Beiträge von TanjaJ1972

    Hallo Stefanie 67 ,

    Ich hatte meine Axilladissektion zusammen mit meiner Mastektomie. Die Mastektomie fand ich auch überhaupt nicht schlimm. Die Narbe direkt auf der Brust hat überhaupt keine Probleme bereitet. Ruckartige Bewegungen waren nicht so gut, das war ziemlich schmerzhaft, aber sonst war alles ok. Mit der Achsel hatte ich vor allem in der Beweglichkeit ziemliche Probleme. Ich mußte ja auch noch bestrahlt werden. Um meinen vor dem ganzen Drama schon gebuchten Urlaub zu schaffen, musste die Bestrahlung spätestens 4 Wochen nach der OP losgehen. Zur Bestrahlung musste der Arm über Kopf aus dem Bestrahlungsfeld raus... Das war mein größtes Problem. Mit täglichen Dehnübungen ab 1 Woche nach OP hab ichs grad so rechtzeitig geschafft, zum Planungs-CT, welches 3 Wochen nach OP stattfand... Insgesamt wars also nicht ganz so angenehm, aber wenn ich den Zeitdruck mit der Bestrahlung nicht gehabt hätte, wärs auch alles n bischen lässiger gewesen...

    Ich sehe, Du bist aus Hilden. Bist Du auch dort in einer Klinik?

    LG

    Tanja

    kerzele /Kerstin

    cat58 sagt es schon richtig: Augen zu und durch... Du kommst eh nicht drumherum... das hab ich mir dann vor der OP auch gesagt...

    Ästhetisch find ichs garnicht so schlimm... Ich hatte mir das schlimmer vorgestellt vorher... Hatte noch das Bild meiner Oma im Hinterkopf, die hatte vor knapp 30 Brustkrebs, wurde beidseitig amputiert, mitsamt Brustmuskeln. Das sah damals furchtbar aus.


    Mein Brustmuskel ist drin geblieben, der Doc hat mir sogar einen kleinen Ansatz eines Dekolletees "gebastelt". Meine Gyn sagte auch schon, daß das eine "schöne" Narbe wird, wirklich gute Arbeit... Mein Freund war auch vorher ängstlich und war dann aber echt überrascht, wie "gut" die Narbe aussieht. Klar, vorher sah es besser aus, aber Überleben war mir dann doch wichtiger, als 2 Brüste zu haben... Und einen Wiederaufbau kann man ja immer noch machen...


    Die Hilflosigkeit ist in 48 Stunden überstanden... Dann geht's nur noch aufwärts... Versprochen...

    Am Ende wird alles gut - nur davor ist manchmal echt sch…

    Alles Gute für Dich, ich drück Dir am Donnerstag alle Daumen...

    LG

    Tanja

    kerzele ,

    Ich erinnere mich an die Tage vor meiner OP... Es war furchtbar... Ich hatte sooo eine Angst... die OP war für mich echt das schlimmste an allem, ich war, außer zu den Geburten meiner Kinder und der ambulante Port-Implantation, noch nie im KH und hatte echt eine wahnsinnige Angst vor der OP. Beim Aufklärungsgespräch mit der Oberärztin am Tag vor der OP bin ich in Tränen ausgebrochen...

    Im Nachhinein gesehen, wars jedoch garnicht sooo schlimm... Ich hatte ja auch eine modifizierte radikale Mastektomie, die Schmerzen hielten sich echt in Grenzen, hab nur 2 Tage Schmerzmittel genommen, danach gings auch so sehr gut. Die erste von 2 Drainagen wurde am 2. Tag gezogen, die zweite Drainage nach 1 Woche. Die Wunde an der Brust hat überhaupt keine Probleme bereitet. Was mir größere Sorgen bereitet hatte, war die Beweglichkeit des linken Arms, da ich auch eine Achseldissektion hatte. Aber auch diese Sorgen waren nach wenigen Wochen passé. Mit täglichen Dehnübungen habe ich mittlerweile fast wieder die normale Beweglichkeit.

    Also, was ich sagen will ist: das schaffst Du auf jeden Fall auch !! Das Gefühl, wenn man weiß, daß dieses A.... endlich raus ist, ist schon ein sehr gutes... Ich drücke Dir alle Daumen für die OP...

    LG

    Tanja

    Hallo in die Runde,

    ich glaub, so allmählich kann ich mich hier auch einreihen...
    Ich habe am 12.04. letzte Bestrahlung gehabt, war danach 1 Woche mit den Kids zum skifahren und "geniesse" grad meine 2 letzten Tage des "krankgeschrieben- Daseins". Ab Donnerstag geht's wieder los ins Büro... Ich war allerdings nie ganz raus, hab während der 10 Monate, die ich jetzt krankgeschrieben war, immer Stundenweise gearbeitet. So hab ich jetzt ein dickes Polster an Überstunden, die ich während meiner variablen/selbstbestimmten und -gestalteten Wiedereingliederung ohne Krankenkasse abbummeln werde.

    Ich hab mit meinem Chef abgestimmt, daß ich erstmal bis zu den Sommerferien mit 3 Tagen pro Woche wieder einsteige - so jeweils 3-4 Stunden statt meinen "normalen" 5 Stunden.

    Ja, und ich freue mich tatsächlich wieder auf Alltag - ohne ständige Arzttermine oder Kontrollen oder ähnliches... Hab im Mai insgesamt nur 4 Arzttermine zur Kontrolle (Strahlenarzt, Hautarzt, Frauenarzt und 1x Blutabnehmen) - juhuuu… so langsam kommt Land in Sicht und es bleibt Zeit, wieder voll in den "langweiligen" Alltag einzutauchen und "normales" Leben zu leben

    LG

    Tanja

    Hallo bella777 ,

    ich bin seit gestern im 4. Zyklus Xeloda/Capecitabine. Ein Zyklus besteht immer aus 14 Tagen Tabletten-Einnahme und 7 Tagen Pause.

    Ich mache 8 Zyklen. Hab also bald Halbzeit. Alle 3 Wochen wird mir am Tag vor Beginn des neues Zyklus Blut abgenommen. Bisher habe ich keine nennenswerten NW zu verzeichnen. Meine Blutwerte scheinen i.O. zu sein, ich konnte bisher immer pünktlich mit der Xeloda-Einnahme anfangen, musste noch nicht aussetzen. Die Schleimhäute sind ein bischen trocken, aber ansonsten merke ich eigentlich nichts von den Tabletten. Die Haare wachsen wieder, meinem Magen/Darm geht's auch gut. Hand-Fuß-Syndrom scheint wohl eine häufige NW zu sein, bisher habe ich diese aber nicht. Scheint wohl, wie ich gelesen habe, mehr so ab dem 6.-8. Zyklus aufzutreten.

    Wenn die NW zu arg sind, kann man wohl die Dosis reduzieren, ohne jetzt großartig was an Wirksamkeit zu verlieren. Von daher: hab keine Angst. versuch es einfach mit den Tabletten, wenn Du sie nicht verträgst, wird die Dosis soweit reduziert, bis Du sie verträgst.

    LG und alles Gute

    Tanja

    kerzele /Kerstin,

    Du hast 15 von 16 geschafft... Du bist kein Looser !!

    Auf die eine kommts jetzt auch nicht mehr an...

    Dafür bist Du nächste Woche das A...loch los....

    Fühlt sich auf jeden Fall gut an, wenn man weiß, daß das Ding rausgeschnippelt ist...

    Egal, ob nun 15 oder 16 Ladungen Chemo...

    LG und alles Gute für die OP nächste Woche...

    Tanja

    Milli ,

    danke das mal jemand sagt... Ich denke mir auch öfter, wenn ich hier quer lese "Und? Was war jetzt so schlimm?"

    Einige der "Sprüche" hab ich auch schon gesagt bekommen und diese als überhaupt nicht schlimm empfunden, bzw. hätte ich vielleicht, wenn ich auf der anderen Seite wäre, genauso gesagt.

    Vielleicht sind einige momentan auch überempfindlich und egal was man sagt, alles wäre falsch...

    Selbst, wenn alles gute gewünscht wird, scheints nicht recht zu sein. Kommt vielleicht auch immer drauf an, von wem es kommt...

    Aber, wie Du schon sagst, so ist halt jeder anders gestrickt...

    LG

    Tanja

    Hallo Kerstin kerzele ,


    Ja, dafür das inflammatorisch und TN so selten sein soll, hab ich doch jetzt auch schon einige kennengelernt, die das gleiche Los haben...

    Sowohl in der Kombi, als auch Frauen, die nur TN haben - wir waren in unserer Chemo-Truppe im Brustzentrum 4 von 6, die TN waren... Find ich schon bemerkenswert, wenn doch eigentlich nur 15% TN sind...


    Ist denn eigentlich nach OP und Bestrahlung diese inflammatorische noch von irgendeiner Bedeutung? Der Pathologe hatte ja in meinem Fall bestätigt, daß alle Ränder sauber waren, somit müsste ja das inflammatorische nun kein Thema mehr sein, oder?

    Nur noch halt der Mist, daß ich TN bin und soviele Lymphknoten befallen waren...Ich denke, für die weitere Behandlung machts dann nun keinen Unterschied mehr, oder?


    Vom Gefühl her würd ich auch sagen, zieh die Chemos bis zum Ende durch. Nimm mit, was Du kriegen kannst.

    Wird denn da jetzt bei Dir mal nachgeholfen bei den Blutwerten (Neul...a-Spritzen o.ä.)?

    Wenn sich das alles ewig rauszögert ists ja sicher auch nicht so toll...

    Wie war denn der letzte US? War da noch was zu sehen? Wie fühlen sich die Lymphknoten jetzt an? Immernoch sehr groß? Was sagen denn Deine Ärzte dazu? Die müssten doch auch eine Idee haben, wie es weiter gehen soll?


    Auf der anderen Seite, ist es bei mir so gewesen, daß Tumor und Lymphknoten unter den EC Chemos ordentlich geschrumpft sind, unter den Paclis & Carboplatin ist dann nichts mehr passiert. Aber man weiß ja auch nie so genau, was da noch so im Körper rumschwirrt, daher würd ich jetzt auch nicht sagen wollen, die Paclis hätte ich mir sparen können. Vielleicht haben die ja genau irgendwas platt gemacht, was so an einzelnen kleinen Zellen durch Körper geflutscht ist...


    Allein schon aus dem Gesichtspunkt heraus, daß man im Nachhinein sich nicht vorwerfen muß, "ach hätte ich das doch mal lieber gemacht" ist es vielleicht schon klug, alles mitzunehmen, was geht... Der psychische Punkt ist ja auch nicht zu verachten bei der ganzen Sache...


    Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen, daß es jetzt endlich wieder bei Dir voran geht - wie auch immer es sein wird...


    LG

    Tanja

    Hallo Mamahuber ,

    hattest Du die Knochenmetastasen direkt bei der Erstdiagnose oder kamen die später hinzu? Wie war denn Deine Therapie 2014? Auch erst Chemo und dann OP und Bestrahlung? Hattest du auch eine Mastektomie? Konnten der Tumor und die betroffene Haut komplett entfernt werden bei der OP? Waren Lymphknoten befallen? Sorry, so viele Fragen, wenn Du nicht antworten magst, musst Du natürlich nicht antworten...

    LG

    Tanja

    Hallo Mamahuber ,

    also hattest Du 2014 den inflammatorischen BK ? Wie war Deine Therapie? Ich nehme an, Du bist HER2+, wegen des Herceptins? Bitte Du denn ansonsten (außer den NW vom Herceptin) ok? Bzw. soweit krebsfrei?

    Ich hab auch inflammatorischen BK, zwar Triple negativ und nicht HER2+, aber freue mich dennoch immer, wenn ich jemanden lese oder höre, der auch inflammatorischen BK hatte und es schon so lange hinter sich lassen konnte...

    LG

    Tanja

    Ticino ,

    ja, scheint mir auch grad so... Als ich nach der OP erfahren hab, daß ich keine PCR hatte, dacht ich noch, ich wär die Einzige Blöde, die es nicht gepackt hat, weil man irgendwie nur von PCR-Jublern umgeben war... In den letzten Wochen treffe ich aber auch auf immer mehr Frauen, die eben auch keine PCR hatten und die Tablettenchemo noch adjuvant dranhängen. Nicht nur hier im Forum, auch in "meinem" Brustzentrum treffe ich immer mehr von den "Chemo-Kolleginnen" aus den letzten Monaten, die jetzt auch mit den Tabletten anfangen... Ich hätte zwar jeder Einzelnen die PCR gegönnt, auf der anderen Seite bin ich aber auch irgendwie froh, nun doch nicht die Einzige zu sein...

    LG

    Tanja

    Hallo,

    ich hatte heute Bestrahlung Nr. 26 von 28. Nur noch 2 !!! Yipiehhh…..

    Mit Müdigkeit hab ich auch nicht zu kämpfen. Merke auch sonst von der Bestrahlung nicht wirklich was. Natürlich ist die bestrahlte Haut rot. Sieht aus, wie ein Sonnenbrand. Aber das war auch schon alles. Ansonsten habe ich wirklich nichts.

    LG

    Tanja

    X_A_N_D_R_A ,

    danke für Deine Worte, schön, daß das mal jemand aus eigener Erfahrung sagen kann...

    Viele, so wie ich, können ja eigentlich die Wirksamkeit garnicht nachvollziehen, weils ja "nur" prophylaktisch ist, daß man die Pillen einwirft. Es ist ja kein Tumor mehr da, an dem man messen können, obs wirkt....

    Wie zeigt sich bei Dir die Wirksamkeit? Und wie lange wirst Du die Tabletten nehmen? Ich war mir garnicht bewusst, daß die Tablettenchemo auch auf Dauer angelegt sein kann. Ich dachte, die bewegt sich immer so zwischen 6 und 8 Zyklen?

    LG

    Tanja

    Hallo,

    Ich bin seit Samstag im dritten Zyklus. Bis jetzt hab ich keine größeren NW zu verzeichnen. Hab sehr trockene Augen und Leichte Gelenkschmerzen im rechten Knie, diese allerdings nur in Ruhe. Wenn ich mich bewege, ist es besser. Ist nur nachts n bischen blöd, aber ansonsten gehts...

    Hand Fuß Syndrom hab ich nicht. Creme aber jeden Tag mehrmals die Hände prophylaktisch mit 10% Urea-Creme ein... hoffe natürlich, dass die Xeloda trotzdem wirken, auch wenn man das Hand Fuß Syndrom nicht hat...

    LG

    Tanja

    Hallo Cowgirl ,

    ich hab nur eine einseitige Mastektomie, mir wurde gesagt, beide Seiten würde die KK nicht bezahlen. Einseitige Mastektomie kriegst Du auf jeden Fall durch, wenn Du das möchtest. Die steht auch in den Leitlinien für inflammatorischen BK. MG soll gut sein, hab ich auch schon von gehört. Dort war eine "Chemo-Kollegin" von mir auch, um sich eine Zweitmeinung einzuholen. Wäre für mich allerdings etwas zu weit gewesen. Ich wohne zwischen D-Dorf und Köln.

    Wie man während der Chemo klar kommt, ist total unterschiedlich. Wir waren in meinem Brustzentrum 6 Frauen, die in etwa parallel gelaufen sind (haben alle in etwa gleichzeitig angefangen und haben auch alle die gleiche Chemo bekommen - nach Leitlinie halt). Wir hatten alles an Nebenwirkungen in unserem Raum versammelt. Das ist bei jedem wirklich unterschiedlich. Eine hats die ganze Zeit wirklich ziemlich arg umgehauen (die hatte allerdings auch schon eine chronische Vorerkrankung), für 2 waren die EC Chemos, die am Anfang kommen (wo auch die Haare ausgehen) ziemlich furchtbar, für eine waren dann wiederum die Paclis, die in der zweiten Hälfte der Chemos kommen schlimmer und 2 von uns (ich eingeschlossen) hatten eigentlich die ganze Zeit so gut wie garkeine größeren Probleme. Klar, n paar "Kratzer" muß man einstecken, aber das ist halt der Preis...

    Und die Haare werden natürlich auch fallen, aber auch das geht vorbei. Meine sind schon wieder soweit gewachsen, daß ich nun nach dem Urlaub dann in 2 Wochen mal zum Friseur gehen werde, um da irgendeine Frisur draus basteln zu lassen ;-)

    LG

    Tanja

    Hallo Cowgirl ,

    das mit dem Biopsie-Ergebnis ist wohl unterschiedlich.

    Bei mir wurde Montags vormittags die Stanze gemacht und Mittwochs war das erste Ergebnis da.

    Die haben dann noch irgendwas im Labor weiter untersucht (weiß nicht mehr, was es war), aber das Endergebnis war dann

    Donnerstags da... also nach 3 Tagen...

    Was wohl bei allen Varianten des inflammatorischen das Gleiche ist, ist daß man zuerst durch die Chemo muß, dann operiert wird und dann Bestrahlung folgt. Das steht so in den Leitlinien. Die Chemo variiert leicht, je nachdem, ob Du nach Leitlinien behandelt wirst oder in eine Studie gehst.

    Ich weiß nicht, ob Du schon Berührungspunkte mit Chemotherapie hast oder hattest, ich hatte jedenfalls keine aktuellen, sondern nur Erinnerungen an die Krebserkrankung meiner Oma, die 25 Jahre zurückliegt. Und ich muß sagen: Die Chemo ist zwar kein netter kurzer Waldspaziergang, sondern teilweise schon etwas steinig, aber auf jeden Fall zu schaffen... Ich persönlich bin relativ Nebenwirkungsfrei da durch geflutscht. Hatte dank umfangreicher Begleitmedikation so gut wie keine Probleme mit Übelkeit/Magen/Darm oder sonstwas… Zum Ende hin wurds n bischen zäh, da ist man einfach platt, aber das geht nach der Chemo schnell wieder vorbei...

    Du packst das auch !! Meld Dich dann auf jeden Fall mal mit Deinem Biopsie-Ergebnis und Deinem Staging…

    Hast Du ein zertifiziertes Brustzentrum, wo Du betreut wirst?

    LG

    Tanja

    An die Frage mit dem Hormonstatus häng ich mich mal dran...

    Ich bin 46. Letzte Chemo am 10.01., meine letzte Regelblutung war im September...

    Bin jetzt nicht traurig drum, keine Blutung mehr zu haben. Muß auch nicht mehr wiederkommen...

    Aber mein Hormonstatus würde mich trotzdem interessieren...

    Liebe Cowgirl ,

    Ich gehöre auch zu jenen, die den "Hauptgewinn" - inflammatorischer Brustkrebs - gezogen haben !! Zusätzlich ist meiner auch noch Tripple negativ - doppelter "Hauptgewinn" - ich glaub, ne schlechtere Option gibt's bei Brustkrebs garnicht….

    Ich drücke Dir also die Daumen, daß bei Deinem Biopsie-Ergebnis NICHT Tripple Negativ rauskommt, sondern eine der anderen Optionen...

    Mein "Drama" ging vor fast einem Jahr los... Ende April hatte ich plötzlich einen geschwollenen Lymphknoten in der linken Achsel. Anfang Mai kam mir auch irgendwie meine linke Brust etwas größer vor, dem hatte ich aber keine größere Bedeutung beigemessen, weil ich da auch grad versuchsweise mal die Pille abgesetzt hatte und gedacht hab, das käme vielleicht durch die Hormonumstellung und ich war auch erst im März zur Vorsorgeuntersuchung mit US, da war noch alles ok... Naja, dann wurde aber irgendwie eine Entzündung daraus... Die Brust wurde dicker und schmerzte. Mitte Mai war ich dann bei der Gyn. Die hat US gemacht und nichts war zu sehen, nur die Entzündung. Hab dann 2,5 Wochen Antibiotika geschluckt und die Entzündung ging tatsächlich etwas zurück, der Größenunterschied zwischen linker und rechter Brust blieb allerdings. Auch der Lymphknoten blieb größer. Sie sagte, es kann dauern, bis der Lymphknoten schrumpft und ich bekam einen Kontrolltermin für Ende Juni... Tja, und da war im US plötzlich ein Riesentumor zu sehen... Mammographie (ohne Befund) und Biopsie folgten... Dann gings Schlag auf Schlag... Das Staging war zum Glück - bis auf befallene Lymphknoten in der linken Achsel - sauber... Mitte Juli bekam ich den Port und auch direkt die Chemo...

    Bis Januar hatte ich 4 EC und 12 Pacli & Carboplatin. Anfang Februar bin ich operiert worden - Mastektomie der linken Brust und 15 Lymphknoten aus der Achsel wurden entfernt... Leider hat die Chemo nicht zu 100% gewirkt und es war noch ein Resttumor übrig (von ursprünglich 6,5cm waren noch 2,5cm übrig) und 12 von den 15 Lymphknoten waren befallen. Es wurde aber alles im gesunden entfernt und somit gelte ich nun offiziell als krebsfrei... So ganz trau ich dem Braten allerdings nicht (da Tripple negativ n echtes A...-Loch ist) und daher mache ich jetzt noch sicherheitshalber eine Tabletten-Chemo für 6 Monate. Bestrahlt werde ich auch noch parallel. Hab heute die 25. von 28 Bestrahlungen hinter mich gebracht - also nur noch 3.... und am Samstag fahre ich dann quasi zum Abschluss der Akut-Therapien mit meinen Kindern in den Ski-Urlaub... Darauf freuen wir uns alle schon sehr. Ist irgendwie wieder ein Schritt in Richtung "Normalität" - Wenns mit der Tablettenchemo weiterhin fast nebenwirkungsfrei läuft, werde ich auch Anfang Mai wieder anfangen, zu arbeiten. Mal schauen, wird schon irgendwie werden.

    Ich versuche auch, positiv nach vorn zu schauen. Gelingt mal mehr, mal weniger gut... Ist sehr tagesform-abhängig... Aber es hilft ja auch alles nichts. Man muß da durch - ne andere Alternative gibt's nicht, genau wie Du sagst. Aufgeben ist keine Option und was für Feiglinge...

    Ich wünsche Dir alles Gute für Dein Biopsieergebnis und das weitere Staging…

    LG

    Tanja

    Viviane1968 ,

    ich freue mich sehr für Dich !! Toll !! Solche Geschichten machen Mut !!

    Den Gedanken mit der Winterjacke kenne ich auch... Hab letztens im Sale ne Winterjacke gesehen, n echter Schnapper...

    Letztes Jahr hätte ich diese ohne zu überlegen sofort mitgenommen... Dieses Jahr hab ich sie hängen gelassen...

    ABER: zu Hause hab ich mich geärgert und ich habe mir fest vorgenommen: nächstes Jahr werde ich sie mir kaufen !!!

    LG

    Tanja