Beiträge von Hase

    Ich lerne hier das Leben zu lieben!


    Auch ich bin noch täglich dabei. Als Nachtmensch lese ich die Beiträge eher am Ende des Tages.

    Mich interessieren die Menschen, die mit mir während meiner Erkrankung unterwegs waren. Auch danach sind mir noch einige Frauen sehr lieb geworden. Alleine durch die Art wie emphatisch einige schreiben, wirken sie auf mich sehr sympathisch. Ich möchte diese Frauen nicht verlieren.

    Ich bin eigentlich ein sehr fröhlicher Mensch. Aber ich liebe auch Tiefgang. Hier erlebe ich, was Leben ausmacht. Wofür es sich lohnt zu kämpfen. Hier ist das wirkliche Leben mit all seinen Höhen und Tiefen ohne Scheinwelt. Einige der Themen haben mich sehr berührt.

    Gerade wenn es auch darum ging, wie man sich auf das Ende vorbereiten kann, welche Hilfestellungen es dazu gibt. Egal, wann das sein wird. Mir ist bewusst, ein Ende wird kommen. Jeder Mensch ist anders. Klar, aber wir können da vielleicht doch voneinander lernen. Mutige Frauen haben hier auf bewundernswerte Weise bis zuletzt ihre Erfahrungen mit uns geteilt. Darüber bin ich sehr dankbar.

    Leider fehlt mir aber die Zeit, mich hier noch intensiver einzubringen. Ich bin schon wieder viel zu sehr im Alltag gefangen.

    Doch ich will auf keinen Fall vergessen. Vergessen, was war und was ich daraus gelernt haben. Nämlich netter und aufmerksamer mit mir umzugehen. Auch dafür brauche ich das Forum noch für mich.


    Auf noch viele schöne gemeinsame Jahre!

    Liebe Andrea,


    das Leben, aber auch der Tod frägt leider nicht, ob jemand nett ist oder war. Er greift nach jedem, verschont nicht.

    Aber je netter jemand war, um so mehr werden ihn die Menschen vermissen. Sehr viele Frauen hier nehmen Anteil an dem, wie es dir geht. Trauern, weinen und klagen. Sie haben dich in ihr Herz geschlossen. Du bist einfach ein total liebenswerter Mensch.

    Ich wünsche dir, dass du auf einer Woge der Liebe in die Ewigkeit gleiten darfst. Jeder von uns trägt zu dieser weichen Wolke ein kleines Stück bei.

    Ich wünsche dir, dass du keine Angst davor hast und dich getragen und behütet fühlst


    Ingrid

    Liebe Tara und alle von Geigenstrang-betroffene,


    ich habe mich ja auch erst 2 Jahre nach meiner Mastektomie, die im Dezember 2018 war intensiver mit meinem Strang beschäftigt. Vor allem weil ich nicht wusste, was man dagegen machen konnte. Auf Anraten von Tara habe ich viel gedehnt und auch manuelle Therapie in Anspruch genommen. Und siehe da, es hat tatsächlich auch so spät noch viel gebracht. Meiner Achsel geht es viel besser. Der Vorteil ist auch, dass meine abgenommene Brust seitdem viel weicher ist. Anscheinend können durch die Bewegung der Faszien ... die Lymphe viel besser abfließen.

    Daher: Nie die Hoffnung aufgeben, dass sich Befindlichkeiten des Körpers auch noch nach Jahren wieder verbessern lassen.

    Vielen Dank noch einmal dir liebe Tara für deine Tipps damals.

    Hallo Puffi, bei mir wurde eine Seite auch bestrahlt, aber auf beiden wachsen kaum noch Haare. Es könnte daher auch eine Auswirkung der Chemo sein. Aber ehrlich gesagt, das ist doch mal eine positive davon ;)

    Ingrid

    Liebe Gonzi,


    das Jetzt genießen, im Jetzt leben. Dies ist ja auch ein Pfeiler der Achtsamkeit, die aus dem Buddhismus kommt.

    Ich komme bisher gut klar mit den Vorsorgeuntersuchungen. Ich kann das mit dem Verstand für mich regeln. Ich weiß, dass es mir nichts bringt, wenn ich mir Sorgen mache. Ich will mich nicht in ein Gefühlskarussel begeben. Klar merke ich auch, dass die Ängste im Unterbewusstsein dann schon auch noch vorhanden sind. Manchmal verfahre ich mich im Auto, oder bin einfach unkonzentriert. Aber ich lenke mich einfach so weit es geht ab. Hier weiß ich, dass die Ängste mir nur schaden, daher verbiete ich sie mir.

    Ich habe aber immer wieder andere Bereiche, wo es mir nicht ganz so einfach fällt. Ich versuche dann diese Punkte, einfach wie in eine feste Kiste genagelt, zur Seite zu Stellen. Ich gehe dann erst wieder dran, wenn die Zeit dazu wirklich notwendig oder rein ist. Dieses "aktive Verdrängen" finde ich da für mich wichtig, damit mich nicht zu viele Dinge parallel belasten. So ist es für mich eine Art Schutzmaßnahme für ein Leben, das mich immer wieder ganz schön fordert.

    Ich wünsche euch, liebe Naticatt , Hexchen und alle, die diese Ängste zu sehr einnehmen, dass ihr eure persönlichen Schutzmäntelchen entdecken oder entwickeln könnt.

    Ängste können ja auch was positives haben. Sie schützen uns ja auch vor Gefahr und einer gewissen Naivität. Aber wenn sie uns eher schaden, dann ist es echt angesagt, diese zu verbannen.


    Schicke euch mal gedanklich so eine Eisenrüstung. Die hält alles von euch ab und ihr könnt euch stark damit in jede Schlacht begeben

    Ingrid

    Liebe @Sonnenblümchen ,


    du warst eine so fleißige Schreiberin und Mutmacherin. Deine Beiträge werden sicher noch ganz oftmals gelesen und stehen ja auch noch vielen aufbauend zur Verfügung.

    Ich finde es wichtig, dass man immer wieder prüft, was gerade dran ist und so wie du gegebenenfalls neue Wege geht. Pass gut auf dich auf.


    Ingrid

    Hallo Alphabet und alle weiteren Autorinnen,


    ich finde das Buch eine klasse Idee. Auch dass, so viele mitmachen wollen. Viele eurer Gedanken, die ihr hier schon geschrieben habt, kann ich nur befürworten. Ich habe während meiner akuten Behandlungszeit, einen Blog geführt. Dabei sind über 100 Geschichten zusammengekommen. Ich habe auch versucht, mutmachend, ein bisschen humorvoll, aber auch hintergründig zu schreiben. Durch das Schreiben, profitiert man ja selbst sehr viel. Im Schreiben klärt sich im Kopf ganz viel. Zudem verfestigt sich alles, mit was man sich intensiv auseinandergesetzt hat. Es kann ein Schatz entstehen, von dem man sich immer wieder neu bedienen kann. Ich war oft überrascht, was sich nach einem zaghaften Anfang oft ergeben hat. Solche Erlebnisse werdet ihr auch haben. Vor allem macht es sicher Spaß im Team zu arbeiten.

    Ich habe eine Freundin, die hat gleich 3 Mutmach-Bücher innerhalb von ein paar Jahren herausgebracht. Sie hatte selbst Krebs. Sie hat Berichte von Betroffenen, Angehörigen und auch Ärzte, Heilpraktiker ... gesammelt und dann im Eigenverlag veröffentlicht. Ich arbeite selbst in einer Buchhandlung und habe diese Bücher daher auch im Sortiment.

    Sie ist sicher bereit, jemanden von euch von ihren Erfahrungen zu berichten.

    Habt einfach mal im Hinterkopf, dass ihr vielleicht gar nicht alle Themen in ein Buch packen könnt.

    Ich selbst würde zwar gerne mitmachen, komme aber momentan nicht einmal mehr zu meinem eigenen Blog mehr. Dort will ich schon seit langem das Thema "Tod" fertig bearbeiten. Aber ich schreibe noch an einer Dorfchronik mit und leite ein Fotoprojekt als Integrationsbeauftragte. Wir wollen viele Migranten in der Stadt in einer Ausstellung "ein Gesicht" geben. Ihnen Wertschätzung entgegenbringen für die Arbeit, die sie oft im Hintergrund für uns alle tun....

    Daher habe ich leider bis November keine Zeit bei eurem Projekt mit zu wirken.


    Euch wünsche ich viele gute Ideen, Esprit und Freude am gemeinsamen Arbeiten.

    Hase

    Eine Schwimmprothese habe ich mir nicht besorgt. Ich habe einfach in einen ganz normalen Badeanzug mit einer Art Bustier eine Schaumstoffeinlage eingenäht. Damit komme ich super zurecht. Wegen dem Gewicht muss man im Wasser ja keine Angst haben, dass da körperlich irgendwas aus dem Lot gerät. Beim Schwimmen ist eh alles anders. Die Angestellten im Sanitätshaus wollen natürlich was verkaufen. Einfach mal überlegen, wie oft ihr wirklich schwimmen geht und ob sich das für euch lohnt.

    Hallo goldenpaws ,


    bei mir verschreibt diese mein Onkologe. Dies macht aber auch der Frauenarzt bei mir, der auch meine anderen Medikamente verschreibt. Die Klinik macht es, soweit ich weiß, nicht.

    Ich habe jetzt nach 2 Jahren eine neue bekommen. Dieses Mal eine Nummer größer :).

    Die Prothesen sind halt schon ein bisschen schwer. Nimm doch beim Kauf einfach mal so ein Bustier mit, dann kannst du ausprobieren, ob sie stark genug sind, diese am rechten Platz zu halten.

    Ich verwende gerne die BHs aus dem Sanitätshaus. Da gibt es sehr schöne. Die Kasse zahlt da ja an die 40€ (ich hoffe die Zahl stimmt) dazu. Ich musste dann oft nur 5 € dazu zahlen. Bei aufwändigen Spitzen BHs ist das in der Regel mehr. Bei der Prothese musst du 35€ dazuzahlen.


    Dann lass dich mal gut beraten. Ich nehme dazu oft meine Schwester oder Tochter mit, dann macht es gleich viel mehr Spaß.


    Gönn dir was hübsches ;)

    Ingrid

    Liebe Urlauberin ,


    ich habe auf meiner Narbe auch seit 2 Jahren einen kleinen Hubbel. Ich bin als ich den letztes Jahr kurz vor meiner Reha entdeckt habe, genauso erschrocken wie du. Bei mir wird er als Narbenwucherung gedeutet, was anscheinend schon öfters vorkommt. Die Ärzte schauen das bei mir auch immer wieder im Ultraschall an und haben es auch vermessen, ob es irgendwie wächst. Ich beobachte es auch. Ich glaube mittlerweile auch, dass es lediglich ein Hubbel vom Zunähen ist.

    Dies wünsche ich auch dir, dass es nichts mit bösen Zellen zu tun hat.

    Vielleicht kannst du das noch die Woche aus deinem Kopf rausnehmen und die letzten Tage deiner Kur noch genießen. Es wäre wirklich schade, wenn du dich wegen einem Fehlalarm um einen schönen Ausklang bringen würdest. Am Ergebnis ändern sich deine Sorgen eh nicht.


    Alles Gute wünsche ich dir

    Ingrid

    Liebe Mama von vier ,


    so wie wir dich hier auf deinem letzten Weg erleben durften, geht nun bald ein erfülltes Leben zu Ende. Ich bin dankbar, dass ich dich ein bisschen kennen lernen durfte. Du machst mir Mut, dass auch ich einmal selbstbestimmt meinen persönlichen letzten Weg antreten kann. Vieles durfte ich von dir lernen. Alles, was du geschrieben hast, war für mich stimmig. Du hast es geschafft, klar der Realität ins Auge zu schauen und trotz der kommenden Endgültigkeit nicht zu verzweifeln, sondern auch diesen leidvollen Weg bewusst zu bejahen. Danke, dass du uns daran teilnehmen hast lassen. So etwas erlebt man nicht so oft und ist vermutlich nicht nur für mich eine große Hilfe das eigene Sterben einmal anzunehmen.

    Wir alle werden einmal gehen, machen Platz für die nächste Generation. So ist Leben, so ist Sterben.

    Du lebst weiter in deinen Kindern und Enkelkindern und in unserer Erinnerung.

    Viel Gutes und Schönes hast du an deine Familie und uns weitergegeben, wir werden es bewahren und weitertragen.


    Alles Gute auf deinem nun allerletzten Weg

    Ingrid

    Liebe Erna66


    ich wünsche dir so sehr, dass sich die Biester wieder verziehen. Du klingst immer sehr gefestigt. Wünsche dir weiterhin Kraft und Ausdauer. Ich hoffe, dass dir die erwachende Natur ganz viel Lebensenergie und vor allem auch Lebensfreude schenkt.


    Ich begleite dich hier immer im Hintergrund und freue mich, wenn ich hoffentlich bald positive Ergebnisse von dir lesen darf.


    Alles Liebe für dich

    Ingrid

    An alle, die noch einen Daumen brauchen können.

    Für euch mutiere ich gerne zum Tausendfüßler. Damit habe ich für alle hier im Forum beständig einen Daumen parat. :)

    Ich lese immer noch jeden Tag die Berichte und begleite viele in Gedanken.

    Wünsche euch für diese Woche viele wohltuende Lichtmomente

    Ingrid

    Liebe Hosimo ,


    ich schreibe momentan nur noch seltener in meinem Blog, so ca alle 1-2 Monate. Das Thema "Krebserkrankung" ist ja Gott sei Dank eher nach hinten gerückt. Ich habe allerdings schon noch ein paar Themen, die ich ganz interessant finde. Momentan bereite ich das Thema Tod vor. Es ist allerdings so umfassend, dass ich noch nicht ganz weiß, ob ich nicht daraus eher zwei Beiträge machen soll. Von daher schaue einfach immer wieder mal drauf.


    Auf noch viele schöne Lebensjahre


    Ingrid