Beiträge von Kajuscha

    Artea

    Ich hab auch nur Capecitabin bekommen. Es gab damals nichts anderes

    Auch nicht in Studien, wenn man nicht gerade BRCA-Mutant war. Da ich das nicht bin, passte ich nirgendwo rein.

    Hab dann versucht Eribulin zu bekommen. Das ist aber postneoadjuvant nicht zugelassen gewesen.

    Mein Tumor war auch nicht androgenpositiv, daher konnte ich auch keinw postneoadjuvante Antohormontherpie machen.


    Informier dich mal, ob es postneoadjuvante Studien gibt, die für dich passen könnten (ggf. was mit Pembrolizumab oder SASCIA-Studie mit Sacituzumab Govitecan, falls die noch rekrutieren).


    Mein Resttumor wurde in der normalen Pathologie auch nicht weiter untersucht. Das musste ich alles selber veranlassen in der Molekularpathologie. Informier dich vorher aber, welche Kosten deine Krankenkasse überhaupt erstatten würde.


    Liebe Grüße und alles gute für die Nachresektion

    Liebe Katzi64 ,


    ich drück dir fest die Daumen für dein MRT und für das Gelingen deiner Urlaubspläne. Ich weiß, wie wichtig und notwendig diese Auszeiten immer für dich sind.


    Vielleicht hilft dir das weiter:

    Mein Mann hat MS. Und bei anstrengenden Situationen verschlechtern sich da oftmals die Symptome. Das kann seine Polyneuropathien betreffen, aber auch die Seestörungen, Muskelschwäche usw.

    Dafür gibt es bildgebend im MRT nie eine Erklärung. Auch die Cortisoninfusion, die es sonst bei Schüben gibt, verändert nichts.


    Bei ihm verschlechtern sich die Symptome vor allem bei drei Dingen:

    - Hitze

    - Stress/Aufregung (das kann u.a ein bevorstehender Urlaub und die damit verbundenen Aufgaben sein, aber auch z.B. starker Hunger)

    - andere Erkrankungen (z.B. Atemwegsinfekte, Magen-Darm-Infekte).


    Auch die Ärzte können es nicht erklären, wie das alles genau zusammenhängt. Aber in den letzten 7 Jahren ist dies immer wieder aufgetreten. Wird der Auslöser dann behoben, schwächen auch die verstärkten MS-Symptome wieder von alleine ab.



    Natürlich sind Entzündungen und Narben im Hirn etwas anderes als Brustkrebs-Metastasen. Aber wer weiß, wie das alles zusammenhängt. Und wenn Nerven einmal geschädigt wurden, ist der primäre Grund dafür vielleicht erstmal gar nicht so wichtig.


    Es ist grade wieder hochsommerlich heiß, du möchtest gerne diesen Urlaub erleben, was einen als chronisch Erkranter natürlich stresst und unter Druck setzt ("bitte jetzt bloß nicht krank werden oder wieder neue Hiobsbotschaften").


    Vielleicht ist es ja diesmal wie bei meinem Mann. Einfach zu viel für deinen Körper, er ja nunmal auch verdammt viel erlebt hat.

    Das wäre zwar unbefriedigend, weil man keine konkrete Ursache feststellen kann. Aber trotzdem besser als jeder Progress, denke ich.


    Gute und schnelle Besserung und eine schöne Reise ♡

    Liebe Angie_91 ,


    herzlich willkommen. Deine Geschichte ähnelt meiner so sehr. Ich war 26, als der triple negative Tumor 2017 bei mir entdeckt wurde. Da war er schon 5cm groß, auch Lymphknoten betroffen. Zuvor hat man mich 9 Monate immer wieder heim geschickt damit. Obwohl meine Ärztin ihn auch fühlen konnte (aber im Sono nix gesehen hat). "Zu jung für Krebs", sagte sie immer. Leider ein fataler Irrtum.


    Es freut mich sehr zu lesen, dass du alles soweit gut überstanden hast. Ich hoffe, die Chemo hat ordentliche Dienste geleistet und du hörst von dem Mistvieh nie wieder etwas. Dafür drück ich dir fest die Daumen.



    Liebe Grüße

    Liebe Jule39 ,


    es tut mir leid, dass du dein Leben (mit und ohne Krebs) als so wenig schön empfindest. Und dass dir die Tumorerkrankung jetzt noch zusätzlich große Ängste beschert.

    Manche Dinge kann ich nachvollziehen. Auch ich fühle mich oft einsam. Aus beruflichen Gründen mussten mein Mann und ich unsere Heimatstadt verlassen. Freunde und Familie leben nur eine Autostunde entfernt.

    Neue Kontakte finden wir am neuen Wohnort nicht. Die, die wir uns erarbeitet hatten, zogen selbst wieder fort und alles steht wieder auf Anfang.


    Es ist gar nicht so einfach, neue Freundschaften und Beziehungen aufzubauen. Auch für junge Leute nicht.

    Mein Mann hat auch MS. Ich hatte Brustkrebs. Und es stört uns wahnsinnig, so wenig sozialen Anschluss zu finden.

    Früher haben wir beide leidenschaftlich Mannschaftssport betrieben. Aber unsere Grunderkrankungen, die Erschöpfung und vielen Termine lassen das nicht mehr zu. Wir hoffen, irgendwann wir das wieder möglich sein. Es fehlt uns sehr.


    In unserer Stadt gibt es bestimmte Fac...gruppen, da sind nur Leute unterwegs, die Anschluss suchen. Jüngere. Ältere. Gesunde. Kranke. Vielleicht gibt es sowas ja auch in deiner Region. Dann könntest du vorsichtig online Anschluss suchen und neue Kontakte für die Freizeit finden.

    Es muss ja nichts sportliches sein. Die Leute da verabreden sich auch zum gemeinsamen Abendessen, Kochen, Serienschauen, Lesezirkel und Heimwerken.


    Ich hatte mich vor 4 Jahren bei der VHS beim Spanischkurs angemeldet. Das war toll und bescherte 1 x pro Woche einen fixen Termin mit Gleichgesinnten. Durch Chemo und co musste ich aufhören, danach wurde leider kein Kurs mehr angeboten.

    Aber eventuell gibt es ja bei dir VHS-Kurse, die dich ansprechen (falls die grade trotz Corona stattfinden dürfen).


    Sicherlich gibt es auch ein online-online-Netzwerk für MS-Betroffene. Auch da könnte man neue Kontakte knüpfen. Und niemand sonst wird so viel Verständnis für dich und deine Einschränkungen aufbringen können, wie diese Menschen.


    Es kostet Zeit und Mut um neuen Anschluss zu finden. Aber wenn man unzufrieden ist, muss man leider selbst aktiv werden. Denn die Zeit, die du jetzt mit Unglücklichsein vergibst, kommt nie nie mehr zurück.

    Das Leben ist endlich. Besonders der Krebs führt einem das vor Augen. Und gerade deswegen solltest du beginnen, die Probleme aktiv anzugehen. Damit du dein Leben schön gestaltest. Trotz und mit Handicaps.

    Artemisian

    Tut mir leid, dass dein Arzt und der KID dir nicht weiterhelfen konnten.

    Ich kenne mehrere Mädels, die Pembrolizumab mit ihren Ärzten bei der Krankenkasse beantragt haben und wo die Kosten übernommen werden. Und zwar in einer kurativen Situation.


    Was die Sascia-Studie angeht dachte ich irgendwie, da würde die Aufnahme erst noch beginnen. Auch hier kenne ich mehrere Frauen, die sich da "beworben" haben. Manche von ihnen wurden abgelehnt, andere haben noch keine Rückmeldung. Deswegen bin ich davon ausgegangen, dass die Rekrutierung noch läuft.


    Wenn du Capecitabin nimmst, dann lass vorher bitte testen, ob du den Wirkstoff verstoffwechseln kannst. Das sollte inzwischen eigentlich Standard sein. Aber bei manchen Ärzten ist die Info leider noch nicht angekommen.


    Alles Gute weiterhin :)

    tikatika

    Ich bin während meiner Krenserkrankung brusterhaltend operiert worden (keine Genmutation), hatte aber schon die Kostenübernahme von PKV und Beihilfe für die beidseitige Mastektomie + Wiederaufbau in der Hand.


    Meine PKV hat eigene Ärzte, mit denen man telefonieren kann und die sich Befunde ansehen. Das hab ich in Anspruch genommen und der Doc hatte gesagt, er wäre mit beiden OP-Varianten (brusterhaltend/beidseitige Mastektomie+Wiederaufbau mit Silikon) einverstanden. Habe dann ein entsprechendes Schreiben von der Versicherung bekommen.


    Das hatte ich dann der Beihilfestelle zugeschickt. Die hat dann auch beide OP-Varianten abgesegnet und drum gebeten kurz bescheid zu geben, wenn ich mich mit meinen Ärzten für eine OP-Variante entschieden habe.


    Viel Schreiberei, recht zeitaufwändig. Aber insgesamt lief es ohne weitere Probleme ab.



    Im Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs, wo dein Gentest ausgewertet wurde, kann man dir doch sicherlich für die Mastektomie ein Empfehlungsschreiben für mit dem BRCA2-Befund als Begründung ausstellen. Frag da mal nach. Das dann mit nem kurzen Anschreiben bezüglich deiner familiären Vorbelastung und ggf nem weiteren Empfehlungsschreiben von deinem Gyn an PKV+Beihilfe mit der Bitte um Bewilligung und Kostenübernahme. Das müsste doch eigentlich reichen bei dir.

    Artemisian

    Bei mir waren vor der Chemo ein paar Östrogenrezeptoren vorhanden. "Grenzwertig östrogennegativ" lautete der Befund. Nach Chemo kein Östrogen mehr da. Mir hat kein Arzt zu einer AHT geraten. Zu viele Nebenwirkungen bei zu wenig Nutzen, so die Aussagen.


    Wenn ich mir deinen OP-Befund so ansehe dann frage ich mich eher, wieso deine Ärzte dir nicht zu anderen postneoadjuvanten Therapieoptionen raten. Dass der Tumor stark geschrumpft ist, ist prima. Aber ganz weg war er ja leider nicht und auch noch Lymphknoten etwas "angeknabbert".


    Mögliche Optionen wären:

    •Pembrolizumab (mit oder ohne Studie)

    •Sascia-Studie für Sacituzumab Govitecan

    • ggf. Tablettenchemo Capecitabin (sofern der Stoffwechseltest okay ist und dein Tumor non-basal)



    Kannst deine Ärzte ja mal fragen, was sie davon halten.

    Joyfull-Jen

    Sehr gut, dass du es bekommst. So soll es sein.


    Ja, es ist unmöglich, dass nicht alle mit ähnlichen Voraussetzungen auch automatisch dieselbe, moderne Therapie bekommen. Aber da sind wir Krebsis nicht anders, als andere Patienten auch. Oft ist es Glück, den richtigen Arzt in der richtigen Klinik/Praxis zu bekommen. Nicht jeder von den Docs ist auf dem neuesten Stand der Dinge. Nicht jeder hat Zeit, Geld und Nerven, sich für seine Patienten einzusetzen und mehr als das zwingend notwendige zu geben.


    Das ist leider so. Und deswegen ist es sehr wichtig, immer nachzufragen. Sich selbst zu informieren. Und ggf. Dinge einzufordern.

    Kostet Zeit, kostet Nerven, macht man sich nicht beliebt mit. Aber was tut man nicht alles für die eigene Gesundheit.

    Roberta

    I feel you. Verpasste pCR tut weh. Sehr sogar. Aber bitte mach dich frei von dem Wort "erreicht". Das klingt nämlich immer so, als hätten die mit pCR sich mehr angestrengt als die, die keine haben. Und das stimmt nicht. Die haben auch nur im Chemostuhl gesessen, sich das Zeug verabreichen lassen und gehofft, dass sie nicht sterben müssen. So, wie wir auch. Nicht mehr und nicht weniger.


    Grundsätzlich stimme ich safsafr zu. Es ist sie Rede von Residuen, also plural. Ob das nun wirklich so gemeint ist, ist natürlich ein anderes Thema. Vielleicht hilft es dir, mal in der Pathologie anzurufen und es dir genau erklären zu lassen.

    Dass deine Lymphknoten krebsfrei waren, such die mit vorherigem Befall, ist großartig und ganz ganz viel wert.

    Denn überleg mal:

    Die Chemo hat den ursprünglichen Tumor zwar leider nicht ganz gekillt. Aber alles, was sich absiedeln wollte oder abgesiedelt hat. Das ist doch das aller aller wichtigste. Dass die Chemo die bösen Biester geplättet hat, die irgendwo mal Metastasen werden wollten.


    Kopf hoch. Auch ohne pCR kann man es schaffen. Vergiss das bitte nicht.

    Manu1508

    Dein Tumor ist aber nicht triple negativ, wenn ich das richtig gelesen habe. Kann sein, dass dann Carboplatin kein Standard ist.


    Joyfull-Jen

    Tumore mit BRCA-Mutationen sind häufig platinsensibel. TN-Tumore weisen relativ häufige BRCA-Mutationen auf. Entweder, weil eine Keimbahnmutation vorliegt (das wird mit dem Gentest getestet) oder weil im Tumor selbst Mutationen stattgefunden haben (das zestet, warum auch immer, leider niemand).

    Sorg bitte dafür, dass Carboplatin mit ins Schema aufgenommen wird.


    Du musst auch nicht bis zum 15.09 warten, um deinen Bericht der Tumorkonferenz zu erhalten. Ruf im Brustzentrum an und sag denen, die sollen ihn dir zumailen oder per Post senden. Das ist deine Akte. Deine Krankenkasse hat dafür gezahlt, dass dieser Bericht erstellt wurde. Also hast du auch einen Anspruch auf eine Mehrausfertigung.

    Zur Not sollen sie die Sachen deinem Onko faxen und der kopiert sie dir dann.


    Aber es ist wichtig, sich auch immer selber alle Befunde mitgeben zu lassen.

    Ich hab zwei dicke Ordner voll an Befunden. Jedes Blutbild. Jedes MRT-Bild auf CD mit Bericht vom Radiologen. Das ist mein Krebs. Mein Leben, meine Geschichte. Und wenn ich neu bei nem Arzt vorstellig werde, kann ich alles mitnehmen. Es ist dann alles da, damit die Docs sich ein vollumfängliches Bild machen können.

    Damit fühl ich mich viel besser als nicht zu wissen, ob alle Infos angekommen sind, weil die Kommunikation zwischen den Praxen mal wieder nur so mittelprächtig war.

    Mrs.Theresa

    Soweit ich weiß wird die Entfernung der Eierstöcke grundsätzlich nicht vor dem 35./40. Lebensjahr empfohlen bei Genträgern. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass die Klinik das in deinem jungen Alter gar nicht durchführen möchte. Hier hatten schon ein paar andere Mädels so mit Anfang 30 Probleme, die Ärzte von der vorzeitigen Entnahne der Eierstöcke zu überzeugen.


    Aber ein Schritt nach dem anderen. Erstmal diesen Krebs los werden, danach kann man sich Gedanken über alles andere machen. Du brauchst deine Kräfte und Nerven jetzt erstmal, um den blöden TN zum Mond zu schießen.

    Mrs.Theresa


    Hallo und willkommen hier bei uns. Tut mir leid, dass es dich auch so jung erwischt hat. Ich war 26, als bwi mir TN diagnostiziert wurde uns fühle entsprechend mit dir.


    Ich finde deinen Behandlungaplan sehr spannend. Kannte ich bisher so noch nicht, dieses Schema. Bist du in irgendeiner Studie oder sowas?

    Zwischen dem 03.06 und heute liegen gerade einmal 13 Wochen. Wie hast du es denn da geschafft, 14 Runden Chemo zu bekommen und dabei auch noch 2 Runden wegen dem Portinfekt auszusetzen?

    Das würde ja bedeuten, dass nicht einmal eine Woche Pause zwischen manchen Zyklen gelegen hat =O

    Das ist dann aber wirklich ein straffes Programm gewesen, wahnsinn.


    Bald hast du es ja aber zum Glück geschafft. Und dass du Eierstockgewebe hst konservieren lassen, ist sicherlich eine gute Idee. Auch wenn es teuer war. Wer weiß, ob sich in ein paar Jahren nicht doch noch ein Kinderwunsch einstellt.

    Aus diesem Grund liegen meine Eizellen auch auf Eis und kosten mich jedes Jahr 380€ Lagergebühr. Ärgerlich, aber ich sehe es als Investition in meine Zukunft.



    Alles Gute wünsch ich dir!

    Sonnenblume.

    Selbstvertrauen in das eigene Können und ein selbstbewusster Umgang mit dem eigenen Körper sind für viele viele Menschen ich großes Problemfeld.


    "Selflove" ist ja grade ein richtiger Trend. Dem ich nur zu gerne folgen würde, wenn ich es nur könnte. Aber ich konnte mir noch nie aussuchen, wen ich wie und in welchem Umfang Liebe. Wie viel Leid und Kummer das einem im Umgang mit den Mitmenschen erspart hätte.

    Und ebenso wenig kann ich mir aussuchen, mich selbst super duper dufte und toll zu finden. Erst recht nicht, wenn die Speckröllchen ggf die Krebserkrankung befeuern könnten.


    Wie herrlich es wäre, im Bikini am Stand zu sitzen und die Dellen am Po zu feiern, während man in der Sonne ein Eis schleckt. Jedem, der das kann, sei es von Herzen gegönnt. Ich gehöre halt nicht dazu und muss das so hinnehmen. Vielleicht ändert sich das irgendwann ja einmal. Und bis dahin müssen Chips und Schoki leider dem Speiseplan fern bleiben in der Hoffnung, so zufriedener und gesünder zu leben.

    Ohje, das fiese, leidige Gewichtsthema. Es begleitet mich schon mein Leben lang. Und es gab Zeiten, da hab ich gesagt "Ich würd 10 Jahre meines Lebens abgeben, wenn ich dafür endlich richtig schlank wäre." Denn das war ich nie. Und solange ich denken kann, macht mich das sehr sehr unglücklich.


    Trotz viel Sport und gesundem Essen lag mein Chemo-Startgewicht bei 72kg bei 163cm. Wonneproppen eben. Ich weiß nicht wie aber ich hab es durch die Therapie geschafft ohne Gewichtsveränderung.

    Ich weiß noch, wie ich nach der 1. EC ne Tüte Chips und ne Tafel Schoki gefuttert habe. In der Hoffnung, mir möge einfach so richtig tierisch übel werden und mir für immer der Appetit auf solche Sachen vergehen. Krank, ich weiß. Hat auch nicht geklappt...


    Klick hat es erdt danach gemacht, als ich geheiratet habe. Ich habe bitterlich geheult, als ich die Hochzeitsfotos sah. Es sieht so furchtbar aus. Das Gesicht aufgedunsen, der bestrahlte Arm mit speckigen Dellen vom Lymphödem, die Haare zu einem Post-Chemo-Frisur-Irgendwas gestaltet. Ich habe bis heute nur sehr wenigen Menschen Bilder davon gezeigt. Und wenn, dann nur 2 bis 3 ausgewählte. Von über 500 Fotos...


    Ich hab entschieden, dass ich das nie mehr möchte. Weder den Krebs, noch so aussehen. Seit über einem Jahr radikal keine (gar keine!) Süßigkeiten und Knabberzeug mehr. Mind. 4 mal pro Woche Sport. Und endlich hat mein Endokrinologe mein Bitten erhört unf mir für mein Hashimoto Schilddrüsentabletten verschrieben. Mit Erfolg. Heute sind es 61 kg.


    Und trotzdem ist es einfach nur ungerecht, wenn ich sehe, wie viel Aufwand ich betreiben muss um nicht aus dem Leim zu gehen. Meine ganzen Freundinnen liegen bequem auf dem Sofa, futtern nach herzenslust. Und haben bombastische Figuren.

    Und ich schränke mich Tag für Tag ein und racker mir einen ab. Und schaffe es trotzdem nicht, auch nur annähernd so gut und sportlich auszusehen.


    Mein Mann sagt immer, er kenne niemanden, der sich diesbezüglich so bemüht und dafür so wenig belohnt wird. Er selbst gehört z.B. zu den Leuten, die einfach alles essen können und niemals zunehmen.


    Ich werd wohl zähneknirschend damit leben müssen, am Strand nie ne gute Figur zu machen. Denn mehr als gänzlich auf Softdrinks, Süßkram und Knabberzeug zu verzichten und täglich frisch und gesund zu kochen, schaff ich nicht. Low Carb, Vegan und co. halte ich dauerhaft einfach nicht durch. Auch das Sportpensum kann und will ich nicht steigern.


    Und ich hab am Ende nicht 22 Runden Chemo, 36 Bestrahlungen und 4 OPs hinter mir, damit ich mich für den Rest meines Lebens Tag für Tag quäle und einschränke. Irgendwann hört es dann halt auf.

    Joyfull-Jen

    Weil Hirnmetastasen beim TN in der Regel nicht die ersten Metastsen sind, die auftreten. In den aller aller meisten Fällen kommt es erst zu Hirnmetastsen, nachdem schon woanders Metas aufgetreten sind. Sie sind meist ein Zeichen für eine länger andauernde und fortgeschrittenere Metastasierung. Am häufigsten entstehen Hirnmetastasen bei TN wohl, wenn Lungenmetastasen vorhanden sind.


    Ich denke, die Ärzte gehen davon aus, dass im Kopf nix sein wird, wenn sonst nirgendwo Metas sind. Deswegen schauen sie da nicht nochmal nach.

    Joyfull-Jen

    Kein Ding. Meine Befundberichte waren ständig falsch, das ist halt häufig einfach Schludrigkeit. Leider.

    Für die Therapie ändert die Tumorgröße grundsätzlich erstmal nichts. Aber für dich ist es sicherlich wichtig zu wissen, wo dein Ausgangspunkt liegt. Man will ja auch beurteilen können, ob die Dinger auf die Chemo ansprechen usw. Und trifft bei OP und Bestrahlung ggf aufgrund de Tumorgröße vielleicht auch Entscheidungen, die anders ausfallen würde, wäre der Tumor größer bzw. kleiner.

    Zur Studie mit Sacituzumab Govitecan kann ich dir sagen, dass sie "SASCIA" heißt und recht neu ist. Sie wird wohl aktuell z.B. in Berlin, Stade, Worms und Oldenburg angeboten/zukünftig angeboten. Frag mal bei der "German Breast Group" nach, die können dir genauer Auskunft darüber geben.


    Ggf wissen die auch, ob und welche Studien es zu Pembrolizumab gibt.

    Ggf kannst du auch deine Ärzte ansprechen, ob ihr gemeinsam die Kostenübernahme für Pembrolizumab bei der Krankenkasse beantragt. In seltenen Fällen klappt das. Dann bräuchte man erst gar keine Studie.

    also Günther (besagte 8cm Raumforderung) wird wie folgt betitelt: TN MC rechts, NST

    cT1c cN + G2ER neg0 PR neg0 Her2neu negscore0 KI67 50%


    und der kleinere 1,7cm große zweite Herd der direkt daneben liegt: ED Mammakarzinom NST cT1c (17mm) CN +Mx

    G2 ERneg0% PRneg0% Her2neu negscore0

    KI67 50%


    Darin ist quasi deine TNM-Klassifizierung versteckt.

    Bei Günther steht:

    cT1c cN +

    Das "c" vor dem T und dem N bedeutet, dass die Einteilung via Tastbefund/Bildgebung erfolgte.

    T1c sagt, dass dein Tumor zwischen 1 und 2 cm groß ist. Das passt aber irgendwie nicht zu den 8cm, von denen man dir erzählt hat. Guckt mal bei deinrm kleinen Tumor. Der ist mit 1,7cm auch T1c. Das kann nicht sein, dass 1,7cm und 8 cm beides T1c sind. Entweder ist der Befundbericht falsch oder man hat dir Blödsinn erzählt und Günther ist gar nicht so riesig.

    N+ bedeutet, dass eine Lymphknotenbeteiligung unbekannten Außmaßes vorliegt (also einer befallen bis alle befallen ist theoretisch möglich).

    Zu M, also den Metastasen, steht da nichts. Kann sein, dass der Bericht gemacht wurde bevor es Stagingergebnisse gab oder das einfach geschlonzt wurde.

    Bei deinem kleinen Tumor steht Mx in der Formel. Also, dass man zu Metstasen einfach keine Aussage treffen kann.

    Artemisian

    Hey, wer lässt denn da den Kopf so traurig hängen? Sicherlich hätte das Patho-Ergebnis besser sein dürfen. Nein, müssen. Aber es ist so, wie es aktuell eben ist. Ich kenne TN-Mädels, die trotz befallener LKs überlebt haben. Eine von ihnen hat schon 11 lange Jahre rum, trotz Mikrometastase im Wächter bei der OP.


    Sobald klar ist, ob der Resttumor doch Hormonrezeptoren hat sprich mit deinen Ärzten über Alternativen. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, in eine postneoadjuvante Studie zu kommen um z.B. Pembrolizumab oder Sacitizumab Govitecan zu bekommen. Statt Tablettenchemo.