Beiträge von TanjaJ1972

    Hallo Sandrella ,

    hier sind ein paar mit IBK unterwegs. Bei IBK wird eigentlich immer Mastektomie gemacht und zusätzlich noch bestrahlt. Hier im Forum ist Gundog unterwegs, bei ihr wurde brusterhaltend operiert. Sonst hab ich das bisher aber noch von niemandem gehört.

    Bei mir waren auch die Lymphknoten in der Achsel betroffen, aber dies zählt ja noch nicht als Metastasen, sondern noch als lokal.

    Gentest hatte ich auch, war aber bei mir negativ.

    Es ist gut, wenn Du unvoreingenommen in die Chemo gehst. Hab ich auch so gemacht. Mich garnicht großartig vorher damit beschäftigt, was an NW kommen könnte, sondern einfach "abgewartet", was kommt. Soviel kam da aber erstmal garnicht. Wären mir nicht nach 2,5 Wochen die Haare ausgegangen, hätte ich gedacht, die hätten nur Kochsalzlösung in die Infusion getan ;-)

    LG

    Tanja

    Hallo Sandrella ,

    herzlich willkommen hier, auch wenn wir alle gern drauf verzichtet hätten, hier zu sein....

    Ich hab/hatte auch inflammatorischen BK, bei mir war auch die betroffene Brust über eine ganze Körbchengröße größer als die andere und total fest und Druckempfindlich... Das hat sich aber nach den ersten beiden Chemos schnell gelegt. Sie ist spürbar abgeschwollen und dann konnte ich auch "endlich" den Tumor tasten, der in der Brust gewachsen war... bis dahin war das garnicht so richtig möglich...

    Ich drück Dir alle vorhandenen Daumen, daß die Chemo gut anschlägt.

    Wo hast Du denn Metastasen?

    Alles Gute

    Tanja

    Liebe Summernight ,

    mein Tumor ist sehr aggressiv gewesen - zusätzlich ist er auch in die Lymphbahnen der Haut gewesen und hat eine Entzündung dort ausgelöst (inflammatorischer BK). Ich war noch Mitte März letzten Jahres zur Vorsorgeuntersuchung bei meiner Gyn. Dort wurde ein US gemacht (lasse ich schon seit Jahren immer im Wechsel mit Mammographie machen). Im US im März war nicht zu sehen und getastet hat sie im März auch nichts. Da war noch alles schick...

    Ende April hatte ich dann plötzlich in der linken Achsel einen dicken Lymphknoten. Habs beim Deo auftragen bemerkt. Anfang Mai direkt bei der Gyn nach einem Termin gefragt, dann aber erst für Mitte Mai einen Termin bekommen. In der Zwischenzeit bemerkte ich, daß die linke Brust etwas größer war als die rechte Brust und sie schmerzte auch etwas bei Berührung. Die Gyn hat dann Mitte Mai einen US gemacht. Es waren nur Entzündungszeichen zu sehen, kein Tumor... Dann hab ich 3 Wochen Antibiotika genommen und sollte nach 5-6 Wochen nochmal zu Kontrolle wiederkommen. Die Schmerzen in der Brust hatten nachgelassen, der Lymphknoten in der Achsel war jedoch immer noch dick und die Brust auch immer noch vergrößert und fest. Bei der Kontrolle Ende Juni war im US dann plötzlich der Tumor zu sehen - lt. US 2-3cm groß, in der Mammographie war er garnicht zu sehen... Anfang Juli im MRT war er dann plötzlich doch 6,5cm groß...


    Bei der Aggressivität meines Tumors glaube ich nicht, daß er schon jahrelang in der Brust war... Ich gehe eher von Monaten aus. Zwar war er vermutlich auch im März 2018 bei der Vorsorgeuntersuchung schon dort, aber noch zu klein um gesehen zu werden, aber ich glaube einfach nicht, daß er schon Jahre langsam vor sich hin gewachsen ist, um dann innerhalb von wenigen Wochen plötzlich zu explodieren...

    Guten Morgen Summernight ,

    von den Ärzten wurde eigentlich nicht viel gesagt. Die Ärztin, die mit mir das OP Ergebnis besprochen hat meinte, daß das natürlich kein optimales Ergebnis war mit 2,5cm Resttumor und 12 befallenen Lymphknoten, daß sie aber auch schon schlechtere Ergebnisse gesehen hat und das die Hauptsache ist, daß die Chemo überhaupt irgendwie gewirkt hat (Ursprungstumor war lt. MRT 6,5cm vor der Chemo). In Schulnoten hätte sie dem OP Ergebnis ne 3 - also befriedigend - gegeben...

    Durch die entnommenen Lymphknoten hab ich nach wie vor eine leichte Bewegungseinschränkung, aber wirklich nur leicht und liegt auch sicherlich daran, daß ich zu faul bin, täglich Dehnübungen zu machen. Zu Beginn, also direkt nach der OP, hab ich den ausgestreckten Arm nicht über Schulterhöhe bekommen. Dann hab ich fleissig gedehnt, damit ich so schnell wie möglich mit der Bestrahlung beginnen konnte (für die Bestrahlung muß man den Arm angewinkelt neben den Kopf legen können). Ich habe es 3 Wochen nach OP knapp geschafft, den Arm so fürs Planungs-CT zu platzieren, Bestrahlung fing dann 4 Wochen nach OP an. Ich hatte ein bisschen Zeitdruck, weil ich unbedingt zu Ostern mit meinen Kindern in den bereits vor Diagnose gebuchten Ski-Urlaub fahren wollte, daher musste die Bestrahlung vor den Osterferien fertig werden, denn die darf ja nicht mittendrin unterbrochen werden... Ich habs knapp geschafft, meine letzte Bestrahlung war am Tag bevor wir losgefahren sind !!

    Es hieß dann, ich solle nach der Bestrahlung ungefähr 3 Monate warten, ehe ich wieder in die Sauna gehe, auf jeden Fall aber, bis die Haut sich nach der Bestrahlung wieder beruhigt hat. Ich hatte zum Glück garkeine großen Probleme mit der Haut. Sie war nur in der letzten Bestrahlungswoche leicht rosa, wie bei einem leichten Sonnenbrand und hat sich dann nach der Bestrahlung leicht braun verfärbt. Diese Bräunung ging dann aber auch relativ schnell weg und ich war dann Mitte Juni das erste Mal in der Sauna. Hab mich vorsichtig rangetastet, aber war kein Problem.

    Jetzt so in den letzten Monaten habe ich gemerkt, daß ich ab und an mal ein bisschen Lymphflüssigkeit im Arm hab, meist, wenn ich den Arm irgendwie zu stark belastet hab oder so, das geht aber eigentlich von allein dann wieder weg. Lymphdrainage hatte ich nicht.

    Körperlich geht's mir eigentlich gut, klar hat man so hier und da ein paar Zipperleins, die vorher nicht da waren, aber insgesamt kann und will ich nicht klagen. Wenn das so bleibt, bin ich gut davon gekommen, da geht's anderen sicherlich deutlich schlechter nach so einer kompletten BK-Therapie. Der Kopf, bzw. die Psyche ist da tatsächlich das größere Problem. Diese Unsicherheit, ob denn nun wirklich alles weg ist, läßt einen nicht so wirklich los. Ich versteh es aber auch nicht wirklich, monatelang wurde mir erzählt: "Ihre Brustkrebs-Art ist eine Hochrisiko-Erkrankung" und da müssen wir "volle Kanone drauf hauen, alles andere bringt nix" und dann wird nach Abschluß der Therapien nicht mal ein MRT oder CT gemacht um zu schauen, ob auch wirklich nun alles weg ist, bzw. sich nicht zwischen Staging vor Therapie-Beginn und Therapie-Abschluss was gebildet haben könnte....

    Naja, kommt Zeit, kommt Rat... Jeder Tag bringt einen weiter von der Sache weg und mit der Zeit wird diese Unsicherheit auch weniger. Ich hab nun immerhin schon fast 10 Monate nach OP geschafft, ohne das irgendwas aufgeploppt ist - da hätte ich vor einem Jahr fast nicht mit gerechnet... Hatte tief in mir drin die Angst, daß ich nach 2018 kein weiteres Weihnachten mehr erlebe und nun hab ich zumindest schonmal 2019 geschafft !!

    Und klar, ich kämpfe und hoffe, daß es noch ein paar mehr Weihnachten werden....

    Alles Liebe

    Tanja

    Hallo Summernight ,

    da häng ich mich mal dran... Kann Mutmach-Geschichten auch gut gebrauchen...

    Meine OP war Anfang Februar diesen Jahres...

    Mastektomie links, ohne Aufbau und Axilla-Dissektion. Es wurden 15 Lymphknoten entfernt, von denen 12 befallen waren...

    Ich wurde dann noch bestrahlt und habe auch 6 Monate Xeloda/Capecitabine genommen bis Anfang August...

    Am Montag hab ich wieder eine Nachsorge-Untersuchung, wieder 3 Monate geschafft....

    Bisher war immer alles o.B., hoffe, das bleibt so...

    Alles Liebe

    Tanja

    Liebe Teafriend ,

    Schön, dass Du so eine kompetente Ärztin gefunden hast.
    Du kannst die Tablettenchemo übrigens auch parallel zur Bestrahlung durchführen. Hab ich auch so gemacht und hatte mich während Bestrahlung und Chemo nicht anders gefühlt, als nur mit Chemo... Von den Nebenwirkungen her gesehen, ist die Tablettenchemo überhaupt nicht mit der EC/Pacli Chemo zu vergleichen. Ich hatte quasi kaum Nebenwirkungen im gesamten Zeitraum der Einnahme.

    LG

    Tanja

    Hallo St.D. ,

    ich hab Dir ja drüber im anderen Thread auch schon geantwortet...

    Die Tablettenchemo dient einfach nochmal zusätzlich der Sicherheit. Wenn es halt etwas vom Tumorgewebe geschafft hat, die neoadjuvante Chemo zu überstehen, besteht ja theoretisch die Möglichkeit, daß irgendwo im Körper auch noch irgendwelche Krebszellen es geschafft haben zu überleben. Und die sollen dann halt mit nochmal 6 monatiger zusätzlicher Chemo erwischt werden. Bei Triple negativen Tumoren gibt's nicht viele andere Möglichkeiten als Chemo-Therapie und deshalb wird zunehmend dazu geraten, diese Tablettenchemo noch "postneoadjuvant" dranzuhängen, wenn man keine PCR hatte. Die Tablettenchemo ist allerdings bei weitem nicht so hart wie die vorherige Chemo mit EC und Pacli. Das kann man überhaupt nicht miteinander vergleichen.

    Meine Ärztin hat übrigens mein OP Ergebnis "befriedigend" genannt - klar hatte sie schon bessere Ergebnisse gesehen (PCR) - aber wohl auch schlechtere, wo die Chemo überhaupt garnicht angeschlagen hatte... Von daher, nicht weiter hadern, sondern nach vorn schauen - man kann nun eh nichts mehr dran ändern, sondern muß das Beste draus machen...

    Alles Liebe

    Tanja

    Hallo St.D. ,

    ich hatte im Februar meine Mastektomie links, ebenfalls mit Resttumor. Ich war auch furchtbar enttäuscht und traurig und wütend. Man hat doch auch alles über sich ergehen lassen und ausgehalten und durchgemacht wie die anderen auch. Warum war mir keine PCR "vergönnt"???

    Im Nachhinein gesehen, ist es unglaublich, wieviel Druck man sich selbst wegen dieser PCR macht, obwohls etwas ist, was man selbst eigentlich fast garnicht beeinflussen kann... Naja, mit etwas Abstand betrachtet, relativiert sich da vieles... Und - ebenfalls mit etwas Abstand betrachtet - weiß ich auch mittlerweile, daß es Frauen gibt, da kommt nie was zurück, obwohl sie keine PCR hatten, es gibt aber auch Frauen, da kommt was zurück, obwohl sie eine PCR hatten... Von daher hab ich jetzt persönlich meinen Frieden damit gemacht, eben keine PCR gehabt zu haben... wie gesagt: diese PCR ist m.E. eher "Zufall" und spiegelt eben nicht den Verdienst oder die Leistung des Einzelnen wider, sondern ist einfach nur "Glück". Wie Lotto spielen. Da bin ich auch nicht jede Woche maßlos enttäuscht, wenn ich schon wieder keine 6 Richtigen hab... Für mich hab ich als Fazit nun daraus gezogen, daß das wichtigste war, daß die Chemo überhaupt irgendwie gewirkt hat und der Tumor kleiner geworden ist, denn auch das ist nicht selbstverständlich, wie ich nun im Nachhinein weiß.


    Zu der Tablettenchemo: Die hab ich auch gemacht. Habe direkt 2 Wochen nach der Mastektomie damit begonnen. Zeitweise auch parallel zur Bestrahlung, obwohl dies wohl noch härter sein soll bzgl der Nebenwirkungen, was ich allerdings nicht bestätigen kann. Ich hatte über die gesamten 6 Monate (=8Zyklen), die ich das Capecitabin/Xeloda genommen hab, keine nennenswerten schlimmen Nebenwirkungen. Mal ab und an ein wenig Knochenschmerzen oder auch mal Magengrummeln, aber wirklich wenig und selten und gut ohne "Gegenmedikamente" auszuhalten. Das schlimmste in der Zeit war für mich tatsächlich, diese unfassbare Menge an Tabletten schlucken zu müssen. Ich hatte die für meine Körperoberfläche errechnete Höchstdosis von 2300mg morgens und abends in Form von je 4 großen und 2 kleineren Tabletten zu schlucken... Danach ist man erstmal satt... Aber, wie gesagt, das war dann auch tatsächlich schon das schlimmste an der Sache - zumindest für mich...

    Mit den Blutwerten hatte ich ebenfalls keine Probleme, diese wurden immer einen Tag vor Beginn des neuen Zyklus gecheckt. Ansonsten lebt man in der Zeit einfach sein Leben weiter. Ich war nur alle 3 Wochen in der Chemo-Ambulanz zum Blut abnehmen und Rezept abholen. Der normale Alltag mit meiner Teilzeit-Arbeit und Kindern hatte mich ziemlich schnell wieder - aber das war auch gut so. Wenn ich zuviel Zeit zum "Gedankenkarussell" fahren hab, ists nicht gut...Ablenkung hilft da sehr gut - solange es natürlich nicht in Stress ausartet - das wäre sicherlich auch kontraproduktiv...

    Wenn Du noch irgendwelche Fragen hast - immer her damit ;-)

    Alles Gute für Deine Mama

    LG

    Tanja

    Hallo Wanda2 ,

    viele bekommen ja auch nicht die Höchstdosis (meist wg. Unverträglichkeit) - die sind also nicht unbedingt kleiner und leichter als Du, sondern kriegen nur ne 75% oder 50% Dosis.... angeblich soll die reduzierte Dosis wohl genauso gut wirken, wie die volle Dosis. Wobei sich mir da dann nicht der Sinn erschliesst, warum man dann die volle Dosis nehmen sollte, wenn die Halbe genauso gut wirkt???

    Aber egal, es ist ja nicht immer alles logisch...

    Ich hab das halbe Jahr mit Capecitabin mit voller Dosis einigermaßen gut und ohne große NW hinter mich gebracht und hoffe, daß es was gebracht hat....

    Dir alles Gute weiterhin...

    LG

    Tanja

    Hallo Wanda2 ,

    ich bin 1,74m und hab 75kg bei der Capecitabin Einnahme gewogen. Ich hab morgens und abends je 2.300mg genommen - 8 Zyklen.

    Hatte auch zu der Zeit mal nach der Dosierung gegoogelt und irgendwo im www auch die Tabelle zur Dosierung gefunden und nachgerechnet. Bei mir stimmte die Dosierung.

    LG

    Tanja

    ach Tatti32 ,

    so ein Sch…. - fühl Dich gedrückt... Aber keine Metas sind doch auf jeden Fall schonmal gute Nachrichten...

    Und in den Lymphknoten hat die Chemo nach nachweislich auch gewirkt... also ist doch die letzte Schlacht noch nicht geschlagen...

    lass den Kopf nicht hängen... klar, so ne bescheidene Prognose gesagt zu bekommen, haut einen erstmal um... und ich kann absolut verstehen, daß Du völlig durch bist... ABER: Wichtig ist: aufstehen, den Staub von den Schultern klopfen, Krönchen richten, und WEITERKÄMPFEN !! Sicherlich ist so ein großer Resttumor selten, aber der ist ja jetzt raus und kann keinen Schaden mehr anrichten.

    Zeigs dieser unempathischen Ärztin... Du sprengst die Prognose... Du hast allen Grund zu kämpfen und daher darfst Du jetzt nicht schon den Kopf in den Sand stecken... Laß diese Sch*ß-Nachricht erstmal sacken und zieh die Bestrahlung bis zum Ende durch...

    Alles Liebe...

    Tanja

    Hallo Tatti32 ,


    Mensch, dann drück ich Dir aber gaaaanz feste alle Daumen, daß das CT in Ordnung ist. Meld Dich auf jeden Fall mit dem Ergebnis, ja?

    Über die Biphosphonate gibt's ja geteilte Meinungen, ob das was bei prämenopausalen was bringt, vermutlich mußt Du es deshalb selbst zahlen, richtig? Aber egal, 350€ im Jahr ist ja zu ertragen und man greift ja wirklich nach jedem Strohhalm...


    Ich werde zum Jahresende auch mal schauen, ob ich nicht ein MRT oder CT Thorax und Abdomen bekommen kann. Hatte jetzt im Rahmen der Untersuchungen wegen der Thrombose nen Ultraschall-Check aller Organe, da war alles ok, daher hab ich jetzt erstmal nicht darauf gedrängt, ein MRT oder CT zu bekommen. Diese Unsicherheit macht einen echt verrückt...


    Alles Liebe

    Tanja

    Hallo Tatti32 ,


    wollte mal hören, wie es Dir zwischenzeitlich ergangen ist?

    Verträgst Du die Bestrahlung gut? Hast Du Eribulin und Biphosphonate statt Xeloda durchgekriegt?


    Bei mir plätscherts jetzt grad so dahin... es gibt gute und schlechte Tage... an manchen Tagen schaff ich es, kaum an den Krebs zu denken, an anderen ist es nach wie vor ganz schlimm... zudem hat jetzt auch noch eine Freundin von mir auch die Diagnose Brustkrebs bekommen, sie steht jetzt kurz vor Chemobeginn - da kommt jetzt auch bei mir alles wieder hoch, das macht es nicht leichter.... und ich denke auch wirklich oft noch an Kerstin/Kerzele - kann es immer noch nicht wirklich fassen, daß es bei ihr so schnell ging....


    Plage mich grad auch noch etwas mit den Folgen der Chemo rum... War ja im August mit ner Thrombose im Krankenhaus, seitdem muß ich Blutverdünner nehmen und seit ich die Tabletten nehme, werde ich nachts mit schmerzenden Finger- und Fußgelenken wach... naja, ich klage auf hohem Niveau, ich weiß....
    Und dann warte ich nun seit 2 Wochen schon auf das Ergebnis meines Stress-MRTs, wo ich hin mußte, weil der Kardiologie in der Nachsorge irgendwelche seltsamen Herz-Wand-Bewegungen gesehen hat, die abgeklärt werden sollten... Hm, naja, denke mal, wenn das lebensbedrohlich wäre, hätte sich hoffentlich schon jemand bei mir gemeldet, so hoffe ich nun einfach, daß es sich als harmlos herausstellt und kein bleibender Schaden ist...


    Also, liebe Tatjana, würde mich freuen mal wieder ein "Piep" von Dir zu lesen...


    Alles Liebe

    Tanja

    Hallo Dorca ,

    bei mir haben die letztes Jahr im Oktober auch angerufen und gefragt, ob ich nicht ne Reha machen will, da ich ja schon seit Juli krank geschrieben war... Ich habe dann mal ganz dumm gefragt, wie die sich das vorstellen, ne Reha zwischen den Chemotherapien? Daraufhin kam raus, daß die in dem Call-Center überhaupt nichts von meiner Diagnose & Therapie wussten, sondern nur sehen, wie lange man krankgeschrieben ist und dann eben den Auftrag haben, die Leute quasi zu einer Reha zu bewegen...

    Diese Praxis ist echt ein Unding... Die sollen die Leute anrufen und wissen noch nicht mal, was Sache ist... Dann sollten sie es doch lieber lassen... Hab damals gesagt, meine Therapie dauert noch locker 6-9 Monate, bis dahin sollen sie mich bitte nicht weiter wegen einer Reha behelligen...

    Ich denke, das wird bei Dir einen ähnlichen Hintergrund haben... Also lass Dich nicht davon runterziehen.

    Alles Liebe

    Tanja

    Hallo Ticino ,

    bei mir war genauso - Bis Ende Juli hab ich Capecitabine genommen, das Brustzentrum hat nur nochmal ein großes Blutbild machen wollen, sonst nix...

    Da fühlt man sich schon so n bischen "fallen" gelassen...

    Ich hatte allerdings das "Glück" oder Pech - wie man es auch immer nennen will - mit einer Thrombose Anfang August im Krankenhaus gelandet zu sein. Und dort hat man im Rahmen der Thrombose-Untersuchungen auch einen Ultraschall von allen Bauch-Organen (Leber, Nieren, Milz) gemacht. Somit bin ich über diesen Umweg nun wenigstens mal zu einer Kontrolle der Organe nach Therapie-Ende gekommen.

    Diese Woche hab ich die zweite Nachsorge bei meiner Gyn. Diese werde ich dann auch nochmal um US der Brust bitten - notfalls zahl ich das dann eben selbst, ist mir auch egal, Hauptsache meine Seele hat wieder etwas Ruhe....

    Und am Freitag hab ich noch n Termin zum MRT vom Herzen, weil der Kardiologe irgendwelche diskreten Herzwandbewegungen im US gesehen hat und dies abgeklärt haben will. Hab extra nachgefragt, die dürfen zwar nur MRT vom Herzen machen, aber alles was angrenzt ist natürlich auf den Bildern mit drauf und wird auch beurteilt... Somit wird zumindest dann auch mal der linke Lungenflügel mit gecheckt ;-) - so kriege ich grad peu à peu einen fast kompletten Check des Thorax.... mühselig, aber immerhin erstmal wieder ein bischen Beruhigung für die Seele... (hoffentlich)


    Ich verstehe die Logik dahinter auch nicht, daß es keinen Überlebensvorteil bringen soll, frühzeitig Metastasen zu entdecken. Zumindest bei Hochrisiko-Kandidaten, wie ich nun mal leider eine bin, sollte man schon mal zwischendurch nachschauen.


    LG

    Tanja

    Hallo Elfe72 ,

    puh, dass das Staging sauber ist, ist schonmal die halbe Miete....
    Dann haben die bei Dir aber auf die Tube gedrückt, erst letzte Woche Montag die Diagnose erhalten und jetzt schon mit dem Staging durch ist ja super.
    Ich würde an Deiner Stelle an der Studie teilnehmen. Du hast nichts zu verlieren, kannst nur gewinnen. Eine Woche Verzögerung würde ich dafür in Kauf nehmen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, daß das ganze Vorgeplänkel ja jetzt bei Dir so schnell ging.
    Du wirst sicher nach Leitlinie 4xEC (vermutlich in 2-wöchigem Abstand) und danach dann 12x Paclitaxel (oder Nab-Pacli) plus Carboplatin wöchentlich bekommen. Hatte ich auch so. Ist Standard so und steht so auch, wie gesagt, in den Leitlinien für inflammatorischen BK drin.
    Zusätzlich hast Du durch die Studie halt eine 50% Chance, das Atezolizumab zu bekommen, in daß viele Hoffnungen gelegt werden. Ich würde mir die Chance nicht entgehen lassen, zumal ich auch glaube, daß man, wenn man in einer Studie ist, auch viel besser überwacht wird und evt auch in der Nachsorge bessere Untersuchungen erhält, als ohne Studie.

    In der Biopsie steht übrigens vermutlich nichts von dem inflammatorischen, weil die ja nur ein Stück von dem soliden Ursprungstumor gestanzt haben. Daß sich dieser bei uns - eher durch Zufall, würde ich mal vermuten - durch Einbruch in die Lymphbahnen der Haut zu einem inflammatorischen BK entwickelt hat, ist in der Tumorbiologie des ursprünglichen Tumors nicht sichtbar. Da geht's halt "nur" um die Rezeptoren, die er hat. Und die Rezeptoren braucht man, um zu wissen, zum einen, welche Behandlungsreihenfolge gewählt wird und ob und welche Chemo am wirkungsvollsten ist. Und eben, ob nach Chemo/OP/Bestrahlung noch zum Bespiel eine Antikörper-Therapie (bei HER2-Rezeptoren) oder Anti-Hormontherapie (bei Hormonrezeptoren) helfen kann. Unser Tumor = Triple negativ, hat keine dieser Rezeptoren, daher hilft in unserem Falle eben nur volle Kanne mit Chemo draufhauen.
    Dennoch ist es wichtig, zu wissen, ob man inflammatorischen hat, oder eben nicht, weil die Behandlung noch ein kleines bischen anders läuft, als bei "normalem" BK. Es wird in unserem Fall laut Leitlinie dringend zu Mastektomie geraten - ich habe bisher nur von einer Patientin gehört, die Brusterhaltend operiert wurde, alle anderen inflammatorischen, von denen ich gehört habe, hatte alle Mastektomie. Und dann wird auch im Anschluß, trotz Mastektomie, zusätzlich noch bestrahlt. Das ist bei "normalem" BK nicht üblich. Da wird nur bei Brusterhaltender OP bestrahlt.


    Alles Gute dann morgen für die Port OP und - wie gesagt, greif zu und schnapp Dir die Chance auf das Atezolizumab. Ich würds auf jeden Fall machen !!


    Alles Liebe,

    Tanja

    Hallo Elfe72 ,

    Ich hab/hatte auch inflammatorischen Brustkrebs, auch Triple Negativ. Meine Diagnose kam letztes Jahr, Ende Juni.... das ist jetzt erstmal ein Riesenschock für Dich, ich erinnere mich noch sehr gut an dieses Gefühl... mach bitte bloß nicht den Fehler und frag Google nach der Diagnose!!! Da ist vieles veraltet und macht nur unnötig Angst und Panik.... Such Dir ein zertifiziertes Brustzentrum, falls noch nicht geschehen...

    Du wirst wohl nun zunächst durchs Staging gehen: MRT/CT/Knochenszintigramm, um zu schauen, ob sich Dein Untermieter schon ausgebreitet hat (was ich nicht hoffe) oder noch Lokal ist. Inflammatorischer verbreitet sich relativ schnell über die Lymphbahnen der Haut, das ist das tückische an dieser Sorte, leider.

    Meiner hatte es sich auch schon in den Lymphknoten in der Achsel ausgebreitet - wobei dies dann noch als Lokal gilt.

    Als nächstes folgt dann vermutlich der Port, der Dir als kleiner Freund und Helfer für die Chemo eingesetzt wird und dann gehts mit der Chemo los. Sobald es dann soweit ist und Du die erste Chemo intus hast, wird das Gefühl langsam besser, man tut endlich was gegen diesen miesen ungebetenen Untermieter, dieses Gefühl entlastet ungemein - zumindest wars bei mir so...

    Hier gibts mehrere mit inflammatorischem Brustkrebs, wenige auch triple negativ. Es gibt auch schon ein paar Threads dazu. Lies Dich einfach mal durch die verschiedenen Threads, vielleicht beantwortet dass schon einige Deiner Fragen. Ansonsten immer her mit Deinen Fragen und Sorgen, hier findet sich fast zu jeder Tages und Nachtzeit jemand mit offenen Ohren 😉...

    Alles Liebe

    Tanja

    Liebe Kampfjule ,


    was für ein SCH... - das braucht kein Mensch...

    Das glaub ich sofort, daß es Zeit braucht, diese bittere Pille zu verdauen...

    Ja, mit dem inflammatorischen haben wir uns schon ein Riesen-Ar... rausgepickt. Und dass nur bei 60% der Patientinnen die Chemo anschlägt, hab ich vorher auch nicht gewusst. Das hat mir auch niemand gesagt. Auch daß unter Chemo Metas wachsen können, wusste ich nicht, bzw. auf Nachfrage hieß es in meinem Brustzentrum, daß dies nicht möglich sei...

    Bei mir haben die ECs ganz gut gewirkt, leider dann später die Paclis & Carbo dafür dann nicht mehr so wirklich.

    Ich hoffe und drücke Dir alle Daumen, daß es bei Dir dann genau anders herum ist.

    Aber noch eins: Auch, wenn Du dann nun als palliativ gilst: Das ist noch lange nicht das Ende. Gerade Knochenmetas sind wohl gut in den Griff zu bekommen. In meinem Brustzentrum hab ich während der Chemos mehrere ältere Damen kennengelernt, die zwar alle paar Wochen in die Chemo-Ambulanz kommen müssen und da irgendein Medikament bekommen, die tun dies aber teilweise schon seit vielen Jahren.... Eine davon sogar schon seit 20 Jahren - und gerade diese Dame war superfit und sah echt gut (gesund) aus....

    Ich weiß, das tröstet Dich heute vielleicht nicht, aber vielleicht gibt es Dir trotzdem ein klein wenig Hoffnung....

    Alles Liebe, fühl Dich gedrückt...

    Tanja