Beiträge von Lavara18

    Meine Mutter konnte mich nicht stillen. Also bin ich mit Kuhmilch großgezogen worden. Nach Auffassung der Heidelberger Forscher ist damit das Kind längst in den Brunnen gefallen. Ich habe zwar später Milch nie als Getränk konsumiert, aber gern und viel Käse (Hartkäse) gegessen, auch wegen des Kalziumgehalts. Vielleichst ist deshalb meine Knochendichte überdurchschnittlich. War bei meiner Mutter trotz Tamoxifen-Behandlung auch so. Ein fast 90jähriges Leben ohne einen einzigen Knochenbruch trotz vieler Stürze infolge ihrer Sehbehinderung. Ich habe meinen Käsekonsum jetzt reduziert und meinen morgendlichen Haferbrei koche ich mit Hafer- oder Mandelmilch mit Calcium-Zusatz. Fleisch esse ich wenig (aber alle Sorten, denn jede hat ihre Vor- und Nachteile), dafür mehr Fisch (Kaltwasserfische) als früher, wegen der Omega 3 Fettsäuren. Die pflanzlichen Omega 3-Fettsäuren (z. B. im Leinöl) sollen nämlich nicht so gut verwertbar sein.

    Hallo Momolo ,

    nicht alles was man im MRT sieht, ist bösartig. Ich hatte letztes Jahr ein MRT nach der halbjährlichen Mammografie-Kontrolle meiner (noch) gesunden Brust. Das Resultat war wie bei Dir BIRADS 4. Die "Raumforderung" sah aus wie ein Fibroadenom. Wegen meines Alters - 62 - erschien dem Radiologen aber ein muzinöses Karzinom wahrscheinlicher, daher die Einstufung in BIRADS 4. Es wurde eine Ultraschall-Stanzbiopsie gemacht und die ergab dann doch ein Fibroadenom. Jetzt bin ich wieder zurückgestuft in BIRADS 3.


    Eine Vakuumbiopsie hatte ich 2017 in der rechten - später entfernten und rekonstruierten - Brust. Bei mir war sie Mammographie-gestützt, weil der verdächtige Kalk nur in der Mammo gesehen wird, nicht im MRT. Ich nehme an, bei Dir wird sie mit MRT gemacht. Das Unangenehmste bei der Vakuumbiopsie war die Lagerung. Ich lag wie im MRT auf dem Bauch, musste aber den Kopf nach links drehen im Winkel von 90 Grad, damit die Brust so weit wie möglich durch die Öffnung im Tisch hängt. Kein Vergnügen, wenn man Nackenprobleme hat. Dann bekommt man eine Spritze in die Brust. Nach dem Piekser habe ich nichts mehr gespürt, nur gehört. Das Gerät macht beim Absaugen Geräusche. Nach dem Absaugen wurde ein Titanchip an die betr. Stelle "geschossen", damit der Chirurg erforderlichenfalls später erkennen kann, wo er schneiden muss. Kommt es nicht zur OP, bleibt der Titanchip drin, soll unproblematisch sein. Danach bekam ich ein Pflaster und einen Druckverband, damit kein Hämatom entsteht. Den sollte ich den ganzen Tag umbehalten. Er ist mir aber nur wenige Stunden später schon auf die Taille abgerutscht. Ein Hämatom ist außen sichtbar trotzdem nicht entstanden, nur ein kleines in der Brust. Das ist aber wohl immer der Fall und nicht zu spüren. Das Pflaster konnte ich am nächsten Tag entfernen. Schmerzen hatte ich keine. Mit allem Drum und Dran einschließlich der Mammografien davor und danach hat die Prozedur ca. 1 Stunde gedauert. Daran hat aber einen gewissen Anteil der Umstand, dass eine neue MTA eingearbeitet wurde und jeder Handgriff zweimal gemacht wurde. Drei Tage später lag die Histologie vor und es war leider Krebs, aber erst im Anfangsstadium.


    Mach Dich nicht verrückt. Ich hatte ein Kollegin, die auch genetisch belastet ist und schon fast ein halbes Dutzend Biopsien hatte. Zum Glück immer Fehlalarm.


    Wünsche Dir "ohne Befund" und einen schönen Urlaub.

    Lavara18

    Momolo

    Guten Morgen pegesa ,

    ich hätte als Alternative - dann aber ohne meinen Mann - ein Frauenfitnessstudio gehabt. Da trainieren auch nicht die Schönheiten, sondern die Problemzonen. Die größeren Studios bieten auch alle möglichen Kurse an. Das gibt es in unserem leider nicht, außer Yoga mit und auf dem Stuhl. Aber Yoga macht mich kribbelig. Wenn ich mich entspannen soll, fängt es überall an zu jucken. Ich entspanne mich im Garten - gehe jetzt gleich vor der großen Hitze noch schnell Beeren für Marmelade pflücken - und mit Handarbeiten.

    Noch ein Tipp: Schwimmen. Habe ich 2 Jahre lang wegen Schulterproblemen 2 mal in der Woche gemacht und den Orthopäden, der meinte, ohne OP würden meine Schultern versteifen, Lügen gestraft. Beim Schwimmen werden alle Muskelgruppen trainiert. Leider schwimmt mein Mann nicht.

    Einen schönen Sonntag

    Lavara18

    Hallo pegesa ,

    bei den Fitness-Studios gibt es große Qualitätsunterschiede in puncto Anleitung. Wir haben das Glück, dass 10 Minuten fußläufig von uns ein kleines Spezialstudio für die Generation 60+ ist. Da trainieren auch Achtzigjährige nach Hüftoperationen. Der Leiter ist Sportwissenschaftler und auch selbst anwesend. Es sind auch etwas andere Geräte. Meine Freundin - allerdings andere Krebsart - bekommt schon mehrere Jahre Rehasport verordnet. Das sind Kurse unter Anleitung. Bieten fast alle Studios an oder auch größere physiotherapeutische Praxen. Teilnahme als Selbstzahler geht auch, macht ihr Mann.

    Hallo pegesa , Tiscali ,

    natürlich kann man auch zu Hause allein Tanzen, aber das macht nicht so viel Spaß. Mein Mann und ich tanzen seit einigen Jahren in einem Tanzkreis für Ältere in einer Tanzschule. Der Älteste ist 80, die Jüngste 2. Hälfte 50. Jeder hat seine Handicaps. Keiner strebt Medaillen an. Alles ganz locker. Unsere Tanzlehrerin - die Seniorschefin - ist übrigens 83. Nichts lenkt mich so gut ab wie Tanzen. Ich kann es wirklich empfehlen.

    Wenn man schon zu den älteren Semestern gehört und keinen Paartanz machen will oder mangels Partner nicht kann, ist Agilando eine feine Sache. Da werden mit älteren Menschen (Ü 50) Partytänze einstudiert. Jeder tanzt für sich, aber in Formation mit der Gruppe. Weil man sich die Choreographie merken muss, trainiert das gleichzeitig die grauen Zellen. Man kann sich ja nicht vom Partner führen lassen. Viele Tanzschulen bieten das an.

    Seit meiner Erkrankung (glücklicherweise nur 2 OPs) mache ich auch zweimal die Woche Krafttraining in einem Senioren-Fitness-Studio zusammen mit meinem Mann. Wir waren beide unser ganzes Leben lang herzlich unsportlich, hatten keinen "Druck" durch z. B. Übergewicht oder Rückenprobleme und haben die Jogger belächelt. Jetzt motivieren wir uns gegenseitig und haben Spaß und die Hoffnung, dadurch Rezidiven vorzubeugen.

    Liebe Tiscali,

    ich fühle mich angesprochen durch Dein "Rotweingeständnis". Das war auch meine Sünde, gehört zum "Saarvoir vivre". Mäßig, aber regelmäßig. Wurde ja auch schon mal als "gesund" deklariert. Und familiär vorbelastet mit Diabetes bin ich auch. Wegen einer Hepatitis B Infektion ist er auch ausgebrochen, allerdings moderat. Seitdem, d. h. seit ca. 10 Jahren, trinke ich keinen Tropfen Alkohol mehr und vermisse nichts. Meine Mutter hat ihr ganzes Leben keinen Alkohol getrunken und doch Brustkrebs bekommen. Du machst es ganz richtig. Der Blick zurück bringt nichts.

    Alles Gute für die Therapie

    Lavara18

    Hallo@Elli_Pirelli,


    Mikrokalk ist nicht immer eine Krebsvorstufe, aber ein Grund für eine engmaschige Überwachung. Bei mir wurde im Screening 2015 rechts zum ersten Mal Mikrokalk mit unverdächtiger Struktur festgestellt. Bei der Kontrollmammo ein halbes Jahr später war er nicht mehr zu sehen. Bei der Mammographie zwei Jahre später war auf einmal ganz viel Kalk da mit verdächtigen Strukturen. Eine Vakuumbiopsie ergab ein duktales Carcinoma in situ - Krebsvorstufe - Grad 3. Mir wurden 7 x 4 cm entfernt, was man Dank einer sog. Verschiebeplastik nicht sah. Die Brust behielt ihre Form, war lediglich einen Tick kleiner, aber nicht ausgleichsbedürftig. Die kosmetischen Ergebnisse sind heute viel besser als früher. Da muss Du Dir wirklich keine Sorgen machen. Leider war mein DCIS erheblich größer als der Kalk und die Brustdrüse musste in einer 2. OP subkutan ganz entfernt werden und die Brust wurde in derselben OP mit Silikon wieder aufgebaut. 2018 wurde Microkalk in der linken Brust festgestellt, der alle halbe Jahr mit Mammographie kontrolliert wird. Bis jetzt ist die Struktur mit einer Wahrscheinlichkeit von 98% gutartig. Mit dem Restrisiko von 2 % Bösartigkeit lebe ich. Muss ich auch in Bezug auf die operierte Brust, denn wegen des Erhalts der Brustwarze besteht ein wenn auch sehr geringes Risiko, dass sich dort ein Rezidiv bildet. Der Radiologe hat mir deshalb alle halbe Jahre ein MRT empfohlen. Wegen der Kontrastmittelproblematik lasse ich das aber so oft nicht machen. Ich denke auch, dass es einen Unterschied macht, ob man "nur" ein DCIS hat (aus dem sich nicht in jedem Fall ein invasiver Tumor entwickelt) oder einen invasiven Tumor + DCIS. DenTumor entfernen, aber das DCIS drin lassen, würde ich nicht wollen. Aber das ist ja nicht Deine Situation. Schlussendlich ist es eine ganz individuelle Entscheidung, mit wieviel Unsicherheit Frau umgehen und gut leben kann.


    Alle Gute für Dich

    Lavara18

    Liebe @Der Knuppimussweg,

    ich freue mich sehr, dass Du eine Lösung für das BH-Problem gefunden hast. Ich habe leider auch Ignoranz und Arroganz seitens eines Sanitätshauses und einer Herstellerfirma erfahren dürfen. Die haben m. E. zu wenig Konkurrenz und deshalb lässt die Kundenorientierung manchmal zu wünschen übrig. Glücklicherweise hatte das bei mir nicht solche Auswirkungen wie bei Dir-, denn der Sitz des Kompressions-Bhs nach der OP wurde vom Operateur selbst kontrolliert.

    Alles Gute weiterhin

    Lavara18

    Hallo alle miteinander,

    ich brauchte außer der Mastektomie keine Therapie, deshalb kann ich hier eigentlich nicht mitreden oder vielleicht auch gerade: Mich irritiert der missionarische Eifer, der hier durch einige Beiträge durchscheint. Wenn sich jemand gegen die Schulmedizin entscheidet und das mit dem Therapieverzicht einhergehende Risiko einer Lebenszeitverkürzung in Kauf nimmt, z. B. weil er sich von alternativen Therapien für die Restlebenszeit eine höhere Lebensqualität verspricht, ist das für mich absolut in Ordnung und verdient Respekt und keine "Bekehrung". Genauso wenig kann aber der oder die Betreffende erwarten, dass er durch diejenigen, die einen anderen Weg gegangen sind, in seiner Einstellung/Entscheidung bestätigt wird. Auch deren Entscheidung verdient Respekt und bedarf keiner Rechtfertigung. Die Diskussionen sind weitgehend müßig.

    Genießt das Wochenende so gut Ihr könnt!

    Lavara18

    Hallo Shiba und Kajuscha ,

    ich habe wie Heideblüte nur ein Lymph-Ödem in der Brust. Ich bin beihilfeberechtigt und privatversichert. Die Erstattung von Hilfsmitteln läuft aber nicht großzügiger als bei gesetzlich Versicherten. So habe ich z. B. bei dem postoperativen Kompressions-BH nach Mastektomie und Implantat-Rekonstruktion von der Kasse erst mal eine Ablehnung kassiert, weil das Wörtchen "Kompressions-BH" nicht in den Leistungskatalogen auftaucht. Da gibt es nur Prothesen-BHs und Kompressionsstrümpfe und Bandagen. Den Lymph-BH hat mir eine Ärztin zur Vermeidung des Wörtchens "BH" als "Lymphentlastungsbandage KKL2 " (KKL2 steht für Kompressionsklasse 2) verordnet. Das ging dann anstandslos durch.

    Bei der vorausgegangenen BET-OP habe ich nicht mal eine Verordnung für einen BH bekommen, sondern nur den Hinweis, einen festen Sport-BH mitzubringen.

    Wie Heideblüte habe ich bei dem Ly ...- .. - .it die Erfahrung gemacht, dass die Passform nicht konstant ist. Leider auch die Qualität des Materials nicht. Ich habe deshalb einen ziemlich unschönen Disput mit dem Sanitätshaus gehabt und auch den Hersteller kontaktiert. Aber das bringt nichts. Und schön ist sowieso anders. Leider gibt es kaum Alternativen. Ein anderes Forumsmitglied hat mich auf einen Lymph-Massage-Prothesen-BH einer anderen Fa. hingewiesen, der fast 100 Euro billiger ist und mehr wie ein BH aussieht. Allerdings ist er deutlich leichter, entspricht sicher nicht der verordneten KKL 2 (Kompressionsklasse ist nirgendwo aufgeführt). Diesen BH habe ich mir gerade ohne Rezept zugelegt. Ich hoffe, dass er bei meinem nur noch leichten Ödem ausreicht.

    Von der Mastektomie und gleichzeitigen Rekonstruktion mittels Implantat habe auch ich eine große Narbe in der Unterbrustfalte. Auch diesbezüglich finde ich den Lymph-o-fit nicht soooo toll, denn das Unterbrustband ist doch etwas dürftig gepolstert und vor allen Dingen kann die fehlende Verstellbarkeit der Unterbrustweite im Sommer ganz schön quälen. Morgens passt der BH gut und abends ist er unerträglich, auch an der nicht operierten Seite. Deshalb trage ich zwischendurch nahtlose Shapewear Bustiers und - noch besser, allerldings wärmer - Shapewear-Tops, in die ich mir dann ein Lymph-Pad lege. Die schneide ich mir selbst nur etwas ein, damit sie sich anlegen. Die Ränder drücken sich allerdings durch. Diese Methode geht daher nicht unter körpernaher Kleidung.

    Viel Erfolg und langen Atem!

    Liebe krone ,

    ja, meine Mutter hat die empfohlene schulmedizinische Therapie gemacht: Modifiziert radikale Mastektomie (ohne Aufbau) und 5 Jahre Tamoxifen. Sie hatte damals eine alternativen Therapien gegenüber aufgeschlosssene Gynäkologin und war nach der OP auch in einer Reha-Klinik, die solche Therapien anbot. Sie hat sich selbst während der 5jährigen Tamoxifen-Behandlung Mistel-Extrakt von der Pinie gespritzt und bekam diese Therapie auch von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. War damals eine Einzelfallentscheidung der Kasse. Meine Mutter war überzeugt, dass ihr die Misteltherapie über die Nebenwirkungen von Tamoxifen hinweggeholfen und allgemein ihr Immunsysstem gestärkt hat. Sie hat jedenfalls in diesen 5 Jahren keinen einzigen Infekt gehabt. Gestorben ist sie mit fast 90 Jahren an einem Hirntumor. Den hat sie gar nicht mehr behandeln lassen.


    Ich hatte wie Deine Freundin eine skin sparing Mastektomie mit gleichzeitigem Silikon-Aufbau. Im Unterschied zu Deiner Freundin hatte ich aber nur eine Krebs-Vorstufe, noch nicht invasiv. Daher auch keine weitere Therapien. Der Erhalt der Mamille ist allerdings wegen eines sehr geringen Sicherheitsabstands von der Mamille (1 mm) ein Risiko, das den Radiologen dazu bewogen hat, mir zur Nachsorge ein MRT alle 6 Monate zu empfehlen. Das ist mir aber wegen des Kontrastmittels nicht geheuer. Wenn ein Rezidiv auftritt, will ich das Implantat und die Haut entfernen lassen. Insofern bin ich nicht so risikobereit wie Deine Freundin.


    LG

    Lavara18

    Liebe krone ,

    es muss jeder seinen eigenen Weg finden. Das kann auch ein Weg gegen die Mehrheitsmeinung sein oder eine Kombination von mehreren Ansätzen. Zurückschauen und sich fragen: hätte, könnte, wäre bringt nichts. Vielleicht sage ich Dir nichts Neues: In Heidelberg gibt es die Gesellschaft für biologische Krebsabwehr, die auch einen ärztlichen Beratungsdienst unterhält. Nähere Informationen findest Du im Internet. Meine Mutter hat neben der schulmedizinischen Therapie - Mastektomie und Antihormontherapie - ein Mistelpräparat gespritzt. Sie hat ihren Brustkrebs 20 Jahre überlebt, aber natürlich kann man nicht sagen, ob das jetzt mehr auf die Antihormontherapie oder mehr auf die Misteltherapie zurückzuführen ist. Wie Du schon schreibst, muss man selbst von der Therapie überzeugt sein und das war meine Mutter.

    Alles Gute für Deine Freundin

    Lavara18

    Liebe Kratzekatz ,

    Euer Schicksal berührt mich sehr und weckt Erinnerungen. Meine beiden Eltern hatten Krebs. Mein Vater war außerdem nahezu blind und hatte nach zwei Herzinfarkten eine große Bypass-Operation. Als meine Mutter dann noch Krebs bekam, haben wir sie überzeugen können, zu uns zu ziehen. Ich bin Einzelkind und lebte ca 400 km weit weg. Da ist das Kümmern schwierig. Ich wünsche Euch liebe Menschen in Eurer Nähe, die Euch bei der Bewältigung des Alltags unterstützen, damit ihr Eure Kräfte für Euch selbst einsetzen könnt und noch schöne gemeinsame Stunden erleben könnt.

    Alles Liebe und Gute

    Lavara18

    Hallo Jlenni ,

    ich nehme an, bei dem "Kleinsten" hat sich ein Tippfehler eingeschlichen. Mit 48 mm wäre er ja der Größte (4,8 cm). Ich hatte letzten November eine Stanzbiopsie wegen des Verdachts auf ein solches Karzinom, denn aus dem Alter für Fibroadenome bin ich mit 62 eigentlich raus. War dann aber doch eines. Den Krebs - Vorstufe - hatte ich in der anderen Brust und nie etwas gemerkt, wurde im Screening entdeckt. Das Schmerzempfinden spricht m. E. auch eher für ein Fibroadenom, weil sich diese mit dem Zyklus verändern können. Sei optimistisch! Ärgerlich ist allerdings, dass Du mehr als 3 Wochen auf den Termin für die Stanze warten musst. Da kommt ja auch noch die Zeit drauf, die der Pathologe braucht, mitunter eine ganze Woche. Versuche dich abzulenken. Meine Daumen sind natürlich auch fest gedrückt.

    LG Lavara18

    Ich habe lt. Arzt auch nur wenig Unterhautfettgewebe. Der Schnitt zur Entfernung der Drüse und Einbringung des Implantats liegt bei mir in der Brustfalte, also von der Brustwarze reichlich entfernt. Ich habe bis zur Einkleidung mit dem Kompressions-BH eine halbe Woche einen gepolsterten Wärmeverband getragen und neben Antibiotika-Infusionen auch Wasser-Infusionen bekommen, damit die Haut gut durchblutet wird. Ich musste mich 14 Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nochmals dort zur Kontrolle vorstellen. Mag daran liegen, dass ich Privatpatientin bin und der Chefarzt jeden Termin abrechnen kann. Aber ich denke, Du könntest auch im Brustzentrum mal vorstellig werden oder bei Deinem Gynäkologen, der die Nachsorge macht. Zu meiner Gyn bin ich auch gleich hin um die Nachsorgetermine zu machen und da hat sie sich die Brust - rein aus fachlicher Neugier - gleich angucken wollen. ich würde an Deiner Stelle einen Arzt draufschauen lassen. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

    Hallo Sally11 ,


    ich bin auf Anraten meiner Gyn mit 56 (vier Jahre vor BK) zur Darmspiegelung gegangen. Die im Rahmen der Krebsvorsorge ausgegebenen Briefchen für Stuhlproben sind unzuverlässig. Könnte man laut meiner Gyn sein lassen. Etwas besser sind die immunologischen (?) Tests, bei denen man drei Proben in ein Röhrchen mit Flüssigkeit geben muss. Das hatte ich schon jahrelang gemacht. Darmspiegelung wird m. W. jedem ab 55 alle 8 - 10 Jahre empfohlen. Von der Untersuchung - mit leichtem Narkoseschlaf - habe ich nichts gespürt, nur das Abführen vorher fand ich unangenehm.

    Mein Rat: Mach es.

    LG Lavara18

    Hallo driver4000 ,

    bei uns werden kritische Screening-Ergebnisse im Screening-Zentrum selbst besprochen. Dort wird erforderlichenfalls auch eine Biopsie gemacht, in meinem Fall noch am selben Tag, aber das lag nur daran, dass ich meinen Termin um 8 Uhr hatte und gerade kein anderer Fall zur Biopsie anstand. Ich hätte das auch verschieben können. In der Nachsorge musste letztes Jahr bei mir wegen eines Tumorverdachts in der anderen Brust nach Mammographie und MRT eine Biopsie gemacht werden. Diese hat der Chefarzt gemacht, der mich rechts operiert hat, 14 Tage später gemacht. Das erste Terminangebot der Sekretärin war noch zwei Wochen später, genau auf meinem Geburtstag. Da hat sie sich erweichen lassen, mich vorher zwischen zwei andere Termine zu schieben. Der Zeitablauf scheint also keine Rolle zu spielen.

    Wie Geli schon geschrieben hat, würde ich als Patientin keinen Telefonterror veranstalten. Wenn erforderlich, hat immer meine Gyn angerufen. Sie weiß besser als ich, wann sie den Arzt erreichen kannund kann eher als ich die richtigen Fragen stellen und die Antworten einordnen. Mit Drängeleien am Telefon macht man sich m. E. nur unbeliebt. Wenn es mal länger dauert, muss das auch gar nicht an einem schlimmen Befund liegen, sondern hat meist mit erhöhtem Arbeitsanfall und/oder Personalausfällen zu tun. Keine von uns ist die Einzige in dieser Mühle, alle anderen haben dieselben Ängste.