Beiträge von Tigu

    Hatte mein Leben lang lange Haare. War nie beim Frisör, habe bei jedem Zentimeter Spitzen schneiden mit mir gekämpft. sofort nach der diagnose habe ich mir Langhaarperücke zugelegt. Nach der 1. ec wurden die Haare schon sehr dünn und ich habe mir von einer freundin die Haare auf Schulterlänge schneiden lassen um aus Eigenhaar noch schnell einen Haarkranz fertigen zu lassen. Die kürzeren Haare, obwohl nur abgeschnitten, standen mir schon viel besser als ich gedacht hätte. Hätte ich mich vorher nie getraut. Nach der 2. ec fielen dann die restlichen Haare büschelweise aus. Die gleiche Freundin angerufen und sie gebeten den Rest zu vollbringen. Nach ein paar Tränen und einem Bier meinen Lebensgefährten aufgefordert alte Punkmusik aufzulegen und ab damit....und unglaublich... ich kann euch sagen.....seit ich nGlatze habe bin ich voller Energie, im wahrsten Sinne "alte Zöpfe abschneiden", fühle mich prima. Laufe mit Kapuzenpullis und Sonnenbrille rum, sch.... auf die Welt, sage was ich denke, lasse mir nichts mehr bieten, mache alle rebellisch und stecke meine Umwelt an mit meiner Energie....alle finden es prima und ich am allermeisten! habe es sogar geschafft, dass sich meine Ärzte nochmal zusammensetzen (inkl. meiens arroganten Chemotherapeuten) um meine Therapie neu zu überdenken.(nach meiner völlig fehlgeschlagenen 1. Horrorchemo). Also Mädels...tragt mit Stolz eure Glatze und lasst euch nichts gefallen. Punk is not dead.!!!:P8):thumbup:

    Liebe Mitstreiterinnen,


    versucht jeden Tag mit positiven Gedanken zu füllen. Nach den ersten Tagen oh Gott,oh Gott und welch eine Sch...dachte ich mir was solls. Lebe jeden Tag bewusst, egal wie es ausgeht. Wenn ich nur noch kurz zu leben habe, will ich es mir so schön wie möglich machen, wenn es länger geht aber auch. Ich geniesse jeden Tag meinen Balkon, den Sternenhimmel, meine neue Wohnung....meine 30-jährige Beziehung, die oft sehr schwierig war, hat viel mehr Tiefe erlangt. Mein Partner und ich nehmen uns viel bewusster wahr, denken an viel mehr schöne Dinge, die wir gemeinsam erlebt haben und auch noch erleben wollen. Ich habe Brustkrebs, meine erste Chemotherapie war ein Höllentrip mit extrem seltenen Nebenwirkungen. Gestern hatte ich meine zweite. Ein Medikament wurde weggelassen, mein Partner war trotz Krankenhausphobie dabei bei der nächtlichen Überwachung und diesmal ging alles gut. Denkt euch immer es gibt keinen Grund sich die Tage seines Lebens zu versauen. Es nützt uns nichts. Durch Angst wird nichts besser oder einfacher. Ich hatte immer große Flugangst, bin trotzdem sehr oft nach Asien geflogen, hab alles ausprobiert..Das einzige gegen die Angst, was mir genützt hat war irgendwann die Einstellung: Ob ich Angst habe oder nicht, wir stürtzen ab oder nicht. Also genieße die vielleicht letzten Stunden. Das hilft mir in meiner Situation jetzt auch am Besten.

    In diesem Sinne.....

    Tigergrüsse vom Tigu:P:)8):thumbup:

    Danke an alle fürs Daumen drücken!!!!!

    Hatte gestern meine 2. Chemo, die nach meiner ersten Horror-Chemo wesentlich besser gelaufen ist. Zwar wieder Übelkeit, Kopf-und gliederschmerzen, aber ohne lebensbedrohlichen Krampfanfälle. Heute fühle ich mich fast fit und wohl.

    Deswegen Drücke ich euch allen für eure nächsten Behandlungen ganz fest die Daumen!!!!! Es nützt wirklich.


    Tigergrüsse von Tigu

    Ganz lieben Dank für die lieben, stützenden Worte!!!!


    Gemeinsam kriegen wir das schon hin. Euch allen auch nur das Beste!!!!


    :*:) Tigergrüsse vom Tigu

    Liebe Katha296,

    Das eine, cylosphamid, darf ich nicht mehr kriegen, ansonsten wird der Rest beibehalten. Der Chemotherapeut will mich nicht stationär aufnehmen. Gott sei Dank unterstützt mich mein lieber Hausarzt und weist mich nach ambulanter Chemo zur nächtlichen Überwachung in die Neurologie ein. Ich hasse zwar Krankenhäuser, aber das kann ich meinem Lebensgefährten nicht nochmal antun. Schließlich mussten sie mehrere Tage um mein leben kämpfen und ich habe auch Tage danach gebraucht um wieder einigermaßen zu Sinnen zu kommen. Hoffentlich liegt es wirklich an dem Medikament und nicht an einem anderen. Danke für die Anteilnahme. Wie geht es dir?

    Tigu

    Danke liebe pupi 1230.

    Am 11.7. bitte Daumen drücken. Mein chemotherapeut mag ein medizinisches Ass sein, menschlich leider nicht. Er meinte mehr oder weniger ich solle mich nicht so anstellen....dem und dem Krebs werde ich es aber zeigen... ich habe vor 95 Jahre alt zu werden....dank lieber Menschen wie dir schaffe ich das auch. Dir auch nur das Beste!


    Tigu aus Würzburg:P

    Hallo miteinander,

    2 Tage vor meinem 55.Geburtstag habe ich Brustkrebs diagnostiziert bekommen. Am 30jährigen Lebensgemeinschaftstag wenigstens keine Metastasen. Hormonrezeptiv, schnellwachsend. Geplant 4x ec dann 12x pac, dann op, dann Bestrahlung. bin ein positiver Mensch, habe das alles einfach angenommen. Nun lief erste Chemotherapie völlig aus dem Ruder. Nach ambulanter Chemo, ca. eine Stunde später war mir anscheinend total schlecht (kann mich an nichts erinnern), müde und anscheinend schon desorientiert. 14 Stunden später, mitten in der Nacht erlitt ich heftigste Krampfanfälle aus denen ich nicht zu erwecken war. Sie mussten mich mehrere Tage ins Koma legen. Für neurologen alles unerklärbar. Mein Chemotherapeut mit 30 Jahren Berufserfahrung meinte nun dass dies eine extrem seltene Nebenwirkung von einem Zytostatica sei. Dies dürfe ich nicht mehr erhalten, dann wäre alles gut. Kein anderer Arzt kann dies bestätigen, aber mein Chemotherapeut soll eine Koryphäe sein und ich solle ihm vertrauen. Ich muss jetzt Antiepileptica nehmen, darf kein Auto mehr fahren und habe natürlich eine Höllenangst vor der nächsten Chemo. Ohne meinen Lebensgefährten hätte ich nicht überlebt. ich bin immer noch ein positiver Mensch bräuchte von euch aber ein wenig seelische Unterstützung und Daumen drücken. Habt ihr schon mal so etwas gehört?:hot:Tigu