Beiträge von Lavara18

    Liebe Maddi,

    zum Stuttgarter Gürtel gehen die Meinungen ziemlich weit auseinander. Ich habe ihn 12 Wochen getragen, davon die ersten 6 Tag und Nacht, dann nur noch nachts. Während der ganzen Zeit habe ich auf dem Rücken geschlafen. Ich hatte mich dann so daran gewöhnt, dass ich die Rückenlage noch danach eine Zeit lang beibehalten habe. Dass Du dort, wo Du den Gürtel trägst, Dellen in der Brust hast, könnte daran liegen, dass Du ihn zu tief trägst. Das habe ich auch mal gemacht, weil der Gürtel in der Achsel einschnitt, was mir unangenehm war. Zum Glück hatte ich wenig später wieder eine Kontrolle bei meinem Arzt, der mich da sofort korrigiert hat. Druck auf das Implantat soll der Gürtel nicht ausüben. Er soll direkt über dem Implantat liegen, damit es nicht nach oben wandern kann. So jedenfalls die Erklärung, die ich erhalten habe. Es wäre schon gut, wenn Du den Sitz des Stuttgarter Gürtels von Deiner Ärztin kontrollieren lassen würdest.

    Alles Gute

    Lavara18

    Liebe bella777,

    ich habe eine Alopezie im Frontalbereich, d. h. mein Haaransatz hat sich bis zur Kopfmitte zurückgezogen. Ich kaschiere das mit überbreiten Stirnbändern, aber wenn ich gut aussehen will, setze ich eine Perücke auf. Ich habe zwei, die sich in Farbe und Schnitt leicht unterscheiden. Wer mich häufiger sieht, dem fällt das auf. Aber ich habe nur positive Rückmeldungen erhalten. Klar, man könnte sagen, dass die Leute nur höflich sein wollen, aber von einigen weiß ich, dass sie ehrlich sind und es mir sagen würden, wenn sie die Perücke unmöglich fänden. Es hat auch keiner erkannt, dass es "nur" Kunsthaar ist. Da ich 61 bin, sehe ich mit den Perücken deutlich jünger aus, als mit meinem Eigenhaar. Ich trage sie gern.

    LG

    Lavara18

    Liebe Cookie,

    dem Silikon tut die Saunahitze wohl nichts, aber generell ist Hitze ein Risiko für das Entstehen von Lymphödemen. Ich habe mir den Kopf zerbrochen, weshalb ich nach Abklingen der OP-Schwellungen ein Mamma-Lymphödem entwickelt habe und konnte als einzige Ursache meine Basen-Vollbäder ausmachen. Wassertemperaturen von mehr als 30 Grad sind problematisch und Vollbäder sowie Thermenbesuche deshalb ein Risiko. Die Lymphologin hat sich gewundert, dass ich darüber im Krankenhaus nicht aufgeklärt worden bin. Nun ist mir ja auch nur der Wächterlymphknoten entfernt worden. Nach einer Doktorarbeit der Uni Freiburg lag die Rate für isolierte Mammalymphödeme in diesen Fällen bei weniger als 2 Prozent und für Armlymphödem allein oder mit Brustlymphödem zwischen 5 und 6 %. Ist aber kein Trost, wenn es einen erwischt. Mein Lymphödem reagiert stark auf Hitze. Das konnte ich diesen Sommer gut spüren. Ein Lymphödem kann übrigens noch Jahre später entstehen. Ich würde auf Sauna und auch römisch-irische Dampfbäder sowie Infrarot-Wärmekabinen verzichten.

    Liebe Grüße

    Lavara18

    Hallo Anne79,

    danke für diesen Threat. So bin ich etwas vorbereitet, wenn ich nächsten Donnerstag ein MRT der kontralateralen Brust bekomme. Das wollte ich schon letztes Jahr haben, denn im Falle eine positiven Befundes wäre meine Entscheidung zur Rekonstruktion vielleicht anders ausgefallen. Hielten aber alle Ärzte für überflüssig bzw. in meinem Alter nicht mehr für zielführend. Im April hat man dann in der Mammo Mikrokalk entdeckt und zusätzlich eine Vergrößerungsmammo gemacht und die Intervalle für die Verlaufskontrolle von jährlich auf halbjährlich erhöht. Und jetzt nach der Halbjahres-Mammo wird mir auf einmal doch ein MRT empfohlen und schon gleich in 6 Monaten wieder Mammo mit zusätzlicher Vergrößerungsmammo. Da komme ich ins Grübeln.


    Hat jemand Erfahrungen, wie es sich auf einer Silikonbrust liegt? Oder ist die Schale so, dass die Brust nur drin hängt, aber nicht aufliegt? Habe mich bisher nie auf mein Implantat gelegt, da ich keine Bauchschläferin bin. Wenn man richtig draufliegt, sollte ich das vorher vielleicht mal trainieren.


    Schönes Wochenende

    Lavara18

    Liebe pimi1967,

    ich musste auch nachoperiert werden, allerdings nicht mehr brusterhaltend, sondern mit subkutaner Mastektomie und gleichzeitigem Silikon-Wiederaufbau. Mein DCIS war (fast) überall in der Brust. Der Vorteil der Mastektomie: Ich brauchte keine Strahlentherapie. Ich bin bemüht, in allem Mist noch etwas Positives zu finden und mich daran hochzuziehen. Ich drücke die Daumen, dass die Nachresektion bei Dir erfolgreich ist.

    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo zusammen,

    ich bin seit meinem 40. Lebensjahr, als meine Mutter Brustkrebs bekam, alle zwei Jahre zur Mammo gegangen. Da war für einige Besserwisser klar, dass ich selbst schuld bin, denn "Das weiß man doch, das so viel Strahlung Krebs verursacht." Und dann die Lamentiererei von Kolleginnen über die "Qualen" der Mammographie und dass das "Quetschen" doch den Krebs erst auslöst. Es zimmert sich halt jeder seine Wirklichkeit sammen. Da gibts nur eins: weghören.

    Auf basische Ernährung achte ich jetzt übrigens auch, bin aber nicht dogmatisch, "sündige" auch mal. Von der Ernährungsumstellung erwarte ich nicht, dass sie Rezidive verhindert, ich mache sie, weil ich mich einfach besser damit fühle.

    Schönen Sonntag

    Lavara18

    Hallo Schokolade,

    ich habe die ganze Woche nach der OP im Krankenhaus täglich prophylaktisch eine Antibiotika-Infusion bekommen. Für die Rückenlage hat mir sehr ein Nackenhörnchen geholfen, das verhindert hat, dass der Kopf zur Seite fällt und sich die Halsmuskulatur überehnt, und eine Knierolle, die den unteren Rücken entspannt.


    Alles Gute für Dich

    Lavara 18

    Liebe Thora,

    es tut mir sehr leid für Dich, dass Du wider Erwarten doch einen invasiven Tumor hast und dass man ihn nicht gleich entdeckt hat. Du bist noch so jung. Hat man bei Dir kein MRT gemacht? Ich war 60 bei der Entdeckung meines DCIS und meinem Wunsch nach einem MRT wurde immer das Alter entgegengehalten. Wenn Sie jünger wären, dann....So wurde die Ausdehnung des DCIS unterschätzt wurde und ich erst brusterhaltend und dann wie Du mit Sofortrekonstruktion operiert. Dabei wurde auch der Wächterlymphknoten entfernt und der war sauber. Auch wurde kein invasiver Tumor in dem entfernten Drüsengewebe gefunden. Allerdings hat sich herausgestellt, dass der Abstand des DCIS vom mamillären Bereich nur 1 mm beträgt. Hätte ich das vorher gewußt, hätte ich die Rekonstruktion nichtmachen lassen. Der geringe Abstand war aber für den Arzt kein Grund für eine Weiterbehandlung. Mit dieser Unsicherheit lebe ich jetzt. Aber die 100%ige Sicherheit gibt es ja eh nicht. Wurde der Wächterlymphknoten bei Dir nicht entfernt? Wenn der sauber war, sind Fernmetastasen sehr unwahrscheinlich.

    Lavara18

    Hallo Vrau D.,

    ich habe ein Mammalymphödem und trage einen Spezial-BH von A....a. Manchmal nervt er mich, denn um die nötige Kompression zu erzeugen, ist er knapp bemessen worden (Unterbrustweite 80, ich selbst habe früher aus Bequemlichkeit 85 gekauft, was die Sanitätshausberaterin viel zu groß fand, vor Behandlung des Lymphödems hatte ich diese BHs noch mit Einsatz im Rücken erweitert). Bustiers sind zwar angenehm, aber früher oder später rollt sich bei mir immer das Unterbrustband auf. Ich weiche daher schon mal auf Shapetops mit stärkerem Halt (aus dem Fernsehen) aus. Da schnürt nichts ein und ich kann zusätzliche Kompression auf die Brust durch Einlegen eines Lymph-Pads geben, wenn ich das brauche. Nachteil ist, dass diese Dinger ziemlich warm sind, für diesen Rekord-Sommer nicht der wahre Jakob. Im Schwimmbad war ich immer noch nicht. Ich mag Badeanzüge nicht mehr, weil es so mühsam ist, sie nach einem Toilettengang nass wieder hoch zu kriegen. Habe daher zuletzt vor der OP Tankini getragen. Jetzt habe ich mir eine Größe kleiner als bisher ein Tankini-Top, hochgeschlossen wie ein T-Shirt, mit Schalen, zugelegt. Ich habe den Eindruck, dass das ziemlich fest sitzt, aber ausprobiert habe ich es noch nicht. Ich habe es beim O...o-Versand gefunden. Ich wundere mich, dass man Badeanzüge verordnet bekommt, wenn man keine Epithesen braucht.

    Liebe Singdrossel,

    ich trage Perücke wegen fortschreitender Alopezie. Hüte auf Perücken gehen schlecht, weil der Hutrand einen Eindruck hinterlässt, der nur durch das Waschen der Perücke wieder verschwindet. Ich habe mir für Mäntel/Jacken ohne Kapuzen Kapuzenschals gekauft oder ich schlinge mir einen breiten Pashminaschal um Kopf und Hals. Das geht gut. Weiche Mütze über der Perücke geht sicher auch, ist mir aber zu warm, weil ich noch Haare habe. Du findest sicher eine Lösung.

    LG

    Lavara18

    Hallo Nani,

    Ich hatte letztes Jahr eine Mastektomie mit Sofortaufbau mit Silikon-Implantat, auch wegen Highgrade DCIST, habe aber weder Bestrahlungen bekommen noch Tamoxifen. Bin über die Wechseljahre hinaus. Die Nachsorge sieht so aus, dass ich alle drei Monate zum Ultraschall der rekonstruierten Brust zu meiner Gyn muss. Das ist der Standard für die ersten drei Jahre nach OP. Danach reduziert sich die Kontrolle auf zweimal im Jahr. Zweimal im Jahr wird bei mir auch die "gesunde" Brust geschallt und der Unterleib, mit Abstrich. Einmal im Jahr außerdem eine Mammographie der "gesunden" Brust. Weil dort im April Mikrokalk entdeckt wurde (noch unverdächtig, aber ....) habe ich das "Vergnügen" jetzt schon nach einem halben Jahr. Eine Mammographie der rekonstruierten Brust kann ich mir nicht vorstellen. Kann man das Implantat so quetschen? Nach meinen Informationen macht man bei einem verdächtigen Ultraschallbefund - aber auch nur dann - ein MRT.

    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo gudrunita,

    es tut mir unendlich leid, was Du durchmachst. Es ist sicher schon nicht einfach, sich selbst im Spiegel zu betrachten. Ich hadere schon mit der Asymmetrie meiner Brüste nach Ablatio und Rekonstruktion und mit meinem partiellen Haarverlust im Vorderkopfbereich auf Grund einer vernarbenden Alopezie. Dabei fallen diese Mäkelchen teils nur mir auf bzw. sind ohne weiteres mit Perücke oder Kopfbedeckungen zu kaschieren. Im Gesicht ist das wirklich schwierig. Im Winter bei Kälte kannst Du vielleicht draußen eine Sturmhaube tragen, die man bis über das Nasenpflaster hochziehen kann. Ansonsten fällt mir nur ein Hut mit Schleier ein. Aber wer will schon wie eine Prominentenwitwe bei der Beerdigung des Ehegatten rumlaufen? Die venizianische Karnevalsmaske ist auch nicht alltagstauglich. Fällt mir noch ein, in einen Nikab oder Burka zu schlüpfen. Dann erkennt Dich auch niemand. In Berlin würdest Du damit vielleicht gar nicht mal auffallen, aber in Rostock??? Ich wünsche Dir ganz ganz viel Mut.

    Alles Liebe

    Lavara18

    Liebe Schokolade,

    ich hatte letztes Jahr wegen eines ausgedehnten DCIS eine subkutane Mastektomie der rechten Brust mit Erhalt der Brustwarze und gleichzeitiger Rekonstruktion mit Silikon. Die Größe des Implantats wurde nach der Größe meiner entfernten Brust ausgewählt und entspricht im Volumen auch meiner linken Brust, BH-Größe 80 B. Die Auskunft Deiner Ärztin kann ich daher nicht verstehen. Ein Unterschied ist allerdings insofern sichtbar, als die Silikonbrust praller ist und mehr in die Breite als in die Länge geht. Die sog. altersbedingte "Überhängung" der Brust kann mit Silikon nicht erreicht werden. Der Unterschied ist im BH nicht sichtbar. Das Dekollete ist einwandfrei. Der Unterschied könnte behoben werden durch ein Brustlifting der gesunden Brust. Nach Aussage meines Arztes sollte das frühestens nach einem Jahr gemacht werden, weil erst dann der Endzustand der operierten Brust erreicht wäre. Ich lasse es aber vorerst bleiben, weil inzwischen auch in der linken Brust Mikrokalk entdeckt wurde und beobachtet wird. Was ich nicht verstehe: Warum soll bei Dir auch die gesunde Brust ein Implantat bekommen? Willst Du gleichzeitig eine Brustvergrößerung? Wenn Du eine kleine Brust hast , kommt vielleicht eine Rekonstruktion mit Eigengewebe in Betracht?

    Zum Thema dünne Haut: Ich habe lt. Arzt auch wenig Unterhautfettgewebe und viel Drüse. Er habe die Sorge gehabt, die Haut könne bei der OP reißen. Ist aber nicht passiert und man sieht nicht mal die Implantatränder, obwohl mein Implantat auf dem Muskel liegt. Auch dieses Thema hatte ich mit meinem (gynäkologischen) Chirurgen ausführlich diskutiert, weil ich verschiedentlich gelesen hatte, dass bei der Verlegung unter dem Muskel das Risiko einer Kapselfibrose geringer ist. Mein Arzt hat aber behauptet, dass diese Auffassung auf Grund der neueren Implantatoberflächen inzwischen überholt sei. Der Eingriff ist bei Verlegung auf dem Muskel weniger invasiv. Ich hatte von Anfang an keine Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen. Durfte nur nicht so wie ich gekonnt hätte, weil das Implantat ja einwachsen muss.

    Einen schönen Sonntag

    Lavara18

    Hallo Launie2310,

    Ich hatte letztes Jahr eine Mastektomie mit Sofortrekonstruktion. Mein Implantat liegt auf dem Muskel. Ein Spannungsgefühl habe ich auch. Bei mir ist die Ursache ein Lymphödem. Durch Bewegung wird es besser, weil Bewegung den Lymphabfluss fördert. Ich bekomme außerdem Lymphdrainagen und trage einen speziellen BH. In Fachbeiträgen im Internet heißt es, dass Mamma-Lymphödeme oftmals nicht bzw. zu spät erkannt werden. Ich würde den Arzt auch darauf mal ansprechen.

    LG Lavara18

    Hallo Elena Pre,

    ich habe eine seltene Autoimmunerkrankung, die zu einer vernarbenden Alopezie führt, zwar nur auf dem Kopf, aber auch meine Augenbrauen und Wimpern wachsen nur noch spärlich. Ich verwende daher auch Rizinusöl auf den Augenbrauen und den Wimpern. Das Öl ist dickflüssig und es ist mir noch nie in die Augen gelaufen. Ich habe außerdem sehr empfindliche Haut wegen Rosazea. Auch diesbezüglich habe ich keine Probleme durch das Riznusöl bekommen. Es heißt zwar allenthalben, dass Rosazea-Haut kein Fett verträgt, aber meine Haut ist extrem trocken. Ich trage das Öl mit einem Wattestäbchen auf, bevor ich ins Bett gehe. Wunder bewirkt es nicht, aber das schaffen auch die viel teureren Wimpernbooster nicht.

    Schönen Sonntag

    Lavara18

    Hallo Kieselsteinchen,

    wenn man mit Brusttraining seinen Busen um 20 Jahre verjüngen könnte, wären die Fitnessstudios wohl überfüllt und hätten die Schönheitschirurgen weniger zu tun. Ich habe in früheren Zeiten ab und an Übungen zur Erhaltung einer straffen Brust gemacht. Ich glaube allerdings, dass man eine bereits eingetretene Senkung mit Übungen nicht wieder rückgängig machen kann. Der Chirurg meinte vor der OP, ich hätte die alterstypische Hängebrust noch nicht und nach einem Jahr würde niemand merken, dass ich operiert worden sei, aber einen Unterschied zwischen Natur und Silikon sieht man unbekleidet sehr wohl und nach der OP hat er mir prompt ein Brustlifting nach ca. einem Jahr, das jetzt rum ist, vorgeschlagen. Das ist jetzt rum. Da ich aber in der Naturbrust inzwischen auch Mikrokalk habe, habe ich das Lifting gestrichen. Wäre ja ein Stück aus dem Tollhaus, wenn ich heute liften lasse und morgen dann eine Ablatio ins Haus steht. Ärgerlich finde ich die Schönfärberei der Ärzte, die falsche Erwartungen provoziert und zu Enttäuschungen führt. Andererseits finde ich unterschiedliche Brüste immer noch besser als die totale Asymmetrie nach einseitiger Ablatio ohne Rekonstruktion.


    LG Lavara18

    Liebe Ronda,

    es ist gar nicht gesagt, dass Du den Rest des OP-Tages verschläfst. Ich kam morgens früh um 7 Uhr dran und wurde vor Hunger mittags putzmunter. Es ging mir besser als nach dem Ziehen meiner Weisheitszähne. Keine Übelkeit, keine Schmerzen. Natürlich stand ich nicht auf der Essensliste. Die Schwester hat eine Tasse Blumenkohlsuppe für mich organisiert. Als ich die ausgelöffelt hatte, wurde der Katheter entfernt und ich musste um mein Bett herumgehen. Am Tag nach der OP habe ich mich angezogen und bin durchs Krankenhaus spaziert. Am nächsten Morgen wurde ich entlassen. Das gelbe Desinfektionsmittel ist eine echte Sauerei. Das ist überaus anhänglich und man kann ja nicht schrubben. Ich habe mir damit den teuren weißen Sport-BH aus dem Sanitätshaus gleich versaut. Mein Rat: Einen schwarzen BH nehmen.

    Toi,toi,toi

    Lavara18

    Liebe Anne7,

    bei meiner BET-OP sind 7 x 4 cm entfernt worden. Eine invasive Zelle war nicht darin enthalten. Alles war carcinoma in situ. Aber die Ränder waren leider nicht "sauber". Das wird zwar schon in der OP kontrolliert, aber nur mit Schnellschnitten. Die umfassende Histologie braucht etwa 10 Tage. Da an allen vier Rändern weiter geschnitten werden musste und der Pathologe eine strahlenförmige Ausdehnung des DCIS annahm, bedeutete dies Mastektomie. Dabei wurden Haut und Brustwarze erhalten und es wurde noch in derselben OP ein Silikonimplantat eingesetzt. Die Histologie der entnommenen Brustdrüse bestätigte dann die Einschätzung des Pathologen bzgl. eines ausgedehnten DCIS. Eine Mikroinvasion wurde zum Glück nicht gefunden. Der entfernte Wächterlymphknoten war ohne Befund. Es wurde weder eine Bestrahlung (wäre für das Implantat auch problematisch) noch eine Antihormon- oder Chemotherapie für erforderlich erachtet. Die Ausdehnung eines DCIS kann man mit den bildgebenden Verfahren nicht sicher erkennen. Mein DCIS war in der Mammo durch Mikrokalk aufgefallen, aber der Mikrokalk war bei Weitem nicht so ausgedehnt wie das DCIS. Hätte man die Ausdehnung des DCIS erkannt, wäre gleich eine Mastektomie durchgeführt worden.

    Bei Erhalt der Haut und der Brustwarze bleibt ein Restrisiko, dass doch noch eine bösartige Zelle verblieben ist. Deshalb erfolgt drei Jahre lang eine Nachsorge mit Ultraschall alle 3 Monate, danach halbjährlich. Der Begriff "geheilt" darf nicht absolut verstanden werden. Eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht.

    Meine Erfahrung ist in der Tat, dass Ärzte geneigt sind, "Beruhigungspillen" zu verteilen. Ich hatte mich vor dem ersten Arztgespräch in der Klinik über DCIS umfassend informiert und gleich die Frage nach Ausdehnung und Multizentrizität gestellt. Wurde aber für unwahrscheinlich erachtet. Tatsächlich hat sich in der Histologie der entfernten Brustdrüse herausgestellt, dass ich auch noch ein 2. DCIS - nur 4 mm groß - in der Brust hatte. Von der evtl. Erforderlichkeit einer Mastektomie fiel im Arztgespräch vor der 1. OP kein Wort. So bin ich ziemlich relaxt in die OP gegangen und 10 Tage später "abgestürzt". Der Brustverlust war und ist immer noch - trotz Rekonstruktion - für mich belastender als die Krebserkrankung. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass ich mich, auch wenn ich mit der möglichen Erforderlichkeit einer Mastektomie im 1. Arztgespräch konfrontiert worden wäre, doch zunächst für die BET entschieden hätte in der Hoffnung, dass das reicht.

    Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht beunruhigt und wünsche Dir trotz allem ein schönes Wochenende

    Lavara18

    Hallo Sufe,

    ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt: Die postoperativen Schwellungen brauchen zum Verschwinden nicht ein Jahr. Aber das Implantat kann sich noch etwas setzen, wodurch die Form natürlicher wird. Es braucht lange für die Heilung der Nerven. Meine Brust war monatelang völlig taub. Hat natürlich auch seine Vorteile. Nichts zwickte und stach. Nach dem Abschwellen schwoll meine Brust aber erneut an, weil sich ein Lymphödem bildete. Aber das ist bei Weitem nicht so schlimm wie Du es berichtest. Beide Brüste passen in dasselbe Körbchen. Nur eben rechts gerade mal so eben und links gemütlich. Mein Implantat ist nicht veränderlich . Vor der Auswahl des Implantats wurde meine Brust vermessen. Ist das bei Dir nicht passiert? Das Implantat - ein Muster - wurde mir vorher gezeigt und in die Hand gelegt. Es hat eine Tropfenform, ist also von sich aus nicht so rund wie eine Pilzkopf. Hat man es Dir nicht gezeigt? Es hängt auch etwas, allerdings nicht so wie die natürliche Brust. Der Unterschied ließe sich leicht durch ein Brustlifting der "gesunden" Brust ausgleichen, was ich aber nicht machen lassen, denn links ist auch schon Mikrokalk entdeckt worden, der jetzt beobachtet werden muss. Womöglich wiederholt sich die Geschichte.

    Ich bin übrigens zunächst brusterhaltend operiert worden, was leider nicht ausgereicht hat. Von dieser OP habe ich eine Narbe auf der Brust und von der Mastektomie mit Rekonstruktion eine große Narbe exakt in der Brustfalte, die man aber gar nicht sieht. Der Operateur wollte die gut verheilte erste Narbe nicht wieder öffnen und vergrößern. So sind die Lymphbahnen allerdings an zwei Stellen durchschnitten worden, was das Lymphödem befördert hat. Das wirklich Blöde ist, dass man die Ausdehnung eines DCIS in den bildgebenden Verfahren nicht sicher erkennen kann. Mir waren bei der ersten OP 7 x 4 cm entfernt worden und es hatte an allen Rändern nicht gereicht. Geh mal davon aus, dass eine Ärzte insoweit das Richtige getan haben. Bei brusterhaltender OP wird im Allgemeinen auch noch bestrahlt und davon wird die Brust auch nicht schöner.

    Ich wünsche Dir, dass sich die Optik noch von alleine bessert oder verbessert werden kann, denn es ist für die Genesung sicher wichtig, dass man sich in seinem Körper wohlfühlt.