Beiträge von Lavara18

    Hallo Shiba und Kajuscha ,

    ich habe wie Heideblüte nur ein Lymph-Ödem in der Brust. Ich bin beihilfeberechtigt und privatversichert. Die Erstattung von Hilfsmitteln läuft aber nicht großzügiger als bei gesetzlich Versicherten. So habe ich z. B. bei dem postoperativen Kompressions-BH nach Mastektomie und Implantat-Rekonstruktion von der Kasse erst mal eine Ablehnung kassiert, weil das Wörtchen "Kompressions-BH" nicht in den Leistungskatalogen auftaucht. Da gibt es nur Prothesen-BHs und Kompressionsstrümpfe und Bandagen. Den Lymph-BH hat mir eine Ärztin zur Vermeidung des Wörtchens "BH" als "Lymphentlastungsbandage KKL2 " (KKL2 steht für Kompressionsklasse 2) verordnet. Das ging dann anstandslos durch.

    Bei der vorausgegangenen BET-OP habe ich nicht mal eine Verordnung für einen BH bekommen, sondern nur den Hinweis, einen festen Sport-BH mitzubringen.

    Wie Heideblüte habe ich bei dem Ly ...- .. - .it die Erfahrung gemacht, dass die Passform nicht konstant ist. Leider auch die Qualität des Materials nicht. Ich habe deshalb einen ziemlich unschönen Disput mit dem Sanitätshaus gehabt und auch den Hersteller kontaktiert. Aber das bringt nichts. Und schön ist sowieso anders. Leider gibt es kaum Alternativen. Ein anderes Forumsmitglied hat mich auf einen Lymph-Massage-Prothesen-BH einer anderen Fa. hingewiesen, der fast 100 Euro billiger ist und mehr wie ein BH aussieht. Allerdings ist er deutlich leichter, entspricht sicher nicht der verordneten KKL 2 (Kompressionsklasse ist nirgendwo aufgeführt). Diesen BH habe ich mir gerade ohne Rezept zugelegt. Ich hoffe, dass er bei meinem nur noch leichten Ödem ausreicht.

    Von der Mastektomie und gleichzeitigen Rekonstruktion mittels Implantat habe auch ich eine große Narbe in der Unterbrustfalte. Auch diesbezüglich finde ich den Lymph-o-fit nicht soooo toll, denn das Unterbrustband ist doch etwas dürftig gepolstert und vor allen Dingen kann die fehlende Verstellbarkeit der Unterbrustweite im Sommer ganz schön quälen. Morgens passt der BH gut und abends ist er unerträglich, auch an der nicht operierten Seite. Deshalb trage ich zwischendurch nahtlose Shapewear Bustiers und - noch besser, allerldings wärmer - Shapewear-Tops, in die ich mir dann ein Lymph-Pad lege. Die schneide ich mir selbst nur etwas ein, damit sie sich anlegen. Die Ränder drücken sich allerdings durch. Diese Methode geht daher nicht unter körpernaher Kleidung.

    Viel Erfolg und langen Atem!

    Liebe krone ,

    ja, meine Mutter hat die empfohlene schulmedizinische Therapie gemacht: Modifiziert radikale Mastektomie (ohne Aufbau) und 5 Jahre Tamoxifen. Sie hatte damals eine alternativen Therapien gegenüber aufgeschlosssene Gynäkologin und war nach der OP auch in einer Reha-Klinik, die solche Therapien anbot. Sie hat sich selbst während der 5jährigen Tamoxifen-Behandlung Mistel-Extrakt von der Pinie gespritzt und bekam diese Therapie auch von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. War damals eine Einzelfallentscheidung der Kasse. Meine Mutter war überzeugt, dass ihr die Misteltherapie über die Nebenwirkungen von Tamoxifen hinweggeholfen und allgemein ihr Immunsysstem gestärkt hat. Sie hat jedenfalls in diesen 5 Jahren keinen einzigen Infekt gehabt. Gestorben ist sie mit fast 90 Jahren an einem Hirntumor. Den hat sie gar nicht mehr behandeln lassen.


    Ich hatte wie Deine Freundin eine skin sparing Mastektomie mit gleichzeitigem Silikon-Aufbau. Im Unterschied zu Deiner Freundin hatte ich aber nur eine Krebs-Vorstufe, noch nicht invasiv. Daher auch keine weitere Therapien. Der Erhalt der Mamille ist allerdings wegen eines sehr geringen Sicherheitsabstands von der Mamille (1 mm) ein Risiko, das den Radiologen dazu bewogen hat, mir zur Nachsorge ein MRT alle 6 Monate zu empfehlen. Das ist mir aber wegen des Kontrastmittels nicht geheuer. Wenn ein Rezidiv auftritt, will ich das Implantat und die Haut entfernen lassen. Insofern bin ich nicht so risikobereit wie Deine Freundin.


    LG

    Lavara18

    Liebe krone ,

    es muss jeder seinen eigenen Weg finden. Das kann auch ein Weg gegen die Mehrheitsmeinung sein oder eine Kombination von mehreren Ansätzen. Zurückschauen und sich fragen: hätte, könnte, wäre bringt nichts. Vielleicht sage ich Dir nichts Neues: In Heidelberg gibt es die Gesellschaft für biologische Krebsabwehr, die auch einen ärztlichen Beratungsdienst unterhält. Nähere Informationen findest Du im Internet. Meine Mutter hat neben der schulmedizinischen Therapie - Mastektomie und Antihormontherapie - ein Mistelpräparat gespritzt. Sie hat ihren Brustkrebs 20 Jahre überlebt, aber natürlich kann man nicht sagen, ob das jetzt mehr auf die Antihormontherapie oder mehr auf die Misteltherapie zurückzuführen ist. Wie Du schon schreibst, muss man selbst von der Therapie überzeugt sein und das war meine Mutter.

    Alles Gute für Deine Freundin

    Lavara18

    Liebe Kratzekatz ,

    Euer Schicksal berührt mich sehr und weckt Erinnerungen. Meine beiden Eltern hatten Krebs. Mein Vater war außerdem nahezu blind und hatte nach zwei Herzinfarkten eine große Bypass-Operation. Als meine Mutter dann noch Krebs bekam, haben wir sie überzeugen können, zu uns zu ziehen. Ich bin Einzelkind und lebte ca 400 km weit weg. Da ist das Kümmern schwierig. Ich wünsche Euch liebe Menschen in Eurer Nähe, die Euch bei der Bewältigung des Alltags unterstützen, damit ihr Eure Kräfte für Euch selbst einsetzen könnt und noch schöne gemeinsame Stunden erleben könnt.

    Alles Liebe und Gute

    Lavara18

    Hallo Jlenni ,

    ich nehme an, bei dem "Kleinsten" hat sich ein Tippfehler eingeschlichen. Mit 48 mm wäre er ja der Größte (4,8 cm). Ich hatte letzten November eine Stanzbiopsie wegen des Verdachts auf ein solches Karzinom, denn aus dem Alter für Fibroadenome bin ich mit 62 eigentlich raus. War dann aber doch eines. Den Krebs - Vorstufe - hatte ich in der anderen Brust und nie etwas gemerkt, wurde im Screening entdeckt. Das Schmerzempfinden spricht m. E. auch eher für ein Fibroadenom, weil sich diese mit dem Zyklus verändern können. Sei optimistisch! Ärgerlich ist allerdings, dass Du mehr als 3 Wochen auf den Termin für die Stanze warten musst. Da kommt ja auch noch die Zeit drauf, die der Pathologe braucht, mitunter eine ganze Woche. Versuche dich abzulenken. Meine Daumen sind natürlich auch fest gedrückt.

    LG Lavara18

    Ich habe lt. Arzt auch nur wenig Unterhautfettgewebe. Der Schnitt zur Entfernung der Drüse und Einbringung des Implantats liegt bei mir in der Brustfalte, also von der Brustwarze reichlich entfernt. Ich habe bis zur Einkleidung mit dem Kompressions-BH eine halbe Woche einen gepolsterten Wärmeverband getragen und neben Antibiotika-Infusionen auch Wasser-Infusionen bekommen, damit die Haut gut durchblutet wird. Ich musste mich 14 Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nochmals dort zur Kontrolle vorstellen. Mag daran liegen, dass ich Privatpatientin bin und der Chefarzt jeden Termin abrechnen kann. Aber ich denke, Du könntest auch im Brustzentrum mal vorstellig werden oder bei Deinem Gynäkologen, der die Nachsorge macht. Zu meiner Gyn bin ich auch gleich hin um die Nachsorgetermine zu machen und da hat sie sich die Brust - rein aus fachlicher Neugier - gleich angucken wollen. ich würde an Deiner Stelle einen Arzt draufschauen lassen. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

    Hallo Sally11 ,


    ich bin auf Anraten meiner Gyn mit 56 (vier Jahre vor BK) zur Darmspiegelung gegangen. Die im Rahmen der Krebsvorsorge ausgegebenen Briefchen für Stuhlproben sind unzuverlässig. Könnte man laut meiner Gyn sein lassen. Etwas besser sind die immunologischen (?) Tests, bei denen man drei Proben in ein Röhrchen mit Flüssigkeit geben muss. Das hatte ich schon jahrelang gemacht. Darmspiegelung wird m. W. jedem ab 55 alle 8 - 10 Jahre empfohlen. Von der Untersuchung - mit leichtem Narkoseschlaf - habe ich nichts gespürt, nur das Abführen vorher fand ich unangenehm.

    Mein Rat: Mach es.

    LG Lavara18

    Hallo driver4000 ,

    bei uns werden kritische Screening-Ergebnisse im Screening-Zentrum selbst besprochen. Dort wird erforderlichenfalls auch eine Biopsie gemacht, in meinem Fall noch am selben Tag, aber das lag nur daran, dass ich meinen Termin um 8 Uhr hatte und gerade kein anderer Fall zur Biopsie anstand. Ich hätte das auch verschieben können. In der Nachsorge musste letztes Jahr bei mir wegen eines Tumorverdachts in der anderen Brust nach Mammographie und MRT eine Biopsie gemacht werden. Diese hat der Chefarzt gemacht, der mich rechts operiert hat, 14 Tage später gemacht. Das erste Terminangebot der Sekretärin war noch zwei Wochen später, genau auf meinem Geburtstag. Da hat sie sich erweichen lassen, mich vorher zwischen zwei andere Termine zu schieben. Der Zeitablauf scheint also keine Rolle zu spielen.

    Wie Geli schon geschrieben hat, würde ich als Patientin keinen Telefonterror veranstalten. Wenn erforderlich, hat immer meine Gyn angerufen. Sie weiß besser als ich, wann sie den Arzt erreichen kannund kann eher als ich die richtigen Fragen stellen und die Antworten einordnen. Mit Drängeleien am Telefon macht man sich m. E. nur unbeliebt. Wenn es mal länger dauert, muss das auch gar nicht an einem schlimmen Befund liegen, sondern hat meist mit erhöhtem Arbeitsanfall und/oder Personalausfällen zu tun. Keine von uns ist die Einzige in dieser Mühle, alle anderen haben dieselben Ängste.

    Hallo driver4000 ,


    Deine Ärzte sind wirklich keine Vorbilder in Sachen Empathie. Das gilt auch für Deine Gynäkologin. Sie könnte doch einfach mal zum Telefonhörer greifen und den Radiologen befragen, wenn sich ihre Einschätzung mit der des Radiologen nicht deckt. Ich habe mit Radiologen unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die einen erklären dem Patienten ihren Befund, die anderen überlassen das dem behandelnden Arzt. Und wenn meine Gyn eine Frage dazu hatte, hat sie die telefonisch geklärt. Ein Ultraschall kann auch unauffällig sein, wenn eine Mammographie einen Verdacht zeigt und umgekehrt. Wo ist die Mammo denn gemacht worden? Im Screening? Dann hätten - jedenfalls bei uns - vier Ärzte drauf geguckt. Und wenn die Mammo auffällig war, müsste der Radiologe eigentlich eine Empfehlung für das weitere Vorgehen gemacht haben. Das kann auch nur eine engmaschige Beobachtung sein, d. h. Kontrollaufnahme in einem halben Jahr. Auch das müsste Dir dann deine Gyn gesagt haben. Ich verlange mir übrigens immer eine Kopie der Befunde, die mir auch bisher noch kein Arzt verweigert hat. ES sind schließlich Deine Daten. Nur Mut!


    LG Lavara18

    Liebe @Der Knuppimussweg,

    bei mir hat das Sanitätshaus (befindet sich praktischerweise im Krankenhaus) zwar gemessen, aber angelegt hat mir den BH der Arzt, der mich operiert hat und der hat den Sitz kontrolliert und mich auch später mal darauf hingewiesen, dass ich den Stuttgarter Gürtel zu tief gelegt hatte (weil er unter der Achsel kniff). Blöd, wenn niemandem aufgefallen ist, dass das Körbchen von unten nicht genug gestützt hat. Das hätte man doch vielleicht durch eine Einlage ausgleichen können. Ich würde das Problem mit dem Operateur besprechen, denn nur der kann auch etwas zu der Möglichkeit einer operativen Korrektur sagen. Ich meine aber, dass es normal ist, dass das Implantat nur oben Verbindung mit dem Brustmuskel hat, denn der Brustmuskel reicht doch gar nicht so weit nach unten oder sehe ich das falsch? Ich habe meines auf dem Brustmuskel. Ich meine mich zu erinnern, dass mir mein Chirurg bei der Erörterung, ob die Lage unter dem Brustmuskel nicht besser wäre für eine Vermeidung der Kaspelfibrose, erklärt hat, dass auch bei Verlegung unter dem Brustmuskel das Implantat nur zu einem Drittel vom Brustmuskel bedeckt wäre.

    Hallo DerKnuppimussweg ,

    wie sieht das "halbe" Einwachsen denn aus? Ich kann mir das nicht vorstellen. Ist das Implantat verrutscht? Hat der Arzt es im Ultraschall festgestellt? Dann müsste er doch was dazu sagen können. Was hat denn an dem Kompressions-BH nicht gepasst? Hast Du keinen Stuttgarter Gürtel getragen? Der sorgt dafür, dass die noch nicht eingewachsenen Implis nicht hochrutschen. Ich musste ihn 12 Wochen getragen, die ersten 6 Wochen Tag und Nacht, die zweiten 6 Wochen nur noch nachts. Die ganze Zeit habe ich nur auf dem Rücken und ca. 45 % erhöht gelegen. Stelle mir eine Maßanfertigung schwierig vor, solange sich die Brust noch verändern kann. Meine hat sich in der Weise geändert, dass ein Lymphödem entstanden ist. Dadurch bekam ich Probleme mit meinen normalen BHs und dachte auch an eine Maßanfertigung. Da sich das Ödem aber ständig verändert, habe ich die Idee verworfen. Ich trage jetzt spezielle BHs, die ich mal als einen Tick zu klein und mal als einen Tick zu groß empfinde. Aber Hand aufs Herz: Auch in gesunden Zeiten war es nicht einfach, einen gut sitzenden BH zu finden.

    Hoffentlich findest Du eine Lösung für Dein Problem

    LG Lavara18

    Hallo Uli,

    ich habe das Implantat auf dem Brustmuskel. Ich hatte gelesen, dass das Risiko der Kapselfibrose geringer ist bei unter den Brustmuskel gelegten Implantaten, aber mein Chirurg hat mir davon abgeraten. Ich habe auch wenig Unterhautfettgewebe und das Implantat hat sich nach einem Jahr an der Brustinnenseite etwas "eingefaltet". Sieht man aber nur im Liegen. Von der Form her ist die Brust sehr schön. Von oben betrachtet, passt sie auch super zur eigenen. Der Blick in den Spiegel offenbart nackt den Unterschied: Die Silikonbrust senkt sich nicht so weit wie der Naturbusen. Ich bin aber auch über 60. Man könnte den Naturbusen mit einem Brustlifting auf das Niveau des Silikonbusens heben. Das bekäme ich aber wohl nicht bezahlt, weil es nur das Tüpfelchen auf dem i wäre. Außerdem sind beide Brüste als BIRADS 3 eingestuft, d.h. mit Veränderungen behaftet, die ein Malignitätsrisiko von 2% haben. Wenn sich das realisiert, erledigt sich das Brustlifting. Ich neige zum Pessimismus. Die Silikonbrust ist auch fester als die eigene. Ich habe allerdings auch die festeste Kategorie. Es gibt weichere Implantate. Darüber hat mein Chirurg vorher nicht mit mir gesprochen. Er verwendet wohl immer die festeren wegen der höheren Formbeständigkeit.

    LG

    Lavara18

    Liebe Poesie,

    der Lymph-BH kann auch mit Epithese getragen werden. Man kann ihn mit Taschen bekommen, die aus demselben Noppengewebe genäht sind, wie der Rest. Die Noppenseite liegt dann auf der Haut. Bei den anderen Prothesen-BHs legst Du die Lymph-Pads wie ich unmittelbar auf die Haut, also unter die Tasche mit Prothese.


    Liebe Krümelmotte,

    das tut mir sehr leid für Dich. Leider ist ein Lymph-Ödem eine Verurteilung zu lebenslänglich. Man kann es nur in Schach halten, etwas bessern, aber weg bekommt man es nicht mehr. Und zusätzlich zur Lymphdrainage ist die Kompression erforderlich. Sie ist sogar noch wichtiger als die MLD (so meine Therapeutin). Ich bin nach dieser Diagnose (zum Glück bisher nur mit der Brust betroffen) in den Verein "Lymphselbsthilfe e. V" eingetreten. Der hat auch eine Selbsthilfegruppe in Augsburg. Vielleicht schaust Du mal auf der Internetseite nach. Da gibt es regelmäßige Treffen.


    Trotzdem ein schönes Wochenende (für Lymphies ideal, weil schön kühl)

    Lavara18

    Hallo Luposympatica,

    herzlich Willkommen in diesem Forum. Du bist ja wirklich schon genug gebeutelt. Das Schalentier hätte wahrhaftig an Dir vorbeikrabbeln dürfen. Es ist schwierig, sich vorzubereiten (auf was?), solange man den Feind noch kaum kennt. Zum Thema Immuntherapie (Interferon) gibt es eine Seite beim Krebsinformationsdienst. Brustkrebs wird darauf als Anwendungsfall meiner Erinnerung nach nicht erwähnt. In vielen Fällen erspart eine Mastektomie wenigstens die Strahlentherapie (so bei meiner Mutter und auch bei mir).


    Informationen über alternative Behandlungsmethoden kannst Du von der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr in Heidelberg erhalten. Die veranstaltet übrigens am 18./19. Mai in Heidelberg einen Arzt-Patienten-Kongress. Ich selbst habe keine Erfahrungen mit alternativen Heilverfahren. Meine Mutter hat 5 Jahre Misteltherapie gemacht, allerdings nicht statt der schulmedizinischen Behandlung, sondern ergänzend dazu. Nach ihrer Überzeugung hat die Misteltherapie die Nebenwirkungen der Behandlung mit Tamoxifen reduziert. Das wäre vielleicht auch ein Weg.


    Vielleicht hast Du aber auch Glück und der Tumor ist doch nicht bösartig. Ging mir letzten Herbst so. Ich drücke Dir beide Daumen.


    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo Ticino,

    das MRT hat zwar keine Strahlenbelastung, aber es muss bei der Brust mit einem Kontrastmittel gemacht werden. Das soll zwar nach derzeitigem Kenntnisstand ungefährlich sein, lagert sich aber im Gehirn ab. Ich bin mit beiden Brüsten in BIRADS 3 eingestuft und die Empfehlung der Radiologie lautet: "Gesunde" Brust halbjährlich Mammografie, rekonstruierte Brust halbjährlich MRT. Wenn ich das hochrechne, wird mir schwindelig. Nächsten Montag lasse ich erst mal wieder die Mammo machen und warte das Ergebnis ab. Möglicherweise ergibt sich dann schon daraus die Notwendigkeit eines MRT (erfasst immer beide Brüste, erspart mir aber die Mammo nicht, weil im MRT der Kalk nicht sichtbar ist). So war es vor einem halben Jahr. Im Mai bin ich bei einem neuen auf Brustkrebs spezialisierten Gyn, weil meine bisherige Gyn ihre Praxis aufgegeben hat. Den werde ich dann nochmal bzgl. MRT interviewen.

    LG Lavara18

    Liebe jane...way,

    leider ist DCIS eine black box, auch für den Arzt. Das hatte ich mir vor der OP nicht klar gemacht, war mir so auch nicht gesagt worden. Ich hatte außerdem zu der Zeit viel um die Ohren, weil gerade meine Mutter gestorben war. Deshalb hatte ich auch das Forum hier noch gar nicht entdeckt. So war ich der festen Überzeugung, dass es mit der OP erledigt wäre. Das war vielleicht naiv, aber gut für meine Nerven. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass eine OP reicht. War bei meiner Freundin so. Wissen wirst Du es wahrscheinlich erst eine Woche danach. Die Histologie dauert leider in der Regel so lange. Während der OP werden nur Schnellschnitte gemacht. Die waren bei mir alle sauber, sonst hätte der Chirurg ja gleich weiter geschnibbelt. Meine Schnittränder nach der Mastektomie waren sauber, allerdings zum mamillären Bereich nur 1 mm Abstand. Trotzdem war die Meinung der Tumorkonferenz, dass keinerlei Folgebehandlung mehr nötig sei. Wenn sich in der Brust kein Lymphödem entwickelt hätte, ginge es mir gold, so halt "nur" silber. Aber wenn es so bleibt, kann ich mich glücklich schätzen.

    Toi,toi,toi

    Lavara18

    Hallo jane...way, hallo nani,

    ich habe meine Brust im Sommer 2017 auch durch ein DCIS high grade verloren. Die erste brusterhaltende OP war leider nicht ausreichend. Diese OP war ein Klacks und durch die Verschiebeplastik war die Brust so schön geformt wie vor der OP. Das Fehlen von 4 x 7 cm hat man gar nicht gemerkt. Ich war 2 Tage und Nächte im Krankenhaus, weil der Chefarzt erst entlässt, wenn die Drainage nicht mehr fördert. In anderen Krankenhäusern wird man mit Drainage entlassen. Eine Freundin ist in einem anderen Krankenhaus noch am OP-Tag entlassen worden, obwohl sie herzkrank ist. Vor dieser OP brauchst Du wirklich keine Angst zu haben. Ich habe auch keinen speziellen BH gebraucht, sollte aber einen festen Sport-BH anziehen. Mein Rat: Nimm Dir einen schwarzen BH und dunkelfarbige Kleidung mit, denn die orangefarbene Desinfektionslösung geht nur nach mehrmaligem Waschen ab und versaut einem alle Wäsche. Leider waren an allen 4 Resektionsrändern noch Krebszellen und dann hat man mir zur Matektomie geraten, was sich als richtig herausgestellt hat, denn das DCIS zog sich strahlenförmig durch alle Milchgänge. Diese Möglichkeit hatte ich nicht auf dem Schirm gehabt und die Eröffnung "Sie werden nicht daran sterben, aber die Brust muss weg" hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich habe nächtelang geheult. Ablenken war nicht, denn ich musste ja die Entscheidung treffen: Aufbau oder nicht. Ich wünsche Dir, dass Dir das erspart bleibt.

    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo Annabanana,

    ich meinte damit, dass das Lymphsystem in der Brust durch die 2 Schnitte zweimal geschädigt/unterbrochen wurde. Wäre gleich die Mastektkomie gemacht worden oder hätte die brusterhaltende OP ausgereicht, hätte ich nur eine Durchtrennung gehabt und möglicherweise kein Lymphödem in der Brust. Ich hatte den Arzt gefragt, ob er nicht den ersten Schnitt wieder öffnen könne (dachte dabei aber gar nicht an die Lymphproblematik, von der hatte ich damals keine Ahnung), aber der Schnitt wäre für die Einbringung des Implantats zu klein gewesen und der Arzt meinte außerdem, er würde so gut verheilte Schnitte ungern noch mal wieder öffnen.