Beiträge von Lavara18

    Hallo Anna65 ,

    Ich kaschiere meine Alopezie im Stirnbereich (Morbus Krossard) mit breiten Stirnbändern, die ich zum Teil selbst nähe. Zum Glück steht mir dieser Look ganz gut. Kommentar meiner Hautärztin: Da haben Sie ja Ihren eigenen Stil gefunden. Wenn Sie Lehrerin wären, würde ich Ihnen eine Perücke verordnen, weil Kinder ja auf jede Abweichung vom Normalen mitunter grausam reagieren. Ich war platt. Ich bin im Ruhestand. Leider liegt es mir nicht, auf die Tränendrüsen zu drücken. Meine 3 Kunsthaarperücken habe ich selbst bezahlt. Ein Haarteil müsste fest montiert - geklebt - werden. Das ist aber bei einer entzündlichen Kopfhauterkrankung nicht sinnvoll. Perücke kann ich auch nur ein paar Stunden aushalten, besonders im Sommer. Meine Mutter hatte dieselbe Krankheit. Sie bekam ein Rezept für eine Perücke erst, als ihre Kopfhaut aktinische Keratosen (Vorstufe weißer Hautkrebs) aufwies. Sie hatte eine Kunsthaarperücke für ca. 450 Euro. Die hat die gesetzliche Krankenkasse vollständig übernommen. Ich weiß von einer Frau mit Alopecia totalis, die seit ihrer Kindheit Perücken trägt. Sie trägt vom Friseur individuell angefertigte Echthaarperücken (Langhaar) für ca. 3000 Euro. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt davon auch nur einen kleinen Teil. Ich bin als ehem. Beamtin beihilfeberechtigt und privat versichert. Die Beihilfe übernimmt max. 512 Euro, aber auch nur, wenn der Haarausfall "entstellend" , total oder weitgehend ist. Total ist er bei mir nicht und wird er wohl auch nicht. Im Regelfall geht der Haarausfall bei Morbus Krossard "nur" bis zur Kopfmitte. Über "weitgehend" und "entstellend" kann man derzeit noch streiten. Kosten für eine Zweitperücke werden von der Beihilfe nur übernommen, wenn der Haarverlust länger als ein Jahr dauert. Das ist bei mir mit Sicherheit so, denn es handelt sich bei Morbus Krossard um eine vernarbende Alopezie. Aus vernarbten Follikeln wächst nichts mehr. Die Erstattung wird nur alle vier Jahre gewährt, obwohl die Lebensdauer von Perücken bei täglichem Tragen so weit nicht reicht. Was meine private Krankenkasse beisteuern würde, habe ich noch nicht eruiert. Dass die Krankenkassen die Kosten von Perücken oder -haarteilen komplett übernehmen, halte ich für ein Gerücht, da die Kosten - wie gesagt - in die Tausende gehen können.

    LG Lavara18

    Hallo sonne12345,


    bei mir wurde ein halbes Jahr nach der OP (Ende Juni 2017) ein Brustlymphödem diagnostiziert. Der Lymphstau erstreckte sich bis unter die Achsel und den Rücken. Die Haut spannte teilweise sehr. Jeder BH hinterließ ein deutliches Muster. Seit Ende 2017 bekam ich Lymphdrainagen und einen Lymph-Entlastungs-BH. Sie Situation hat sich sehr gebessert. Inzwischen habe ich nur noch "sehr diskrete Mengen freier Flüssigkeit entlang der Implantatkonturen", obwohl ich dieses Jahr umzugs- und dann coronabedingt erst 6 Lymphdrainagen hatte. Meine neue Radiologin erklärte mir, dass solche "Pfützchen" häufig vorkämen und unbedenklich und nicht behandlungsbedürftig seien, solange sie nicht zunehmen und Beschwerden machen. Ich habe jetzt mit den Lymphdrainagen aufgehört.

    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo Mawine2009 ,


    ich hatte 2017 wegen eines ausgedehnten DCIS G3 eine Mastektomie mit Sentinelnodebiopsie und Implantatrekonstruktion. Der Hautmantel und die Brustwarze konnten erhalten bleiben. Die Narbe liegt in der Brustfalte und ist überhaupt nicht zu sehen. Heilungsprozess unproblematisch, kein Hämatom, kein Serom, keine Schmerzen. Du brauchst vor der OP wirklich keine Angst zu haben. Die Brüste sind sich von der Form her sehr ähnlich, nur dass der Naturbusen etwas mehr hängt und bei mir auch einen Tick größer ist, weil der Mastektkomie eine brusterhaltende OP vorausging, die schon etwas Haut gekostet hatte. Aber im BH ist kein Unterschied zu sehen. Dekollete tadellos. Optimieren könnte man die unbekleidete Ansicht durch ein Brustlifting der gesunden Brust. Mach ich aber nicht. Die Asymmetrie ist ein Luxusproblem.


    Natürlich wünscht man sich, dass der Partner am Bett sitzen darf, aber es gibt doch Telefon und Handy und das Besuchsverbot hat auch den Vorteil, dass man nicht durch ausufernde Familientreffen der Zimmergenossin gestört wird. Das kann nämlich sehr nerven. Ich bin ab dem m dritten Tag nach der OP mit meinem Mann nach draußen geflüchtet zu einem kleinen Spaziergang auf dem Außengelände des Krankenhauses. Vielleicht geht das auch in Corona-Zeiten, mit Maske und Abstand.


    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche OP und einen komplikationslosen Heilungsverlauf und eine nette Zimmergenossin.

    Lavara18

    Liebe @Viviane 1968,


    als ich Deine Hiobsbotschaften las, war ich sprachlos vor Entsetzen und wusste auch nicht, was ich schreiben sollte. Um so mehr freue ich mich, dass Du wieder zu Deinem beispiellosen Optimismus zurückgefunden hast. Ich habe eine Freundin mit multiplem Myelom, die vor ein paar Jahren die Ochsentour Hochdosischemo und Stammzellentherapie durchgestanden hat. Auch das ist zu schaffen. Sie hat wie Du viel Unterstützung von ihrer Familie. Das ist ein großes Glück.


    Genieße Deinen Urlaub mit Deinen Lieben und dem Sport

    Lavara18

    Liebe Baccara,


    ich hatte 2017 eine subkutane Mastektomie mit Entfernung des Wächterlymphknotens und gleichzeitigem Silikon-Aufbau und war nach vier Wochen wieder im Dienst (Verwaltungsjuristin). Ohne Aufbau wäre der Krankenschein wahrscheinlich kürzer ausgefallen. Ich habe auch keine Anschlussheilbehandlung gemacht. Ich glaube, mehr Probleme als die Entfernung der Brust kann die Entfernung von Lymphknoten machen. Davon habe nämlich ich mit nur einem entfernten Knoten mehr von gespürt als von der Entfernung der Brust. War aber alles gut und ohne Medikamente auszuhalten. Meine Mutter hatte mit 69 Jahren eine Mastektomie mit Entfernung mehrerer Lymphknoten und hat drei Wochen nach der OP eine schon länger gebuchte Rom-Reise angetreten. Sie war übrigens Diabetikerin, ich auch, und Wundheilungsstörungen oder andere Komplikationen hatten wir beide nicht. Die OP bzw. der Brustverlust ist m. E. keine Rechtfertigung für eine Zwangspensionierung und ob in der Folge Gesundheitsschäden eintreten, wie z. B. ein Lymphödem, ist ja gar nicht gesagt. Außerdem ist man auch mit einem Lymphödem in aller Regel nicht dienstunfähig.

    Die Anerkennung der Schwerbehinderung ist keine Frage. Die Rechtslage ist da eindeutig, war sie zumindest 2017. Mit einer Schwerbehinderung von 50% , konnte ich fünf Jahre vor Erreichen der für den Jahrgang 1956 geltenden Altersgrenze, d. h. mit 60 Jahren und 10 Monaten in Ruhestand gehen, natürlich mit Abzügen. Ohne Abzüge kommt mein Jahrgang bei 50% Schwerbehinderung mit 63 und 10 Monaten in den Ruhestand, aber in meinem Fall der Krebsvorstufe DCIS wird die Schwerbehinderung 50% nur für zwei Jahre anerkannt. Danach fällt man auf 25% zurück. Die hat man schon allein auf Grund der Mastektomie. Mit 63 und 10 Monaten hätte ich daher nicht mehr in Pension gehen können. Da mein Mann schon in Rente war, habe ich mich für den frühen Ruhestand entschieden und es nicht bereut, obwohl ich immer gern gearbeitet habe. Der Gewinn an Lebensqualität ist enorm. Wenn Du es Dir leisten kannst, würde ich mir das an Deiner Stelle überlegen, insbesondere, wenn ich den Eindruck hätte, dass mein Dienstherr mich rausekeln will. Mit Kindern kann man auch ehrenamtlich viel machen.


    Alles Gute für die OP und die Auseinandersetzungen mit der Schulbehörde

    Lavara18

    Hallo@SaDe,

    ich trage jetzt fast drei Jahre ein Implantat auf dem Brustmuskel. Es fühlt sich immer noch anders an als die natürliche Brust, Aber es ist ja auch etwas anderes als natürliches Gewebe. Ich finde es nicht unnormal, den Unterschied zu spüren. Der Unterschied hängt auch vom Grad der Kohäsivität des Implantats ab. Es gibt 3 Stufen. Mir hat der Arzt nur das gezeigt, mit dem er nach eigenem Bekunden die besseren Erfahrungen gemacht hat. Das ist kohäsiv III, also die festeste Sorte. Die weicheren sollen sich natürlicher anfühlen, aber die festeren gelten als formstabiler und sicherer. Ich habe mich auf seine Empfehlung verlassen. Hart hat sich die Brust zu keiner Zeit angefühlt. Nur praller. Und sie ist weniger beweglich.

    Liebe Grüße

    Lavara18

    Liebe Abcde ,


    ich habe auch nur mit meiner rechten Brust von Mastektomie und Sofortaufbau betroffen. Meine OP liegt schon fast drei Jahre zurück, aber ein Unterschied zwischen links und rechts besteht immer noch. Er ist allerdings viel kleiner geworden. Ich habe nicht mehr das Gefühl, die Brust festhalten zu müssen. Das fand ich wie Du fürchterlich. Es wurde durch den Heilungsprozess auch nicht besser, sondern immer schlimmer. Von meiner Ärztin nur die Vertöstung: Das braucht Zeit, das gibt sich schon. Diagnose nach vier Monaten: Lymphödem. Nach 6 Monaten: Chronisches Lymphödem. Lymphdrainagen und ein Spezial-BH haben mir sehr geholfen. Dieses Jahr hatte ich erst 6 Lymphdrainagen und teste gerade aus, ob ich ohne durch den Sommer komme. Beim letzten Ultraschall wurden nur noch einzelne "Pfützchen" um das Implantat festgestellt. Die seien aber normal und wenn sie sich nicht wieder vergrößern auch nicht therapiebedürftig. Unabhängig davon halte ich es für normal, dass man die Silikonbrust anders wahrnimmt als die natürliche Brust. Das Implantat ist und bleibt ein Fremdkörper. Die beidseitig rekonstruierten Foris sind insoweit im Vorteil. Ich denke, dass ihre Erinnerung an das Empfinden einer natürlichen Brust mit der Zeit verblasst, während wir ihn tagtäglich spüren. Mein Rat: Wenn das Schweregefühl nicht abnimmt, auf Lymphödem untersuchen lassen.


    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo Hafe !


    Mich hat es 2017 erwischt mit einem ausgedehnten DCIS Grad 3. Jetzt trage ich Silikon unter meiner Haut. Ist gewöhnungsbedürftig. Aber verglichen mit den Leidensgeschichten anderer Foris ein Luxusproblem. Ich bin dankbar, dass ich 60 Jahre alt werden durfte ohne BK. Aktuell geht es mir sehr gut. Daher schreibe ich hier nur noch wenig. Weshalb ich mich gerade jetzt eingeklinkt habe: Meine Mutter war so alt wie Du, als sie an BK erkrankte und ihre Brust verlor. Sie hat danach noch 20 Jahre gelebt. Ich hoffe, das stimmt Dich zuversichtlich.

    Alles Gute!

    Lavara 18

    Hallo@Tara,

    da kann ich noch eins draufsetzen. Vor Ostern stehe ich an der Ampel und sehe auf der gegenüberliegenden Seite eine junge Frau mit Profi-Maske, die sie immer wieder abnahm und wieder aufsetzte. Habe mich gefragt, was das soll. Als wir uns bei Überqueren der Straße näher kamen, sah ich es dann: Sie rauchte eine Zigarette.

    Was ich noch sagen wollte: Ich verstehe meinen Vorschlag nicht als Alternative zur Einlegung des Widerspruchs wie von Tempi vorgeschlagen. Ich würde zweigleisig fahren. Zur Fristwahrung Widerspruch einlegen und parallel mit dem BZ verhandeln.

    Hallo Ricci82,


    m.W. wird im Aufklärungsbogen zum MRT u.a. auch die letzte Regelblutung abgefragt. Wenn die Qualität der Bilder in bestimmten Zyklusphasen nicht aussagekräftig ist, wäre es angezeigt gewesen, die Untersuchung in eine günstige Zyklusphase zu verschieben. Die erneute Kontrastmittelgabe in kurzem zeitlichen Abstand ist schließlich auch nicht gesund. Ich würde mich daher auf den Standpunkt stellen, dass das erste MRT zum falschen Zeitpunkt gemacht wurde und das 2. MRT deshalb gar nicht in Rechnung gestellt werden darf.

    Die Ärztekammern machen eine Patientenberatung. Auf der Homepage der Ärztekammer Nordrhein findest Du weitere Hinweise.

    Hallo Clio ,


    mein Chirurg hat eine Narbenpflegecreme für völlig überflüssig gehalten. Ich habe die Narbe von der brusterhaltenden OP trotzdem mit einem Narbengel (C.......x) gepflegt. Und im Anschluss mit einer Creme nach einer -angeblichen- Rezeptur von H. von Bi., die von Hebammen zur Brustpflege empfohlen wird. Bezüglich der Narbe von der anschließenden Mastektomie mit Silikonaufbau, die in der Brustfalte sitzt, bin ich dem Chirurgen gefolgt, der mich vor der Anwendung von Gelen, Cremes etc. in der Brustfalte ausdrücklich gewarnt hat, weil sie ein feuchtes Milieu und damit den Nährboden für Keime schaffen. Die große Narbe ist auch ohne Pflege so unproblematisch abgeheilt wie die kleine auf der Brust, was seine These von der Nutzlosigkeit spezieller Narbenpflege bestätigt. Ich habe die Narben auch nicht massiert, wie es manchmal empfohlen wird. Auch davon hielt mein Chirurg gar nichts. Finger weg, In Ruhe lassen, Geduld haben, war seine Devise und das reicht nach meiner Erfahrung tatsächlich.


    Liebe Grüße

    Lavara18

    Hallo Jess ,

    mir war für 12 Wochen nach OP (Tragezeit des Kompressions-BHs mit Stuttgarter Gürtel) das Tanzen auf Nachfrage ausdrücklich verboten worden. Nur Spazierengehen war erlaubt. Ich habe auch die ganze Zeit nur auf dem Rücken geschlafen. Vielleicht war mein Arzt ein ganz Vorsichtiger. Ich bin das sowieso.

    Liebe Grüße

    Lavara18

    Hallo Hexe123456 ,


    erfahrene Ärzte können aus der Struktur des Mikrokalks zwar schon sehr viel ablesen, aber die Aussagen über die Therapie hat Dein Arzt wohl auf der großen Himmelswiese gepflückt. Mein Radiologe war sich auch gleich sicher, dass mein Mikrokalk bösartige Zellen erhält und so war es auch, aber zum Glück nur ein Dcis. Nach der brusterhaltenden OP stellte sich leider heraus, dass es ein ausgedehntes DCIS war auch dort, wo kein Kalk sichtbar war. Daher musste die Brust entfernt werden. Eine Mikroinvasion wurde zum Glück nicht gefunden. Ich habe weder Bestrahlungen, noch eine Antihormontherapie noch eine Chemotherapie bekommen.

    Toi, Toi, Toi

    Lavara18

    Hallo,

    zum Thema "Arzt, der sich auskennt" empfehle ich die Homepage der Natum e.V. - Naturheilkunde, Akupunktur, Umwelt und Komplementärmedizin in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. e. V. Diese Gesellschaft zertifiziert Gynäkologen entspsrechend und auf der Homepage findet ihr eine Suchfunktion, die bei Eintragung des Wohnortes die nächstgelegenen von Natum zertifizierten Ganäkologen "ausspuckt".

    Schönen Sonntag

    Lavara18