Beiträge von Lavara18

    Liebe Rubinrot,

    ich habe keine eigenen Erfahrungen, kann aber von meiner Mutter berichten, die zwar keine Chemo, sondern "nur" Tamoxifen bekam und parallel dazu ein Mistelpräparat fünf Jahre lang gespritzt hat. War ihr von ihrer Gynäkologin empfohlen worden. Die nächste Gynäkologin (nach Umzug) hielt davon nichts, dann ist der Hausarzt für die Rezeptierung eingesprungen. Meine Mutter hat sich damit sehr wohl gefühlt. Sie war davon überzeugt, dass es ihr durch die Nebenwirkungen der Behandlung geholfen hat und ihr Immunsystem gestärkt hat. Sie hatte in den Jahren keinen einzigen Infekt.

    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo liebe Cookie,

    wenn ich Deine Nachrichten lese, merke ich wieder, wie gut ich es hatte. Der Chefarzt der von mir gewählten Klinik entlässt nämlich erst, wenn die Drainagen gezogen sind. Im Krankenhaus geht man ja bestenfalls. Ich kann mir vorstellen, dass häusliche Aktivitäten mit den Drainagen die Hölle sind. Ich bin davon überzeugt, dass es nach dem Ziehen der Drainage besser wird. Das Implantat habe ich ewig nicht gespürt, weil die ganze Brust taub war, was ein sehr komisches Gefühl ist, aber nicht schmerzhaft. Im BH merkt man die Taubheit nicht. Deshalb hätte ich am liebsten noch in ihm geduscht. Das gibt sich aber mit der Zeit, aber es braucht viel Zeit. Jetzt habe ich wieder Gefühl und fühle diese Brust mehr als meine eigene. Anfangs habe ich immer die Silikonbrust festgehalten, wenn ich im "Freien" stand. Jetzt halte ich immer meine eigene fest, so als ob ich mich vergewissern müsste, dass sie noch da ist. Es ist halt ein Unterschied zwischen Natur und Kunst, aber man gewöhnt sich dran.

    Hallo Cookie,

    nachdem ich den Kompressions-BH mit Stutti auslassen durfte, habe ich meine "alten" BHS wieder getragen. Das waren alles funktionale Modelle ohne Bügel und mit relativ breiten Trägern und breitem Unterbrustband, das sich nicht in die Brustfalte verkrümelt, wo meine Narbe sitzt. Das ging aber nur wenige Wochen gut, dann entwickelte sich das Lymph-Ödem und alle BHs wurden zu eng. Da habe ich dann einen speziellen Lymph-Bandagen-BH verordnet bekommen (ca. 160 Euro). Zwischendurch hatte ich mir mit Bustiers und Shapetops geholfen, die anpassungsfähige Körbchen haben. Inzwischen ist das Ödem so weit zurückgegangen, dass ich zeitweise auch wieder meine "alten" BHs tragen könnte, aber außer einem Sport-BH vertrage ich sie auf der Haut nicht mehr. Anfangs war die Brust ganz taub, da juckte und kratzte nichts. Aber jetzt ist wieder Gefühl drin und jede Naht über der Brust und Spitze machen mich verrückt. Dann habe ich mal einen Mastektomie-BH ausprobiert, weil die ja höher und komfortabler geschnitten und die Nähte weich (gepolstert) sind. Aber da haben sich dann die überflüssigen Prothesentaschen in Falten gelegt und das war auch wieder störend. Ich habe von einem Rekonstruktions-Fall gehört, wo die - gesetzliche! - KK die Kosten für 2 BHs pro Jahr übernehmen soll, kenne aber die genauen Umstände nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass Narben auf der Brust eine Begründung sein könnten. Bei mir ist bisher noch nicht klar, ob der Lymph-Bandagen-BH bezahlt wird. Nachts trage ich übrigens auch keinen BH. Es muss doch mal ein bisschen Luft an die Haut.

    LG Lavara18

    Liebe Amy48,

    jeder Diabetes ist anders. Meine Leberwerte entsprechen auch nicht der Norm auf Grund einer - wenn auch ausgeheilten - Hepatitis B. Die erhöhten Leberwerte waren für die Diabetologin aber in meinem Fall kein Ausschlusskriterium für eine niedrig dosierte Metformin-Therapie. Ob ein Gynäkologe Dir da weiterhelfen kann, bezweifel ich. Auch ist nicht jeder Internist auf die Behandlung von Diabetikern spezialisiert. Meine Mutter wurde vom Internisten auch zu einem Diabetologen geschickt. Deshalb würde ich Dir raten, einen Diabetologen aufzusuchen.

    LG Lavara18

    Hallo Amy48,

    ich bin auch "grenzwertige" Diabetikerin. Ich nehme 1 halbe Tablette Metformin abends, weil mein Nüchternzuckerwert meiner Arztin zu hoch war und ich kein Gramm Übergewicht habe, also durch Abnehmen nichts reißen kann. Sie vertrat die Ansicht, dass eine frühzeitige medikamentöse Therapie den Zeitpunkt, wo Insulin erforderlich wird, hinausschiebt. Muss dazu sagen, dass meine Mutter seit ihrem 45. Lebensjahr Diabetikerin war liegt bei uns in der Familie, Großmutter und Tante hatten auch Diabetes) und erst mit 70 auf Insulin umgestellt wurde, also 25 Jahre nur mit Tabletten auskam. Mit 69 bekam sie Brustkrebs und mit 89 einen Hirntumor, an dem sie mit fast 90 Jahren verstorben ist. Man kann also trotz Diabetes und Brustkrebs sehr alt werden!

    Während meiner (sitzenden) Berufstätigkeit habe ich abends die Hauptmahlzeit eingenommen und mich danach nicht mehr groß bewegt. Durch die Mastektomie letztes Jahr konnte ich vorzeitig in den Ruhestand gehen und koche inzwischen für mittags, esse abends nur noch wenig und bewege mich mehr. Ich will jetzt probieren, auf die halbe Metformin zu verzichten und zu schauen, ob mein Langzeitzucker auch ohne die Tablette unter 7 bleibt. Vor der OP musste ich Metformin absetzen. Im Krankenhaus wurde dann regelmäßig kontrolliert, um ggf. Insulin zu spritzen. War aber kein einziges Mal nötig, obwohl ich mehr Kohlehydrate zu Futtern bekam als ich es aus meiner Küche gewohnt bin.

    Zur Ernährung ist anzumerken, dass ich Zuckerhaltiges, Weißmehlprodukte und Alkohol meide. Wenn ich nasche, dann hochprozentige Schokolade, Nüsse und Obst. Außerdem spare ich bei tierischem Fett (außer Fisch), weil ich auch eine Fettstoffwechselstörung habe. Die dagegen verschriebene geringe Dosis Statine habe ich inzwischen auch abgesetzt im Hinblick auf das Mehr an Bewegung. Bewegung ist übrigens auch die wirksamste Methode, Rezidiven vorzubeugen. Ich mochte Sport nie, gehe aber jetzt mit meinem Mann einmal in der Woche tanzen, zweimal in der Woche in ein Fitnessstudio und erledige möglichst alle Wege mit Ausnahme des Wocheneinkaufs zu Fuß. Bis in die Innenstadt brauche ich eine Stunde. Das läppert sich.

    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo Sternchenfee69,

    bei mir wurden im April 2015 im Mammographie-Screening kleine Kalkfleckchen entdeckt. Wegen der aufgelockerten Anordnung wurden sie als nicht krebsverdächtig angesehen. Trotzdem wurde mir vorsichtshalber eine Kontrolle nach einem halben Jahr empfohlen. In der Kontrollmammographie war dann gar nichts mehr zu sehen. Aber beim nächsten Screening eineinhalb Jahre später - im April 2017 - wurde ein dicker Kalkfleck entdeckt. Die Biopsie ergab ein G3-DCIS. Bei der brusterhaltenden OP wurde nicht alles erwischt. Dann hautsparende Mastektomie. Ergebnis: das DCIS war überall in meiner Brust, auch dort wo gar kein Kalk war. Die Vorsicht Deiner Ärztin ist zu begrüßen, auch wenn sie Dir jetzt noch ein paar unruhige Tage beschwert.

    Hallo Heideblüte,

    meine Lymphtherapeutin hatte mir eine Internistin mit den Arbeitsschwerpunkten Phlebolobie und Lymphologie empfohlen, die mir sofort den BH verordnet hat und es fast als Behandlungsfehler meines Chirurgen (hat sie nicht wörtlich gesagt, Ärzte sind ja mit der Kritik über andere Ärzte seeeeehr zurückhaltend) bezeichnet hat, mir nur MLD ohne Kompression zu verschreiben. Der BH hat mir m. E. sehr geholfen. Ich bin inzwischen nur noch bei einer MLD pro Woche und teste gerade, ob ich auch mit einer alle 2 Wochen auskomme. Ich habe das Ziel, bis Jahresende mit 1 MLD pro Monat auszukommen. Kürzlich war ich nochmal bei meinem Chirurgen, weil meine GYN Veränderungen im Ultraschall nicht interpretieren konnte und ich ein Brennen in der Brust hatte. Zu diesem Zeitpunkt war sie auch gerade wieder sehr dick und der BH hatte sich tief "eingeprägt". Weshalb kann ich mir nicht erklären. War am nächsten Tag schon wieder besser. Der Chirurg hat an dem Lymph-BH rumgemeckert. Er sei viel zu eng, Kompression ganz falsch. Die Bindegewebshülle um das Implantat hätte Falten gebildet . Das sei normal und kein Problem, solange die Falten beweglich seien. Bei der MLD würde das Gewebe aber hin und her geschoben und dadurch gereizt und das würde das Brennen erklären. Ich sollte die MLD reduzieren. Es gäbe auch Studien, die gegen MLD und Kompression bei Lymphödemen in der Brust sprächen. Das habe ich noch nicht recherchiert. Ich muss anmerken, dass ich Juristin bin, was er auch weiß. Er hatte vor einem halben Jahr das Lymphödem als (noch) nicht chronisch bezeichnet, die Internistin hat es damals schon als chronisch angesehen, was ich ihm auch gesagt habe.


    In der internistischen Praxis hat man mich darauf vorbereitet, dass die KV Schwierigkeiten machen könnte. Ich bin beihilfeberechtigt und privat versichert. Eingereicht habe ich die Rechnung erst bei der KV. Die Versicherung hat die entsprechende Position in meinem Antrag kommentarlos "übersehen". Daraufhin habe ich den Antrag auf Kostenerstattung erneut gestellt und warte noch. Den postoperativen Kompressions-BH mit Stuttgarter Gürtel hatte die Versicherung auch zuerst abgelehnt, dann aber erstattet, nachdem ich die Erstattung durch die Beihilfe nachweisen konnte. Auch bezüglich des Honorars für die Wächterlymphknoten-Entfernung habe ich ein halbes Jahr Schriftverkehr mit der Krankenkasse und der privatärztlichen Verrechnungsstelle über die Honorarhöhe geführt mit dem Resultat, dass die Versicherung noch ein bisschen zugegeben hat, ich aber trotzdem auf mehr als 100 Euro sitzen bleibe. Hier sehe ich allerdings die Versicherung im Recht und halte die Honorarforderung für überzogen. Aber wer will schon gegen den Arzt prozessieren, auf dessen Tisch man vielleicht nochmal zu liegen kommt. Einen zweiten Lymph-BH zum Wechseln habe ich mir übrigens inzwischen ohne Rezept gekauft. Man gönnt sich ja sonst nichts.

    Liebe Anne79,

    ich habe den Kompressions-BH nicht länger als den Stuttgarter Gürtel tragen müssen, also 12 Wochen, davon die ersten 6 Wochen auch nachts. Danach brauchte ich ihn laut Doc nicht mehr und habe ihn dann auch nicht mehr getragen, sondern anfänglich einen festen Sport-BH - fühlte mich damit irgendwie wohler - und dann alsbald meine ganz normalen BHs. Leider habe ich ein Lymph-Ödem in der Brust entwickelt und trage seit ca. 6 Monaten wieder einen Kompressions-BH, der allerdings leichter ist als die Post-Op-Kompression und ein spezielles Gewebe hat - mit kleinen Noppen auf der Innenseite -,das eine permanente Lymph-Drainage bewirken soll. Dass die Brust mehr oder weniger geschwollen ist, beeinträchtigt leider das ansonsten gute kosmetische Ergebnis. Meine "alten" BHs habe ich inzwischen alle weggegeben, weil keiner mehr richtig passte. Wenn ich den Kompressions-BH mal nicht tragen will, greife ich zu Shape-Tops und Bustiers, weil hier die Körbchen "mitwachsen".

    LG

    Lavara18

    Ich musste den Stuttgarter Gürtel 12 Wochen tragen. Die ersten 6 Wochen Tag und Nacht und die zweiten 6 Wochen nur noch tagsüber. Meine Narbe sitzt tief in der Brustfalte und kommt mit dem BH gar nicht in Berührung. Trotz der Sommerhitze (meine OP war ziemlich genau vor einem Jahr) war der Gürtel auszuhalten und hat mir ein Gefühl der Sicherheit gegeben. Als ich ihn nachts nicht mehr tragen musste, bin ich auf ein Bustier umgestiegen, weil der Unterschied zwischen dem "Zwinger" tags und der totalen Freiheit nachts einfach zu groß war. Außerdem habe ich die ganze Zeit nur auf dem Rücken gelegen, den Kopf in ein festes Nackenhörnchen geklemmt, damit ich mich nicht unbewußt auf die Seite gedreht habe. Daran hatte ich mich schnell gewöhnt. Inzwischen trage ich nachts wie vor der OP keinen BH mehr und schlafe wieder in der von mir bevorzugten Embryo-Stellung.

    LG Lavara18

    Hallo Cookie,

    bis jetzt läuft doch alles gut. Freue mich für Dich. Das Stechen hatte ich auch, kam von einer der beiden Drainagen. Glücklicherweise war es die, die als erste am 3. Tag nach OP gezogen werden konnte. Sie hatte einen Nerv angekratzt. Die andere Drainage war harmlos, konnte aber erst nach einer Woche gezogen werden. Von dem Implantat habe ich überhaupt nichts gespürt, weil die Brust ganz taub war, übrigens monatelang. Mit einem Täschchen fürs (Drainage)Fläschchen konnte ich mich aber gut durchs Krankenhaus und den Park am KH bewegen. Das habe ich auch ausgiebig getan, denn der Kreislauf muss in Schwung kommen. Außerdem bin ich jemand, der es nicht lange im Bett aushält.

    LG

    Lavara18

    Guten Abend Cookie,

    bei einer haut- und brustwarzensparenden OP könnte die Haut oder die Mammille befallen sein. Ich hatte keinen invasiven Tumor, asondern ausgedehntes DCIS, dessen Ausdehnung man mit bildgebenden Verfahren nicht erkennen kann. Sichtbar ist nur der Mikrokalk, aber der muss nicht deckungsgleich mit dem DCIS sein. Mein DCIS war viel größer als der sichtbare Mikrokalk. Wie sich in der Histologie des entnommenen Drüsengewebes gezeigt hat, war der Abstand des DCIS vom mammillären Bereich nur 1 mm. Fand ich verdammt wenig, aber der Arzt sah keinen Handlungsbedarf. Darauf vertraue ich jetzt mal und habe ein Auge auf meine Brustwarze. Bei Dir ist die Situation aber eine andere. Also mach Dir keinen Kopf und schlaf gut.

    Liebe Cookie,

    ich hatte genau vor einem Jahr rechts eine einseitige haut- und brustwarzensparende Mastektomie mit Sofortaufbau. Das Implantat liegt auf dem Muskel. Das ist das schonendste Verfahren, weil der Muskel dafür nicht vom Rippenbogen gelöst werden muss. Insofern dürfte die OP-Zeit gegenüber der Lage unter dem Muskel kürzer sein. Die OP hat so nur ca. 30 bis 45 Minuten länger gedauert als ohne Rekonstruktion. Die Wundheilung war völlig unproblematisch. Ich habe für die Durchblutung der Haut in einem Wärmeverband gesteckt und Wasser-Infusionen sowie Antibiotika-Infusionen bekommen. Ich hatte überhaupt keine Schmerzen und keine Bewegungseinschränkungen. Die Narbe liegt exakt in der Brustfalte, ist überhaupt nicht zu sehen und kommt auch nicht in Kontakt mit dem Unterbrustband der BHs, so dass nichts scheuert. Wenn ich nicht noch von der vorausgegangenen brusterhaltenden OP eine kleinere Narbe auf der Brust hätte, wären keine OP-Spuren an der Brust zu sehen. 3 Monate musste ich einen Kompressions-BH mit Stuttgarter Gürtel tragen. Im Sommer nicht wirklich ein Vergnügen, aber zu ertragen. Ich habe ein tolles Dekollete (O-Ton im Sanitätshaus: Sie können ein Dirndl tragen). Der Chirurg bezeichnete sein Ergebnis als "genial". Hinzufügen muss ich noch, dass ich sehr wenig Unterhautfettgewebe habe und er die Sorge hatte, die Haut könne reißen. Erstaunlicherweise sieht man trotz dünner Haut die Implantatränder nicht. Ich kann sie nur fühlen. Die Silikon-Brust ist ist aber im Verhältnis zur Naturbrust zu schön, denn die altersbedingte (Über-)Hängung der Brust kann das Silikon nicht vollständig abbilden. Das heißt, dass der Silikon-Busen mehr in die Breite und der Naturbusen mehr in die Länge geht. Und wenn das nicht von Anfang an so ist, muss man damit rechnen, dass es sich über die Jahre dahin entwickelt. Plaste ist halt nicht Elaste. Auch Gewichtsveränderungen führen zu Unterschieden, weil der Silikon-Busen weder ab- noch zunimmt. Der Chirurg hat mir zu einem Brustlifting links nach etwa einem Jahr, also jetzt, geraten. Das wäre keine große Sache. Ich werde es aber nicht machen lassen, weil im April in der linken Brust Mikrokalk gefunden wurde, der engmaschig kontrolliert werden muss und wer weiß wohin führt. Abgesehen davon glaube ich auch nicht, dass die (Privat)Kasse und Beihilfe die Kosten übernehmen würden, denn im BH sieht man den Unterschied nicht.


    Dass Du von Deinen Ärzten unterschiedliche Einschätzungen erhalten hast, liegt vielleicht an dem unterschiedlichen Anspruch. Der Perfektionist wird immer eher die Abweichung sehen als derjenige, der gern mal fünf gerade sein lässt. Wie ich hier an anderer Stelle schon einmal geschrieben habe, erhält man durch die Rekonstruktion nicht genau das, was man hatte. Die Frage ist, ob einem die "Einhörnigkeit" besser gefallen würde als (leicht) unterschiedliche Brüste. Ich konnte diese Frage mit einem klaren "Nein" beantworten und wenn Du das auch kannst, dann gehe es zuversichtlich an.


    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo Hexenrache,

    ich habe meine Prothese zwar eingebaut, aber meine Mutter hat 20 Jahre eine Brustprothese getragen und sie ständig rein und raus aus den BHs genommen und nie ist was passiert. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Du Fingernägel wie Rasierklingen hast. Oder ist etwas an der Prothesentasche des BHs, das die Oberfläche der Prothese verletzt haben kann? Dann wärst Du aber auch nicht verantwortlich. Ich würde auch zunächst beim Sanitätshaus vorstellig werden.

    LG Lavara18

    Hallo apfelkiwi,

    hast Du schon im Internet das Brustkrebsprojekt von Uta Melle gefunden? Sie hatte eine beidseitige Mastektomie ohne Aufbau und auch die Brustwarzen sind entfernt worden. Sie hat ein Fotoprojekt initiiert mit Leidensgenossinnen. Herausgekommen sind fantastische und auch erotische Fotos, die zeigen, dass Frau auch ohne Brüste schön sein und eine erotische Ausstrahlung haben kann. Der Fotoband ist zwar vergriffen, aber es sind etliche Fotos im Internet zu sehen. Mit dem Stichwort Uta Melle dürftest Du sie finden. Aus Amerika gibt es Videos über Frauen, die sich nach doppelseitiger Mastektomie nicht haben rekonstruieren lassen, unter dem Stichwort "Going flat".


    Hallo queenorakel70,

    was Du schon alles mitgemacht hast und noch erleidest, hat mir schier die Sprache verschlagen. Deshalb habe ich nicht gleich reagiert. Alles was mir dazu eingefallen ist, klingt irgendwie hohl. Rein funktional gedacht, ist die Frage Brust oder keine Brust wohl das kleinere Deiner Probleme. Aber so einfach lässt sich das nicht wegstecken. Ich hatte eine Kollegin mit dem Brustkrebsgen. Sie hat sich die Eierstöcke präventiv entfernen lassen, aber die Brüste lässt sie sich nur engmaschig kontrollieren. Sie hatte auch schon mehrere Biopsien, die sich jedes Mal als Fehlalarm herausgestellt haben. Ist eine Nervensache. Wenn bei der Mammo nichts gefunden wird, was ich Dir von ganzem Herzen wünsche, würde ich angesichts der Probleme aus den anderen OPs nichts überstürzen und dem Körper noch Zeit zur Erhohlung geben.

    Hallo apfelkiwi,

    Deine Gedanken zum Fremdkörper sind durchaus berechtigt. So richtig wohl fühle ich mich jetzt nach einem Jahr mit dem Silikon-Mops immer noch nicht. ich glaube aber, dass ich mich mit einer Brust und einer flachen Seite schlechter fühlen würde. Die Asymmetrie ist ein Problem für sich und das hast Du schon mal nicht. Das kannst Du positiv verbuchen.

    Ich habe heute meine Physiotherapeutin auf das Thema Brustmuskeltraining nach Mastektomie angesprochen. Sie war eher skeptisch und meinte, die Narben könnten dem entgegenstehen. Sie hatte allerdings auch noch keine Patientin mit diesem Anliegen. Mein Rat an Dich: Nicht den zweiten vor dem ersten Schritt tun. Jetzt solltest Du erst einmal alles für eine gute Wundheilung tun und die Laborergebnisse abwarten. Und wenn das alles im grünen Bereich ist, die Möglichkeiten ausloten, das Körperbild zu verbessern.

    Hallo apfelkiwi,

    zunächst einmal ein herzliches Willkommen. Ich bin 40 Jahre älter als Du und tief erschrocken, dass Du Dich in Deinem jugendlichen Alter schon an dieses Forum wenden musst. Mit doppelseitiger Mastektomie ohne Brustaufbau bist Du hier - glaube ich - eine ziemliche Exotin. Den Kompressions-BH kenne ich nur in Zusammenhang mit Rekonstruktionen. Ich hatte letztes Jahr eine einseitige haut- und nippelsparende Mastektomie mit simultaner Rekonstruktion per Implantat. Der Kompressions-BH soll u. a. das Implantat an Ort und Stelle halten. Ich musste ihn 12 Wochen tragen, 6 davon Tag und Nacht. Ich habe keine Vorstellung, wieso man ihn bei einer Mastektiomie ohne Aufbau braucht, aber das werden Dir Deine Ärzte doch erlärt haben oder? Ohne Rückkopplung mit Deinem Arzt würde ich ihn an Deiner Stelle jedenfalls nicht einfach weglassen. Ob das mit dem Antrainieren von Muskelmasse funktioniert, kann ich Dir leider auch nicht sagen. Vielleicht kann Dir diese Frage ein Physiotherapeut beantworten.

    Du schreibst einerseits, dass Du Deine "Überbleibsel" gut gelungen findest, schilderst das Bild aber andererseits als "krass". Das ist ein bisschen widersprüchlich. Ich weiß ja nicht, weshalb eine Rekonstruktion unterblieben ist. Sie muss aber nicht zeitgleich, sondern kann auch noch später durchgeführt werden. Und schließlich gibt es auch Prothesen oder Tricks wie gepaddelte A-Körbchen-BHs oder unmittelbar in die Kleidung eingenähte "Pölsterchen". Das hilft natürlich nicht gegen die "nackten Tatsachen". Ich wünsche Dir, dass sich das Gefühl der Zufriedenheit mit dem kosmetischen Ergebnis gegen die Empfindung als krass durchsetzt.

    Hallo immerwasneues,

    ich wünsche Dir, dass sich der Spuk in Deiner Brust auflöst. Bei mir wurde vor 20 Jahren ein Fibroadenom in der linken Brust bei einer Mammographie festgestellt. Ich bin seit meinem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre zur Mammo gegangen wegen familiärer Vorbelastung. Von einer Biopsie war nicht die Rede, ich sollte nach Empfehlung der Radiologin in 8 Monaten erneut zur Mammo. Meine Gyn konnte das Fibroadenom im Ultraschall nicht finden und schickte mich vorsichtshalber in ein Brustzentrum. Dort befand der Oberarzt, bei der "Verdickung" handele sich nicht einmal um ein Fibroadenom, sondern lediglich um eine Fettinsel. Er hat das überzeugend begründet. Zur empfohlenen Mammographie-Kontrolle nach 8 Monaten bin ich deshalb nicht mehr gegangen. Andere Radiologen erkannten die Verdickung nachfolgend allerdings wieder als - unproblematisches - Fibroadenom. Ich habe es gespürt, weil es sich mit dem Zyklus - solange ich ihn noch hatte - veränderte. Krebs wurde dann letztes Jahr beim Screening in der anderen Brust festgestellt, die bis dato nie Zicken gemacht hatte. Will sagen; Es gibt keine Sicherheit. Damit muss man lernen zu leben und da schließe ich mich Busenwunder an.

    Toi,toi,toi

    Lavara18

    Hallo Ihr Lieben,

    weil meine Brust bzw. das Areal unterhalb der Achsel in der Nacht von gestern auf heute wieder deutlich angeschwollen war - wie schon seit Wochen nicht mehr - und meine Gyn den Operateur noch nicht erreicht hatte, bin ich heute in die Ambulanz gefahren. War mir im Ergebnis peinlich. Viel Lärm um nichts. Das Resultat entspricht dem Bericht von Sylvie. Nicht das Implantat hat sich verformt, sondern das sich gebildete Gewebe drumherum wirft Falten, was aber normal sei, solange diese beweglich seien. Das brennende Gefühl hat der Arzt als Nebenwirkung der Lymphdrainagen bezeichnet, Bei der MLD würde das Gewebe hin- und her geschoben und das könne schon Irritationen hervorrufen, wäre aber ungefährlich und würde der MLD nicht entgegenstehen. Ich solle mit der MLD aber nicht übertreiben. Das tu ich allerdings auch nicht, gehe nur noch einmal pro Woche. Das relativ starke Anschwellen Der Brust ist wohl dem schwülen Wetter geschuldet.

    Noch einen schönen Sonntag

    Lavara18

    Hallo Angelsun,

    schon interessant, wie unterschiedlich die ärztlichen Maßgaben sind. Ich hatte nach meiner hautsparenden Mastektomie mit simultaner Rekonstruktion mittwochs bis Sonntags einen Wärmeverband um den Oberkörper. Vor der OP hatte mich eine Dame vom Sanitätshaus vermessen und den ersten von zwei Kompressions-BHs der Fa. A.. geliefert mit Stuttgarter Gürtel, der oberhalb des BHs umgeschnallt werden muss und der sicherstellen soll, dass das Implantat nicht hochrutscht. Beide Teile zusammen kosten ca. 215 Euro, wurden aber von der Beihilfe und privaten Krankenversicherung (nach 2 Anläufen) übernommen. Ich brauchte 2 Stück, denn ich musste dieses Teil 12 Wochen tragen - mit dem Gürtel -. Die ersten 6 Wochen Tag und Nacht, die zweiten 6 Wochen nur noch tagsüber. Die Sanitätshausmitarbeiterin hatte mir zunächst einen schwarzen BH gebracht, den ich im Sommer - Ende Juni - eigentlich nicht haben wollte, weil man ihn ja unter heller Kleidung sieht. Der Stuttgarter Gürtel schaut außerdem überall heraus. Also hochgeschlossen gehen. Die Sinnhaftigkeit des schwarzen BHs habe ich aber scnell erkannt: Der Oberkörper sieht aus, als hätte man in Karottensaft gebadet. Die Desinfektionslösung, mit der man eingepinselt wird, wäscht sich nur langsam ab. Zuerst bleibt viel im BH hängen und geht beim Waschen auch schwer raus. Da wäre der weiße BH ratzfatz ruiniert gewesen. Und bei dem stolzen Preis wäre das schon sehr ärgerlich. Sport war mir bis auf Spazierengehen für die 3 Monate verboten. Hatte extra in Bezug auf Tanzen nachgefragt, weil mir nicht eingeleuchtet hat, was an einem langsamen Walzer gefährlich sein könnte. Mein Operateur war wohl besonders vorsichtig. Ich habe mich daran gehalten.


    Alles Gute für Dich

    Lavara a8