Beiträge von Lavara18

    Hallo Elvina und Ninus ,


    die Wirkung von MLD ohne Kompression ist nicht von langer Dauer. Ohne Kompression bin ich dreimal in der Woche zur Lymphdrainage gegangen. Durch den Lymphentlastungsbandagen-BH, den ich konsequent trage, brauche ich nur eine Lymphdrainage in zwei Wochen und wenn die mal ausfällt, ist das auch kein größeres Problem. Dass dieser BH manchmal unterschiedlich ausfällt, ist ärgerlich, aber für mich ist er alternativlos. Es gibt von einer anderen Fa. einen Kompressionsbody. Der ist wahrscheinlich bei einem ausgedehnten Ödem die wirksamere Lösung.

    Ich lese gerade, dass Du - Ninus - aus Freiburg bist. Da wohnst Du doch fast neben den Koryphäen der Lymphdrainage. Ich meine Kliniken in Hinterzarten. Ich bin Mitglied im Lymphselbshilfe-Verein und habe auf der Jahrestagung 2018 einen Vortrag von Frau Dr. F..... gehört. Dein Lymphologe sollte da vielleicht mal eine Fortbildung machen.

    Gute Besserung

    Lavara18

    Hallo@meinereiner,

    ich hatte eine einseitige Mastektomie mit Sofortaufbau und trage ganz normale Badeanzüge. Einen Prothesen-Badeanzug brauche ich nicht, weil kein relevanter Größenunterschied zu der eigenen Brust besteht. Ein Rezept bekomme ich wegen eines Mamma-Lymphödems einen speziellen BH. Spezielle Badeanzüge gibt es dafür nicht.

    LG

    Lavara18

    Liebe Annanas ,

    ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich meine BHs der Bequemlichkeit wegen immer zu groß (85C) gekauft habe. Beim Messen im Sanitätshaus kam die Unterbrustweite 80 raus. Und bei der Körbchengröße streiten sich die Beraterinnen: die eine plädiert für C, die andere nur für B. Da die Größen nicht genormt sind, gibt es aber von Marke zu Marke und Modell zu Modell Unterschiede. Da die Brust nach der OP einen guten Halt braucht, wurde mir im Krankenhaus aufgegeben einen festen Sport-BH mitzubringen. Ich musste ihn übrigens erst anziehen, als der Verband abkam. Über den hätte ich auch keinen BH bekommen.

    !2 Stunden vorher nichts mehr essen und bestimmte Medikamente müssen vorher abgesetzt werden, z. B. Metformin, das ich nehme. Das erklärt Dir der Anästhesist bei der Vorbesprechung. Es gibt jede Menge Papier auszufüllen und zu unterschreiben.

    Ich musste morgens um 6 Uhr 30 antreten. Ich bekam ein hinten offenes OP-Hemdchen, ein Netzhöschen und weiße lange Kompressionsstrümpfe anzuziehen. Gab es nur in Einheitsgröße, War für mich ein Witz, weil ich sehr schlanke Beine habe. Aber Vorschrift ist Vorschrift. Dann noch eine Beruhigungstablette und los gings. Im Vorraum zum OP wurde ich verkabelt. Im OP stellten sich erst mal alle vor: der Lagerungspfleger, der Anästhesist, die Schwestern. Alles ganz locker. Im OP ist es saukalt, aber der OP-Tisch ist beheizt. Wenn die Kanüle für die Narkose gelegt ist und selbige eingeleitet wird, bis Du ruckzuck weg. Dass mir noch ein Katheter gelegt wurde, habe ich schon nicht mehr gemerkt. Als ich wieder auf dem Zimmer war, kam auch schon eine Schwester, die mich aus dem Bett gescheucht hat und mir den Katheter entfernt hat. In Ihrem Beisein durfte ich meine eigene Nachtwäsche anziehen. Idealerweise vorn zu knöpfen. Und eine Runde ums Bett drehen. Ich hatte einen Bärenhunger. War aber fürs Mittagessen gar nicht eingeplant. Glücklicherweise war noch Suppe da und davon habe ich zwei Schalen gelöffelt. Weil die Drainage auch am nächsten Tag noch Wundwasser gefördert hat, wurde ich erst am 2. Tag nach der OP morgens entlassen, war aber am 1. Tag so fit, dass ich mich anziehen und rumlaufen konnte. Ich habe eine Freundin, bei der das DCIS nicht so groß war und die sogar noch am OP-Tag abends entlassen wurde, allerdings mit der Drainage, die am nächsten Tag gezogen wurde. Dafür musste sie dann in die Ambulanz. Für das Drainagefläschen bekommt man in "meinem" Krankenhaus kleine Packpapiertaschen. Die Tasche habe ich mir an den Hosengürtel gebunden und so hatte ich beide Hände frei. Vor der Entlassung wurde der Verband durch ein schmales Narbenpflaster ersetzt, mit dem ich hätte Duschen dürfen, aber das habe ich mich nicht getraut. Schmerzen hatte ich gar keine. Nach einer Woche wurde das Narbenpflaster entfernt und dann hätte ich auch wieder arbeiten dürfen, aber dann kam die Hammernachricht, dass die OP nicht gereicht hatte.

    Vor der OP musst Du wirklich keine Angst haben. Ich drücke Dir die Daumen, dass alles läuft wie am Schnürchen und dass es damit dann auch erledigt ist.

    lG

    Lavara18

    Hallo Annanas ,

    ich denke, in Deinem jugendlichen Alter fällt die Abweichung geringer aus als bei mir. Es ist die altersbedingte Überhängung der Brust, die die Implantate nicht abbilden. Diese altersbedingte Überhängung (Ptose heißt das glaube ich) wird ja bei Dir noch nicht vorliegen. M. W. zahlen die Kassen eine Angleichungs-OP an der gesunden Brust nur bei erheblichen Größenunterschieden. Vor meiner OP hatte ich viel gegoogelt und war auf einen Youtube-Film gestoßen mit dem Interview des Chefarztes eines Kölner Brustzentrums, der erzählte, dass er vielfach gleichzeitig mit der Rekonstruktion die kontralaterale Brust liftet und mit einem Silikon-Kissen "aufpolstert", weil die meisten Frauen seiner Erfahrung nach ein paar Jahre nach der Implantat-Rekonstruktion mit dem ästhetischen Gesamteindruck nicht mehr zufrieden seien. Ich habe meinen Arzt nicht darauf angesprochen, denn es besteht ja immer das Risiko einer Kapselfibrose. Das ist im ersten Jahr am höchsten, aber auch später kann eine Kapselfibrose noch auftreten. Dieses Risiko wollte ich mir nicht zweimal einbauen lassen. Außerdem kann sich die rekonstruierte Brust im ersten Jahr nach der OP noch verändern und wie kann man da in der Rekonstruktions-OP schon erkennen, woran man die andere Brust angleichen soll. Hat mir nicht eingeleuchtet. Mir hat mein Arzt das Lifting auch erst für in etwa 3 Jahren "angeboten".

    Gute Nacht

    Lavara18



    Hallo Annanas ,

    noch ein Nachtrag: den Transfer von Gewebe vom Rücken solltest Du kritisch hinterfragen. Die Lymphologin, die mein Lymph-Ödem festgestellt hat, hat die Bemerkung fallen lassen, dass sie mehrere Patientinnen mit chronischem Lymphödem auf dem Rücken nach der Latissimus-dorsi - OP hat und nicht verstehen kann, dass diese OP noch durchgeführt wird.

    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo Ananas ,

    ich habe Erfahrungen mit zwei Varianten. 2017 wurde bei mir ein DCIS Grad 3 festgestellt. Ich wurde zunächst brusterhaltend operiert. BH-Größe 80 C. Es wurden 7 x 4 cm herausgeschnitten, also nicht eben wenig. Durch eine Verschiebeplastik wurde die ursprüngliche Form der Brust wiederhergestellt. Das DCIS war im oberen rechten Drittel, Die Narbe liegt daher rechts oberhalb der Brustwarze, ist aber nur noch ein dünner heller Strich. Den Operateur kann ich nur als genial bezeichnen, denn einen Unterschied hat man nur gesehen, wenn man lange und scharf hingeschaut hat. Dann hat man gesehen, dass die Brust etwas kleiner geworden war. Ich war glücklich. Leider nicht lange, denn der pathologische Befund ergab, dass an allen vier Schnitträndern noch Krebszellen waren. Von einer Nachresektion riet mir der Arzt ab, weil er dann kein befiedigendes kosmetisches Ergebnis mehr erreichen könnte. Er schlug mir eine haut und nippelsparende Mastektomie vor. Das ist das, was Du als "Auskratzen" bezeichnet hast. Und in derselben OP die Rekonstruktion mit einem Silikon-Implantat. Iach war zwar schon 60, aber meine Brust war mir wichtig. Sie war das Schönste an meiner Figur und ich war mein Leben lang glücklich mit ihr. Weil ich ansonsten eine ziemlich verkopfte Frau bin, hat kaum jemand mein Bedürfnis nach einer Rekonstruktion verstanden. Kommentare: Hast Du das nötig? Ich kannte die aufbaulose Variante von meiner Mutter und konnte mich mit der Asymmetrie nicht arrangieren.

    Die OP verlief komplikationslos. Heilungsverlauf super. Ich war eine Woche im Krankenhaus bis die Drainagen gezogen werden konnten. Es waren zwei, weil auch der Wächterlymphknoten entfernt wurde. Da der Chirurg die gut verheilte Narbe von der ersten OP nicht wieder öffnen wollte - der Schnitt hätte auch vergrößert werden müssen - wurde ein Schnitt in der Brustfalte gelegt. Diese Narbe ist zwar ziemlich lang, liegt aber exakt in der Brustfalte und ist nur zu sehen, wenn ich die Brust anhebe. 12 Wochen musste ich einen speziellen BH tragen, die ersten 6 Wochen tags und nachts. Die zweiten 6 Wochen nur noch tagsüber. Vier Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus war ich noch krankgeschrieben. Dann habe ich wieder in Vollzeit gearbeitet.

    Zur Optik: Die Silikonbrust ist trotz gleichen Gewichts etwas kleiner, ist praller, sitzt etwas höher. Sieht man aber nur unbekleidet, nicht im BH. Ich muss auch im BH nichts ausgleichen. Zur Angleichung könnte ich an der anderen Brust ein Lifting machen lassen. Weil da aber auch schon Krebsalarm - zum Glück Fehlalarm - stattfand, lasse ich das. Fazit: Man bekommt nicht exakt das zurück, was man verliert. Für mich ist es aber im Verhältnis zur Einbrüstigkeit das geringere Übel.

    Zum Gefühl: Die Brust selbst ist in Teilen immer noch taub und bleibt es wohl auch. Dagegen nehme ich das Gewicht des Implantats wahr, insbesondere wenn ich im Bett auf dem Rücken liege. Durch den BH wird dieses Gefühl neutralisiert, aber der Versuchung, auch zum Schlafen einen BH zu tragen, widerstehe ich, denn das habe ich außer in der Zeit nach der OP mein Leben lang nicht getan. Inzwischen habe ich mich an das Gefühl gewöhnt.

    Probleme:

    Wahrscheinlich durch die zweimalige Durchtrennung der Haut ist in der Brust ein Lymphödem entstanden und leider chronisch geworden, weil es zu lange als postoperativ normale Schwellung angesehen wurde. Ich erhalte seit Ende 2017 Lymphdrainagen und trage einen speziellen Lymphentlastungs-Bandagen-BH. Das Ödem hat sich seitdem stark gebessert. Von ursprünglich zwei Lymphdrainagen pro Woche bin ich runter auf eine Lymphdrainage alle zwei Wochen. Ganz verschwinden wird es aber wohl nicht.

    Die pathologische Untersuchung der entfernten Brustdrüse ergab ein ausgedehntes DCIS und ein kleines zweites DCIS und einen Abstand zum mamillären Bereich von nur 1 mm. Wegen des geringen Abstands pläldiert der Radiologe für eine halbjährliche Kontrolle mit MRT. Da das Implantat auf dem Brustmuskel sitzt, ist eine Mammographie nicht möglich. Nur noch Ultraschall, in dem man aber Frühstadien nicht feststellen kann. Mein onkologischer Gynäkologe hält ein MRT pro Jahr für ausreichend. Ich folge ihm, denn das Kontrastmittel ist auch nicht ohne.

    Ich beantworte gern weitere Fragen.

    LG Lavara18

    Hallo Maluschi ,

    das mit dem Titanclip beim Stanzen war mir auch suspekt. Ich fand es nicht so prickelnd, in dem Fall, dass es sich gar nicht um Krebs gehandelt hätte, unnötigerweise mit Titan im Busen herumzulaufen. Ich habe gefragt, ob der Clip vielleicht auf Wanderschaft gehen könnte. Das wurde verneint. Der Clip würde, wenn es nicht zur OP käme, einwachsen und an Ort und Stelle bleiben. Da habe ich dann eingewilligt.

    LIebe Grüße

    Lavara17

    Hallo Calendula67,

    ich würde nachfragen, warum die Radiologin keinen Handlungsbedarf sieht. Das nur eine engmaschigere Kontrolle und keine Biopsie für erforderlich gehalten wird, ist nicht ungewöhnlich. Wenn die Auffälligkeit Mikrokalk ist, kann man an Hand der Struktur erkennen, ob eher bösartig oder (noch) unverdächtig. Ich bin wegen kleiner Mikrokalkherde in BIRADS 3 eingestuft, d. h mit einer Wahrscheinlichkeit von 98% gutartig. Wegen des Restrisikos von 2 % soll ich alle halbe Jahr eine Mammographie machen lassen. Damit auch die operierte und rekonstruierte Brust, die nicht mehr mammographiert werden kann, genauer als im Ultraschall angeschaut wird, ersetze ich auf Anraten meines Gyn die 2. Mammo im Jahr durch ein MRT. Da werden dann beide Brüste untersucht. Im MRT letzten Herbst wurde außer dem Mikrokalk dann noch eine Auffälligkeit entdeckt, die der Radiologe für ein muzinöses Karzinom hielt, sich in der Stanzbiopsie dann aber als gutartiges Fibroadenom entpuppte. In diesem Fall hatte der Radiologe den Befund als BIRADS 4 - wahrscheinlich bösartig - eingestuft und die Biopsie für erforderlich erachtet.

    LG

    Lavara18

    Liebe Calendula ,

    ich wurde 2017 nach dem Screening-Termin zur weiteren Untersuchung "vorgeladen", gleich mit Termin ohne vorherige telefonische Kontaktaufnahme. Das kannte ich schon vom Screening-Termin 2015. Damals bestätigte sich der Krebsverdacht nicht. Den Unterschied zwischen "normaler" Mammographie und Mammographie mit Tomosynthese merkt man nicht. Das Ergebnis 2017 war, dass der Arzt eine sofortige Vakuumbiopsie für erforderlich hielt. Meine Mutter lag zu dieser Zeit im Hospiz im Sterben und eigentlich wollte ich die Biopsie vertagen. Er ließ aber nicht locker und lag mit seiner Vermutung leider richtig: Zwei Tage später hatte ich das Resultat der Histologie: DCIS Grad 3. Nochmal Glück im Unglück gehabt, weil "nur" DCIS. Über den Port solltest Du jetzt wirklich nicht grübeln. Da bist Du noch weit von weg. Im Nachhinein muss ich sagen, dass das Überfallartige an der Biopsie gar nicht schlecht war. Ich hatte gar keine Gelegenheit, mir Deine Gedanken zu machen. 2018 hatte ich dann wegen Auffälligkeiten in der contralateralen Brust eine Stanzbiopsie. Die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt empfinde ich als unangenehmer. Belastend sind nicht die Biopsien sondern das Warten auf die Ergebnisse.

    Du schaffst das!

    Lavara18

    Hallo Biggi58,


    herzlich willkommen in diesem Forum. Ich bin gar nicht weit von Dir weg, nämlich in Saarbrücken. Und altersmäßig auch nicht - Baujahr 1956.

    Vielleicht kannst Du Dich hier bald schon wieder verabschieden. Mit dem Wort "Mammatumor" ist ja noch gar nicht gesagt, dass es sich um Krebs handelt. Es gibt ja auch gutartige Tumore. Klarheit bringt letztendlich erst die Biopsie. Vor der Biopsie musst Du keine Angst haben. In welche Klinik gehst Du denn? ...? Ich bin dort vor zwei Jahren operiert worden und habe nur gute Erfahrungen gemacht.
    Ich drücke Dir die Daumen für morgen

    Gute Nacht

    Lavara18

    Hallo @Vera25,

    ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht wie giecher71. In der linken Brust habe ich seit gut 20 Jahren ein Fibroadenom, das sich ab und zu mit einem stechenden Schmerz bemerkbar macht. Den Krebs hatte ich in der rechten Brust, die immer beschwerdefrei war. Mein Fibroadenom ist letztes Jahr biopsiert worden, weil es sich im Aussehen etwas verändert hatte. Es gibt wohl seltene Tumore, die Fibroadenomen zum Verwechseln ähnlich sehen. Und Fibroadenome sind bei Frauen nach der Menopause eher selten. Deshalb würde ich Dir auch zu einer Biopsie raten. Bei mir ist nichts anderes als das schon Bekannte gefunden worden. Das wünsche ich Dir auch.

    Lavara18

    Liebe Serg ,

    Sonnenglanz hat die Psyche erwähnt. Die kann einem in der Tat einen bösen Streich spielen. Weil ich schon mal eine Vakuumbiopsie hatte, bin ich in die Stanzbiopsie locker reingegangen. Die Prozedur ist wirklich harmlos. Aber die Angst vor dem Ergebnis nicht. Die saß mir danach buchstäblich im Nacken. Rotlichtlampe und Nackenwärmekissen konnten nichts gegen meine Nackenschmerzen ausrichten. Nach der Vakuumbiopsie der anderen Brust hatte ich solche Probleme nicht, weil ich damals viel um die Ohren hatte, was mich ablenkte. Mein Rat für die Tage nach Biopsie bis "Urteilsverkündung": Nimm Dir vor, was Dich ablenkt und Dir Spass macht, am besten in Gesellschaft, da bleibt das Kopfkino am ehesten stumm.

    Toi, toi,toi

    Lavara18

    Hallo@Hanka,

    ich trage Kunsthaarperücken wegen vernarbender Alopezie im Frontalbereich (=Stirnglatze). Ich verwende das vom Hersteller (Fa. L....y) empfohlene Plegeshampoo und den Balsam. Ist unheimlich ergiebig und billiger als mein Apotheken-Shampoo für mein Eigenhaar. Kopfes. Ich bürste die Perücke mit der Perückenbürste aus und gebe sie 10 Minuten in ein Shampoobad (ganz wichtig: nur lauwarm, den Kunsthaar mag es nicht heiß) drücke sie ein paar Mal im Wasser durch, spüle sie dann unter fließendem Wasser aus und drücke sie Handtuch etwas aus. Dann lege ich sie in das Balsambad, auch 10 Minuten, spüle sie nicht aus, drücke sie im Handtuch etwas aus, schüttel sie und kämme sie vorsichtig mit der Perückenbürste und setze sie zu Trocknen auf den Perückenständer (kein massiver Perückenkopf, weil bei dem ja nur von einer Seite Luft an die Perücke kommt). Das Kunsthaar fühlt sich nach dieser Behandlung wunderbar weich an und ist schöner geworden als neu. Ich würde da keine Experimente mit "normalen" Pflegeprodukten machen.

    LG Lavara18

    Liebe Capricornus ,

    ich kann mangels eigener Erfahrungen gar nicht mitreden, will nur auf die Gesellschaft für biologische Krebsabwehr mit Sitz in Heidelberg hinweisen, die m. W. einen ärztlichen Beratungsdienst anbieten. Vielleicht fragst Du dort auch mal um Rat. Ggf. wäre auch die Entfernung der Eierstöcke eine Alternative zu den Hormonblockern. Einer Freundin von mir musste zeitgleich zu ihrer Brustkrebs-OP ein Eierstock wegen einer großen mit der Bauchdecke verwachsenen Zyste entfernt werden. Den anderen hat man gleich mitentfernt und es wurde wohl auch deshalb keine Notwendigkeit für Hormonblocker gesehen. Allerdings hatte sie nur ein DCIS und war schon postmenopausal (61).

    Hoffentlich findest Du eine passende Lösung.

    LG Lavara18

    Liebe Tam73,

    das tut mir von Herzen leid. Der einzige, zugegeben schwache Trost ist, dass es noch schlimmer hätte kommen können. Ich kann mir vorstellen, dass man nach Deinen Erfahrungen sehr misstrauisch wird und das Gefühl bekommt, immer die A....karte zu ziehen. Aber verzage bitte nicht. Es sieht doch sehr so aus, als sei es noch nicht fünf nach zwölf.

    Für die OP am Freitag drücke ich Dir beide Daumen. Du hast doch - leider - als OP-Kandidatin schon Routine. Das schaffst Du!

    Alles Liebe

    Lavara18

    Liebe Tam73 ,

    mein Chirurg hatte mir die hautsparende OP mit Erhalt der Brustwarze vorgeschlagen, weil mir die Expanderlösung und ggf. Brustwarzenrekonstruktion nicht geheuer war. Wenn es nur so gegangen wäre, hätte ich die Rekonstruktion gar nicht machen lassen. Ich wundere mich etwas, dass bei Dir trotz Erhalt des Hautmantels überhaupt ein Expander nötig war? Zur Vergößerung? Bei mir ist die Brust etwas kleiner geworden, weil ich durch die vorausgegangene BET etwas Haut verloren habe. Das merkt man im BH aber gar nicht. Sowieso sind die Brüste ja unterschiedlich, weil Silikon eben nicht Natur ist. Ich habe rel. lange über die Rekonstruktion nachgedacht. Das Silikon war mir nicht geheuer. Eigengewebe habe ich nicht ausreichend und ich hätte auch die 2. Baustelle an meinem Körper nicht gewollt. Die 100% Asymmetrie wollte ich aber auch nicht. Und das Wohlfühlen im eigenen Körper ist für die Gesundung wohl auch nicht ganz unerheblich. Also bin ich die Risiken eingegangen.


    Mein erstes MRT hatte ich 16 Monate nach der OP, und zwar nur deshalb, weil die Mammographie der anderen Brust einen Verdacht auf ein Karzinom ergeben hatte. Für die operierte Brust wäre gar kein MRT gemacht worden. MRT ist nicht unumstritten. Die Interpretation ist schwierig und die Einstufung des Ergebnisses nach BIRADS eine subjektive Einschätzung des jeweiligen Arztes.


    Liebe Tam73 ,

    da inzwischen jede 8. Frau in ihrem Leben an BK erkrankt, wiegt sich im Grunde jede Frau in einer "trügerischen" Sicherheit. Ohne das Mammographie-Screening wäre das DCIS bei mir gar nicht endeckt worden. Und wenn das DCIS nicht kalkassoziiert ist - war es bei mir nur teilweise - wird es auch in der Mammo nicht bzw. nicht vollständig erkannt. Nicht jedes DCIS entwickelt sich zu einem invasiven Tumor. Viele Frauen werden wahrscheinlich übertherapiert mit negativen Folgen für Körper und Seele. Ich hatte G3, da ist das Risiko dann schon ziemlich hoch und ich war bereit, die Kröte Mastektomie zu schlucken. Bei G1 hätte ich mich möglicherweise nur für die engmaschige Kontrolle entschieden. Leider ist die Forschung noch nicht so weit, dass man Kriterien für eine Prognose hat, wann sich das DCIS zu einem invasiven Tumor entwickelt und wann nicht.

    Ich drücke die Daumen, dass die Therapie anschlägt und Du siegreich aus dem Kampf hervorgehst.

    Liebe Tam73 ,


    Du musst Dich nicht entschuldigen für den Schrecken, den mir Deine Nachricht gebracht hat. Er schärft noch mal das Bewusstsein, dass es eine absolute Sicherheit nicht gibt. Mein Operateur hat nach der OP auch gesagt "Alles ist weg". Und die Entscheidung, keine weitere Behandlung zu machen, wurde auch bei mir vomTumorboard getroffen. Diese Vorgehensweise ist auch in "meinem" Brustzentrum Standard. Der Radiologe hat die operierte Brust nach einem MRT letztes Jahr allerdings in BIRADS 3 eingestuft, was bedeutet: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 98% krebsfrei. Restrisiko 2 %. Seiner Empfehlung, alle 6 Monate ein MRT machen zu lassen, bin ich bislang nicht gefolgt, weil das Kontrastmittel auch nicht ohne ist. Und mein onkologischer Gynäkologe hält es auch nicht für erforderlich. Ich bleibe in der vierteljährlichen Ultraschallkontrolle über den für die Nachsorge empfohlenen Zeitraum hinaus. Allerding sieht man im Ultraschall erst was Invasives. Im Herbst ist das MRT 1 Jahr her und Deine Geschichte bringt mich ins Grübeln, ob ich vielleicht doch noch mal......

    Mit dem Satz, dass die Entscheidung bei uns lag, meine ich, dass wir uns ja auch für eine weitergehende Form der Mastektomie - Haut weg, bei mir auch Brustwarze weg - hätten entscheiden können. Ich war damals aber nicht bereit, noch mehr von meiner Brust zu opfern für eine Vorstufe, wo doch die meisten "Invasiven" brusterhaltend operiert werden mit nachfolgender Bestrahlung. Später, als ich hier im Forum von den Mitgliedern mit strahleninduziertem Sarkom (extrem selten, aber sehr gefährlich) gelesen habe, war ich froh, keine Bestrahlung bekommen zu haben. Die Risikoabwägung nimmt uns leider keiner ab.

    Liebe Tam73,

    ich habe bei Deinem Bericht einen Riesenschrecken bekommen. Hatte 2017 wegen eines ausgedehnten duktalen Carcinomas in Situ eine hautsparende Mastektomie und auch die Brustwarze wurde erhalten. Ich bekam in derselben OP ein Silikon-Implantat eingesetzt. Wie bei Dir keine weitere Therapie. Die Schnittränder waren sauber, aber der Abstand war zur Mamille nur 1 mm. Mir war bewußt ich, dass eine einzige verbliebene Krebszelle ausreicht, dass der ganze Mist von vorn losgeht. Aber das kann auch passieren, wenn Haut und Brustwarze entfernt werden. Das Risiko wäre dann nur ein bisschen geringer. Wenn das Unwahrscheinliche dann Wirklichkeit wird, sieht man das naturgemäß anders. Das ist aber kein Grund, an der Kompetenz der Ärzte zu zweifeln und das Vertrauen zu verlieren, denn die Entscheidung lag bei uns. Nach Deiner Schilderung sind im Narbengewebe "nur" Tumorzellen gefunden worden. Vielleicht hast Du Glück im Unglück und es ist wieder nur ein In -Situ-Karzinom und nichts Invasives. Ich wünsche es Dir von ganzem Herzen und drücke Dir die Daumen für das morgige MRT.

    Alles Liebe

    Lavara18

    Hallo@Kieselsteinchen,

    ich rate Dir auch zur schnellstmöglichen Beantragung. Im Netz habe ich gefunden, dass ein Entwurf zur Überarbeitung der Verordnung vorliegt, der einige Verschlechterungen für Betroffene beinhalten soll. So soll z. B. die grundsätzliche Heilungsbewährung von 5 Jahren bei Krebskranken modifiziert werden. Weitere Details habe ich nicht gefunden. Der Beitrag war aus dem Februar dieses Jahres. Im Allgemeinen enthalten neue Vorschriften, die zu Verschlechterungen führen, für Altfälle Bestandsschutzregelungen. Wer also schon eine Anerkennung auf 5 Jahre hat, dürfte wohl keine Verkürzung zu befürchten haben.