Beiträge von TanjaJ1972

    Hallo Dorca ,

    bei mir haben die letztes Jahr im Oktober auch angerufen und gefragt, ob ich nicht ne Reha machen will, da ich ja schon seit Juli krank geschrieben war... Ich habe dann mal ganz dumm gefragt, wie die sich das vorstellen, ne Reha zwischen den Chemotherapien? Daraufhin kam raus, daß die in dem Call-Center überhaupt nichts von meiner Diagnose & Therapie wussten, sondern nur sehen, wie lange man krankgeschrieben ist und dann eben den Auftrag haben, die Leute quasi zu einer Reha zu bewegen...

    Diese Praxis ist echt ein Unding... Die sollen die Leute anrufen und wissen noch nicht mal, was Sache ist... Dann sollten sie es doch lieber lassen... Hab damals gesagt, meine Therapie dauert noch locker 6-9 Monate, bis dahin sollen sie mich bitte nicht weiter wegen einer Reha behelligen...

    Ich denke, das wird bei Dir einen ähnlichen Hintergrund haben... Also lass Dich nicht davon runterziehen.

    Alles Liebe

    Tanja

    Hallo Ticino ,

    bei mir war genauso - Bis Ende Juli hab ich Capecitabine genommen, das Brustzentrum hat nur nochmal ein großes Blutbild machen wollen, sonst nix...

    Da fühlt man sich schon so n bischen "fallen" gelassen...

    Ich hatte allerdings das "Glück" oder Pech - wie man es auch immer nennen will - mit einer Thrombose Anfang August im Krankenhaus gelandet zu sein. Und dort hat man im Rahmen der Thrombose-Untersuchungen auch einen Ultraschall von allen Bauch-Organen (Leber, Nieren, Milz) gemacht. Somit bin ich über diesen Umweg nun wenigstens mal zu einer Kontrolle der Organe nach Therapie-Ende gekommen.

    Diese Woche hab ich die zweite Nachsorge bei meiner Gyn. Diese werde ich dann auch nochmal um US der Brust bitten - notfalls zahl ich das dann eben selbst, ist mir auch egal, Hauptsache meine Seele hat wieder etwas Ruhe....

    Und am Freitag hab ich noch n Termin zum MRT vom Herzen, weil der Kardiologe irgendwelche diskreten Herzwandbewegungen im US gesehen hat und dies abgeklärt haben will. Hab extra nachgefragt, die dürfen zwar nur MRT vom Herzen machen, aber alles was angrenzt ist natürlich auf den Bildern mit drauf und wird auch beurteilt... Somit wird zumindest dann auch mal der linke Lungenflügel mit gecheckt ;-) - so kriege ich grad peu à peu einen fast kompletten Check des Thorax.... mühselig, aber immerhin erstmal wieder ein bischen Beruhigung für die Seele... (hoffentlich)


    Ich verstehe die Logik dahinter auch nicht, daß es keinen Überlebensvorteil bringen soll, frühzeitig Metastasen zu entdecken. Zumindest bei Hochrisiko-Kandidaten, wie ich nun mal leider eine bin, sollte man schon mal zwischendurch nachschauen.


    LG

    Tanja

    Hallo Elfe72 ,

    puh, dass das Staging sauber ist, ist schonmal die halbe Miete....
    Dann haben die bei Dir aber auf die Tube gedrückt, erst letzte Woche Montag die Diagnose erhalten und jetzt schon mit dem Staging durch ist ja super.
    Ich würde an Deiner Stelle an der Studie teilnehmen. Du hast nichts zu verlieren, kannst nur gewinnen. Eine Woche Verzögerung würde ich dafür in Kauf nehmen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, daß das ganze Vorgeplänkel ja jetzt bei Dir so schnell ging.
    Du wirst sicher nach Leitlinie 4xEC (vermutlich in 2-wöchigem Abstand) und danach dann 12x Paclitaxel (oder Nab-Pacli) plus Carboplatin wöchentlich bekommen. Hatte ich auch so. Ist Standard so und steht so auch, wie gesagt, in den Leitlinien für inflammatorischen BK drin.
    Zusätzlich hast Du durch die Studie halt eine 50% Chance, das Atezolizumab zu bekommen, in daß viele Hoffnungen gelegt werden. Ich würde mir die Chance nicht entgehen lassen, zumal ich auch glaube, daß man, wenn man in einer Studie ist, auch viel besser überwacht wird und evt auch in der Nachsorge bessere Untersuchungen erhält, als ohne Studie.

    In der Biopsie steht übrigens vermutlich nichts von dem inflammatorischen, weil die ja nur ein Stück von dem soliden Ursprungstumor gestanzt haben. Daß sich dieser bei uns - eher durch Zufall, würde ich mal vermuten - durch Einbruch in die Lymphbahnen der Haut zu einem inflammatorischen BK entwickelt hat, ist in der Tumorbiologie des ursprünglichen Tumors nicht sichtbar. Da geht's halt "nur" um die Rezeptoren, die er hat. Und die Rezeptoren braucht man, um zu wissen, zum einen, welche Behandlungsreihenfolge gewählt wird und ob und welche Chemo am wirkungsvollsten ist. Und eben, ob nach Chemo/OP/Bestrahlung noch zum Bespiel eine Antikörper-Therapie (bei HER2-Rezeptoren) oder Anti-Hormontherapie (bei Hormonrezeptoren) helfen kann. Unser Tumor = Triple negativ, hat keine dieser Rezeptoren, daher hilft in unserem Falle eben nur volle Kanne mit Chemo draufhauen.
    Dennoch ist es wichtig, zu wissen, ob man inflammatorischen hat, oder eben nicht, weil die Behandlung noch ein kleines bischen anders läuft, als bei "normalem" BK. Es wird in unserem Fall laut Leitlinie dringend zu Mastektomie geraten - ich habe bisher nur von einer Patientin gehört, die Brusterhaltend operiert wurde, alle anderen inflammatorischen, von denen ich gehört habe, hatte alle Mastektomie. Und dann wird auch im Anschluß, trotz Mastektomie, zusätzlich noch bestrahlt. Das ist bei "normalem" BK nicht üblich. Da wird nur bei Brusterhaltender OP bestrahlt.


    Alles Gute dann morgen für die Port OP und - wie gesagt, greif zu und schnapp Dir die Chance auf das Atezolizumab. Ich würds auf jeden Fall machen !!


    Alles Liebe,

    Tanja

    Hallo Elfe72 ,

    Ich hab/hatte auch inflammatorischen Brustkrebs, auch Triple Negativ. Meine Diagnose kam letztes Jahr, Ende Juni.... das ist jetzt erstmal ein Riesenschock für Dich, ich erinnere mich noch sehr gut an dieses Gefühl... mach bitte bloß nicht den Fehler und frag Google nach der Diagnose!!! Da ist vieles veraltet und macht nur unnötig Angst und Panik.... Such Dir ein zertifiziertes Brustzentrum, falls noch nicht geschehen...

    Du wirst wohl nun zunächst durchs Staging gehen: MRT/CT/Knochenszintigramm, um zu schauen, ob sich Dein Untermieter schon ausgebreitet hat (was ich nicht hoffe) oder noch Lokal ist. Inflammatorischer verbreitet sich relativ schnell über die Lymphbahnen der Haut, das ist das tückische an dieser Sorte, leider.

    Meiner hatte es sich auch schon in den Lymphknoten in der Achsel ausgebreitet - wobei dies dann noch als Lokal gilt.

    Als nächstes folgt dann vermutlich der Port, der Dir als kleiner Freund und Helfer für die Chemo eingesetzt wird und dann gehts mit der Chemo los. Sobald es dann soweit ist und Du die erste Chemo intus hast, wird das Gefühl langsam besser, man tut endlich was gegen diesen miesen ungebetenen Untermieter, dieses Gefühl entlastet ungemein - zumindest wars bei mir so...

    Hier gibts mehrere mit inflammatorischem Brustkrebs, wenige auch triple negativ. Es gibt auch schon ein paar Threads dazu. Lies Dich einfach mal durch die verschiedenen Threads, vielleicht beantwortet dass schon einige Deiner Fragen. Ansonsten immer her mit Deinen Fragen und Sorgen, hier findet sich fast zu jeder Tages und Nachtzeit jemand mit offenen Ohren 😉...

    Alles Liebe

    Tanja

    Liebe Kampfjule ,


    was für ein SCH... - das braucht kein Mensch...

    Das glaub ich sofort, daß es Zeit braucht, diese bittere Pille zu verdauen...

    Ja, mit dem inflammatorischen haben wir uns schon ein Riesen-Ar... rausgepickt. Und dass nur bei 60% der Patientinnen die Chemo anschlägt, hab ich vorher auch nicht gewusst. Das hat mir auch niemand gesagt. Auch daß unter Chemo Metas wachsen können, wusste ich nicht, bzw. auf Nachfrage hieß es in meinem Brustzentrum, daß dies nicht möglich sei...

    Bei mir haben die ECs ganz gut gewirkt, leider dann später die Paclis & Carbo dafür dann nicht mehr so wirklich.

    Ich hoffe und drücke Dir alle Daumen, daß es bei Dir dann genau anders herum ist.

    Aber noch eins: Auch, wenn Du dann nun als palliativ gilst: Das ist noch lange nicht das Ende. Gerade Knochenmetas sind wohl gut in den Griff zu bekommen. In meinem Brustzentrum hab ich während der Chemos mehrere ältere Damen kennengelernt, die zwar alle paar Wochen in die Chemo-Ambulanz kommen müssen und da irgendein Medikament bekommen, die tun dies aber teilweise schon seit vielen Jahren.... Eine davon sogar schon seit 20 Jahren - und gerade diese Dame war superfit und sah echt gut (gesund) aus....

    Ich weiß, das tröstet Dich heute vielleicht nicht, aber vielleicht gibt es Dir trotzdem ein klein wenig Hoffnung....

    Alles Liebe, fühl Dich gedrückt...

    Tanja

    Liebe ubuntu777 / Bea,

    Nein, entzündete Schleimhäute hatte ich nicht. Sie waren zeitweise etwas trocken, aber nicht entzündet.

    Hände und Füße waren auch die ganze Zeit über in Ordnung - ich hatte kein Hand-Fußsyndrom. Ich hatte zeitweise etwas Schmerzen in den Knien, aber das war aber auch nicht doll und hat sich eigentlich nur nach längerem sitzen oder liegen beim Aufstehen bemerkbar gemacht, also auch durchaus tolerierbar.

    Blutwerte waren auch immer ok.

    Somit kann ich wirklich sagen, dass ich die Tabletten gut vertragen hab und quasi Nebenwirkungsfrei durch die 24 Wochen gekommen bin.

    LG

    Tanja

    Hallo ubuntu777 ,

    ich habe 8 Zyklen à 3 Wochen Xeloda gerade hinter mich gebracht. Bin auch TN und hatte noch 2,5 cm Resttumor nach EC&Pacli+Carbo-Chemo.

    Ergänzend zu Kajuscha's Beitrag würde ich noch sagen wollen, daß die Studie, die in Spanien zuletzt gelaufen ist, unter anderen Voraussetzungen gelaufen ist, als die Create-X Studie. Daher sind die Studien nicht wirklich vergleichbar. Bei der letzten Studie haben in der Kontrollgruppe pauschal alle nach der OP Xeloda bekommen - also auch jene mit PCR. Da fällt der Unterschied zur Placebo-Gruppe dann natürlich nicht so groß aus, weil im Prinzip das Ergebnis "verfälscht" wird. Ich würde da schon eher der Create-X Studie glauben schenken, wo es tatsächlich nur um jene Patientinnen ging, die noch Rest-Tumor bei OP hatten. Sprich: man verbessert die Chancen um knapp 10%, was ich schon beachtlich finde.

    Hinzu kommt dann noch meine persönliche Einstellung zu der Sache, daß ich einfach sämtliche Möglichkeiten, die die Medizin mir gibt, ausschöpfen möchte, allein schon nur aus dem Grund heraus, mir nicht im Nachhinein selbst Vorwürfe zu machen, nicht alles versucht zu haben.

    Ich hatte die Xeloda am Anfang auch schon parallel zur Bestrahlung und bin relativ Nebenwirkungsfrei mit der maximalen Dosis, die für meine Körperoberfläche ausgerechnet wurde, durch die 24 Wochen gekommen.

    LG

    Tanja

    Hallo Erdnuss ,

    ich bin seit letzter Woche Freitag mit dem 8. Zyklus durch...

    Ich hatte zu Pfingsten auch mit geschwollenen Füssen und Knöcheln zu kämpfen, hatte dies auch meinem Onkologen gezeigt.

    Der sagte, solang es nachts, bzw. morgens immer wieder "normal" ist und erst im Laufe des Tages anschwillt und nicht weh tut, ists vermutlich nur wegen der Hitze und nicht weiter schlimm. Es wäre ihm nicht bekannt, daß Wassereinlagerungen mit Xeloda zusammenhängen würden...

    Vor 2 Wochen bin ich nach Österreich in den Urlaub gefahren, als ich dort ankam, hatte ich den rechten Fuß und Knöchel geschwollen. Der linke war normal. Hab mir aber keine weiteren Gedanken darüber gemacht, weils am nächsten Morgen wieder ok war.

    Im Laufe der Woche wurds aber immer schlimmer. Aber nur das rechte Bein war betroffen. Da war dann nicht nur der Fuß und Knöchel dick, sondern die Wade wurde gleich mit dick und tat dann auch weh. Fühlte sich an, wie Muskelkater. Morgens war immer wieder alles ok, nur im Tagesverlauf wurds schlimmer. Da wir da in den Bergen rummarschiert sind, was ja auch ziemlich auf die Wade geht, dachte ich, ok, vermutlich wirklich Muskelkater.

    Hab mir dann aber für die Rückfahrt am letzten Wochenende mal Kompressionsstrümpfe besorgt. Damit wurds dann auch etwas besser. Aber der Muskelkater blieb. Am Donnerstag hatte ich eh einen Termin bei meiner Hausärztin. Der hab ich das dann gesagt und gezeigt und die hat mich sofort ins Krankenhaus geschickt. Verdacht auf Thrombose !! Hat sich leider bestätigt. Die haben mich sofort dabehalten und nun mit Blutverdünner versorgt. Solang ich stationär war wurde gespritzt, als ich gestern entlassen wurde, wurde auf Tabletten umgestellt...

    Ich will Dir damit jetzt nicht Angst machen, aber wenn die Ödeme bei Dir längerfristig bleiben und evt dann auch die Wade schmerzt, würd ich das an Deiner Stelle mal bei einem Venen-Arzt/Phlebologen checken lassen.

    Die Ärzte im Krankenhaus sagten, daß könnte quasi eine Nachwirkung der Chemo sein - eine leichte Venenschwäche und bei mir dann in Kombination mit der Autofahrt ist es dann wohl ausgeartet... Muß ja jetzt bei Dir nicht so schlimm sein, aber behalte es vielleicht einfach mal im Hinterkopf. Ich bin aus allen Wolken gefallen und war ziemlich geschockt, das war wohl ziemlich knapp bei mir, weil ich da halt schon 2 Wochen mit rumgerannt bin. Bei mir ist das ganze rechte Bein bis ins Becken betroffen. Ich hoffe, daß geht mit der Zeit wieder weg, könnte aber wohl auch sein, daß es sich nicht wieder komplett zurück bildet, wenn ich Pech hab...

    LG

    Tanja

    Hallo,

    ich habe mir bei Amaz*** 2 Tankinis für je 19€ gekauft. In beide kann ich meine Epithese links einfach "einbauen".

    Beim gleichen Anbieter hab ich mir auch für je 25€ 2 Prothesen-BHs gekauft. Einen Prothesen-BH hab ich auf Rezept im Sanitätshaus gekauft, der hat mich - inclusive der 10€ Zuzahlung - auch 29€ gekostet. Da hab ich mich dann gefragt, warum ich überhaupt n Rezept holen soll, wenns auch ohne Rezept zu in etwa gleichen Kosten funktioniert.

    Einfach mal ein bischen im Netz stöbern, dann findet man auch günstige, praktikable Alternativen.

    LG

    Tanja

    Tatti32 ,

    Die Nachricht von Kerstins Tod hat mich gestern auch tief erschüttert und mir den Boden unter den Füßen weggezogen... hab auch erstmal Rotz und Wasser geheult, als ich das gelesen hab und wenn ich jetzt nur dran denke kommen mir schon wieder die Tränen.

    Aber, liebe Tatjana, das heißt jetzt nicht, dass du die nächste bist!!! Gib nicht auf, das Mistvieh hat vielleicht jetzt eine Runde gewonnen, aber der Kampf ist noch lange nicht verloren...

    Wenn doch vorher 10 Lymphknoten befallen waren und am Ende nur noch 4, dann hat die Chemo doch auf jeden Fall irgendwie gewirkt, wenn auch nicht zu 100%, aber egal.

    Das schlimme ist doch auch nicht der große Tumor in der Brust - der ja jetzt eh raus ist - sondern eher die umherschwirrenden Zellen und die hat’s doch in den Lymphknoten bei Dir erwischt.

    Gib Xeloda ne Chance. Das ist nochmal n anderer Wirkstoff, der anders in den Kampf zieht und gezielt die Krebszellen angreift.

    Ich bin quasi Nebenwirkungsfrei durch die 8 Zyklen durchmarschiert. Das schaffst Du auch!!

    Wir beide rudern jetzt in unserem kleinen Inflammatorischen TN Böötchen weiter und packen das!! Andere vor uns haben’s auch geschafft, warum sollten wir es nicht auch schaffen!! Und wir rudern im Herzen für Kerzele mit, die bestimmt jetzt auch von oben auf uns herabschaut und uns Schutzengel schickt!!

    Alles Liebe

    Tanja

    Liebe Tatti32 ,

    Ach Mensch, so n Mist...

    Fühl Dich fest gedrückt...

    Auch wenn’s Dich vielleicht nicht tröstet, aber mir ging’s auch ähnlich... alle US-Kontrollen hieß es, der Tumor wird kleiner, nur noch 0,5cm Resttumor... und im pathologischen Befund waren es dann 2,5 cm Resttumor und 12 von entnommenen 15 Knoten waren noch befallen. Mir hat’s den Boden unter den Füßen weggezogen... ließ mal meine Beiträge von Mitte Februar - da war ich auch völlig verzweifelt...

    Aber, es geht weiter... lass das erstmal sacken... auch wir können es trotzdem noch schaffen...

    Ich hatte auch Bestrahlung und Xeloda parallel... hab direkt 2 Wochen nach OP mit Xeloda begonnen, 4 Wochen nach OP startete die Bestrahlung. War kein Problem, das parallel zu machen.

    Bin seit letzter Woche Freitag mit meinem 8. und letzten Xeloda Zyklus durch.

    Du packst das !!

    Alles Liebe

    Tanja

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe hatte über Pfingsten, als es schonmal so warm war, Wassereinlagerungen in beiden Füssen, konnte meine Knöchel kaum noch sehen. Morgens war auch immer wieder alles weg, und im Laufe des Tages wurde es halt schlimmer. Schmerzen hatte ich keine. Ich hatte es meinem Onkologen gezeigt und gefragt, ob das von den Xelodas kommen kann, aber er verneinte und meinte, das wär harmlos, wäre nicht bekannt, daß Xeloda was damit zu tun hat und wenns nachts wieder weggeht, wären es ganz normale Wassereinlagerungen von der Hitze. Als es wieder kühler wurde, wurde es auch wieder besser, hatte nur ganz wenig damit zu tun. Da war ich dann erstmal beruhigt.

    Letztes Wochenende bin ich nach Österreich gefahren, als ich ankam, hatte ich nur den rechten Knöchel dick, ok, war ja auch wieder ne ziemliche Hitze. Im Laufe der Woche ist es aber nun so, daß mittlerweile nicht nur der Knöchel dick wird, sondern die Wade gleich mit. Die Wade fühlt sich auch ganz fest und warm an. Über Nacht schwillt alles wieder ab, aber sobald ich morgens aufstehe, geht's wieder los und es wird dicker und schmerzt auch mittlerweile. Hab mal nachgemessen und habe 1,5cm Unterschied im Umfang der Waden zwischen links und rechts. Hatte sowas jemand von Euch schonmal?

    Was kann das sein? Hab mir jetzt mal Kompressionsstrümpfe zugelegt und probiere gerade aus, ob das irgendwie hilft. Hat sonst noch jemand Tips oder Ratschläge??

    Hallo KathrinK ,

    Mann, das ist echt Mist, wenn man sich so abgefertigt fühlt, kann ich völlig nachvollziehen...

    Aber - bin zwar kein Onkologe - was ich aber bisher so mitbekommen hab, macht es für die Chemo keinen großen Unterschied, ob inflammatorisch oder nicht. Für die Chemo sind die Rezeptoren entscheidend, für die Wahl der Medikamente...

    Wichtig wäre die Frage, ob inflammatorisch oder nicht für die anschließende OP. Bei inflammatorisch wird eigentlich immer eine Mastektomie empfohlen, ansonsten wird ja meist BET operiert. Und es wird trotz Mastektomie bestrahlt, ansonsten konnte ich bei meiner Behandlung keinerlei Unterschied zu den Chemo-Kolleginnen ohne inflammatorischen BK feststellen.

    Von daher: Ich wär auch unzufrieden mit dem Ablauf, bin aber, wie Du scheinbar auch, kein großer Geduldsmensch, werde schnell ungeduldig und unleidlich, wenns nicht zackzack geht. Aber daran wirst Du Dich leider in den nächsten Monaten gewöhnen müssen. Die Ärzte haben irgendwie immer alle Zeit der Welt - geht ja auch nicht um deren Leben und Körper. Es wird ja immer gesagt BK ist kein Notfall, von daher wird’s jetzt wohl wirklich auf ne Woche mehr oder weniger nicht ankommen, zumal ja die Rezeptoren bei Dir schon klar sind und somit die Chemoplanung schon laufen kann...

    Halt die Ohren steif...

    LG

    Tanja

    Liebe Bleedingsoul91 ,

    Meine Mama hat zum Glück keinen Krebs, hatte aber seit Februar diesen Jahres einen Dauerschwindel, der immer schlimmer wurde, sodass sie auch kaum noch laufen konnte, frei sowieso nicht mehr, es ging nur noch, wenn sie sich festhalten konnte. Alles wurde untersucht, nix gefunden. Auch im „normalen“ Kopf MRT wurde nix auffälliges gefunden. Dann hat ein befreundeter Arzt nochmal ein MRT mit einem Kontrastmittel gemacht und im Ohr einen Mini Tumor entdeckt - dieser wurde nun vor 1 Monat operativ entfernt. Zum Glück war er gutartig. Seitdem gehts meiner Mama von Tag zu Tag besser. Ihr istnicht mehr schwindelig und sie kann auch wieder laufen.

    Vielleicht als Hinweis, beim nächsten MRT, das darauf auch mal geachtet werden könnte....

    LG

    Tanja

    Tatti32 ,

    Oh ja... Ich wollte die Brust auch nicht mehr haben... alle haben mich immer mitleidig angeguckt und ganz vorsichtig gesagt, dass wohl brusterhaltend nicht geht... und waren dann immer ganz überrascht, wenn ich gesagt hab, ich will garnicht brusterhaltend operiert werden !!!

    Weg mit dem Mist... wo nix mehr ist, kann auch nix ungebetenes mehr wachsen... mir macht es jetzt auch wirklich nix aus, dass die Brust weg ist. Im Gegenteil, ich hätte eigentlich die andere auch gern weg. Ich überlege, wenn ich jetzt erstmal Ruhe hab und nix mehr nachkommt, in 1-2 Jahren die eine Brust wieder aufbauen zu lassen und die andere dann leerräumen zu lassen und mit Silikon aufzufüllen... aber das ist noch Zukunftsmusik, erstmal jetzt den letzten Xeloda Zyklus fertig kriegen und dann hoffentlich Ruhe haben, das ist das Ziel. Da ist mir die Optik grad relativ wurscht (wie gesagt, die flache Brust sieht garnicht so schlimm aus und die Narbe sieht auch nicht schlimm aus, nur n rosa Strich der quer über die Brust geht....


    Ich drück Dir die Daumen, dass dein Blut sich schnell erholt und dass du die OP dann schnell hinter Dich bringen kannst...

    Alles Liebe - fühl Dich gedrückt

    Tanja

    Tatti32 ,

    das ist ja blöd mit Deinen Blutwerten... So'n Mist braucht keiner....

    Meine OP war 3,5 Wochen nach der letzten Chemo.

    Ich hatte mir im letzten Drittel der Chemos von Ortho...l das icar* besorgt. Vielleicht hat das meine Blutwerte einigermaßen im normalen Rahmen gehalten...

    Mir geht's soweit eigentlich ok. Körperlich geht's einigermaßen gut, klar, es zwickt mal hier und mal da, aber insgesamt ist alles ok, soweit ich das von "außen" beurteilen kann... Seelisch gibt's gute und schlechte Tage, täglich geht's mir jedoch ein klein wenig besser und ich denke auch nicht mehr ständig an dieses Krebs-Ar****. Die Angst ist natürlich nach wie vor ständiger Begleiter, mal mehr, mal weniger... Zur Zeit ists grad wieder ziemlich emotional - hatte genau heute vor 1 Jahr meine erste Chemo... damals hätte ich nicht gedacht, daß ich ein Jahr später noch die Radieschen von oben betrachten kann...

    Morgen starte ich in meinen letzten Zyklus Capecitabine, bin gespannt, wie es mir dann geht, wenn ich das Thema auch abgeschlossen habe. Ich versuche positiv zu denken, Aufgeben ist eh zu keinem Zeitpunkt eine Option gewesen.

    Werde dann im Anschluß nun ein MRT oder CT machen lassen - notfalls auch auf eigene Kosten, einfach nur um etwas ruhiger zu werden und wenigstens etwas Sicherheit zu haben, daß Stand jetzt wenigstens alles ok ist. Was in ein paar Monaten oder Jahren ist, wissen wir ja eh nicht...


    Ich drücke Dir weiterhin alle Daumen, daß Dein Blut sich schnell erholt und Du endlich operiert werden kannst...

    LG

    Tanja

    Hallo alle,

    ja, jetzt die Ferien sind eigentlich schon komplett verplant - einschliesslich des Termins in Köln am 04.08. natürlich ;)
    Meine Samstage sind bis Ende September schon verplant (Im August sind ja noch Ferien und für September häufen sich irgendwie Veranstaltungstickets, erst Herbert Grönemeyer auf Schalke, dann Mark Forster in Essen, dann Dieter Nuhr).

    Die Konzerte sind zwar erst abends, aber den ganzen Tag so auf Achse zu sein, wird mir glaub ich im Moment noch zuviel sein...

    Vielleicht können ja wirklich ein paar Ruhrpottler ins ferne Köln reisen ;), sodaß ich Euch dann dort auch endlich kennenlernen kann...

    LG

    Tanja

    Hallo Ihr Lieben und besonders BiggiL ,

    es tut mir unendlich leid, aber ich muß Euch leider für morgen absagen;(.

    Ich bin seit gestern Nacht mit meinem Sohn stationär in der UniKlinik. Er hatte nachts im Schlaf einen Krampfanfall (erst der zweite Anfall überhaupt) und scheint dabei aspiriert zu haben - d.h. er hat irgendwas in der Lunge (Blut/Speichel/erbrochenes, man weiß es nicht genau) und daher hatte er nach dem Anfall akute Atemnot. Er kommt jetzt wieder einigermaßen "gut" ohne zusätzlichen Sauerstoff zurecht. Hatte aber leider diese Nacht im Tiefschlaf nochmal zwei Sauerstoffabfälle auf nur 84%, sodaß der Lungenarzt uns jetzt lieber noch eine Nacht zur Sicherheit dabehalten möchte.

    Ich wär echt so gern dabei gewesen und hätte mein Tätigkeit als Chauffeur für BiggiL gern wahrgenommen, aber unter diesen Umständen geht's leider nun kurzfristig doch nicht....
    Ich hoffe, daß es eine Wiederauflage des Treffens gibt, und daß mein Sohnemann sich dann "zusammenreißt" und uns nicht wieder ins Krankenhaus befördert... Mein Bedarf an Krankenhaus ist für dieses Jahr eigentlich gedeckt.
    GLG und viel Spaß dann morgen

    Tanja