Beiträge von Sonnenglanz

    Liebe Amy48 , ich glaube, die Ärzte versuchen vorher abzuschätzen, ob eine Chemo erfolgreich sein kann. Bei mir war der Tumor extrem hormonabhängig, hatte eine niedrige Teilungssrate und einen relativ niedrigen KI Wert. Da haben die Ärzte erst operiert. Ein Gentest sagte dann, dass ich profitieren würde.


    Auch wenn ich nicht sehen konnte, ob die Chemo wirkt, war ich froh, den Tumor schnell los geworden zu sein, weil ich Sorge vor diesem weiteren Streuen hatte.


    Liebe Kampfjule , es tut mir sehr leid, dass bei dir die OP nicht zuerst gemacht wurde, man da vielleicht irgendwas übersehen hat. Und es gibt ja leider auch chemoresistente Tumore, die einfach nicht auf die Chemo reagieren. Das ist wirklich tragisch und schwer bis gar nicht zu ertragen. Deswegen bin ich der Ansicht, jede Frau mit BK sollte so einen Gentest machen lassen können und die Krankenkasse zahlt. Bisher sind es ja nur Frauen, deren Tumore eine bestimmte Tumorbiologie aufweisen.


    Zwar sind diese Genteste auch noch nicht perfekt, aber doch ziemlich gut. (Hoffentlich, denn ob mir die Chemo etwas ausser NWs gebracht hat, weiß ich letztens nicht).


    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.


    LG Sonnenglanz

    Liebe Kerstin B. ,


    irgendwer hat hier mal geschrieben, dass nur knapp 13 % planmäßig durch die Chemo kommen. Ich habe mir die Zahl gemerkt, weil ich das Glück hatte, dazu zu gehören.


    Und die Erfolgsraten sind ja über alle Fälle gemittelt, also bleibt die Statistik doch gut, triple negativ hin oder her.


    Alles Gute für dich und gute Besserung


    Sonnenglanz

    Liebe Busenwunder , da bin ich froh, zu lesen, dass ich nicht die einzige bin. Immerhin habe ich gestern einen Termin für die Mammographie gemacht, es wird der 3.12. =ODie Gynäkologin versuche ich, heute noch mal zu erreichen. Damit bin ich tatsächlich 7 Monate nach der letzten dran, denn die war Anfang Mai.


    Ich bin trotzdem der Meinung, dass das für mich so richtig war, sonst hätte der Terminstress mich 'umgehauen' und ich wollte diese Dienstreise unbedingt mit machen (Washington DC - ich habe maßlos viel gelernt und Spaß gehabt, besser geht es nicht). Vor der Reise war ich allerdings auch unsicher, ob mir das wirklich gut tut, 11 Stunden war ich pro 'Fahrt' unterwegs, mit Koffer, und den jet lag kriegt man ja auch ab.


    Und hoffe natürlich auf ein oB.


    Liebe Daria , ja, das versteh ich gut. In der Bestrahlung kam ich mir vor wie absolut 'getaktet', was aber irgendwie auch gut war. Ich hatte 28 Bestrahlungen und es waren doch auch lange Wochen. Da ich aber alles gut vertragen habe, ging es mir ziemlich gut. Ich habe sogar etwas nebenher gearbeitet. Leider möchte ich dir sagen, so ganz normal wird es leider wahrscheinlich nicht werden. Aber sehr viel normaler. Es gibt viele Phasen, an denen ich kaum an das Mistvieh denke, trotz der Polyneuropathien, die ich habe. Aber spätestens bei der Nachsorge geht es wieder los. Auch jetzt drückt mir die anstehende Untersuchung auf das vegetative Nervensystem. Da grummelt es im Bauch ganz schön 8o Und ich kenn eigentlich keine Frau, die das locker nimmt.


    Ich nehme mir, was gut ist, so tief und schön wie es eben geht. Und ich versuche, die Angst anzunehmen und gut durch sie durch zu kommen.


    Weihnachten letztes Jahr bin ich aus der AHB wieder gekommen. Im Sommer sah ich noch relativ käsig aus. Inzwischen sieht man nix mehr. Innerlich hab ich schon noch zu knabbern.


    Nach der Bestrahlung wird es auch bei dir hoffentlich steil bergauf gehen. Das meiste hast du geschafft, du hast schon enorm viel geleistet. Man glaubt es nicht, plötzlich ist es vorbei und man muss nur noch 'Sorge' tragen, damit man mit dem ganzen Geschehen möglichst gut umgehen kann. Die Langzeitnebenwirkungen muss man ja auch im Auge behalten X/



    Jetzt wünsche ich dir, dass du durch die letzten Wochen der Therapie auch gut durch kommst, und dir und allen alles Gute. Vielleicht schafft man es ja doch irgendwann, diesen Nachsorgekram entspannter zu sehen.


    Ganz liebe Grüße Sonnenglanz

    Liebe Larryperry ,


    Ja, das verstehen wir alle nur zu gut.


    Schau auf dich.


    Was möchtest du? Es ist ganz, ganz hart und es geht nur darum. Träume aufzugeben ist unglaublich schwer. Oder einfach nur die Angst, dass man sie aufgegeben müsste.


    Wut und Angst sind völlig in Ordnung. Bei mir haben Bücher das Fliegen gelernt.


    Du bist viel zu jung dafür.


    Hast du professionelle Betreuung?


    Lass dir Zeit, sortiere alles. Du kannst so oder so entscheiden, und das musst du zwar zügig tun aber nicht, bevor du nicht bereit dafür bist.


    Übrigens bin ich auch ungewollt kinderlos und relativ glücklich. Wegen der Krankheit mußte ich einiges aufgeben. Nun ergeben sich neue Möglichkeiten.


    Wie wäre es mit: ich lebe meine Träume trotzdem?


    Fühl dich umarmt.


    LG Sonnenglanz

    Liebe Larryperry ,


    deine Familie liebt dich und möchte nicht ohne dich sein. Sie hat Angst um dich. Für meinen Mann war es manchmal schlimmer als für mich. Ich wusste jederzeit, wie es mir geht. Er nicht. Er wurde emotional mindestens genauso gegrillt wie ich. Und auch meine Schwester war sehr besorgt.


    Das ist bestimmt bei deiner Familie auch so und deswegen möchte deine Familie, dass du dich so entscheiden mögest, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Eliminierung des Krebses möglichst extrem hoch ist. Die Menschen, die dich lieben, können nicht anders. Ich hatte das Glück, dass die meisten in meiner Familie so dachten wie ich. Wir haben eine Anthroposophin in der Familie, die hätte anders entschieden. Da war auch ein glücklicherweise nur kleiner Konflikt.


    Und dennoch, egal warum sie dich beknien, das zu tun, was man nach Leitlinie in dem Fall tut, es ist deine Entscheidung.


    Ich kenn mich nicht gut aus, weiss aber aus dem entfernten Bekanntenkreis dass eine Konisation einer Schwangerschaft nicht entgegen stehen muss.


    Ob die Säurebehandlung wirklich geeignet ist, dass solltest du wirklich sehr detailliert prüfen. Hast du schon mal beim Krebsinformationsdienst angerufen? Mehrere Meinungen eingeholt?


    Je größer die Basis deines Wissens ist, desto besser kannst du dich entscheiden.


    Nur letztlich musst du allein entscheiden.


    Ich wollte eigentlich nur einen möglichen Standpunkt deiner Familie darstellen. Ich glaub, ein bisschen wäre ich auch so, wenn du meine Tochter wärst. Es wäre für mich ganz schwer, zu akzeptieren, dass du allein für dich verantwortlich bist, und ich nicht berechtigt bin, dich irgendwie manipulieren zu wollen.


    Ganz liebe Grüße


    Sonnenglanz

    Liebe Larryperry ,


    auch ich gehöre zu denjenigen, die voll auf die Schulmedizin gesetzt haben. Zwar bei Brustkrebs und ich bin ja auch schon vergleichsweise alt. Dies war und ist mein Weg.


    Ich schreibe jetzt etwas, das einige hier auch nicht verstehen werden.


    Es ist rein Deine Entscheidung. Mit den Konsequenzen musst Du leben, niemand anderes, auch wenn deine Familie arg betroffen sein wird. Gegebenenfalls dein - zukünftiges - Kind und dein Partner können noch betroffen sein, falls dein Plan nicht aufgehen sollte. Doch wenn deine Entscheidung ganz sicher so ist wie du schreibst und du voll dahinter stehst, dann und nur dann ist die Entscheidung ja bereits gefallen. Und das scheint nicht der schulmedizinische Weg zu sein.


    Ich rate dir weder zu dem einen, noch zu dem anderen, sondern nur, dass du egal, was du tun wirst, sicher sein musst, dass du auch in Zukunft ganz fest zu deiner jetzigen Entscheidung stehen wirst und kannst .


    Egal, was auch immer passieren wird.


    Alles Gute für dich


    LG Sonnenglanz

    Liebe Moni13 , liebe Sally11 , liebe Anne79 , liebe kruemelmotte


    Meine Gynäkologin hat mir gesagt, dass es sich ihr nicht erschließen würde, warum sie einen Ultraschall machen soll. Deswegen hat sie auch keinen gemacht. Gleichzeitig hat sie auf mich eingeredet, ich sollte mindestens alle vier Monate vorbei schauen. Vielleicht führe ich das ein, dann liegen zwei Termine nicht immer so nah beieinander, also der Termin in der Radiologe und der Termin bei ihr. Deswegen habe ich sie für mich im 3 Monatsschema nicht gesehen. Klar könnte sie etwas ertasten, aber wie groß muß das dann sein, damit es ihr nicht entgeht. Wegen der Gebärmutterschleihaut, die sich wegen Letrozol aufbauen könnte, mach ich mir nicht so viele Gedanken . Da habe ich eher Sorgen um die Knochen.


    Dieser Fein Ultraschall wurde bei mir auch immer in der Radiologie gemacht. Ich werde berichten, wie es dieses Mal sein wird.


    Es bleibt spannend.


    LG und ein schönen Sonntag


    Sonnenglanz

    Liebe Amy48 , liebe Moni13 ,


    Das mit der Nachsorge hat mir noch kein Arzt richtig erklären können. Die Gynäkologin möchte wohl, dass ich alle 3 Monate komme, ansonsten steht schriftlich als Empfehlung betroffene Brust alle 6 Monate zur Mammo, die andere jährlich. Noch hat mir niemand gesagt, dass au h die betroffene Seite nur 1 Mal im Jahr zur Mammo soll. Was nun richtig ist? Keine Ahnung.


    Ich soll auch die Brust selber abtasten, was mit Polyneuropathien allerdings auch wenig Sinn macht.


    Ich schau mal, wie es so weiter geht.


    Ich war jetzt 6 Monate nirgendwo ausser zur Grippeschutzimpfung. Ich brauchte Abstand. OK, Das birgt Risiken, aber ich merke, dass ich die Prioritäten in meinem Leben anders und besser setzen kann.


    Jetzt ist allerdings der Zeitpunkt da, wo ich denke, es soll mal jemand professionelles schauen.


    Nicht zur Nachahmung empfohlen, glaub ich.


    Dafür habe ich zwei wirklich schöne Reisen unternommen.


    Ganz liebe Grüße


    Sonnenglanz

    Liebe Luckygirl ,


    Bitte bleibt erst einmal ganz ruhig. Bei mir war es ähnlich. Es musste bei der ersten OP nachgeschnitten werden und dann haben sie mir gesagt, in 30 % der Fälle muss nochmal nachgeschnitten werden. Im Internet stand 10 %. Wenn wir das mitteln, sind wir bei 20%.


    Bei mir ist es gut gegangen und hoffentlich geht es bei deiner Mama auch gut. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch. Also erstmal Kopf hoch. Bei mir saß der Tumor nah an der Brustwarze. Ist die befallen, wird die Brust immer ganz abgenommen. Für mich war es auch die Hölle, obwohl ich es wahrscheinlich irgendwie ertragen hätte. Hauptsache den Krebs los werden.


    Ich hatte Glück. Ich drück euch ganz fest die Daumen für ein gleiches Ergebnis.


    Es sagt wenigbbis nichts über die Heilungschancen aus, ob die Brust komplett entfernt werden muss oder nicht. Bei mir wären die Wahrscheinlichkeiten genauso gewesen wie wenn die Brust abgenommen worden wäre.


    Aussagekräftiger ist: wie groß ist der Tumor gewesen, wie viele Lymphknoten befallen sind, welche Tumorbiologie hat der Tumor? G1, 2 oder 3, hormonabhängig oder nicht, her2 plus positiv oder nicht...


    Mein Tumor war 3 cm, also auch Größe 2, und meine Ärzte finden das nicht soooo dramatisch. Ich find, es war ein Monster.


    Nun ist deine Mutter sehr alt, da freue ich mich mit ihr, dass sie offensichtlich so lange sehr gut gelebt hat. Niemals ist es schön, eine solche Krankheit zu bekommen. Ihr solltet genau hin schauen, was an Therapie sie vertragen könnte und worauf man besser verzichten sollte. Mein Vater ist im vergleichbaren Alter an Gallenblasenkrebs erkrankt und hatte ohne Chemo noch 3 super schöne Jahre, obwohl der Krebs schon in die Leber gewachsen war (keine Metastasen). Meine Oma ist auch im vergleichbaren Alter an BK erkrankt und hat gar nichts machen lassen. Sie sagte, wenn das ihr Schicksal sein sollte, würde sie es annehmen. Das Biest war nicht schön, aber sie ist relativ gut damit über 90 geworden und war sehr glücklich. Bei ihr war das Glas immer halb voll. Es gibt auch andere Fälle, aber erstmal sieht es so aus, als könne alles gut gehen.


    Wenn deine Mutter keine Metastasen hat, sieht es insgesamt sehr, sehr gut aus.


    Wie man Mut macht? Das hängt von deiner Mama ab. Alles, was ihr gut tut, alles was sie zulässt, gute gemeinsame Zeit. Spazieren gehen, weil Sport super gegen den Krebs ist. Wann braucht sie Ruhe, wann Abwechslung? Sie hat eine tolle Tochter, die sie liebt und sich sorgt. Das ist das beste, was sie haben kann. Und da du so bist, ist sie eine wunderbare Mutter.


    Seid einfach füreinander da und ehrlich zueinander, dann kann eigentlich nix schief gehen zwischen euch.


    Alles Gute und LG


    Sonnenglanz

    Liebe Shiva_54 , ja, das wird ganz unterschiedlich gehandhabt. Mich hat das auch ewig verunsichert.


    Die Ärztin wollte mir eine Creme verschreiben, die es aber nicht mehr gibt 🙄 Wenn ich es richtig verstanden habe, wäre da Capsaicin drin gewesen (Chilischärfe).


    Das ist auch in der Wärmecreme mit den drei Anfangsbuchstaben des Alphabets. Die ist eigentlich gegen Muskelschmerzen gedacht.


    Ich finde neben Igelball und Co sowie der Physiotherapie Franz-Branntwein toll. Und die Physiotherapeutin und eine liebe Forine hatten mir Magnesium Öl empfohlen, das tut bei mir leider nix.


    Prophylaktisch macht es, glaub ich, wenig Sinn, man könnte es aber anfangen, wenn die ersten Anzeichen auftreten. Vielleicht wäre es eine Ergänzung zu Igelball und Co.


    Ich drück dir die Daumen, dass du möglichst von NWs verschont bleibst.


    LG und ein schönes Wochenende.


    Sonnenglanz

    Liebe Shiva_54 , zur Prophylaxe war mir nichts erlaubt, kein Kühlen, nix Enges, keine Nahrungsergänzungsmittel... Aber die Akupunktur war bei mir im Nachhinein hilfreich. Im Moment mach ich eine Pause, aber wahrscheinlich fang ich wieder damit an. LG Sonnenglanz