Beiträge von Isasia

    Ich habe just gestern Post vom Versorgungsamt bzgl. dem Ende meiner Heilungsbewährung bekommen.


    Nach Prüfung meines neuen Antrags wurde ich nun mit einen GdB von 40 festgesetzt (vorher 60). Auch ich habe ein chronischens Lymphödem am linken Arm, als Folge der Brustkrebserkankung. Zudem kommt es immer wieder zu Stauungen in beiden Flanken, bedingt durch die Rekonstruktion.


    Das Lympnhödem wurde jetzt bei der Feststellung zwar aufgeführt aber nicht mit einem einzelnen GdB anerkannt. Im Bescheid heißt es, dass dies in der Anerkennung "Aufbauplastik der Brust beidseitig, Folgestörungen nach Brusterkrankung" enthalten sei und daher nicht einzeln gewertet wird.


    Der benannte Punkt ("Aufbaupalstik...") allein wurde mit einem GdB von 40 gewertet und trotz einer Wertung von 10 wegen meiner Schilddrüsenerkrankung gab es auch gesamt nur 40.

    Die einzelnen Merkmale bzw. Funktionsstörungen werden nicht addiert und insgesamt betrachtet.


    Aus Erfahrung und dem Austausch mit anderen Betroffenen kann ich zudem sagen, dass diese Entscheidungen (bei mehreren Funktionsstörungen) auch stark vom zuständigen Sachbearbeiter(in) abhängig sind. Leider.

    Aenneken für die AHB habe ich mir die Notwendigkeit durch meine Gyn auf einem Formular der Beihilfe bestätigen lassen. Dieses habe ich vorab bei Beihilfe & PKV eingereicht und nach möglichen Vorgaben bzgl. der Einrichtung gefragt. Da es von beiden Seiten keine gab, habe ich mich in meiner Wunscheinrichtung "eingebucht".

    Ihr Lieben,


    Das Thema hat es wirklich in sich. Da es für mich aktuell noch keine gezielte Stelle gibt, auf die ich mich bewerbe, ist der Druck nicht zu groß - denn ich bin mir immer noch nicht ganz schlüssig, wie/ob ich was angegebe.


    So ziemlich klar für mich ist, dass ich die Erkrankung nicht angeben werde. Auch nicht als Begründung für die Schwerbehinderung, die ich eventuell erwähne.

    Wie eingie von euch, würde ich den offenen Umgang mit der Erkrankung wie beim alten AG/Kollegen keinesfalls wieder pflegen. Man bekommt ein bisschen einen Stempel auf und wenn man mal krank ist, denken alle sofort, es hängt mit Krebs zusammen. :rolleyes:


    Da es sich bei mir um öD handelt, werde ich vermutlich die Schwerbehinderung im Bewerbungsschreiben angeben - so ist mir die Einladung zum Gespräch sicher und ich kann direkt überzeugen. :saint:

    Häufig ist ja die Chance zum Gespräch die größte Hürde.


    Bis vor 12 Jahren habe ich in der Privatwirtschaft/Einzelhandel gearbeitet und da war die Behinderung oft ein k.o.-Kriterium, daher auch meine Unsicherheit. Wie schon erwähnt, interessieren die Strafabgaben meist nicht.

    Hier würde ich vermutlich den vorgeschlagenen Weg von Heideblüte wählen und erst nach der Probezeit die Behinderung bekanntgeben.


    Ich werde mich definitiv bei meinem alten Dienstherrn um Akteneinsicht bemühen. So weiß ich, was mein Gegenüber über mich gelesen hat und wie ich eventuell reagieren kann. Wird auf Grund der Akteneinsicht nach der Schwerbehinderung gezielt gefragt, würde ich es vermutlich wie die Freundin von dieBruehlerin umschreiben. ;)


    Sobald es ernst wird und es Neues gibt, lasse ich es euch wissen.

    Vielen Dank noch ein Mal für eure Rückmeldungen!


    Prinzipiell möchte ich die Erkrankung und damit verbundene temporäre Schwerbehinderung nicht vor meinem neuen Dienstherrn verheimlichen, weshalb auch Akteneinsicht kein Problem darstellen sollte. Beides kann meinerseirs ins Bewerbungsgespräch eingebunden werden, doch beide Punkte machen mich eben auch nicht aus - ich bin mehr als Krebserkrankung und Schwerbehinderung. Habe einfach die Befürchtung, dass die schriftliche Erwähnung beider Punkte im Lebenslauf alles andere von mir "in den Schatten stellt".


    Auf Grund eurer Hinweise bin ich nun am Überlegen, es ins Bewerbungsschreiben in etwa mit einer Formulierung wie:


    "...Abschließend möchte ich Sie darüber informieren, das ich bis ... auf Grund einer erfolgreich überstandenen Krebserkrankung noch schwerbehindert mit einem GDB von 60 bin...."


    oder


    "Da Sie bereits in der Stellenanzeige darauf hingewiesen haben, Bewerbungen behinderter Bewerber mit derselben Eignung zu begrüßen, hat mich das zusätzlich motiviert, mich bei Ihnen zu bewerben.“


    Wie findet ihr es?


    Bzgl. der Hilfe durch die Schwerbehindertenvertretung ist es noch zu früh. Ich befinde mich ganz am Anfang meiner Stellensuche und mir ging es vorerst um die Unterlagen. Ich habe auch noch keine explizite Stelle, auf die ich mich bewerben möchte geschweige denn eine bestimmte Kommune/Behörde. Auf Grund der momentanen Situation sind vermutlich sowieso Blind-/Initiativbewerbung geeigneter, da einige Stellen gar nicht erst ausgeschrieben werden.

    Ihr Lieben,


    Ich danke euch für die Antworten!


    Sie bekräftigen meinen Gedankengang und ich werde nichts Schriftliches über die Erkrankung erwähnen. Durch eure Antworten habe ich dabei auch kein schlechtes Gewissen mehr. :)


    Ob ich die Schwerbehinderung angebe, weiß ich noch nicht. Sie müssten mich dann zwar auf jeden Fall zum Gespräch einladen, aber da es nur als Heilungsbewährung läuft und temporär ist, gibt die Angabe einer Behinderung eine eventuell starke Gewichtung mit negativen Touch.


    Ich merke schon, mit dieser Entscheidung muss ich mich noch etwas auseinandersetzen. ;)

    Hallo zusammen,


    auf Grund unseres Umzuges begebe ich mich bald auf Stellensuche. Hier stellt sich mir die Frage, ob ich meine Krebserkrankung im Lebenslauf angeben muss oder sollte?


    Ich bin Beamtin auf Lebenszeit und war während der 11-monatigen Krebspause 2015/2016 durchgehend in einem Dienstverhältnis - es gibt quasi keine Lücke im Lebenslauf, auch wenn ich in der Zeit nicht gearbeitet habe.

    Auf der Stelle war ich insgesamt 7,5 Jahre - 11 Monate am Stück davon wegen Krebs arbeitsunfähig und 2x jeweils 3 Monate wegen rekonstruktiven Operationen mit Komplikationen.


    Ich bin ein total ehrlicher Mensch, denke jedoch auch, dass Krebs die Frage eines Rückfalls sofort in den Kopf ruft und ich deswegen direkt ausgesiebt werde. Auch wenn ich erfolgreich genesen bin.

    Auch eine Umschreibung "Auszeit aus privaten Gründen" etc. halte ich für problematisch.


    Wie habt ihr das gelöst?

    Wie würdet ihr es lösen?


    Bin sehr gespannt und danke euch im Voraus!

    Moin zusammen,

    auch ich kann mich neben Ute63 und lexi1 einreihen und euch ermutigen. Meine HER2-positiv-Diagnose jährt sich in Kürze zum 5. Mal, ich gelte also bald als "geheilt". :S Trotz einem befallenem Lymphknoten damals, waren bislang immer alle Nachsorgen ohne Befund!


    Als ich im November 2015 die Diagnose erhielt und googelte, traf mich bzgl. Prognosen/Rückfall bei HER2-positiv der Schlag und ich hätte mir Erfahrungsberichte so sehr gewünscht. Deshalb eine tolle Idee von Ute63 diesen Beitrag zu erstellen, den ich gern unterstütze.

    Mittlerweile ist die Therapie mit Doppelblockade eine sehr gute Chance auf ein langes, krebsfreies Leben. :)

    Liebe Mautzi,

    Tut mir leid, dass für dich nicht alles planmäßig verlief und nun auch noch 4 befallene LK dazugekommen sind. Wie schon im Vorfeld geschrieben, ist es jetzt rückblickend betrachtet gut, dass du nicht gleich bds. operiert wurdest. In Hinblick auf deine bevorstehende Chemo & Bestrahlung wäre das zu viel für deinen Körper und die Wundheilungschancen mit Implantaten noch schlechter.

    Die Möglichkeit der Kapselfibrose besteht natürlich durch die Bestrahlung, muss aber nicht eintreten. Gerade bei Brustkrebs gibt es keine Pauschalaussagen. Ich habe die bds. Masktektomie mit Sofortaufbau durch Implantate 3 Jahre nach meiner Diagnose durchführen lassen. Vorher, nach Chemo & Bestrahlung, gab es erst mal nur brusterhaltend. Obwohl einige Zeit seit der Bestrahlung vergangen war, konnte das Implantat auf der erkrankten & bestrahlten Seite nicht gehalten werden. Die Wundheilungsfähigkeit wurde durch die vorangegangene Gesamttherapie zu stark beeinträchtigt. Somit kam im Mai letzten Jahres der bds. Aufbau mit Eigengewebe und dieser funktionierte ohne große Komplikationen - die Heilungsfähigkeit des eigenen Gewebes ist halt doch unschlagbar. Dieser Schritt bleibt dir somit auch noch offen.

    Nun wünsche ich dir an erster Stelle eine gute Wundheilung und vor allem eine erfolgreiche und zielgerichtete Therapie!

    Hallo zusammen,

    Ich habe den Knoten in meiner Brust durch Zufall selbst ertastet. Danach folgte Sono bei meiner Gym, welche daraufhin eine Stanze empfahl. Mammographie reihte sich ebenfalls ein, jedoch gänzlich ohne Befund - 50/50 sozusagen. Mein Drüsengewebe war/ist zu dicht, dass nichts erkennbar war. Die Stanze lieferte dann das Ergebnis.

    Hallo MWtinchen ,

    Ich war zur AHB auf Sylt und habe dort Herceptin bekommen. Mein hiesiger Onkologe hat die Dosis berechnet und an die Klinik auf Sylt vorab geschickt.

    Hat alles reibungslos geklappt.

    Meine AHB habe ich im Anschluss an die Bestrahlung angetreten.

    Da die Antikörper bei uns ähnlich wie die Hormontherapie bei anderen Mitstreiterinnen anzusehen sind, wären sie nicht relevant für die AHB - sonst würden die mit Hormontherapie erst nach fünf Jahren zur AHB. So die Begründung bei mir damals.

    Wie so oft, gibt es auch die Nachsorge betreffend ganz offensichtlich Unterschiede.


    Sono wurde bei mir mit möglichen Veränderungen unter der Haut oder an der Brustwand begründet. Zudem wurde während der OP bei mir entschieden, an der bestrahlten Seite etwas Gewebe unter der Mamille zu belassen - um die Durchblutung der Mamille zu gewährleisten. Deshalb ist auch hier Sono in meinen Augen wichtig.


    Wie auch bei Amulett wird MRT bei mir nur an einem Zentrum für erblichen Brust- und Eierstockkrebs übernommen.

    Hallo angi65 ,

    Dein Vorgespräch hört sich gut an. Nun wünsche ich dir die richtige Entscheidung FÜR DICH.

    Leider muss auch ich dich in einem Punkt bremsen - bildgebende Nachsorge ist dennoch angesagt. Mir wurde weiterhin Sono im halbjährlichen Takt nahegelegt, MRT bei Auffälligkeiten oder sonst alle zwei Jahre. Das einzige was auf Grund der Impantate entfällt, ist die Mammographie.

    Wie Amulett schon erwähnt hat, kann kein Chirurg jede Zelle entfernen.

    Allerdings bin ich Hochrisikopatientin, weshalb es bei mir keinen Unterschied in der Nachsorge gibt, ob zwei oder zehn Jahre nach Erkrankung.

    Ich wünsche dir für das Bevorstehende alles Gute und freue mich, wieder von dir zu lesen.


    Liebe giecher71 ,

    Zur Zeit bin ich noch arbeitsunfähig. Mein PC will das auch vorerst beibehalten, da die Wunde fünf Wochen postoperativ aufging, trotz daheim bleiben und absoluter Schonung (kein Autofahren, keine Hausarbeit etc.).

    Während der Chemo damals war auch nicht an Arbeit zu denken - die Kombi meiner Chemo (Docetaxel, Carboplatin, Herceptin & Perjeta ) hat mich völlig aus der Bahn geworfen, sodass ich manchmal nicht mal in der Lage war aufzustehen. Wahnsinn, wie unterschiedlich die Auswirkungen sind und Respekt für dein Durchhaltevermögen.


    Hallo Amulett ,

    Schön dass das deine OP gut überstanden hast. Wünsche dir eine gute & baldige Genesung.

    Liebe Nisugi ,


    Auch ich kann mich den Vorrednerinnen anschließen.


    Hol dir eine Zweitmeinung bzgl. der Chemo - die Sensibilität bei HER2 ist nicht entscheidend für eine neoadjuvante Therapie. Eine Rolle spielt bspw. auch die Größe - durch neoadjuvante kann ein "großer" Tumor im besten Fall verkleinert werden und eine brusterhaltende OP möglich machen. Frag bitte nach!


    Auch ich bin der Meinung, dass es bei dieser Krankheit keine homöopathische Alternative gibt. Ohne Schulmedizin ist es in meinen Augen nicht zu bewältigen.

    Komplementärmedizin kann jedoch sehr viel bewirken und unterstützen.

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit TCM und Akupunktur gemacht, ebenso mit Nahrungsergänzungen (Kurkuma, Bromelain, Rosenwurz, Zink, Selen, Colostrum ...).


    Ich wünsche dir alles Gute!

    Liebe giecher71 ,

    Vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung. Auch wenn es nicht schön ist, dass bei dir seit Juni keine Ruhe reinkommt, lässt es mich hoffen. Geduld, Geduld, Geduld...

    Da auch bei mir alles reiz- & beschwerdelos ist, möchte ich auch momentan keine 4. OP oder weiteren Eingriff. Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir für die vollständige Heilung weiterhin Geduld!

    Darf ich fragen, ob du trotz Problemen bei der Wundheilung arbeiten gehst?


    Hallo Eirene ,

    Danke auch für das Teilen deiner Erfahrung. Anfänglich machte die Mamille an der bestrahlten Brust bei mir auch Probleme - die untere Hälfte verfärbte sich komplett schwarz. Mittlerweile hat sich diese schwarze Kruste glücklicherweise Stück für Stück gelöst und "frisches Fleisch" zum Vorschein gebracht. Derzeit trage ich noch die Steristrips, die aber eben leider auch so blöd anhaften. Beim Wechsel in der kommenden Woche werde ich diese Wunddistanzgitter ansprechen - hört sich sehr gut für mich an. Habe nämlich die Befürchtung, dass die angetrockenete Schicht bei jedem Wechsel wieder aufgerissen wird.

    Guten Morgen ihr Lieben,

    Gerade komme ich vom Kontrolltermin bei meinem PC. Ich bin vorerst sehr erleichtert und zuversichtlich.


    Heute wurde nichts gemacht, nicht einmal die Pflaster gewechselt, damit die Wunden nicht ständig wieder aufgerissen und strapaziert werden.

    Über Nacht hat auch nichts mehr genässt.

    Ich gehe nun mindestens 1x pro Woche zur Kontrolle und wir geben dem Ganzen Zeit, solange sich nichts entzündet oder eitert. Parallel laufen Lymphdrainage & Akupunktur weiter.


    angi65 falls die Implantate wieder raus müssten, ist ein Austausch eine der Alternativen. Wobei für mich hier noch nicht ganz klar ist, weshalb da dann die Wundheilung anders ablaufen sollte. Man steckt leider nicht drin.

    Unter dem Muskel wurde mir auch geraten, jedoch wollte ich den Eingriff und die Belastung für meinen Körper so gering wie möglich halten. Deshalb dann auch die azellulärer Matrix, welche u.a. das Risiko bzgl. Kapselfibrose minimiert. Auch beim Thema Rekonstruktion ist es wohl so, dass man fünf Ärzte fragt und fünf verschiedene Empfehlungen bekommt - nicht immer einfach.

    Bei der genetischen Untersuchung gab es damals auch Probleme. Der mit dem Brustzentrum kooperierende Genetiker in meiner Nähe wurde nicht anerkannt - ich durfte die Untersuchung nur in einem Zentrum für familiären Brust- & Eierstockkrebs durchführen lassen. Hier war auch die PKV treibende Kraft, die Beihilfe hat anstandslos zugestimmt. Verrückt wie unterschiedlich das ablaufen kann.

    Wie lief dein OP-Vorgespräch?


    Scarlett ich danke dir für das Teilen deiner Erfahrung. Es stimmt mich zuversichtlich, dass Geduld eine realistische Option ist. Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir alles erdenklich Gute, dass das Implantat keinesfalls zum Vorschein kommt und alles gut zuheilt!

    Hat man dir ein zeitliches Limit gegeben, bis wann es zugeheilt sein muss, bevor andere Maßnahmen folgen?

    Liebe angi65 ,

    Hab vielen Dank für deine rasche Rückmeldung.


    Ich habe mich sogleich auf den empfohlenen Beitrag gestürzt und bin tatsächlich etwas "leichter" geworden. Denn offensichtlich gibt man diesen offenen Wunden teilweise auch länger Zeit, als meinen läppischen 6,5 Wochen.


    Zum Thema PKV kann ich nur sagen, dass ich durch die Krankheit gelernt habe, dass es besser wäre gesetzlich versichert zu sein.

    Als ich vor drei Jahren in Chemo war, wurden mir keinerlei Fahrtkosten von der PKV erstattet. Auch die Perücke wurde nicht anerkannt. Jede Chemomittel-Rechnung wurde für min. sechs Wochen zurückgehalten und "geprüft".

    Derzeit befinde ich mich bzgl. der Rechnung meines operierenden PC wieder mit der PKV im Disput. :rolleyes:

    Man hat ja sonst nichts zu tun.


    Falls tatsächlich irgendwann die Implantate raus müssen und eine Alternative beim Aufbau stattfinden muss, werde ich Beihilfe und PKV sicherheitshalber vorher informieren.


    Morhen Früh geht's zur Kontrolle beim PC und ich hoffe inständig, dass es nichts gibt, was gegen Geduld und Abwarten spricht.

    Wundheilungsstörung nach prophylaktischer, subkutaner Mastektomie

    Hallo zusammen,


    Schon lange lese ich mit und viele Beiträge aus diesem Forum haben mir schon weitergeholfen, mich bestätigt oder mir Mut gemacht .


    Momentan ist mir zum Heulen und ich bin ratlos - verzweifelt. Ich erhoffe mir hier Mitstreiterinnen mit ähnlichen Erfahrungen.


    Kurz zu meiner Vorgeschichte:

    ED Brustkrebs 11.2015 (invasiv duktal, HER2+)

    9 entfernte Lymphknoten, einer befallen

    keine Metastasen

    6x Chemo

    33x Bestrahlung

    brusterhaltende OP 04.2016 (ypTis)

    12x Herceptin nach Chemoende

    veränderte Sequenzbariante BRCA1


    Anfang Dezember 2018 wurde ich operiert - prophylaktische, subkutane Mastektomie beidseitig mit Erhalt der Mamillen.

    Die Sofortrekonstruktion erfolgte mit Implantaten ÜBM in Verbindung mit azellulärer Matrix.


    Nach drei Tagen wurden die beiden Drainagen gezogen (jeweils knapp 100ml Inhalt) und ich durfte heim. Die Narben waren reizlos, ich hatte keinerlei Schmerzen oder anderweitige Beschwerden. Daheim habe ich mich sehr geschont.


    Nach 2,5 Wochen nässte die rechte Naht, sie hatte sich an zwei Stellen geöffnet. Daraufhin wurde ich ambulant operiert - Naht geöffnet, ausgespült, Drainage gelegt und mit stärkeren Nähten wieder geschlossen. Wieder 2,5 Wochen später begann plötzlich die linke Naht zu nässen - gleiches Prozedere wie kurz zuvor rechts und somit die zweite NachOP. Beide Male nahm ich für sechs Tage AB und die Drainagen lagen dieses Mal je eine Woche.


    Heute Morgen ein erneuter Schlag ins Gesicht - beide Seiten nässen wieder. Rechts minimal und nicht permanent, links permanent und mit mäßigem Volumen. ;(


    Bei der Kontrolle vor vier Tagen bat mich der PC bereits über Alternativen frühzeitig nachzudenken, falls sich die Wunden wieder öffnen und die Implantate raus müssen.


    Ich bin momentan für keine Alternative bereit! Seit über sechs Wochen kein Duschen, kein Autofahren, keine Hausarbeit - nichts, nur Unselbstständig- & Abhängigkeit.


    Ist es so abwegig, dem ganzen noch Zeit zu geben und abzuwarten?

    Was kann schlimmstenfalls passieren, wenn wir abwarten und noch nicht entfernen?

    Ist es realistisch, dass sich die Wunden nach insgesamt 6,5 Wochen postoperativ noch schließen?


    Zudem sind finanzielle Ängste da. Die Matrix habe ich selbst getragen. Werden die Kosten für die Folgebehandlungen/Alternativen übernommen? Da ich in der PKV und beihilfeberechtigt bin, ist immer alles komplizierter. :rolleyes: