Beiträge von IrishMeadow

    Hallo ihr Lieben,


    Ich danke euch von Herzen für eure lieben Beiträge und Gedanken - aus jedem einzelnen kann ich etwas für mich herausziehen und habe neue Impulse bekommen.


    Da ich in die neue Klink meinen Laptop nicht mitnehmen werde, kann ich mich erst nach meinem Aufenthalt dort wieder melden.


    Bis dahin und vielen Dank,


    liebe Grüße,


    Heike

    Hallo ihr Lieben,


    Ich habe heute den neuen Befund erhalten - nach 2 Zyklen Chemotherapie ist der Tumor im rechten Hauptbronchius noch genauso groß wie zuvor. Es hat sich nichts geändert, die Chemo hat nicht angeschlagen.


    Die Chemo wird evtl. umgestellt, evtl. durch Tabletten ergänzt.


    Morgen werde ich in eine andere Klinik verlegt mit einer Thoraxchirurgischen Spezialabteilung. Dort sollte ich eigentlich operiert werden, wenn der Tumor sich verkleinert hätte. Jetzt soll dort geprüft werden, ob man einen Stent einsetzen kann, damit ich besser Luft bekomme.


    Mir geht es gerade gar nicht gut... seit 6 Monaten Husten und Luftnot, dann die ganzen Ängste und Hoffnungen, die Nebenwirkungen, die verlorenen Haare (okay das ist kein echtes Problem), die Schmerzen.... und jetzt geht alles von vorne los. Ich stehe wieder bei Null.


    Ich weiß gerade nicht, woher ich die Kraft nehmen soll, die kommende Zeit zu überstehen....


    Bis bald,


    Heike

    Liebe Madita,


    Ich habe heute Nacht einige Stunden geschlafen - das hat bei mir Seltenheitswert und ich fand es sehr erholsam.


    Nach dem Aufstehen ging natürlich der Husten gleich los. Manchmal möchte ich wirklich in meinen Körper hineinschauen und wissen, was da passiert. Da der Husten immer anders ist, wüsste ich gerne warum er mal so ist und mal ganz anders.


    Es löst sich gerade sehr viel Schleim und so huste ich ununterbrochen. Mein Freund vermutet, dass es ein gutes Zeichen sein könnte - dass es sich um eine Veränderung handelt, die durch die Chemo hervorgerufen wird. Ich wünschte, er hätte Recht.


    Meine Tasche ist noch nicht gepackt... ich kann dieses Krankenhaustaschenpacken nicht leiden.... werde es wohl noch bis heute Abend vor mir herschieben.


    So wie es mir gerade geht, werde ich morgen wohl gleich als erstes nach der Psychoonkologin fragen - welch ein Segen, dass es sie gibt.


    Liebe Grüße und danke fürs an mich denken!


    Heike

    Vielen Dank Nikita,


    Ich höre oft, dass es schwer ist die richtigen Worte zu finden, aber ich erwarte gar nicht, dass jemand die "richtigen Worte" findet :) .


    Mir tut es gerade so gut hier wahrgenommen zu werden mit meinen Problemen, Ängsten, Sorgen und es tut gut verstanden zu werden, denn letztendlich ist es ja egal, was einem die Luft zum Atmen raubt - das Gefühl ist grauenvoll und löst Angst (zu ersticken) aus. Deahalb bin ich froh, dass du von deinen Erfahrungen berichtest.


    Liebe Grüße,


    Heike

    Ich würde langsam anfangen und erst einmal Rohkost als Zusatz zu einer Mahlzeit wählen, also z.B. eine normale Mahlzeit, bei der du einen Teil durch einen Rohkostsalat ersetzt.


    Rohkost eignet sich auch immer gut als Zwischenmahlzeit.


    Und wenn du abends gerne Brot isst, könntest du es mal mit Tomaten und Gurkenscheiben belegen - auf Frischkäse finde ich das lecker.


    Ich presse mir gerne Säfte aus Gemüse... hm, mein Favorit ist Karottensaft :)

    Liebe Madita,


    Den Daumen-Drück-Thread finde ich super toll.... hier wird es immer Menschen geben, die unsere Daumendrücker und guten Gedanken brauchen - eben positive Energie! Ich fühle mich sehr geehrt, die erste zu sein, der dort die Däumchen gedrückt werden.


    Ja, mein Freund ist schon ein Guter - nur durch seinen Job sehr eingespannt und alles was ich an Zeit bekomme wie z.B. für so einen Termin heute, muss er dann abends oder am Wochenende nacharbeiten... aber wenn er dann am Mittwoch mit zum CT kommt, hilft mir das mehr, als wenn 3 Psychoonkologen dabei sind. Trotzdem ist es auch toll, dass man die Psychoonkologin immer anrufen kann - manchmal steht sie schon in der Tür, während ich noch meine Tasche auspacke ;) - das ist in dieser Klinik perfekt organisiert, die legen viel Wert auf die psychoonkologische Begleitung.


    Hmmm ja :) , meine Shop bei DaWanda kann man noch sehen - den will ich ja wieder aktivieren, wenn es mir besser geht.


    Wenn du magst, aktiviere ich mal ein paar Artikel, damit er nicht ganz so leer ist und schicke dir den Link per PN - dann kannst du mal einen kleinen Eindruck bekommen, was ich so :) werkel. Und die verkauften Artikel kannst du auch fast alle sehen, wenn du auf die Zahl der verkauften Artikel klickst... nur die Adventskalender habe ich rausgenommen, aber man sieht noch meine Geschenktütchen, die in einem ähnlichen Stil gehalten sind...


    Dauert paar Minütchen, dann ist der Shop aktiv - ich schreibe dir dann eine PN (hoffe, das kriege ich hin...)


    Bis bald,


    Heike

    Danke Phönix,


    Jetzt komme ich am Mittwoch ja erstmal in die Klinik. Wenn der Tumor nicht geschrumpft ist, geht die Chemo eh weiter und somit auch der Husten... dann kann ich mich nach einem Heilpraktiker umsehen - vielen Dank für deinen Tip!


    Liebe Grüße,


    Heike

    Liebe Butterblume,


    Vielen Dank fürs Mitfühlen. Ich wünsche dir auch alles Gute für deine Chemo und dass die Nebenwirkungen nachlassen.



    Liebe Madita,


    Ich werde quasi in 2 Kliniken behandelt - das eine ist das Krankenhaus mit onkologischer Station, wo ich auch letztes Jahr mit dem Cervix-CA behandelt wurde (damals auf der Gyn.). Ich kenne einige Kliniken hier in der Stadt und bin überzeugt davon in der besten zu sein - auch wenn nicht immer alles nach Wunsch läuft, aber ich bin ja nicht die einzige Patientin. Klar würde ich mir manchmal viel mehr Zeit von den Ärzten wünschen - aber es kommt auch immer drauf an, wer gerade da ist. Die Oberärzte machen alles schnell, schnell und verweisen auf ihrer Praxis, wo man für weitere Fragen Termine ausmachen kann. Die jüngeren Stationsärzte nehmen sich sehr viel Zeit.


    Die zweite Klinik hat eine angeschlossenen Spezial-Abteilung für Thorax-Chirurgie. Dort gibt es einen Prof. zu dem aus allen Ecken des Landes die Patienten anreisen, weil er einen extrem guten Ruf und viel Erfahrung hat. Ich habe ihn kennengelernt als er meinen Fall das erste Mal beurteilte. Menschlich komme ich mit ihm gar nicht klar, aber ich bin überzeugt, dass er einer der Besten Thoraxchirurgen ist.


    Mein Onkologe steht mit diesem Prof. in Kontakt und die entscheiden gemeinsam das weitere Vorgehen - und ich denke, ich kann ihnen wirklich vertrauen.


    Meine Kritik geht also weniger an die Ärzte, sondern an diesen Tumor, der meinen rechten Lungenflügel verstopft und den Ärzten mit den Symptomen eine scheinbar unlösbare Aufgabe gegeben hat. Und meine Wut richtet sich gegen diesen Tumor, der mir das Leben so schwer macht...


    Ja, heute war ich beim Orthopäden. Ich habe es nur hingeschafft, weil mein Freund seine Arbeit unterbrach und mich abholte. Das ist nicht einfach für ihn gerade - er ist selbständig und kann einerseits Termine verschieben, aber es ist auch immer schwierig das zu organisieren ohne sich unbeliebt zu machen... und er macht das ja seit Wochen schon.


    Es handelt sich bei dem Schulterproblem wohl um einen entzündeten Schleimbeutel. Hineinspritzen kann der Orthopäde nichts wegen der Chemo - das könnte zu unangenehmen Komplikationen führen. Er hat mir Ibuprofen verschrieben, weil ich das gut vertrage und eine Verordnung für Physiotherapie. Dein Schmerzöl habe ich zusätzlich gekauft.


    Mein Freund versucht die Dinge immer erst einmal positiv zu sehen. da der Husten seit einigen Tagen mit viel Schleim einhergeht, der nicht abzuhusten ist, weil immerzu welcher nachkommt, so dass ich nie fertig werde mit abhusten, meinte er, dass es vielleicht etwas mit der Tumorveränderung zu tun hat und sich die Bronchien gerade wieder mehr Freiraum verschaffen. Es sind halt Vermutungen, um sich Mut zu machen...


    Du fragst nach den Glasperlen... ich verarbeite gerne Glasschliffperlen und kleine Metallzwischenteile, aber auch diese Miniperlchen... mein Stil ist romantsich-verspielt-nostalgisch - aber ich selbst trage gar keinen Schmuck. Ich stelle ihn tatsächlich nur für meinen Shop her. Und er wurde gerne gekauft als der Shop noch aktiviert war.


    Dann verarbeite ich Cabochons - das sind so Glassteinchen mit flacher Rückseite, auf die kleine Bildchen geklebt werden - die Steine werden dann in eine Ohrringfassung geklebt.


    Und die Mosaiksteine.... die sind so wunderschön farbenfroh... sie sind so 2x2cm groß und die zerteile ich nochmal in 4 kleine Stückchen - dadurch werden die Kanten unregelmäßiger und das macht das Werkstück interessanter. Ich belege am liebsten Schalen oder Tischplatten, aber gerne auch Blumentöpfe, Windlichter, Tonkugeln.... alles was das Herz begehrt.


    Außerdem arbeite ich schrecklich gerne mit Papier - ich hatte letztes Jahr in meinem Shop nostalgische Adventskalender aus Papiertüten.... die habe ich so gerne hergestellt. Ich hatte schon begonnen für die Vorweihnachtszeit welche anzufertigen, aber jetzt hat das alles Pause.


    Einen Kreativ-Thread fänd' ich super :) !!!


    Liebe Grüße - ihr seid so toll hier!!!


    Heike

    Hallo Leni,


    Meine Onkologen wissen alle bescheid - sie wissen, dass ich Tag und Nacht huste, dass ich manchmal Blut spucke oder vor lauter Husten erbreche, dass ich sehr schlecht Luft bekomme, dass ich Angst habe, dass ich verzweifelt bin....


    Sie sagen, ich kann jederzeit über die Notaufnahme stationär im KH aufgenommen werden. Das habe ich 2x getan. In der Notaufnahme wartet man ewig und liegt allein auf einer Pritsche bis mal ein abgehetzter Assistenzarzt kommt, der die Situation nicht einschätzen kann. Dann kommt man auf die Station und bekommt ein paar Paracodintropfen gegen den Husten, obwohl die kein Stück helfen. Und dann ist man da genauso allein mit seinem Problem wie zu Hause....


    Die Ärzte hatten evtl. noch nie einen Fall wie meinen - sie sagen, die Tumolokalisation ist sehr ungünstig. Wenn der Tumor an einer anderen Stelle wäre, hätte ich keine Symptome.


    Ich war vor meinem 2. Chemozyklus 2 Wochen lang stationär in der Klink. Die Ärzte haben jeden Tag etwas neues ausprobiert, um den Husten zu stillen - verschiedene Tabletten mit Kodein, ein Anästhetikum, das die Schleimhaut beruhigen soll, Beruhigungsmittel und Morphin. Bis auf das Morphin hatte ich auf alle Medikamente üble Nebenwirkungen oder habe sogar noch stärker gehustet.


    Das Morphin hilft minimal gegen den Husten, aber es macht sehr müde - und trotzdem schlafe ich nicht. Ich nehme es, weil ich dann das Gefühl habe IRGENDETWAS zu tun und nicht völlig ausgeliefert zu sein, aber wenn alle mal ehrlich sind - auch die Ärzte - dann gibt es nichts, was mir hilft. Bisher habe ich so gehofft, dass die Chemo in diese Richtung schon Wirkung zeigt, aber der Husten wurde schlimmer.


    Und genau das macht mir solche Angst.


    Dass beim Husten Blut kommt, findet der Arzt normal.... wenn es keine großen Blutmengen sind, ist es nicht gefährlich.


    Und zu meiner Luftnot sagen die Ärzte, dass, ich nicht ersticken kann - denn diese Angst habe ich ganz konkret formuliert. Sie haben mir die CT-Bilder des Tumors gezeigt und mir erklärt, dass derzeit der linke Lungenflügel alleine "arbeiten" muss, aber da er das tut, besteht keine Gefahr für mich. Es ist eben nur sehr, sehr unangenehm, dass ich so schlecht atmen kann...


    Ich hatte so viele Gespräche mit den Ärzten - die Psychookologen haben sich für mich eingesetzt und mit den Ärzten gesprochen, dass ich mehr Klarheit brauche. Ich bekomme keine Antworten und keine wirklich wirksamen Medikamente, weil die Ärzte nicht wissen, was sie noch tun sollen - außer den Tumor zu entfernen und dazu muss er erst schrumpfen. Im Prinzip kann ich den Ärzten keinen Vorwurf machen, denn ich scheine eine seltene Tumolokalisation zu haben, bei der sie keine Erfahrungen haben.


    Inzwischen weine ich wieder.... es erleichtert mich einerseits, aber andererseits bin ich tief drin in meiner Depression und Ablenkung ist so schwierig, weil ich so erschöpft bin. Ich liege im Bett - besser ich sitze in meinem Pflegebett und schreibe mir gerade meine Angst von der Seele.


    Ich hoffe, ich überfordere euch nicht.


    Liebe Grüße,


    Heike

    Liebe Madita,


    Ein Häkelkleid? Das klingt kompliziert, aber vor allem fröhlich bunt!


    Mein Material ist Glas... ich arbeite zum einen mit Glasperlen (habe auch einen kleinen online-Shop für Schmuck, aber der ist zur Zeit nicht aktiv wegen der Krankheit) und dann liebe ich Glasmosaik. Diese bunten Glassteinchen zusammenzusetzen finde ich einfach wunderbar.


    Ich würde gerne mehr darüber erzählen, aber ich habe heute einen ganz schlechten Tag. Die Nacht war schlimm - ich habe nicht geschlafen, weil ich nur gehustet habe bis Blut kam. Und dann kommt im Moment so oft die Angst... die Ärzte haben immer wieder gesagt, sie erwarten, dass unter der Chemo der Husten besser wird, aber er wird schlimmer. Fast jeden Tag wird er etwas schlimmer...


    Da frage ich mich, was bedeutet das?


    Ja, du hast das richtig verstanden - wenn der Tumor geschrumpft ist, kann er möglicherweise operiert werden. Ob er dann operabel ist, entscheidet der Prof., der ihn operieren soll. Der ist in einer anderen Klinik. Ich muss wohl noch länger auf die Entscheidung warten und genau das fällt mir gerade so schwer, denn in der Zwischenzeit bleiben die Symptome und ich bin so erschöpft davon.


    Die ganze Nacht habe ich schlecht Luft bekommen und gedacht, es fühlt sich an, als ob der Tumor wächst. Eigentlich sollte ich doch besser Luft bekommen, wenn er schrumpft. Ich bin gerade nur noch am Zweifeln und habe schreckliche Angst. Dass ich Krebs habe, damit kann ich umgehen - aber dass ich kaum noch Luft bekomme, daran kann ich mich nicht gewöhnen, denn es löst Panik aus.


    Und ich hätte so gerne ein einziges Mal klare Antworten auf meine Fragen - diese ratlosen Blicke der Ärzte ertrage ich nicht mehr. Ich habe heute nicht einmal mehr Tränen, die mich erleichtern könnten (denn weinen hilft mir immer etwas) - da ist nur noch Angst.


    Ich werde heute zum Orthopäden gehen - das ist zwar anstrengend für mich, aber evtl. eine Ablenkung.


    Liebe Grüße,


    Heike

    Hallo Flora,
    danke für deinen Beitrag,hat mir schon sehr weiter geholfen.
    Natürlich konzentriere ich mich momentan auf die Chemo und die Bestrahlung ist in weiter Ferne.
    Aber interessieren tut mich das schon alles.Man kann ja nie vorbereitet genug sein ...
    lass mich überraschen...
    Lg danker27


    Hallo danker,


    Hattest du noch kein Gespräch mit einem Strahlentherapeuten?


    Das kommt sicher noch, wenn es soweit ist.


    Dort wird dir dann genau erklärt, wie die Bestrahlung abläuft, wie lange sie dauert, wozu sie dient, welche Risiken es gibt und du kannst dort auch deine Fragen stellen. Meine Strahlentherapeutin hat sich ganz viel Zeit genommen beim ersten Gespräch - das war toll.


    Auch während der Zeit der Bestrahlung gab es zwischendrin Gespräche mit den Strahlentherapeuten, die dann wissen wollten, wie ich die Bestrahlung vertrage, ob einige der vorher erwarteten Nebenwirkungen gab usw. Wenn ich Beschwerden hatte, wurde mir sofort geholfen. Ich fühlte mich dort sehr gut betreut.


    Du kannst dir ja deine Fragen aufschreiben, wenn dir welche einfallen und deine Fragenliste dann mit zu dem Gespräch nehmen. Manchmal fallen einem ja zwischendrin Fragen ein und man vergisst sie dann wieder - ich habe mir angewöhnt, immer alles aufzuschreiben.


    Alles Gute für deine Chemo!


    Heike

    Liebe Madita,


    Ich sag' trotzdem danke, weil ich wirklich gerade so froh und dankbar bin hier schreiben zu können und wahrgenommen zu werden :) . Es tut so gut sich mit Menschen auszutauschen, denen man nicht so viel erklären muss, weil sie ähnliches erleben oder erlebt haben und deshalb einfach verstehen.


    Das Schmerzöl werde ich mir morgen besorgen - danke auch für diesen Tip!


    Du fragst nach der Musik, die ich so höre.... ich liebe ja Irland und höre sehr gerne irische Balladen oder Musik, die keltisch inspiriert ist. Mein ganz persönliches musikalisches Seelenbalsam kommt von der kanadischen Musikerin Loreena McKennitt. Sie reist durch die Welt und lässt sich von verschiedenen Kulturen und Musikrichtungen inspirieren, stimmt ihre Eindrücke dann aber immer auf ihre keltische Musik ab - dabei entstehen traumhafte Melodien und sie hat eine wundervolle Stimme.


    Aber ich höre auch viele andere Stilrichtungen querbeet je nach Stimmung...


    Heute war ich fast den ganzen Tag nur mit diesem Husten beschäftigt - ich habe zwischendrin gedacht, so Heike, das ist jetzt deine heutige Aufgabe: husten und inhalieren. Draußen schien die Sonne und das Fenster war weit auf... die Leute schlenderten die Straße entlang und waren gut gelaunt... da frage ich mich schon, wann ich mal wieder sowas "normales" machen kann. Wie unterschiedlich Krebserkrankungen verlaufen können - letztes Jahr habe ich mich nicht einmal richtig krank gefühlt. Wenn ich nicht täglich bei der Bestrahlung gesessen hätte, hätte ich glatt vergessen können, dass ich krank war.


    Madita, ich weiß gar nichts über dich. Magst du mir auch etwas zu dir schreiben?


    So, jetzt bin ich deinen "Vorschlag" nachgekommen und habe einfach drauf los geschrieben... es ist schön hier zu sein :) !


    Liebe Grüße,


    Heike

    Liebe Madita,


    Vielen Dank für deine Antwort.


    Sicher ich muss versuchen meine Gedanken mehr auf das Jetzt zu lenken - schaffe ich mal mehr, mal weniger gut.


    Was den Husten angeht sind auch die Ärzte alle ratlos. Der Husten dauert jetzt genau 6 Monate an. Als ich noch keine Diagnose hatte, war ich auch beim Hausarzt und beim Lungenfacharzt. Die tippten damals auf eine Allergie oder auch Keuchhusten.


    Nachdem die Tests nichts ergaben, wurde eine CT und eine Bronchioskopie gemacht. Danach war klar, es ist ein Tumor. Der "verstopft" den kompletten rechten Hauptbronchius und reizt den ganzen Tag die Schleimhaut, so dass ich husten muss.


    In der Klinik hatte ich auch Atemtherapie, aber die Therapeutin konnte gar nichts ausrichten, weil jeder tiefer Atemzug im Prinzip ein neuer Reiz ist (ich atme nur noch ganz flach). Die Therapie war echt schwierig, weil ich nur hustete. Die Therapeutin brachte die Stunde irgendwie zu ende, aber ich sah ihr an, dass sie es auch frustrierend fand. Es gab dann auch keinen neuen Termin mehr.


    Dampf vertrage ich gar nicht - gestern war es hier total schwül und schon ist mir das atmen schwerer gefallen...


    Ich spritze Morphin, um den Husten nachts zu reduzieren - hilft mäßig... manchmal gar nicht. Und im akuten Fall hilft am besten mein Inhalationsgerät. Das blöde ist nur, dass ich das nur zu Hause benutzen kann. Wenn ich unterwegs bin (bin ich derzeit zwar kaum, aber manchmal muss ich ja was einkaufen oder zum Arzt) und einen Hustenanfall bekomme, gibt es kaum was, was hilft. Ich versuche mich dann zu beruhigen und trinke viele kleine Schlückchen Wasser.


    Ich habe mir übrigens auch irgendeinen Nerv eingeklemmt durch die Husterei - irgendwo an der Schulter. Morgen gehe ich zum Orthopäden damit.


    Der Husten verändert sich immer wieder mal - derzeit bildet sich sehr viel Schleim - ich kann ihn aber nicht abhusten... er verstärkt meine Atemnot nur noch mehr.


    Dass die Ärzte so ratlos sind, finde ich nicht gerade beruhigend... inzwischen beantworten sie meine Fragen teilweise nur noch mit einem Schulterzucken.


    Zur Zeit bin ich leider sehr depressiv. Die Depression ist nicht erst durch die Krebserkrankung entstanden - sie begleitet mich schon mehr als mein halbes Leben, aber in den letzten Jahren hatte ich sie gut im Griff. Auch bei meiner ersten Krebserkrankung hatte ich nicht unter ihr zu leiden - aber da ging es mir auch recht gut.


    Jetzt, durch die schwierigen und lang andauernden Symptome, kommt sie wieder voll durch....


    Am Mittwoch erfahre ich hoffentlich mehr durch die neue CT.


    LG,


    Heike

    Hallo Jo,


    Danke fürs Mitfühlen!


    Ja ja.... die liebe Geduld - die wurde verteilt als ich gerade wieder geschwänzt habe ;) . Du hast natürlich Recht, ich muss jetzt noch durchhalten... der Husten dauert jetzt genau ein halbes Jahr an. Ich habe richtige Bauchmuskeln bekommen :D .


    Weißt du, ich wünschte ich könnte auch mit so einer Gewissheit sagen: die Chemo wird den Tumor schrumpfen. Mir fehlt manchmal so dieser feste Glaube daran. Der Onkologe sagte, die Chancen liegen bei 55%, dass der Tumor unter dieser Chemo schrumpft. 95% wären mir lieber gewesen....


    Die Hoffnung zu behalten ist manchmal gar nicht so einfach, aber jeder Tag ist anders. Manchmal glaube ich ganz fest dran und dann wankt alles wieder.


    Ich verfüge über schöne Entspannungsübungstechniken (bin Ergotherapeutin), aber ich gebe zu, es ist manchmal schwer mich zu konzentrieren. Was aber ganz gut hilft ist Musik über Kopfhörer - also die Musik ganz intensiv wahrnehmen und sich damit etwas wegträumen :) .

    Liebe Diana,


    Danke für deine Antwort!


    Ich habe vor einigen Tagen mit meinem Onkologen gesprochen.


    Er hat seine Praxis in der Klinik, in der ich die Chemo bekomme und ist dort auch Oberarzt, d.h. er kennt meine Geschichte sehr gut. Bei unserem Gespräch teilte er mir lediglich mit, das ich sehr ungewöhnlich auf die Chemo reagiere.


    Ich hatte nach der Entlassung aus der Klinik keine Medikamente gegen Übelkeit enthalten. Nun erklärte ich ihm , dass ich nicht ohne Medikamente auskomme und er schrieb mir einige Medikamente auf - auch für den nächsten Zyklus.


    Leider habe ich das Gefühl, dass die Ärzte in meinem Fall allgemein etwas ratlos sind und meine Fragen langsam nicht mehr hören können. Es gibt so einige Punkte, bei denen ich entweder, laut Ärzten, ungewöhnlich reagiere oder seltene Symptome zeige, wie z.B. mein starker Husten. Ich spritze zur Nacht Morphin gegen den Husten, was aber kaum hilft und da alles andere, was probiert wurde nicht geholfen hat, heißt es jetzt immer nur - es sei sehr ungewöhnlich....


    Der Onkologe ging davon aus, dass schon unter dem ersten Chemozyklus der Husten besser werden würde, aber es gab keine Veränderung. Nach dem zweiten Zyklus wurde der Husten sogar schlimmer.... als ich ihm das berichtete, zuckte er nur mit den Schultern. Ich habe mich fast damit abgefunden, dass mir momentan niemand helfen kann, die Symptome zu lindern.


    Aber die Übelkeit ist unter den Medikamenten besser geworden und ich habe inzwischen auch mal ein paar Stunden am Tag, an denen ich mich fitter fühle :)


    Am kommenden Mittwoch wird nun per CT geschaut, ob der Tumor geschrumpft ist.


    Liebe Grüße,


    Heike

    Vielen Dank für eure Willkommensgrüße!!!


    Ich habe mich inzwischen hier im Forum umgesehen und schon ein bissel was geschrieben - es gefällt mir gut hier bei euch!


    Freue mich auf den weiteren Austausch mit euch :) .


    Liebe Grüße,


    Heike

    Hallo,


    Danke dir Madita für deinen netten Willkommensgruß :) !


    Ich habe einen sehr schönen Liegestuhl gefunden und mir einne kleinen Sonnenschirm mitgebracht 8) .


    Für euch habe ich leckeren Himbeerkuchen und eine große Kanne Tee mitgebracht... lasst es euch schmecken.


    Ich freue mich so, bei euch zu sein!!!!




    Liebe Grüße,


    Heike

    Hallo Leni, Saphira & Phönix,


    Vielen Dank für eure Antworten. Ich finde es schön, dass ihr mir geantwortet habt, obwohl ihr nicht von Lungenkrebs betroffen seid - ihr habt Recht, wir haben alle eine Krebserkrankung und vieles wie die Nebenwirkungen der Chemo, körperliche und psychische Probleme gleichen sich und natürlich bringt jede Krebserkrankung Ängste mit sich.


    Ich sehe es auch so, dass wir letztendlich alle in einem Boot sitzen und ich finde es wunderbar, hier ein Stück aufgefangen zu werden. Vielleicht meldet sich irgendwann mal jemand an, der eine vergleichbare Krebsart hat wie ich und mit dem ich mich konkreter austauschen kann.


    Ich möchte jetzt noch gerne auf jeden einzelnen von euch antworten:


    Leni


    Du möchtest wissen, wie es mir mit meinem Gebärmutterhalskrebs geht.


    Im Moment ist der ziemlich in den Hintergrund gerückt, durch die neue Krebserkrankung, die so viel schwieriger zu behandeln ist. Bei der letzten Nachsorge war jedoch alles in Ordnung. Ich habe keine Beschwerden, die von diesem Krebs kommen - außer dass ich durch die Therapie zu früh in die Wechseljahre gekommen bin.


    Damals war es ein Schock, denn es war ein Zufallsbefunde. Ich kam mit Unterleibsschmerzen ins Krankenhaus. Diese Schmerzen haben sich über Monate hin gesteigert - ich bin aber nie zum Arzt gegangen. Als ich dann zum Arzt ging und er nichts feststellen konnte, hieß es schnell, es sei etwas psychosomatisches... auch als aus den Schmerzen Krämpfen wurden und ich mich verschiedenen Ärzten vorstellte, hieß es immer, ich hätte etwas psychosomatisches.


    Die Krämpfe kamen irgendwann so heftig, dass ich ins Krankenhaus musste. Dort untersuchte man mich über eine Woche lang sehr gründlich - es wurde fast nichts ausgelassen. Allerdings erlebte ich in dieser Klinik einige unglaubliche Dinge, die mich daran zweifeln ließen ob ich dort richtig bin und nachdem man trotz meines schlechten Zustands die letzte Untersuchung - eine Laparoskopie - immer wieder verschob und mir stattdessen mitteilte, dass man meine Gallenblase entfernen wolle, wollte ich dort nicht mehr bleiben.


    Man bescheinigte mit, dass man nichts körperliches finden konnte und ich ein psychisches Problem habe und entließ mich mit den Worten, dass ich mal an der frischen Luft einen schönen Spaziergang machen sollte, das würde schon werden...


    Durch die schlimmen Krämpfe konnte ich natürlich nicht zu Hause bleiben und fuhr direkt in die nächste Klink. Dort kam ich auf die Gynäkologie und dort nahm man mich ernst. Und dort wurde dann die Laparoskopie gemacht, die ergab, dass die Gebärmutter sehr stark vergrößert war. Man ging davon aus, dass die Gebärmutter die Krampfe verursachte und ich hatte sofort das Gefühl, dass das richtig war.


    Die Gebärmutter wurde entfernt und meine Krämpfe waren weg.


    Nun dachte ich, alles sei überstanden, aber der histologische Befund ergab, dass sich in der Gebärmutter ein Tumor befunden hatte und ein CT der Lunge ergab den Verdacht auf Lungenmetastasen. Das war natürlich erst einmal ein Schock.


    Nachdem der erste Schock verarbeitet war, konnte ich die neue Situation aber recht schnell akzeptieren.


    Heute weiß ich, dass ich es nur deshalb so schnell konnte, weil es mir körperlich so gut ging. Nachdem ich diese Krämpfe los war, ging es mir einfach wieder so wie vorher. Die folgende Chemo und Strahlentherapie zeigten kaum Nebenwirkungen - lediglich etwas Müdigkeit, aber die war nicht wirklich beeinträchtigend. Ich fühlte mich ganz normal. Die erste Kontrolluntersuchung zeigte dann, dass es kein Tumorrezidiv gibt und die Rundherde in der Lunge nicht mehr nachweisbar waren.


    Heute ist das anders. Der Lungenkrebs an sich verursacht einige unangenehme Symptome, wie den Husten, die Atembeschwerden und schränkt mich in der Bewegung insofern ein, als ich bei kleinsten Anstrengungen Luftnot und Hustenanfälle bekomme. Zudem ist die Chemo diesmal eine ganz andere Hausnummer und damit hatte ich nicht gerechnet, nachdem ich die andere Chemo letztes Jahr so einfach "weggesteckt" hatte.


    @ Saphira


    Ja, ich fühle mich hier gut aufgefangen :)


    Ich habe schon gesehen, dass das Forum noch recht jung ist und im Vergleich zu anderen Foren noch nicht so "vollgeschrieben" - das war auch mit ein Grund mich hier anzumelden, denn in anderen Foren mit hunderten von Beiträgen pro Thema finde ich es viel schwieriger "reinzufinden"


    phönix


    Ich habe hier auf der Seite "Frauenselbsthilfe nach Krebs" eine Selbsthilfegruppe gefunden und habe vor dort Kontakt aufzunehmen. Allerdings habe ich im Moment noch Angst allein rauszugehen. Die Hustenanfälle kommen ganz plötzlich und ich möchte sie nicht im Bus oder der U-Bahn bekommen... so ein Hustenanfall ruft automatisch die Aufmerksamkeit der anderen Menschen aufs Programm und das it mir jedes Mal sehr unangenehm, zumal ich manchmal einen Brechreiz bekomme. Das einzige was dann hilft, ist mein Inhalationsgerät und das kann ich nicht mitnehmen.


    Ich fühle mich absolut noch nicht fit genug, um allein aus dem Haus zu gehen.


    Toll, dass du beim Lungenfacharzt auf das Forum hinweisen willst und meine Frage "mit dort hin nimmst".


    Ganz liebe Grüße und vielen Dank,
    Heike