Beiträge von Viviane1968

    Hallo ihr Lieben

    ich reihe mich mal ein mit einer radikalen Mastektomie vor 9 1/2 Wochen wegen eines Angiosarkoms, ausgelöst durch die Radiotherapie vor 4 Jahren nach Brustkrebs. Radikal heisst, dass beide Brustmuskeln entfernt wurden und auch die Rippenmuskulatur. (In einer OP vor 4 Jahren wurden bereits 3 Lymphknoten entfernt in der Achselhöhle.) Es wurde ein Feld von 20cm x 18cm entfernt, um möglichst viel des bestrahlten Gewebes zu entfernen dementsprechend riesig ist die Narbe.


    Ich bin soweit schmerzfrei, auch im Arm. Mache aktuell Physio, um den Arm wieder senkrecht nach oben strecken zu können, es fehlen noch ca. 15° von der Senkrechten, die Schultergelenkkapsel war letzthin aber entzündet für ein paar Tage, vermutlich wegen Überbeanspruchung. Mit der Prothese komme ich ganz gut zurecht. In der Physio hat sie auch so einen Art "Sauger", der die Haut anhebt, damit nichts verklebt.


    Für mich sehr unangenehm ist es, wenn ich mich berühre an der Narbe, da ich da direkt auf meine Rippen und mein Skelett greife. Aber ich denke, dass ich mich einfach daran gewöhnen muss.


    LG aus der Schweiz,

    Viviane


    P.S. Habe einen Prothesen-BH 90D, den auch ich als schwer empfinde. In einem Kleidergeschäft mit 2 Buchstaben und einem & dazwischen habe ich einen Sport-BH gekauft auf Anraten einer ebenfalls Betroffenen, der so Schaleneinlagen hat. Der BH kostet 10% des Prothesen-BHs (!), die Schalen habe ich rausgemacht und die Prothese rein, dafür musste ich nur die Öffnung vergrössern, d.h. eine Naht auftrennen. Diese BHs sind super, weil sie nicht schwer sind, sie drücken mehr gegen den Brustkorb und insgesamt ist es in den Schultern nicht so schwer.

    Liebe Pea1961

    Schön von dir zu lesen und vor allem, dass du Pläne schmiedest mit Yoga, Selbstheilungskräften, und naja natürlich auch mit der Zahnbehandlung, die nun ja mal sein muss ;). Auch für unsere Lebenspartner ist es manchmal gut, wenn wir einmal nicht im Mittelpunkt stehen und einfach mal weg sind. Ich wünsche dir, dass du eintauchst ins Yoga, das dir so gut tut!


    Ich grüsse dich herzlich und ich wollte dir noch schreiben, dass ich deinen Humor LIEBE!

    Viviane

    Liebe Van


    Als Naturwissenschaftlerin bin ich in mathematischen Statistiken sehr und auch in Forschung bewandert. Zum Einen glaube ich, dass jemand, der so jung wie du ist, in solchen Statistiken, die dein Arzt zitiert, nur in vernachlässigbarer Menge bzw. gar nicht vorkommt. Deshalb würde ich mal meinen, dass diese Statistik für dich auch so nicht gilt. Der jugendliche Körper reagiert, meistert, verhält sich sicher anders, als der typische Körper einer 55-60 Jährigen, die EK bekommt.


    Zudem kommt der enorme Fortschritt der Forschung hinzu, es kann sein, dass morgen DAS Medikament auf den Markt kommt, und alles ist anders.


    Beide Argumente führen zum Schluss, dass die Aussage keine 60 zu werden keinen Sinn macht und nicht signifikant ist meiner Meinung nach. Du bist jung, du bist du, und dein CT war toll!


    Herzliche Grüsse aus der Schweiz,

    Viviane

    Liebe Nidie und Angel12


    Vegan zu essen wäre für mich schwierig, habe ich mal probiert, Low Carb geht auch nur, weil ich ein Proteinbrot gefunden habe mit Körnern, das mir gut schmeckt. Auch ich liebe grundsätzlich jegliches Essen!


    5/2 oder 10 in 2 ist sicher auch eine gute Option für mich, mal sehen, was sich dann genau einpendeln wird... Auf jeden Fall esse ich bis zum 12. Oktober Low Carb weiter, dann habe ich 3 Monate geschafft und ich denke, danach werde ich wieder beginnen, vermehrt andere Früchte als Papaya, Beeren, Honigmelone zu integrieren, da diese ja auch sehr wichtige Inhaltsstoffe haben.


    Zucker habe ich soundso nie gegessen, Schokolade und Kuchen aber früher täglich. Das fange ich jetzt nicht mehr an, weil es sinnlose leere Kalorien sind.


    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

    LG, Viviane

    Liebe Ida

    Ich habe extrem empfindliche Haut (bin rothaarig), hatte aber dennoch bei der Bestrahlung keinerlei Probleme ausser Müdigkeit. Die Haut war immer in einem sehr guten Zustand. Nein, es gibt weder seitens der Ärzte noch von mir irgendeine Erklärung, warum ich ein strahleninduziertes Angiosarkom entwickelt habe. Gemäss Sarkomzentrum sind 3% der Frauen innert 10 Jahren nach Bestrahlung betroffen.


    Es ist an der Narbe entstanden, dort wo nochmals zusätzlich mit einem Boost von 16 Gray bestrahlt wurde.


    LG, Viviane

    Liebe Ichbinich

    Nicht alle, die Aromatasehemmer nehmen, haben katastrophale Nebenwirkungen. Wer weiss wie es bei dir wäre? Ich nehme sie seit 4 Jahren und komme ganz gut klar damit. Im ersten Jahr moderate Schlafstörungen und moderate Hitzewallungen, aber das hätte ich in einer normalen Menopause ja auch gehabt. Ich werde sie allerdings nur 5 Jahre nehmen, nicht 10, das ist mir wegen der Osteoporosegefahr zu gefährlich.


    Übrigens auch ich habe Brustkrebs bekommen, obwohl ich der klassische Bio Mensch bin, gesunde Ernährung, mein ganzes Leben lang mnd. 3h Sport pro Woche, nie geraucht, nie hormonell verhütet, Kinder lange gestillt, usw... Und siehe da, nun habe ich schon den 2. Krebs, ausgelöst durch die Radiotherapie! Diese ist also viel viel "gefährlicher" als die Aromatasehemmer, zumindest bei mir.


    LG, Viviane

    Hallo Nidie


    Ich habe den dritten Tag fasten letzthin leider auch nicht geschafft, aber immerhin 60h am Stück. Heute habe ich das befreundete Ehepaar getroffen, um mich zu informieren, wie ich weitermachen soll, drei Tage schaffe ich definitiv nicht, vor allem, wenn ich ab Januar wieder voll arbeiten gehen muss :/.


    Intervallfasten (16:8) habe ich von Feb.18-Ende Mai18 gemacht, dann kam ja leider die 2. Krebsdiagnose. Intervallfasten schaffe ich auch gut.


    Kurzum, unsere Freunde haben mir geraten, 1 Tag pro Woche zu fasten, wenn ich 3 nicht schaffe, und das strebe ich nun an. Immer am Montag. Ich esse weiterhin Low Carb und finde die Idee, das Intervallfasten zusätzlich einzubauen gut. Ich habe einen BMI von 26.8, sodass ich da auch etwas Reserve habe.


    Gerne können wir uns ja hier austauschen, wenn was ansteht!


    LG,

    Viviane

    Liebe Balumogli

    Diese Frage nach dem Warum stellen wir uns alle, ich habe nun schon den 2. Krebs und frage mich das täglich. Aber erst einmal herzlich willkommen in diesem Forum, wir helfen einander und du wirst sehen, dass es nach deinem "ganz unten angekommen" mit unserer Hilfe wieder bergauf gehen wird! Und hier darf man sich ausheulen, traurig sein, jammern und schon sind gaaaanz viele Leute da, um einem beizustehen. Zu deiner Therapie kann ich leider nichts sagen, aber viele hier im Forum schon. So hoffe ich, dass dir meine Antwort einfach so gut tut, du bist nicht alleine!

    Ich grüsse dich herzlich aus der Schweiz,

    Viviane

    Hallo!

    Hier wurde lange nichts geschrieben, also mache ich mal weiter. Da meine Prognose ja leider äusserst schlecht ist für die kommenden 2 Jahre, habe ich mich entschieden, 3 Tage pro Monat zu fasten. Den Hinweis gab mir ein befreundetes Ehepaar, er Prof. und Forscher in Biochemie, sie Biologin auf Heilkräuter spezialisiert. Dafür habe ich mir einen langsam drehenden Entsafter gekauft, habe gestern Früh begonnen. Ich finde es vor allem hart, wenn die Familie anwesend ist, aber ich will mir nicht vorwerfen, nicht wirklich alles versucht zu haben. Zusätzlich esse ich Low Carb, um den Insulinspiegel möglichst konstant zu halten. Vielleicht hat jemand Interesse mitzumachen?

    LG aus der Schweiz

    Viviane

    Liebe Pea

    Vielen lieben Dank für deinen langen Beitrag! Du klingst insgesamt wieder frischer, auch wenn Arm und Zahn dich so richtig plagen. Was für ein Glück du hast, einen so guten Zahnarzt zu haben und er kommt dann ja auch wieder aus dem Urlaub. Bin auch froh, dass du wenigstens eine Nacht schlafen konntest. So wünsche ich dir, dass dieses Zahnproblem bald wieder mal vorüber geht und du eine weitere Bluttransfusion bekommen kannst. Ich denke so oft an dich, du bist ein Vorbild für mich. Du beklagst dich nie, bist immer positiv und nimmst dir noch Zeit andere aufzubauen. Dafür danke ich dir von Herzen! <3

    :hug: und LG von

    Viviane

    Hallo ihr Lieben


    Hier bin ich wieder. Ich wurde Mitte August auf den Kopf gestellt, gefunden wurde zum Glück nichts, der Arzt im Sarkomzentrum meint jedoch, da der Tumor klein war, wäre das Rückfallrisiko im 2. und 3. Jahr am grössten :hot:. Aber bis zur nächsten Untersuchung "man stellt mich auf den Kopf" wurden mir 4 Monate Lebenszeit geschenkt, die ich jetzt nutze, um wieder normal zu leben.


    Meiner Narbe unter dem Arm geht es zum ersten Mal besser, kein Blut mehr über Nacht und auch sonst fühle ich mich kräftig :) und psychisch stark. Ich habe meine Arbeit wieder aufgenommen, bis Weihnachten in Teilzeit, danach mal schauen. Deshalb bin ich auch weniger im Forum.


    Ich hatte wirklich lange Diskussionen mit den Ärzten über das "wann und wie werde ich auf den Kopf gestellt". Schlussendlich wird es nun alle 4 Monate ein CT der Lunge, MRT Bauch incl. Leber und MRT Brüste werden, im 1. Jahr. Für das 2. Jahr schauen wir dann mal, alles zu seiner Zeit.


    Ich blende derzeit völlig aus, dass das Angiosarkom eine äusserst schlechte Prognose hat und will einfach glücklich vor mich hinleben.


    LG an euch alle!

    Viviane

    Liebe Pea1961

    Mir gefällt deine pragmatische Einstellung, Schritt für Schritt, wir können vor unserem Körper nicht davonrennen... Wenn es wirklich schlecht geht, dann kann sich unser Geist in schöne Träume begeben, wundervolle Bilder erleben, das ganze Mitgefühl der anderen in sich aufsaugen, sich fallenlassen, helfenlassen und Energie schöpfen von den vielen lieben Gedanken der Menschen, die uns umgeben. Das macht dieses Forum so wertvoll.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz,

    Viviane

    Liebe kruemelmotte


    Ich danke dir für deine Zeilen. Wir alle hier tun, was wir können, wir sind alle verschieden, wir fühlen aber den gleichen Schmerz und die gleiche Angst. Ich würde gerne öfter schreiben, aber manchmal bin ich nicht stark genug dafür im Forum zu lesen. Und Haushalt, Kinder, und hoffentlich bald wieder die Arbeit haben mich fest im Griff. Sie geben mir aber auch ein Stück Normalität, worüber ich sehr froh bin. Pea hat uns alle so viel unterstützt, aufgebaut, vorgelebt, wie man mit schwierigen Situationen umgeht. Ich hoffe, ihr nun etwas zurückgeben zu können. Auch dir wünsche ich, dass du die Bestrahlung gut schaffst (!), dass die Krankheit bald weniger präsent ist und in weite Ferne rückt.


    Sei herzlich gegrüsst und umarmt,

    Viviane

    Liebe Pea

    Auch jetzt gerade und heute denke ich fest an dich. Und morgen, und übermorgen. Ich halte dich und flüstere dir zu, dich in meine Arme fallen zu lassen und auszuruhen, deine Sorgen bei mir abzuladen und dadurch dich selbst zu erleichtern.

    Ganz liebe Grüsse aus der Schweiz,

    Viviane