Beiträge von Lavara18

    Hallo Peppe,

    bei mir ist die befallene weg und durch Silikon ersetzt. Die Mammo wird an der kontralateralen Brust gemacht, inzwischen halbjährlich, weil Kalk entdeckt wurde. Ich gehe davon aus, dass die kontralaterale Brust auch bei den BET-operierten mit Mammo untersucht wird, weil das Risiko, dass auch die zweite Brust erkrankt, m. W. höher ist als das Risiko für die Ersterkrankung.

    Liebe Elle,

    ich bin mit DCIS zunächst brusterhaltend operiert worden. Ich hatte gar keinen Gedanken auf eine Mastektomie verschwendet. Mir war aber damals auch nichts von einer anschließenden Strahlentherapie gesagt worden. Dann hat sich das DCIS als weit größer herausgestellt als ursprünglich gedacht und ich stand nur noch vor der Frage Mastektomie mit oder ohne Silikon-Rekonstruktion. Weil ich die Asymmetrie schlimm fand und finde und der Arzt es für vertretbar hielt, Brustwarze und Haut zu erhalten, habe ich mich dann für das Implantat entschieden. Und dann hieß es auf einmal, dass ich mit dieser Lösung "gut bedient" sei, weil mir so die Bestrahlung erspart bliebe. Die OP verlief top, aber die Unsicherheit eines Rezidivs bleibt und ist noch ein paar Prozentpunkte größer als bei Mastektomie ohne Aufbau. Die Bestrahlung hat aber auch Risiken, wenn auch statistisch sehr geringe. Dasselbe gilt für die Silikonimplantate. Es ist eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Keiner kann in die Zukunft schauen. Ich sehe das wie Anne79: Frau kann diese Entscheidung nur mit ihrem Bauchgefühl treffen. Den Rat, auf meine innere Stimme zu hören, bekam ich auch von einer befreundeten Chirurgin.

    Ich wünsche Dir, dass Deine innere Stimme Dir in den nächsten Tagen laut und deutlich den Weg weist.

    Lavara18

    Liebe Marlies,

    das Verhalten Deines Augenarztes als Dummheit zu bezeichnen, ist noch sehr wohlwollend. Ich finde das eine Unverschämtheit. Gerade wenn dieser Arzt meint, dass Deine Tage gezählt sind, ist es seine verdammte Pflicht, alles dafür zu tun, dass diese Tage, soweit es geht, beschwerdefrei sind.

    LG Lavara18

    Liebe Karla,

    es tut mir leid, dass Du so großes Pech hattest und noch hast. Bei mir lief die gleichzeitige Mastektomie glatt. Allerdings bin ich jetzt wegen des Erhalts der Brustwarze vom Radiologen nach MRT in BIRADS 3 eingestuft worden, dh nur mit 98%iger Wahrscheinlichkeit krebsfrei und regelmäßigem Kontrollbedarf. Das DCIS hielt zum mamillären Bereich nur einen Abstand von 1 mm ein. Das weiß man leider erst nach der Histologie. Den Rat Deiner Ärztin zum Diep Flap verstehe ich im Hinblick auf Deine Wundheilungsstörung nicht. Beim Diep Flap wird doch noch eine weiter große Wunde in den Körper geschlagen. Da hätte ich Sorge, dass es am Bauch auch zu einer Wundheilungsstörung kommt oder gibt es für die Wundheilungsstörung an der Brust ganz spezifische Gründe, die man am Bauch ausschließen kann? Das Drängeln zur OP finde ich ungut. Ich glaube, ich würde in Deiner Situation tatsächlich erst mal alles entfernen lassen und die Entscheidung zum Wiederaufbau mit Diep Flap vertagen. Vielleicht kommst Du ja mit der Einbrüstigkeit besser klar, als Du es dir jetzt vorstellen kannst. Ich habe Diep Flap für mich ausgeschlossen, müsste mir auch erst Speck anfuttern.

    LG Lavara18

    Hallo Elle,

    das sind ja Zufälle! Mein Mann ist auch 7 Jahre älter als ich und nach Altersteilzeit schon mit 63 in Rente gegangen. Ich wollte mit 64 statt mit 65 + 10 Monate in Pension gehen. Dank der Schwerbehinderung bin ich dann zum frühestmöglichen Zeitpunkt mit 60 Jahren und 10 Monaten in Pension gegangen. Die Abzüge sind ja gedeckelt und ich hätte auch bei dem geplanten Ausscheiden welche gehabt. An die 63 Jahre und die dann abschlagsfreie Pension wäre ich mit meiner Schwerbehinderung nicht gekommen, weil sie bei DCIS nur für 2 und nicht für 5 Jahre gewährt wird. Im Saarland gab es die Altersteilzeit für Beamte nie. Der vorzeitige Ruhestand war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Noch im Dienst hätte ich keine Zeit für Sport und auch keinen Nerv dafür, denn ich bin eigentlich ein unsportlicher Mensch. An Deiner Stelle würde ich die Reha nicht gleich aufgeben, sondern mit dem sozialmedizinischen Dienst im Krankenhaus erörtern. Die kümmern sich um Beihilfeberechtigte und Privatversicherte eher nicht. Da sind die Bestimmungen ja auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und auch die Tarife der PKV. Für mich war Reha wegen der Zwangsruhe von 8 Wochen auch noch nach den vier Wochen Krankschreibung uninteressant. Das meiste von dem, was üblicherweise in der Reha gemacht wird, hätte ich nicht gedurft. Allerdings scheint das auch jeder Arzt anders zu sehen, denn andere Foris mit Implantaten mussten nicht so lange Ruhe halten.

    Dir auch einen schönen Sonntag

    Lavara18

    Hallo Elle,

    meine OP war auch 2017. Bei mir wurde der Wächterlymphknoten entfernt. Für die Markierung musste ich am Tag vor der OP ins Krankenhaus. Das war am Dienstag. Am Mittwoch dann die OP. Entlassen wurde ich am Mittwoch der nächsten Woche. Der hiesige Chefarzt entlässt erst, wenn die Drainagen (in meinem Fall 2) nicht mehr fördern und gezogen werden können. Das ist nicht überall so. Andere Kliniken entlassen auch mit Drainagen. Es konnten auch die Pflaster bei der Entlassung entfernt werden. Mir ging es nach der OP sehr gut. Keinerlei Schmerzen, alles taub, was allerdings auch gewöhnungsbedürftig ist. Diese Taubheit blieb monatelang. Ich habe jeden Tag eine Antibiotika-Infusion bekommen und in einem dick gepolsterten (Wärme-)Verband gesteckt, der am Sonntag nach der OP gegen den Kompressions-BH mit Stuttgarter Gürtel getauscht wurde. Hatte keine Probleme, mich anzuziehen, auch Pulli über den Kopf. Ich habe keine Reha gemacht, weil ich während der 12 Wochen, die ich den Spezial-BH tragen musste, keinen Sport machen durfte, nur Spaziergänge waren erlaubt. Krank geschrieben war ich vier Wochen nach der OP. Weil ich noch in demselben Jahr vorzeitig in Ruhestand gegangen bin, gab es keine Reha mehr für mich. Leider entwickelte sich in der Brust ein Lymph-Ödem. Zu diesem Thema gibt es hier eine separate Konversation. Daher gehe ich hier nicht darauf ein. Außerdem hat sich das Implantat auf der Brustinnenseite eingefaltet. Das spüre ich, wenn ich über die Brust streiche und wenn ich liege, kann man es auch sehen (kleine Delle), aber sonst sieht man es nicht. Außerdem ist die Silikonbrust trotz der Tropfenform praller und fällt nicht so weit runter wie die Naturbrust. Aber das sieht man nur ohne BH.

    LG Lavara18

    Hallo Elle,

    dünne Haut bzw. wenig Unterhautfettgewebe steht einer Verlegung des Implantats auf dem Brustmuskel nicht unbedingt entgegen. Habe ich nämlich auch. Der Chirurg hatte sogar die Befürchtung, meine Haut könnte reißen (hat er mir nach der OP gesagt), ist aber nicht passiert, vielleicht war es auch nur fishing for compliments. Jedenfalls sieht man von dem Implantat durch meine dünne Haut nichts.

    Hallo Heideblüte,

    Reha hatte ich keine, weil ich ja noch im selben Jahr in Ruhestand gegangen bin und vorher noch einige Projekte abschließen wollte. In der Pension ist es schwierig bis unmöglich Beihilfe für eine Reha zu bekommen. Mein Lymphödem saß/ sitzt eigentlich überall, aber hauptsächlich an der Außenseite der Brust und unter der Achsel. Meine geniale Lymphtherapeutin hatte mir eine Einlage gebastelt, die 8 "Finger" aus einer Art festem Schaumstoff hatte, mit Pflaster verbunden und Gaze umhüllt. Die hat das ganze Körbchen ausgefüllt, so dass auch Kompression auf die Innenseite der Brust kam. Das Teil ist inzwischen verschlissen, aber aktuell brauche ich es auch nicht mehr. Ich schiebe die Hälfte eines Pads unter den BH, halbe Brust (bis Brustwarze) und der Bereich unter der Achsel. Zur Brust hin schneide ich es ein, damit es sich der Rundung etwas anpasst. Mit dem Sanitätsgeschäft in der Reha hast Du wirklich Glück gehabt. Mein Laden würde das nicht schaffen, da bin ich mir leider sicher.


    Hallo friluftsliv,

    mein Pad habe ich von einer Internet-Apotheke. Es ist von der Fa. m...., die auch Kompressionsstrümpfe herstellt. Für das Einlegen in Kompressionssstrümpfe sind sie eigentlich gedacht. In der Packung, für die ich irgendwas zwischer 20 und 30 Euro bezahlt habe, sind zwei Stück, jeweils 19,5 x 28,5 cm. Sie sind aus Latexschaum, bei Allergie auf Latex - habe ich zum Glück nicht - müsste man sie mit dünner Gaze umhüllen. Es gibt die Pads fein und grob genoppt. Richtig ist fein. Grob ist für Lipödem.


    Hallo Ticino,

    eine Fa. A...mit 3 Buchstaben kenne ich nicht. Meine Fa. A... hat 5 Buchstaben. Ist es vielleicht doch ein anderer BH?

    Hallo Elle,


    "üblich" gibt es bei der Frage, ob auf oder unter dem Brustmuskel m. E. nicht. Der Krebsinformationsdienst sieht außerdem nicht Deinen Einzelfall. Man liest zwar allenthalben, das unter dem Brustmuskel das Risiko für eine Kapselfibrose geringe ist, aber mein Chirurg hat mir Im Juni 2017 erklärt, dass die neueren Erfaahrungen gerade in die andere Richtung wiesen. Außerdem ist die Verlegung unter den Brustmuskel der größere Eingriff. Frag doch in dem Gespräch mit dem Professor nach dem Pro und Contra der Verlegung auf oder unter dem Brustmuskel.

    Hallo Heideblüte, friluftsliv,

    das mit den Lymph-Pads mache ich auch. Allerdings auf pure Eigeninitiative und Selbstkosten. Da hatte mich meine Therapeutin drauf gebracht. Auf die Idee, bei meiner Gyn auf einer Verordnung zu bestehen, bin ich gar nicht gekommen. Ich finde allerdings, dass das gegenüber dem BH ein Provisorium ist, denn lt. meiner Therapeutin soll ich das Pad unter dem Unterbrustband des BHs hindurch legen, damit ein Einschneiden vermieden wird. Das empfehlen auch Anleitungen, die ich im Internet gefunden habe. Bei körpernahen T-Shirts sieht man das aber. Ich schneide die Pads selbst zu. Meinem Sanitätshaus traue ich da nicht. Nach einer Woche habe ich übrigens mein Geld für den "Montags"-BH von der Fa. A....trotz anfänglicher Weigerung zurück bekommen. Einen neuen habe ich mir noch nicht wieder bestellt.


    Hallo Ticino,

    ich sehe, dass Du in der Schweiz lebst. Meinst Du mit "Lymph-BH" auch den BH der deutschen Fa. A mit dem Noppengewebe? Oder gibt es in der Schweiz auch ein anderes Produkt? Ich habe nämlich jüngst den BH der Fa. A in einer nach meinem Dafürhalten schlechteren Passform und minderen Qualität des Stoffes der Körbchen geliefert bekommen und bin auf der Suche nach Alternativen.

    Liebe Sonnenglanz, liebe Leine,


    so eine optimistische Aussage wie in Deiner AHB, dass man ein Lymphödem wegbekommt, höre ich zum ersten Mal. Ich habe nur ein Brustlymphödem (ein "Echtes", keins durch Bestrahlung, die hatte ich nämlich gar nicht). Das behindert mich nicht wie es ein Armlymphödem tut, fühlt sich nur besch.....an. Schon hinsichtlich der Einschätzung, ob es chronisch oder noch heilbar ist, gingen die ärztlichen Meinungen bei Diagnosestellung auseinander. Der Chirurg, der es diagnostiziert hatte, meinte, dass es chronisch erst nach einem Jahr ohne Behandlung sei. Bei mir lag die OP knapp 6 Monate zurück. Nachdem ich dann mit 3 MLD (45 Min.) pro Woche nach anderthalb Monaten keinerlei Besserung verspürte, die länger als einen Tag anhielt, habe ich eine Lymphologin gesucht und gefunden, die mir erklärte, dass ein Lymphödem bereits nach 3 Monaten chronisch sei und ich damit bis ans Ende meiner Tage leben müsste, bestenfalls könnte ich die MLD auf 1 pro Woche reduzieren. Und auch nur, wenn ich ständig Kompression trüge. Davon war bei dem Chirurgen gar keine Rede, ist auch an der Brust nicht ganz einfach. Sie hat mir dann einen speziellen BH verschrieben und von da an wurde es kontinuierlich besser und ich konnte die MLD reduzieren. Nach einem Jahr MLD komme ich inzwischen mit einer MLD alle 2 Wochen aus und habe meine Therapeutin gefragt, ob sich das vielleicht doch noch in Richtung 0 MLD entwickelt. Antwort: " Das habe ich noch nie erlebt. Und warten sie mal den Sommer ab." In der Tat ist Hitze absolut abträglich. Ich habe sogar fast ein Jahr auf Wannenbäder und Duschen verzichtet. Das mache ich inzwischen wieder, aber nur kurz. Die Brust schwillt dann an, aber auch von allein wieder ab. Von Akupunktur wird m. W. bei Lymphödem strikt abgeraten, weil jede Verletzung an dem betroffenen Körperteil die Gefahr eines Erysipels mit sich bringt. Meine Empfehlung: Bloß nicht abwarten und Tee trinken, sondern schleunigst zum Arzt.


    Gute Besserung


    Lavara18

    Hallo Ghetta,

    es tut mir leid, was Du durchmachen musst. Das Beunruhigendste ist die Ratlosigkeit der Ärzte. Hoffentlich triffst Du bald auf einen, der eine Idee hat, wie Dir zu helfen ist. Ich will Dich zwar nicht noch weiter verunsichern, aber dennoch darauf hinweisen, dass Retterspitz allergische Reaktionen auslösen kann, besonders, wenn man sich nicht peinlich genau an die Verdünnungsempfehlungen hält. Habe ich selbst bei einer Entzündung im Schultergelenk erlebt, weil ich zu ungeduldig war und nach dem Motto "Viel hilft viel" die Heilung beschleunigen wollte. Der Schuss ging dann nach hinten los und ich bin auf die Quarkumschläge umgestiegen. Bei allen Naturheilmitteln braucht man meiner Erfahrung nach einen sehr langen Atem, eher Wochen als Tage.

    Gute Besserung

    Lavara18

    Hallo Lilientraum,

    ich habe ein Lymphödem in der mit Silikonimplantat rekonstruierten Brust, obwohl ich keine Bestrahlungen hatte und auch nur 1 Wächterlymphknoten entfernt wurde. Ursächlich ist wahrscheinlich der Umstand, dass meine Haut durch eine der Mastektomie vorausgegangene brusterhaltende OP schon einmal zerschnitten wurde. Leider wurde die Schwellung der Brust von meiner Ärztin zu lange als postoperativ normal angesehen. Als das Lymphödem diagnostiziert wurde, war es dann schon chronisch. Ich bekam dann MLD 2-3 mal die Woche. Der Zustand besserte sich nur kurzzeitig. Die Brust lief binnen eines Tages wieder voll. Über meine Lymphtherapeutin fand ich eine auf Lymphologie spezialisierte Ärztin, die mir einen speziellen Kompressions-BH verordnet hat. Seit ich diesen BH trage, hat sich der Zustand kontinuierlich gebessert. Inzwischen (nach einem Jahr) komme ich mit einer MLD in zwei Wochen aus. Jedenfalls in der kalten Jahreszeit. Der Sommer bleibt abzuwarten. Das Ödem reagiert sehr auf Wärme.

    Liebe Grüße

    Lavara18

    Hallo Kyscia,

    die Gleichung Brust weg = nie wieder Krebs geht leider nicht immer auf. Diese Erfahrung hat eine Bekannte machen müssen. Beide Brüste (mit Haut und Brustwarze) weg, Chemo, Wiederaufbau mit Expander und Implantaten, Rekonstruktion der Brustwarzen, ein paar Jahre Ruhe, dann auf einer Seite ein Rezidiv auf der Narbe. Silikonprothesen raus, wieder Chemo, jetzt flach. Ich habe nach der brusterhaltenden OP eine subcutane Mastektomie (DCIS war größer als gedacht) mit Erhalt der Brustwarze und Silikonimplantat und bin vom Radiologen in BIRADS 3 eingestuft worden (Empfehlung alle 6 Monate ein MRT), weil durch den Erhalt der Brustwarze theoretisch noch ein Rest von einem Milchgang vorhanden sein könnte, in dem sich ein neues DCIS bilden könnte. Die Sicherheit ist leider immer nur eine relative.

    LG Lavara18

    Hallo liebe Gigi,

    der Krebs macht leider vor keinem Alter Halt. Meine Mutter erkrankte mit fast 70 an BK, Mich hat es 10 Jahre früher erwischt. Trotzdem bin ich dankbar, wenn ich hier die Leidensgeschichten von viel jüngeren Frauen lese, dass ich immerhin 60 Jahre alt werden durfte, ohne Bekanntschaft mit Herrn K. zu machen. Meine Mutter hat ihren BK übrigens fast 20 Jahre überlebt. Du kannst also noch viele gute Jahre vor Dir haben. Glaube fest daran.

    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo Pearl,

    ich hatte 2018 im Sommer eine Mastektomie der rechten Brust mit gleichzeitiger Silikon-Rekonstruktion und Entnahme des Wächterlymphknotens. Für die 2 Drainageflaschen bekam ich im Krankenhaus eine kleine Papiertragetasche. Gewann zwar keinen Schönheitspreis, genügte aber. Im Internet gibt es Anleitungen, wie man sich eine Drainage-Umhängetasche nähen kann. Dazu war ich aber nicht gekommen. Damit ich die Papiertüte so tragen konnte, dass ich beide Hände frei hatte, habe ich eine Jogginghose mit Tunneldurchzug angezogen, die Taschengriffe über das Bindeband geschoben und mit dem Knoten des Bindebandes befestigt. So habe ich sie auch am Bademantel-Gürtel befestigt. An einem normalen Gürtel an einer normalen Hose habe ich einen Karabinerhaken befestigt, in den ich die Tütengriffe einhängenkonnte. So war ich mit den Flaschen gut beweglich, m. E. sogar besser als mit einer Umhängetasche. Lediglich beim Toilettengang war es etwas umständlich. Da der Lymphknoten nicht über einen äußeren Schnitt, sondern von der Brust aus entfernt wurde, hatte ich keine Probleme, den Arm zu heben. Trotzdem ist es angenehmer, Schlafanzüge oder Nachthemden mit Knopfleiste zu tragen, die nicht über Kopf an- und ausgezogen werden müssen. Das erleichtert auch die Wundkontrolle durch den Arzt. Wegen des Brustaufbaus bekam ich nach ein paar Tagen einen speziellen BH, den ich 12 Wochen tragen musste, 6 davon auch nachts. In dieser Zeit sollte ich auch nur auf dem Rücken schlafen. Das war nicht meine Schlafposition. Besser ging es mit einem Nackenhörnchen, das den Kopf in Position hält, und mit einer Halbrolle unter den Knien, die die Lendenwirbelsäule entlastet. Beim nächsten Krankenhausaufenthalt werde ich diese bewährten Kissen mitnehmen. Das Herzkissen gab es in meinem Krankenhaus auch. Das ist aber keine Leistung des Krankenhauses, sondern eine private Initiative von Frauengruppen, die diese Kissen nähen und spenden. Schmerzen hatte ich je nach Bewegung an der Austrittsstelle einer Drainage, die wohl auf einen Nerv drückte. Aber das war auch ohne Schmerzmittel auszuhalten. An der Brust habe ich gar nichts gespürt, noch monatelang war da alles taub. Wegen der orangefarbenen Desinfektionslösung, mit der der Oberkörper eingepinselt wird, empfiehlt es sich, anfangs einen schwarzen BH und dunkle Oberteile zu tragen, da es mehrere Wäschen braucht, bis man das Zeug runter hat. Es lässt sich aus weißer (Fein-) Wäsche schwer rauswaschen. Ich war eine Woche im Krankenhaus, weil die Drainagen so lange gefördert haben und dieser Arzt keine Patientin mit Drainage entlässt. Bei mir konnte das Wundpflaster vor der Entlassung entfernt werden. Spezielle Duschpflaster brauchte ich daher nicht. Mehr fällt mir jetzt nicht ein, aber Du kannst gerne nachfragen.

    Alles Gute

    Lavara18

    Hallo liebe Foris mit Mamma-Lymphödem,

    ich hatte sehr gute Erfahrungen gemacht mit dem Lymph-Entlastungs-BH der Fa. A. Jetzt hatte ich mir wieder einen verordnen lassen und beim Sanitätshaus in derselben Größe wie im letzten Jahr bestellt. Und feststellen müssen, dass der Stoff im Körbchen Falten wirft. Ich war so dämlich und habe den BH nicht im Sanitätshaus anprobiert, weil ich mit sowas ja nicht gerechnet habe. Obwohl ich sofort angerufen habe, wieder hingefahren bin und natürlich auch das angeschossene Etikett nicht entfernt habe, stellt sich das Sanitätshaus jetzt hinsichtlich der Rücknahme quer. Ich habe dann bei dem Hersteller selbst angerufen und der hat natürlich behauptet, man habe weder Maße noch Schnitt noch Material des Modells geändert. Nach meinem Dafürhalten ist das Körbchen jetzt spitzer. Bei der gesunden Brust ist das Problem so gut wie nicht vorhanden, die ist halt anpassungsfähiger als das Implantat. Mein Implantat füllt aber das Körbchen so wenig aus, dass sich eine Querfalte bildet, die ausgerechnet über der Narbe aus der ersten BET-OP liegt. Das geht gar nicht. Jetzt wollen Sanitätshaus und Hersteller über die Rücknahme aus Kulanz verhandeln und im Falle einer positiven Entscheidung über die von mir zu tragenden Verwaltungskosten für die Rückabwicklung. Ich kann die Sache natürlich auf sich beruhen lassen, den BH behalten, die Rechnung einreichen, erstatten lassen und den BH im Schrank versenken. Das widerstrebt mir allerdings. Egal wie dieser Konflikt ausgeht: Ich bin wieder so ratlos wie vor einem Jahr. Ich habe schon nach Alternativen gegoogelt und nur Entstauungsleibchen der Fa. B (Maßanfertigung) und den Brusttrichter der Fa. J gefunden. Das Leibchen wäre bei mir mit Kanonen auf Spatzen geschossen, denn mein Ödem sitzt nur noch in der Brust. Daher meine Frage, ob jemand Erfahrungen mit dem Brusttrichter hat?

    Einen schönen Abend

    Lavara18

    Hallo Hosimo,

    ich trage ab und zu eine Perücke wegen meiner vernarbenden Alopezie im Stirnbereich. Meine Mutter hatte dieses Problem auch und Perücken aus einem hiesigen Perückenstudio getragen. Die kosteten zwischen 400 und 500 Euro, waren aus Kunsthaar und hergestellt in Asien (China oder Indonesien). Ich habe Perücken, die denen meiner Mutter qualitativ nicht nachstehen von der Fa. L...y aus Darmstadt, die bundesweit etliche Filialen hat und auch Hotelverkäufe macht. Meine Perücken haben nur die Hälfte gekostet. Sie mussten nicht mal zugeschnitten werden. Ich kenne eine junge Frau mit totaler Alopezie, die sich Langhaarperücken aus europäischem Echthaar in einem Haarstudio individuell anfertigen lässt. Kostenpunkt ca. 3000 Euro bei einer Haltbarkeit von ca. 1 Jahr. Diese Perücken kann man dann auch stylen. Das geht bei meinen nicht. Die sind wie sie sind. Mir reicht das aber. Ich könnte mein Prosblem auch mit einem individuell gefertigten Haarteil aus dem genannaten Perückenstudio aus einem speziellen Kunsthaar (Cyberhair) lösen. Das wird aber auch in Asien angefertigt und kostet ca. 1700 Euro. Soll haltbarer und pflegeleichter sein als Echthaar. Ich trage entweder einl überbreites Stirnband oder meine Perücken im Wechsel wie einen modischen Artikel, zwar immer Kurzhaarfrisuren - wiegen und wärmen am wenigsten, ich habe ja noch Haare darunter - aber in Schnitt und Farbe (leicht) unterschiedlich. Wer mich jeden Tag sieht, dem fallen die Veränderungen auf. Ist mir aber egal. Ich habe nicht den Ehrgeiz zu verbergen, dass ich Perücke trage.

    LG

    Lavara18

    Liebe Orange,

    Deine Ärzte scheinen mir wenig empathisch zu sein. Auch (nach dem Dafürhalten der Ärzte) irrationale Ängste gehören ernst genommen. Ganz besonders, wo Du damit alleine bist. Ich bin seit 36 Jahren glücklich verheiratet, aber mein Mann ist meine ganze Familie. Wir haben keine Kinder und ich auch keine Geschwister und seine Geschwister sind über Deutschland verstreut. Wenn ich mir das Jahr 2017 ohne ihn vorstelle, wäre es mir wahrscheinlich ungefähr so wie Dir gegangen. Ich habe glücklicherweise eine Gyn, zu der ich schon seit 20 Jahren gehe. Zwischen uns stimmt die Chemie. Mein Rat ist daher, eine Frauenärztin zu suchen, die mehr auf Dich eingeht. Wenn Du keine Frau kennst, die Dir eine Ärztin aus eigener Erfahrung empfehlen kann, bleiben nur die Bewertungsportale. Die sind nach meiner Erfahrung mitunter erstaunlich treffend.

    Alles Gute

    Lavara18

    Liebe Orange,

    mir ist noch der Gedanke gekommen, dass Dein Operateur das angekündigte optimale Ergebnis vielleicht deshalb nicht erreicht hat, weil sich nach dem Schnellschnitt in der OP herausgestellt hat, dass er mehr schneiden musste, als er ursprünglich angenommen hat. Die optimistischen Annahmen der Ärzte darf man immer nur auf den jeweiligen Stand der Erkenntnis beziehen. Das habe ich auch erst lernen müssen und muss es mir immer wieder vor Augen führen. Sonst erhofft man sich zuviel und wird enttäuscht. Ein DCIS kann über die sichtbare Verkalkung hinausgehen. Das war bei mir so. Mein DCIS war überwiegend nicht kalkassoziiert. Das ist dann auch für den besten Chirurgen wie eine black box.

    LG Lavara18