Beiträge von Haselinchen

    Liebe nandina , liebe KSE ,


    ich bekomme Kadcyla seit Oktober 2019 bei metastasiertem Brustkrebs mit Metas aktuell noch in den Knochen und in der Leber.

    Als NW habe ich ca. zwei Tage nach der Gabe Gliederschmerzen und eine Art Schüttelfrost. Ich fühle mich dann ziemlich kaputt, aber es ist kein völlig unbekanntes Gefühl, sondern eher wie nach einer anstrengenden Bergwanderung. So versuche ich die Schlappheit positiv zu besetzen 😉. Nach zwei, drei Tagen ist der Spuk vorbei, und ich kann ganz normal weiterarbeiten. Ok, Gelenke sind ein bißchen steif morgens, aber ich bin auch kein junger Hüpfer mehr.

    Zeigt gute Wirkung, die Metas stagnieren oder gehen weiter in Remission. Eine macht jetzt neuerdings nicht mehr mit, da wird jetzt bestrahlt werden (hoffentlich).

    Die Leberwerte haben sich allerdings wie erwartet verschlechtert, wenn auch nicht katastrophal. Leukos bleibe auf vernünftigem Level. Summa summarum: tolles Zeugs, dieses Kadcyla, wenn man her2+++ ist! Ein Pfeil mehr im Köcher😊

    Liebe Grüße :hug:

    Liebe Janinale

    wir haben fast das gleiche Schicksal, außer dass meine Ruhepause zwischen ED (BK) und Metas länger war. Vor genau zwei Jahren wurden Metas in Lunge, Leber, Knochen und ein paar Lymphknoten festgestellt. Die Chemo hat Lunge und Lymphknoten freigeputzt und die Lebermetas reduziert. Die Knochen (Wirbelsäule) wurden bestrahlt und mit Bisphosphonaten wieder stabilisiert. Ich habe keine Schmerzen und arbeite seit über einem Jahr wieder in Vollzeit. Das ist natürlich keine Garantie, dass es immer so weiter geht, aber ich schreibe dir das, damit du siehst, was es alles möglich ist :* Die haben einiges auf Lager, was dir helfen wird, liebe Janinale!

    Liebe Dorca ,

    eine Reservierung ist immer sicherer, obwohl in den Semesterferien nicht viel los sein wird. Ich kann am 25. um 14.00 Uhr bestimmt kurz vorbeispringen, wenn ihr euch trefft, das kann ich mir nicht entgehen lassen. Ronda und ich spielen dann praktisch Geburtshelfer für die nächste Gruppe ;)

    LG

    Haselinchen

    Liebe Dorca , da ist ein gemeinsamer Spaziergang im Park ja fast schon ein Muss 😍 Ich arbeite in Hohenheim, und treibe mich in der Mittagspause gern im Park rum, und auch am Wochenende. Wenn die Tage wieder länger werden, nachmittags/abends sowieso. Details in persönlicher Nachricht, ja?

    LG Haselinchen

    Liebe Josephin , schön von dir zu hören, und danke für die Anfrage 🥰

    Ich finde es toll, wenn sich hier ein weiterer Kreis mit Mädels in und um Stuttgart findet! Ich selber bin seit der Gründung vor fast einem Jahr im Team Ronda aktiv, und schaffe eine weitere lustige, feste Runde mit euch zeitlich bestimmt nicht - ich arbeite seit einem Jahr wieder Vollzeit. Ihr macht bestimmt bald eine so fröhliche Truppe auf wie wir es sind, und dann können wir jährlich ein Großtreffen veranstalten - welche Stadthalle mieten wir gleich noch mal an? 😍

    Aber du und Dorca wohnen ja ganz bei mir in der Nähe (huhu Dorca , ich wohne auch in Plieningen), vielleicht ergibt sich mal ein außerplanmäßiges, spontanes Treffen z.B. in der D...bar in Hohenheim?

    LG Haselinchen

    Hallo zusammen,

    ich bin seit Januar 2006 Doppel-Amazone ohne Aufbau. Die Entscheidung habe ich nie bereut. Wie Jorinde möchte ich meinen Körper unversehrt lassen, und einen Fremdkörper in mir wollte ich auch nicht haben. Mit den Prothesen-BHs komme ich super zurecht, und die aktuelle (kleinere als natürliche) Körbchengröße passt viel besser zu meinem Typ. Bin also busenmäßig mit meinem Äußeren absolut glücklich und fühle mich als Frau wie je zuvor. Meine Mutter hatte eine brusterhaltende OP mit entsprechender "Delle", und immer mal wieder Probleme mit der Narbe und verrutschender Epithese. Sie würde sich heute auf jeden Fall für eine Mastektomie entscheiden, meint sie.

    LG

    Haselinchen

    Hallo ihr Lieben, ich hätte da mal eine Frage zu den Nebenwirkungen zu Kadcyla: ich bekomme es seit Oktober 2019 alle drei Wochen. In etwa seitdem kribbelt es mich auf der Haut an Armen, Beinen und am gesamten Oberkörper, es fühlt sich an wie Frösteln; Fieber habe ich aber keines. Kann das vom Kadcyla kommen?

    Liebe KatzenMom 64 , ohne Medizinerin zu sein ist es für mich sehr plausibel und wahrscheinlich, dass ein Tumor mit niedriger Teilungsrate länger auf dieselbe Therapie anspricht. Allerdings haben schnell wachsende Tumoren die Achillesferse (Glück für uns), dass ein Cytostatikum genau an der Zellteilung ansetzt und diese unterbindet und somit den Tumor reduziert oder sogar zerstört. Ich drück die Daumen, dass deine Erstlinientherapie ganz lange anschlägt :hug:

    Liebe Grüße

    Liebe Mogli65 , lieb von dir :hug:

    Ich war lange nicht mehr im Forum unterwegs, vielleicht auch, weil es mir trotz dem Gedöns ganz gut geht. Ich arbeite, bin in die Alltagsroutinen eingebunden - da vergesse ich oft die Krankheit :)

    Jetzt wollte ich auch erst mal abwarten, wie es mit Kadcyla wird, und einen ersten Eindruck hab ich ja. Schon etwas enttäuschend, dass es die Metas nicht weggebrutzelt hat, aber erstens ist es vielleicht noch zu früh, und zweitens gibt es seit 10 Wochen auch keinen Progress. Abwarten.

    SusiSum , es geht auf und ab. Solange nichts wirklich wehtut und man den Alltag gut meistern kann: nur an heute denken. Vielleicht noch an morgen. Aber nie an übermorgen. Wozu?


    Alles Gute :*:*

    Liebe Ari , liebe Teafriend ,

    die Tumorbiologie kann sich mit der Zeit ändern, und das auch ohne Chemotherapie. Bei mir sind nach 11 Jahren aus einem hormonrezeptorpositiven BK Metastasen sowohl desselben Typs als auch her2neu3 aufgetreten; bis dahin hatte ich keine Chemo. Der Tumor ist leider heterogen, und bei hoher Teilungsrate mutiert er rasch. Das ist auch der Grund, warum eine Therapie nicht ewig wirkt :rolleyes:

    Hallo zusammen, ihr Lieben, ich häng mich mal hier rein. Ob meine Geschichte Mut macht weiß ich nicht, aber als meine Geschichte begann, hätte ich mir nie vorgestellt, dass es mir heute so vergleichsweise gut geht. 11 Jahre nach hormonpos. BK und bds. Mastektomie sind bei mir im Mai 2018 zahlreiche Metas in Knochen und Leber sowie ein paar wenige in Lunge und Lymphknoten diagnostiziert worden. Nach 6 Zyklen Taxol, Trastuzumab und Pertuzumab (der Tumortyp hatte sich teilweise zu her2neu3 gewandelt) sind Lunge und Lymphknoten frei, und die größte Lebermeta (eine unter ca. 30 Genossinnen) von 6 auf 1,5 cm geschrumpft. Die Verlaufskontrolle im Oktober 2019 ergab Progress in zwei Lebermetas auf 3 cm, und die Therapie wurde auf Kadcyla ungestellt. Eine weitere Verlaufskontrolle vorgestern ergab keine sichtbaren Veränderungen gegenüber Oktober. Jetzt schleppe ich die Untermieter also schon fast zwei Jahre mit mir rum, und ich bin noch da! Klar, ist noch nicht grandios, aber ich denke, da geht noch was. Es ärgert mich natürlich auch, dass sich ein Untermieter wieder breiter eingerichtet hat. Was ich sagen will: sogar mit einer zunächst so niederschmetternder Diagnose von dieser riesigen Menge Metas in der Leber sind es bis jetzt zwei gut gelebte Jahre geworden. Die Leber ist robust, die haut so schnell nichts um. Meine FÄ spricht immer gern von einer Patientin, die aktuell in der 15. Linie ist und nur deshalb seit inzwischen über einem Jahr noch nicht in der 16. ist, weil die 15. noch anschlägt. Auch wenn das Kadcyla mich in diesem Zyklus schon etwas gebeutelt hat, arbeite ich in Vollzeit, und will das so lange wie irgend möglich!

    Passt auf euch auf :*

    LG

    Haselinchen

    Liebe Pschureika , lange schon war ich nicht mehr im Forum und habe daher erst jetzt von dem weiteren Verlauf bei dir erfahren. Du weißt, ich mache keine langen Worte. Jede hier kann deine Befürchtungen nur allzugut nachvollziehen. Aaaaber Knochen ist Knochen, Hirn ist Hirn. Zwei ganz unterschiedliche Gewebetypen. Die meisten Knochenmetas sind osteolytisch, d.h. die Knochensubstanz baut sich ab. Davon wird nichts ins Gehirn einwachsen.

    Ich drück dich

    LG Haselinchen

    Ihr Lieben,


    vielen Dank für die Tipps zu den Lebermetastasen; ich hatte gerade meine Besprechung mit der Oberärztin. Sie meinte, eine gezielte Behandlung würde man nur bei zwei, drei Metas machen, bei multiplen Metas brächte das nichts. Das Problem wäre auch, ähnlich wie bei einer OP, dass dann eine (unterstellt wirksame) Therapie für ca. 6 Wochen unterbrochen werden müsste, was eher nachteilig wäre. Genau wie bei dir, Pschureika , wäre eine Behandlung nur nach eine OP in Frage gekommen, und die OP ist leider in meinem Stadium der Metastasierung nicht möglich. Sicher bleibt dieser Ansatz immer noch als eine Option in irgendeiner fernen Zukunft, und ich werde mich natürlich auch schlau machen nach euren Anregungen und unter den genannten Adressen.

    So, und jetzt die gute Nachricht (wie ich finde): die Therapie wird umgestellt von dualer Blockade auf Kadcyla, auch drei-wöchentlich. Das heißt, in 14 Tagen erhalte ich schon die neue Therapie. Ich bin damit sehr zufrieden und optimistisch. Immerhin hat die duale Blockade 38 Zyklen gehalten, und würde es bei den meisten Metas auch noch länger tun, nur bei dem einen Luder halt nicht. Das bekommt jetzt durch Kadcyla einen Chemo-Hammer, und die übrigen Metas werden damit ja erst recht erwischt. Die Ärztin meinte, es gäbe noch ganz viele Therapiemöglichkeiten, und sie betreut derzeit eine Frau, die in der 13. Linie ist. Also da geht noch was! :thumbup:

    Habt ganz lieben Dank für euren Beistand :* und ich möchte euch gern all das zurückgeben, wann immer/falls (!) ihr es je braucht:hug: