Beiträge von AnnaMaus84

    Hallo zusammen,


    ich möchte etwas erzählen, was vielleicht für alle, die im öffentlichen Dienst mit Aussicht auf Verbeamtung stehen, interessant sein könnte:

    Ich bin Lehrerin und als ich noch im Referendariat war, hat eine Fachleiterin im Studienseminar von einer Kollegin erzählt, die in der Probezeit war und an Brustkrebs erkrankt ist. Sie wurde angeblich aus diesem Grund nicht verbeamtet. Der Rat der Fachleiterin war, dass wir in so einem Fall bloß nichts erzählen sollten und keine Rechnungen an die Beihilfestelle schicken sollen (die ja 50% der Rechnungssumme zahlt). Dies kam mir nach meiner Erkrankung direkt in den Sinn, denn blöderweise war ich noch Beamtin auf Probe. Ich war zum Zeitpunkt meiner Erkrankung in Elternzeit und hatte daher ausreichend Bedenkzeit. Ich habe bald herausgefunden, dass alles, was die Fachleiterin erzählte totaler Quatsch ist, denn ...

    1. Die Beihilfestelle darf keine Informationen über eure Krankheiten an den Arbeitgeber weitergeben (in meinem Fall die Schule oder Landesschulbehörde).

    2. Ihr wisst vielleicht wie teuer eine Chemo ist. Also bei mir waren es pro Zyklus fast 10.000 Euro und für die Antikörper ca. 2.500 Euro. Das kann von uns Normalsterblichen niemand - auch nicht zur Hälfte - aus eigener Tasche zahlen.

    3. Ich habe erfahren, dass das Verschweigen/Vertuschen einer solch schweren Krankheit, wenn es um das Beamtenverhältnis geht, als großer Vertrauensbruch gewertet werden kann und das dies dann ein Grund für eine Nicht-Verbeamtung sein kann. Das gilt natürlich nur für Beamte. Wenn man längere Zeit krank geschrieben ist (ich glaube über 7 Wochen) muss man nämlich zum Amtsarzt... und da muss man mit offenen Karten spielen.

    4. Ich wurde trotz Krebserkrankung auf Lebenszeit verbeamtet. Die Probezeit wurde aber um die Zeit, die ich krankgeschrieben war, verlängert.


    Ich habe die Schule über meine Erkrankung informiert und mein Schulleiter stand von Anfang an hinter mir. Auch die Landesschulbehörde war informiert und hat sich nicht quergestellt. Ich habe dann auch erfahren, dass eine andere Kollegin, die ebenfalls Brustkrebs hatte, schon Jahre vor mir verbeamtet wurde.


    Mein Tipp: Wendet euch an den/die Schwerbehindertenbeauftragte/n. Ich habe so viele wertvolle Tipps erhalten


    LG

    Anna

    Hallo ihr Lieben,


    meine Mama hat am Mittwoch ihre Knochenmarktransplantation erhalten und es geht ihr gut! Eine Woche zuvor hat man wieder eine Knochenmarkpunktion gemacht und sie war immer noch krebsfrei. Nun muss sie 28 Tage zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Dann wird wieder eine Punktion gemacht und wenn alles ok ist, wird sie entlassen. Das erste Jahr wird besonders kritisch, weil sie ganz doll aufpassen muss, dass sie sich keine Infektion einfängt. Sie darf auch keine Topfpflanzen haben...

    Wir sind alle glücklich, dass alles so glatt gelaufen ist und hoffen, dass dann ab 2020 keine weiteren Katastrophen auf uns warten.


    LG

    Anna

    Hallo Heike967 ,


    also die Aussage, dass du nur Herceptin bekommen sollst, weil du nicht krank genug bist, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Habe mir deine Tumordaten angeschaut und sehe da nicht viel Unterschied zu mir. Die Doppelblockade mit Herceptin und Perjeta ist bei Her2neu eigentlich Standard, jedenfalls vor der OP. Ich habe aber nach der OP nur noch Herceptin bekommen, weil ich keine befallenen Lymphknoten hatte.


    LG
    Anna

    Hallo Maluschi ,


    der Titan-Clip spielte bei meiner OP eine Rolle. Der Draht zur Markierung der Stelle, an der operiert werden muss, musste in Clipnähe eingeführt werden. Der Chirurg musste wissen, an welcher Stelle er Gewebe entnehmen muss.

    Ansonsten dient die der Clip nur dazu, den Tumor (oder was immer es ist) besser zu finden, denke ich... oder dass man weiß, dass dieses Was-auch-immer-es-ist schon biopsiert wurde.


    LG

    Anna

    Hallo strong14 ,


    danke. Es tut mir echt leid, dass du dich in einem so jungen Alter mit so einer Krankheit auseinandersetzen musst. Ich bekam mit 33 Jahren Brustkrebs und 1 Jahr später ist meine Mutter an AML erkrankt. Sie hat die Chemos gut vertragen und ist jetzt krebsfrei. Da ihr Rückfallrisiko sehr hoch ist, braucht sie die Knochenmarkspende und wir hoffen, dass dann alles gut wird. Sie ist seit Montag im Krankenhaus und wird auf die Spende vorbereitet. Ich drücke dir für deine Therapie die Daumen!!!

    LG

    Anna

    Hallo strong14 ,


    willkommen im Forum. Welche Form von Leukämie hast du? ALL oder AML. Meine Mutter (57) ist an AML erkrankt und bekommt in den nächsten Tagen eine Knochenmarkspende.


    LG

    Anna

    Hallo Maluschi ,


    ich kann verstehen, dass du das Ding so schnell wie möglich entfernt haben willst, aber bedenke Folgendes: Die Tumorbiologie ist für die weitere Therapie entscheidend und bei manchen macht eine neoadjuvante Chemo Sinn, da man so sehen kann, ob der Tumor auf die Chemo reagiert. Wenn der Tumor zuerst entfernt wird, hast du diese Möglichkeit nicht. Daher würde ich dir empfehlen doch die Biopsie machen zu lassen. Ich drücke dir die Daumen, dass es kein Krebs ist.


    LG

    Anna

    Hallo KSE ,


    das kommt darauf an. Ich habe meine direkt im Anschluss gekriegt. Meine Untersuchungen habe ich in einer Praxis für Radiologie machen lassen. Man sagte mir, dass ginge schneller als im Krankenhaus und man bekäme die Ergebnisse sofort.


    LG

    Anna

    KSE : Ach ja... du solltest vielleicht auch bedenken, dass da andere Menschen sind, von denen du nicht weißt, ob sie gerade "strahlen". Wäre dann suboptimal, wenn du dann im Wartezimmer neben einer betroffenen Person sitzt. :(

    Hallo KSE ,


    das kommt auf die Reihenfolge an. Wenn sie das Knochenszinti zuerst hatte, dann nein, denn sie strahlt ja schon. Wenn sie CT und MRT zuerst hat, dann sollte es kein Problem sein. Sag den Mitarbeitern und Ärzten sicherheitshalber Bescheid.


    LG

    Anna

    Hallo Tom ,


    ich habe auch jedes Mal allergisch auf das Pflaster reagiert. Man hat mir dann nur noch so einen Tupfer und so einen Klebestreifen drüber gemacht ... das reichte und alles war wunderbar.


    LG

    Anna

    Hallo KSE ,


    deine Mutter bekommt eine leicht radioaktive Substanz beim Knochenszinti ... du darfst dich ihr dann nicht nähern. Ich habe mich damals sicherheitshalber 48 Stunden von meinem Sohn ferngehalten.


    LG

    Anna

    Hallo,


    giecher71 und Curly 66 : Mein Vertrauen in Die Ärzte hat auch sehr gelitten. Mein Tumor war erst ein Milchstau, dann ein Fibroadenom und dann eine Zyste X/. Da ich weiß, dass bildgebenden Verfahren nun mal nicht 100%ig sicher sind und die Ärzte quasi nur schätzen, nervt mich das schon sehr. Das Ding ist 8 mm groß, also nur geringfügig kleiner als mein Tumor damals mit 13 mm. Blöderweise ist im ersten Bericht keine Größe angegeben, wird nur als "klein" beschrieben.


    Ich drücke dir für morgen ganz fest die Daumen Sasib !


    LG

    Anna