Beiträge von Lavara18

    Hallo Donna ,

    zum Thema Mikrokalk kann ich auch noch etwas beisteuern. Bereits 2015 wurde in meiner rechten Brust im Brustkrebs-Screening Mikrokalk entdeckt in Form von verstreuten winzigen Pünktchen. Wurde als harmlos eingestuft. In der empfohlenen Kontroll-Mammographie ein halbes Jahr später waren die Pünktchen sogar gar nicht mehr zu sehen. Im Screening 2017 dann der Hammer: Ein gößerer Kalkfleck an einer Stelle. Es wurde sofort eine Vakuumbiopsie gemacht und ein DCIS Grad 3 diagnostiziert mit einem Zelltyp, der zu einen hohen Prozentsatz zu einem invasiven Krebs wird. Daher stand für mich die Entfernung des DCIS außer Frage. 7 mal 4 mal 2 cm wurden entfernt. Das hat aber nicht gereicht. Das DCIS war viel größer als die Verkalkung. Daher anschließend subkutane Mastektomie mit Sofortrekonstruktion. Schnittränder des entnommenen Drüsenkörpers waren sauber aber zum MAK ist der Sicherheitsabstand äußerst gering. Trotzdem keine weitere Behandlung, weil schließlich nur Krebs-Vorstufe.

    2018 wurde Mikrokalk in der linken Brust festgestellt. Unverdächtig und bis jetzt auch keine Veränderung in Größe und Gestalt.


    Was ich heute anders machen würde: Ich würde vor OP auf einem MRT bestehen. Denn da kann ein erfahrener Radiologe die Ausdehnung eines DCIS auch dann erkennen, wenn es nicht bzw. nicht vollständig kalkassoziiert ist. Dann kann einem das scheibchenweise Operieren erspart bleiben. Aber so weit muss es bei Dir nicht kommen. Ich wünsche es Dir jedenfalls.


    Alles Gute!

    Liebe Klaere Fuchs ,

    ich fühle mich durch Deine Beschreibung drei Jahre zurückversetzt. Man bekommt mit der Rekonstruktion nicht das zurück, was man verliert.

    Und die Phase des "Fremdelns" hat bei mir länger gedauert als ich es für möglich gehalten hatte. Ich bin eine "verkopfte" Frau und hätte mir nicht träumen lassen, welche Macht mein Körpergefühl über meinen Verstand gewinnen konnte. Es hat eine Phase gegeben, in der ich mich über eine Kapselfibrose, die die Explantation notwendig gemacht hätte, gefreut hätte. Es hat Monate gedauert, bis der Verstand wieder Oberhand gewonnen hat. Ein Fremdkörpergefühl ist geblieben - schließlich ist das Implantat ja auch ein Fremdkörper -, aber ich kann damit gut leben. Und Du schaffst das auch.

    LG Lavara18

    Hallo Sunny83 ,

    vielleicht solltest Du erst mal nur noch den weißen BH tragen und Waschmittel ohne Duftstoffe verwenden. Kontaktallergien kann man leider auf alles mögliche bekommen, auch auf Stoffe und Substanzen, die man schon jahrelang angewendet hat. Körperpflege nur mit Wasser. Aber das hat Dir sicher Dein Hautarzt auch schon gesagt.

    Ich habe seit 20 Jahren immer mal wieder Rötungen auf den Brüsten, dazwischen und bis zum Hals. Manchmal auch auf den Schultern und entlang der Wirbelsäule. Der Arzt hat das als endogenes Exanthem bezeichnet. Ich bin auf Ibuprofen und Clindamycin allergisch, habe dieses Phänomen aber bei jedem kleinen Infekt, auch wenn ich gar nichts einnehme. Die Haut wird rot und heiß, dann fängt sie an zu jucken und dann geht es zurück. Behandelt wird es nicht. Kommt und geht von allein.

    Hoffentlich findest Du die Ursache, denn die Juckerei ist wirklich ätzend.

    Gute Besserung

    Lavara18

    Hallo Eluna ,

    ich habe diese Knubbel oder Blasen (ich kann die Knubbel eindrücken) auch. Manchmal fühlt sich das Implantat wie klumpiger Teig an. Im Ultraschall wurde festgestellt, dass die Bindegewebskapsel, die sich um das Implantat bildet, Falten geworfen hat und außerdem kleine "Pfützchen" vorhanden sind, aber kein regelrechter Lymphstau (mehr). Lymphdrainage bringt die "Pfützchen" wohl nicht weg. Sichtbar ist davon nichts, es schmerzt auch nicht, irritiert halt nur. Soll alles im Bereich des Normalen sein.

    LG

    Lavara18

    Hallo Heideblüte ,

    der Benefit beim Screening war - jedenfalls im Saarland - die Mehrfachbefundung, und zwar seinerzeit durch 4 (!) Ärzte (jedenfalls habe ich von vier Ärzten Rechnungen bekommen). Im Brustzentrum waren es dann noch 2, weil mir ja der Chefarzt eine Rechnung schreiben wollte. Da stand jedenfalls mal seine Unterschrift neben der des Oberarztes auf dem Befund und der Oberarzt gab seine mündliche Einschätzung unter dem Vorbehalt der Prüfung durch den Chef ab. In der Radiologie des hiesigen Brustzentrums erfolgt die Befundung nur durch eine Ärztin. Wie das in Rheinland-Pfalz beim Screening ist, habe ich noch nicht in Erfahrung gebracht. Ich würde auch nicht Nachsorge- und Screening-Mammo in einem Jahr machen, sondern alle zwei Jahre Screening und dazwischen Nachsorge.

    Hallo Toyota ,


    die Erkrankung schließt nach meiner Erfahrung die Teilnahme am Früherkennungsprogramm für die Gegenseite nicht aus. Ich bin sowohl im Saarland als auch an meinem neuen Wohnort in Rheinland-Pfalz zum Screening eingeladen worden, habe mich dann unter Hinweis auf die Erkrankung und die jährliche Mammo der kontralateralen Seite abgemeldet und daraufhin einen Hinweis erhalten, dass ich trotzdem am Screening teilnehmen kann. Man kann also Nachsorge-Mammo und Früherkennungs-Mammo im Wechsel machen. Mache ich jetzt aus Bequemlichkeit nicht, weil ich für das Screening nach Alzey fahren müsste. Die Mammo im Screening hat allerdings den nicht zu unterschätzenden Vorteil der Mehrfachbefundung.


    lG

    Lavara18

    Liebe Xinda ,


    schön, dass Du Deiner Schwester die Recherche abnimmst. Ich empfehle Dir die Internetseite von "Natum e.V.". Natum steht für Naturheilkunde, Akupunktur, Umwelt- und Komplementärmedizin in der Dt. Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Dort findest Du unter dem Button "Patienten" eine Liste mit von Natum zertifizierten Gynäkologen. Es gibt im Saarland welche in Saarbrücken und auch eine Ärztin in Homburg/Saar.


    Viel Glück für Deine Schwester und ein schönes Wochenende

    Lavara18

    LIebe Melsina ,

    die lapidare Aussage im Brustzentrum ist schwer zu verstehen. Was passt, muss doch vorher und nicht erst in der OP festgestellt werden. Meine Brust ist vorher von dem operierenden Arzt vermessen worden und er hat mir das von ihm empfohlene Implantat-Modell gezeigt und mir in die Hand gelegt. Ist das bei Dir nicht so gelaufen? M. E. gehört die Beschaffenheit des Implantats zum notwendigen Gegenstand der ärztlichen Aufklärung vor der OP.

    Viel Glück

    Lavara18

    Hallo Klaere Fuchs ,

    ich habe keine PTBS, bin hier nur so reingerutscht. Ich durfte nichts Eigenes anbehalten. Bekam einen Einwegslip, ein Netzhöschen. Dadurch wurde mir auch ein Katheter gelegt. Habe ich vorher nicht gesagt bekommen und auch in der OP nicht mitbekommen, denn er wurde gelegt, als ich schon in Narkose war. Wenn das auch ein Problem für Dich ist, solltest Du es vorher ansprechen. Wird wohl nicht überall gemacht. Außerdem musste ich lange weiße Kompressionsstrümpfe zur Thrombosevorbeugung anziehen. Der netteste Mensch, den ich im OP noch wahrgenommen habe, war übrigens der Lagerungspfleger (männlich). Der hat mich auch später noch gegrüßt, als wir uns mal im Krankenhausfoyer begegnet sind.

    Hallo Anna65 ,

    Ich kaschiere meine Alopezie im Stirnbereich (Morbus Krossard) mit breiten Stirnbändern, die ich zum Teil selbst nähe. Zum Glück steht mir dieser Look ganz gut. Kommentar meiner Hautärztin: Da haben Sie ja Ihren eigenen Stil gefunden. Wenn Sie Lehrerin wären, würde ich Ihnen eine Perücke verordnen, weil Kinder ja auf jede Abweichung vom Normalen mitunter grausam reagieren. Ich war platt. Ich bin im Ruhestand. Leider liegt es mir nicht, auf die Tränendrüsen zu drücken. Meine 3 Kunsthaarperücken habe ich selbst bezahlt. Ein Haarteil müsste fest montiert - geklebt - werden. Das ist aber bei einer entzündlichen Kopfhauterkrankung nicht sinnvoll. Perücke kann ich auch nur ein paar Stunden aushalten, besonders im Sommer. Meine Mutter hatte dieselbe Krankheit. Sie bekam ein Rezept für eine Perücke erst, als ihre Kopfhaut aktinische Keratosen (Vorstufe weißer Hautkrebs) aufwies. Sie hatte eine Kunsthaarperücke für ca. 450 Euro. Die hat die gesetzliche Krankenkasse vollständig übernommen. Ich weiß von einer Frau mit Alopecia totalis, die seit ihrer Kindheit Perücken trägt. Sie trägt vom Friseur individuell angefertigte Echthaarperücken (Langhaar) für ca. 3000 Euro. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt davon auch nur einen kleinen Teil. Ich bin als ehem. Beamtin beihilfeberechtigt und privat versichert. Die Beihilfe übernimmt max. 512 Euro, aber auch nur, wenn der Haarausfall "entstellend" , total oder weitgehend ist. Total ist er bei mir nicht und wird er wohl auch nicht. Im Regelfall geht der Haarausfall bei Morbus Krossard "nur" bis zur Kopfmitte. Über "weitgehend" und "entstellend" kann man derzeit noch streiten. Kosten für eine Zweitperücke werden von der Beihilfe nur übernommen, wenn der Haarverlust länger als ein Jahr dauert. Das ist bei mir mit Sicherheit so, denn es handelt sich bei Morbus Krossard um eine vernarbende Alopezie. Aus vernarbten Follikeln wächst nichts mehr. Die Erstattung wird nur alle vier Jahre gewährt, obwohl die Lebensdauer von Perücken bei täglichem Tragen so weit nicht reicht. Was meine private Krankenkasse beisteuern würde, habe ich noch nicht eruiert. Dass die Krankenkassen die Kosten von Perücken oder -haarteilen komplett übernehmen, halte ich für ein Gerücht, da die Kosten - wie gesagt - in die Tausende gehen können.

    LG Lavara18

    Hallo sonne12345,


    bei mir wurde ein halbes Jahr nach der OP (Ende Juni 2017) ein Brustlymphödem diagnostiziert. Der Lymphstau erstreckte sich bis unter die Achsel und den Rücken. Die Haut spannte teilweise sehr. Jeder BH hinterließ ein deutliches Muster. Seit Ende 2017 bekam ich Lymphdrainagen und einen Lymph-Entlastungs-BH. Sie Situation hat sich sehr gebessert. Inzwischen habe ich nur noch "sehr diskrete Mengen freier Flüssigkeit entlang der Implantatkonturen", obwohl ich dieses Jahr umzugs- und dann coronabedingt erst 6 Lymphdrainagen hatte. Meine neue Radiologin erklärte mir, dass solche "Pfützchen" häufig vorkämen und unbedenklich und nicht behandlungsbedürftig seien, solange sie nicht zunehmen und Beschwerden machen. Ich habe jetzt mit den Lymphdrainagen aufgehört.

    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo Mawine2009 ,


    ich hatte 2017 wegen eines ausgedehnten DCIS G3 eine Mastektomie mit Sentinelnodebiopsie und Implantatrekonstruktion. Der Hautmantel und die Brustwarze konnten erhalten bleiben. Die Narbe liegt in der Brustfalte und ist überhaupt nicht zu sehen. Heilungsprozess unproblematisch, kein Hämatom, kein Serom, keine Schmerzen. Du brauchst vor der OP wirklich keine Angst zu haben. Die Brüste sind sich von der Form her sehr ähnlich, nur dass der Naturbusen etwas mehr hängt und bei mir auch einen Tick größer ist, weil der Mastektkomie eine brusterhaltende OP vorausging, die schon etwas Haut gekostet hatte. Aber im BH ist kein Unterschied zu sehen. Dekollete tadellos. Optimieren könnte man die unbekleidete Ansicht durch ein Brustlifting der gesunden Brust. Mach ich aber nicht. Die Asymmetrie ist ein Luxusproblem.


    Natürlich wünscht man sich, dass der Partner am Bett sitzen darf, aber es gibt doch Telefon und Handy und das Besuchsverbot hat auch den Vorteil, dass man nicht durch ausufernde Familientreffen der Zimmergenossin gestört wird. Das kann nämlich sehr nerven. Ich bin ab dem m dritten Tag nach der OP mit meinem Mann nach draußen geflüchtet zu einem kleinen Spaziergang auf dem Außengelände des Krankenhauses. Vielleicht geht das auch in Corona-Zeiten, mit Maske und Abstand.


    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche OP und einen komplikationslosen Heilungsverlauf und eine nette Zimmergenossin.

    Lavara18

    Liebe @Viviane 1968,


    als ich Deine Hiobsbotschaften las, war ich sprachlos vor Entsetzen und wusste auch nicht, was ich schreiben sollte. Um so mehr freue ich mich, dass Du wieder zu Deinem beispiellosen Optimismus zurückgefunden hast. Ich habe eine Freundin mit multiplem Myelom, die vor ein paar Jahren die Ochsentour Hochdosischemo und Stammzellentherapie durchgestanden hat. Auch das ist zu schaffen. Sie hat wie Du viel Unterstützung von ihrer Familie. Das ist ein großes Glück.


    Genieße Deinen Urlaub mit Deinen Lieben und dem Sport

    Lavara18

    Liebe Baccara,


    ich hatte 2017 eine subkutane Mastektomie mit Entfernung des Wächterlymphknotens und gleichzeitigem Silikon-Aufbau und war nach vier Wochen wieder im Dienst (Verwaltungsjuristin). Ohne Aufbau wäre der Krankenschein wahrscheinlich kürzer ausgefallen. Ich habe auch keine Anschlussheilbehandlung gemacht. Ich glaube, mehr Probleme als die Entfernung der Brust kann die Entfernung von Lymphknoten machen. Davon habe nämlich ich mit nur einem entfernten Knoten mehr von gespürt als von der Entfernung der Brust. War aber alles gut und ohne Medikamente auszuhalten. Meine Mutter hatte mit 69 Jahren eine Mastektomie mit Entfernung mehrerer Lymphknoten und hat drei Wochen nach der OP eine schon länger gebuchte Rom-Reise angetreten. Sie war übrigens Diabetikerin, ich auch, und Wundheilungsstörungen oder andere Komplikationen hatten wir beide nicht. Die OP bzw. der Brustverlust ist m. E. keine Rechtfertigung für eine Zwangspensionierung und ob in der Folge Gesundheitsschäden eintreten, wie z. B. ein Lymphödem, ist ja gar nicht gesagt. Außerdem ist man auch mit einem Lymphödem in aller Regel nicht dienstunfähig.

    Die Anerkennung der Schwerbehinderung ist keine Frage. Die Rechtslage ist da eindeutig, war sie zumindest 2017. Mit einer Schwerbehinderung von 50% , konnte ich fünf Jahre vor Erreichen der für den Jahrgang 1956 geltenden Altersgrenze, d. h. mit 60 Jahren und 10 Monaten in Ruhestand gehen, natürlich mit Abzügen. Ohne Abzüge kommt mein Jahrgang bei 50% Schwerbehinderung mit 63 und 10 Monaten in den Ruhestand, aber in meinem Fall der Krebsvorstufe DCIS wird die Schwerbehinderung 50% nur für zwei Jahre anerkannt. Danach fällt man auf 25% zurück. Die hat man schon allein auf Grund der Mastektomie. Mit 63 und 10 Monaten hätte ich daher nicht mehr in Pension gehen können. Da mein Mann schon in Rente war, habe ich mich für den frühen Ruhestand entschieden und es nicht bereut, obwohl ich immer gern gearbeitet habe. Der Gewinn an Lebensqualität ist enorm. Wenn Du es Dir leisten kannst, würde ich mir das an Deiner Stelle überlegen, insbesondere, wenn ich den Eindruck hätte, dass mein Dienstherr mich rausekeln will. Mit Kindern kann man auch ehrenamtlich viel machen.


    Alles Gute für die OP und die Auseinandersetzungen mit der Schulbehörde

    Lavara18