Beiträge von BirgitDoT

    Morgen beginnt dein Kampf endlich, Momo16 ! Du wirst das schaffen und deine Kleine wird dir eine liebe Stütze sein. Das waren meine Kinder auch (sie waren zur Chemozeit 6 und 8). Soooo lieb!


    Ein Tipp meiner Ärztin: Lass dir die Haare abschneiden, ehe sie fallen. So behältst du die Oberhand und bestimmst den Zeitpunkt. Mir tat das gut so. Ich war froh als dann irgendwann die letzten Ministoppeln weg waren. (Und doppelt glücklich über den ersten Flaum.)


    Trinken ist sehr wichtig und Bewegung, jetzt kein Marathon, aber nicht nur im Bett liegen - wenn es möglich ist.

    Und solltest du ein flaues Gefühl bekommen, nimm sofort etwas gegen Übelkeit. Nicht warten, bis es zu spät ist.


    So wirst du die ersten Tage nach der Chemo gut durchstehen und danach wird es dir gut gehen.


    Und während der Chemo werden liebe Chemoschwestern für dich da sein und nette Mitpatienten dich ablenken.

    Auch ich hatte damals eine Heidenangst. Aber dann saß „mein Sonnenschein“ neben mir. Sie hat mir diese Angst genommen.


    Ich drücke dir für morgen die Daumen.

    Guten Morgen! Ich bringe noch wunderschönes Vogelgezwitscher mit.

    Ich hoffe, es geht heute allen besser, die gestern „so einen“ Tag hatten.


    Die Sonne scheint. ☀️

    Ich komme auch dazu. Oder besser, ich lade euch hierher ein.

    Das ist unser Ausblick von der Frühstücksterasse. Und die Vögel zwitschern wunderschön im Abendwind.


    Leider kann ich nichts Selbstgemachtes anbieten, weil ich es mir einfach gut gehen lasse...

    Ich hätte noch ein paar Marillen da.

    Mein größter Kraftspender waren eindeutig mein Kinder. Wenn ich sie ansah, wusste ich, wofür ich mich durch die Chemo quäle.


    Sehr schön war auch die Hilfsbereitschaft vieler Freunde, die ich zu Beginn der Behandlung größtenteils eher als Bekannte bezeichnete. Sie waren vor allem in den Chemowochen/-tagen für mich bzw. für meine Kinder da. Sie holten die beiden von der Schule ab und betreuten sie, bis mein Mann von der Arbeit kam.

    Das hat mir so viel gegeben.


    Und ein Spruch von vor über 40 Jahren war hilfreich. Ein Spruch, den ich als Kind gemacht haben soll. Ich erinnere mich nicht mehr daran. (Ich vermute, ich war 5.)

    Damals war ich das erste Mal in Kärnten und die Bäuerin war ganz verzweifelt ob des Berges ab Arbeit. Sie sagte: „Ach, Birgit, wie soll ich das bloß alles schaffen?!“

    Ich antwortete: „Eins nach dem Anderen.“

    Sie erzählt mir die Geschichte seitdem jedes Mal, wenn ich wieder im Urlaub hier bin. Daran habe ich mich erinnert, als die Chemo auf mich zu kam.

    So hat mein eigener Kindermund mir weitergeholfen, den Behandlungsberg zu überstehen.

    Wir sind nun schon den zweiten vollständigen Tag hier in Kärnten. Oder besser er liegt auch schon wieder hinter uns.


    Heute Morgen war ich mit meinen Zwergen in meinem geliebten Rauschelesee schwimmen. Es war so wunderschön! Samtig weiches Wasser in Trinkwasserqualität, dazu (dank Corona und unschönem Wetterbericht) nur wenige Leute da.

    Aber was allen Mut machen sollte, die gerade noch mitten in ihren Behandlungen stecken oder den ganzen Berg noch vor sich haben:

    Vor einem Jahr bin ich quasi direkt aus der Reha hierher gefahren und war auch schwimmen. Heuer konnte ich viel weiter raus schwimmen als damals, bin also viel fitter.

    Es wird wieder!!!

    Als meine Mutter damals starb, war ich 23. Ich war gerade bei meinem damaligen Freund in Berlin, als ich erfuhr, dass es zu Ende ging. Ich nahm den ersten Zug am nächsten Morgen. Die Fahrt erschien mir endlos.

    Irgendwann spürte ich plötzlich so ein Stechen (kann es nicht näher beschreiben). Als ich endlich ankam und meinen kleinen Bruder am Bahnhof stehen sah, wusste ich, ich war zu spät. Er brauchte nichts zu sagen.

    Und ja, dieses „Stechen“ war genau zum Zeitpunkt ihres Todes.

    Ich habe mir sehr lange Vorwürfe gemacht, dass ich überhaupt nach Berlin gefahren bin an diesem langen Wochenende. Und auch mein Verhältnis zu meinem Vater und meinem Bruder litt lange darunter.


    Als dann 21 Jahre später mein Vater starb, war es mein Bruder, der nicht da war. Er wollte am nächsten Tag anreisen. Und wie das Schicksal es so will, wohnt er inzwischen vor den Toren Berlins. Jetzt versteht er meine Selbstvorwürfe von damals. Und ich kann ihm nicht böse sein. Warum auch?


    Wir wussten, dass das unsere Eltern den Kampf gegen das sch...ß Schalentier verlieren würden. Aber keiner von uns Beiden glaubte daran, dass es letztlich so schnell gehen würde.


    Meinen Vater habe ich morgens noch bei seinem „Umzug“ vom Krankenhaus ins Hospiz begleitet. Es ging ihm nicht gut. Ja, das wusste ich. Doch dass ich am selben Nachmittag einen Anruf erhalten würde, dass er verstorben ist, damit hätte ich niemals gerechnet. Vielleicht wäre ich nicht weggefahren. Aber ich musste meine Kinder vom Kindergarten abholen. Und ich wollte meinem Vater etwas Ruhe gönnen.


    So ziemlich seine letzten Worte waren wohl zu einer Mitarbeiterin im Hospiz: „Ich bin ein sehr kranker Mann.“

    Doch auch sie war im entscheidenden Moment nicht wirklich da. Mein Vater hatte einen Herzinfarkt, richtete sich wohl aus Luftnot auf, wollte aufstehen und fiel zu Boden. Dort fanden sie ihn. Er hatte sich zum Glück nicht auch noch verletzt bei dem Sturz. Sie legten ihn wieder ins Bett.

    In seinen letzten Momenten soll sein Gesichtsausdruck sich sehr entspannt haben.


    Ich stelle mir vor, dass meine Mutter am anderen Ende der Regenbogenbrücke auf ihn gewartet hat. Und seine Mutter und sein Vater, den er nie kennenlernen durfte und so viele andere.


    Später erzählte mir eine Tante von mir, von einem Telefonat mit meinem Vater. Da sagte sie wohl, dass er Mama dann wiedersehen würde. Seine Antwort war so typisch: „Wenn ich sie denn finde. Es soll ja ziemlich voll sein da oben.“

    Zur selben Zeit waren mein Bruder und ich nebenan im ehemaligen Zimmer meines Bruders, weil unser Vater gesagt hatte, wir sollten schon mal Sachen mitnehmen...

    Es war der letzte Tag, an dem wir drei zusammen waren.


    Hm, der Roman ist zu Ende erzählt. Ich weiß gar nicht mehr, womit ich angefangen habe. Ich habe mir einfach alles von der Seele geschrieben. Danke für‘s Lesen und eure Geduld.

    Das hast du sehr schön gesagt, Kirsche . Auch ich bin für eine sofortige Schließung der Schranke.

    Es waren schon so viele, viel zu viele tapfere Kämpferinnen und tolle Frauen. Ich habe das Gefühl, dass dieses Jahr besonders viele aus unserer Mitte gerissen wurden. Es mag nur ein subjektives Gefühl sein, aber es ist da.

    Und obwohl ich keine von ihnen persönlich kannte, so bin ich doch sehr traurig und wütend auf dieses doofe Schalentier.


    Danke für diesen Thread, Sonnenblümchen . Ich denke, ich verstehe deinen Gedanken dahinter und finde ihn gut.


    So viele... 😭

    Vielen lieben Dank euch allen für die lieben Urlaubswünsche.


    Wir sind in Pulpitsch, das ist ein kleines Dörfchen etwa 15 Minuten südlich des Wörthersees, Bonny und Frieda . Als Kind und auch später die ersten Male mit meinem Mann war ich ein Örtchen weiter. Aber die Bauersleut vermieten leider nicht mehr.

    Jetzt mit den Kindern haben wir einen anderen schönen, ruhigen Bauernhof gefunden.


    Am Keutschacher See bin ich bisher nur vorbei gefahren, Quietsche . Aber ich bin schon mit meinen Eltern immer im Rauschelesee geschwommen. Der hat den Vorteil, dass dort keine Boote fahren dürfen.

    So wie ich „meinen“ Rauschelesee liebe, lieben meine Kinder inzwischen auch.


    Ja, KatzenMom 64 , als du geschrieben hast, waren wir schon eine Weile unterwegs. Wir sind um 10 vor 6 gestartet. Und wir sind super durchgekommen. Nur einmal war es in einer längeren Baustelle etwas stockend.

    So leer habe ich die Autobahnen gen Süden noch nicht erlebt.


    Ich werde berichten, wie es in Neuschwanstein war, Sonnenglanz . Ich wünsche dir, dass du dir auch bald einmal diesen Wunsch erfüllen kannst.

    Morgen früh geht es los nach Kärnten. Ich freu mich so. Wir haben so lange gezittert, ob es geht. Aber ich habe mich die ganze Zeit geweigert, zu stornieren.

    Letzte Woche dann nochmal der Tönnies-Schock.

    Aber nun scheint nichts mehr dazwischen zu kommen. Die Koffer sind im Auto. Die Kühltaschen stehen für morgen früh parat.


    Erst verbringen wir eine Nacht in Füssen und schauen uns am Dienstag Schloss Neuschwanstein an. So leer wie dieses Jahr wird es dort vermutlich nie wieder sein. Es sind nur 10 Personen pro Führung zugelassen. Und davon sind wir ja schon 4.

    Anschließend geht es dann weiter gen Süden in mein geliebtes Kärnten. Irgendwann werde ich auswandern dorthin. Irgendwann... Zur Rente oder so. Bis dahin muss der Urlaub herhalten.


    Ich freue mich soooooooo! :D:D


    Ich wünsche euch auch zwei schöne, schmerzfreie Wochen mit nur guten Ergebnissen und möglichst wenigen bis gar keinen NWs.

    Es war sehr mutig von dir, Pschureika , deine Ängste so zu zeigen. Und es hat nicht nur deinen Ärzten geholfen, dich besser zu verstehen. Es hat ihnen die Möglichkeit gegeben nicht nur ihre fachliche, sondern auch ihre menschliche Kompetenz zu zeigen. Ich glaube, du bist in guten Händen. In Händen für die du nicht bloß eine Nummer bist.


    Wie geht es dir heute? Konntest du wieder etwas Kraft schöpfen?


    Wenn du magst, :hug:ich dich und halte dich eine Weile.


    Für dein CT wünsche ich dir einen tollen Mutmach-Befund!

    Ach ja, bei meinem Opa wurde mit 90 Knochenkrebs festgestellt. Er machte keine Chemo mehr, hatte dafür aber noch einige recht gute Monate bis er ein halbes Jahr später starb.

    Deine Schwieger-Oma mag zwar zu alt für eine OP sein, Bluefire , aber sie ist nicht zu alt, eigene Wünsche zu äußern. Und wenn sie keine Therapien machen möchte, dann ist das ihre Entscheidung und nicht die deiner Schwiegermutter.


    Ich weiß, dass ist schwer zu akzeptieren, vor allem wenn es die eigene Mutter ist. Aber bei der Aussage „zu alt für eine OP“, frage ich mich, ob sie dann eine Chemotherapie lange durchstehen würde.


    Kurz nach meiner Diagnose lernte ich im KH eine 83jährige Dame kennen. Die wurde operiert. Sie sagte aber auch ganz deutlich, dass sie den Vorschlag einer Chemo abgelehnt hätte, wenn es notwendig gewesen wäre. Sie wolle lieber möglichst lange aktiv Leben können. Die Lebensqualität wäre ihr in ihrem Alter wichtiger als mehr Zeit zu gewinnen.


    Ich wünsche euch und besonders deiner Schwiegeroma, dass ihr die richtige Entscheidung trefft.