Beiträge von Alys

    Hallo ihr Alle,


    ich hatte die Tage meine Premiere in der Sauna mit "ohne-Brüste" und es gab für mich keinerlei Problem. Ob es eins für Andere ist.....kann ich nicht beurteilen, aber es ist mir total egal gewesen. Für mich ist der Prozess "OP" nun abgeschlossen und ich bin sehr froh über meine Entscheidungen und würde sie jederzeit erneut genauso noch einmal treffen.


    Lediglich die Frage nach den zukünftigen Untersuchungen ist noch unklar. Ich weiß nicht, was da nun richtig und angemessen ist. ich weiß noch nicht, mit wem genau ich darüber reden soll um meinen Umgang damit zu finden.


    Warum ich das jetzt schreibe ? Vielleicht um anderen Frauen die hier lesen ein wenig Mut zu machen. Vielleicht um zu erzählen, dass Fitness-Studio, Schwimmbad und Sauna auch ohne Brüste machbar sind und dass man total normal weiterleben kann. Hätte ich mir vor den OPs so nicht gedacht und ich habe mich geirrt.


    Offen bleibt eben die Frage: wie weiter ? Mehr Vorsorgen/Früherkennungen als man vor dem Wissen um BRCA gemacht hat ? Wie findet man seinen Weg ? Wer wäre ein Ansprechpartner ? Das Zentrum für familiären Krebs ? Habt ihr mit jemandem gesprochen um einen Plan zu machen und eure Meinung und Wünsche diesbezüglich zu bilden ?


    Grüsse

    Alys

    Hallo !

    Das ist so ein wichtiger Aspekt den Busenwunder betrachtet.

    Die Zahlen die es gibt....die berufen sich auf untersuchte Fälle. Man hat nicht alle Menschen der Welt auf Mutationen getestet und dann herausgefunden wie viele erkrankt sind. Wer sich mit Statistiken näher befasst hat, der weiß wie diese zustande kommen. So "relativieren" sich Zahlen natürlich immer. Also auch die Zahlen innerhalb der Familie.....

    So muss jeder "Fall" ganz individuell betrachtet werden. Und es ist egal ob die Gen-Problematik von Mutter oder Vaterseite vererbt wurde...


    @Marieantoinette: Ich wünsche euch dass die Wartezeit noch ganz gut auszuhalten ist und dass Du Dich testen lassen kannst, wenn Dich das beruhigt, oder wenn Dir das weiterhilft. Eine andauernde Angst ist ja auch nicht "gesund".....Grüsse

    Alys

    Hi Mila,

    ich bin schon 45 und habe mich gegen Hormone entschieden. Ich hatte nach der OP keine Schwierigkeiten und habe heute auch nur mit Hitzewallungen zu tun. Also ich brauchte schon einige Tage....das Gas im Bauch hat mir Schmerzen gemacht....2-3 Tage sehr unangenehm.....

    Und als die OP vorbei war, konnte ich mich sehr, sehr zügig für die Mastektomie ohne Aufbau entschieden. Die war dann auch schon 6 Wochen später.

    Grüsse

    Alys

    Hallo Mila,

    da ich es sehr schwer mit der Brust-Entscheidung hatte, aber mit der Entfernung der Eierstöcke und Eileiter nicht....hab ich letzteres zuerst machen lassen und mich dann erst mit der Mastektomie beschäftigt. Ich habe die Themen also getrennt und für mich war das passend so.

    Grüsse

    Alys

    Hallo !

    Ich möchte kurz einwerfen, dass eine Mastektomie OHNE Aufbau die Möglichkeit ist, bei der Du sehr, sehr schnell alles wieder allein machen kannst. Das war zwar nicht die Frage, aber Du schreibst dass Dir dazu geraten wurde MIT Aufbau. Und bei meinen eigenen Beratungen war das ebenso und es hatte keiner erwähnt, dass ohne Aufbau auch eine ziemlich gute Möglichkeit ist. Ich wollte es der Vollständigkeit halber dann hier nochmal erwähnen. Ich hatte damit nur wenige Wochen kleine Einschränkungen und zurückgeblieben sind genau gar keine.

    Grüsse

    Alys

    Hallo !

    Bei mir lief es noch etwas leichter als bei Ardnas. Ich bin nach der OP sofort zur Toilette gegangen und sobald die Drainagen draußen waren (eine Woche) habe ich auch wieder auf der Seite geschlafen. Am Tag nach der OP sass ich im Krankenhaus Cafe und lief den Weg dahin zu Fuß (vierter Stock). Schmerzmittel habe ich einige Tage genommen. Ich trug auch keinen Brustgurt o.ä. Eine Woche war ich "gewickelt" im Krankenhaus und danach nichts mehr. Kommt aber vielleicht auf den Verlauf an, oder Patientenwunsch oder die Philosophie des Krankenhauses, da gibt es ja Unterschiede. Ich hab einige Zeit darauf geachtet keine Wasserkästen zu tragen, aber das tut man eher automatisch nicht. Ich lese hier seit einem Jahr auch die Berichte zu den OPs mit Aufbau. Ob mit Silikom oder Eigenfett. Und ich finde das alles so unfassbar viel krasser und komplizierter. Die Amputation ohne Aufbau ist die "leichteste" OP, aber eben trotzdem schon mehr als "nur Blinddarm". Es sind große Wunden/Narben und die müssen auch heilen. Und das Körperbild und Körpergefühl ist anders. Bei mir ist es nun Monat 9 nach der Op und "fertig" bin ich nicht mit dem Vorgang. Es spannt auch hier und da noch, ist stellenweise noch taub (wird aber besser). Also alles auch keine "Lachnummer" und mit links zu machen, ich fand es belastete psychisch trotzdem. Also mich zumindest. Auch wenn ich meine Entscheidung jederzeit wiederholen würde. Ich bin also noch nicht im Stadium "abgehakt", obwohl ich wirklich gut klar komme. Grüsse, Alys

    Hallo !

    Im BRCA Forum findest Du einige Erfahrungsberichte zu Amputation ohne Aufbau.

    Ich selbst habe mich so entschieden (allerdings prophylaktisch und nicht erkrankt) und ich bin unglaublich

    froh über diese Entscheidung. Es war die "leichteste" OP die im Angebot war, alles ist schnell und schön verheilt

    und ich lebe brustlos ziemlich gut. Ich würde mich jederzeit wieder so entscheiden und ich hätte mit allem anderen

    einen größeren Fehler gemacht (weiß ich natürlich jetzt erst in Nachhinein). Aber"ohne Brust" passt sehr gut zu mir und

    meinen Leben und es ist so unauffällig dass es niemand bemerkt (hat). Aber jede Frau ist anders und ebenso die

    Entscheidungen. Den Gentest würde ich aber sofort machen lassen, denn sollte dieser positiv ausfallen, dann fällt Deine

    Entscheidung ja möglicherweise auch wieder anders aus....

    Grüsse und alles Gute !

    Alys

    Hallo Sonnenblümchen, ich wünsche Dir sehr, sehr, sehr, dass Du ganz prima damit klar kommen wirst, so wie ich.

    Ich habe mir das alles so furchtbar und schlimm vorgestellt ohne Brüste zu leben und keine meiner Befürchtungen ist eingetreten.

    So soll es bei Dir auch sein und wenn Du Fragen hast....immer gerne.

    Grüsse

    Alys

    Hallo!

    Ich kann Deinen Entschluss total gut verstehen. Ich habe nur prophylaktische OPs durchführen lassen (BRCA Genmutation) und finde den Austausch so wichtig. Gerade weil ich immer denke, dass andere Betroffene die noch in der Entscheidungsfindung sind so gerne Antworten auf ihre Fragen hätten.....Aber gleichzeitig machen mich die vielen Neu-Erkrankungen halt auch voll fertig (die anderen natürlich auch...). Ich konnte mich noch nicht zu einem Weggang entscheiden und gut dass Du das für Dich kannst und auf Dich achtest ! Alles alles Gute ! Alys

    Ich kann Dir auf jeden Fall sagen dass ich mich sehr "befreit" fühle und jeden Tag sehr glücklich darüber bin meine Brüste nicht mehr in einen BH quetschen zu müssen. Ich trage wunderschöne (für mich) Hemdchen, die mit Brust immer blöd aussahen (und ohne BH drunter auch gar nicht schön anzusehen waren). Ich bin aber vor dem Ergebnis der erblichen Belastung nicht auf die Idee einer OP gekommen. Warte Dein Ergebnis ab, sprich mit Ärzten......Du wirst Deinen Weg finden. Mein Brustzentrum hat diese OP als für sie "Routine" angesehen und da ich denen vertraut habe kam es auch so bei mir an....Alles gute und melde Dich doch, wenn Du Deine Ergebnisse hast und Gespräche geführt hast. Manchmal hilft schriftliches Sortieren ja ganz gut. Und mit Fakten ändert sich vielleicht auch Dein Weg.

    Grüsse

    Alys

    Hallo Norisflower,

    ich habe keine weiteren Behandlungen nötig, da ich nicht an Krebs erkrankt bin, sondern prophylaktisch habe operieren lassen.

    Ich hatte keine richtig große Brust (so C Körbchen), sodass ich da keinen Leidensdruck aufgrund großer Brüste kenne....

    Ich kann Dir nur sagen, dass ich schmerzfrei bin, allerdings zieht es hier und da schon mal wenn ich lange drauf gelegen habe. Und die Gegend um die Narben sind noch ein wenig taub (ist aber auch schon stellenweise besser geworden). Ich wünsche Dir verständnisvolle Ärzte und gute Ergebnisse der Untersuchungen.

    Alys

    Hallo Norisflower,

    ich hatte eine Mastektomie ohne Aufbau und ich war ca. eine Woche im Krankenhaus. Ich hatte so lange Drainagen liegen (mit denen ich nicht nach Hause wollte). Ich bin nach dem Wachwerden sofort auf Toilette gegangen. War umständlich wegen Tropf und Drainagen, aber ging alles. Schmerzen hatte ich schon, aber ich konnte Schmerzmittel haben und damit ging es gut. Auf dem Rücken schlafen musste ich leider solange die Drainagen drin waren und für mich war das sehr blöd...also geschlafen habe ich wenig. Aber alles gut verheilt und ich hätte jetzt kein Problem wenn ich das nochmal machen müsste.....Ich sass am nächsten Tag im Krankenhauscafe bei Kaffee und Kuchen und weder mein Herz, noch mein Kreislauf hatte ein Problem. Ich bin aber auch fit und sportlich und ich weiß nicht, ob das bei allen Menschen so ist.

    Aber wie gesagt, es würde mir keine Schwierigkeiten machen, wenn ich das alles wiederholen müsste. Aber ohne Diagnose nimmt Dir eigentlich auch niemand sofort die Brüste ab......Du wirst abwarten müssen was Du als Ergebnis bekommst und dann mit Deinen Ärzten sprechen und verhandeln.

    Grüsse

    Alys

    Hallo Ghetta,

    ich freue mich mit euch ! Eine wunderbare Nachricht !

    Und natürlich "muss man nix", Deine Tochter hätte dem ja nicht zustimmen müssen. Und "Wissenschaft" ist ja immer Ansichtssache....gäbe es das alles nicht...wäre es für viele hier eine Katastrophe.

    Grüsse

    Alys

    Hallo Achtsamkeit,

    ich finde es schön dass es mehrere Möglichkeiten gibt und jede Frau das zu ihr passende wählen kann (also sofern gesundheitlich machbar) natürlich. Ich fand im Nachhinein diese brustlastige Beratung nicht in Ordnung. Ein Arzt hat mich für "verrückt" erklärt, denn ich müsste meinen entstellten Körper ja schliesslich auch noch ansehen.......ich muss nicht sagen dass ich diesen Arzt nicht wiedergesehen habe. In meinem Brustzentrum war alles sehr anders. Meine Ärztin hat mit mir das passende gesucht und das dann auch umgesetzt. Ich habe sofort gefühlt dass es nun "richtig" ist, als ich die Entscheidung traf. Dieses Gefühl der Sicherheit gibt es und jede Frau soll sich so lange beraten lassen, bis sich das einstellt. Und es gibt nicht den richtigen Weg, sondern der eigene Weg ist es.....und wie der aussieht...kann echt verschieden sein. Und man sollte sich auch trauen diesen Weg zu gehen, auch wenn er "gegen die Norm" oder "gegen das Übliche" spricht.

    Grüsse

    Alys

    Hallo !

    In den verlinkten Threads findest Du viele Meinungen und Erfahrungsberichte.

    Ich kann Dir nur erzählen, dass ich mich für die Brustentfernung ohne Aufbau entschieden habe und ich würde

    es jederzeit wieder tun. Es war die "leichteste OP" und alles ging komplikationslos. Ich trage keine Prothesen (habe ich

    auch nicht ausprobiert, weil ich das nicht benötige). Ich lebe glücklich und zufrieden ohne Brüste, gehe schwimmen und

    werde auch nach dem Sommer in die Sauna gehen. Ich trage auch engere Oberteile (also "verhülle und verstecke" mich nicht und

    fühle mich ganz wunderbar (sogar besser als mit Brüsten).

    Ich wünsche Dir eine gute Entscheidungsfindung. Im Laufe aller meiner Beratungen wurde ich sehr "brustlastig" beraten und in einem

    Zentrum war Amputation ohne Aufbau nicht mal erwähnt. Ich kann diesen "Brust-Hype" nicht (mehr) nachvollziehen, aber so ist ja jeder

    anders. Lies Dir doch mal alle Beiträge durch, da findest Du sicherlich viel Input. Ich liebe mich jetzt mehr als sonst so, mag Fotos von mir

    sehr leiden und bin eigentlich fast traurig dass mir das nicht schon ein paar Jahre früher passiert ist. Das mag "ungewöhnlich" sein und nicht

    unbedingt die Norm, aber ich wollte Dir damit sagen dass es auch SO laufen kann (auch wenn ich das vorher niemals gedacht hätte).

    Alys

    Sonnenblümchen ,

    ich denke dass man immer möglichst viele Informationen sammeln sollte und erst dann kann man sich ja auch aktiv GEGEN irgendwas entscheiden. Ich habe mir damals sehr, sehr genau die Operationsmethoden erklären lassen. Rekonstruktion von Brüsten und Brustwarzen, Dauer der OPs etc.etc. und konnte mich dann wirklich gut und sicher dagegen entscheiden. Nicht weil ich keine Brüste mehr haben wollte, sondern weil ich die Risiken nicht bereit war einzugehen. Und das muss jede Frau wirklich ganz allein und für sich selbst entscheiden. Ich habe mich auch erst operieren lassen als ich ein völlig sicheres Gefühl hatte und nicht mehr so zögerlich war (das war vorher so, da war ich unsicher). Und bei meinen Entscheidungen spielte es auch eine sehr große Rolle welche Früherkennung DANACH für mich nötig sind (ich wollte das ganz dringend minimieren). Für andere Frauen ist DAS möglicherweise gar kein wichtiges Kriterium, da ist jede einfach anders.

    GRüsse

    Alys

    Limiry ,


    meine Narben finde ich gar nicht hässlich, aber das Bauch-Problem kenne ich echt nur zu gut. Vor der OP empfand ich meinen Bauch immer als "ich habe Taille" und das ist nun echt anders und ich sehe eine Speck-Rolle, wenn ich an mir runter schaue und sitze. Völlig andere Optik. Aber ich bin mir sicher, dass ich mich daran gewöhnen werde und das wünsche ich Dir ebenso !

    Ich wollte nur kurz sagen, dass ich genau weiß was Du meinst .....ich werde vielleicht irgendwann nochmal versuchen ein paar Kilo abzunehmen, mal sehen.

    Grüsse

    Alys

    Liebe Eirene,

    genau, es fühlt sich an wie eine Neu-Ordnung und ich habe da meinen Weg noch nicht gefunden. Ich habe nun auch ein Symptom (unabhängig von Brust und Gyn...) bei dem ich mir früher nichts gedacht hätte und das sehr lange einfach nur "hingenommen" hätte.....jetzt ist es irgendwie anders und ich denke sofort an "könnte ja doch Krebs sein". Ich war früher total sorglos und entspannt....ob ich das je wieder werde ? Würde ich mir wünschen.

    Und vielleicht ist es auch so, dass ich einfach keine Gesprächspartner habe. Psycho-Onkologie ist nicht notwendig, Brustzentrum brauche ich nicht mehr (OPs sind erledigt und alles in Ordnung), eine neue Frauenärztin habe ich noch nicht. Aber die letzte bei der ich zur Beratung war (nach BRCA2 Ergebnis) möchte mich lediglich einmal im Jahr zu Früherkennung sehen, aber ohne Ultraschall (müsste ich selbst zahlen...). Das reicht mir aber irgendwie nicht....

    Ich MUSS jetzt aktuell gerade nichts tun, denn ich hatte keinen Krebs und es ist jetzt nichts dringend....aber NICHTS finde ich auch gerade ganz blöd. Aber ich will jetzt auch keinen "Arzt-Tourismus" starten und ich kann ja auch nicht formulieren was ich brauchen könnte....

    Wahrscheinlich muss ich einfach nur geduldig mit mir sein bis ich meinen Umgang damit gefunden habe.

    Grüsse

    Alys