Frisör im Krankenhaus abrasieren lassen habe. Die Perücke habe ich dorthin mitgenommen und die Frisörin hat mir nochmal gezeigt, wie ich sie aufsetzen muss. Danach bin ich -zum Trost- mit meiner Mutter in China-Restaurant gegangen.

    Krebs-Informationstag in der Klinik Bad Oexen:
    am Samstag, den 12.10.2013 von 10.00 h bis 16.45 h in der Reha-Klinik Bad Oexen,
    Adresse: Oexen 27, 32549 Bad Oeynhausen
    , Homepage: www.badoexen.de
    Programm:

    10:30 – 15:30 Uhr - Wandelgang:
    Kosmetikberatung, Gesichtspflege und Schminktipps, Tücher- und Kopfschmuckberatung (Douglas und DKMS Life)
    10:45 – 11:45 Uhr/14:00 – 15:00 Uhr - Hörsaal 1
    Kostenfreie Blutentnahme - Tumormarker Mamma-Ca, Overial-Ca, Lebertumor, Darmtumor, Prostata-Ca (PSA)
    10:45 – 11:10 Uhr - Hörsaal 2: Strahlentherapie bei Brustkrebs (Prof. Dr. med. O. Micke)
    11:15 – 11:45 Uhr - Hörsaal 2: Mammosonographie zur Früherkennung und Nachsorge bei Brustkrebs (Prof. Dr. med. h.c. F. Degenhardt)
    11:50 – 12:10 Uhr - Hörsaal 3: Experten - Fragestunde Mammosonographie/Strahlentherapie (Prof. Dr. med. h.c. F. Degenhardt und Prof. Dr. med. O. Micke)
    12:15 – 13:15 Uhr - Hörsaal 2: „Lebensräume öffnen, wenn alle Türen verschlossen scheinen“ Eine Schauspielerin berichtet über den Weg ihrer Krebserkrankung in Bild und Sprache (K. Spielvogel)
    13:30 – 14:00 Uhr - Hörsaal 3: Der Weg in die Reha - Fragen und Antworten zur Rehabilitation (Dipl. Sozialarbeiter S. Schneider)
    13:30 – 14:00 Uhr - Hörsaal 2: Die Bedeutung des Wächterlymphknoten in der Brustkrebstherapie (Dr. med. M. Brinkmann)
    13:50 – 14:15 Uhr - Hörsaal 5: Psychoonkologische Angebote für die Krankheitsbewältigung (Dipl. Psych. G. Albrecht)
    14:15 – 14:40 Uhr - Hörsaal 2: Möglichkeiten der Palliativmedizin am Beispiel der Schmerztherapie bei Krebs (Dr. med. P. Sadjadian)
    14:45 – 15:15 Uhr - Hörsaal 2: Aktuelle Leukämie- und Lymphomtherapie (Prof. Dr. med. St. Frühauf)
    15:20 – 15:50 Uhr - Hörsaal 2: Chemotherapie - Möglichkeiten und Grenzen (Dr. med. E. Moorahrend)
    16:00 – 16:45 Uhr - Hörsaal 2: Experten im Round-Table-Gespräch

    Hallo Sally,
    ich kann die Rücksprache mit der Krankenkasse ebenfalls dringend empfehlen. Ich habe vor zweieinhalb Wochen meine 1. Chemo-Runde bekommen und fühle mich inzwischen wieder soweit fit, dass ich nächste Woche für 3 Tage zu einem Musik-Seminar nach Mainz fahren möchte. Habe bei meiner Krankenkasse nachgefragt, ob das okay ist, und der Sachbearbeiter hat mir folgendes gesagt:
    Ich soll einen Brief an die Krankenkasse schreiben, in welchem ich den Termin, den Ort und den Grund meiner Abwesenheit vom Wohnort eintrage. Dann sollte folgender Vermerk vom Arzt unterzeichnet und abgestempelt werden:


    "Es gibt von medizinischer Seite keine Einwände gegen die o.g. Reiseplanung meiner Patientin Gabi_S.
    Durch die Reise werden keine Behandlungstermine versäumt und der Erfolg der Therapie wird nicht gefährdet."


    Der Mitarbeiter meiner Krankenkasse sagte mir, dass ich jedes Mal, wenn ich (mit Übernachtung) verreisen möchte, so einen "Urlaubsantrag" mit Unterschrift des Arztes stellen muss, dann gibt es auch keine Probleme mit dem Krankengeld. Außerdem meinte er, dass ich möglichst innerhalb von Deutschland bleiben sollte. Vielleicht fahre ich in der letzten Septemberwoche für ein paar Tage an die Nordsee :-)


    Ich wünsche dir schöne Urlaubstage und sende dir liebe Grüße,
    Gabi

    Hallo zusammen,




    seit Montag gehöre ich nun auch zum Kreis der Chemotherapie-Mädels, und ich bin sehr froh, dass das Ganze bei mir vollstationär in einer Uniklinik läuft. Ich habe 4 Tage lang (immer abwechselnd) Etoposid (das lief 1 Stunde lang durch den Tropf) und Cisplatin (jeweils als 24h - Infusion) bekommen, außerdem liefen vor-, während-, und nach der Chemo-Dröhnung sowie parallel dazu Ampullen gegen Übelkeit, oder mit Kochsalzlösung, Glucoselösung oder Ringer-Lösung (das ist so'n Mineralstoff-Mix) durch meine Venen. Nun möchte ich gern wissen, ob EC das gleiche Zeug ist, wie ich es bekommen habe. Die Anfangsbuchstaben von Etoposid und Cisplatin würden ja passen.


    Vertragen habe ich meinen ersten Chemotherapie-Zyklus so mittelmäßig gut bzw. schlecht. Die ersten drei Tage (Mo bis Mi) der Infusionen waren supergut, aber dann kam am 4. und 5. Tag das "dicke Ende" mit Übelkeit und Erbrechen und massiver Kraftlosigkeit hinterher. Eigentlich sollte ich am Fr nach Hause entlassen werden, aber da ging es mir so mies, dass ich noch bis Mo in der Klinik bleiben darf. Nachdem ich die diversen Anti-Übelkeits-Medikamente, die der Arzt aufgeschrieben hat, durchprobiert habe, haben wir Samstagabend endlich eins gefunden, was bei mir hilft :)


    Außerdem hab ich noch mehrere Mineralstoff-Infusionen bekommen. Nun geht es mir schon fast wieder richtig gut. Die nächste Chemo-Runde ist in drei Wochen dran, und ich bin ganz zuversichtlich, dass ich diese dann besser vertrage, denn jetzt weiß ich ja, welche Ampullen bei mir gegen die Übelkeit am besten helfen.




    Liebe Grüße,


    Gabi

    Hallo, ich bin zwar noch ziemlich neu im Kreis der Krebserkrankten (Diagnose und OP eines neuroendokrinen Tumors in der Leber im Januar 2013). Obwohl ich keine Chemo-Therapie, Bestrahlung o.ä. bekommen habe, ist meine Leistungsfähigkeit auch 6 Monate nach der OP immer noch stark eingeschränkt. In der Reha-Klinik konnte nicht wirklich geklärt werden, ob ich ein Fatigue-Syndrom habe, oder ob meine Erschöpfung noch andere Ursachen hat. Jedenfalls habe ich mir das (kostenlose) Heft mit der DVD "Fitness trotz Fatigue" bei der Deutschen Fatigue Gesellschaft bestellt, und dies gefällt mir ziemlich gut. Für mich ist ne ganze Stunde Nordic Walking auch viel zu viel. Ich bin froh, wenn ich ne halbe Stunde schaffe. Ich packe dazu meine Stöcke ins Auto und fahre zu einem Sportplatz, wo abends nichts mehr los ist. Dort drehe ich dann meine Nordic-Walking-Runden. Und wenn ich schon nach 20 Minuten völlig k.o. bin, kann ich schnell wieder ins Auto steigen, nach Hause fahren und mich ins Bett legen. Bei Regenwetter - oder wenn ich aus anderen Gründen nicht die Kurve kriege, rauszugehen- mache ich vor meinem PC ein paar Übungen von der DVD "Fitness trotz Fatigue". In dem Begleitheft gibt es einen Plan, wo man jeden Tag ankreuzen kann, was man gemacht hat. Und das muss gar nicht viel und auch gar nicht lange sein.


    Ob dieses Fitness-Programm hilft, kann ich allerdings noch nicht sagen. Ich bin erst seit zwei Wochen von der Reha wieder zu Hause. In der Reha-Klinik hatte ich drei Wochen lang täglich ein bis zwei Sport-Veranstaltungen auf dem Programm - jeweils nur 25 Minuten. Und das habe ich tatsächlich durchgehalten, auch wenn's super anstrengend war. Die erste Woche zu Hause hab' ich dann erstmal versucht, mich von der Reha zu erholen und außer meiner Wasser-Gymnastik-Gruppe für Krebspatienten ein paar Tage "Sport-Pause" eingelegt. Doch jetzt bin ich mit der DVD-Gymnastik und den Nordic-Walking-Stöcken fast täglich in Bewegung. Die Ärzte in der Reha-Klinik haben mir erklärt, dass dies die einzige Möglichkeit ist, um die Erschöpfung zu bessern. Ich hoffe sehr, dass ich dann zum Beginn des neuen Schuljahres im September 2013 wieder arbeitsfähig bin.