Beiträge von Ka68

    Hallo ihr Lieben,

    normalerweise wird eine AHB im Umkreis von 200-300 km bewilligt.


    Ich möchte jedoch gern weit weg, einen richtigen Tapetenwechsel, um mit dem Brustkrebs abzuschließen und mich auf die Wiederaufnahme meines Jobs vorzubereiten.


    Ich möchte dazu der Rentenversicherung Bund vorschlagen, die Reisekosten zu übernehmen.


    Wer von euch war auch weit weg? Und wer weiß, ob es möglich ist, die Fahrtkosten selbst zu tragen.


    Bitte nur das beantworten und nicht über meine Rechte aufklären. Ich möchte wirklich gern einen Beitrag leisten für die Erfüllung meiner Wunschklinik.

    Ich war kürzlich beim Patienteninformationstag in Hamburg. Ein Fachvortrag bezog sich auf das Thema Kinderwunsch. Soweit ich das richtig verstanden habe, geht es nicht um einen langen Zeitraum, in dem du die Kinderwunschbehandlung durchführst. Ich glaube, man hat aufgrund der tickenden Uhr nur einen Versuch und möchte dabei soviel Eizellen wie möglich gewinnen.

    Wenn grundsätzlich Kinderwunsch besteht, wird er sich nach der langen Zeit der Therapie vermutlich irgendwann wieder regen. Oftmals ist es dann jedoch nicht mehr möglich, auf natürliche Weise schwanger zu werden. Selbst ohne sinkt die Wahrscheinlichkeit ja mit dem Alter. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die vorangestellte Therapie in dieser kurzen Zeit ein rasantes Tumorwachstum bewirkt. Gewöhnlich wachsen Tumore ja über einen sehr langen Zeitraum. Das hängt auch alles von deiner Tumorbiologie ab.

    Lass dich da noch mal eingehend beraten. Ich habe auch nicht den Eindruck gewonnen, dass durch eine solche Kinderwunschbehandlung das Risiko, dass der Krebs nicht mehr heilbar ist, erheblich steigt. Der Arzt hieß F. N...... Vielleicht kannst du über Google etwas in Erfahrung bringen.

    Alles Gute für dich.

    Lua

    Was macht dir Angst?

    Der Test bestätigt entweder Chemo oder nicht. Es ist eine Sache der Wahrscheinlichkeiten. Mehr gibt die Forschung momentan nicht her.

    Niemand weiß, ob man wieder erkrankt, weder mit noch ohne Chemo. Nochmal Brustkrebs oder Metastasen oder? Oder was die Chemo noch macht? Es erfolgt alles nach aktuellem Wissensstand, aber die genauen Zusammenhänge kennt keiner.

    Ich möchte so gut es geht ohne Beeinträchtigung langfristiger Art leben. Darum bin ich unendlich froh, dass mir die Chemo erspart bleibt. Das heißt aber nicht, dass ich nicht erneut erkranken kann. Meine Rate ist rechnerisch 5 %. Sowas nenn ich dann Schicksal.

    Man darf nur später seine Entscheidungen nicht bereuen und mit dem Schicksal hadern. Das wäre für die Psyche fatal.

    Und da ist Jede ganz individuell veranlagt. Und das Alter spielt auch eine Rolle. Denn Ansichten verändern sich.

    Moni

    Komisch, die Meinung zu Vit. D. In unseren Breiten hat man oft Unterversorgung. Ich nehme 1000 i.E. pro Tag und habe gemerkt, dass mir das gut tut. Die Ärzte finden die Einnahme okay. Mein Sohn soll es sogar explizit nehmen (Colitis ulcerosa).

    Außerdem hatte ich beim letzten Gesundheitscheck vor einem Jahr starken B12 Mangel. Ich nahm anfangs 2 Monate 5000 Mikrogramm pro Tag und jetzt 5000 pro Woche.


    Tamoxifen soll ich übrigens mindestens 5 Jahre nehmen. Bin 50, aber absolut noch nicht in Menopause. Aromatasehemmer wurden im Brustzentrum auch vorgeschlagen, aber meine Gyn will nicht schon nach 2 Jahren darauf wechseln. Hat wohl auch viele Nebenwirkungen. Dazu habe ich allerdings noch keine Recherchen angestellt.

    Ich möchte hier für alle, die gerade in der Entscheidungsphase Chemo oder nicht stecken, meine Erfahrung mitteilen.


    Mein Tumor wurde bei einer routinemäßigen Mammographie festgestellt. Gespürt habe ich ihn auch. Er lag zwischen 10 und 11 Uhr rechts oben außen.


    Mein Tumor war nach Stanzbiopsie Luminal B, G2, 1,7 cm, KI 67 26%, HER 2+, nach Fish-Test negativ, hormonrezeptorpositiv zu 100%.

    CT und Knochenszintigraphie ohne Befund.


    Nach der OP (brusterhaltend und nur der Sentinel entnommen) wurde das Tumorgewebe nicht noch einmal untersucht und mir wurde nachdrücklich eine Chemotherapie mit 4x EC und 12 x Pacli empfohlen.


    Ich habe auf erneuter Histologie des Tumors bestanden und auf einem Genexpressionstest. In meinem Brustzentrum wird mit dem Endopredict gearbeitet.


    Ergebnis: KI 67 im Herdbereich 20%, sonst 10 %! Nun luminal A! HER 1+.

    Endopredict 2,5 (cut off ist 3,3). Also absolut low risk. Und das, obwohl der Test noch mit KI 67 von 26% in Auftrag gegeben wurde.


    Die Kosten betragen ca. 1800 €. Ich habe eine Abtretungserklärung an den Pathologen unterschrieben, so dass ich die Kosten nicht tragen muss. Die Krankenkasse hat abgelehnt. Der Pathologe hat es an einen Anwalt übergeben und der bearbeitet den Widerspruch an die Krankenkasse. Vollmacht habe ich auch da erteilt.


    Der Test hat nicht nur mich, sondern auch alle Ärzte aus dem Tumorboard überzeugt. Er war also für alle Beteiligten ausschlaggebend für die Entscheidung, dass ich von einer Chemo nicht genug profitiere. Das heißt nicht, dass sie nichts bewirkt hätte, nur sind die Risiken im Vergleich zum Nutzen nicht mehr ausgewogen.


    Unterschied Onkotype - Endopredict

    Der Onkotype Test wird in den USA durchgeführt und dauert ca. 3 Wochen. Er ist stärker evidenzbasiert (5 Studien). Er hat , wenn ich das richtig verstanden habe, 3 Ergebniss-Bereiche:

    geringes, mittleres und hohes Risiko. Der Onkologe erklärte mir, dass man im Bereich mittel dann ggf. wieder kein eindeutiges Ergebnis hat. Darum finden einige Onkologen den Endopredict auch besser, obwohl weniger Studienergebnisse vorliegen.

    Endopredict wurde in Deutschland entwickelt und wird auch hier von ausgewählten Pathologen durchgeführt. Meiner z. B. in Trier. Es gibt nur 2 Ergebnis-Bereiche: geringes oder hohes Risiko. Er ist etwas weniger evidenzbasiert (2 Studien), in den Leitlinien zur Behandlung von Brustkrebs aber ebenfalls erwähnt.


    Ich habe mich außerordentlich intensiv mit meiner Erkrankung beschäftigt und vor allen Dingen die fachlichen Informationen aus dem Internet gelesen inkl. Leitlinie. Aus dem Grund wusste ich, dass mir ein Genexpressionstest helfen kann. Ich bin sehr froh, dass ich ihn hab machen lassen.


    Bei mir schließt sich jetzt eine siebenwöchige Bestrahlung an. Ich wähle 28 normale Bestrahlungen + 5 in der Tumorregion. Ich verzichte auf simultan integrierten Boost (SIB).


    Ich habe gelernt, dass Brustkrebs etwas außerordentlich Komplexes ist (wie viele andere Erkrankungen auch) und ich persönlich muss wissen, wie die Zusammenhänge sind. Nur dann ist es für mich plausibel nachvollziehbar, wie ich behandelt werde.


    Alles Gute euch allen!!!


    Ich hoffe, meine Schilderung hilft der ein oder anderen weiter.