Beiträge von Lavara18

    Hallo Ghetta,

    es tut mir leid, was Du durchmachen musst. Das Beunruhigendste ist die Ratlosigkeit der Ärzte. Hoffentlich triffst Du bald auf einen, der eine Idee hat, wie Dir zu helfen ist. Ich will Dich zwar nicht noch weiter verunsichern, aber dennoch darauf hinweisen, dass Retterspitz allergische Reaktionen auslösen kann, besonders, wenn man sich nicht peinlich genau an die Verdünnungsempfehlungen hält. Habe ich selbst bei einer Entzündung im Schultergelenk erlebt, weil ich zu ungeduldig war und nach dem Motto "Viel hilft viel" die Heilung beschleunigen wollte. Der Schuss ging dann nach hinten los und ich bin auf die Quarkumschläge umgestiegen. Bei allen Naturheilmitteln braucht man meiner Erfahrung nach einen sehr langen Atem, eher Wochen als Tage.

    Gute Besserung

    Lavara18

    Hallo Lilientraum,

    ich habe ein Lymphödem in der mit Silikonimplantat rekonstruierten Brust, obwohl ich keine Bestrahlungen hatte und auch nur 1 Wächterlymphknoten entfernt wurde. Ursächlich ist wahrscheinlich der Umstand, dass meine Haut durch eine der Mastektomie vorausgegangene brusterhaltende OP schon einmal zerschnitten wurde. Leider wurde die Schwellung der Brust von meiner Ärztin zu lange als postoperativ normal angesehen. Als das Lymphödem diagnostiziert wurde, war es dann schon chronisch. Ich bekam dann MLD 2-3 mal die Woche. Der Zustand besserte sich nur kurzzeitig. Die Brust lief binnen eines Tages wieder voll. Über meine Lymphtherapeutin fand ich eine auf Lymphologie spezialisierte Ärztin, die mir einen speziellen Kompressions-BH verordnet hat. Seit ich diesen BH trage, hat sich der Zustand kontinuierlich gebessert. Inzwischen (nach einem Jahr) komme ich mit einer MLD in zwei Wochen aus. Jedenfalls in der kalten Jahreszeit. Der Sommer bleibt abzuwarten. Das Ödem reagiert sehr auf Wärme.

    Liebe Grüße

    Lavara18

    Hallo Kyscia,

    die Gleichung Brust weg = nie wieder Krebs geht leider nicht immer auf. Diese Erfahrung hat eine Bekannte machen müssen. Beide Brüste (mit Haut und Brustwarze) weg, Chemo, Wiederaufbau mit Expander und Implantaten, Rekonstruktion der Brustwarzen, ein paar Jahre Ruhe, dann auf einer Seite ein Rezidiv auf der Narbe. Silikonprothesen raus, wieder Chemo, jetzt flach. Ich habe nach der brusterhaltenden OP eine subcutane Mastektomie (DCIS war größer als gedacht) mit Erhalt der Brustwarze und Silikonimplantat und bin vom Radiologen in BIRADS 3 eingestuft worden (Empfehlung alle 6 Monate ein MRT), weil durch den Erhalt der Brustwarze theoretisch noch ein Rest von einem Milchgang vorhanden sein könnte, in dem sich ein neues DCIS bilden könnte. Die Sicherheit ist leider immer nur eine relative.

    LG Lavara18

    Hallo liebe Gigi,

    der Krebs macht leider vor keinem Alter Halt. Meine Mutter erkrankte mit fast 70 an BK, Mich hat es 10 Jahre früher erwischt. Trotzdem bin ich dankbar, wenn ich hier die Leidensgeschichten von viel jüngeren Frauen lese, dass ich immerhin 60 Jahre alt werden durfte, ohne Bekanntschaft mit Herrn K. zu machen. Meine Mutter hat ihren BK übrigens fast 20 Jahre überlebt. Du kannst also noch viele gute Jahre vor Dir haben. Glaube fest daran.

    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo Pearl,

    ich hatte 2018 im Sommer eine Mastektomie der rechten Brust mit gleichzeitiger Silikon-Rekonstruktion und Entnahme des Wächterlymphknotens. Für die 2 Drainageflaschen bekam ich im Krankenhaus eine kleine Papiertragetasche. Gewann zwar keinen Schönheitspreis, genügte aber. Im Internet gibt es Anleitungen, wie man sich eine Drainage-Umhängetasche nähen kann. Dazu war ich aber nicht gekommen. Damit ich die Papiertüte so tragen konnte, dass ich beide Hände frei hatte, habe ich eine Jogginghose mit Tunneldurchzug angezogen, die Taschengriffe über das Bindeband geschoben und mit dem Knoten des Bindebandes befestigt. So habe ich sie auch am Bademantel-Gürtel befestigt. An einem normalen Gürtel an einer normalen Hose habe ich einen Karabinerhaken befestigt, in den ich die Tütengriffe einhängenkonnte. So war ich mit den Flaschen gut beweglich, m. E. sogar besser als mit einer Umhängetasche. Lediglich beim Toilettengang war es etwas umständlich. Da der Lymphknoten nicht über einen äußeren Schnitt, sondern von der Brust aus entfernt wurde, hatte ich keine Probleme, den Arm zu heben. Trotzdem ist es angenehmer, Schlafanzüge oder Nachthemden mit Knopfleiste zu tragen, die nicht über Kopf an- und ausgezogen werden müssen. Das erleichtert auch die Wundkontrolle durch den Arzt. Wegen des Brustaufbaus bekam ich nach ein paar Tagen einen speziellen BH, den ich 12 Wochen tragen musste, 6 davon auch nachts. In dieser Zeit sollte ich auch nur auf dem Rücken schlafen. Das war nicht meine Schlafposition. Besser ging es mit einem Nackenhörnchen, das den Kopf in Position hält, und mit einer Halbrolle unter den Knien, die die Lendenwirbelsäule entlastet. Beim nächsten Krankenhausaufenthalt werde ich diese bewährten Kissen mitnehmen. Das Herzkissen gab es in meinem Krankenhaus auch. Das ist aber keine Leistung des Krankenhauses, sondern eine private Initiative von Frauengruppen, die diese Kissen nähen und spenden. Schmerzen hatte ich je nach Bewegung an der Austrittsstelle einer Drainage, die wohl auf einen Nerv drückte. Aber das war auch ohne Schmerzmittel auszuhalten. An der Brust habe ich gar nichts gespürt, noch monatelang war da alles taub. Wegen der orangefarbenen Desinfektionslösung, mit der der Oberkörper eingepinselt wird, empfiehlt es sich, anfangs einen schwarzen BH und dunkle Oberteile zu tragen, da es mehrere Wäschen braucht, bis man das Zeug runter hat. Es lässt sich aus weißer (Fein-) Wäsche schwer rauswaschen. Ich war eine Woche im Krankenhaus, weil die Drainagen so lange gefördert haben und dieser Arzt keine Patientin mit Drainage entlässt. Bei mir konnte das Wundpflaster vor der Entlassung entfernt werden. Spezielle Duschpflaster brauchte ich daher nicht. Mehr fällt mir jetzt nicht ein, aber Du kannst gerne nachfragen.

    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo liebe Foris mit Mamma-Lymphödem,

    ich hatte sehr gute Erfahrungen gemacht mit dem Lymph-Entlastungs-BH der Fa. A. Jetzt hatte ich mir wieder einen verordnen lassen und beim Sanitätshaus in derselben Größe wie im letzten Jahr bestellt. Und feststellen müssen, dass der Stoff im Körbchen Falten wirft. Ich war so dämlich und habe den BH nicht im Sanitätshaus anprobiert, weil ich mit sowas ja nicht gerechnet habe. Obwohl ich sofort angerufen habe, wieder hingefahren bin und natürlich auch das angeschossene Etikett nicht entfernt habe, stellt sich das Sanitätshaus jetzt hinsichtlich der Rücknahme quer. Ich habe dann bei dem Hersteller selbst angerufen und der hat natürlich behauptet, man habe weder Maße noch Schnitt noch Material des Modells geändert. Nach meinem Dafürhalten ist das Körbchen jetzt spitzer. Bei der gesunden Brust ist das Problem so gut wie nicht vorhanden, die ist halt anpassungsfähiger als das Implantat. Mein Implantat füllt aber das Körbchen so wenig aus, dass sich eine Querfalte bildet, die ausgerechnet über der Narbe aus der ersten BET-OP liegt. Das geht gar nicht. Jetzt wollen Sanitätshaus und Hersteller über die Rücknahme aus Kulanz verhandeln und im Falle einer positiven Entscheidung über die von mir zu tragenden Verwaltungskosten für die Rückabwicklung. Ich kann die Sache natürlich auf sich beruhen lassen, den BH behalten, die Rechnung einreichen, erstatten lassen und den BH im Schrank versenken. Das widerstrebt mir allerdings. Egal wie dieser Konflikt ausgeht: Ich bin wieder so ratlos wie vor einem Jahr. Ich habe schon nach Alternativen gegoogelt und nur Entstauungsleibchen der Fa. B (Maßanfertigung) und den Brusttrichter der Fa. J gefunden. Das Leibchen wäre bei mir mit Kanonen auf Spatzen geschossen, denn mein Ödem sitzt nur noch in der Brust. Daher meine Frage, ob jemand Erfahrungen mit dem Brusttrichter hat?

    Einen schönen Abend

    Lavara18

    Hallo Hosimo,

    ich trage ab und zu eine Perücke wegen meiner vernarbenden Alopezie im Stirnbereich. Meine Mutter hatte dieses Problem auch und Perücken aus einem hiesigen Perückenstudio getragen. Die kosteten zwischen 400 und 500 Euro, waren aus Kunsthaar und hergestellt in Asien (China oder Indonesien). Ich habe Perücken, die denen meiner Mutter qualitativ nicht nachstehen von der Fa. L...y aus Darmstadt, die bundesweit etliche Filialen hat und auch Hotelverkäufe macht. Meine Perücken haben nur die Hälfte gekostet. Sie mussten nicht mal zugeschnitten werden. Ich kenne eine junge Frau mit totaler Alopezie, die sich Langhaarperücken aus europäischem Echthaar in einem Haarstudio individuell anfertigen lässt. Kostenpunkt ca. 3000 Euro bei einer Haltbarkeit von ca. 1 Jahr. Diese Perücken kann man dann auch stylen. Das geht bei meinen nicht. Die sind wie sie sind. Mir reicht das aber. Ich könnte mein Prosblem auch mit einem individuell gefertigten Haarteil aus dem genannaten Perückenstudio aus einem speziellen Kunsthaar (Cyberhair) lösen. Das wird aber auch in Asien angefertigt und kostet ca. 1700 Euro. Soll haltbarer und pflegeleichter sein als Echthaar. Ich trage entweder einl überbreites Stirnband oder meine Perücken im Wechsel wie einen modischen Artikel, zwar immer Kurzhaarfrisuren - wiegen und wärmen am wenigsten, ich habe ja noch Haare darunter - aber in Schnitt und Farbe (leicht) unterschiedlich. Wer mich jeden Tag sieht, dem fallen die Veränderungen auf. Ist mir aber egal. Ich habe nicht den Ehrgeiz zu verbergen, dass ich Perücke trage.

    LG

    Lavara18

    Liebe Orange,

    Deine Ärzte scheinen mir wenig empathisch zu sein. Auch (nach dem Dafürhalten der Ärzte) irrationale Ängste gehören ernst genommen. Ganz besonders, wo Du damit alleine bist. Ich bin seit 36 Jahren glücklich verheiratet, aber mein Mann ist meine ganze Familie. Wir haben keine Kinder und ich auch keine Geschwister und seine Geschwister sind über Deutschland verstreut. Wenn ich mir das Jahr 2017 ohne ihn vorstelle, wäre es mir wahrscheinlich ungefähr so wie Dir gegangen. Ich habe glücklicherweise eine Gyn, zu der ich schon seit 20 Jahren gehe. Zwischen uns stimmt die Chemie. Mein Rat ist daher, eine Frauenärztin zu suchen, die mehr auf Dich eingeht. Wenn Du keine Frau kennst, die Dir eine Ärztin aus eigener Erfahrung empfehlen kann, bleiben nur die Bewertungsportale. Die sind nach meiner Erfahrung mitunter erstaunlich treffend.

    Alles Gute

    Lavara18

    Liebe Orange,

    mir ist noch der Gedanke gekommen, dass Dein Operateur das angekündigte optimale Ergebnis vielleicht deshalb nicht erreicht hat, weil sich nach dem Schnellschnitt in der OP herausgestellt hat, dass er mehr schneiden musste, als er ursprünglich angenommen hat. Die optimistischen Annahmen der Ärzte darf man immer nur auf den jeweiligen Stand der Erkenntnis beziehen. Das habe ich auch erst lernen müssen und muss es mir immer wieder vor Augen führen. Sonst erhofft man sich zuviel und wird enttäuscht. Ein DCIS kann über die sichtbare Verkalkung hinausgehen. Das war bei mir so. Mein DCIS war überwiegend nicht kalkassoziiert. Das ist dann auch für den besten Chirurgen wie eine black box.

    LG Lavara18

    Liebe Orange,

    ich denke, dass das optisch unbefriedigende Ergebnis etwas mit der (geringen) Größe Deiner Brust zu tun hat. Mir sind 7x 4 x ? cm herausgenommen worden. Als mir der Arzt das vorher sagte, war ich entsetzt, weil ich dachte, da bleibt ja von meiner Brust kaum noch was übrig. Da hat er gelacht und gemeint, ich sei doch gut bestückt. Ich habe ein B-C-Körbchen. Das Ergebnis der Verschiebeplastik war besser als ich für möglich gehalten hatte. Die Brust war gleichmäßig geformt, allerding schon etwas kleiner, aber um das zu bemerken, musste man ziemlich lange hingucken und im BH war es gar nicht zu merken. Nur leider hat es nicht ausgereicht, die Schnittränder hatten noch DCIS. Er hat gleich die Mastektomie vorgeschlagen, ich habe natürlich nach der Nachresektion gefragt. Da meinte er dann, dass das Wegschneiden von mindestens einem weiteren cm rundherum kein ästhetisch befiedigendes Ergebnis mehr brächte. Die Mastektomie war die richtige Wahl, weil das DCIS so ausgedehnt war, dass die Nachresektion nicht ausgereicht hätte. Ich hätte nur eine weiter überflüssige OP gehabt. Die Haut und die Brustwarze sind geblieben. Darunter sitzt Silikon. Die Brust ist hübsch, aber keine Zwillingsschwester meiner eigenen mehr. Sie geht mehr in die Breite, die eigene - altersbedingt - mehr in die Länge. Im BH ist es aber kein Unterschied. Bei mir sieht man den Unterschied übrigens mehr von vorn als von oben. Dass man den Unterschied bei Dir nicht von vorne sieht, ist doch positiv. Ein Partner guckt Dich doch von vorne an und nicht aus Deiner "Dusch-Perspektive". Meine Brustwarze hat monatelang im Tiefschlaf gelegen, platt wie eine Flunder. Inzwischen verhält sie sich wie früher. Diesbezüglich solltest Du die Hoffnung nicht aufgeben.

    Hallo Angelie07,

    weil meine Mutter Brustkrebs hatte, bin ich ab dem Zeitpunkt, als sie erkrankte - da war ich 40 - alle 2 Jahre zur Mammo gegangen und zwischendurch zum Ultraschall. 2014 wurden dann in der Mammo in der rechten Brust Kalkspritzer entdeckt. Bei der Kontrolle nach einem halben Jahr waren die nicht mehr sichtbar. 2017 dann ein etwas größere Kalkklumpen. Dieses Mal wollte sich der Arzt nicht mehr mit einer Kontrolle in einem halben Jahr zufrieden geben, sondern drängte mich auf der Stelle zur Vakuumbiopsie. Resultat: DCIS G3, also aggressiv wachsend. Kein Hinweis auf Mikroinvasion. Glück im Unglück! 14 Tage später die brusterhaltende OP mit Entnahme von 7 x 4 cm. 14 Tage später das Ergebnis der Histologie: Leider noch Krebszellen an allen 4 Schnitträndern. Bei Nachresektion wäre nicht mehr viel von meiner Brust übrig geblieben. Also hautsparende Mastektomie mit Erhalt der Brustwarze und gleichzeitige Rekonstruktion mit Silikonimplantat und Wächterlymphknotenentfernung. Wieder Glück im Unglück: Zwar DCIS in der ganzen Brust, aber noch keine Mikroinvasion und der Wächter sauber. Daher keine weitere Behandlung. Kleiner Wermutstropfen: Lymphödem in der Brust. 2018 Kalk in der linken Brust und eine Raumforderung mit Verdacht auf medulläres Karzinom. Stanze. Wieder Glück gehabt: nur ein Fibroadenom. Gespürt habe ich selbst nichts.

    LG

    Lavara18

    Hallo Elle,

    ich kann Dich sehr sehr gut verstehen. Ich hatte wegen eines ausgedehnten DCIS 2017 eine subkutane Mastektomie rechts mit gleichzeitigem Silikonaufbau. Im letzten Jahr dann in der Mammo ein verdächtiger Befund links, nach MRT Verdacht auf ein medulläres Karzinom, dann Stanze. Vor lauter Angst konnte ich auf einmal meinen Kopf nicht mehr bewegen, so sehr hat sich die Nackenmuskulatur verkrampft. Die Redewendung "mir sitzt die Angst im Nacken" wurde schmerzhafte Realität. Donnerstag war die Stanze, Dienstag darauf kam der Befund: gutartiges Fibroadenom. Und die Muskeln entspannten sich sofort. Wenn man schon einmal Krebs hatte, sind die Ärzte besonders vorsichtig. Meiner war sich nach dem Ultraschall schon zu fast 100% sicher, dass es gutartig war. Aber wegen meiner Vorgeschichte und meines Alters - Fibroadenome treten eher bei jüngeren Frauen auf - hielt er die Stanze wie der Radiologe für erforderlich und ich schob Panik trotz seiner optimistischen Einschätzung.

    Wenn das Wetter bei Dir so schön ist wie hier, mache einen langen Spaziergang, am besten mit einem lieben Menschen. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du am Montag von Deinen Ängsten befreit wirst.

    LG

    Lavara18

    Hallo Muz,

    ich hatte im Juni 2017 eine Mastektomie mit gleichzeitigem Silikonaufbau. Ein leichtes Druckgefühl in der Brust verspüre ich bis heute, im BH weniger, ohne mehr. Dies beruht bei mir wahrscheinlich zum größten Teil darauf, dass ich in der Brust ein Lymphödem habe. Wenn das Druckgefühl noch länger anhält, solltest Du vielleicht Deine Ärztin auf die Möglichkeit eines Lymphödems ansprechen. Wenn das nicht rechtzeitig behandelt wird, kann es chronisch werden. War bei mir der Fall, weil die Schwllung zu lange als postoperativ normal angesehen wurde. Eine auf Lymphologie spezialisierte Ärztin, die ich leider zu spät gefunden habe, hat mir gesagt, dass ein Lymphödem, das länger als 3 Monate besteht, chronisch ist. Seit Anfang 2018 bekomme ich Lymphdrainagen und das Ödem hat sich deutlich gebessert, wird aber wohl nie ganz verschwinden.

    Manchmal meine ich, die Brust würde hart. Wenn ich sie dann knuddel, ist sie aber weich. Das Silikon ist halt ein Fremdkörper und ich wundere mich deshalb nicht, dass ich die Kunstbrust anders empfinde als die Naturbrust. Es ist nicht schön, aber ohne Brust bzw. mit Epithese im BH würde ich mich - glaube ich - nicht besser fühlen. Man gewöhnt sich.

    LG

    Lavara18

    Liebe Papillon,

    vielen Dank für Deine Anteilnahme.

    Auf Anraten einer Ärztin mit dem Spezialgebiet Lymphologie habe ich in der Tat ein Jahr lang auf Wannenbäder und sogar auf das Duschen vezichtet (ich bin ein Warm- bis Heißduscher). Diese Ärztin war auch sehr pessimistisch in Bezug auf die Beherrschung des Brustödems und meinte, bestenfalls könnte ich die MLD auf eine pro Woche reduzieren. Zu diesemm Zeitpunkt ging ich noch 2 bis 3mal in der Woche. Insofern habe ich sie aber bereits widerlegt: Ich gehe jetzt seit einem halben Jahr nur noch alle zwei Wochen und habe auch wieder ein erstes Basen-Vollbad genommen zwischen 36 und 37 Grad 40 Minuten lang. Die Silikon-Brust schwoll zwar an, aber auch von alleine wieder ab. Meine Physiotherapeutin hat mir ein paar Tipps zur Aktivierung des Lymphsystems gegeben. Beim Duschen soll ich als erstes den warmen, aber nicht heißen Strahl auf die Lymphknoten richten. Dadurch würden sie zum Pumpen angeregt. Meine hoffnungsvolle Frage, ob das Ödem vielleicht mal ganz verschwindet und ich gar keine MLD mehr brauche, hat sie allerdings entschieden verneint.


    Dann hatte ich folgende lehrreiche Erfahrung: Ich koche salzarm und esse normalerweise keine Salami-Pizza und auch keine Kartoffelchips oder sonstiges Knabberzeuge. Als wir aber kürzlich bei Freunden eingeladen waren, gab es genau das. Die Pizza war zwar selbst gemacht, aber Salami und Käse enthalten nunmal viel Salz und Chips wohl auch noch Glutamat. Hätte ich natürlich nicht essen müssen, aber das Fleisch ist schwach und man will auch die Gastgeber nicht frustrieren. Am nächsten Tag hatte ich das Gefühl, dass meine Brust platzt. Es hat weitere zwei Tage gedauert, bis sich das wieder reguliert hatte. Die Physiotherapeutin hat sich nicht gewundert. So eine Salz- und Glutamat-Attacke lasse ein Ödem explodieren.


    Allein wegen dem, was in der operierten Brust so alles sein könnte, werde ich nicht schon wieder ein MRT machen lassen. Das sehe ich wie Du. Zumal ich mir damit auch nicht die Mammo wegen des Kalks in der anderen Brust erspare. Wenn dann die Mammo wieder einen hochverdächtigen Befund ergibt, dann ist das was anderes.


    Schönes Wochenende

    Lavara18

    Liebe Dora,

    ich bin keine gefühlsbetonte, sondern eine verkopfte Frau, die nicht schnell jemanden umarmt, auch nicht elektronisch, aber jetzt muss es sein. Ich umarme Dich und dabei kullern mir ein paar Tränen auf die Tastatur. Deine Geschichte, durch die ich zum ersten Mal von dieser Krankheit gehört habe, ist niederschmetternd. Ich glaube, Du bist auch in diesem Forum ein Einzelfall. Ich gehöre zu der Brustkrebsfraktion. Deshalb kann ich Dir aus eigener Erfahrung leider so gar nicht helfen. Meine Empfehlung ist, dass Du Dir Rat beim Krebsinformationsdienst holst. Nach Deiner Schilderung hat man den Eindruck, dass Deine bisherigen Ärzte überfordert waren. Ich wünsche Dir von Herzen, dass sich dieses Blatt jetzt in der Uni wendet und eine Strategie für Deine Behandlung gefunden wird.

    Alles Liebe

    Lavara18

    Hallo Heideblüte, Papillon und Solema,


    wollte Euch mal Rückmeldung geben zu der von mir eingebrachten Problematik:

    Gestern hatte ich den vierteljährlichen Nachsorgetermin bei meiner Gyn. Sie war über die Aussagen im MRT-Befund ebenso irritiert wie ich und hat den Ltd. Oberarzt der Radiologie (Erstbefunder) kontaktiert und folgende Aufklärung/Richtigstellung erhalten: Für die Einstufung in BIRADS 3 sei das Ödem unerheblich. Die Einstufung als BIRADS3 sei damit begründet, dass wegen des Erhalts der Mamille noch ein Rest-Milchgang vorhanden sein könnte, in dem sich theoretisch ein neues DCIS entwickeln könnte. Der Chefarzt der Gynäkologie, der mich operiert hat, hält die Kontrollempfehlung für übertrieben. Jetzt muss ich entscheiden, wie ich mit dem erhaltenen "Stück nasse Seife" umgehe.


    LG

    Lavara18

    Hallo zusammen,

    ich kann mich hier einreihen: Schlank, Nichtraucherin, ganz selten Alkohol, kein Zucker, kein Weißmehl, viel Obst, Gemüse, Salat und Seefisch, wenig Fleisch, kein Kantinenessen und doch: Diabetes, Fettstoffwechselstörung und Brustkrebs. Genau wie meine Mutter, die aber damit und on top noch einem Hirntumor fast 90 Jahre alt geworden ist. Einer ihrer letzten Sätze: "Hör mit dem gesunden Leben auf, Du hast nichts davon, Du krepierst nur langsamer." Sie war manchmal recht drastisch in ihren Formulierungen. Was sie wohl sagen wollte: Genuss gehört auch zum Leben. Bei ihr war es das tägliche Mon Cherie. Und ich bin sicher, dass sie deshalb nicht früher gestorben ist. Und so esse ich ab und zu auch mal mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen einen Riegel hochprozentige Schokolade.

    Hallo MaRi0n,

    das Unangenehmste an der Vakuum Biopsie fand ich die Lagerung auf dem Bauch und das Drehen des Kopfes um 90 Grad zur anderen Seite. Und die Geräusche sind auch nicht ohne. Aber Dank der örtlichen Betäubung habe ich sonst nichts gespürt. Die Methoden sind aber wohl nicht zu 100% gleichwertig. Der Vorteil der Vakuum-Biopsie gegenüber der Stanzbiopsie per Ultraschall ist - wenn ich das richtig verstanden habe - der, dass mehr Gewebe entfernt wird und damit eine größere diagnostische Sicherheit gegeben ist. Das Sich-Angucken ist mir auch schwer gefallen und gern tue ich es immer noch nicht. Dafür brauchst Du Dich nicht zu schämen. An mir runtersehen konnte ich ziemlich bald. Da fallen die Unterschiede auch am wenigsten auf. Und die operierte Brust allein frontal im Spiegel anzusehen fällt mir immer noch leichter als beide Brüste gleichzeitig zu betrachten. Was auch hilft, ist gedämpftes Licht. Wir haben ein Bad ohne Tageslicht und mit quasi indirekter Beleuchtung vom Flur her habe ich angefangen. Es ist eine Frage der Gewöhnung, aber es braucht seine Zeit.

    LG

    Lavara18

    Liebe MaRi0n,

    noch ein herzliches Willkommen von einer DCIS-Frau. Bei mir wurde auch im Screening ein DCIS entdeckt, dass sich nach der brusterhaltenden OP dann als ausgedehnt entpuppte und in eine Mastektomie mündete. Allerdings hielt es der Arzt für vertretbar, Haut und Brustwarze zu erhalten und mit Silikon zu rekonstruieren. Das ästhetische Brustwarzenproblem kenne ich also nicht. Aber die Brüste sind unterschiedlich. Die eigene hängt mehr als die neue, weil auch die tropfenförmigen Prothesen die altersbedingte Überhängung nicht abbilden können. Ich liebe es deshalb auch nicht mehr, nackt vor dem Spiegel zu stehen, auch wenn ich weiß, dass das ein Luxusproblem ist. Der Erhalt der Brustwarze könnte außerdem zu einem Problem werden, denn der Abstand des DCIS zum mamillären Bereich betrug nur 1 mm. Das weiß man ja leider erst nach der Histologie des in der OP entnommenen Drüsengewebes. Ich habe den Krebsinformationsdienst deswegen kontaktiert. Es gibt zu der Frage der Sicherheitsabstände für diesen Fall keine einheitliche Auffassung. Nach einem MRT wegen Verdachts eines Karzinoms in der anderen Brust, der sich dann nach Stanzbiopsie glücklicherweise als harmloses Fibroadenom erwies, ist die operierte Brust in BIRADS 3 eingestuft worden, so dass ich nach 6 Monaten wieder ein MRT bekomme. Mit dem Opfer der Brustwarze bist Du jedenfalls ein Stück mehr auf der sicheren Seite.

    Alles Gute

    Lavara18


    Hallo Cookie,

    wunderbar, dass Du Entwarnung bekommen hast. Hatte es beim Schreiben nicht mitbekommen. Ich kann das Unsicherheitsgefühl zwischen den Kontrollen ganz gut verdrängen und bei gutem Ausgang ist der Stress auch schnell wieder vergessen und das Leben ist wieder schön.

    Genieße das Wochenende

    LG

    Lavara18