Beiträge von Tanja61

    Ich hatte bei Erstdiagnose Figo 1b G2-G3 gehabt. Mein Onkologe sagte mir damals, das 90% der Frauen in meinem Fall keine Chemos brauchen würden. Weil man aber nicht wissen kann, welche Frauen zum 10% gehören, werden Chemos bei allen gemacht. So hatte ich mich für die Chemos entschieden. Diese Zeit war für mich die Hölle. Ich hatte sehr gelitten und die Sache wurde schlimmer als ich schon am Anfang sehr niedrige Leykos hatte und dauernd Spritzen bekam, die auch wahnsinnig schlimme Nebenwirkungen hatten. Für 9 Jahre hatte ich Ruhe, bis dann letztes Jahr mein Rezidiv kam. Ich dachte seitdem viel danach, ob es vielleicht sinnlos war, dass ich mich für Chemos entshieden hatte, da trotz deren mir das Rezidiv nicht gespart wurde. Es herrschte aber schließlich der Gedanke, dass wenn ich mich anders entschieden hätte, hätte ich wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen für meine "falsche" Entscheidung gehabt. Damit will ich sagen, dass die Entscheidung Chemos oder nicht, sehr persönlich ist und sehr gut überlegt sein sollte.

    Ein PET CT wird so viel ich weiß bei einem Rezidiv durchgeeführt, wenn man genau wissen will, ob es noch andere Tumorstellen im Körper gibt. Wenigstens so war es bei mir. Ich weiß aber auch, dass es Onkologen gibt, die mehr Vertrauen auf CTs haben als auf das PET. Auf jeden Fall ist das PET eine hohe Radioüberlastung für den Körper und deshalb wird nur bei bestimmten Fällen gemacht.

    L.G.

    Tanja

    Lieber xs5


    Herzliches Willkommen im Forum auch von mir! Hut ab! Für deinen Optimismus und deine sorgfältige Begleitung deiner Frau auf diesem schweren Weg. Ich stimme dir zu, dass man immer positiv denken sollte, optimistisch sein und nicht aufgeben. Als ich letztes Jahr mein erstes Rezidiv nach neun Jahren Ruhe bekam, glaubte fest 2019 nicht erleben zu können. Aber ich bin wenigstens bis jetzt noch da. Was man anfänglich schwarz sieht, kann ganz plötzlich bunt werden und alles geht wieder aufwärts. Das wünsche ich dir und deiner Frau und allen anderen Mitkämpferinnen bzw. Mitkämpfern auch.

    L.G.

    Tanja

    Liebe Naticatt


    Großer Fehler das Internetstöbern! Das hatte ich letztes Jahr bei meinem Rezidiv getan und war fast durchgedreht und ganz depressiv. Selbstverständlich gibt es sowohl richtige als auch ganz dumme Informationen darüber im Internet. Die richtigen basieren auf Statistiken. Aber niemand weiß, auf welche Seite der Statistik steht. So lieber nicht lesen und hoffen, dass man auf der guten Seite der Statistik steht. Über dieses Thema habe ich letzte Woche mit meinem Onkologen gesprochen. Wir haben eine gute Beziehung, er behandelt mich schon seit 10 Jahren und ist ein Mensch voller Humor. Als ich ihm sagte, dass ich letztes Jahr im internet las, dass man bei solchen Rezidiven wie meines höchstens 6 Monate zu leben hätte, sagte er mir " in 15 Jahren schreibst du selbst dann um zu sagen, dass das nicht so ist!" :)^^. Auf jeden Fall hör sofort damit auf, im Internet zu lesen und denk daran, dass auch Rezidive gut behandelt werden können.


    Liebe Alphabet

    Ich danke dir sehr für deinen Bericht. Er gibt mir auch viel Mut.


    LG

    Tanja

    Liebe Naticatt


    Ja, auch altersmäßig liegen wir ziemlich nahe, ich bin nämlich 58. Mir wurde von meinen Ärzten bei Erstdiagnose dasselbe gesagt, dass ich geheilt werden konnte und 2018 , acht Jahre nach der Diagnose und ein Jahr vor meinem Rezidiv sagte mir mein Onkologe, er brauche mich nicht mehr zu sehen, ich sei endgültig geheilt!!!. Ich fühlte mich auch sicher und es war ein sehr großer Schock für mich, als mein Rezidiv entdeckt wurde. Da entdeckte ich auch dieses Forum und schrieb, bekam viel Unterstützung und bin sehr dankbar dafür. Nach OP+HIPEC brauchte ich keine andere Chemo. Mein Rezidiv war beschränkt, wie schon gesagt, hinter der Leber und 2,5 cm groß. Weil die Biopsie nichts mehr als das gezeigt hatte, wurden mir weitere Chemos erspart. Du darfst hoffen, denn bei beschränkten Spätrezidiven die Chancen wieder gut sein können. Das haben meine Ärzte gesagt, und das hoffe ich auch.

    LG

    Tanja

    Liebe Naticatt


    Es ist so seltsam, dass bei dir genau wie bei mir ergangen ist. Auch mein Tumor bei Erstdiagnose war im Anfangsstadium neun Jahre vor dem Rezidiv. Mein Rezidiv war auch im Bauchfell, hinter der Leber (Peritonealkarzinose). Was die Klinik betrifft, kann ich dir nichts sagen, da ich im Ausland operiert wurde. Mir wurde nur eine Möglichkeit gegeben und zwar die zytoreduktive Chirurgie und HIPEC. Ich wünsche dir alles Gute und möchte dir nochmal sagen, dass bei solchen Fällen alles sehr positiv gehen kann, obwohl es am Anfang nach so vielen Jahren ein Schock ist!

    Liebe Naticatt


    Erstmal sollst du die Hoffnung nicht verlieren, dass es etwas Harmloses ist. Auch wenn es ein Rezidiv wäre, gibt es Optionen, die erlauben, wieder gesund zu werden. Ich hatte 2010 Eierstockkrebs, 2013 prophylaktische beidseitige Mastektomie wegen BRCA 1 und letztes Jahr 2019, im April ganz plötzlich und nach neun Jahren ein Rezidiv, das niemand erwartet hätte. Eine große OP (zutoreduktive Chirurgie+ HIPEC) war die Folge. 15 Monate danach war ich letzte Woche beim Onkologen, um die Nachsorgeergebnisse zu besprechen und er sagte mir, dass ich mir keine Sorgen mehr machen soll. Geheilt zu sein, steht bei mir wieder als Option, so er!
    ich drücke dir die Daumen und wünsche dir einen Falschalarm


    LG

    Tanja

    Liebe Silvi123 , dass du sofort einen Termin bekommen hast ist auch toll! Ich drücke dir die Daumen!!

    LIebe Wisky2868 , es geht mir zur Zeit ziemlich gut. Da das Wetter endlich besser geworden ist, zwickt es in meinem Bauch nicht mehr so viel. Habe schon das meiste von meinen Nachuntersuchungen gemacht (TM, Blutkontrolle, Bauchspiegelung, Lungenröntgen), alles ohne Befund. Mir bleibt nur noch die Darm-und Magenspiegelung, die am 23. gemacht wird. Sonst arbeite ich immer noch voll und bin froh darauf. Und dir? Wie geht es dir?


    LG

    Tanja

    Liebe Kati1975 , liebe Tschetan und liebe pupi1230 vielen Dank für eure Antworten. Ich habe nur dieses Mal den Tumormarker in einem anderen Labor gemacht und das wegen Coronavirus. Für das Labor, wo mein TM immer gemessen wurde liegt 150 Km entfernt vom Wohnort und Reisen ist an diesen Tagen nicht leicht. Ich kann hoffen, dass der höhere Wert daran liegt, aber jetzt kann ich nichts tun. Ich werde darauf bestehen, ihn noch mal nächsten Monat im alten Labor zu messen, wenn ich dann alle übrigen Nachuntersuchungen hoffentlich wieder machen kann.

    LG

    Tanja

    Vielen Dank liebe Wisky2868 für deinen ausführlichen Bericht. Ja , mit ewigen Schmerzen kann ich mich befinden und nicht klagen, sofern ich sicher bin, die sind da nicht wegen eines neuen Rezidivs. Meine Nachuntersuchungen darf ich jetzt nicht machen laut meinem Onkologen. Er will nächsten oder übernächsten Monat, da die Lage mit dem Coronavirus besser sein wird. Nur Blutkontrolle und Tumormarker habe ich gestern gemacht und heute das Resultat bekommen. Laut Onkologen alles ok. Mit dem Tumormarker ist da so eine Sache, ich habe darüber bei "nach neun Jahren Rezidiv" geschrieben, wenn du willst, kannst du es dort lesen. Der Darm braucht leider bestimmte Diät, damit er funktioniert und bei jedem ist es anders. Ich habe es mit meinem Frühstück geschafft ( eine Mischung von Mandelmilch, Haferflocken, Zimt, Nüsse, Leinsamen, cranberrys und Goji Berrys), aber ich weiß nicht, ob es bei jedem funktioniert.

    LG

    Tanja

    Hallo


    Ein kleines update von mir. Und eine Frage an euch. An diesen Tagen ist es ein Jahr geworden nach meiner zytoreduktiven Chirurgie und Hipec. Ich sollte meine Nachuntersuchungen machen, aber mein Onkologe riet mir davon ab wegen des Coronavirus. Er wollte nur meinen Tumormarker wissen und alles andere kann warten so er. Ich muss sagen, ich weiß nicht, ob mein Tumormarker aussagekräftig ist oder nicht. Be Erstdiagnose 2010 wusste ich nicht, ob er gemessen wurde und wie hoch er war. Mein EK war damals ein Zufallsbefund. In den nächsten neun Jahren bis zum Rezidiv letzten Aprils war er 5 , 6, 8 und die höchste Zahl war neun im Juli 2018. sSeit dem wurde mein Tumormarker drei Monate nach meiner zweiten OP im Juli letzten Jahres gemessen und er war 6, 4, im letzten Oktober 3,9, das war die niedrigste Zahl, die bei mir gemessen wurde. Heute bekam ich das Ergebnis und er ist 10, 2. Ich war besorgt, aber mein Onkologe, dem ich die Unterlagen geschickt habe ,antwortete mir auf die Mail, dass alles super sein. Aber ich habe Angst wegen dem Unterschied, natürlich weiß ich, dass er immer noch im Normbereich ist. Aber leider spielt bei mir Kopfkino, weil ich auch fast täglich Schmerzen an einem Teil meines Bauchs habe und das seit Wochen. Ich muss auch hinzufügen, dass ich diese letzte Untersuchung meines Tumormarkers zum ersten Mal in einem anderen Diagnosezentrum stattfand. Kann es sein, dass verschiedene Diagnosezentren andere Resultate aufbringen können? Kennt sich jemand aus?


    Lg

    Tanja

    Liebe Wisky2868


    Ich freue mich wahnsinnig darauf, dass du so tolle Ergebnisse hast!!!! (Hoffentlich ist die Gürterose schon weg). Hast du noch Schmerzen im Bauch? Ich habe nämlich in den letzten Monaten ziemlich oft.


    LG

    Tanja

    Eierstockkrebs und Brustkrebs, können oft abhängig sein, besonders wenn bei einer Frau die Mutation BRCA1 oder BRCA2 vorhanden ist. Bei mir (habe die Mutation BRCA1) kam der Eierstockkrebs zuerst und drei Jahre danach wurden meine zwei Brüste prophylaktisch entfernt. Vielleicht wirst du auch getestet.