Beiträge von Wölfin

    Liebe Prim72,


    du hast vollkommen recht mit der Perspektive und ich will mich auch nicht mit palliativ vergleichen und hoffe, dass es für mich „nur“ eine Phase ist.

    Ich glaube dir, dass es bei palliativ mit einem Sinn schwierig ist, vielleicht, wenn man gläubig ist?

    Ich hoffe, ich bin mit Weckruf niemanden auf die Füsse getreten, mein Beitrag betraf „meine“ Geschichte, wie sie sich jetzt gerade darstellt. Keine Wertung oder Aufforderung für andere. Vielleicht habe ich auch andere Erkenntnisse, wenn sich meine Lebensumstände verändern würden.


    Krebs wird sicher durch viele, äußere Ursachen ausgelöst und nicht, damit er primär einen Sinn ergibt. Dieselbe Sinnhaftigkeit kann z.B. bei anderen durch etwas ganz anderes auslöst werden, oder es macht überhaupt keinen Sinn?


    Und vielleicht ist es weniger Sinn oder Un-Sinn der Erkrankung, als allgemein der Sinn meines Lebens. Muss ich mal weiter drüber nachdenken, aber es fühlt sich (bei mir) doch so an, als ob es da eine Verbindung gibt? :/


    Liebe Grüße und vor allem alles Gute für dich,

    Wölfin :hug:

    Guten Tag,


    damit hatte ich nicht gerechnet, aber nun hat mich das Thema doch noch einmal in Beschlag genommen und zum Nachdenken gebracht.


    Danke, liebe Alphabet, für deine Gedanken und es ist auch so: „Jede sucht und findet ihren ganz persönlichen und individuellen Weg.“ Und liebe Sylvie, es beeindruckt mich, was du über deine Auszeit schreibst: „Genauso wie ich es brauchte. Es war nicht einfach, aber genau richtig.“ Und wenn etwas genau richtig ist, dann macht es auch Sinn, oder?


    Die Erkrankung hat für mich doch sehr wohl Sinn gemacht! Sie hat mich u.a. aus einer alten Angstspirale herauskatapultiert und die Wahrnehmung verändert.

    Als die Diagnose Sarkom stand, hatte ich Todesangst, hatte Angst bald zu sterben. Und hinter meiner Todesangst verblassten auf einmal alle meine anderen, bisherigen Ängste, sie verloren das Meiste ihrer Relevanz, was gab es denn für mich Größeres als die Todesangst?

    Peng! Und nun?

    Und nun war das Leben auf einmal wahnsinnig kostbar. Jeder Augenblick war als einmalig zu erspüren, alle Sinne nahmen die Umgebung verstärkt wahr. Worüber regen sich bloss die Gesunden auf, wenn man am vermeintlichen Abgrund steht, sind die Alltagssorgen so etwas von Peanuts. Am Himmel die Todeswolke, aber hier unten das Leben in den schönsten Farben, eine Explosion der Sinne und alles möchte man in sich aufnehmen und konservieren.

    War das der Sinn meines Sarkoms? War das sein Geschenk?


    Ich denke, Todesangst durch die Krebserkrankung kann ein starker Weckruf sein, zu hinterfragen, ob das bisherige Leben alles ist, oder ob da noch Potential für mehr, anderes - für dich Besseres – ist? Ich weiß aber nicht, ob man mit Einschränkungen durch die Krebserkrankung es auch so sehen kann bzw. die Möglichkeiten hat?


    Mein Leben wurde durch die neue Wahrnehmung bereichert, auch wenn ich mir lieber einen ungefährlicheren Weckruf gewünscht hätte, aber hätte der mich auch erreicht?


    Leider lassen die positiven Folgen eines Weckrufes mit der Zeit nach, man spürt zwar glücklicherweise auch nicht mehr ständig das Damoklesschwert über sich schweben, aber die Farben des Lebens verblassen wieder und alte Ängste klopfen auch mal wieder an. Da die Erinnerung an das einschneidende Erlebnis aber bleibt (spätestens bei den Nachsorgen), so hat man immer wieder Möglichkeiten die Intensität seines Lebens zu steigern.


    Letztendlich sind kleine, inspirierende Posts ebenfalls immer wieder kleine Weckrufe für mich, vielleicht auch für euch? :)


    Allen wünsche ich einen schönen Tag,


    Wölfin :hug:

    Ihr Lieben,


    vor 8 Jahren habe ich diesen Thread begonnen und es ging mir um den psychischen Umgang mit der Erkrankung. Bewusst wählte ich die Ausdrücke Sinn und Un-Sinn.


    Sinn ist ein positiver Ausdruck, wenn etwas für mich Sinn macht, dann kann ich die Folgen besser ertragen bzw. mich daran ausrichten. Wenn ich irgendeinen Sinn in der Krebserkrankung sehe, dann brauche ich nicht nach Schuld suchen. Gleichzeitig wollte ich mich mit der Überschrift nicht anmaßen, zu behaupten, dass Krebs immer einen Sinn macht. Wie ihr schon in euren Beiträgen gepostet habt, sind eure Ansichten dazu unterschiedlich, von sinnhaft bis sinnlos.

    Um noch einmal zur Überschrift zu kommen, ich wollte hier einen Thread schaffen, wo man sich auch – vielleicht vorallem ;) - über einen gewissen Sinn der Erkrankung austauschen kann.


    Als ich hier den ersten Post schrieb, war es für mich sehr, sehr wichtig auch einen gewissen Sinn in der Erkrankung zu sehen, nur banal Pech zu haben oder im schlimmsten Fall Schuld, fand ich nicht aufbauend. Ich habe bis heute nicht direkt einen Sinn in der Erkrankung gefunden, aber die Erkrankung war für mich schon ein großer Anstoß meine Einstellung zum Leben zu verändern und auch mein Leben an sich, letzteres leider immer noch sehr – wie man so schön sagt – ausbaufähig. Nach wie vor will ich an einen Sinn glauben, denn ist die Krankheit sinnlos, bin ich vielleicht nur ein Spielball des Schicksals und das passt mir gar nicht. Ein Sinn motiviert mich diesen zu ergründen, lässt mich aktiv werden: Soll ich mehr auf mich achten oder meine Umwelt, finde ich eine neue Aufgabe für mich, die mich voll erfüllt und vielleicht auch andere glücklich macht? Ich glaube, dass ein Sinn sehr konstruktiv ist. Beweisen lässt sich aber die Sinnhaftigkeit von Krebs nicht, es ist wohl wieder eine Glaubenssache.


    Ich hoffe, weil ich es inspirierend finde, dass hier noch viele gerade auch ihren Sinn posten, den sie in der Erkrankung gefunden haben. Das muss ja nicht einmal ein großer Sinn sein. Auch ein kleiner Sinn kann vielleicht die Krankheit (etwas) erträglicher machen.

    Trotz evtl. Sinnhaftigkeit hätte aber wohl jeder gerne auf diese Krankheit verzichtet.


    Ich wünsche euch alles Gute

    und liebe Grüße


    Wölfin :hug:


    P.S. Ich finde es sehr inspirierend sich in diesem Thread auch mal die frühen Beiträge durchzulesen, denn das Thema ist zeitlos.

    Liebe Pelline 63,


    super, wieder ein o.B. :thumbup:!

    Und alles Gute für deine Mutter! Und wenn es ihr zunehmend besser geht, dann geht es doch bestimmt wieder mit dem Wohmo los ;).

    Ich habe nächste Woche Nachsorge und die Aufregung davor läßt sich nie ausschalten, da hat Pelerixi schon recht.


    Genieße die Sommerzeit, genieße das Leben!


    Liebe Grüße

    Wölfin :hug:

    Liebe Lisa Mona,


    ich hatte eine vaginale Hysterektomie, aber ohne Eileiter- und Eierstockentfernung. Ich war eine Woche in der Klinik und fühlte mich danach fast überhaupt nicht körperlich im Alltag eingeschränkt (Sport habe ich - schon vorher - nicht gemacht). Es ist schon ein riesiger Unterschied zu Bauch-OPs, wo die Bauchmuskeln verletzt werden. Ich habe mich ein bisschen geschont und hauptsächlich vermieden schwer zu tragen.

    Ich war 8 Wochen krank geschrieben, ich denke hauptsächlich, um die Krebs-Diagnose (erst bei OP entdeckt) psychisch zu verarbeiten.


    Liebe Grüße und alles Gute,

    Wölfin

    Liebe Kylie,


    das ist phänomenal, das ist traumhaft, :thumbup::):thumbup:mir fehlen einfach die Worte!

    Kein Krebs mehr im CT? Warum soll es dann nicht auch das geben, dass jemand aus palliativ in geheilt gleitet?

    Es gibt (fast) nichts, was es nicht gibt. Und ich glaube fest daran, dass es auch Wunder gibt (oder einfach Heilungsmechanismen, die wir bloss 'noch' nicht erklären können), aber egal, das gute Ergebnis zählt.

    Und um es noch einmal kurz zu sagen: Liebe Kylie, toll, super, fantastisch und so soll es, nein, so wird es bleiben. :*


    Liebe Grüße

    Wölfin :hug:

    Liebe Nala1970 ,


    es ist doch schon einmal sehr gut, dass es keine Metastasen gibt und die Lymphknoten unauffällig sind! Was die weiteren Ergebnisse betrifft, ist das für Laien immer schwer zu beurteilen, aber es gibt mehr gutartige/unproblematische Veränderungen am/im Körper im Laufe des Lebens als Bösartige, daher würde ich erst einmal das Beste annehmen. :hug:


    Liebe Grüße und euch alles Gute,

    Wölfin

    Liebe KarinaG,


    hier kommen schnell noch meine :thumbup::thumbup:, dass Heidelberg dir heute eine gute Therapie in Aussicht stellen wird!


    Insgesamt ist es natürlich Mist, dass eine Knochenmetastase vorhanden ist. Ich denke aber, du kannst davon ausgehen, dass es nur eine Einzelne ist, denn weitere hätten man sonst sicher im MRT auch gesehen. -

    Ist schon hart, da planst du voller Elan ein neues Leben und Peng. Ich wünsche dir, dass du aber trotzdem weiter deine Pläne umsetzt - jetzt erst recht - denn wenn man schöne Ziele vor Augen hat, dann kann man oft dem Unbill des Lebens gewappneter entgegentreten.


    Ich sende dir einen Sack voll Kraft und Zuversicht und denke an dich. :hug:


    Liebe Grüße

    Wölfin

    Liebe Grisu,


    ich habe leider erst jetzt deine Glückwünsche gesehen: Lieben Dank dafür!


    Ich wünsche dir von <3, dass deine Chemo gaaanz lange und gut wirkt und mit (fast) keinen Nebenwirkungen!


    Have a nice day und alles Gute,

    Wölfin :hug:

    Liebe Kylie, liebe Mohnblume


    danke, dass ihr an mich gedacht habt. Ich hatte einen ruhigen Tag und abends war ich schön Essen in netter Gesellschaft. Morgen ist Familienfeier angesagt:).


    Liebe Grüße und auch euch alles Gute,

    Wölfin :hug:

    Hi,


    ein Freund hat mir gerade diese ARTE-Sendung empfohlen: https://www.arte.tv/de/videos/…-000-A/fasten-und-heilen/, sie ist bis August in der Arte-Mediathek.

    Zuerst geht es um Fasten in Russland, dort galt (gilt?) noch Fasten bei Krebs kontraindiziert. Dann geht es ab ca. Mitte des Films um Fasten vor Chemotherapien (in Westeuropa) und das finde ich sehr gut erklärt und sehr interessant. Danach geht es dann weiter um den gesundheitlichen Wert von Fasten allgemein. Da es auch allgemein um Heilfasten geht, habe ich es hier und nicht bei Fasten und Chemotherapie eingestellt ;).


    Ich hoffe, der ein oder andere von euch, kann seinen Nutzen aus dieser Doku ziehen - und bei Fasten bitte immer vorher eure Ärzte um Zustimmung kontaktieren, denn Fasten ist auch eine nicht unerhebliche Belastung für den Körper.


    Liebe Grüße

    Wölfin :hug:

    Liebe Lyrix ,


    zu deinen Symptomen kann ich dir nichts sagen.

    Ich würde einfach mal beim Gyn anrufen, alles schildern und dann wird er dir schon sagen, ob du gleich kommen sollst oder es bis zur Jahreskontrolle Zeit hat.

    Da im Dezember alles in Ordnung war, nehme ich erstmal an, dass die Schmerzen wahrscheinlich nix Gravierendes sind.

    Ich denke an dich und sende dir Zuversicht und :thumbup:, vorallem auch für deine kommende Jahreskontrolle. Sicher ist alles weiterhin in Ordnung! :hug:


    Liebe Grüße

    Wölfin

    Lieber hayab ,


    ist ja nicht so schön, dass das Rezidiv nicht so gut erreichbar ist und du wieder einen großen Schnitt brauchst, ich drücke dir aber ganz doll die :thumbup:, dass alles Bösartiges komplett entfernt werden kann und nichts oder ganz wenig von anderen Organen weg muss!

    Timing mit dem Geburtstag ist schon blöd, aber wat mutt dat mutt, die OP ist wichtiger und dann feierst du danach um so ausgiebiger!


    Liebe Grüße und alles, alles Gute,

    Wölfin :hug:

    Lieber hayab ,


    so ein Mist aber, hat sich doch wieder was eingeschlichen. Glück im Ungemach, es ist nur eine Stelle und der Rest ist sauber. Wie du, hoffe ich, dass sich der Tumor mit einem kleinen Schnitt entfernen läßt und dann alles komplikationslos verheilt. :thumbup: Eine neoadjuvante Chemo könnte aber auch eine gute Option sein, wenn der TU gut daraufanspricht. Das scheinen alles gute Optionen zu sein und nach Dienstag/Mittwoch weißt du ja, wie der Hase laufen soll. -

    Blöde Situation, dass du dich nun wieder mit dem Sch... auseinandersetzen mußt, aber ich bin mir sicher, dass du das wieder gut packst. :hug:


    Liebe Grüße, alles Gute und dass die Therapie schnell beginnt,

    Wölfin