Beiträge von Sil

    Sasib


    Die PcR ist sehr wichtig. Im Gesunden alles raussschneiden ist leider nur die Viertelmiete. Wäre doch auch zu einfach. Ausser du sprichst jetzt von den Krebsvorstufen. Dann kann man es so sehen.


    Sil

    Schwalbe


    Der Pathologe entscheidet, wenn der Abstand weniger als 1 cm ist, dann ist es zusammenhängend. Aus 2 kleinen Tumoren kann dann einer werden.


    Dies ist nicht meine Erfindung, sondern leider Realität. Wenn der Pathologe bei dir so entschieden hat, dann war der Abstand wohl grösser oder die Tumore waren unterschiedlich in der Struktur und Architektur.


    Sil

    Hallo KvB


    Hat eine Frau von euch Ahnung vom Multizentrischem Karzinom. Was für Prognosen verändern sich dadurch? Gelten alle Tumore als Primärtumor?

    Bedeutet nur, daß aus 5 Tumoren nun 1 wird, wenn diese weniger als 1 cm auseinanderliegen. Dann addieren sie diese Tumormasse.

    Prognose wird dann schlechter. Aus T1 kann T3 werden. Es ist eben tatsächlich mehr Masse, mehr bösartige Zellen vorhanden.

    Bei der Prognose geht es immer um die Tumorbiologie und dem Lymphknotenbefall. Das sind immer sehr wichtige Aspekte.


    Primärtumor/tumore sind die Tumore aus der Erstdiagnose. Später heissen diese Rezidive, noch später Metastasen.

    Primärkrebs ist der Krebs in deiner Brust. Sekundärkrebs wenn dein Brustkrebs eine Metastase aus einem anderen Organ wäre.

    Beispiel du hast Bauchspeichelkreis (Primärkrebs) der streut nun in die Brust (Sekundärkrebs).


    Sil

    Hallo Milli und Marie1


    Das mit den Wechseljahrbeschwerden will ich noch nicht ganz zur Seite legen:). Auf der anderen Seite ist es egal, wir haben ja leider Brustkrebs. Wie heißt es so schön....verschüttete Milch. Als Brustkrebsrisiko wird ja eine frühe Regelblutung oder ein später Eintritt in die Wechseljahre beschrieben. Also Hormone haben leider doch sehr viel damit zu tun, und mein Körper muss ordentlich/mengenmäßig produziert haben, denn ich kam sehr spät in die Menopause, die gar nicht so abrupt kam.


    Dank euch, weiß ich nun woher meine blaue Flecken kommen. Ich dachte immer, ich bin im Garten unvorsichtig gewesen ;). Dann liegt es am Letrozol.

    Ansonsten vertrage ich es ganz gut, hoffentlich bleibt es so.

    Hallo Sally11


    Ich esse keine Milchprodukte mehr. Ersatz ist hier Hafermilch. Ebenso esse ich keine Wurst und Käse. (Alkohol, Weissmehl, Zucker ist tabu). Ganz fleischlos bin ich nicht, allerdings nur 1 x in der Woche. Pute und Hähnchenfleisch meide ich total. Rind- und Schweinefleisch, daß wochenmäßig abwechselnd. Ganz auf Fleisch kann ich nicht verzichten.


    Über die Woche verteilt, Nüsse, Öle, Salate, Körner, Haferflocken, Gemüse aller Art auch Kartoffeln, Rohkost, Obst, Seefisch.

    Vollkornnudeln, Naturreis und Vollkornbrot ist nun fast gegen Null laufend. Am Anfang habe ich es noch gebraucht, dann verschimmelte alles, weil ich es nicht aß.


    Mein Magen und Darm hat sich darauf eingestellt. Man muss große Menge von Gemüse essen und Fette dazu, also Öle.

    Rein ketogen ist es wohl nicht. Aber meine Haut hat sehr sehr positiv darauf reagiert. Meine Rosacea habe ich damit fast beseitigt.


    Wie gesagt ob es etwas bringt, weiß ich auch nicht. Aber mir fehlt nichts. Wenn wir essen gehen, bestelle ich immer Seefisch.


    Sil

    Liebe Carolin MissLina92 ,


    Unser Sohn hätte damals Carolin heissen sollen:).....

    Bitte rufe wie von Erna66 vorgeschlagen beim KID an. Ich hatte diese gute Möglichkeit seinerzeit im Dez 18 genutzt, um auch meine Situation zu klären. Damals war ich ziemlich hilflos und überfordert.


    Die Ärztin dort war sehr ehrlich und gab mir sehr gute Informationen, die ich von meinem Krankenhaus überhaupt nicht bekam.


    Du stellst dir sehr wichtige Fragen, und ich hoffe die Ärzte vom KID können sie kompetent beantworten. Das endlich eine neue molekularbiologische Untersuchung vorgenommen wird, ist sehr gut. Vielleicht gibt es bei dir doch ein Medikament.

    Ich hoffe mir Dir:hug:


    Sil

    Ich bin nun im 8. Monat Letrozoleinnahme. Meine Nebenwirkungen sind ab und zu Schwitzattacken. Oft ein Gefühl als würde ich mit meinem Rücken unter einem Heissgrill stehen, sind aber nur Sekunden. Mini-Knieschmerzen. Es wachsen nun in der gesunden nicht operierten Achselhöhle keine Haare mehr, auch die Beinbehaarung geht nun in Richtung null bis wenig Rasur.


    Ich werte dies als gutes Zeichen, irgendwas wirkt in meinem Körper. Bevor ich Brustkrebs hatte, habe ich von Wechseljahrnebenwirkungen nie etwas gespürt. Hm, dachte ich immer, was machen die Frauen für ein Drama daraus, wenn von den Beschwerden berichtet wurde. All das ging an mir jahrelang vorbei, nicht einmal eine seelische Instabilität hatte ich.


    In Triberg berichteten mir auch 3 Brustkrebs- Frauen, sie hatten Null Wechseljahrbeschwerden gehabt. Vielleicht ist das Fehlen gar keine gute Sache. Okay Spekulation, so wie alles in dieser Krankheit.


    Sil

    Sonnenglanz


    Liebe gute Sonnenglanz :), dein ehrliches Daumendrücken wird mir helfen, ich bin mir ganz sicher.


    Ich kämpfe um jeden Tag, Woche, Monat, Jahr. Ich weiss ja, sobald eine Metastase kommt bin ich verloren. Sobald ein Rezidiv kommt soll das Studienmedikament eingreifen, weil meine seltene Tumorbiologie nahezu chemoresistent ist, und der Tumor höchstwahrscheinlich inoperabel sein wird.


    Die Tübinger meinten, es gäbe diese Chance. Und endlich konnte geklärt werden, daß es ein primärer Brustkrebs ist. Das alles nach sage und schreibe 15 Monaten nach ED. Ich komme mir immer wieder blöd vor, wenn ich meine Geschichte erzähle, sie klingt so skurill und fehlerhaft. Die Ärzte ziehen dann immer die Augenbrauen hoch. Einzigst Tübingen und mein Onkologe verstehen, dieses WirrWarr aus med. Inkompetenz und Schlampigkeit.


    Sil

    Tiscali


    Vielen Dank für diese Gegendarstellung der Sache. Es gab eine wissenschaftliche Untersuchung, mit der Fragestellung, warum entstehen überhaupt Metastasen. Warum gibt es Absiedelungen in den Organen bei Frau X aber nicht bei Frau Y, obwohl beide in der Ausgangslage vergleichbar sind. Bis heute ist es nicht geklärt, man bekommt dann die Auskunft es sei Schicksal.


    Was aber in der wissenschaftlichen molekularbiologischen Studie heraus kam, ist, dass Tumorzellen und Krebszellen Glukose lieben. Sie suchen und brauchen eine Umgebung die mit Glukose überschwemmt ist. Dann würden sie sich dort einnisten, wohlfühlen und dann das zerstörerische Programm starten.


    Es war für mich ein Grund meine Ernährung total umzustellen. Ich habe nur 2 Säulen um auf meinen Krebs aktiv einzuwirken. Es ist die Ernährung und der Sport.


    In Triberg kam die Empfehlung für alle Frauen auf den BMI zu schauen. O -Ton dort: Wer über 30 hat, soll 30 und weniger anstreben, wer unter 30 hat, soll die 25 versuchen zu erreichen.

    Dann schaute ich einmal in die Runde der betroffenen Frauen, auffallend für mich war das starke Übergewicht. Es fiel mir schon in während der Chemotherapie auf, wie schwergewichtig junge und alte Frauen waren. Selbst in der palliativen Gruppe war niemand ausgezehrt, eher normal bis übergewichtig. In Badenweiler genau so.


    In Badenweiler fiel ich regelrecht auf. Es kamen Frauen an meinen Tisch und fragten warum ich so seltsam esse. All die tollen, leckeren Sachen, die in der Regel aus viel Kohlehydrate und Weisszucker bestanden, sind für mich nun tabu.


    1. Ich halte mein Gewicht, Tendenz ist fallend, Ziel 25 ist erreicht

    2. Meine Fatigue habe ich damit im Griff, bin leistungsfähig

    3. Ich fühle mich mit dem Verzicht wohl, ich vermisse nichts

    4. Mental hilft es mir, ich kann aktiv etwas machen. Leider gibt es für mich keine Medikamente, die für meine Tumorbiologie möglich wären. Selbst das Letrozol wird jetzt in Frage gestellt.


    Sil

    Liebe MissLina92 ,


    Sehr ehrliche Worte von Dir. Alle Träume platzen , anstatt nun richtig zu leben, bist du gezwungen dich mit deiner schweren Erkrankung auseinander zu setzen.
    Mein Sohn ist so alt wie du. Deine Situation macht mich unfassbar traurig. Aber meine Traurigkeit wird dir nicht weiterhelfen.


    Eine Idee wäre von mir, wenn du noch nicht in einer Uniklinik behandelt wirst, dich an eine zu wenden. Oft haben die noch Möglichkeiten, die so nicht kommuniziert werden. Siehe hier das Beispiel von Pschureika.

    Mein seltener Tumor bietet nun nach der 3. histologischen Untersuchung, doch eine Therapiemöglichkeit. Es ist nun die dritte Klinik. Zuvor sagte man mir 2 x Sie haben leider die A..Karte gezogen, Pech gehabt, keine Forschung da zu selten auftretend, keine Medikamente, keine Chemo. Jetzt macht sich doch eine Tür auf.


    Ich bin ein schlechter Tröster, ich finde gerade auch keine Worte dich zu trösten. Aber ich denke an. Ich wünsch Dir ein Wunder. Soll dieses Wunder einfach geschehen.


    Sil

    Sonnenglanz


    Die Ärzte in Badenweiler (AHB) haben mit einer Klinik in Tübingen Kontakt aufgenommen. Dort haben sie zum 3.mal meine Tumore pathologisch und histologisch in allen Sequenzen untersucht. Am Freitag hat man mir Mut gemacht. Es gibt etwas für mich, keine Immuntherapie sondern gezielt gegen den Tumor, wenn er wiederkommt. Allerdings, wie immer in einer Studie. Schön fand ich, daß der Chefarzt der Nuklearmedizin sich große Mühe gab, obwohl ich mit der AOK Karte kam.


    Auf jeden Fall übernimmt jetzt die Klinik in Tübingen, für mich schon einmal ein Lichtblick im schwarzen Tunnel.


    Sil

    Die behandelnden Chefärztin in Triberg persönlich, und der Chefarzt der Klinik in HH (telefonisch) rieten mir beide dringend dazu. Bei mir sind 10 Jahre Letrozol geplant. Die Tumorbiologie meiner multiplen Tumore werden als sehr aggressiv eingestuft. Mein jetziger betreuender Onkologe hat sofort diese Empfehlung umgesetzt. 2 x im Jahr bekomme ich Pr...a gespritzt. Geplant vermutlich für immer, oder eben diese 10 Jahre. Kosten muss ich keine tragen. O-Ton vom Onkologen, machen Sie sich keine Sorgen, daß bekomme ich hin, ich will Sie nicht im Rollstuhl sitzen sehen.

    Loewenzahn60


    Liebe Löwenzahn, ruf jetzt deine beste Freundin, deine Schwester an. Wenn du in Familie lebst, ist jetzt dein Mann , deine grossen Kinder gefordert. Sie sollen einen Rollstuhl organisieren und mit dir Ausflüge machen, auch wenn es nur ein kleiner Radius ist. Sie müssen dich seelisch wieder stabilisieren. Worte werden bei dir jetzt nicht ankommen. Das ist auch dein gutes Recht, dass sie bei dir nicht ankommen.


    Frische Luft, Natur, neue Eindrücke diese Kleinigkeiten helfen ein klein wenig.


    Drück dich jetzt ganz fest:hug:


    Sil

    SarahVillipa


    Drück dir die Daumen, dass es diesmal mit der Ausrottung besser klappt.



    Britt


    Ich nehme zurzeit an einer Studie teil, bei der es um die Zulassung von Atezolizumab zur Behandlung von noch nicht metastasiertem Brustkrebs geht.

    Kannst du mir sagen, wie diese Studie genau heisst. Wie ist das Ziel formuliert ? Heilung ?


    Sil