Beiträge von Eirene

    Hallo liebe Andrea16


    da hast du ja einen sehr sensiblen Arzt erwischt :(


    Ich würde auf jeden Fall weitere Meinungen einholen. Wenn der Tumor nah an der Haut sitzt, ist es ja oft gar nicht möglich hautsparend zu operieren. Soweit ich weiß, kann man bei einem Aufbau mit Eigengewebe immer auch Haut transplantieren, so dass es nicht so wichtig ist, wieviel Haut belassen wurde und wenn du dich für Silikon entscheidest, kann die vorhandene Haut bis zu einem gewissen Grad mit einem Expander gedehnt werden. Ich würde mich da nicht entmutigen lassen und weitere plastische Chirurgen mit viel Erfahrung in der Brustrekonstruktion und Mikrochirurgie (bei Eigengewebe) aufsuchen.


    Viele liebe Grüße


    Eirene

    Hallo Thienah


    Vermutlich ist es wirklich so, dass manche Körper sich gegen das Silikon wehren :(


    Ich bin Mitte 40 und auch wenn Brüste nicht das wichtigste im Leben sind, fände ich es schon schön, wenn es eine Möglichkeit gäbe. Aber die Frage ist halt zu welchen Preis.


    Jedenfalls freut es mich, dass du für dich eine Lösung gefunden hast, mit der du gut klar kommst!


    Viele liebe Grüße


    Eirene

    Hallo Thienah


    vielen Dank für deine Rückmeldung. Es freut mich sehr, dass du jetzt fast beschwerdefrei bist. Aber ich kann mir vorstellen, dass es nach alldem immer noch schwierig ist.


    Hast du denn einen Unterschied zwischen auf und unter dem Brustmuskel gespürt, oder war das Gefühl genauso unangenehm? Solange mich die Kapsefibrose und die Schmerzen in Ruhe lassen, finde ich die Implantate eigentlich kaum störend, auch wenn die Optik nicht besonders toll ist und meine linke Brust wieder etwas abgesackt ist - liegt wohl am schlechten Bindegewebe.


    Ich glaube auch nicht, dass ich es nochmal mit Implantaten versuchen werde. Wenn der Körper zwei mal in so kurzer Zeit so reagiert, macht er das vermutlich auch dein drittes mal. Aber so ganz ohne kann ich mir irgendwie auch nicht vorstellen und für Eigenfett vom Bauch bin ich zu schlank. Wenn überhaupt kommt nur das Gesäß in Frage und das wären zwei große OPs und weitere Baustellen. Es ist wirklich zum verrückt werden :(


    Kommst du gut klar ohne? Sicherlich gibt es viel Wichtigeres, aber trotzdem habe ich etwas Angst davor, dass mein Kopf damit nicht klarkommen wird.


    Viele liebe Grüße


    Eirene

    Ich spiele auch mit dem Gedanken, es vielleicht doch mit Eigenfett zu versuchen. Dafür kommt bei mir aber mangels Masse am Bauch nur das Gesäß in Frage. Also S-Gap oder I-Gap. Hat hier jemand Erfahrung von euch? Ich finde im Forum nur Berichte über die Diep-Flap-Methode.

    Viele liebe Grüße


    Eirene

    Wieder Kaplselfibrose nach Implantatwechsel / Erfahrungen I-Gap oder S-Gap


    Hallo zusammen,

    nachdem ich 2016 wegen BRCA1 die prophylaktische Mastektomie mit Silikonaufbau durchführen lies, musste ich 2018 die Implantate tauschen lassen, da ich eine Kapselfibrose bekommen habe.


    Jetzt war ich bei der jährlichen Ultraschallkontrolle und in der linken Brust ist wieder eine deutliche Kapselfibrose zu sehen. Die Ärztin die den Ultraschall gemacht hat meinte, dass sie die Fibrose schon ohne Ultraschall deutlich sehen kann. Der linke Rand ist schon eingezogen... Mir war das irgendwie schon klar, da ich bereits leichte Schmerzen habe, aber ich wollte es nicht so ganz wahr haben. Die Ärztin meinte auch, dass eine zweite Kapselfibrose nach so kurzer Zeit eigentlich meist nur bei bestrahlten Brüsten auftritt. Naja meist...


    Im Januar habe ich einen Termin beim plastischen Chirurgen am Brustzentrum in der schönen Hauptstadt der Oberpfalz. Früher gab es keinen Termin für Nicht-Krebs-Patienten. Mir ist das auch ganz recht, da die Schmerzen im Moment nicht schlimm sind und ich im Kopf erstmal mit einer weiteren OP klar kommen muss. Für die beiden ersten OPs war ich bei einem plastischen Chirurgen in München. Ich denke nicht, dass er was für die Komplikationen kann, aber ich hätte trotzdem gerne eine zweite Meinung.


    Wenn jemand Erfahrung mit der plastischen Chirurgie am besagten Brustzentrum hat, wäre ich für eine PN dankbar. Ausserdem habe ich hier im Forum immer wieder Berichte von Frauen gelesen, die Komplikationen hatten, ich finde sie aber nicht mehr zusammen. Es wäre super, wenn ihr mit berichten könntet, wie ihr euch nach den Komplikationen entschieden habt und wie eure Erfahrungen waren.

    Viele liebe Grüße


    Eirene

    Liebe TinaTina


    meine letzte OP ist jetzt 2 Jahre her und ich schlafen wieder auf dem Bauch und trage normale BHs.

    Aber es ist hinterher ein anderes Körpergefühl als vorher und ich merke die Implantate immer irgendwie, auch wenn ich keine Schmerzen habe. Nach drei Monaten wirst du vermutlich schon noch merken, dass was anders ist, auch wenn es nicht mehr unbedingt Schmerzen sind die du hast - es ist sehr unterschiedlich wie lange man Schmerzen hat. Es ist ein großer Eingriff in den Körper und ein paar Einschränkungen hat man da zunächst schon.


    Viele Grüße


    Eirene

    Hallo Alma35


    das kann ich sehr gut verstehen. Man weiß vorher einfach nicht, wie es danach sein wird. Ich hatte auch sehr große Angst vor den Auswirkungen und davor alles irgendwie noch schlimmer zu machen. In meinem Fall ist das zum Glück nicht passiert und lebe mit der HET ein relativ "normales" Leben. Mal sehen wie das wird, wenn ich die Hormone mit 50 absetzen muss. Aber irgendwann würden die Wechseljahre ja sowieso eintreten, da muss dann jede Frau durch.


    Ich mache regelmäßig Sport, achte darauf was ich esse und gehe brav zu den Kontrollterminen. Ansonsten versuche ich mir nicht so viele Gedanken zu machen und mein Leben zu leben. Ziel der OPs war für mich ein Leben zu führen, das von dem Gendefekt möglichst wenig beeinflusst wird und das funktioniert auch ganz gut.


    Ich wünsch dir viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung. Wenn du noch Fragen hast melde dich gerne.


    Viele liebe Grüße


    Eirene

    Hallo Alma35

    nach meiner Erfahrung halten sich die Nebenwirkungen der HET in Grenzen, vorausgesetzt es ist kein Brustdrüsengewebe mehr da. Es ist auch nicht ganz ohne, ab 40 ganz ohne Hormone zu leben und das kann auch Nebenwirkungen haben. Das ist keine leichte Entscheidung. Mit HET ist es nicht so, dass über Nacht die Libido weg ist. Wenn du weisst ob du eine HET machst, kannst du dich ja wieder melden für Erfahrungswerte.


    Viele liebe Grüße

    Eirene

    Hallo Alma35 ,


    kannst du denn bei einem TN BK eine Hormonersatztherapie machen, oder musst du ohne auskommen? Ich habe nur Erfahrungswerte mit HET und weiß nicht genau, wie das ist wenn man bereits an BK erkrankt war.


    Liebe Grüße


    Eirene

    Hallo liebe sxolx


    es tut mir leid, dass du in deinem jungen Alter schon vor so schwierigen Entscheidungen stehst. Die Töchter meiner Cousins sind in deinem Alter und möchten beide nichts von einem Gentest wissen. Ich kann das nicht verstehen, muss es aber akzeptieren. Ich finde es sehr, sehr mutig von dir, dich der Angelegenheit zu stellen!


    Ich hatte meine prophylaktische Mastektomie mit Silikonaufbau 2016. Ich hatte vor der OP den Anspruch, dass ich danach wieder alles machen kann, was ich zuvor auch gemacht habe. Bis auf ein paar Sportübungen und Aktivitäten die stark auf den Brustmuskel gehen, habe ich das inzwischen auch erreicht.

    Schmerzen nach der OP hatte ich schon, aber es ist wirklich auszuhalten und du bekommst im Krankenhaus ausreichend Schmerzmittel und es gibt hier Frauen die kaum Schmerzen hatten, das ist alles möglich :)


    Wie du schon schreibst, eine 100%ige Sicherheit gibt es leider nicht. Manchmal überkommt mich auch die Angst, aber sie ist sehr viel kleiner als vor der Mastektomie. Ich denke mir, dass ich von meiner Seite aus alles getan habe, um das Risiko zu minimieren - es ist jetzt immerhin deutlich geringer als das Risiko von Frauen ohne Genmutation! Man kann damit gut Leben ohne jeden Tag Panik zu haben, ehrlich.

    Und es ist ganz normal, dass die Angst vor der OP größer wird, je näher der Termin kommt. Aber du scheinst eine mutige junge Frau zu sein, das schaffst du!


    Wenn du konkrete Fragen hast auf die du in den bisherigen Posts keine Antwort findest, melde dich gerne wieder.


    Ganz viele liebe Grüße!


    Eirene

    Hallo Feldmaus


    soweit ich verstehe, geht es gar nicht darum, ob es dir als Mann zusteht oder nicht. Kein vernünftiger Arzt würde bei einer Frau eine Mastektomie vornehmen ohne den Biopsiebefund abzuwarten und die gesunde Brust wird ohne vorliegende Genmutation auch bei Frauen in der Regel nicht übernommen. Im Prinzip wirst du so behandelt wie jede Frau auch, wenn keine medizinische Indikation vorliegt und bei einem gutartigen Tumor und einer komplett gesunden Brust liegt sie nun mal nicht vor.


    Zu deiner Frage bezüglich der Schmerzen: weißt du woher die Schmerzen kommen? Hast du "nur" Schmerzen oder ist auch irgendwas geschwollen, rot, entzündet? Je nachdem hilft dann vielleicht eine Salbe, oder kühlen oder leichte Massagen. Das mit den Schmerzmittel kenne ich, ich kann sie auch nie lange nehmen ohne dass mein Magen rebelliert, das ist wirklich blöd:(


    Viele Grüße


    Eirene

    AufGehts Danke für die Info. Das haben deine Ärzte clever gelöst :) Bedeutet aber wohl im Umkehrschluss, dass es eigentlich nicht von der Kasse übernommen wird :(


    Mila ich habe zuerst die Mastektomie und 6 Monate später die Entfernung der Eierstöcke und Eileiter machen lassen. Andersrum wird von einer Hormonersatztherapie abgeraten, da sie das Brustkrebsrisiko erhöht, das spielt aber nur eine Rolle, wenn man noch Brüste hat.

    Ich mache die Hormonersatztherapie. Ich habe es die ersten Wochen ohne versucht, habe dann aber starke Kochenschmerzen bekommen und die Hormone dann doch genommen. Die erste Zeit war nicht ganz unkompliziert, aber inzwischen geht es mir gut - mit allem. Kurz gesagt, würde ich alles genauso wieder machen:)


    Hanka Im Prinzip sind die Implantate sehr Alltagstauglich. Man sollte halt keine Bügel-BHs direkt am Implantat scheuern lassen und auch sonst alles vermeiden was das Implantat stark quetscht, aber das würde man seiner Originalbrust ja auch nicht antun :) Ich bin mit den ersten Implantaten nicht so gut zurechtgekommen, da sie sehr hart und unbeweglich waren. Nach dem Implantatwechsel habe ich nun Weichere und damit komme ich sehr gut klar. Ich kann auf dem Bauch schlafen und alles Alltägliche gut meistern. Schwere Lasten sollte man natürlich am Anfang meiden und da ich sehr klein bin, hatte ich wegen des eingeschränkten Armradius immer Probleme beim Einkaufen an die Sachen in den oberen Regalen zu kommen. Genauso an Dinge in Schränken, diese also am Besten bereits vor der OP in Rechweite knapp über dem Kopf holen, wenn du alleine lebst. Haarewaschen war möglich, aber anstrengend. Ich bin ehrlich gesagt die ersten Wochen nicht Autogefahren, weil meine Arme irgendwie zu langsam waren und ich beim Schalten va. beim Einlegen des Rückwärtsgangs Schmerzen hatte. Aber ich habe hier auch schon von Frauen gelesen, die sehr schnell wieder gefahren sind. Ich glaube, das ist sehr individuell, so wie der gesamte Heilungsprozess und das Schmerzempfinden sehr unterschiedlich ist. Zum Thema Fitnesstudio: Meine Implantate liegen unter dem Brustmuskel und ich habe Probleme mit Übungen, die stark auf den Brustmuskel gehen. Wenn dieser wächst, habe ich immer das Gefühl, dass er auf das Implantat drückt und das tut irgenwann weh. Deshalb verzichte ich inzwischen auf solche Übungen. Hier ist die Lage der Implantate auf dem Brustmuskel oder Eigenfett nach der Heilung vielleicht unkomplizierter.


    Viele liebe Grüße


    Eirene

    Hallo Mila


    meine Implantate sind anatomisch, die Form sieht sehr natürlich aus, finde ich. Ich habe Brust und Eierstöcke getrennt machen lassen und fand das auch gut so. Noch mehr Schmerzen und Bewegungseinschränkungen hätte ich bei der Brust-Op nicht haben wollen.


    AufGehts Hast du eine Info zum Punkt Kostenübernahme für das Einspritzen des Eigenfetts? Würde das bei dir die Krankenkasse übernehmen? Ich musste mit meiner schon wegen des Implantatwechsels streiten und der war ja eindeutig medizinisch und nicht kosmetisch, was beim Fetteinsprizten ja nicht so wäre.


    Viele liebe Grüße


    Eirene

    Hallo liebe Mimi (39 fast 40)


    bei mir erfolgte die beidseitige Mastektomie mit Silikonrekonstruktion prophylaktisch. Das ungewohnte Gefühl hatte ich auch. Es ist ganz normal, dass der Körper Zeit braucht, um sich an das neue Gefühl zu gewöhnen. Es wird mit der Zeit besser und man spürt die Implantate immer seltener und irgendwann gar nicht mehr. Leider ist Geduld hier mal wieder das Zauberwort 😉


    Viele liebe Grüße


    Eirene

    Hallo Mila


    Ich habe die Implantate unter dem Brustmuskel und bin nicht ganz so schlank wie du. Bei mir sieht man seitlich Wellen und die Brust ist immer kälter als der Rest. Insgesamt bin ich aber mit dem Ergebnis zufrieden. Mir wurde in den Vorgesprächen gesagt, dass der obere Rand der Implantate sichtbar ist, wenn man schlank ist und sie auf dem BM platziert sind.


    Viele liebe Grüße


    Eirene

    Hallo Der Lotte


    wenn die Wiedereingliederung wegen Krankheit länger als 7 Tage unterbrochen wird, gilt sie als gescheitert - egal ob die Krankheit die selbe oder eine andere ist.


    Viele liebe Grüße


    Eirene

    Hallo liebe Alys ,


    ja, die Frauenärzte ?( jed(r) handabt das irgendwie anders. Das fand ich auch nach der Diagnose und vor den OPs schon verwirrend und ich habe dann auch gewechselt, weil meine damalige Frauenärztin und ich nicht zusammengekommen sind.


    Mein jetziger Frauenarzt mach 2x im Jahr Ultraschall der Gebärmutter - einmal bezahle ich selbst und einmal übernimmt er. Und mit Implantaten steht einem einmal jährlich ein kostensoler Ultraschall zu, den man auch in einem BZ machen kann. Ich weiß nicht, ob das ohne Impantate auch so ist, da könntest du aber ja mal nachfragen. Deshalb werde ich noch eine weile im BZ bleiben, weil ich mich dort für den Ultraschall besser aufgehoben fühle. Ich denke einfach, dass sie dort mehr Erfahrung haben beim Ultraschall von Implantaten.


    Viele liebe Grüße


    Eirene





    Hallo liebe Alys ,


    bei dir ist das alles ja wirklich noch viel frischer als bei mir. Ich glaube auch, dass es einfach seine Zeit braucht, bis man wie du schreibt seine neue Ordnung gefunden hat.


    Auch was die Früherkennung angeht muss man einen neuen Rhytmus finden. Aberich habe die OPs ja auch gemacht um eben nicht dauernd im Früherkennungsbammel leben zu müssen. Deshalb versuche ich auch was die anderen Früherkennungsmöglichkeiten angeht möglichst gelassen zu bleiben. Aber es ist wirklich nicht leicht, hier eine vernüftige Balance zu finden.


    Viele liebe Grüße


    Eirene

    Hallo liebe Alys


    ich verste dich total gut. Mir geht es in manchen Dingen ähnlich und ich bekam meine Diagnose schon Anfang 2016.

    Ich hatte im Kopf, alle OPs zu machen und dann mein Leben weiter zu leben wie vorher.

    Aber man hat OPs hinter sich gebracht, Körperteile verloren die voll funktionsfähig waren und viel starke Frauen kennengelernt, die leider nicht so viel Glück hatten wie wir und bereits erkrankt sind. Das verändert die Sichtweise auf das Leben unwiderruflich und man kann danach nicht einfach weiter machen wie zuvor - ich jedenfalls kann das nicht.


    Was die Vorsorge angeht: Das MRT war für mich sozusagen der Abschluss der Behandlung, da hier in Idealfall festgestellt wird, dass kein Drüsengewebe mehr vorhanden ist oder ob eben nochmal nachoperiert werden sollte, da doch noch Restgewebe da ist. Das ist eine einmalige Sache, um sicherzustellen, dass wirklich alles weg ist. Jetzt lasse ich einmal im Jahr die Implantate checken, mache das aber vom Kopf her weniger als Krebsvorsorge, sondern als technischen Implantatscheck. Zur Darmkrebsvorsorge melde ich mich für August an und sehe dann welcher Intervall verordnet wird. Mein Magen wird wegen regelmäßgen Magenschleimhautentzündungen sowieso regelmäßig gespiegelt. Und alles andere? Ist für uns genau so wahrscheinlich wie für jeden anderen Menschen auf dieser Welt. Dieses Denken ist für mich wichtig. Es gibt so viele andere Gefahren, über die wir uns auch nicht jeden Tag Gedanken machen. Wir tun was wir können und der Rest ist Glück oder Pech, das ist einfach so.


    Ansonsten versuche ich das Positive zu sehen. Wir haben das Glück, dass wir handeln konnten bevor wir erkrankt sind. Und mir hat das Ganze eine unglaubliche Gelassenheit gegenüber den Dingen des Lebens gegeben, über die wir uns so gerne ärgern, ohne dass sie wirklich Bedeutung haben. Schlecht gelaunte Kollegen, neugierige Nachbarn, ein ungerechter Chef. Pffff was solls, wir sind gesund und leben und sollten uns nicht ärgern lassen, weil Stress ungesund ist ;)


    Ich glaube, du gehst gerade durch eine Phase, die ganz normal ist. Ich hatte auch eine Zeit, in der ich nicht wusste wohin mit mir. Ich habe mich auch nach einem Therapeuten umgesehen, bin dann aber trotzdem nicht hin, weil ich nicht so genau wusste, was ich dort soll. Man will den Weg zurück in ein normales Leben finden und fühlt sich trotzdem so unnormal. Die Normalität ist jetzt einfach eine andere geworden.


    Für mich ist es wichtig, regelmäßig hier im Forum zu sein und meine Erfahrungen zu teilen, denn ich weiß noch wie hilflos und verzweifelt ich mich nach der Diagnose gefühlt habe. Für mich ist es kein Weg so zu tun als wäre nichts, sondern ich sehe es inwzsichen als kontrolliertes Risiko, das nicht höher ist als bei einem Autounfall zu sterben oder einfach einen Herzstillstand zu bekommen. Ob das statistisch stimmt? Ich weiß es nicht, aber für mein Gefühl ist es gut so :)


    Was ich meine ist, dass das Leben vor allem mit Kindern nicht mehr so ist wie vor der Diagnose, das man aber seine Ängste in den Griff bekommen kann, wenn man deren Berechtigung akzeptiert und lernt sie zu kontrollieren.


    Viele liebe Grüße


    Eirene







    Hallo liebe Anin ,


    das BRCA Netzwerk ist ein eigener Verein, unabhängig von diesem Forum hier. Du findest ihn ganz einfach, wenn du das Stichwort so im Internet eingibst. Dort gibt es regionale Gesprächskreise und Ansprechpartner für Menschen mit BRCA Mutation. Mir haben sie dort bei meiner Entscheidung zur Entfernung der Eierstöcke sehr geholfen.


    Bei meiner Brust kann ich gar nicht unterscheiden, was die Verklebungen waren, die ich mehr oder weniger von Anfang an hatte und was die Kapselfibrose, bzw. wann diese dazu kam.


    Viele liebe Grüße


    Eirene